Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Dagmar Pfleger:
Volle Konfrontation
Der Riss von Hye-young Pyun
Für mich ein Buch, dass auf volle Konfrontation geht mit Erlebnissen, die man vielleicht hatte und viel mehr noch mit möglichen Ängsten vor dem, was kommen kann: Hilfsbedürftigkeit, Pflege, Ausgeliefert sein. Unglaublich ergreifend beschreibt die Autorin Sprachlosigkeit, psychische Gewalt und Hilflosigkeit.
Ein Buch, das mir nicht im eigentlichen Sinne gefallen hat, das ich aber "verschlingen" musste.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Herrlicher Lesestoff
Linstows Geheimnis von Isa Schikorsky
Herrlich entspannend zu lesen und dann doch wieder sehr spannend. Ein ausgezeichneter Schreib- und Erzählstil, der zum vergnüglichen Lesen animiert. Anna, eine junge romantische und zielstrebige Frau kommt von Berlin auf die Ostseeinsel Rügen, um mit Frank ihrem Liebsten die Hochzeit zu planen und das Seehotel in Göhren zu übernehmen.
Isa Schikorsky schildert präzise den Hotelalltag und die persönlichen Beziehungen und Animositäten der Angestellten. Anne durchläuft ein Wechselbad der Gefühle und will sich nicht eingestehen, dass Frank nicht der richtige Mann für sie ist. Wie in jedem Krimi gibt es auch einen Toten, genauer eine Tote: Linstows Ehefrau „Flöckchen“ wird am Strand eingebuddelt ausgerechnet von Anna gefunden. Anna beginnt nicht gerade eine Karriere als Privatdetektivin, doch möchte sie gerne wissen wer der Mörder von Vivien „Flöckchen“ ist. Dem Leser werden ausgiebig zu Kenntnis gebracht die Menüabfolge in einem Sternerestaurant und die besonderen Schätze im Weinkeller des Seehotels. Annas Heirats- und Karrierepläne platzen mit einem Paukenschlag. „Glück und Glas, wie leicht bricht das“ wissen wir alle. Doch wir sehen „Licht am Ende des Tunnels“. Unverhofft kommt oft. Linstow übernimmt das Hotel, nennt es in „Seehotel Vivien“ um und macht Anna zur Hoteldirektorin. Und am Ende wird auch der Mörder geschnappt.
Rezensionen von Bibliomarie:
Tod auf dem Vulkan
Lava und Wellen: Tod auf dem Vulkan von Sabine Strick
Nach einer Familientragödie kehrt Lucien Mahé zurück in seine Heimat, die Insel Réunion im Pazifischen Ozean. Über zwanzig Jahre war er ein erfolgreicher Pariser Polizeibeamter, aber den Unfalltod seines Sohnes, an dem er sich eine Mitschuld gibt, hat seinen Alltag erschüttert. Auf Réunion will er Abstand gewinnen.
Xavier Lèfevre, ein bekannter Vulkanloge ist am Kraterrund ums Leben gekommen, auch wenn der drohende Ausbruch des Vulkans die Spurensuche erschwert, geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus. Melissa, die Ehefrau gerät unter Verdacht, nicht weil die Spurenlage eindeutig ist, sondern weil Kommissar Pascal Talon einen persönlichen Groll gegen sie hegt. Er kann ihre Abfuhr nicht vergessen, zudem ist Melissas Bruder der Liebhaber seiner Frau. Eine gute Gelegenheit, sich an der Familie zu rächen.
So bittet Melissa Lucien, der er mit ihr zur Schule ging um Hilfe und ein wenig gegen seinen Willen beginnt er als Privatermittler seine Nase in den Fall zu stecken.
Die Ausgangslage und der weitere Plot dieses Kriminalromans sind fast klassisch, aber die Szenerie des Handlungsorts ist etwas Besonderes. Die französische Insel Réunion ist exotisch und erweckt bei den Beschreibungen sofort lebhafte Bilder und Fernweh. Fast spürt man den Duft der allgegenwärtigen Vanille, die dort gedeiht.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, Lucien kann als Privatperson nicht auf die gewohnten Polizeiressourcen zurückgreifen, das macht die Spurensuche auch sehr spannend. Zudem ist der Gegenpart – der böse Bulle Talon und der sympathische Mahé – immer für eine Wendung in der Handlung gut.
Mit hat der solide aufgebaute Krimi gut gefallen, der Spannungsbogen wird durchgehend hoch gehalten und die Figuren wirken gut getroffen. Ein flüssiger Sprachstil rundet das Lesevergnügen ab.
Rezensionen von thora01:
Anja und Keations zweite Chance - spannender Liebesroman
Keine Anleitung für die Liebe von Aurelia Velten
Inhalt/Klappentext:
Wie sagt man seinem Ex, dass er einen Sohn hat?
Anja Groß hat sich diese Frage unzählige Male gestellt. Auch wenn sie extra nach Boston gezogen ist, um es dem NBA-Spieler Keaton Big zu sagen, hat sie noch immer nicht die richtigen Worte gefunden. Ihre gemeinsamen Erlebnisse, Schmerz und verletzte Gefühle stehen ihr im Weg.
Als Keaton die Wahrheit erfährt, will er sein Kind unbedingt kennenlernen. Mit jedem Treffen verliert er sein Herz nicht nur an seinen Sohn, sondern er wird auch daran erinnert, warum Anja einmal die Eine und Einzige für ihn gewesen ist.
Schon bald stellen sie fest, dass Wahrheit subjektiv ist. Was ist damals wirklich passiert? Und gibt es für sie nur eine Vergangenheit oder auch eine gemeinsame Zukunft?
»Keine Anleitung für die Liebe« ist der zehnte Band der Boston Berserks-Reihe. Alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden – jeweils mit abschließendem Ende.
(Quelle: Hippomonte Publishing e.K.)
Meine Meinung:
Spannender und emotionaler 10. Band der Boston Berserks Reihe. Die Autorin hat mich mit diese Geschichte sofort wieder in den Bann gezogen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ganz besonders interessant fand ich die Stimme aus dem Hintergrund die nicht sofort einem der Charaktere zugeordnet werden konnte. Die Protagonisten sind mir sehr sympathisch und haben ihre ganz besonderen Ecken und Kanten. Anja finde ich sehr sympathisch. Sie kümmert sich sehr gut um ihren Sohn und auch um die „Berserks Familie“. Sie schaut nicht einfach zu sondern versucht die Situationen zu verbessern. Mit der Protagonistin Anja hat die Autorin sehr gut die Probleme eines alleinerziehenden Elternteil thematisiert. Keaton war mir nicht sofort auf Anhieb sympathisch. Er ist erfolgreich und wirkte auf mich zu Beginn etwas überheblich. Dieser Eindruck hat sich relativ rasch gelegt und ich fand es Klasse wie er versucht hat sich mit Anja zu arrangieren und seinem Sohn einen guter Vater zu sein. Im Verlauf der Geschichte ist mir vor allem die geheimnisvolle 3. Person im Hintergrund aufgefallen. Die immer wieder ihre Gedanken in die Geschichte einfließen ließ. Der Abschluss hat mich sehr überrascht. Ich fand es toll wie die Autorin die ganzen Fragezeichen in meinem Kopf aufgelöst hat.
Mein Fazit:
Wundervoller und emotionsgeladener 10. Band. Ich habe mich nach Boston geträumt und mit den Protagonisten mitgefiebert.
Rezensionen von thora01:
Aeryn und Liam eine funkensprühende Liebesgeschichte
Irish Feelings - Als ich dich küsste von Emma Wagner
Inhalt/Klappentext:
Greycastlehill – ein malerisches Dorf in Irland voller liebenswert verrückter Menschen. Der perfekte Ort, um seinen inneren Frieden wiederzufinden.
Zumindest hofft Aeryn das, als sie Hals über Kopf in ihr Heimatdorf abreist. Mit einem gewaltigen Problem im Gepäck und fest entschlossen, in Greycastlehill diesem arroganten Frauenaufreißer Liam aus dem Weg zu gehen.
Wieso also marschiert sie nun ausgerechnet mit ihm barfuß durchs irische Hinterland? Und warum kreisen ihre Gedanken ständig um ihn? Sie hat doch wahrlich genug andere Sorgen. Und die sind auch der Grund, warum sie Liam unter keinen Umständen in ihr Herz lassen darf!
Für Liam gibt es kaum etwas, das er noch weniger ausstehen kann als dieses Kaff in der irischen Einöde.
Aeryn allerdings fällt in diese Kategorie, schließlich handelte er sich bei ihrem letzten Aufeinandertreffen statt eines Kusses eine knallharte Ohrfeige von ihr ein.
Kein Wunder, dass auch jetzt zwischen ihnen die Fetzen fliegen.
Und auch wenn Aeryns Lippen immer noch so verführerisch sind wie früher, geht sie ihm mit ihrer grauenvollen Begeisterungsfähigkeit gehörig auf den Geist.
Denn seine eigene hat er verloren. In einer Nacht, die sein Leben für immer verändert hat. Oder ist es Schicksal, dass sie beide zu genau diesem Zeitpunkt wieder aufeinandergetroffen sind? Vielleicht sind Aeryns Augen ja aus gutem Grund grün wie die Hoffnung …
Herzlich willkommen zurück in Greycastlehill – dem Ort im zauberhaften Irland, an dem die Liebe siegt! Tauche ein in eine Welt voller Freundschaft, Liebe und einem Hauch von Drama und lass dich mitreißen von Band 2 der Irish Feelings. Alle Bände sind in sich geschlossen und können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.
(Quelle: Emma Wagner)
Meine Meinung:
Sehr schöner Liebesroman. Er ist spannend und humorvoll. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich konnte mich sofort nach Irland träumen. Die Autorin konnte mit ihren sehr guten und detalierten Beschreibungen des Landstrichs in dem die Geschichte spielt mich sofort gefangen nehmen. Die Protagonisten haben es in sich. Sie sind beide sehr spannende Charaktere und ich fand es toll Emma Wagner die Beiden zusammengeführt hat. Aeryn war mir von Beginn an sehr sympathisch. Sie wirkt wie eine sehr starke Person dennoch blinzelt hin und wieder das kleine Mädchen von früher durch. Sie wirkt am Anfang etwas hin und her gerissen und ob sie etwas zu verbergen hat. Liam ist sympathisch wirkt aber zu Beginn ziemlich geheimnisvoll und ein wenig depressiv. Er und Aeryn sind wie Feuer und Benzin und wenn die Beiden aufeinandertreffen sprühen die Funken. Die Story liest sich sehr spannend und ich konnte erst aufhören als ich die Geheimnisse von Beiden erfahren hatte. Emma Wagner hat gekonnte die Vergangenheit und Gegenwart von beiden Charakteren in die Geschichte einfließen lassen. Das Ende habe ich erwartet und wurde auch von der Autorin nicht enttäuscht. Ich fand den Weg zum Happy End sehr spannend und unterhaltsam.
Mein Fazit:
Spannender Liebesroman mit Happy End. Er hat mich sofort in den Bann gezogen und mir tolle Lesestunden beschert.
Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:
Von der härteren Art
Der Riss von Hye-young Pyun
Dies ist ein äußerst spannend geschriebener Thriller,
den ich wegen der Zunahme der Brutalitäten und Quälereien nicht zu Ende lesen wollte.
Ich kann das Buch Menschen empfehlen, die Psychothriller der härteren Art mögen.
Rezensionen von yellowdog:
Art is for everyone
Keith Haring von Darren Pih
Wer in den achtziger/neunziger Jahren jung war, dem ist der Name Keith Haring ein Begriff. Pop Art war beliebt. Wobei ich zugeben muss, dass ich sein Werk wenig kenne. Dieses Buch erlaubt einen Zugang durch die vielen Bilder und die informativen Textbeiträge. Die begleitenden Texte haben durchaus einen eigenen Anspruch und Niveau.
Es gibt von Herausgeber Darren Phi zunächst einen guten Überblick über Keith Harings Leben und Schaffe bis hin zu seinem frühen Tod an den Folgen seiner Aidserkrankung.
Keith Harings Einstellung zur Kunst schätze ich sehr. Die Suche nach der Möglichkeit der Kommunikation. Der urbane Bezug. Sein politisches Engagement, z.B. gegen Apartheid.
Sein Selbstverständnis, dass die Gespräche und die Wirkung seiner Kunst auf Menschen wichtiger sind als sein Kunstwerk. Und: Art is for everyone.
Rezensionen von yellowdog:
Nicht-Maigret-Roman
Striptease von Georges Simenon
George Simenon taucht in diesem relativ kurzen Nicht-Maigret-Roman tief in das Sujet der Stripteasebars in Cannes um 1954 ein. Eine Welt, die er anscheinend gut kannte und genossen hatte.
Der Roman hat eine bemerkenswerte Dichte, wenn auch wenig Story.
Dennoch erfährt man einiges davon, wie die Stripteasetänzerinnen leben, von ihren Eifersüchteleien und Leidenschaften.
Zwar hat mich dieses Sujet nicht ganz so zwingend ergriffen wie Simenons Roman Das Haus am Kanal, aber lesenswert ist Striptease doch.
Für mich ist Simenon ein bemerkenswerter Autor, wenn er etwas anderes als Krimis schreibt.
Auch das Nachwort mit dem Titel “Eine Studie weiblichen Verlangens” von Ulrich Wickert ist gelungen. Er berichtet z.B. von seiner Begegnung mit Günter Grass, der tatsächlich viel von Simeons Non-Maigrets gehalten hatte. Wickert kann auch einiges von Simenons privaten Leben berichten, dass wohl genauso turbulent war wie seine Romane.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Spannender historischer Krimi
Der dunkle Bote von Beer Alex
Der dritte Fall für August Emmerich und seinen Assistenten Ferdinand Winter. Diesmal werden sie mit mehreren grotesk inszenierten Leichen konfrontiert. Es gilt einen Serientäter zu stellen. Außerdem müssen sie ihre Position innerhalb der Abteilung „Leib und Leben“ festigen und Emmerichs private Probleme warten auch noch auf eine Lösung, denn Luise und die Kinder sind nach wie vor in der Gewalt von Xaver Koch.
Die Suche nach ihnen ist beschwerlich, aber Emmerich gibt natürlich nicht auf.
Alex Beer hat wieder einen großartig spannenden Krimi geschaffen. Sogar mehr als das! Sie zeichnet ein authentisches Bild des Lebens im Jahre 1920, wo Armut, Hunger herrschten, Bandenkriminalität und Schwarzmärkte den Alltag prägten. Politische Strömungen der Zeit werden ebenso thematisiert wie der steigende Hass gegen Juden.
In diesem düsteren und hoffnungslosen Wien lässt die Autorin die beiden Kommissare bekannt einfallsreich, unkonventionell und respektlos ermitteln. Überraschende Wendungen halten den Spannungsbogen hoch. Immer wenn ich dachte, den Täter identifiziert zu haben, musste ich erkennen, dass ich mich nur wieder auf eine falsche Spur habe locken lassen. Der Schluss ist überraschend, logisch und passend gelöst!
Besonders gut gefallen hat mir natürlich wieder die Sprache. Genau das richtige Maß an Dialektausdrücken lässt die Atmosphäre noch lebendiger werden, zeigt auch immer wieder den Wiener Schmäh, der in diesen schrecklichen Zeiten überlebensnotwendig war.
Fazit: ein starker Krimi – für mich sicher einer der besten der letzten Jahre! Glücklicherweise lässt das Ende auf eine Fortsetzung hoffen! Wirklich empfehlenswert!
Rezensionen von begine:
Neuauflage mit neuem Titel
Das Haus des Dämmerlichts von Barbara Dribbusch
Das Haus des Dämmerlichts von Barbara Dribbusch hat es 2016 schon unter dem Titel Schattwald gegeben. Solche Aktionen gefallen mir gar nicht.
Der Roman hat es aber verdient gelesen zu werden.
2014 wird Anne von ihrem Mann verlassen, dann bekommt sie einen Anruf, das ihre Großmutter gestorben ist.
Ihre Mutter war früh gestorben und ihr Vater hatte mit seiner Schwiegermutter kein gutes Verhältnis.
Großmutter Charlotte wohnte in Innsbruck. In ihrem Haus findet Anne Tagebücher von 1943.
Charlottes Zwillingsbruder war in Ro0land gefallen. Sie wird in das Nervensanatorium Schattwald geschickt. So erfahren wir von Entscheidungen der Politik und das es Menschen gab, die um ihre psychisch kranken Patienten kämpften.
Anne erlebt dann noch einige seltsame Dinge.
Die Geschichte wird aus Anne Perspektive erzählt.
Die Autorin hat diesen Roman spannend und fesselnd geschrieben. Das Thema ist sehr interessant. Und gut umgesetzt.










