Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
eine Zeitreise
Blackbird von Matthias Brandt
Mit zwei Flaschen Amselfelder auf dem 10-Meter-Brett.
Als der 15-jährige Morten Schumacher, genannt Motte, einen Anruf bekommt, ist in seinem Leben nichts mehr, wie es einmal war. Sein bester Freund Bogi ist plötzlich sehr krank. Aber das ist nur eine der herzzerreißenden Explosionen dieses Jahres, die in Matthias Brandts Roman »Blackbird« Mottes Leben komplett auf den Kopf stellen.
Kurz danach fährt Jacqueline Schmiedebach vom Einstein Gymnasium auf einem Hollandrad an ihm vorbei, und die nächste Erschütterung nimmt ihren Lauf. Zwischen diesen beiden Polen, der Möglichkeit des Todes und der Möglichkeit der Liebe, spitzen sich die Ereignisse immer weiter zu, geraten außer Kontrolle und stellen Motte vor unbekannte, schmerzhafte Herausforderungen. Doch zum richtigen Zeitpunkt sind die richtigen Leute an Mottes Seite und tun genau das Richtige. Und er selbst schaut den Dingen mutig ins Gesicht, mit scharfem Blick und trockenem Witz.
Meinung:
Matthias Brandt ist den meisten als ein großartiger Schauspieler bekannt aber er ist auch ein herausragender Buchautor.
Seine Figuren sind authentisch, man findet sich selbst darin wieder. In diesem Buch in einem Alter an das man sich ein bisschen wehmütig und vielleicht auch mit ein bisschen Schamgefühl erinnert (diesen Blödsinn habe ich damals auch gemacht Oh Gott nein).
Die Empfindungen die er seinen Helden Motte erleben lässt, kommen mir sehr bekannt vor. Cool sein, aber im wichtigsten Moment fehlen einem die Worte. Heute als Erwachsene kann man es besser über spielen, damals als 16/17 jährige waren Wut und Trauer Geschwister.
Man wird zurück geholt in die eigene Jugend, nach dem Lesen hatte ich den Eindruck, das war eine schöne Zeitreise, etwas wehmütig wie schnell sie zu Ende war.
Rezensionen von Castilleja:
Mehr erhofft
Blackbird von Matthias Brandt
Das Buch steht unter der Kategorie „Kriminalroman“, wobei der Schwerpunkt hier eindeutig auf den Begriff „Roman“ gelegt wurde, denn es gibt sehr viele erzählende Passagen; eine weite Reise über Berlin und Prag bis nach Rumänien mit Details, die nicht zum Fortgang der Handlung beitragen. Man muss sich jedoch darauf einlassen, auf diese Geschichte, in deren Mittelpunkt Eva steht, die Ex-Frau von Svante.
Obwohl sie es war, die die Trennung wollte, bereut sie es nun und stalkt ihren Ex regelrecht. Eines Abends passt sie ihn vor dem Supermarkt ab und wacht erst im Krankenhaus wieder auf. Und dann wird sie auch noch des Mordes beschuldigt; ausgerechnet sie soll Svante ermordet haben. Sie hat einen Filmriss, kann sich aber noch an eine obdachlose Roma erinnern, doch die ist unauffindbar. Ein zweiter wichtiger Teil beschäftigt sich mit der ehemaligen Nervenheilanstalt Beckomberga, wo nun ein Wohngebiet für Wohlhabende errichtet wird, auf den Trümmern der ehemaligen Gebäude entsteht eine Reihenhaussiedlung, andere Teile werden renoviert und in Wohnungen verwandelt. Hier haben Svante und seine Freundin gerade ein Haus gekauft. Die Geschichte von Beckomberga wird immer wieder vertieft und ist sehr interessant.
Für einen Krimi war mir das Buch jedoch nicht spannend genug und auch die Ermittlungen waren nicht so interessant. Als Roman gefiel mir das Buch ein wenig besser, darum vergebe ich 2,5 Sterne.
Rezensionen von Castilleja:
Lauf
Laufen von Isabel Bogdan
Wie sicherlich viele andere Leser habe auch ich vor einiger Zeit "Der Pfau" von Isabel Bogdan gelesen und war nun ganz gespannt auf ihr neues Werk. Vor allem, da überall betont wird, dass dieses ganz anders sei. Und das ist es.
Erzählt wird die Geschichte in der Form des inneren Monologs.
Eine Frau läuft, sie fragt sich, warum sie überhaupt damit aufgehört hat vor Jahren. Und warum es ihr nun so schwer fällt, dabei ist sie doch gerade erst losgelaufen. Bis zur nächsten Ampel, eine halbe Stunde muss doch zu schaffen sein. Nein, vielleicht reichen doch zwanzig Minuten. Aber warum ist sie denn nun schon außer Puste? Ich konnte mich da nicht so hineinversetzen, da ich nie gerne gejoggt bin, aber ich habe es dann verglichen mit den Bahnen, die ich im Schwimmbad schwimme und mich da auch immer innerlich anfeuer und auch meine Gedanken frei bekomme. Aber das funktioniert nur, wenn man Routine hat. Diese Frau hat einen großen Verlust erlitten. Hat den Schritt gewagt, die Handynummer zu löschen, unter der sie eh niemanden mehr erreichen kann. Schritt für Schritt bewältigt sie ihre Trauer ein wenig mehr und nimmt den Leser mit auf die Reise. Manchmal ist es eher monoton, aber das erinnert dann wiederum gut an die Monotonie des Laufens, die Gedanken fließen nur so dahin. Interessant, aber ganz anders.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Glanz des Hauses Habsburg
Kaiserlicher Glanz von Sigrid-Maria Größing
Was haben Rudolf von Habsburg (1219-1291) und Karl von Habsburg-Lothringen (1887-1922) außer den klingenden Namen noch gemeinsam?
Keiner mochte sie. Im ersten Fall die Herrscher der deutschen Fürstentümer, die einen leicht lenkbaren und harmlosen Kaiser suchten, im anderen Fall die Bewohner des Vielvölkerstaates, die nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg genug von der Monarchie hatten.
Rudolf I. steht am Beginn einer langen Reihe von Habsburgern, die Gebiete eroberten und auch wieder verloren. Karl I. ist der letzte regierende Habsburger.
Dazwischen finden wir eine lange Reihe von fähigen, unfähigen, langlebigen, kurz regierende Erzherzöge bzw. Kaiser. Franz Stephan von Lothringen tanzt hier aus der Reihe. Er ist „nur“ angeheiratet. Seine Gemahlin ist niemand Geringerer als Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich, Königin von Böhmen, Ungarn usw..
Fast ununterbrochen sind die Habsburger gleichzeitig auch Kaiser „des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ bis sich 1804 ein französischer Parnvenü aufschwingt, Kaiser der Franzosen zu sein. Da wirft Kaiser Franz II./I. die Deutsche Kaiserkrone 1806 hin. Immerhin ist er zwei Jahre lang Doppel-Kaiser.
Sigrid-Maria Größing ist eine gute Kennerin von Habsburgs Geschichte und „G‘schichtln“. Wer sich in der langen Reihe von regierenden Habsburger auskennt, wird wenig Neues erfahren. Für alle jene, die sich in der Dynastie (noch) nicht gut auskennen, ist dieses Buch ein gelungener Einstieg.
Ich hätte mir zu jedem Herrscher noch ein Porträt gewünscht, denn die Autorin beschreibt die Physiognomie der Personen recht anschaulich. Selbst auf die Gefahr hin, dass die Bildnisse geschönt sind.
Fazit:
Amüsant geschrieben. Ein gutes Geschenk für alle, die große Dynastien mögen.
Rezensionen von Castilleja:
Mailin
One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) von Jennifer Benkau
Ich war schon länger neugierig auf die Bücher von Jennifer Benkau, hatte aber bislang noch keines ihrer Werke gelesen. Nun bot sich hier die Chance. Dieses Buch wurde gefühlt auf allen Kanäle beworben. Oftmals bin ich bei solch groß gehypten Büchern doch eher zurückhaltend und vorsichtig.
Die Protagonistin Mailin ist gut ausgearbeitet und eine interessante Persönlichkeit.
Sie ist siebzehn Jahre alt und wohnt gemeinsam mit ihrer Schwester Vicky und ihrer Mutter in Irland. Vicky ist jedoch seit langen Jahren im Wachkoma und ihre Mutter hat Probleme, weiter die teure Pflege zu zahlen. Doch dann ändert sich auf einen Schlag (oder nach einem Schlag im Dojo) alles für Mailin und sie findet sich in einer anderen Welt wieder, in der sie sich erst einmal behaupten muss. Sie wird gefangen genommen und soll die nächste Königin werden - in dieser Welt allerdings keine erstrebenswerte Vorstellung.
Ein guter Schreibstil, interessante Ideen, aber auch so manch ein Klischee wird hier bedient - aber vermutlich von der Zielgruppe auch erwartet.
Rezensionen von Castilleja:
Eve
Eve of Man - Die letzte Frau von Tom Fletcher; Giovanna Fletcher
In einer gar nicht so weit entfernten Zukunft werden auf einmal keine Mädchen mehr geboren. Erst fällt es gar nicht so sehr auch, doch dann wird es immer gravierender. Die Menschheit betreibt in der Zeit Raubbau mit der Erde, die Klimakatastrophe nimmt ungeahnte Formen an - doch viele Menschen denken sich, warum noch ressourcenschonend leben, wenn die Menschheit eh ausstirbt.
Doch dann, nach fünfzig Jahren, wird wieder ein Mädchen geboren. Eve heißt es passenderweise. Sie wächst in der Kuppel auf, isoliert von den Männern. Lediglich die "Mütter" begleiten ihren Alltag; ältere Frauen (jüngere gibt es ja nicht mehr), die ihr alles beibringen und sie umsorgen. Und dann ist da noch Holly, ihre "Freundin", die jedoch nur eine Projektion ist und von sogenannten Piloten gesteuert wird. Einer von ihnen ist Bram.
Nun ist Eve 16 Jahre alt und soll unter drei Kandidaten einen auswählen. Doch das geht ordentlich schief. Und dann verlieben sie und Bram sich ineinander, was nicht sein darf.
Rezensionen von Castilleja:
Auftakt
Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant von Sally Green
In der Regel mache ich mir nicht viel aus dem Cover eines Buches, aber dieses hier finde ich sehr gelungen. Und dann gibt es noch einen doppelten Umschlag mit einer detaillierten Karte der Welt - solche Extras liebe ich gerade bei Fantasybüchern und ich schaue auch immer wieder auf die Karte.
Dieser dicke Schmöker entführt den Leser in die Welt von Brigant.
Erzählt wird der Roman aus fünf wechselnden Perspektiven und diese Charaktere sind ganz unterschiedlich in ihrem Charakter, ihre Stellung und ihrer Aufgabe. Prinzessin Catherine soll verheiratet werden mit einem ihr Unbekannten, der Leibgardist Ambrose ist in Catherine verliebt, aber natürlich unter ihrem Stand. Dann gibt es noch in anderen Teilen dieser Welt den Diener March, die Dämonenjägerin Tash und zuletzt noch den Dieb Edyon. Am Ende werden die Perspektiven zusammen geführt. Der Schreibstil und die Geschichte haben mich dazu gebracht, immer weiter lesen zu wollen. Man darf allerdings nicht allzu zart besaitet sein, denn schon der Start ist recht brutal.
Rezensionen von rewareni:
Pepe und die Hexen
Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant von Sally Green
Kaum denkt Feldjäger Pepe S. Fuchs, dass er die Thüringertage in Eisenach genießen kann, kommt es schon wieder zu einer Katastrophe und so wie er es gewohnt ist, bleibt es nicht nur bei einer. Seltsam ist aber auch das plötzliche Verschwinden der Obergefreiten Johanna Bock, die anscheinend niemand so richtig vermisst und es den Anschein hat, als ob von oberster Stelle es gar nicht erwünscht wird, dass sich jemand um den Fall kümmert.
Doch Pepe und die Eisenacher Kommissarin Beate Jäger nehmen sich des Falles an und schon bald sind beide wieder mitten drin in gefährlichen Situationen, wo es nicht nur einmal darum geht, aus lebensgefährlichen Bekanntschaften mit einer wild gewordenen Chinesin oder einer selbsternannten Hexe mit heiler Haut davon zu kommen. Das Tagebuch von Johanna Bock mit ihren seltsamen Zeichen und Eintragungen bereitet Pepe und Beate lange Zeit Kopfzerbrechen, wo sie sogar in einen Saunaklub ,,ermitteln“ müssen und sie dabei so manch peinliche Situation erleben. Bis sie der Lösung des Falles näher kommen, wird es noch einige Leichen geben.
,, Pepe S. Fuchs- Hexenjäger“ von Steffen Schulze ist bereits der 4. Band aus der Reihe rund um den sympathischen Feldjäger, mit dem Hang, jedes Mal sein Motorrad mehr oder weniger zu verschrotten. Wer die Romane kennt wird danach süchtig und ich hoffe stets, dass es eine Fortsetzung gibt.
Die Geschichte beginnt dieses Mal in Kuba, wo man die junge Simone Rukka wieder trifft, die schon bald mit Hexen und Voodoo ihre Bekanntschaft macht. Da hat sich der Autor etwas länger Zeit gelassen, bis man als Leser im Laufe der Geschichte den Zusammenhang zu Pepe und den Geschehnissen der vermissten Johanna Bock erfasst hat.
Was mir gefallen hat war, dass immer wieder bekannte Personen aus den früheren Romanen aufgetaucht sind oder die damit verbundenen Ereignisse erwähnt worden sind. Trotzdem kann man ohne Vorkenntnisse den 4. Band lesen, aber es macht natürlich mehr Spaß, wenn man die ganzen Geschichten, die dahinter stecken, bereits kennt. Wie immer hat es der Autor seinem Helden nicht leicht gemacht den Fall zu lösen, dass er immer wieder in gefährliche Situationen kommt, ist ja bekannt. Aber dieses Mal hat er ihn ordentlich leiden lassen. Der Schreibstil und die Ausdrucksweise von Steffen Schulze sind so bildhaft, dass man jede Szene wie einen Film vor seinem geistigen Auge ablaufen sieht. Deshalb kann man sich sogar bei gefährlichen Kampfszenen manchmal kaum ein Schmunzeln verkneifen, weil es zwar spannend, aber auch humorvoll beschrieben ist. Diese Mischung zwischen gefährlichen Szenen, spannende Themen und zynischer und witziger Humor, machen für mich den Roman jedes Mal zu einem Lesegenuss.
Rezensionen von C.P.:
Ein Roman, der absolute Sehnsucht nach Syrien in mir weckte
Die geheime Mission des Kardinals von Rafik Schami
Damaskus, 2010. Die Leiche eines Kardinals wird in einem Ölfass versteckt in die italienische Botschaft geliefert. Nun soll Kommissar Barudi mit Fingerspitzengefühl den Fall aufklären. Um Syriens guten Willen zu beweisen, wird der italienische Kommissar Mancini zu dem Fall hinzugezogen. Gemeinsam beginnen die beiden die Ermittlung, wer hinter dieser Tat stecken könnte und was die eigentliche Mission des Kardinals gewesen sein könnte.
Für mich war „Die geheime Mission des Kardinals“ das erste Buch von Rafik Schami. Andere, von ihm publiztierte Titel sind mir zwar bekannt gewesen, aber ein Buch wirklich in die Hand genommen und gelesen habe ich bisher nicht. Sehr zu meinem Leidwesen, denn dann hätte ich schon längst in den Genuss des wunderbaren Schreibstils des Autors kommen können!
So aber bleibt mir der Trost, die Bücher nun nach und nach auf mich für entdecken zu können.
Ich verliebte mich schon nach den ersten paar Kapiteln in Damaskus. Eine Stadt, von der viele aus meinem Bekanntenkreis nun immer sehr wehmütig schwärmen. Und auch mir versetzte es immer wieder Stiche ins Herz bei dem Gedanken an Syrien so, wie es heutzutage ist. Die Liebe des Autors zu diesem Land ist in jeder Zeile spürbar und steckte mich sofort mit Fernweh an. Auch die vielen Beschreibungen des regionalen Essens regten nicht nur meinen Appetit an, sondern trugen sehr viel zu dem authentisch geschilderten Bild von Syrien bei.
Doch wird hier kein weichgezeichnetes Bild betrachtet durch eine rosarote Brille von Syrien gemalt. Ganz im Gegenteil, immer wieder äußert sich Kommissar Barudi sehr gesellschaftskritisch, vor allem im Bezug auf die Machenschaften des syrischen Geheimdienstes. Korruption, Vertuschung und Verleumdung spielen eine ebenso große Rolle wie der arabische Mokka mit Kardamom.
Die Charaktere gefielen mir allesamt wirklich gut. Allen voran natürlich Kommissar Barudi und Mancini, doch auch die Assistenten von Barudi, Ali und Nabil, konnten mich überzeugen. Die Charaktere besaßen Alleinstellungsmerkmale und Charaktertiefen, obwohl viele von ihnen nur wenig Auftritte hatten. Schreiben kann der Autor einfach wahnsinnig gut, das Können ist absolut spürbar und eine wahre Freude beim Lesen gewesen!
Auch die Handlung konnte mich in ihren Bann ziehen und phasenweise begeistern. Auf Grund des Klappentextes und der Thematik kann man einen Krimi erwarten, doch wie bereits auf dem Cover kenntlich gemacht handelt es sich mehr um einen Roman mit gewissen Zügen, die an einen Krimi erinnern.
Obwohl ich die Handlung an sich wirklich gut und schlüssig fand, so gab es im letzten Drittel Szenen, die für mich überhaupt nicht zur eigentlichen Handlung und Art des Romans passten und mich etwas aus dem Lesefluss rissen. Lange grübelte ich über die wahre Authentizität dieser Szenen nach, komme aber nun wirklich zu dem Schluss, dass mir diese Art einfach nicht gefiel und die Szenen mir zu sehr aus der Rahmenhandlung fielen. Schade, eine andere Szenenkonstellation hätte für mich das Highlight unter den Romanen dieses Jahr bedeutet. So ist das Buch nun keineswegs schlecht – ganz im Gegenteil! Doch die Euphorie, die ich in den Kapitel vor diesen Szenen verspürte, konnte einfach nicht widererweckt werden.
Dies ist definitiv nicht das letzte Buch von Rafik Schami für mich gewesen!
Rezensionen von LadyIceTea:
Ein unglaubliches Verwirrspiel
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle von Stuart Turton
Maskenball auf dem Anwesen der Familie Hardcastle. Am Ende des Abends wird Evelyn, die Tochter des Hauses, sterben. Und das nicht nur ein Mal. Tag für Tag wird sich ihr mysteriöser Tod wiederholen – so lange, bis der Mörder endlich gefasst ist Familie Hardcastle lädt zu einem Ball auf ihr Anwesen Blackheath.
Alle Gäste amüsieren sich, bis ein fataler Pistolenschuss die ausgelassene Feier beendet. Evelyn Hardcastle, die Tochter des Hauses, wird tot aufgefunden. Unter den Gästen befindet sich jemand, der mehr über diesen Tod weiß, denn am selben Tag hat Aiden Bishop eine seltsame Nachricht erreicht: »Heute Abend wird jemand ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg hinaus.« Tatsächlich wird Evelyn nicht nur ein Mal sterben. Bis der Mörder entlarvt ist, wiederholt sich der dramatische Tag in Endlosschleife. Doch damit nicht genug: Immer, wenn ein neuer Tag anbricht, erwacht Aiden im Körper eines anderen Gastes und muss das Geflecht aus Feind und Freund neu entwirren. Jemand will ihn mit allen Mitteln davon abhalten, Blackheath jemals wieder zu verlassen.
Eigentlich wollte ich selbst einen Klappentext schreiben aber diese Geschichte ist so extrem facettenreich und verwoben, dass ich die Befürchtung habe, irgendetwas zu verraten.
Wenn man diesen Klappentext liest erwartet man definitiv eine andere Geschichte als die, die man bekommt. Zumindest war es bei mir so und ich denke, so wird es den meisten Lesern gehen. Aber genau das ist einer der Punkte die dafür sorgen, dass ich so begeistert von diesem Buch bin.
Die Geschichte beginnt schon völlig mysteriös. Ich weiß nicht, wie viele Seiten ich auf dem Schlauch stand, bis sich langsam ein Muster abgezeichnet hat. Ich war regelrecht verblüfft. Aber mit umso größerem Eifer blieb ich an der Sache dran. Denn ich wollte unbedingt herausfinden, was eigentlich gespielt wird und wie sich Aidens Zeitschleife in den verschiedenen Körpern auswirkt.
Das Buch hat mich regelrecht in seinen Bann geschlagen und mit jeder neuen Information und jedem Hinweis war ich begieriger darauf, mit Aiden den Mörder zu finden.
Ich weiß nicht, wie der Autor es geschafft hat solch ein Buch zu schreiben. Ich habe noch nie ein Buch mit so vielen Ebenen und Facetten gelesen. Es gibt immer wieder so viele kleine Dinge, die enorm wichtig für den Verlauf des Geschehens sind und diese sind durch eine Handlung am nächsten Tage wieder komplett anders. Immer dann, wenn ich dachte, ein Stückchen wäre entwirrt worden und wir kommen dem Ziel näher, taten sich wieder neue Fragen und Rätsel auf, die auf genauso ungewöhnliche und geniale Art gelöst werden wollten.
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, bei dem ich bis zum Ende nicht wusste, was als Nächstes passiert und wie die Geschichte endet. Ich wurde bis zur letzten Seite immer wieder überrascht und erneut in die Irre geführt.
Eine grandiose Leistung dieses Autors, der ein wirklich geniales Verwirrspiel erschaffen hat.









