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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Der bislang persönlichste Fall für Wolfgang Hoffmann

Hoffmanns Erwachen von Günter Neuwirth

Im dritten Band dieser Krimi-Reihe halten Autor und Leben besondere Herausforderungen für den Ermittler des Wiener Drogenreferates bereit.
Auf der einen Seite bescheren verunreinigte Drogen der Polizei jede Menge Arbeit, da es mehrere Tote gibt. Auf der anderen Seite wird bei dem passionierten Raucher Wolfgang Hoffmann, kurz bevor er nach längerer Zeit wieder eine Beziehung mit einer Frau eingehen kann, Lungenkrebs diagnostiziert.

Doch der Reihe nach: Helmut Seifried, ein Eventveranstalter im Haupt- und Drogengroßhändler im Nebenberuf (oder ist es doch umgekehrt?) Überschüttet, ohne es zu wissen, die Szene mit Waschmittel gestreckten Drogen.

Um weitere Tote zu verhindern, bedient sich Wolfgang Hoffmann eines alten Gegners, um die Wiener Drogenszene vor der verschmutzten Ware zu warnen.

Wird es Hoffmann gelingen, die Machenschaften von Seifried und seinen Kumpanen aufzudecken? Denn, Seifried ist nicht nur in Drogengeschäfte verwickelt, sondern unterhält Klubs, in denen Neonazis ihren abscheulichen Neigungen auf Kosten von jungen, meist afrikanischen Prostituierten frönen.

Meine Meinung:

Mir gefällt diese Reihe vor allem deshalb, weil sie das Wien fernab von Manner-Schnitten, Stephansdom und Sisi-Kitsch zeigt. Kaum eine Szene spielt in der Innenstadt, sondern in den ehemaligen Arbeiterbezirken. Das Kommissariat ist in Ottakring angesiedelt und Hoffmann wohnt in der Brigittenau, dem 20. Wiener Gemeindebezirk, gleich neben dem Augarten, jener barocken Gartenanlage, die neben der berühmten Porzellanmanufaktur auch Heimat der Wiener Sängerknaben ist. Das war’s aber schon mit herrschaftlichen Ansprüchen. Die meisten Bewohner dieser Gegend sind alte Menschen und/oder Zuwanderer, die in den 1970er Jahren nach Wien gekommen sind.
Dieser Band ist der bislang persönlichste mit Wolfgang Hoffmann. Er zeigt den verletzlichen Mann, der es mit der Krankheit aufnimmt. Als Mann von klaren Worten, dem das Herumeiern auf die Nerven geht, verlangt Hoffmann auch von seinen Ärzten, Klartext zu reden. Da der Ausgang von Chemo und Operation nicht klar sind, bricht er das zart aufkeimende Pflänzchen einer Beziehung zu Kollegin Sigrid Körner gleich einmal wieder ab. Immer wieder reflektiert er seine gescheiterte Ehe und stellt fest, dass Ermittler und Ehefrau nicht gut zusammenpassen. Doch im Stillen sehnt er sich nach einer Gefährtin und der Gedanke an Kinder spukt immer wieder in seinem Kopf herum. Vor allem, wenn er Kollegen wie Assmann oder Windisch neben sich sieht, die über ein Familienleben verfügen.

Günter Neuwirths Schreibstil ist locker und flüssig. Die Querelen in der Dienststelle sind nicht so überzeichnet wie in manch anderen Krimis. Klar, will der Staatsanwalt hieb- und stichfeste Beweise, bevor er einen Durchsuchungsbefehl bzw. Haftbefehl ausstellt. Das ist sein Job und er ist den Gesetzen verpflichtet. Und dass man nicht jeden Kollegen gleich gut mögen muss, ist zutiefst menschlich. Hoffmann selbst ist über sein Team hinaus, geachtet und auch beliebt.

Fazit:

Der bislang persönlichste der Krimis rund um den Wiener Drogenermittler Wolfgang Hoffmann. Gerne gebe ich wieder 5 Sterne.

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Rezensionen von BarbaraM:

Lebendig, lustig, lesenswert

Das Springende Haus. Einmal Hollywood und zurück von Marikka Pfeiffer

Lonni ist mit ihren Eltern aufs Land gezogen und hier ist es ihr ein bisschen langweilig, deshalb beschließt sie, auf Entdeckungstour zu gehen. Und so weit muss sie überhaupt nicht gehen, denn das Abenteuer wartet gleich nebenan. Dort wohnt nämlich Familie Wendelin samt ihren Tieren in einem springenden Haus.

Was das genau ist, ein „springendes Haus“, erfährt Lonni bald am eigenen Leib. Gemeinsam erleben sie viele spannende Dinge und auch einem Rätsel von den verschwundenen Großeltern der Wendelins kommt Lonni auf die Spur.
Von Langeweile ist ab sofort keine Rede mehr.
Im springenden Haus ist einfach immer etwas los und als Leser ist man mittendrin!

Mit ihrem Band „Einmal Hollywood und zurück“ aus der Reihe „Das springende Haus“ ist Marikka Pfeiffer ein ganz tolles Leseabenteuer gelungen, das 2019 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen ist und 123 Seiten umfasst.
Das Buch ist in 18 Kapitel gegliedert und in einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen: Lonni und ihre Eltern und natürlich Familie Wendelin mit all den Tieren. Ebenso ist Frau Kiesewetter mit von der Partie, auch wenn sie eher zu den nervigen und unglaublich neugierigen Charakteren in diesem Buch gehört.
Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände und wollen das Rätsel um die Oktogone unbedingt lösen.
Passend zur Geschichte sind immer wieder wunderschöne Zeichnungen von Cathy Ionescu zu finden.

Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die ein turbulentes, phantasievolles, spannendes und lustiges Abenteuer mit dem springenden Haus erleben wollen. Es lässt sich auch prima vorlesen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Wenn die Toten ihre Geschichte erzählen

Unbarmherzig von Inge Löhnig

Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen.

Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.

Dies war mein erstes Buch von Inge Löhnig und sie hat mich damit direkt als Fan gewonnen.
Löhing hat mit Gina Angelucci eine sympathische und resolute Hauptfigur geschaffen. Gina ist nicht zu stark oder zu sehr Superheld. Sie macht auf mich einen cleveren aber normalen Eindruck und z.B. zu erfahren, dass sie sich die gleichen Sorgen macht, wie die meisten arbeitenden Mütter, hat den positiven Eindruck verstärkt. Mir hat es gefallen, mit welcher Empathie Gina an den Fall herangegangen ist und dass sie nichts mehr wollte, als den Fall aufzuklären.
Ihr Partner Holger ist dabei ein netter Sidekick, der zwar nicht viel im Vordergrund steht aber trotzdem wichtig für den Fall ist.
Obwohl ich den Vorgängerband nicht kenne, hatte ich auch bezüglich der Ehe mit Tino nicht das Gefühl, dass mir Informationen fehlen. Die wichtigsten Dinge wurden nebenbei noch mal wiederholt, so dass ich immer auf dem richtigen Stand war.
Der Fall ist gut recherchiert und neben vergangenen Themen, wie der Zwangsarbeit im zweiten Weltkrieg, geht es auch viel um aktuelle Themen, wie den Rechtsruck der in einigen Teilen Deutschlands passiert. Man merkt dabei deutlich, welche Stellung die Autorin bezieht, dies bindet sie jedoch so geschickt in die Story ein, dass in keiner Weise wie etwas wirklich Politisches daherkommt.
Die gesamten Ermittlungen waren für mich sehr spannend. Ich habe mitgerätselt und auf jeden weiteren Hinweis gewartet. Jedes Puzzleteil was sich hinzufügte, hat alles noch interessanter gemacht. Die Spannungskurve ist konstant hoch geblieben.
Neben dem eigentlichen Fall taucht dann auch noch eine Stalkerin auf, um die sich Gina und Tino kümmern müssen, was eine weitere Spannungsebene bedeutete. Das hat mir gefallen, denn so kam nicht dieser eingekapselte Eindruck auf, als würden die Ermittler immer nur für den einen Fall exisiteren.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich werde die anderen Bücher auf jeden Fall noch lesen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Kein Buch nur so mal für zwischendurch

All die unbewohnten Zimmer von Friedrich Ani

Aus einem Fenster in einem Haus am Weißenburger Platz in München wird eine Frau erschossen. Ein Polizist wird durch eine weitere Kugel verletzt. Kriminaloberkommissarin Fariza-Marie Nasri hat im Nachbarhaus einen Bekannten besucht und ist als erste am Tatort. Ermittelt ist der Schütze schnell, nur finden kann man ihn nicht.

Bei ihren Recherchen stößt Fariza auf einen ungeklärten Polizistenmord, der das K111 vor eine wie es scheint unlösbare Aufgabe stellt.


Bereits in der dritten Zeile, bei der Begegnung von Tabor Süden und Fariza Nasri, fühle ich als Münchnerin mich durch den Lauf über den Marienplatz mitten in die Geschichte hineingezogen.
Über jedem Kapitel steht ein kleiner Satz, den man dann während des Lesens in den Abschnitt zuordnen kann. Eine gute Idee, die die komplexe Story etwas auflockert.
Zu Beginn eines jeden der fünf Teile bleibt es noch im Dunkeln, wer hier die Hauptperson ist. Das ergibt sich erst während des Lesens. Ich lerne nicht nur die vier Ermittler kennen: den ehemaligen katholischen Mönch Polonius Nikolai Maria Fischer, Jakob Franck, den „Verschwundenensucher“ Tabor Süden und
Kriminaloberkommissarin im K11 Fariza-Marie Nasri, sondern auch die einzigartigen Ermittlungsmethoden eines Jeden.

Ich liebe die bunte, facettenreiche, ruhige, blumige Sprache mit der Friedrich Ani mir seine Protagonisten und die Geschichte näher bringt. Obwohl die Spannung hier nur unterschwellig immer da ist, hat sie mich gefesselt. Man muss sehr viel mitdenken und vor allem aufmerksam lesen, damit man auch die kleinsten Feinheiten mitbekommt.
Vier Wochen bin ich mit den Ermittlern unterwegs, lerne sie und die verschiedensten Menschen kennen und bekomme einen tiefen Einblick in ihr Innerstes. Manches hat mich schockiert, anderes hat mich berührt. Alles zusammen ergibt einen Sinn und zeigt einfach, wie breit gefächert die menschlichen Eigenschaften und Abgründe sind.

Ich habe diese Geschichte, die mir Friedrich Ani hier vorlegt, wie ein Puzzle betrachtet. Immer neue Erkenntnisse füllen nach und nach die noch offenen Stellen. Bis sich schließlich ein klares, verständliches Bild vor meinen Augen präsentiert.

Der Autor legt mir hier aber nicht nur einen spannenden und interessanten Fall vor. Er beleuchtet auch den gegenwärtigen Stand in Deutschland. Friedrich Ani nimmt die derzeit herrschenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse auseinander und hält mir einen Spiegel vor. Unfähige Polizei, Fremdenhass, Vorurteile, verschwundene Kinder, Altersarmut, der immer breiter werdende Graben zwischen Ost und West, zwischen arm und reich, ergeben einen spannenden Krimi und einen interessanten Gesellschaftsroman.

Kein Buch zum schnell mal weglesen, sondern eine besondere Lektüre zum Genießen und zun Nachdenken.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Ein phantasievolles Abenteuer auf dem Wilden Hügel!

Die wilde Baumhausschule: Raubtierzähmen für Anfänger von Friedrich Ani

Kurz zum Inhalt:
Greta ist mit ihren Eltern auf den Wilden Hügel gezogen. Ihre Eltern sollen sich dort um die wilden Tiere von Frau Spitzgiebel kümmern und einen Zoo daraus zu machen.
Gretas erster Schultag in der neuen Klasse verläuft dann aber ganz anders als erwartet: Ihr Elefant Zachi bringt die Wände der Schule zum Einsturz - doch Greta hat die gute Idee, den Unterricht auf den Wilden Hügel zu verlegen.

Doch dort passieren einige seltsame Dinge: die Krokodile büxen aus, statt Tierfutter werden Socken geliefert usw. Will jemand verhindern, dass aus dem Wilden Hügel ein Zoo wird?


Meine Meinung:
Die Geschichte kombiniert viel Phantasie (Greta reitet auf dem Elefanten Zacharias und kann mit ihrem Wasserschwein Wusel kommunizieren) mit Realität. Typische Probleme von Kindern werden somit zwanglos aufgearbeitet: die Themen Freundschaft, Streit und Mobbing in der Schule werden auf diese Weise den Kindern spielerisch nähergebracht.
Man trifft auf viele verschiedene (wilde) Tierarten und lernt auch einiges darüber.
Außerdem ist es auch ein Detektiv-Abenteuer, denn man rätselt natürlich mit den Kindern mit, wer es wohl sein kann, der anscheinend verhindern will, dass aus dem Wilden Hügel ein Zoo wird...

Die recht kurzen Kapitel sind perfekt zum Vorlesen geeignet, aber auch für geübtere Leser zum selber-Lesen.
Detailreiche schwarz-weiß Illustrationen untermalen das Gelesene.
Uns hat es Wusel besonders angetan, er ist sooo ein süßer Kerl :)
Das Cover ist auch toll - ganz bunt, mit dem Löwen und den Kindern und dem Chaos darauf, macht es Lust, das Buch sofort in die Hand zu nehmen und zu lesen.


Fazit:
Tierisch buntes Abenteuer mit wilden Tieren, das auch erste Themen spielerisch behandelt und Lust macht, mal wieder in den Zoo zu gehen.

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Rezensionen von heinoko:

Opulentes Lesefutter

Das Gemälde der Tänzerin von Christine Jaeggi


Zwar war mein Lesevergnügen etwas eingeschränkt, weil die digitale Version etliche Fehler enthält, bis hin zu Satzverworrenheiten und Zeilen mit (arabischen?) Unleserlichkeiten. Lesefreude sieht eigentlich anders aus. Dass mich der Roman dennoch gefesselt hat, spricht für die Qualität des Textes.

Hauptperson Helena lebt am Existenzminimum. Sie ist arbeitslos und versucht, sich und ihre pubertären Zwillinge durchzubringen. Leider ist sie gezwungen, ausgerechnet in dem Schweizer Hotel als Zimmermädchen zu arbeiten, dessen Besitzer Kronenberg schuld ist an ihrer Lebensmisere. Helena erfährt von einem Mord an einem Zimmermädchen im Jahr 1942 und von einem seitdem verschollenen Gemälde. Nach dessen Verbleib forscht eine Amerikanerin namens Jessica Dixon-Löwenfeld ebenso wie der Sohn Noah der Familie Kronenberg. Helene will helfen, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Doch je weiter sie eindringt in die damaligen Zusammenhänge, desto mehr gerät ihr eigenes bestgehütetes Geheimnis in Gefahr, ans Licht zu kommen.
In verschiedenen Zeitsträngen und Perspektivwechseln wird auf wunderbare Weise in einem großen Zeitbogen ein Familienroman erzählt, dessen verworrene familiäre Verstrickungen mit Schuld und Sühne beladen sind. In überbordener Erzählfreude, mit malerisch ausgearbeiteten, atmosphärisch dichten Schilderungen bringt uns die Autorin mitten hinein in eine Familiengeschichte voller Geheimnisse. Die gefühlvollen Darstellungen der vielen Protagonisten, dazu eine krimigleiche Geschichte um ein verschollenes Gemälde, halten die Lesefreude auf jeder Seite hoch. Die Autorin hat sorgfältig recherchiert und gibt durch die im Roman enthaltenen Einblicke in die politische Lage der Juden während der Nazizeit in der Schweiz und in das große Thema entartete Kunst bzw. Beutekunst dem Buch eine besondere Tiefe.
Fazit: Absolut lesenswert.

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Rezensionen von Vicky:

Die Familie ist das Fundament des Lebens

Echo der Stille von Nalini Singh

'Echo der Stille' ist ein Novella der Autorin Nalini Singh. Ich finde das Cover ist toll gestaltet und passt gut zur ursprünglichen Reihe.

Die Geschichte umfasst einen Prolog, zehn kurze Kapitel sowie einen Epilog und gehört zum Gestaltenwandlerkosmos der Autorin. Unter 'Zu diesem Buch' kann man sich einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um die Menschenfrau Tazia Nerif und ihren Medialen Stefan auf der Tiefseestation Alaris der BlackSea-Gemeinschaft holen.

Ich finde die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil – er ist wie gewohnt sehr leicht zu lesen und man taucht dadurch von der ersten Zeile an in die Geschichte ein. Als einziges Manko wäre hier zu nennen dass die Geschichte viel zu schnell wieder zu Ende ist – aber damit muss man bei einer Novella wohl rechnen!

Fazit: Man muss die Reihe vermutlich nicht kennen um mit diesem Buch in den Gestaltenwandlerkosmos hineinzuschnuppern aber empfehlen würde ich es nichtsdestotrotz denn so wäre es bestimmt einfacher sich zu Recht zu finden (und außerdem würde man ansonsten bereits zu viel von Dorians Geschichte vorwegnehmen)!

Ein kurzer Warnhinweis noch am Ende - ACHTUNG: Diese Novella ist bereits in der Anthologie 'Wilde Umarmung' erschienen. Dies nur als kleine Warnung an all jene welche die Serie genauso süchtig verschlingen wie ich und sie deshalb bereits kennen könnten!

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Rezensionen von begine:

Ein Alptraum

Überflieger von Ernst Karin

Ein Alptraum

Überflieger von Karin Ernst ist ein Roman über die Familie von Koppenstein. Die Eltern Niko und Claire sind Akademiker, die überzeugt sind das ihre Kinder hochbegabt sind. Das sieht auch so aus, Cordelia spielt gut Klavier und Raffi, der noch nicht zur Schule geht, kann schon lesen.

Besonders Claire lässt gegenüber ihrer Freunde die Talente ihrer Kinder heraushängen.

Aber dann kommt Raffis erster Schultag. Von dem war ich entsetzt, der reinste Chaos. Ich bin bloß froh, das meine Kinder von ihren Lehrerinnen besser behandelt wurden. Raffi tat mir da sehr leid, er kann sich in die Schulordnung nicht einfügen und will nicht mehr zur Schule gehen.
Niko und Claire meinen er wäre unterfordert und soll eine Klasse überspringen. Der Versuch schlägt fehl. Es kommt so weit, das das Jugendamt ihnen Raffi weg nimmt. Das wird für Raffi besonders tragisch und die Eltern fühlen sich hilflos.
Am Ende habe ich die Hoffnung, das Claire und die Kinder es schaffen, Niko muss noch an sich arbeiten.

Die Autorin versteht es eine interessante lesenswerte Geschichte, die es so geben kann, zu schreiben. Ich bin von dem Roman beeindruckt.

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Rezensionen von thora01:

Spannender und humorvoller 2. Band der Reihe

Überflieger von Ernst Karin

Inhalt/Klappentext:
Hey, ich bins wieder!
Tess Carlisle, Kautionsdetektivin und Mitglied der größten Chaos-Crew in New Orleans. Seid ihr bereit für eine zweite Runde Böse-Jungs-Vermöbeln? Wollt ihr mit mir in gefährliche Mysterien schlittern und kein Fettnäpfchen auslassen? Ja? Ich wusste, ich kann auf euch zählen.

All Hallows’ Eve beginnt in diesem Jahr ganz beschaulich für carlislesche Verhältnisse. Bis die Geschwister eines gewissen Höllendämons auftauchen und mir an die Gurgel wollen. Aber ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin – völlig mittellos und chronisch pleite –, wenn ich mich von ein bisschen Hokuspokus aus den Latschen hauen ließe. Vielleicht gibt es auch ein Wiedersehen mit unserem Lieblings-Teacup-Schweinchen und dessen Anhängsel, dem schlecht gelauntesten Bodyguard der westlichen Hemisphäre. Und für ein bisschen Voodoo ist zwischen all meinen seriösen Tätigkeiten im Rotlichtviertel der Stadt auch noch Platz. Ihr seht, es rast wieder ein ereignisreiches Abenteuer auf uns zu. Wäre doch furchtbar, wenn es einmal langweilig würde …
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Sehr humorvolle und spannende Fortsetzung. Der Schreibstil hat mich sofort wieder in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat ein Händchen für die richtige Mischung aus Humor und Spannung. Die Protagonisten zeigen auch in diesem Band ihre ganz besonderen Eigenheiten. Ganz besonders habe ich mich über Tess amüsiert. Sie ist ein richtiger Tolpatsch und meist zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich mag es sehr wie sie sich durch ihr Leben wurstelt und ihre ganz besonderen Fähigkeiten anwendet. Mit ihren Mitbewohnern hat sie in dieser Hinsicht auch das große Los gezogen. Alle zusammen sind eine kleine Chaostruppe. Die Einbindung der neuen Charaktere ist der Autorin sehr gut gelungen. Sie hat dadurch die Geschichte sehr spannend gestaltet. Die Antagonisten sind richig böse und machen die ganze Story sehr turbulent. Ich fand es toll wie die Autorin das kleine Geheimnis von Tess gelüftet hat und welche Auswirkungen es auf den Verlauf der Geschichte hat. Die letzten Kapitel sind actionreich und werfen für mich einige bisher noch ungelöste Fragen auf. Das Ende ist eine sehr fieser Cliffhänger. Ich muss unbedingt wissen wie es weitergeht und wie sich die Protagonisten mit der neuen Situation arrangieren.

Mein Fazit:
Tolle Fortsetzung. Das Buch hat mich sofort in den Bann gezogen. Es verbindet für mich ideal Humor und spannende Fantasy miteinander.

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Rezensionen von jiskett:

Hat mich gut unterhalten

Die kleine Parfümerie der Liebe von Rebecca Raisin

In "Die kleine Parfümerie der Liebe" geht es um Del, die nach Paris gekommen ist, um an einem Wettbewerb für Parfümeure teilzunehmen. Seit dem Tod ihrer Großmutter fällt es ihr schwer, eigene Mixturen herzustellen, aber wenn sie sich ihre Träume von einer eigenen Parfümerie erfüllen möchte, ist der Gewinn des Wettstreites und des damit verbundenen Preisgeldes für sie unerlässlich.

Verkompliziert wird ihre Lage noch dadurch, dass sie vor Ort den gutaussehenden Sébastien kennen lernt, hinter dem viel mehr steckt, als sie auf den ersten Blick vermutet hätte... doch unter den gegebenen Umständen scheint eine Romanze zwischen ihnen aussichtslos zu sein.

Obwohl die Liebesgeschichte selbst mir gut gefallen hat, hatte ich das Gefühl, dass sie oftmals in den Hintergrund trat. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört; Del ist eine interessante, gut ausgearbeitete Protagonistin und es war schön zu sehen, wie sie sich im Lauf der Handlung weiter entwickelt hat. Sie erfährt nach und nach immer mehr über die Herstellung von Parfüms, doch auch über sich selbst und ihre Mitmenschen und die Autorin hat diesen Prozess sehr gelungen dargestellt. Ebenso fand ich die Schilderungen der verschiedenen Düfte und welche Emotionen die Charaktere mit ihnen verbanden wirklich gelungen und auch die Beschreibungen von Paris, der Stadt der Lichter (oder vielleicht der Liebe...?) waren atmosphärisch dicht. Es kam mir so vor, als würde ich mit den Figuren durch die Straßen spazieren und die Welt mit ihren Augen wahrnehmen, was mir sehr gefallen hat.

Die verschiedenen Nebencharaktere haben die Erzählung alle auf ihre Art bereichert und auch wenn es einige Personen gab, die ich eher unsympathisch fand, gab es doch ein paar, die nicht nur der Protagonistin ans Herz gewachsen sind. Die Freundschaften, die sie im Lauf des Wettbewerbs knüpft, spielen eine gewisse Rolle für die Geschichte, allerdings steht natürlich ihre sich entwickelnde Beziehung zu Sébastien besonders im Vordergrund - selbst wenn sie aufgrund der Umstände zunächst versucht zu verleugnen, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Ihre Annäherung wurde toll dargestellt; der Leser sieht, dass sie nach und nach beginnen, einander zu vertrauen und tiefsinnigere Gespräche zu führen, aber auch ein gewisses Knistern war von Anfang an präsent und diese Mischung hat mir gut gefallen. Besonders mochte ich, dass die Liebe zur Parfümerie, die die beiden teilen, auch für ihre Romanze relevant war.

"Die kleine Parfümerie der Liebe" bekommt von mir 4 Sterne. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gut unterhalten, ich mochte die Charaktere sehr gerne und die Liebesgeschichte war, obwohl sie gelegentlich im Hintergrund zu stehen schien, wirklich schön.

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