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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von awb:

Kickl muss weg von Werner Reichel

Den Autor googlen und wissen, in welche Richtung das Buch gehen wird.

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Rezensionen von Harakiri:

Lies es oder lass es

Kickl muss weg von Werner Reichel

Als Cornelia erfährt, dass sie in Wahrheit die Erbin eines Schlosses in Italien ist, fährt sie hin, um ihr Erbe anzutreten. Sie lernt einen Geist kennen, der nur nachts sein Gefängnis verlassen darf.
So weit, so märchenhaft. Doch die Umsetzung fand ich nicht wirklich gelungen. Der Einstieg in das Buch fiel mir schon sehr schwer und vor allem der sexgierige Frank, der Cornelia so unterbuttert, brachte mich beinahe zum Schreien.

Die Handlung tröpfelte so vor sich hin (wofür brauchte es noch den Einschub mit dem schmierigen Junior-Chef?) und erst als Donatella (so nennt sie sich fortan) in Italien ankommt, entwickelt das Buch so etwas wie einen kleinen Zauber.
Der Zweck des Buches, lt. der Autorin, den Focus auf renovierungsbedürftige Castelli in Italien zu richten, ist in meinen Augen nicht gut gelungen. Dafür nahm die Liebesgeschichte und das Vorgeplänkel zu viel Raum ein. Auch die Schreibweise fand ich teilweise anstrengend. Allerdings gab es auch ganz zauberhafte Momente im Buch und auch einige witzige Szenen.
Fazit: man kann das Buch lesen, man kann es aber auch lassen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Schockierend und brutal

Er will sie sterben sehen von Carmen Mola

Zusammen mit ihren Freundinnen feiert die 22-jährige Susana Macaya ihren Junggesellinnenabschied und verschwindet daraufhin. Ein paar Tage später wird die Leiche der jungen Frau im Park Quinta de Vista Alegre gefunden. Mit drei Löchern im Kopf, aus denen Maden austreten. Sie wurde von innen aufgefressen.

Auf die gleiche Weise wurde vor ein paar Jahren ihre Schwester Lara, die ebenfalls kurz vor ihrer Hochzeit stand, umgebracht. Damals wurde der Täter, Miguel Vistas, der bis heute seine Unschuld beteuert, ermittelt und sitzt heute noch in der JVA Estremera ein. Hat man den Falschen festgesetzt oder gibt es einen Nachahmungstäter?
Inspectora Elena Blanco, Chefin der Brigade für Sonderermittlungen in Madrid, versucht mit ihrem Team alles, um diesen Fall aufzuklären.
Bevor ich zusammen mit Elena und ihrem Team anfange zu ermitteln, stoße ich auf einen kleinen Jungen, der eingesperrt in einem Schuppen Höllenängste aussteht. Schon hier ahne ich, dass er irgendetwas mit den Morden an Susana und Lara zu tun hat. Aber wer ist der kleine Kerl?


Der Schreibstil lässt sich leicht und locker lesen; die Erzählung in der Gegenwartsform lässt mich mitten im Geschehen sein und die kurzen Kapitel heizen die Spannung der Geschichte, die mich ab der ersten Seite fesselt, immer weiter an. Da einige Stellen doch sehr brutal beschrieben sind, habe ich versucht, mein Kopfkino bei diesen Szenen auszuschalten, was mir aber nur schwer gelungen ist. Zwischendurch gibt es auch ein paar langatmige Passagen, bei denen ich dann wieder durch schnaufen konnte. Zum Ende hin werden sehr viele Klischees bedient, was mir nicht so gut gefallen hat.
Das Ende, ja, das hat es wirklich in sich. Alle gesammelten Puzzleteile fügen sich zusammen. Ich hätte hinter dem kleinen Jungen, der mein Herz berührt hat und von dem ich immer wieder lesen musste, wie verzweifelt er sich aus seinem „Gefängnis“ heraus sehnt, nicht diesen Mann bzw. Täter vermutet.

Elena und ihr Team haben es nicht leicht bei ihren Ermittlungen, die immer wieder stagnieren. Es liest sich interessant, wie sie sich Schritt für Schritt dem Täter nähern und ihn schlussendlich auch festsetzen können.

Mit einigen der facettenreich, authentisch und gut vorstellbar beschriebenen Protagonisten habe ich mich schnell angefreundet. Mit anderen bin ich bis zum Schluss nicht warm geworden. Gerade Elena, die ein schweres Schicksal zu tragen hat, die gerne und oft dem Grappa zuspricht, die One-Night-Stands zugetan ist und die Karaoke singt, habe ich schnell ins Herz geschlossen. Ich fände es sehr schön, wenn ich ihr und ihrer Sonderkommission bald bei einem neuen Fall über die Schulter schauen könnte.

Ein brutaler, spannender Thriller, der mich gut unterhalten hat mit einer Kommissarin mit der ich gerne weitere Fälle lösen würde.

4,5 von 5 Sternen

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Rezensionen von Gaby 2707:

Wölfe im Spreewald?

Spreewaldwölfe von Christiane Dieckerhoff

Angeblich soll es im Spreewald wieder Wölfe geben. Was die Wolfsanhänger und Naturschützer toll finden, bringt die Wolfsgegner, vor allem die Schafzüchter auf die Palme. Angeheizt wird die Situation, als auf einer Weide die grausam zugerichtete Leiche eines Jungen gefunden wird. Aber war das wirklich ein Wolf oder muss sich Polizeiobermeisterin Klaudia Wagner mit ihrem Team auf die Suche nach einem perfiden Mörder machen?


Dies ist nun schon das vierte Mal, dass ich mit Klaudia Wagner und ihrem Team in Lübbenau auf Tätersuche gehe.

Und ich komme immer wieder sehr gerne in den Spreewald, der hier so idyllisch, malerisch und einfach schön und lebenswert beschrieben wird, zurück.

Mir hat das hier behandelte Thema der Wiederansiedlung von Wölfen oder die Wölfe allgemein sehr gut gefallen. Es gibt da einiges, was ich nicht wusste. Aber dieses Wissen wird nicht schulmeisterhaft vermittelt, sondern gekonnt in die Geschichte rund um den Fund der Leiche behandelt.

Aber es geht nicht nur um die Wölfe. Auch andere Schicksale werden angesprochen; die psychischen Probleme erzeugen eine dunkle, düstere Grundstimmung. Gerade mit Stefan, der durch einen Unfall seine schwangere Frau Franziska verloren hat, habe ich hier sehr gut mitfühlen und ihn verstehen können. Auch Jurijs Schicksal, der hier im Spreewald eine eine neue Aufgabe gefunden hat, die auch mit Wölfen zu tun hat, hat mich nicht kalt gelassen.
Sehr schön finde ich, wenn hier Personen, die ich aus den Vorgängerfällen kenne, wieder dabei sind und eine Rolle übernehmen. Besonders auf Herrn Schiebschick und seinen Dialekt, der Klaudia seine „Holca“ nennt, freue ich mich jedes mal wieder.

Die Spannung kommt in der ersten Hälfte der Geschichte für mich etwas zu kurz. Was vielleicht auch daran liegt, dass die sehr vielen hier handelnden Personen ausgiebig vorgestellt werden. Im zweiten Teil zieht sie aber dann gewaltig an und ich kann wie gewohnt mitfiebern und mit ermitteln. Zum Schluss hin, klärt sich alles auf und die losen Fäden werden verbunden.

Christiane Dieckerhoff hat mich auch diesmal mit ihrem eingängigen Schreibstil, ihrem Verwirrspiel und der Aufklärung nicht enttäuscht. Sie hat mir mit dem vierten Fall der Kripo Lübbenau wieder spannende, unterhaltsame und diesmal auch lehrreiche Lesestunden beschert.

4,5 von 5 Sternen

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Rezensionen von LadyIceTea:

Ein Buch mit tollen Figuren und einer wunderbaren Geschichte

Spreewaldwölfe von Christiane Dieckerhoff


Alle schwärmen vom Seduction, dem Restaurant, das Addie gemeinsam mit ihren Freundinnen führt. Als Tüpfelchen auf dem i fehlt nur noch Live-Musik. Doch kaum, dass ein Typ mit Gitarre hereinschneit und sich bewirbt, kippt Addie fast aus ihren High Heels. Jake Knox, der berühmte Rockstar! Seit jeher üben Musiker einen gefährlichen Reiz auf sie aus, stärker als Schuhe und Schokolade zusammen.

Und Jake mit seinen grünen Augen und der rauchigen Stimme könnte ihr zum Verhängnis werden.

Als ich den Klappentext zu „Für Happy Ends gibt’s kein Rezept“ von Kristen Proby gelesen habe dachte ich, dass mich ein typisch seichter Frauenroman erwartet. Und klar, dies hier ist ein Frauenroman mit einem heißen Kerl, Drama und einem Happy End aber gemischt mit einem rasant guten Schreibstil, starken, klugen und witzigen Frauen in den Hauptrollen und grade so viel Drama, dass es nachvollziehbar ist.
Addie ist eine Figur, die von der ersten Seite an sympathisch ist. Ich konnte ihre Bedenken aufgrund ihrer Vergangenheit unglaublich gut nachvollziehen und habe ihre Entwicklung gespannt verfolgt.
Jake habe ich erst nach und nach durschaut und ihn dann auch wirklich liebgewonnen. Er ist ein toller Typ. Gefallen hat mir besonders, dass die Kapitel mal aus seiner und mal aus Addies Sicht geschrieben sind. So lernt man die Beiden viel besser kennen und weiß immer genau, was in den Personen vor sich geht.
Richtig viel Action gibt es in diesem Buch nicht. Die Settings sind eigentlich immer die Gleichen und doch wird das Buch nicht langweilig. Es lebt von den warmherzigen und wunderbaren Figuren. Addie und Jake haben beide toll gezeichnete Freunde, die das ganze Buch noch weiter aufwerten.
Passend zur Geschichte hat die Autorin einige prickelnde Schlafzimmerszenen eingebaut und auch dort genau den richtigen Ton erwischt.
Mir hat dieses Buch einfach super gefallen und mich zu einem richtigen Fan gemacht. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen, in denen es um die Freunde geht. Ich kann von dieser tollen Truppe einfach nicht genug bekommen.

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Rezensionen von liesmal:

Ein Jahr in einem Altenheim

Walzer, Wein & Altenheim von Anna J. Eichenlaub

Tina ist die Neue. Schon früher hatte sie in einem Altenheim gearbeitet und jetzt möchte sie sich wieder in diesem Arbeitsbereich den Bedürfnissen alter und pflegebedürftiger Menschen widmen. Dabei ist nicht nur fast immer gut gelaunt, sondern oft gelingt es ihr, die Bewohner mit ihrer fröhlichen Stimmung anzustecken.

Natürlich gibt es in einem Haus mit 40 Zimmern, auch wenn nicht alle belegt sind, nicht nur Menschen, denen es gut geht. Schnell lernt Tina die Bewohner mit all ihren ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen und Bedürfnissen kennen und hat für jeden ein offenes Ohr.
Das Cover zeigt Tina und die Bewohnerin Frau Ebel. Tina steht da mit in die Hüften gestemmten Händen und wundert sich mal wieder über Frau Ebel, die mit ihrer resoluten Art immer und überall im ganzen Haus für Trubel und Empörung sorgt. Als Leser bringen mich so einige Episoden zum Schmunzeln, als Pflegekraft ist es bestimmt nicht unbedingt witzig, sondern manchmal auch nervenaufreibend.
In vielen kurzen Geschichten bekommt der Leser Gelegenheit, die Bewohner und den Alltag in einem Alten- und Pflegeheim kennenzulernen. Manchmal sind es Geschichten, die das Herz erwärmen, zum Beispiel, wenn man erfährt, warum ein Bewohner seinen blauen Pullover vermisst und Tina sich auf die Suche begibt nach dem Kleidungsstück, zu dem der Satz passt „Loch an Loch und hält doch“. Es gibt Sachen zum Lachen, aber auch zum Traurig-Sein und zum Weinen. Auch sprachlos sein kann man, wenn man die Geschichte eines Bewohners hört, der aus einem anderen Heim gekommen ist, weil er es dort nicht ausgehalten hat. Welch großes Glück, dass Tina sich seiner annimmt!
Das letzte Kapitel mit der Überschrift „Danke“ und hier besonders der persönliche Dank der Autorin an die Leser hat mich gefreut. Ich kann sagen, dass der leichte und herzliche Schreibstil mir Freude geschenkt und bei lockerer Unterhaltung einige schöne Lesestunden bereitet hat.
Was ich leider bemängeln muss: Nach meiner Meinung hat das Korrektorat nicht ganz so gut gearbeitet, wie Anna J. Eichenlaub es in ihrem Dank ausdrückt.

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Rezensionen von yellowdog:

Wechselbälger oder Psychose?

Kalte Wasser von Golding Melanie

Kalte Wasser beginnt gleich spannend und bleibt es auch.
Man taucht in die Psyche einer Frau ein, die stark unter Anspannung steht. Lauren hat gerade Zwillinge bekommen und glaubt noch im Krankenhaus, dass eine Frau ihre Kinder tauschen will
Das ganze Buch hindurch wird die märchenhafte, mythologischen Idee des Wechselbalgs
Schließlich werden die Babys wirklich entführt, jedoch schnell wieder gefunden.

Wer der oder die Täterin ist, bleibt unklar, obwohl eine junge Frau verhaftet wird.
Lauren wirkt labil, als Leser ist man sich nicht sicher, ob es an ihr oder den Ereignissen liegt.
Ihr Ehemann ist auch nicht gerade ein Sympathieträger.
Ein Trumpf des Buches ist die Polizistin Jo Harper, die in dem Fall ermittelt. Sie ist eigenwillig und macht auch weiter, als ihr Chef den Fall längst abgeschlossen hat. Sie ist aber auch kein einfacher Typ.
Der Roman entwickelt sich langsam und wird zu einem fast klassischen Psychothriller.
Melanie Golding ist eine neue Autorin, die auf den Spuren einer jungen Joy Fielding wandelt.

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Rezensionen von heinoko:

Spritzig-witzige und spannende Krimikost

Aachener Untiefen von Ingrid Davis


Was tut man nicht alles als Bücher-Besessene! Da spielt ein Kriminalroman während einer mörderischen Hitzewelle, und ich lese das Buch während einer mörderischen Hitzewelle. Mehr Hingabe ans Buch geht gar nicht. Das im Buch geschilderte Ambiente eines Freibades bringt allerdings nicht die erhoffte Abkühlung, im Gegenteil…
Worum geht es? In der Detektei Schniedewitz & Schniedewitz reißt ein kleiner Auftrag Britta Sander und Eric Lautenschläger aus ihrer Langeweile.

Sie sollen im Freibad Hangeweiher in Aachen den mehrfach gesichteten Spannern auf die Spur kommen. In Bikini und Badehose arbeiten zu dürfen, klingt nach einem der Hitze angemessenen Einsatz, aber der Fund einer Leiche in einer Umkleidekabine, erwürgt und mit zwei Einwegkanülen in den Augen steckend, lässt schnell den Ernst der Situation erkennen. Und bei dieser einen Leiche bleibt es nicht.
Da ich noch keinen Kriminalroman von Ingrid Davis gelesen hatte, waren mir die Protagonisten unbekannt. Aber nur wenige Seiten lang, dann die Erzählweise ist so lebendig und frisch, so herrlich spritzig-witzig in den Konversationen, dass mir Britta Sander, die Ich-Erzählerin, und ihre Helfer, aber auch die anderen geschilderten Personen sehr schnell ans Herz wuchsen. Einzig Tahar ging mir tierisch auf die Nerven. Nicht als Person, sondern weil ihm die Autorin einen übertriebenen, nervig-unnötigen, pseudo-französischen Touch mit zig ö in jedem Satz verpasste, und dies konsequent im gesamten Buch. Das war zuviel, blöd zu lesen und ganz und gar nicht französisch! Ansonsten ist der Kriminalroman von der ersten Seite an bis zum rasanten Schlusssprint sehr spannend, sehr wendungsreich, sehr vergnüglich und sehr kurzweilig. Egal wie heiß es ist: Unbefangen in ein Freibad gehen kann ich nach Lektüre dieses Kriminalromans nicht mehr!
Fazit: Feines Lesefutter, nicht nur für heiße Tage.

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Rezensionen von LEXI:

Manchmal geht das Leben seltsame Wege

Aachener Untiefen von Ingrid Davis

„Manchmal geht das Leben seltsame Wege, und die Liebe hat ihre eigenen Gesetze.“

Ein Brief, der nach beinahe achtzig Jahren den Weg zur betagten Tochter seiner Adressatin findet, bringt ein jahrzehntelang gehütetes Geheimnis zutage und wirbelt das Leben von Anna Blumenthal und ihrer Großmutter Johanna durcheinander.

Um der Geschichte von Johannas Mutter Martha Rotermund auf den Grund zu gehen, reisen Anna und Johanna kurz entschlossen nach Ahrenshoop und betrachten danach die Geschichte ihrer Familie mit völlig anderen Augen.

Anne Barns widmet sich in ihrer aktuellen Neuerscheinung einer großen Liebe, die nicht sein durfte. Sie schreibt von der verbotenen Zuneigung zwischen einer jungen Frau und dem besten Freund ihres Verlobten und schildert von den Hindernissen, die dem Liebespaar in den Weg gelegt wurden. Die Autorin wartet mit einem einnehmenden und flüssigen Schreibstil auf, die Figuren ihrer Handlung sind detailliert ausgearbeitet, sie wirken liebenswert und überzeugend. Abgesehen von den beiden Protagonistinnen Anna und Johanna Blumenthal nimmt auch Annas beste Freundin Mona Berger eine bedeutende Rolle im Buch ein. Weitere interessante Nebenfiguren tauchen in der Person von Peggy Krüger, Annes ehemaliger Freundin, sowie Monas Freund Timo Fröhlich auf. In eindringlichen Worten und mit vielen Rückblenden erzählt Anne Barns darüber hinaus auch die Geschichte von Annas Urgroßmutter Martha Rotermund, beginnend mit dem Jahr 1942, und lässt ihre Leserschaft nach und nach in die Familiengeschichte eintauchen. Hierbei führt sie dem Leser die eindrucksvolle Kulisse in Lüdinghausen und Ahrenshoop bildhaft vor Augen und vermittelt darüber hinaus die große Leidenschaft für die Imkerei, die von Generation zu Generation weitervererbt wurde. Die Hobby-Imkerin Johanna Blumenthal kreiert köstliche Produkte aus der süßen Leckerei, die Rezepte dazu findet man im Anhang dieses Buches. Man erfährt auch einige hoch interessante Details über Bienen und kann nach dieser Lektüre diese goldfarbene Köstlichkeit wohl noch weit mehr schätzen als zuvor.

„Wusstest du, dass ein Löffel Honig das Lebenswerk einer Biene ist?“

„Honigduft und Meeresbrise“ war mein erstes Buch von Anne Barns. Es hat mir interessante Lesestunden beschert und mir die Kostbarkeit des wertvollen Produkts, das aus der unermüdlichen Arbeit einer Honigbiene und dem Nektar der Blüten entstand, wieder eindringlich vor Augen geführt. Die Kombination von Unterhaltung, Romantik, Familiengeschichte sowie der Hobby-Imkerei vor der malerischen Kulisse Ahrenshoops an der Ostsee- und Boddenküste und der Stadt Lüdinghausen hat mir sehr gut gefallen. Der Stammbaum von Martha Rotermund, der zugleich das Ergebnis ihrer Ahnenforschung darstellt, wurde im Nachhinein mit Marthas Nachfahren ergänzt. Auf diese Weise entstand ein höchst kreativer und ausgefallener Epilog, der nach der letzten Buchseite noch ein klein wenig über Anna und ihre zukünftige eigene Familie verrät.

Fazit: Dieser Wohlfühlroman stellt eine gefühlvolle und leichte Sommerlektüre dar, die ich gerne weiterempfehle.

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Rezensionen von Josef Lüthold:

Neuoffenbarungen: Kenntnis und Kritik

Die drei Tage des 12-jährigen Jesus im Tempel von Jakob Lorber

Die Bücher von Jakob Lorber sind von unterschiedlicher Qualität. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.

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