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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von petris:

Mit Jane Gardam in Yorkshire

Bell und Harry von Jane Gardam

Jane Gardam zählt sei dem ersten Roman, den ich von ihr gelesen habe (Eine treue Frau) zu meinen Lieblingsautorinnen. Jedes weitere Buch hat mich wieder neu überrascht und begeistert, inzwischen warte ich sehnsüchtig auf jede Neuerscheinung oder besser gesagt Neuübersetzung.

Bell und Harry ist wieder ein wunderschönes Büchlein geworden.

Die Farben des Schutzumschlages, das Bild in Grün- und Blautönen, die Schrift, der Einband, optisch ist es wieder ein richtiges Juwel. Erzählt wird von den beiden Burschen Bell und Harry, Bells Familie lebt seit Generationen in Yorkshire und bewirtschaftet das Land, das leerstehende alte Bauernhaus des Großvaters soll vermietet werden. Die Familie Bateman aus London zieht ein, am Anfang gibt es noch ein paar Missverständnisse, doch der jüngste Sohn der Batemans, Harry, freundet sich mit Bell an und schon bald entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden Familien. Die Batemans verbringen ihre Sommer im Bauernhaus und in einzelnen Episoden, in denen meist Harry und Bell im Mittelpunkt stehen, wird über Alltag, Freuden, Sorgen und skurrile Begegnungen erzählt.

Ich liebe Gardams Schreibstil, der ganz wunderbar von Isabel Bogdan übersetzt wurde. Liebevoll beschreibt sie Details, ohne jemals langweilig oder langatmig zu werden, ihr Blick für schrullige Persönlichkeiten, die sie aber immer freundlich und liebevoll darstellt, nie von oben herab, immer mit Wärme und Verständnis, lassen die einzelnen Kapitel lebendig werden. Gleichzeitig fängt sie auch die typischen Merkmale der Moorlandschaft ein und auch die Mentalität seiner Bewohner.

Eins meiner Lieblingskapitel ist „Schornsteinfeger“, in dem Kendal, der örtliche Schornsteinfeger, beim schlimmsten Regenwetter die Söhne und den Vater der Familie Bates dazu überredet fischen zu gehen und sie den ganzen Tag und Abend mit seinen Geschichten unterhält. Denn das ist das wahre Talent Kendals, er kann erzählen wie keiner sonst und kennt auch alle Spuk- und sonstigen Geschichten der Umgebung.

Bell und Harry ist ein kleiner feiner Roman, den man einfach gelesen haben muss. Jane Gardams neues Buch zählt schon jetzt zu den Highlights dieses Lesejahres. Ich freue mich schon auf den nächsten Titel aus ihrer Feder!

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Rezensionen von petris:

Eine ziemlich schreckliche Familie

Der Zopf meiner Großmutter von Alina Bronsky

Nach „Die schärfsten Gericht der tatarischen Küche“ und vor allem nach „Baba Dunjas letzte Liebe“ zählt Alina Bronsky zu jenen Autor*innen, deren neue Bücher ich auf meiner Wunschliste habe. „Der Zopf meiner Großmutter“ war einer jener Titel aus der Liste der Neuerscheinungen, die ich unbedingt lesen wollte.

Die Leseprobe gefiel mir, optisch erinnerte es ebenfalls an „Baba Dunja“, die Erwartung war hoch.

Das Buch beginnt stark, sprachlich im gewohnten Bronsky-Stil, im lockeren Stil erzählt sie ihre bitterböse Geschichte. Die Oma Margarita, die dem Enkel Maxim vorhält, dass er ein Krüppel ist, dass sie sich für ihn aufopfern muss, dass er sowieso nicht alt werden wird,… Der Großvater Tschingis, der auch sein Fett abbekommt, stumm und duldend daneben. Irgendwie unterhaltsam, aber gleichzeitig bleibt einem das Lachen im Hals stecken, im realen Leben wäre das psychischer Kindesmissbrauch.

Und dann geht alles sehr schnell, die Jahre vergehen, Maxim wird größer, der Großvater verliebt sich und schwängert die wesentlich jüngere Nina, deren Tochter Vera mit Maxim in die Klasse geht. Und alle werden zu einer etwas seltsamen Patchworkfamilie. Die Großmutter bleibt bösartig, tyrannisch und hat wenig Liebenswertes an sich.

Erst im letzten Abschnitt beginnt man ein wenig zu verstehen, warum sie ist, wie sie ist. Für Maxim wird es besser, generell werden die Erzählstränge sehr schnell zu Ende gebracht. Für meinen Geschmack etwas zu schnell, wobei ich das Ende an und für sich versöhnlich fand, und es gut zur Geschichte passte.

Erzählt wird aus Maxims Sicht, begonnen wird im Vorschulalter, am Ende sind wir im Jugendalter. Vielleicht auch daher die Sprünge und Auslassungen. So wie Erinnerung funktioniert, Verdrängung und Vergessen und irrelevanten Dingen inklusive.

Für meinen Geschmack war die Großmutter zu psychopathisch, auch wenn es ein Roman ist, tut es in der Seele weh so viel Grausamkeit gegen Mäxchen zu lesen. Die Lücken und das schnelle Ende fand ich zu viel der Auslassungen. Ein paar Seiten mehr, ein paar durcherzählte Entwicklungen mehr, hätten dem Roman gut getan.

Leider konnte Alina Bronsky hier nicht an die Vorgänger anschließen! Vielleicht hätte sie mehr Zeit gebraucht für diesen Roman. Wir werden sehen, wie es in dem nächsten aussieht. Denn dass sie gut erzählen kann, hat sie bereits mehrmals erwiesen.

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Rezensionen von petris:

Italien in der 1. Hälfte des 20. Jahrhundert

Bella Ciao von Raffaella Romagnolo

Was für ein Roman! Über Jahrzehnte hinweg wird die Geschichte der Bewohner des kleinen Dorfes Borgo die Dentro erzählt. Es ist ein armes Dorf voller Fabrikarbeiter und Kleinpächter, schon die Kinder werden früh in die Seidenfabriken geschickt, Bildung gibt es wenig.

Den Rahmen der Geschichte bildet der Besuch Giulias, kurz nach Ende des 2.

Weltkrieges kehrt sie mit ihrem Sohn Michael ins Dorf zurück. Sie ist als junge Frau nach Amerika ausgewandert und hatte dort großes Glück. Im Dorf lässt sie sich treiben, die Erinnerungen kommen und gehen.

Parallel dazu wird die Geschichte der Familie Leone über viele Generationen hinweg erzählt. Es sind intelligente, gute Menschen, doch die Umstände machen ihr Leben schwer. Generationen von Brüdern, Männern, Väter bleiben im Krieg, kommen beschädigt zurück oder gehen in den Wirren zugrunde. Nur ihr starker Familienzusammenhalt hilft ihnen weiterzuleben. Anita, einst die beste Freundin Giulias ist eine Tochter dieser Familie.

Nach und nach erfahren wir mehr über die harten Lebensumstände, manche haben Glück, manche Pech. Wir verstehen auch, warum Giulia ausgewandert ist und warum es ihr so schwer fällt, direkt nach ihrer Freundin zu suchen.

In diesem Roman werden wir mitgenommen in eine spannende Reise durch Jahrzehnte italienischer Geschichte. Die Menschen werden lebendig, wir leiden mit, freuen uns mit ihnen und genießen dieses Epos. Ein wortgewaltiger Roman, der den*die Leser*in eintauchen lässt in die Geschichte, wie in einen Film.

Man muss nur durch die ersten Seiten durch, in denen man manchmal denkt, die vielen Charaktere nicht auseinanderhalten zu können. Ein Stammbaum am Anfang jeden Kapitels hilft aber gut weiter.

Gelungenes italienisches Epos, für das man anfangs etwas Geduld braucht, das sich aber am Ende mehr als lohnt!

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Rezensionen von thora01:

spannender 2. Band der Reihe

Bella Ciao von Raffaella Romagnolo

Inhalt/Klappentext:
Mitchells und Thyas Leben wird nie wieder dasselbe sein.
Während Mitchell mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen zu kämpfen hat, sieht sich Thya mit der harten Realität außerhalb der Stadt konfrontiert. Sie muss feststellen, dass sie bisher in einer Traumblase gelebt hat, die nun geplatzt ist.

Und auch Mitchell weiß nicht mehr, wem er eigentlich vertrauen kann. Gerade als er droht, all seine Hoffnung zu verlieren, taucht ausgerechnet der eine Mensch auf, der nicht mehr am Leben sein sollte, und bringt eine grausame Wahrheit ans Licht.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannende und mit Überraschungen gespickte Fortsetzung. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich mag es sehr wie die Autorin die beiden Protagonisten abwechselnd zu Wort kommen lässt. Die Protagonisten sind dem Leser schon aus dem ersten Teil bekannt. Sie werden in diesem Teil noch näher beleuchtet und zeigen für mich überraschende Charakterzüge. Tya fand ich in diesem Teil sehr gut geschrieben. Ich fand es toll wie sie sich an die Verhältnisse angepasst hat. Mitchells Part war für mich in dieser Geschichte die Überraschung schlechthin. Ich hätte diese Zusammenhänge nie vermutet. Susi bzw. Sanni und Theo werden in diesem Band zu sehr wichtigen Nebenprotagonisten. Ich fand es toll wie die Autorin diese Charaktere in ihr Werk einfließen ließ. Mich hat besonders der Mehrstrangaufbau der Geschichte gefallen. Die Autorin spielte gekonnt mit den Emotionen ihrer Charaktere. Jeder Prota hat seinen eigenen Strang und die Berührungspunkte von diesen sind sehr gut gesetzt. Die Story hat einen sehr schönen Spannungsverlauf. Der Abschluss war unvorhersehbar und lässt den Leser mit vielen offenen Fragen zurück.

Mein Fazit:
Tolle Fortsetzung. Ich bin der Story verfallen und habe sie in kürzester Zeit durch gehabt. Ich freue mich sehr auf den nächsten Band um die vielen noch offenen Fragen zu beantworten.

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Rezensionen von mamaofhannah07:

Besonderheiten auf der Spur

111 Orte in Nordfrankreich, die man gesehen haben muss von Georg Renöckl

111 Orte in Nordfrankreich die man gesehen haben muss ein besonderer Reiseführer mit Inspirationen von Georg Renöckl aus dem Emons Verlag
Eine Vielfalt an Orten und eine Kombination aus geschichtsträchtigen Fakten und Besonderheiten, magischen Orten, verwunschenen Naturschönheiten, Mahnmalen menschlichen Größenwahn, leckeren Köstlichkeiten der französischen Küche, Geheimtipps sowie skurilen Details machen diese Lektüre zu etwas Besonderm.

Abseits touristischer Pfade läd der Autor zum Nachdenken, Genießen und Verweilen ein. Georg Renöckel richtet seinen Kennerblick auf diese besondere Region. Er hat seinen Reiseführer vollgepackt mit Informationen zu den ausgewählten Orten mit Angaben zur Geschichte, Kultur, Flora und Fauna und Kulinarischem. Die 111 Empfehlungen begleitet ein lehrreicher und sehr interessant recherchierter Text mit fundierten, hilfreichen Kleinigkeiten. Das jeweilig passende Foto regt die Fantasie des Betrachters an und weckt Sehnsuchtsgefühle nach dem Norden Frankreichs. Die beigefügten Tipps summieren die 111 Orte locker auf das Doppelte. Sehr hilfreich gestalten sich das Beifügen der Adressen und einer Anfahrtsbeschreibung zu den genannten Anekdoten. Telefonnummern, Öffnungzeiten und Web-Adressen runden den Gesamteindruck ab. Eingerahmt wird der gesamte Text von einem Vorwort des Autors und einem strukturierten Inhaltsverzeichnis am Anfang sowie entsprechendem Kartenmaterial am Ende.
Die ansprechende Gestaltung des gesamten Buches läd zum Stöbern und Verweilen in diesem wunderschönen, geschichtsträchtigen Teil Frankreichs ein.
Fazit: Mit dieser thematischen Buchreihe der 111 Orte bedient der Emons Verlag eine Nische im Reiseführersektor: interessant anders, ansprechend, bunt, abseits des Mainstreams. Kostbarkeiten und Besonderheiten werden eine Chance gegeben. Dies ist eine spannende Möglichkeit für den nächsten Urlaub. Schöne Bücher, die Spaß machen! Die perfekte Lektüre für alle, die verborgene und unentdeckte Orte suchen. Eine Schatzsuche, die vermutlich sogar Einheimischen einige Neuigkeiten zu bieten hat.

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Rezensionen von Harakiri:

Schönes Bilderbuch für Erwachsene

Verrückt nach Karten Geniale Geschichten von fantastischen Ländern von Georg Renöckl

Ein wunderschöner Bildband mit zusätzlichen interessanten Erklärungen. Schon die Doppelseite des ersten Kapitels hat mich gefangen genommen. Eine Märchenlandschaft mit verschiedenen Figuren, die liebevoll miteinander verflochten wurden. Starke Farben und tolle Zeichnungen und auch wenn ich nicht alle Geschichten wiedererkannt habe, fand ich die Seite wie ein schönes Suchbild.

Und so ging es dann im ganzen Buch weiter. Zugegeben: nicht alle Karten konnten mich so begeistern, aber ich fand viele sehr interessant und von einigen kannte ich auch die Bücher dazu und habe mich gefreut, Bekanntes wieder zu entdecken. Da gibt es den Winnie-Puh-Wald, Harry Potter, die Schatzinsel, Bilder von Tintin oder Huckelberry Finn und noch viel mehr zu entdecken. Man folgt aufgeregt Kiplings „kleinen Pfeilen“, taucht ein in die Welt des Peter Pan, erfährt, dass es einige Bücher ohne vorher gezeichnete Karten gar nicht gegeben hätte, kurz: man reist ins Land der Fantasy und kann sich in dem Buch fast verlieren. Jedenfalls muss man die Zeit genau im Auge behalten, denn man taucht ganz schnell sehr tief ab.
Der Autor sammelte die Karten, zeichnete sie teilweise selbst und erklärt im Text, wie die Karten entstanden, wie überhaupt seine Idee entstand „man klappt ein Buch auf und befindet sich in fernen Welten“, diese Karten zu sammeln und schreibt von seiner Liebe zu Karten, die man regelrecht spürt. Zitate aus den Büchern zu den Karten runden das Werk noch perfekt ab. Auch andere Illustratoren kommen zu Wort und schreiben von ihren Beweggründen und den Abenteuern, die sie mit ihren Karten erlebt haben. Hier besonders erwähnenswert ist die „Karte des Herumtreibers“ aus Harry Potter und ihre Entstehungsgeschichte.
Die Bilder sind sehr detailreich und man entdeckt immer wieder etwas Neues. Ein Buch für die ganze Familie, das man immer wieder gerne in die Hand nimmt.
Fazit: ein faszinierendes Bilderbuch für Erwachsene.

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Rezensionen von Lesestern:

Eine kleine Schreib- und Mal-Werkstatt: bunt, kreativ und fantasievoll mit großem Spaßfaktor

Kinder(reim)geschichten von Aaron Stroot; Anja Stroot

Kinder(reim)geschichten von Aaron und Anja Stroot ist ein liebevoll gestaltetes farbenfrohes Büchlein, entstanden im Teamwork von Mutter und Sohn und erschienen im BoD Verlag.

Dinosaurier, Piraten, Drachen, Giraffen, Krokodile usw , genauso wie Ritter, Prinzessinen, Feen, aber auch Feuerwehr, Polizei, Fussballstar, Schlaraffenland und vieles mehr, tummeln sich auf den Seiten dieses
phantasiereichen und von Kinderhand bebilderten kleinen Büchleins.

Dabei sind die Bilder eine wunderbare und sehr kindgerechte Ergänzung zu den Geschichten und Gedichten, die den Leser zum Vorlesen, Selberlesen und Betrachten einladen.
Die Schrift ist in einer lesefreundlichen und sehr angenehmen Größe, sodass bereits Leseanfänger motiviert werden vom Bild zum Inhalt der Texte zu gelangen.
Das Büchlein eignet sich deshalb hervorragend für die Lese - und Sprachförderung in Kitas und Schulen.
Die Gefühls- und Sprachwelt der Kinder wird direkt angesprochen, sodass sie sich leicht mit den gemalten Bildern und den dazu passenden Texten identifizieren können.
Ihre Kreativität und Konzentration wird spielerisch gefördert, Gesprächsanlässe werden angeregt und der Spaßfaktor steht bei allem im Vordergrund.

Fazit:
Ein ganzheitliches Konzept, dessen Grundidee "von Kindern für andere Kinder", wunderbar aufgeht und sehr gut in mein Motto : Lesen macht Spaß und fördert, passt.

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Rezensionen von nil_liest:

Walko ist kreativ wie immer!

Doktor Miez - Das verschwundene Sumselschaf von Walko

Walko haben wir bereits durch die tollen Geschichten von „Hase und Holunderbär“ lieben gelernt, daher haben wir mit großer Freude zum Auftaktband von Doktor Mietz gegriffen „Das verschwundene Sumselschaf“.
Ein Buch für Leseanfänger, dass getragen wird von unzähligen detailliebenden Illustrationen! Da hat man fast das Gefühl ein „Bilderbuch“ anzuschauen und nebenbei eine Geschichte zu lesen.

Ungemein nützlich, wenn ein ABC-Schütze echtes Interesse am Lesestoff hat und unbedingt erfahren will, was da steht zum Bild.
Die Geschichte ist spannend und lustig und wie soll es sein, steht Freundschaft im Vordergrund. Immer mehr Freunde schließen sich nach und nach der Suche nach dem Sumselschaf an und natürlich finden sie es am Ende auch und alles wird gut.
In der Tat eine sehr kreative Umgebung dieses Sumselau mit den verschiedensten Tieren und sogar einem Marsmännchen! Diese Freunde werden sicher immer wieder zu neuen Abenteuern, Herausforderungen und tollen Geschichten auf ihre Wege machen werden. Wir hoffen, dass es ein Auftakt einer Reihe mit vielen weiteren Geschichten wird.
Für alle die nach einem Buch für Lesestarter suchen, möchte ich aber mit auf den Weg geben, dass hier doch recht anstrengende Wörter zu lesen sind, oder positiv ausgedrückt, dass das Leseniveau fortgeschritten sein sollte. Es kommen lange Wörter vor wie „hinaufgeklettert“ oder „Abendspaziergang“ und „Grillenzirpen“ und auch Wörter die im Alltag nicht häufig zu hören sind wie „Gestrüpp“, „Ohrenstöpsel“ oder „Wirrwarr“. Und natürlich die Eigenkreation von den Sumlern, die auch in jeglicher Wortschöpfung vorkommen, wie „Sumselau“.
Ich kann es besonders empfehlen zum Vorlesen im Vorschulalter, denn es gibt tolle Bilder, eine etwas komplexere und längere Geschichte – was will man mehr!
Fazit: Taucht ab in die Sumselau und begleitet diesen witzigen Haufen Freunde auf der Suche nach ihrem verlorenen Schaf!

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Rezensionen von rewareni:

Brutale Morde

Guerilleras von K. Westerbeck

Furchtbare Morde erschüttern das kleine Dorf Callin. Besonders die grausam zerstückelte Leiche des Musterschülers Edwin Gallo, entsetzt die Dorfbewohner. Die Frauen sind ob dieses Ereignisses nicht mehr gewillt einfach tatenlos zuzusehen. Nach vielen Jahres des Bürgerkrieges soll endlich der langersehnte Friedensvertrag geschlossen werden und alte Vorurteile und Leitbilder werden hinterfragt.

Dass Comisario Sergio Fabulos der Richtige für die Klärung der Morde sein soll, wird besonders von den Frauen bezweifelt und ihre Versammlungen richten sich immer öfters gegen die Männer. Selbst er hadert immer wieder mit sich selbst und seine Besuche bei der Prostituierten Flora bieten ihm hin und wieder eine willkommene Abwechslung. Da kommt die junge Jurastudentin Amanda gerade zur rechten Zeit, die ihm tatkräftig bei seinen Ermittlungen unterstützt, obwohl er von ihrem selbstbewussten Auftreten alles andere als begeistert ist. Der Mörder hinterlässt immer wieder eine blutige Spur nach der anderen und keiner kann einen Zusammenhang erkennen. Als dann die Witwe Marie zu einer Wohltätigkeitsfeier in ihrer Villa einlädt ahnt noch keiner, welch menschliche Abgründe sich dabei auftun werden.
,,Guerilleras´´ ist der zweite Fall des Comisarios Sergio Fabulos, den die Autorin Kerstin Westerbeck im fiktiven kolumbianischen Callin ermitteln lässt. Als Leser dringt man dabei schnell in die geheimnisvolle Welt des Regenwaldes und seine Dorfbewohner ein. Die Autorin schafft es von Beginn weg Spannung auf zu bauen und hält diese auch bis zum Ende durch. Mit dem Protagonisten Sergio Fabulos hat sie einen für mich sehr sympathischen Comisario erschaffen, weil er einfach ein Mensch mit vielen Schwächen ist und seine Stärken unter einer harten Schale verborgen sind. Die Autorin lässt ihn auf der einen Seite hart, stur und unsensibel sein, aber auf der anderen Seite ist er verletzlich, unsicher und einsam. Bei den Dorfbewohnern hat er nicht immer seine Fans, aber die Menschen, die ihn mögen, halten in jeder Lebenslage zu ihm.
Die Geschichte ist auch ein kleiner Ausflug in die kolumbianische Vergangenheit, wo die Autorin über die Schwierigkeiten und Probleme anschaulich berichtet. Bürgerkrieg, Entführungen, Morde und Korruption, werden von ihr immer wieder geschickt in den Roman eingefügt, wo man als Leser einen kleinen Einblich in das Leben der Dorfbewohner bekommt. Vor allem die Frauen dürfen sich nun von der jahrelangen Unterdrückung der Männer lösen und ihre neu gewonnene Freiheit ausleben. Die Autorin greift viele Themen auf, die sensibel sind wie Homosexualität, Aberglaube,körperliche Gewalt... Um all diese Themen hat sie eine spannende Geschichte konstruiert, wo es zwar viele, teils auch recht blutige Leichen gibt, aber auch viele menschliche Schicksale, die einem als Leser berühren. Dass es in dem Krimi aber auch immer wieder zu kleinen, humorvollen Szenen kommt, gefällt mir gut.
Die Seiten fliegen nur so dahin und man muss sich wirklich bis zum Schluss gedulden um zu erfahren wer der Mörder ist. Ein toll geschriebener und sehr spannender Krimi.

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Rezensionen von Caro2929:

Ein Märchen, wie es sich "gehört"

Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke; Guillermo Del Toro

Klappentext:

"Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen.

Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?"


Meine Meinung:

Eine tolle Geschichte, ein super Märchen.

Dieses Märchen beinhaltet alles, was sich für ein ordentliches Märchen "gehört". Soll heißen: Eine phantasievolle Welt, in der es aber alles andere als gemächlich zugeht. Brutalität ist an der Tagesordnung. Aber die Märchen-Kenner wissen genau, wie es sich um ein Märchen verhält, nämlich das doch immer das Gute siegen wird... Oder nicht?

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut gelungen, sehr bildlich. Dem Leser gelingt es schnell in die Welt, die ihm gezeigt wird, einzudringen. Außerdem ist die Geschichte wahnsinnig spannend, mir viel es sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Habe es eigentlich ohne große Unterbrechung recht zügig durchgelesen.

Ich habe die Geschichte einfach total gern gelesen, da die Geschichte zweigeteilt erzählt wurde, war es etwas ganz besonderes. Soll heißen, einmal die Geschichte in der dortigen Gegenwart (1944) und andererseits ein Märchen. Es ist wunderbar miteinander verwoben, so dass der Leser immer gespannter wird.

Die einzelnen Charaktere sind auch, wie sie sich in einem Märchen zu verhalten haben, entweder "gut" oder "böse", aber nichts dazwischen. Eigentlich liegt mir mehr an facettenreichen Charakteren, aber bei dieser Art von Geschichte kann es ja auch nur "schwarz" oder "weiß" geben und nicht "grau". Denn dann wäre es ja kein Märchen mehr.

Darüber hinaus ist das Buch gespickt mit zahlreichen schönen Illustrationen.

Vielleicht sei noch wichtig, dass die Geschichte auf dem Film "Pans Labyrinth" beruht. Also mal etwas ganz anderes, dass erst der Film erschienen ist und danach ein Buch dazu geschrieben wird. Ich selbst kenne den Film nicht, deswegen war für mich die Geschichte eine ganz neue.


Fazit:

Tolles Märchen, absolutes Lesehighlight.

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