Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
Wundervoller Abschluss der Ärztin-Trilogie
Die Ärztin: Die Wege der Liebe von Helene Sommerfeld
Kurz zum Inhalt:
Die Ärztin Ricarda Thomasius muss im Berlin des Jahres 1915 viele junge Frauen in der Charité verarzten, die sich bei der schweren Arbeit in einer der Munitionsfabriken schwer verletzt haben.
Aber auch ihre Kinder haben schwere Schicksalsschläge zu erleiden: Sohn Georg wird an der Front vermisst, Tochter Henny ist mit ihrem Mann Victor Vandenberg nach Amerika ausgewandert und hat den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen und für die jüngste Tochter Antonia ist das Leben zur Kriegszeit auch nicht leicht.
Und dann erleidet Rica noch einen schweren Schicksalsschlag - doch sie kämpft um sich und ihre Familie...
Meine Meinung:
"Die Wege der Liebe" ist der dritte Teil und der Abschluss der Ärztin-Trilogie. Die Geschichte kann jedoch eigenständig gelesen werden, denn alle wichtigen Vorkommnisse aus den ersten beiden Teilen sind geschickt in die Geschichte verflochten.
Man erfährt die Geschichte der Familie Thomasius von Weihnachten 1914 (was direkt an den zweiten Band anschließt) bis Weihnachten 1920.
Es beginnt mit dem schicksalhaften Tag zu Weihnachten 1914, als Ricardas Tochter Henny etwas Schreckliches erfährt.
In diesem Band ist nun hauptsächlich eher Hennys Geschichte im Vordergrund, wir erfahren über ihr Leben in Amerika und wie sich ihre Liebe zu Victor entwickelt und verändert. Leider konnte ich ihr Handeln teilweise nicht nachvollziehen, und aus einer starken Frau wird eine graue Maus.
Aber auch die Probleme von Rica im Berlin der Kriegszeit werden anschaulich beschrieben; man muss einfach mit den Protagonisten mitfiebern, da alles anschaulich und bildhaft beschrieben ist.
Es passiert viel im Leben von Rica und ihren Töchtern Henny und Toni, ein aufregendes Ereignis jagt das nächste. Und auch ihr Sohn Georg hat ein schweres Schicksal erlitten.
Schön und symbolhaft fand ich, dass dieses Buch zu Weihnachten auf Gut Freystetten beginnt, und auch zu Weihnachten auf Gut Freystetten endet.
Fazit:
Ein wundervoller Abschluss der "Die Ärztin"-Trilogie; ich könnte noch ewig weiterlesen und vergebe wieder 5 verdiente Sterne für diesen mitreißenden historischen Roman.
Rezensionen von Gaby 2707:
Spuren im Wald
Tote Hand von Föhr Andreas
Lindinger, der Wirt von Leonhard Kreuthners Stammkneipe, schneidet sich aus „Versehen“ seine rechte Hand ab. Beim Versuch, diese in der Nähe einer Kapelle zu beerdigen stößt Kreuthner mit seinen zwielichtigen Kumpels auf eine Leiche. Und schon hat die Kripo Tegernsee einen neuen Fall.
Die beiden in ihren Ansichten von Polizeiarbeit so grundverschiedenen Polizisten, Kommissar Clemens Wallner und Leonhard Kreuthner bilden auch in diesem Fall wieder ein unschlagbares Team.
Besonders Kreuthner ermittelt sich in diesem Fall einige Pluspunkte, die er vor den Augen seines Chefs auch dringend braucht.
Häusliche Gewalt, Zwangsheirat, Eifersucht, Besitzansprüche, Vergewaltigung, falsch verstandene Loyalität sind die Themen, die hier mehr oder weniger zur diesmal sehr vielschichtigen Handlung beitragen. Und obwohl alles anfangs sehr verworren scheint, löst sich alles nach und nach nachvollziehbar und schlüssig auf.
Auch wenn die hier behandelten Themen nicht sehr humorvoll erscheinen, schafft es Andreas Föhr doch immer wieder, mir ein Schmunzeln zu entlocken und auch schon mal herzhaft zu lachen. Und genau das macht für mich einen guten Krimi aus.
Genauso vielschichtig wie der Kriminalfall sind auch die darin verwickelten Personen. Auch sie sind so detailliert gezeichnet, kommen menschlich und echt rüber, dass ich keine Mühe hatte, sie mir bildlich vorzustellen und meine Sympathien zu verteilen. Wobei ich nicht alle Menschen mag, die ich hier kennengelernt habe.
Bei einem Krimi interessiert mich aber auch das Privatleben der Ermittler. Und so erfahre ich hier wieder einiges Neues von Opa Manfred und dem Rest von Wallners Familie. Ich sehe den Häuptling Manfred jetzt noch im Schneidersitz vor mir sitzen. Er ist halt trotz seines hohen Alters immer noch für eine Überraschung gut.
Andreas Föhr hat es auch mit seinem 8. Fall für Wallner und Kreuthner geschafft mir mit Kreuthners eigenwilligem Humor, seinen unkonventionellen, manchmal etwas übertriebenen Aktionen und Wallners über korrekter Arbeitsweise, einige unterhaltsame Stunden zu bescheren, wobei die Spannung teilweise weit oben angesetzt war. Und auch nach diesem Fall freue ich mich auf ein Wiederlesen mit den Beiden.
Rezensionen von KimVi:
Konnte mich leider nicht überzeugen
Tote Hand von Föhr Andreas
Auf dem Gelände einer ehemaligen psychiatrischen Anstalt ist mittlerweile eine exklusive Wohngegend entstanden. Hier lebt auch Svante Levander mit seiner neuen Lebensgefährtin. Eines Abends will Svante nur noch schnell ein paar Einkäufe erledigen. Doch er wird auf dem Rückweg ermordet. Da auch seine Ex-Frau Eva vor Ort war, gerät sie schnell in Verdacht, Svantes Mörderin zu sein und wird verhaftet.
Die einzige Zeugin, eine Bettlerin die zur Tatzeit am Straßenrand saß, ist spurlos verschwunden.....
Der Einstieg in den Kriminalroman gelingt mühelos und lässt auf spannende Lesestunden hoffen. Denn der Grundstein dafür wird mit dem geheimnisvollen Mord und der verschwundenen Zeugin definitiv gelegt. Es kommt noch dazu, dass man Eva, die Ex-Frau des Getöteten, die ihn offenbar kurz vor seinem Tod gestalkt hat, nur schwer einschätzen kann. In der exklusiven Wohngegend, die sich auf dem ehemaligen psychiatrischen Gelände befindet, herrscht außerdem eine unheilvolle und irgendwie bedrohliche Atmosphäre, die regelrecht zwischen den Zeilen schwebt. Für den Einstieg in einen Kriminalroman sind das perfekte Voraussetzungen.
Doch leider verliert sich das euphorische Anfangsgefühl recht schnell. Denn die Story, die so vielversprechend begonnen hat, verzettelt sich in detaillierten Ausführungen, die zwar zunächst interessant erscheinen, doch im weiteren Verlauf, in dem diese Nebenhandlung immer weiter thematisiert wird, einfach nur zäh und ermüdend wirken. Der Lesefluss wird dadurch gehemmt und man gerät beinahe in Versuchung, die entsprechenden Szenen zu überfliegen, um nicht weiter auf der Stelle zu treten.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Es gilt also, mehrere Stränge zu verfolgen, die sich zunächst nicht miteinander in Verbindung bringen lassen. Im Zentrum der Ereignisse stehen dabei die Ex-Frau Eva und ihr Sohn Filip, Niklas, der mit seiner Familie im Nachbarhaus von Svante lebt, und eine Krankenschwester, die in der ehemaligen psychiatrischen Anstalt gearbeitet hat. Außerdem gibt es immer wieder kurze, verwirrende Einschübe aus der Sicht eines Unbekannten. Einblicke in die polizeilichen Ermittlungen in diesem Mordfall sind kaum vorhanden. Die Polizei agiert hier nur am Rande und übernimmt eher eine Statistenrolle. Dagegen ist nichts zu sagen, wenn andere Protagonisten die Handlung vorantreiben, Ermittlungen anstellen, dabei in spannende Situationen geraten und so dem Täter auf die Schliche kommen. Doch die Handlung plätschert, ohne Höhen und Tiefen, gemächlich und stellenweise geradezu einschläfernd, vor sich hin. Spannende Momente sind rar gesät und wenn man welche entdeckt, verfliegt die Spannung ebenso schnell, wie sie aufgekommen ist. Die Charaktere wirken eher blass und unscheinbar. Deshalb betrachtet man die Handlung auch etwas distanziert und lässt nichts richtig an sich herankommen. Eine Ausnahme bildet dabei allerdings die ehemalige Krankenschwester. Denn sie wirkt nicht nur sehr lebendig, sondern ist auch noch die einzige Sympathieträgerin der Erzählung. Auch wenn man spannende Momente vermisst, ist die Auflösung, welches Motiv hinter Svantes Ermordung steckt, zugegebenermaßen überraschend.
Krimis und Thriller sind meine absoluten Favoriten und deshalb habe ich aus diesem Bereich schon einiges gelesen. Von diesem Exemplar wurde ich allerdings sehr enttäuscht, denn Spannung und die Freude, hier meine eigenen Ermittlungen anzustellen und mich gedanklich auf die Suche nach dem Täter zu begeben, haben sich bei mir nicht eingestellt. Denn, für meinen Geschmack, verzettelte sich das Ganze in viel zu ausführlich geschilderten Nebensträngen, die auf Dauer geradezu einschläfernd wirkten. Da mich die Auflösung überraschen konnte und im letzten Drittel doch noch ein winziger Hauch von Spannung aufflammte, vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala zwei von fünf Sternchen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Spannend – interessant – unterhaltsam – sehr gut!
Tote Hand von Föhr Andreas
Lennard Feddersen, der nach vielen Jahren auf seine Heimatinsel Sylt zurück gekehrt ist, wird erschlagen am Strand vom Ellenbogen, der nördlichsten Spitze der Insel gefunden. Hier auf Sylt ist er kein Unbekannter. Bevor er damals die Insel verließ, bekam er große Probleme wegen einer Frau, der bekannten Autorin Marete de Buhr, der er dauerhaft nachstellte, sie stalkte.
Ein Näherungsverbot sollte ihn stoppen. Aber seine Liebe ist auch nach Jahren nicht erloschen und so ist er zurück um in ihrer Nähe zu sein.
Nun ist er tot und Kuno Knudsen und Arne Zander mit ihrem Team von der Kripo Wattenmeer haben einen neuen, sehr kniffligen Fall.
Ich als bekennende Serienleserin freue mich immer, wenn ich alte Bekannte wiederlese, die schon zu imaginären Freunden geworden sind. Mit diesen Freunden wollte ich den 7. Fall der Kripo Wattenmeer lösen. Und ich lerne auch wieder neue Menschen mit ihren Ängsten und Träumen, mit ihren Ecken und Kanten kennen. Alle sehr liebevoll gezeichnet und gut vorstellbar, wenn auch nicht alle sehr sympathisch rüberkommen.
In diesem Fall werde ich mit Stalking konfrontiert. Einer Art der Bedrängung, von der man ja immer wieder mal liest oder hört.
Ulrike Busch hat es geschafft mir sehr gut zu vermitteln, wie sich Marete de Buhr und auch ihr früherer Partner gefühlt haben müssen. Nicht nur während der Zeit des Stalkings, sondern auch noch, was ich noch viel schlimmer finde, viele Jahre danach. Ich finde es so schlimm, dass man das Gefühl beobachtet zu werden einfach nicht los wird. Es sind auch nicht nur Männer, die meinen, ihre Liebe mit dauernder Präsenz einfordern zu können. Wie ich hier gelesen habe, gibt es auch Frauen, die meinen so ihrer Liebe näher zu kommen.
Was mir immer sehr gut gefällt: wenn ich den Ermittlern auch privat näher komme und an ihrem Privatleben als Zaungast teilnehmen kann. Dadurch, dass dieser Fall sehr viel Zeit beansprucht, kommt das Privatleben in diesem Fall leider etwas zu kurz. Dass die Frauen der Kommissare dafür Verständnis zeigen und nicht aufmucken, finde ich richtig toll.
In diesem Fall tun sich immer mehr Fragen auf, immer mehr Verdächtige tauchen auf. Es ist ein verzwickter Fall. Aber Arne und Kuno schaffen es auch diesmal den Täter dingfest zu machen.
Dieser Fall war für mich auch aus lokaler Perspektive etwas ganz besonderes. Ich war in diesem Jahr das erste Mal auf Sylt und konnte mir daher Vieles, was ich hier gelesen habe, sehr gut bildlich vorstellen. Gerade das Sitzen im Strandkorb bei Gosch habe ich sehr genossen und auch „meinen“ Süßigkeitenstand voller Lakritz habe ich hier wiedergetroffen. Ich spüre beim Lesen den Sand zwischen meinen Zehen, rieche die salzige Luft und lausche, wie sich das Dünengras im Wind wiegt.
Alles in allem ein sehr interessanter, gut nachzuvollziehender Fall, bei dem ich mitgerätselt und mitgefiebert habe und der mir über einige Stunden hin ein spannendes Lesevergnügen beschert hat.
Rezensionen von Jules118:
Unglaublich spannender Thriller
Der Kastanienmann von Sveistrup Søren
Vor einem Jahr verschwand Kristina Hartung spurlos.
Jetzt findet die Polizei eine entstellte Leiche. Am Tatort finden die Ermittler ein Kastanienmännchen. Auf dem Körper des Männchens findet sich der Fingerabdruck des Mädchens.
Die Ermittler Naja Thulin und Mark Hess übernehmen den Fall.
Naja Thulin ist eine ehrgeizige junge Ermittlerin.
Sie will das Morddezernat verlassen und in eine Abteilung für Cyberkriminalität wechseln. Sie hat eine kleine Tochter und einen Freund.
Mark Hess wurde von Europoles vorerst suspendiert und soll nun in seiner alten Abteilung vorläufig arbeiten. Gerade zu Beginn scheint er nicht sehr erpicht darauf bei dem Fall mitzuhelfen und hofft, dass er nur ein paar Tage bleiben muss, bis sich die Sache in Den Haag geklärt hat. Doch im Laufe des Falles wird er beinahe obsessiv bei der Ermittlung und kann nicht akzeptieren, dass Spuren in eine andere Richtung deuten.
Rosa und Steen Hartung sind die Eltern der verschwundenen Kristina. Rosa ist Politikerin und fängt gerade wieder an zu arbeiten. Die beiden haben noch einen Sohn Gustav.
Das Buch beginnt mit einem alten Fall aus dem Jahr 1989, wechselt dann aber schnell in die Gegenwart.
Anfangs ist nicht deutlich, was der alte Fall überhaupt für eine Rolle spielt, da sich keine Parallelen ziehen lassen.
Man ist schnell mitten im Geschehen und bekommt als Leser auch kaum eine Verschnaufpause. Es gibt viele verschiedene Spuren und einige davon sind absolut widersprüchlich.
Auch als der Fall aufgeklärt zu sein scheint, lässt es den Ermittlern keine Ruhe und so kommt das Ende für mich sehr unerwartet.
Die beiden Hauptcharaktere sind sehr geradlinig und lassen sich nur ungerne in ihre Ermittlungen reinreden. Auf den ersten Blick sind die beiden vielleicht nicht direkt einfach, ich persönlich finde sie aber sehr sympathisch. Ich mag die Art, wenn jemand weiß was er will und an sich glaubt. Man erfährt einiges aus dem Privatleben der Ermittler, aber es ist nicht überladen, sodass der Fall doch noch im Mittelpunkt steht.
Ich kann das Buch jedem nur empfehlen und konnte es selbst kaum aus der Hand legen.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Schwächster Krimi des Jahres
Der Kastanienmann von Sveistrup Søren
Der Plot ist so realistisch wie eine Landung der Marsianer auf der Erde. Für einen Krimi kümmerliche Ermittlungsarbeit der schwedischen Polizei; klar- Ressourcen-, Personal- und Mittelknappheit; das habe ich doch bereits irgendwo gehört. Völlig irrelevante Auseinandersetzung mit gesellschaftlich brisanten Themen.
Fantasy-Krimi vom Feinsten.
Ich kann mir vorstellen, wie der Roman entstanden ist. Tove Alsterdal (Autorin): „Ulla, als ehemalige Insassin, entschuldige als Krankenschwester und Stationsleiterin in Beckomberga hast du eine Idee für meinen neuen Krimi?“ Ulla Andersson: Tove, ja das habe ich und was für eine, eine unglaubliche. Insassen wurden nach der Schließung vermisst und ich weiß wo sie in den letzten 20 Jahren gehaust haben - in den unterirdischen Kellergewölben der Anstalt. Aber die sind alle plemplem. Tove. „Das macht nichts, ein irrer Mörder, das ist perfekt. Unsere schwedische Polizei ist auch nicht die hellste, das passt zusammen. Ulla: „Tove, du brauchst doch Stoff für 500 Seiten.“ Tove: „Weißt du Ulla, ich lass eine rumänische Bettlerin mitspielen, das ist der Aufhänger, um in der Bettlerszene in Stockholm zu investigieren. Das ist meine große Passion. Die Recherche im Stockholmer Untergrund dehne ich dann bis RO aus. Dort kenne ich mich aus, ich habe am Stand Badeurlaub gemacht. Eine Bettlerin als ‚einzige Zeugin‘, das ist der Titel meines neuen Romans. Ulla, bin ich genial?“ Ulla: „Ja Tove, das bist du (beißt sich dabei auf die Zunge). Rund um das Gelände von Beckomberga werden schicke Häuser gebaut, dort siedelst du deine Hauptprotagonisten an.“ Tove: „Danke Ulla für deinen Input, du bekommst eine Rolle im Krimi und ich werde dich in meiner Danksagung erwähnen.“
Im Zentrum des Romans steht Eva, geschieden von Svante, mit Sohn Filip. Zum Zeitpunkt der Ermordung von Svante ist Eva am falschen Ort zur falschen Zeit. Sie wird - wird niedergeschlagen und alarmiert später die Polizei - von dieser völlig absurd des Mordes an Svante beschuldigt, verbringt ein paar Tagen im Arrest, um nach ihrer Entlassung die lange Suche zu beginnen nach der Zeugin, einer rumänischen Bettlerin, die ihr knapp vor der Ermordung Svantes ein Foto ihrer beiden Kinder gezeigt hat, dieses weggeschmissen und von Eva wieder gefunden wurde. Zufälle gibt’s. Eva forscht in der Stockholmer Unterwelt, spürt ihren Sohn Filip in Berlin auf - inzwischen vom Studenten zum autonomen Aktivist in der Hausbesetzerszene mutiert -, fährt mit ihm durch Tschechien, durch die Slowakei, nach Ungarn – zufällig besetzen dort Flüchtlinge den Budapester Bahnhof, nach RO, um endlich am Küstenort Eforie anzukommen. Hanebüchen die Kontaktaufnahme mir Dunya, der vermeintlichen Zeugin. Alle bekannten Klischees die Roma in RO betreffend werden breitgetreten.
Wieder zurück in S hat Ulla ihren großen Auftritt. Sie hilft der Polizei bei der Suche nach dem irren Mörder im Untergrund von Beckomberga. Haarsträubend das Ermittlungsergebnis: Irrer als Mörder, echter Mörder mit Sturmhaube, aus dem darknet von Svante bestellter IRA Auftragskiller mit Sturmhaube wird „fallengelassen“. Der Irre und die Polizei, verwandte Seelen.
Niklas, dem ehemaligen Nachbar von Svante&Eva, bleibt Jannike erhalten. Diese hat jedoch, wie es scheint, einen neuen Lover. Mit Jannike und Britt-Louise hat der potente Niklas Sex. Jannike hatte ihren Kimono leicht geöffnet; ob das gemäß dem Einwilligungsgesetz zur Zustimmung beim Sex, bei dem beide Partner ausdrücklich und klar erkennbar dem Geschlechtsverkehr zustimmen müssen ausreicht? Tove thematisiert stattdessen lieber die schwedische Bettlerszene und Kindesmissbrauch in der Familie. Entsetzlich schade.
Die Schweden, w/m und viele Leser, w/m mögen ihre Tove dafür hoch loben, ich kann es nicht.
Rezensionen von S.:
Es wächst und tötet
Cold Storage - Es tötet von David Koepp
Es ist ein Pilz. Es ist lernfähig. Verbreitet sich rasant. Und ist tödlich. Irgendwo im Nirgendwo und noch Tausende Meilen von dort entfernt sterben Menschen auf mysteriöse Weise. Die Special Agents Trini und Roberto werden zur Untersuchung der Todesursache zusammen mit einer erfahrenen Biologin dorthin entsandt.
Sie entdecken Unglaubliches, nehmen eine Probe und lagern diese tief unter der Erde, in einem alten Stollen, gut versiegelt und verpackt. Wie sicher ist dieser Ort in Zeiten der Klimaveränderungen und der Baunachlässigkeiten, wenn dieser Pilz mit wenig bis nichts wachsen und sich ausbreiten kann? All das und die Folgen werden spannend beschrieben. Logische Erklärungen machen Unbegreifliches greifbar, die Intentionen des Pilzes werden verdeutlicht und eine witzige Wortwahl bei der Schilderung merkwürdiger Phänomene machen diesen Thriller aus. Wer erwartet schon fahrstuhlfahrendes Großwild oder Menschen, deren höchstes Streben das Besteigen von Telefonmasten ist? David Koepp vereint tapfere Agents, typische Schurken, verliebte Mindestlohnjobber, Bürokraten und Gleinganoven, Kakerlaken und Katzen, Kinder und Großmütter in einem packenden Thriller mit viel Action und dezent gestreutem Humor. Beste Unterhaltung aus dem HarperCollins Verlag, super zu lesen.
Rezensionen von S.:
Praktisch und vielfältig
Cold Storage - Es tötet von David Koepp
Der ADAC Reiseführer von den Autoren Jens van Rooij und Cornelia Hübler ist tatsächlich vielfältig.
Ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis in verständlicher Gliederung vereinfacht die Benutzung. Sollten dennoch Probleme auftreten, sind Telefonnummer und Mailadresse des Leserservices angegeben.
Möglich ist ebenfalls die Eingabe eines Suchbegriffs wie „Wochenmarkt“ und die im Büchlein gelisteten größeren Märkte erscheinen auf einen Blick.
Top Tipps listen übersichtlich 10 Highlights auf, dazu gehören unter anderem eine Fahrt mit dem „Roten Blitz“ oder der Besuch von Valdemossa.
Aber auch die Aufzählung verborgener Schönheiten, Traumbuchten oder Sundowner Adressen beinhaltet gute Empfehlungen.
Was besonders gefällt: es gibt nicht nur die normalen Übersichtskarten ( sehr klein), sondern die Online-Karten. Informativ, mit Routenfinder, geografischen Koordinaten, aktuellen Fotos und Wetterinformationen. Es besteht die Möglichkeit, Offlinekarten zu laden.
Prägnant werden Städte und Orte beschrieben, wie üblich auf die Interessen der Urlauber zugeschnitten.
Informativ: aktuelle Preise ( z.B. für Parkplätze, Bustickets), Adressen und Daten für Festivals. Für weitere Auskünfte sind Links zu den Seiten der Fremdenverkehrsämter eingefügt. Diese sind dann allerdings auf spanisch.
Den Abschluss bildet ein kleiner Sprachführer.
Ein durchaus hilfreicher Reisebegleiter aus dem Gräfe und Unzer Verlag, erschienen im März 2019.
Rezensionen von yellowdog:
Ein Dorf in der DDR
Kastanienjahre von Anja Baumheier
Der Roman deckt einen großen zeitlichen Abschnitt ab und stellt das Leben in Peleroich, einem Dorf in der DDR, in den Mittelpunkt. Es geht ab 1950 durch die Zeit der DDR bis zur Wende und Nachwendezeit. Es wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheitspassagen und erzeugt damit verschiedene Blickwinkel auf das Geschehen.
Man erreicht leicht Zugang zu den Hauptfiguren Elise und Jakob, Karl und Christa sowie Friedrich. Eigentlich sind alle nicht ganz angepasst in der DDR, aber auch keine Widerständler. Sie fühlen sich dort zu Hause! Nur Friedrich engagiert sich und arbeitet heimlich als Fluchthelfer. Jakob stellt immer wieder Ausreiseanträge, die nicht bewilligt werden. Als Negativfigur wird der 100%zig überzeugte Sozialist, der Genosse und Bürgermeister Ludwig eingesetzt.
Dadurch, dass entscheidende Ereignisse sich hauptsächlich auf das eine Dorf beschränken und das noch über Jahrzehnte hinweg, wird es zu einem universalen Ort, der stellvertretend steht. Das ist geschickt gemacht.
Der Roman ist geschmeidig geschrieben. Anja Baumheier hat ihren eigenen Ton!
Rezensionen von Petra:
naiv, abstrus
Das Glück hat viele Seiten von Zeiss Ella; McCoy Ellen
Klappentext
Ein Laden voller verstaubter Bücher in einem Dorf in der Eifel - was hat Tante Marlies sich nur dabei gedacht, ihr Geschäft ausgerechnet Hannah zu vererben, die seit Jahren kein Buch mehr angerührt hat? Zum Glück ist mit dem attraktiven Geschäftsmann Ben schnell ein Käufer gefunden.
Als Hannah jedoch von seinen Plänen für den Laden erfährt, setzt sie alles daran, den Verkauf noch zu verhindern. Denn sie ist längst wieder der Magie der Bücher erlegen. Rasch entbrennt ein Kampf um die Zukunft des Buchladens, bei dem zwischen Hannah und Ben heftig die Funken fliegen.
Meinung
Dieses Buch hat mich nicht überzeugt. Erst ist die weibliche Hauptperson grenzenlos naiv und er ist abgebrüht. Dann entwickeln beide ein kindisches Verhalten in ihrem Streit um den Buchladen. Gleichzeitig sind sie aber
ineinander verliebt. Die ganze Geschichte zog sich dahin bis zu einem überraschenden Schluss der innerhalb kürzester Zeit alles ins Positive setzte Die Nebenfiguren bezogen sofort Stellung ohne Rücksicht auf Verluste oder nachzudenken. Kein normal denkender Mensch handelt so.
Die Beschreibungen der Landschaften und der Orte ist sehr schön gelungen wenn man schon mal da war oder dort wohnt kann einiges wieder erkennen.
Genauso finde ich das Cover ansprechend.
Das Thema ist spannend, die Autorin hat es für mich nicht gut genug umgesetzt.







