Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Jahre des Krieges
Und ich war da von Martin Beyer
Martin Beyer hat mit „Und ich war da“ ein ambitioniertes und bewegendes Buch geschrieben. Mit Themen, über die es sich lohnt, nachzudenken.
Die Hauptfigur August Unterseher ist ein Junge, später junger Mann in den schlimmen Jahren 1936 bis 1943 in Deutschland. Sein tyrannischer Vater hat einen Bauernhof und behandelt seine beiden Söhne streng.
Nicht selten geht es gewalttätig zu. Die Kindheit ist sowohl von der Gewalt des Vaters als auch das der Umgebung und der Gesellschaft geprägt. August Schicksal scheint vorbestimmt. Und nur zweimal glaubt August, auch andere Möglichkeiten zu haben. Zuerst durch seinen intellektuellen Freund Paul, der immerhin Widerstand leistet. August schafft das nicht. Und später durch die Widerständlerin Isabella, in die er sich verliebt, der er aber am Ende doch nicht helfen kann.
Später werden die Söhne in den Krieg ziehen und nur August wird versehrt zurückkehren. Aus einer Perspektive aus dem Jahr 1988 versucht der alte August sich durch Traumtherapie an die Kriegsjahre zu erinnern und es folgen grausame Kriegsszenen, in der August immer wieder an die extreme stößt. Er tötet viel und es gibt auch Erschießungsszenen, wo er blind gehorcht. Auch nach dem Krieg wird der traumatisierte August beim Töten helfen.
Die Frage ist nun, warum August zum Mitläufer wurde und man kann sich die Frage stellen, wie man selbst reagiert hätte.
Die Fragestellung löst sich durch den Roman meiner Meinung nach nicht auf. Die Beschreibungen der einzelnen Szenen zeigen, dass August Möglichkeiten zu begrenzt waren. Dass er sich innerlich nicht befreien konnte, kann ich verstehen. Aber ein Roman muss die Lösung nicht unbedingt in sich tragen, um zu überzeugen.
Man kann sich der Intensität des Romans nur schwer entziehen.
Ich halte den Roman daher für lesenswert.
Rezensionen von thora01:
Toller Auftakt der Trilogie - spannend und actionreich
Und ich war da von Martin Beyer
Inhalt/Klappentext:
Jede Nacht das Gleiche: Die Stadt vor übernatürlichen Angriffen schützen und dafür sorgen, dass niemand etwas davon bemerkt. Für die fünfzehnjährige Elisa ist das der Alltag, auch wenn sie sich oft wünscht, diese Aufgabe nicht alleine erfüllen zu müssen. Wie es das Schicksal so will, findet sie tatsächlich Gleichgesinnte im Kreis der Zehn.
Eigentlich sollte ihr Leben von nun an um einiges leichter werden, wenn da nicht Alexander wäre …
(Quelle: Nina Hirschlehner)
Meine Meinung:
Sehr spannender und mitreißender Auftakt der Reihe „Die Chroniken der Zehn“. Ich wurde sofort von der Story gefangen genommen und habe mit den Protas mitgefiebert. Der Schreibstil ist jugendlich und lässt sich sehr leicht lesen. Für mich ist dieses Buch ein Jugendbuch. Die Protagonisten haben es in sich. Sie sind jeder Einzelne ganz besonders und können einfach nicht mit anderen verglichen werden. Ganz besonders gut gefallen hat mir Elisa. Sie ist ein wirklich sehr starkes Mädchen. Ich fand es toll wie sie sich trotz allem ihre Natur bewahrt hat und das Beste aus der gesamten Situation macht. Alex und die anderen Mitglieder des Kreises sind auch sehr interessant. Sie sind sehr kämpferisch und ziemlich in ihren Ansichten verwurzelt. Ich fand es toll wie Elisa durch ihre Art diese eingefahrene Denkweise der Anderen immer mehr aufweicht. Die Story ist sehr spannend und ich habe mich sofort in der Story verloren. Das Spannungsniveau ist von Beginn an relativ hoch und mir gefällt es sehr wie die Autorin Szenen mit Spannung und Entspannung gemischt hat. Der Abschluss hat es in sich und ist sehr actionreich gehalten. Ich fand den Cliffhänger sehr gut gewählt und werde gleich den nächsten Teil in Angriff nehmen.
Mein Fazit:
Toller Fantasytrilogie-Auftakt. Er hat mir eine etwas verkürzte Nachtruhe beschert da ich die Geschichte einfach fertig lesen musste.
Rezensionen von Vicky:
So war es gewesen, und so würde …
Golden Dynasty - Stärker als Begehren von Jennifer L. Armentrout
'Golden Dynasty - Stärker als Begehren' ist ein erotischer Liebesroman (mit vielen Spannungselementen) der Autorin Jennifer L. Armentrout. Außerdem bildet der Roman den dritten Teil der De-Vincent-Saga.
Das Cover ist wunderschön gestaltet und wirkt sehr ansprechend und aufwendig. Es sieht sehr eindrucksvoll und imposant aus.
Das Gold, Türkis und Schwarz passt perfekt zusammen. Außerdem passt es gut zu den anderen Bänder der Reihe, Der Wiedererkennung ist hier definitiv gegeben!
Der Roman umfasst sechsunddreißig Kapitel sowie einen Epilog. Ich bin wieder von der ersten Seite an von den De Vincents und New Orleans gefangen! Ich wartet bereits seit dem ersten Band auf einen Teil mit 'Devlin'. Die Figuren sind gut gestaltet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, das ist interessant zu beobachten. Auch die Geschichte selbst ist sehr interessant, wobei ich empfehlen würde die anderen Bände zuvor zu lesen da man sich ansonsten nicht so gut auskennen wird.
Achtung: wie bereits die vorherigen Bände ist auch dieser wieder paranormal angehaucht, vermutlich sogar mehr als die bisherigen. Wenn man das Übernatürliche also konsequent ablehnt sollte man vielleicht die Finger von diesem Buch lassen. Aber ich kann nur sagen dass einem dann definitiv etwas entgeht!
Der Roman ist spannend bis zur letzten Seite. Einiges hatte ich erwartet aber manches hat mich auch vollkommen unvorbereitet getroffen! Und so soll ein gutes Buch auch sein!
Rezensionen von begine:
Alterspubertät
Gregs Tagebuch - Eiskalt erwischt! von Jeff Kinney
Maxim Leo und Jochen Gutsch haben diesen humorvollen Männerroman „Du bleibst mein Sieger, Tiger“ geschrieben.
Von Alterspubertät hatte ich so ausgeprägt noch nichts gehört.
Teilweise gingen mir die Probleme etwas auf den Geist. Aber man weiß ja, wenn Männer einen Schnupfen haben, sind sie schwer krank.
Über weibliche Alterspubertät lassen sich hier nur die Männer aus, ich protestiere.
Die Autoren haben überhaupt die Grillszene gut beschrieben , das ist ja der Hammer. Wenn Männer mit ihrem Grill angeben immer müssen kenne ich. Aber verhungert bin ich dabei Gott sei Dank noch nicht.
Aber die Männerreise musste ich kichern, da war ich schadenfroh.
Die Geschichte ist ganz lustig, die Autoren kennen sich wahrscheinlich aus. Sehr schön war der Schluss.
Rezensionen von Almuth-Rexer@web.de:
Zu viele Wendungen
Verratenes Land von Greg Iles
Greg Iles Südstaaten-Roman beginnt stark, schon der erste Abschnitt verspricht Spannung und extreme Emotionen: ,,Ich hatte nie vor, meinen Bruder zu töten. Ich hatte nie die Absicht, meinen Vater zu hassen. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich meinen eigenen Sohn beerdigen würde.“ Doch der Leser erfährt erst nach und nach, was es mit diesen Ereignissen, die Marshall McEwan hier zu Beginn andeutet, auf sich hat.
McEwan, hochkarätiger Journalist und Pulitzer-Preisträger, kehrt nach fast dreißig Jahren nach Bienville, Mississippi zurück, um seine Mutter bei der Pflege des schwerkranken Vater zu unterstützen. Zumindest redet er sich selbst dies ein, denn auch Jet, seine große erste Liebe aus Jugendtagen, hat ihn nie losgelassen. Mit ihr hat er seit einigen Wochen eine Affäre. Prekär dabei ist, dass Jet mit Marshalls Kindheitsfreund Paul Matheson verheiratet ist. Und Paul ist der Sohn des mächtigen Max Matheson, Mitglied des Bienville Poker Clubs, einem Zusammenschluss von sehr reichen, einflussreichen und skrupellosen Männern, der die Geschicke der Stadt seit Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten lenkt.
Als McEwans väterlicher Freund Buck Ferris tot aus dem Mississippi gezogen wird, ist schnell klar, dass er nicht einfach ertrunken ist. Offenbar wurde er erschlagen. als er archäologische Grabungen auf dem Gelände angestellt hat, auf dem bald eine chinesische Papierfabrik gebaut werden soll. Dieses Bauprojekt soll Bienvilles Zukunft sichern, Arbeitsplätze und sehr viel Geld für die Stadt und natürlich auch für den Poker Club bringen. Als Marshall erkennt, dass sowohl die Polizei als auch die Gerichtmedizin die Ermittlungen nur schlampig durchführen, um Buck Ferris Tod möglichst schnell unter den Teppich kehren zu können und das Bauvorhaben nicht zu gefährden, ermittelt er auf eigene Faust. Im Zentrum seines Interesses steht dabei der mächtige Poker Club und Marshall bringt sich dabei in große Gefahr.
,,Verratenes Land“ ist durchaus spannend, allerdings in meinen Augen kein Thriller, sondern eher ein Roman über Schuld, Gewissen, Macht und Moral und dadurch auf jeden Fall lesenswert. Marshall McEwans Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend, an seinen verstorbenen Bruder, die stummen Schuldzuweisungen und das schwierige Verhältnis zu seinem Vater haben mich mehr berührt als die actionreichen Passagen.
McEwan manövriert sich durch seine Nachforschungen, aber auch durch seine persönlichen Verstrickungen in gefährliche Situationen, doch immer wieder wendet sich das Blatt. Diese Überraschungsmomente tragen den Leser eine ganze Weile durch den fast 900 Seiten starken Roman. Doch irgendwann langweilen diese Wendungen, da sie nicht mehr überraschend und nicht mehr allzu realistisch wirken und die Handlung für meinen Geschmack damit unnötig verkomplizieren und in die Länge ziehen.
Hier wäre weniger mehr gewesen.
Rezensionen von S.:
Die Jugend ist vorbei
Du bleibst mein Sieger, Tiger von Maxim Leo; Jochen Gutsch
Lange habe ich nicht so gelacht, geschmunzelt und mich so amüsiert. Der Stil der beiden Autoren Maxim Leo und Jochen Gutsch ist humorvoll, sarkastisch, selbstironisch, witzig. Die kurzen Kapitel sind bestens geeignet für erheiternde Pausen, zur Aufmunterung, schöne Gute-Laune-Momente. Egal, ob die einschüchternde Douglas-Verkäuferin, eine Karriere als Seher, der verschwundene Katzen ortet, Beckenbodenmuskulaturtraining und dessen Folgen, missglückte Discobesuche, Tangokurse, Tankstellenwürstchen als Gourmetspeise oder Maulswurfsprobleme beschrieben werden, der Leser leidet, frohlockt oder lächelt mit Leo und Gutsch.
Wertvolle Tipps für andere Alterspubertiere gibt es oben drauf: welche Filme, Geschenke, Nahrungsmittel oder Musiktitel sind angemessen für Leidensgenossen in den verschiedensten Stimmungslagen. Unterhaltsames und Satirisches aus dem Ullstein Verlag. Macht Spaß, zu lesen.
Rezensionen von S.:
Blaue Blume auf weißem Gold
Ein neues Blau von Tom Saller
Immer nur zwei Männer gleichzeitig hüten das... Geheimnis der Königlichen Porzellanmanufaktur...“, so steht es im Prolog. Rund um das Porzellan rankt sich die Geschichte von Lili, die wir sechsjährig auf der Beerdigung ihrer Mutter im Jahr 1919 kennen lernen. In ihrem neuen Zuhause wird sie von Takeshi, dem japanischen Freund ihres Vaters, begrüßt.
Ein Leben lang wird er sich liebevoll um sie sorgen. Während ihr Vater oft als Teehändler unterwegs ist, bringt er ihr nicht nur die japanische Kunst der Teezubereitung teil, sondern vermittelt ihr eine humanistische Erziehung. Ebenfalls geformt wird sie von Rabbi Teichlmann, der ihr den jüdischen Glauben ihres Vaters näher bringt und sie zum Übertritt bewegen möchte. Der Zufall bringt sie dazu, Porzellan zu schätzen und gestalten zu wollen. Schmerzhaft wird ihr Leben verändert, als die Judenverfolgung unter den Nazis um sich greift. Gealtert und vom Verlust ihres besten Freundes getroffen, macht sich ihr Sohn Sorgen um sie und vermittelt die Gymnasiastin Anja als Gesellschafterin. Nur: Anja hat selber große Probleme, sie schneidet sich. Wie werden die beiden Frauen klar kommen? Tom Saller erzählt die bewegte Lebensgeschichte einer erstaunlichen Frau, emotional anrührend, vielfältig, anschaulich und faszinierend. Immer wieder werden historische Hintergründe einbezogen und unterschiedliche Verhaltensweisen beschrieben. Leser werden mit menschlicher Niedertracht konfrontiert, aber auch mit Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. All das nimmt Einfluss auf Anja. Berliner Geschichte, Porzellangestaltung, Kunst - vielfältig und lesenswert ist dieser Roman aus dem List Verlag aus dem Hause Ullstein.
Rezensionen von begine:
Interessanter spannender Roman
Ein neues Blau von Saller Tom
Ein neues Blau von Tom Saller ist ein interessanter Roman. Allerdings ist die Geschichte anders, als man von dem Klappentext annimmt. Der Stil ist ab und an etwas abgehackt.
Der größte Teil zeigt das Leben Lilis,
aber da gibt es auch noch Anja, die der alten Lili einige Tage der Woche, die Zeit vertreibt.
Anja hat auch so ihre Probleme. Lili erzählt ihr aus ihrem interessanten Leben.
In dem Roman erfährt man viel über das Judentum, zu dem Lilis Vater Jakob gehört, Ihre Mutter war Christin und ist früh gestorben.
Lili lernt als junges Mädchen die Familie des Direktor der Königlichen Porzellan – Manufaktur kennen und taucht in die Welt der Porzellanherstellung und der Porzellanmalerei ein.
Tom Saller lässt die Geschichte wunderbar lebhaft erscheinen. Mich hat der Roman gut unterhalten.
Rezensionen von Harakiri:
ein Highlight
Zimmer 19 von Raabe Marc
Was hat es nur mit dieser Zahl auf sich? Ein Verbrechen, das tief in Toms und Sitas Vergangenheit verwurzelt ist, verlangt den beiden alles ab. Tief hineingezogen werden sie in einen Strudel aus Hass und Rache und müssen sich beide mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.
Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann! Der Spannungsbogen beginnt auf der ersten Seite und endet erst auf der letzten.
Besondere Brisanz erhält der Thriller durch die Entführung der Mädchen und dass man sie vorher schon in ihrem privaten Umfeld kennenlernen konnte. Aber vor allem habe ich dieses Mal mit Sita gelitten. Ihre Vergangenheit wird in einem zweiten Handlungsstrang erzählt und der hat es wahrlich in sich. Allerdings war mir dann gegen Ende der Zufall zu groß, als sich die Wege mit jemand aus Toms Vergangenheit gekreuzt haben.
Raabe lässt seine Leser lange im Unklaren über das Motiv des Täters, was zudem für große Spannung und eine überraschende Wende sorgt.
Fazit: ich mag Raabes Stil einfach total gern und auch Zimmer 19 war wieder eins meiner Lesehighlights.
Rezensionen von Harakiri:
Harry Hole 12
Messer Ein Fall für Harry Hole. Gebunden. von Nesbø Jo
Harry Hole ist wieder einmal ganz unten. Seine Frau Rakel hat ihn hinausgeworfen und Harry greift wieder zur Flasche. Doch dann wird Rakel ermordet – und Harry begibt sich auf Mördersuche. Doch alle Verdächtigen haben ein Alibi, außer ihm. War er womöglich selbst der Mörder?
Auch wenn Harry kein einfacher Charakter ist, mag ich ihn vom ersten Buch an.
Nesbo schreibt einfach zu gut. Auch wenn der Ermittler schon mehr durchgemacht hat als gut für ihn ist. Die Suche nach Rakels Mörder gestaltet sich mehr als schwierig. Ein erster Verdächtiger ist schnell gefunden, aber der ist irgendwie schlauer als Hole, was ich super gelöst fand von Nesbo, wie er den Fall aufgebaut und weiter verfolgt hat. Denn in „Messer“ laufen zwei Handlung parallel ab. Der „Verlobte“ sucht sich Frauen, die er schwängern kann und tötet sie, wenn sie nicht tun, was er möchte.
Diese beiden Handlungen machen den Weg frei für eine Story, die durch viele Wendungen Spannung erzeugt, wobei es mir stellenweise dann doch etwas langatmig geraten war. Der Schluss war überraschend, aber eines Hole würdig. Denn Harry ist nicht der angepasste Polizist und damit muss der Leser auch erst einmal klar kommen.
Das Ende ist ein bisschen offen, ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf einen neuen Band.
Fazit: Wieder ein Nesbo ganz nach meinem Geschmack. Allerdings statt Hochspannung eher ein etwas zahmerer Hole als aus den ersten Bänden gewohnt.










