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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von div:

TOP-Empfehlung - toller Auftakt einer Fantasyreihe

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) von Jennifer Benkau

Das Cover ist schön gestaltet und definitiv ein Blickfang. Generell passen Cover und Titel gut zur Geschichte.

Die Inhaltsangabe am Buchrücken weckt definitiv das Interesse - und was mir persönlich ausgesprochen gut gefallen hat: Die Inhaltsangabe am Buchrücken ist sehr bedeckt, und verrät nicht zu viele Details.

Bei vielen vielen anderen Büchern wird meiner Meinung nach im Klappentext bereits eine Spur zu viel der Geschichte verraten - es gibt dann zu wenig Überraschungsmomente in der Handlung. Hier ist es dementsprechend nicht so.

Ich finde die Welt, die in diesem Buch erschaffen wurde sehr gelungen - eine sehr interessante Welt mit tollen Ansätzen. Ich bin beeindruckt.
Mit dem detailreichen Schreibstil hat es die Autorin geschafft, mir einen besonderen Einblick in diese Fantasywelt zu gewähren - es war eine tolle Reise. Die Welt selber hat immer für Überraschungen gesorgt - eine geniale, aber zeitgleich grausame Welt.

Gemeinsam mit Mailin wird man als Leser in diese Welt "entführt" - man findet sich an einem anderen Platz wieder, und nichts ist wie es scheint. Das muss Mailing gleich nach ihrer Ankunft lernen. Viele Überraschungen erwarten sie in dieser Welt - bald merkt sie, dass sie als neue Königin vorgesehen ist - und das ist ein Todesurteil.

Ich möchte in meiner Rezension gar nicht zu tief inhaltlich einsteigen um neuen Lesern nicht zu viel zu verraten.

Mein Fazit zu diesem Buch ist eine absolute Empfehlung. Ich war komplett im Bann dieser Welt und habe mit Mailin mitgefiebert.
Der Spannungsbogen war stets recht hoch - man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Zum Ende hin, haben sich dann teilweise die Ereignisse überschlagen, und mir war nicht sofort alles klar - aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich an dem Buch liegt, oder an der Geschwindigkeit mit der ich gelesen habe. Da ich es nicht mehr erwarten konnte, das Ende zu lesen, haben sich die gelesenen Sätze in meinen Gedanken teilweise richtig überschlagen.

Ich freue mich auf den nächsten Teil!!!

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Rezensionen von Streiflicht:

Wieder spannend und unterhaltsam

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) von Jennifer Benkau

Auch im nun schon vierten Fall hat mich die Geschichte um den Dorfpolizisten Evan Evans wieder gut und charmant unterhalten. Es war wieder spannend und witzig, unterhaltsam, mordlustig und zugleich auch schön. Die Landschaft seiner Heimat ist einfach immer wieder bezaubernd, egal wie oft man davon liest.

Gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte das Privatleben von Evan weiterspinnt. Er und seine Freundin, die Dorflehrerin Bronwen, sind ein goldiges Paar und ich hoffe, dass es mit den beiden auch in den folgenden Bänden so harmonisch weitergeht. Das ist einfach wohltuend und passt perfekt als Gegensatz zu den Morden und den Verbrechen, die geschehen.

Wer bereits die ersten drei Bände mochte, wird auch hier wieder seinen Lesespaß haben. Man kann das Buch auch sehr gut alleine lesen, aber mehr Spaß macht es natürlich, wenn man die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest – auch weil dann das Privatleben von Evan voranschreitet und man diese Entwicklungen schön mitverfolgen kann.

Einziger Wermutstropen sind die vielen Fehler, die immer wieder auftauchen – wie auch schon den Vorgängern. Ein gutes Lektorat würde hier Wunder wirken.

Erneut ein tolles Buch, das Spannung und Romantik, Mord und Totschlag mit Idylle gelungen vereint. Ich freue mich schon auf die beiden nächsten Bände, die ich glücklicherweise schon hier liegen habe.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Was – schon 10 Jahre in Kaltenkirchen?

Guglhupfgeschwader von Rita Falk

Kommissar Franz Eberhofer feiert sein 10jähriges Dienstjubiläum. Nein, er will eigentlich nicht. Der Bürgermeister will feiern. Aber genau in dem Augenblick, wo geplant werden soll, tut sich ein neuer Fall auf. Oscar Feistl genannt Lotto-Otto hat Probleme mit Geldeintreibern. Seine Spielsucht ist ihm zum Verhängnis geworden.

Und natürlich muss da der Eberhofer ran…

Wie schon in den vorherigen Geschichten um den Franz Eberhofer aus Kaltenkirchen geht es in Rita Falks Büchern in erster Linie nicht um den neuen Kriminalfall. Eher stehen die skurrilen Figuren im Mittelpunkt. Langsam habe ich den Eindruck, dass Franz, sein Vater, die Oma, seine Susi, der Birkenberger Rudi und all die anderen Figuren, die mir in den letzten Jahren so ans Herz gewachsen sind, einfach nichts mehr hergeben. Die letzten beiden Tage habe ich mich mit ihnen fast gelangweilt. Immer die gleichen Sprüche, die ich nicht mehr witzig finde; immer die gleichen Gesten. Mir fehlt einfach das Unvorhergesehene. Auch bei den vielen kleinen Randgeschichten – Nazis auf dem Sportplatz, das Brennen der alten Laternen vom Dachboden, die Namensgebung des Kreisverkehrs, Flötzingers Liebeskummer wegen seiner Mary und die kleinen Querelen im Kindergarten oder in der Metzgerei – nicht mal ein Schmunzeln ist mir hier ausgekommen.
Ich habe zwar auch hier wieder mit neuen Figuren Bekanntschaft gemacht. Nur blieben die meisten für mich nicht greifbar, hatten keinen Charme. Mit einer Ausnahme: Fräulein Barbi mit ihrem Knicks-Tick.

Den Kriminalfall dagegen fand ich hier sehr interessant und ausbaufähig. Auch dass der Birkenberger Rudi sich endlich mal gegen seinen Kumpan und Freund auflehnt, sich sogar gegenüber der holden Weiblichkeit aufgeschlossen zeigt, fand ich erfreulich.

Zum Abschluss gibt es auch wieder fünf Rezepte aus dem Kochbuch der Oma anno 1937 zum Nachkochen. Ich bin gespannt, ob ich den Guglhupf genau so gut hinbekomme wie die Oma.

„Guglhupfgeschwader“ ist der 10. Fall für den Niederkaltenkirchener Kommissar Franz Eberhofer. Und obwohl ich diesmal nicht so überzeugt von ihm und seinen Freunden war – ich werde auch dem 11. Fall als sein Fan treu bleiben. Einmal Eberhofer – immer Eberhofer!

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Rezensionen von leserin3@bluewin.ch:

Zeit für Neuanfänge

Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy

Judith ist fast 50 und blickt nicht gerade zufrieden auf ihr bisheriges Leben. Sie hat nicht den Mann heiraten können, den sie eigentlich wollte, ist auch auf anderen jugendlichen Schwärmereien sitzengeblieben. Nun ist die Mutter gestorben, die ihr sehr nahegestanden hat. Auf dem Friedhof taucht ihre seit langem entschwundene Freundin auf und erzählt von ihrer Krebserkrankung und der Chemo.

Das solide Fundament von Judiths Ehe und die drei Söhne geben ihr zwar Halt, doch nun sind die Jungs aus dem Haus, und sie fühlt sich unausgefüllt. Zudem erweist sie sich als anfällig für Seitensprünge.
Es ist sicher nicht leicht, einen Roman in die Gänge zu kriegen, wenn die ersten 80 Seiten hauptsächlich aus wehmütigen Rückblicken und jammervollen Statements zum Ist-Zustand bestehen. Aber das Erzähltalent der Autorin hält den Leser trotzdem bei der Stange. Denn durch den Buchanfang zieht sich auch der skurrile Transport der Urne mit der Asche ihrer Mutter und das unfreiwillig komische Wiedersehen mit der zurückgekehrten Freundin Anne. Und gegen Ende des ersten Romandrittels nimmt die Story so richtig Fahrt auf.
Keine der Figuren ist schöngefärbt, und es menschelt durchgehend. Deshalb findet sich wohl jeder in der einen oder anderen Person. Wie ein Trostpflaster wirken die witzigen Stellen, und so manche Träne erhält ein Lachen als Beigabe. Gekonnt benutzt die Autorin auch Symbole wie das Grab, in dem niemand liegt, und das für Judiths Hoffnungen an das Leben, ihre Träume und die alte verlorene Liebe stehen könnte. Es geht ebenfalls um das Erwachsenwerden und darum, beim Tod der geliebten Mutter wieder zum Kind zu werden. Starke Themen sind die Freundschaft und das Fundament der Familie.
Anfangs hielt ich die Illustrationen für überflüssig, gar noch die erläuternden Sätze zu den Bildern. Dann aber ging mir auf, wie sinnvoll sie in den Text hineinkomponiert wurden. Scheinbar Nebensächliches, quasi Randbemerkungen werden durch sie ans Licht gehoben. Erst auf den zweiten Blick ist mir aufgegangen, wie ungewöhnlich diese Tuschzeichnungen, unterlegt mit zarten Aquarellen, doch sind. Ansprechend ist die blaue Schriftfarbe bei den Seitenzahlen und den Kapitelüberschriften. Wobei ich mich schon gefragt habe, wie sinnvoll ihre Länge ist (manchmal sogar zwei Sätze lang), vergisst man sie doch sofort wieder.
Angenehm glatt liegt der Schutzumschlag in der Hand, und das Lesebändchen in Blau. Mir gefällt das Buch sehr.

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Rezensionen von KimVi:

Spannender Pageturner!

Zimmer 19 von Raabe Marc

Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale kommt es zu einem entsetzlichen Vorfall: Statt des eigentlich geplanten Eröffnungsfilms, wird ein Snuff-Film gezeigt, in dem eine junge Frau vergewaltigt und ermordet wird. Bei dieser Frau handelt es sich offensichtlich um die Tochter des amtierenden Bürgermeisters.

Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns gehören zum Team, das sofort mit den Ermittlungen betraut wird. Doch schon bald stellt sich heraus, dass ihnen wichtige Informationen vorenthalten werden und dass einige Ermittlungsansätze nicht verfolgt werden dürfen. Wer hat Interesse daran, bei diesen heiklen Ermittlungen zu mauern und was ist der Grund dafür? Als ein weiterer Mord geschieht, beginnt ein spannender Wettlauf gegen die Zeit.....

Nach "Schlüssel 17" ist "Zimmer 19" der zweite Band, in dem Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns gemeinsam ermitteln. Obwohl man den aktuellen Ermittlungen sicher auch dann folgen kann, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, ist es dennoch ratsam die beiden Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Denn es wird immer wieder Bezug auf die vorherige Handlung genommen. Es gibt dazu zwar einige eingeflochtene Erklärungen, dennoch kann man die Situationen einfach besser einschätzen, wenn man die Vorgeschichte kennt.

Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos, denn das Interesse wird sofort geweckt, da man sich vom ersten Moment an im spannenden Geschehen befindet und die Ereignisse bei der Berlinale beobachtet. Man möchte unbedingt erfahren, welches Motiv hinter dem Snuff-Film steckt und gerät deshalb früh in den Sog der Handlung.

Erzählt wird in zwei Zeitebenen. Im Zentrum der Ereignisse stehen natürlich die aktuellen Ermittlungen in der Gegenwart. Es gibt allerdings immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit der Psychologin Sita Johanns. Diese beiden unterschiedlichen Stränge sind, jeder für sich, durchgehend interessant. Zunächst ahnt man nicht, wie sich das alles wohl verbinden wird, doch tatsächlich gelingt es Marc Raabe, sie glaubhaft und spannend miteinander zu verknüpfen. Er gibt dabei zunächst nur wenig preis, sodass man fast bis zum Schluss im Dunkeln tappt. Durch neue Informationen kommt es oft dazu, dass man die eigenen Ermittlungen, die man ja unwillkürlich beim Lesen anstellt, über den Haufen werfen und neu ansetzen muss. Hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Aber gerade das macht den besonderen Reiz dieses Thrillers aus. Die Spannung ist enorm hoch, kann durchgehend gehalten werden und gipfelt in einem rasanten Finale.

Die Charaktere sind vielschichtig und sehr interessant. Gerade mit den beiden Hauptcharakteren kann man sich identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen. Wenn man den ersten Teil gelesen hat, kann man eine gelungene Weiterentwicklung der Protagonisten beobachten. Sie wirken noch lebendiger, sodass man beim Lesen alles mühelos vor Augen hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm lesbar. Es gelingt Marc Raabe hervorragend, die Szenen so zu beschreiben, dass beim Lesen sofort das Kopfkino anspringt und man ganz in das spannende Geschehen eintauchen kann. Hochspannung, Nervenkitzel und eine kaum vorhersehbare Handlung machen diesen Thriller zu einem echten Pageturner.

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Rezensionen von yellowdog:

Das jahr 1969

Der Sommer meiner Mutter von Ulrich Woelk

Der Sommer meiner Mutter ist eine melancholische Coming-of-age-Geschichte. Sie wird geprägt durch den ersten Satz:
„Im Sommer 1969, ein paar Wochen nach der ersten bemannten Mondlandung, nahm sich meine Mutter das Leben“

Durch die dadurch entstandene Stimmung wird der Roman zu etwas besonderen, der sich von anderen, oft auch banalen Geschichten um heranwachsende unterscheidet.

Tobias war damals 11. Erzählt wird die Geschichte vom jetzt erwachsenen Tobias, der sich an dieses Jahr und was vor dem Suizid passierte zurückerinnert. Das ist handwerklich sauber gemacht und funktioniert.
Die Zeit 1969 und die Stimmung dieser Zeit wird lebendig.

Für Tobias und seinen Eltern werden die neu hinzugezogenen Nachbarn wichtig. Die sind weniger konservativ als sie selbst und irgendwie freunden sie sich sehr an. Da ist auch die 13jährige Tochter Rosa.
Es ergibt sich eine Konstellation, die neues in Gang setzt, insbesondere auch für Tobis Mutter, die erste Emanzipationsversuche wagt.

Obwohl ich die Figuren mag, erfüllen sie doch die Stereotype.Ich hätte sie mir vielschichtiger gewünscht. Sie sind sehr konstruiert. Aber das wird so gebraucht, um den versuchten Ausbruch der Mutter aus den Konventionen zu erzählen. Der dann freilich mit schlimmen Konsequenzen scheitert.

Ich mochte auch Rosa und ihre Gespräche mit Tobi. Die hatten Tiefe und waren für den Jungen von Bedeutung. Dennoch war auch Rosa etwas überzeichnet, sie hatte fast nichts kindliches. Tobis Schwanken zwischen kindlichen und jugendlichen Empfindungen hingegen, erschienen mir sehr glaubhaft wie auch die Entwicklung der gesamten Geschichte.

Man kann sich von der Handlung beim Lesen kaum losreißen, da der Roman so eine Dichte und Geschlossenheit besitzt.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Gemächlicher Einstieg, spannende Wendungen

Drei von Dror Mishani

Dieses Buch ist schwierig zu rezensieren, da es davon lebt, dass man nicht ahnt, was kommen mag. Man sollte also so gut wie nichts zum Buch wissen, der Klappentext muss genügen.

Ich empfehle auch dringend, vorab keine Rezensionen zum Buch zu lesen, ich habe schon welche gelesen, bei denen man das Buch danach dann definitiv nicht mehr mit Genuss lesen kann.

..

Hier also nun der Versuch, spoilerfrei ein paar Worte zum Buch zu verlieren.
Es startet sehr gemächlich, bei Seite 100 dachte ich mir noch, dass ich da ja sehr gespannt bin, ob mich der Sensationsbeststeller aus Israel tatsächlich um den Schlaf bringen wird, denn bis dato ist nicht wirklich etwas passiert.

Allerdings war auch das Hinführen keineswegs langweilig, bitte nicht falsch interpretieren, nur eben null schlafraubend. Ich habe auch diesen Part interessant gefunden.

Dann aber hat das Buch an Fahrt aufgenommen - und oha! Es hat überraschende Wendungen und war wirklich spannend. Den stetig steigenden Spannungsbogen fand ich hier sehr gut ausgearbeitet und im Rückblick hat auch der langsame Einstieg dem Buch gut getan.

Auch der Schauplatz - Israel - war für mich sehr interessant, kleine Einblicke auch in Land und Leute fand ich sehr schön.

Was eigenartig war: manche Charaktere waren sehr einfühlsam und detailliert beschrieben, ich konnte mich völlig in sie hineinversetzen, manch andere dagegen blieben blass und ich konnte nichts über ihre Beweggründe erfahren. Deutlicher kann ich es leider nicht formulieren, um der Handlung nichts vorweg zu nehmen.

Sensationsbestseller und Hype wie auf dem Klappentext vermerkt finde ich zwar etwas zu starke Worte, aber mir hat das Buch auch sehr gut gefallen.

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Rezensionen von yellowdog:

gescheitert

Drei von Dror Mishani

Der Protagonist ist ein Schauspieler um die 50, der mit einem humorvollen Programm über einen Fußballer durch die Gegend tingelt.

Der Roman „Der Manndecker“ scheitert an seiner eigenen Promisse.
Die Auftritte sind dermaßen unwitzig und banal, das man als Leser keine Strahlkraft der Figur spürt.

Und das hätte es wenigstens in Ansätzen gebraucht, um die Geschichte glaubhaft zu machen. So bleibt für den Leser nur der Unmut, von einem nervigen, unglaubwürdigen Typen zu lesen, für den man kaum Empathie aufbringen kann.

Es bleiben immerhin die sprachlichen Mittel des Autors, der seinen Stil durchhält. Das sein Protagonist in Selbstmitleid suhlt, aber auch viel Unverfrorenheit aufbringt, wird als Stilmittel genutzt.
Jörg Menke-Peitzmeyer kann schon schreiben. Das hatte er ja auch mit seinem ersten Roman Billy the Beast bewiesen.

Leider wird der Clou der Geschichte, dass der Manndecker durch einen Auftritt bei Borussia Dortmund eine große Chance bekommt, leichtfertig verschenkt.
Es bleibt einfach zu wenig, um den Roman empfehlen zu können.

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Rezensionen von C. P.:

Abenteuer und Geheimnisse in einer aussergewöhnlichen Welt

Die Spiegelreisende 2 - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast von Christelle Dabos

Die märchenhaft-magische Erzählung um die Spiegelreisende Animistin Ophelia geht in die zweite Runde. Die arrangierte Vermählung mit ihrem Verlobten Thorn rückt immer näher, was ihre Familie zum Anlass nimmt, sie auf der eisigen Arche Pol zu besuchen. Da sie sich nicht mehr als stummer Bediensteter verstecken muss, gerät sie als Verlobte des Intendanten zusehends in den Fokus der Höflinge, und viele sind ihr nicht wohlgesonnen.

Sogar der Familiengeist Faruk lädt sie zu einem Treffen vor und verpflichtet sie zur Vize-Erzählerin am Hof. Als sie jedoch anonyme Drohbriefe erhält und wichtige Personen spurlos verschwinden, gerät sie in eine ebenso spannende wie gefährliche Ermittlung...
Im zweiten Band ist Ophelia endlich deutlich aktiver als in Band eins, nutzt vermehrt ihre besonderen Fähigkeiten und zeigt Aktionen und Reaktionen statt wie zuvor alles passiv, fast schon devot, über sich ergehen zu lassen. Allerdings könnte sie noch deutlich aktiver sein und wird mir leider weiterhin zu verhuscht und verpeilt dargestellt. So will die Autorin dem Leser tatsächlich weismachen, dass Ophelia zu einem Spontanausflug in winterlichen Temperaturen zwar Mantel und Schal über ihren Badeanzug wirft, die warmen Stiefel jedoch komplett vergisst und barfuß unterwegs ist. Solche Details ruinieren immer wieder mal Ophelias Glaubwürdigkeit. Von ihren vielen Verletzungen und Erniedrigungen mal wieder ganz zu schweigen. Ihr Verlobter Thorn wird zwar endlich etwas vielschichtiger dargestellt, bleibt aber leider weiterhin recht distanziert und Ophelias Verhalten ihm gegenüber konnte ich oftmals nicht so recht nachvollziehen.
Schwung bringen auf jeden Fall die Animisten in die Erzählung, Ophelias Verwandte, welche eine erfrischend unkonventionelle Art mit sich bringen und der höfischen Intriganz gegenüber stehen. Zudem wird die Handlung endlich vielschichtiger und komplexer, man erhält Einblicke in weitere Clans und deren magische Fähigkeiten ebenso wie in das Geheimnis rund um die Familiengeister der Arche und Faruks Buch, welches bisher unlesbar schien. Auch den Sanduhren der Mutter Hildegard, eine in meinen Augen geniale Idee der Autorin, wird endlich eine größere Bedeutung zuteil. Und die Drohbriefe und verschwundenen Personen bereichern alles mit einem zusätzlichen, fantastisch angehauchten Kriminalfall. Abgerundet wird das Buch diesmal mit einer Karte der Himmelsburg sowie einer Übersicht der Familienclans am Pol.
Mit der Spiegelreisenden-Saga hat die Autorin unbestreitbar eine fantastische Welt mit sehr vielen charmanten Einfällen und Geheimnissen erdacht, welche es zu entdecken gilt. Mit dem zweiten Band verschiebt sich der Fokus weg von den Palastintrigen hin zu Abenteuern, Geheimnissen und Verschwörungen, wird die Protagonstin Ophelia endlich aktiv und die Handlung gewinnt an Komplexität. Leider wird mir Ophelia auch im zweiten Band weiterhin zu unterwürfig und vertrottelt dargestellt, was mir wiederholt den Spaß an der ansonsten so wunderbaren Welt mindert.

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Rezensionen von C. P.:

Geniale Urban Fantasy Serie, die süchtig macht

Das Erbe der Macht - Schattenchronik, 4 Bde. von Andreas Suchanek

Magie - es gibt sie wirklich! Vor den "Nimags", den Nicht-Magiern, verborgen hinter einem magischen Wall leben die Lichtkämpfer sowie die Schattenkämpfer unter uns in einem seit langer Zeit andauernden Wettstreit, regiert von den Unsterblichen. Alexander Kent hatte bisher auch keine Ahnung von Magie und Essenzstäben - bis magische Energie in ihn fährt und ihn zu einem neuen Erben der Macht erweckt.

Der nicht auf den Mund gefallene Alex findet sich schnell in seiner neuen Lichtkämpfer-Clique zurecht. Doch kurz darauf erscheint eine mächtige Person, welche die Welt, wie wir sie kennen, bedroht und die Herrschaft an sich reißen will. Eine gefährliche Zeit beginnt für Alex und seine Freunde...
Diese Urban Fantasy Serie macht einfach einen Riesenspaß - Suchtgefahr inklusive. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, möchte man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Daher ist es ein Riesenvorteil, bei diesem Schuber die gesamte Schattenchronik in einem Rutsch durchlesen zu können. Die Charaktere sind alle auf ihre Art sympathisch und sehr gut ausgearbeitet, vor allem Alex sorgt mit seinen frechen Sprüchen gern für den ein oder anderen Schmunzler. Neben seiner Clique, alles junge Erwachsene, gibt es zudem die Unsterblichen, welche einst historische Persönlichkeiten waren. Mächtige Zauber sowie das ein oder andere magische Artefakt bereichern die Serie und sorgen für Spannung und Abwechslung.
Neben aufregenden und dramatischen Momenten glänzt die Serie mit diversen Twists, unlösbar scheinenden Situationen und jeder Menge genialen Einfällen des Autors, welche die Welt dieser Serie anreichern. Der Stil ist unterhaltsam und es geht flott voran, man erlebt jede Menge Abenteuer, fiebert mit den Protagonisten mit und kann miträtseln, was es mit dem geheimnisvollen Feind auf sich haben könnte.
Das Erbe der Macht ist eine auf vier Zyklen angelegte Urban Fantasy Serie, welche sowohl als e-book wie auch in der Printversion erscheint und bereits ihre eigene Fangemeinde hat. Endlich gibt es den kompletten ersten Zyklus "Schattenchronik" in einem Taschenbuch-Schuber, welcher ein wahrer Eyecatcher ist und der Serie mehr als gerecht wird.

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