Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Kein Buch nur so mal für zwischendurch
All die unbewohnten Zimmer von Friedrich Ani
Aus einem Fenster in einem Haus am Weißenburger Platz in München wird eine Frau erschossen. Ein Polizist wird durch eine weitere Kugel verletzt. Kriminaloberkommissarin Fariza-Marie Nasri hat im Nachbarhaus einen Bekannten besucht und ist als erste am Tatort. Ermittelt ist der Schütze schnell, nur finden kann man ihn nicht.
Bei ihren Recherchen stößt Fariza auf einen ungeklärten Polizistenmord, der das K111 vor eine wie es scheint unlösbare Aufgabe stellt.
Bereits in der dritten Zeile, bei der Begegnung von Tabor Süden und Fariza Nasri, fühle ich als Münchnerin mich durch den Lauf über den Marienplatz mitten in die Geschichte hineingezogen.
Über jedem Kapitel steht ein kleiner Satz, den man dann während des Lesens in den Abschnitt zuordnen kann. Eine gute Idee, die die komplexe Story etwas auflockert.
Zu Beginn eines jeden der fünf Teile bleibt es noch im Dunkeln, wer hier die Hauptperson ist. Das ergibt sich erst während des Lesens. Ich lerne nicht nur die vier Ermittler kennen: den ehemaligen katholischen Mönch Polonius Nikolai Maria Fischer, Jakob Franck, den „Verschwundenensucher“ Tabor Süden und
Kriminaloberkommissarin im K11 Fariza-Marie Nasri, sondern auch die einzigartigen Ermittlungsmethoden eines Jeden.
Ich liebe die bunte, facettenreiche, ruhige, blumige Sprache mit der Friedrich Ani mir seine Protagonisten und die Geschichte näher bringt. Obwohl die Spannung hier nur unterschwellig immer da ist, hat sie mich gefesselt. Man muss sehr viel mitdenken und vor allem aufmerksam lesen, damit man auch die kleinsten Feinheiten mitbekommt.
Vier Wochen bin ich mit den Ermittlern unterwegs, lerne sie und die verschiedensten Menschen kennen und bekomme einen tiefen Einblick in ihr Innerstes. Manches hat mich schockiert, anderes hat mich berührt. Alles zusammen ergibt einen Sinn und zeigt einfach, wie breit gefächert die menschlichen Eigenschaften und Abgründe sind.
Ich habe diese Geschichte, die mir Friedrich Ani hier vorlegt, wie ein Puzzle betrachtet. Immer neue Erkenntnisse füllen nach und nach die noch offenen Stellen. Bis sich schließlich ein klares, verständliches Bild vor meinen Augen präsentiert.
Der Autor legt mir hier aber nicht nur einen spannenden und interessanten Fall vor. Er beleuchtet auch den gegenwärtigen Stand in Deutschland. Friedrich Ani nimmt die derzeit herrschenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse auseinander und hält mir einen Spiegel vor. Unfähige Polizei, Fremdenhass, Vorurteile, verschwundene Kinder, Altersarmut, der immer breiter werdende Graben zwischen Ost und West, zwischen arm und reich, ergeben einen spannenden Krimi und einen interessanten Gesellschaftsroman.
Kein Buch zum schnell mal weglesen, sondern eine besondere Lektüre zum Genießen und zun Nachdenken.
Rezensionen von Petra Sch.:
Ein phantasievolles Abenteuer auf dem Wilden Hügel!
All die unbewohnten Zimmer von Friedrich Ani
Kurz zum Inhalt:
Greta ist mit ihren Eltern auf den Wilden Hügel gezogen. Ihre Eltern sollen sich dort um die wilden Tiere von Frau Spitzgiebel kümmern und einen Zoo daraus zu machen.
Gretas erster Schultag in der neuen Klasse verläuft dann aber ganz anders als erwartet: Ihr Elefant Zachi bringt die Wände der Schule zum Einsturz - doch Greta hat die gute Idee, den Unterricht auf den Wilden Hügel zu verlegen.
Doch dort passieren einige seltsame Dinge: die Krokodile büxen aus, statt Tierfutter werden Socken geliefert usw. Will jemand verhindern, dass aus dem Wilden Hügel ein Zoo wird?
Meine Meinung:
Die Geschichte kombiniert viel Phantasie (Greta reitet auf dem Elefanten Zacharias und kann mit ihrem Wasserschwein Wusel kommunizieren) mit Realität. Typische Probleme von Kindern werden somit zwanglos aufgearbeitet: die Themen Freundschaft, Streit und Mobbing in der Schule werden auf diese Weise den Kindern spielerisch nähergebracht.
Man trifft auf viele verschiedene (wilde) Tierarten und lernt auch einiges darüber.
Außerdem ist es auch ein Detektiv-Abenteuer, denn man rätselt natürlich mit den Kindern mit, wer es wohl sein kann, der anscheinend verhindern will, dass aus dem Wilden Hügel ein Zoo wird...
Die recht kurzen Kapitel sind perfekt zum Vorlesen geeignet, aber auch für geübtere Leser zum selber-Lesen.
Detailreiche schwarz-weiß Illustrationen untermalen das Gelesene.
Uns hat es Wusel besonders angetan, er ist sooo ein süßer Kerl :)
Das Cover ist auch toll - ganz bunt, mit dem Löwen und den Kindern und dem Chaos darauf, macht es Lust, das Buch sofort in die Hand zu nehmen und zu lesen.
Fazit:
Tierisch buntes Abenteuer mit wilden Tieren, das auch erste Themen spielerisch behandelt und Lust macht, mal wieder in den Zoo zu gehen.
Rezensionen von heinoko:
Opulentes Lesefutter
Das Gemälde der Tänzerin von Christine Jaeggi
Zwar war mein Lesevergnügen etwas eingeschränkt, weil die digitale Version etliche Fehler enthält, bis hin zu Satzverworrenheiten und Zeilen mit (arabischen?) Unleserlichkeiten. Lesefreude sieht eigentlich anders aus. Dass mich der Roman dennoch gefesselt hat, spricht für die Qualität des Textes.
Hauptperson Helena lebt am Existenzminimum. Sie ist arbeitslos und versucht, sich und ihre pubertären Zwillinge durchzubringen. Leider ist sie gezwungen, ausgerechnet in dem Schweizer Hotel als Zimmermädchen zu arbeiten, dessen Besitzer Kronenberg schuld ist an ihrer Lebensmisere. Helena erfährt von einem Mord an einem Zimmermädchen im Jahr 1942 und von einem seitdem verschollenen Gemälde. Nach dessen Verbleib forscht eine Amerikanerin namens Jessica Dixon-Löwenfeld ebenso wie der Sohn Noah der Familie Kronenberg. Helene will helfen, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Doch je weiter sie eindringt in die damaligen Zusammenhänge, desto mehr gerät ihr eigenes bestgehütetes Geheimnis in Gefahr, ans Licht zu kommen.
In verschiedenen Zeitsträngen und Perspektivwechseln wird auf wunderbare Weise in einem großen Zeitbogen ein Familienroman erzählt, dessen verworrene familiäre Verstrickungen mit Schuld und Sühne beladen sind. In überbordener Erzählfreude, mit malerisch ausgearbeiteten, atmosphärisch dichten Schilderungen bringt uns die Autorin mitten hinein in eine Familiengeschichte voller Geheimnisse. Die gefühlvollen Darstellungen der vielen Protagonisten, dazu eine krimigleiche Geschichte um ein verschollenes Gemälde, halten die Lesefreude auf jeder Seite hoch. Die Autorin hat sorgfältig recherchiert und gibt durch die im Roman enthaltenen Einblicke in die politische Lage der Juden während der Nazizeit in der Schweiz und in das große Thema entartete Kunst bzw. Beutekunst dem Buch eine besondere Tiefe.
Fazit: Absolut lesenswert.
Rezensionen von Vicky:
Die Familie ist das Fundament des Lebens
Echo der Stille von Nalini Singh
'Echo der Stille' ist ein Novella der Autorin Nalini Singh. Ich finde das Cover ist toll gestaltet und passt gut zur ursprünglichen Reihe.
Die Geschichte umfasst einen Prolog, zehn kurze Kapitel sowie einen Epilog und gehört zum Gestaltenwandlerkosmos der Autorin. Unter 'Zu diesem Buch' kann man sich einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um die Menschenfrau Tazia Nerif und ihren Medialen Stefan auf der Tiefseestation Alaris der BlackSea-Gemeinschaft holen.
Ich finde die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil – er ist wie gewohnt sehr leicht zu lesen und man taucht dadurch von der ersten Zeile an in die Geschichte ein. Als einziges Manko wäre hier zu nennen dass die Geschichte viel zu schnell wieder zu Ende ist – aber damit muss man bei einer Novella wohl rechnen!
Fazit: Man muss die Reihe vermutlich nicht kennen um mit diesem Buch in den Gestaltenwandlerkosmos hineinzuschnuppern aber empfehlen würde ich es nichtsdestotrotz denn so wäre es bestimmt einfacher sich zu Recht zu finden (und außerdem würde man ansonsten bereits zu viel von Dorians Geschichte vorwegnehmen)!
Ein kurzer Warnhinweis noch am Ende - ACHTUNG: Diese Novella ist bereits in der Anthologie 'Wilde Umarmung' erschienen. Dies nur als kleine Warnung an all jene welche die Serie genauso süchtig verschlingen wie ich und sie deshalb bereits kennen könnten!
Rezensionen von begine:
Ein Alptraum
Überflieger von Ernst Karin
Ein Alptraum
Überflieger von Karin Ernst ist ein Roman über die Familie von Koppenstein. Die Eltern Niko und Claire sind Akademiker, die überzeugt sind das ihre Kinder hochbegabt sind. Das sieht auch so aus, Cordelia spielt gut Klavier und Raffi, der noch nicht zur Schule geht, kann schon lesen.
Besonders Claire lässt gegenüber ihrer Freunde die Talente ihrer Kinder heraushängen.
Aber dann kommt Raffis erster Schultag. Von dem war ich entsetzt, der reinste Chaos. Ich bin bloß froh, das meine Kinder von ihren Lehrerinnen besser behandelt wurden. Raffi tat mir da sehr leid, er kann sich in die Schulordnung nicht einfügen und will nicht mehr zur Schule gehen.
Niko und Claire meinen er wäre unterfordert und soll eine Klasse überspringen. Der Versuch schlägt fehl. Es kommt so weit, das das Jugendamt ihnen Raffi weg nimmt. Das wird für Raffi besonders tragisch und die Eltern fühlen sich hilflos.
Am Ende habe ich die Hoffnung, das Claire und die Kinder es schaffen, Niko muss noch an sich arbeiten.
Die Autorin versteht es eine interessante lesenswerte Geschichte, die es so geben kann, zu schreiben. Ich bin von dem Roman beeindruckt.
Rezensionen von thora01:
Spannender und humorvoller 2. Band der Reihe
Überflieger von Ernst Karin
Inhalt/Klappentext:
Hey, ich bins wieder!
Tess Carlisle, Kautionsdetektivin und Mitglied der größten Chaos-Crew in New Orleans. Seid ihr bereit für eine zweite Runde Böse-Jungs-Vermöbeln? Wollt ihr mit mir in gefährliche Mysterien schlittern und kein Fettnäpfchen auslassen? Ja? Ich wusste, ich kann auf euch zählen.
All Hallows’ Eve beginnt in diesem Jahr ganz beschaulich für carlislesche Verhältnisse. Bis die Geschwister eines gewissen Höllendämons auftauchen und mir an die Gurgel wollen. Aber ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin – völlig mittellos und chronisch pleite –, wenn ich mich von ein bisschen Hokuspokus aus den Latschen hauen ließe. Vielleicht gibt es auch ein Wiedersehen mit unserem Lieblings-Teacup-Schweinchen und dessen Anhängsel, dem schlecht gelauntesten Bodyguard der westlichen Hemisphäre. Und für ein bisschen Voodoo ist zwischen all meinen seriösen Tätigkeiten im Rotlichtviertel der Stadt auch noch Platz. Ihr seht, es rast wieder ein ereignisreiches Abenteuer auf uns zu. Wäre doch furchtbar, wenn es einmal langweilig würde …
(Quelle: Sternensand Verlag)
Meine Meinung:
Sehr humorvolle und spannende Fortsetzung. Der Schreibstil hat mich sofort wieder in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat ein Händchen für die richtige Mischung aus Humor und Spannung. Die Protagonisten zeigen auch in diesem Band ihre ganz besonderen Eigenheiten. Ganz besonders habe ich mich über Tess amüsiert. Sie ist ein richtiger Tolpatsch und meist zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich mag es sehr wie sie sich durch ihr Leben wurstelt und ihre ganz besonderen Fähigkeiten anwendet. Mit ihren Mitbewohnern hat sie in dieser Hinsicht auch das große Los gezogen. Alle zusammen sind eine kleine Chaostruppe. Die Einbindung der neuen Charaktere ist der Autorin sehr gut gelungen. Sie hat dadurch die Geschichte sehr spannend gestaltet. Die Antagonisten sind richig böse und machen die ganze Story sehr turbulent. Ich fand es toll wie die Autorin das kleine Geheimnis von Tess gelüftet hat und welche Auswirkungen es auf den Verlauf der Geschichte hat. Die letzten Kapitel sind actionreich und werfen für mich einige bisher noch ungelöste Fragen auf. Das Ende ist eine sehr fieser Cliffhänger. Ich muss unbedingt wissen wie es weitergeht und wie sich die Protagonisten mit der neuen Situation arrangieren.
Mein Fazit:
Tolle Fortsetzung. Das Buch hat mich sofort in den Bann gezogen. Es verbindet für mich ideal Humor und spannende Fantasy miteinander.
Rezensionen von jiskett:
Hat mich gut unterhalten
Die kleine Parfümerie der Liebe von Rebecca Raisin
In "Die kleine Parfümerie der Liebe" geht es um Del, die nach Paris gekommen ist, um an einem Wettbewerb für Parfümeure teilzunehmen. Seit dem Tod ihrer Großmutter fällt es ihr schwer, eigene Mixturen herzustellen, aber wenn sie sich ihre Träume von einer eigenen Parfümerie erfüllen möchte, ist der Gewinn des Wettstreites und des damit verbundenen Preisgeldes für sie unerlässlich.
Verkompliziert wird ihre Lage noch dadurch, dass sie vor Ort den gutaussehenden Sébastien kennen lernt, hinter dem viel mehr steckt, als sie auf den ersten Blick vermutet hätte... doch unter den gegebenen Umständen scheint eine Romanze zwischen ihnen aussichtslos zu sein.
Obwohl die Liebesgeschichte selbst mir gut gefallen hat, hatte ich das Gefühl, dass sie oftmals in den Hintergrund trat. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört; Del ist eine interessante, gut ausgearbeitete Protagonistin und es war schön zu sehen, wie sie sich im Lauf der Handlung weiter entwickelt hat. Sie erfährt nach und nach immer mehr über die Herstellung von Parfüms, doch auch über sich selbst und ihre Mitmenschen und die Autorin hat diesen Prozess sehr gelungen dargestellt. Ebenso fand ich die Schilderungen der verschiedenen Düfte und welche Emotionen die Charaktere mit ihnen verbanden wirklich gelungen und auch die Beschreibungen von Paris, der Stadt der Lichter (oder vielleicht der Liebe...?) waren atmosphärisch dicht. Es kam mir so vor, als würde ich mit den Figuren durch die Straßen spazieren und die Welt mit ihren Augen wahrnehmen, was mir sehr gefallen hat.
Die verschiedenen Nebencharaktere haben die Erzählung alle auf ihre Art bereichert und auch wenn es einige Personen gab, die ich eher unsympathisch fand, gab es doch ein paar, die nicht nur der Protagonistin ans Herz gewachsen sind. Die Freundschaften, die sie im Lauf des Wettbewerbs knüpft, spielen eine gewisse Rolle für die Geschichte, allerdings steht natürlich ihre sich entwickelnde Beziehung zu Sébastien besonders im Vordergrund - selbst wenn sie aufgrund der Umstände zunächst versucht zu verleugnen, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Ihre Annäherung wurde toll dargestellt; der Leser sieht, dass sie nach und nach beginnen, einander zu vertrauen und tiefsinnigere Gespräche zu führen, aber auch ein gewisses Knistern war von Anfang an präsent und diese Mischung hat mir gut gefallen. Besonders mochte ich, dass die Liebe zur Parfümerie, die die beiden teilen, auch für ihre Romanze relevant war.
"Die kleine Parfümerie der Liebe" bekommt von mir 4 Sterne. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gut unterhalten, ich mochte die Charaktere sehr gerne und die Liebesgeschichte war, obwohl sie gelegentlich im Hintergrund zu stehen schien, wirklich schön.
Rezensionen von manu63:
Fragen werden geklärt
Ein MORDs-Team - Band 23: 1985 von Andreas Suchanek
1985 lautet der Titel des 23 Bandes der Ein Mordsteam Reihe des Autors Andreas Suchanek. Die Leser werden zurückgeführt in das Jahr 1985 und die Geschichte der Geschwister Corey und Wendy werden ans Licht geholt. Identitäten klären sich und einige Fragen die sich angesammelt haben werden beantwortet.
Mit gewohnt flottem Schreibstil lässt der Autor die Leser in die Geschichte hineinfallen und in Rückblicken werden einige Ereignisse der Vorbände aufgearbeitet. Dafür lässt der Autor Fake Wendy ihre Geschichte erzählen und ich verrate nicht zu viel wenn ich schreibe, das mich die Identität von Fake Wendy stark überrascht hat. Der Fokus der Geschichte liegt dieses Mal auf die Runde welche Fake Wendy versammelt hat und die anderen Stränge laufen im Hintergrund weiter. Der übliche starke Cliffhanger fehlt natürlich auch nicht und ich bin gespannt wie es weiter geht.
Rezensionen von Gluecksklee:
Herzerfrischend und absolut fesselnd
Love to share - Liebe ist die halbe Miete von Beth O'Leary
Zum Inhalt
Leon und Tiffy stecken beide in der Klemme. Tiffy ist verzweifelt auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung in London und Leon braucht dringend zusätzliches Einkommen. Unter diesen Voraussatzungen kommt eine besondere Wohngemeinschaft zustande: tagsüber steht Leon die Wohnung zur Verfügung, vom späten Nachmittag an bis zum nächsten Morgen hat Tiffy die Wohnung für sich.
Was als einfache Wohngemeinschaft beginnt, entwickelt sich im Laufe der Zeit zu so viel mehr…
Meine Meinung
Das auf der Rückseite des Buches mit dem Zitat der Cosmopolitan „Die neue Jojo Moyes“ geworben wird, hat natürlich entsprechende Erwartungen in mir geweckt. Schließlich hat Jojo Moyes seit „Ein ganzes halbes Jahr“ einen Platz ziemlich weit vorne unter meinen Lieblingsautorinnen inne. Und was soll ich sagen? Das Buch ist vielleicht nicht ganz so gut wie „Ein ganzes halbes Jahr“, aber schon verdammt nahe dran. Tiffy und Leon sind beide so liebenswerte Charaktere, dass man einfach nicht anders kann, als mit ihnen mitzufiebern und auf ein Happy End zu hoffen. Das Buch hat viel zu bieten: Es gibt Stellen, die einen zum Schmunzeln oder Lachen bringen, es gibt Stellen, an denen man einfach nur wütend ist und es gibt Stellen, die sind traurig oder so bittersüß, dass man meint, das Herz müsste einem in der Brust zerspringen.
Und dabei schafft es Beth O’Leary ausgezeichnet, dass das Buch nicht ins Kitschige abdriftet. Auch die Nebenhandlungen (wie die Suche nach dem richtigen Johnny White) sind herzallerliebst.
Der Schreibstil von Beth O’Leary ist auch wirklich wundervoll – auch wenn ich mich an die nicht immer ganz vollständigen Satzkonstellationen von Leon erst einmal gewöhnen musste. Durch diese Eigenart ist der Charakter Leon für mich nur noch realer geworden.
Von mir erhält „Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung.
Rezensionen von Amena25:
Ein Cold Case, der einen nicht kalt lässt
Unbarmherzig von Inge Löhnig
In dem idyllischen Dorf Altbruck werden die Gebeine eines Mannes und einer Frau gefunden, die wohl schon vor Jahrzehnten verscharrt worden waren. Offenbar sind die Knochen durch Bauarbeiten freigelegt worden.
Gina Angelucci, Lebenspartnerin von Tino Dühnfort, den so mancher Leser aus der Dühnfort-Reihe der Autorin kennen wird, ist Spezialistin für alte, ungelöste Fälle und kehrt gerade aus der Elternzeit zurück.
Voller Elan, aber auch voller Empathie für die Opfer und deren Familien, widmet sich Angelucci dem Fall, stößt dabei aber auf allerlei Vorbehalte seitens des Oberstaatsanwalts, aber auch einiger Dorfbewohner. Allen voran der Bürgermeisters und natürlich auch der Besitzers der beteiligten Baufirma versuchen, Gina Angeluccis Arbeit zu behindern. Immerhin müssen die Bauarbeiten für das örtliche Gewerbegebiet ruhen, bis die Ermittlungen angeschlossen sind.
Durch spezielle Analysen kann die Gerichtsmedizin feststellen, dass es sich um die sterblichen Überreste eines jungen Mannes, der aus der Region stammt, und einer jungen Frau aus dem Baltikum handeln muss. Schnell rückt die ehemalige ,,Heeresmunitionsanstalt“, die sich zur Zeit des 2. Weltkriegs in Altbruck befunden hatte, in den Fokus. Dort wurden u.a. Strafgefangene, aber auch Zwangsarbeiter aus dem Baltikum eingesetzt. Diese Vergangenheit wollen aber die meisten lieber ruhen lassen.
In relativ kurzen Kapiteln rücken immer wieder verschiedene Personen in den Fokus. Neben den Personen der Gegenwart wie z.B. Ella Loibl, die die Gebeine gefunden hat, gibt es zahlreiche weitere Familienmitglieder, die seit Jahrzehnten miteinander zerstritten sind. Diese Familiengeschichte wird geschickt mit dem Schicksal der baltischen Zwangsarbeiterin Kairi verknüpft. In einzelnen Kapitel darf auch sie, mit Hilfe eines aufgefundenen Tagebuchs, zu Wort kommen. Dadurch wird ihr Schicksal besonders eindrücklich und anrührend geschildert.
Auch das Privatleben Angeluccis und Dühnforts mit ihrer Tochter Chiara, die das Down-Syndrom hat, kommt nicht zu kurz.
Löhnig versteht es, Vergangenes anschaulich und spannend mit aktuellen Themen zu verknüpfen und dies durch einen lockeren, unanstrengenden Stil unterhaltsam zu vermitteln.
Das Ende bleibt, nicht für den Leser, aber für einige Beteiligten, offen. Dies empfinde ich aber als durchaus realistisch.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass manches aktuelle Thema etwas zu bemüht eingebaut wird, z.B. die Stalkerin, die an Gina Rache üben will, oder der der Opferschutz-Beauftragte Seidl, der nicht nur konservativ, sondern auch noch Anhänger der Identitären Bewegung ist. Diese Nebenstränge sind meiner Meinung nach unnötig.









