Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PeLi:
Neues Abenteuer für Violet
Der magische Blumenladen, Band 10 - Ein Brief voller Geheimnisse von Gina Mayer
Der magische Blumenladen ist mir schon bekannt, mein Patenkind und ich hatten schon sehr viel Spaß mit Violet, ihrer Tante Abigail, Lady Madonna und Lord Nelson. Und auch diese Geschichte "Ein Brief voller Geheimnisse" hat uns wieder sehr gut unterhalten.
Diesmal findet Violet einen Brief ihres Vaters, den er an ihre Mutter, die ja inzwischen verstorben ist, geschrieben hatte.
Violets Neugier, mehr über ihren Vater zu erfahren, oder noch besser, ihn sogar kennenzulernen, ist natürlich sofort geweckt und da ihre Tante Abigail ihre brennenden Fragen auch nicht beantworten kann, versucht Violet zusammen mit ihren Freunden Jack und Zack, das Rätsel um ihren Vater zu lösen. Und natürlich sind auch bei diesem Abenteuer wieder Lady Madonna , der sprechende und vorlaute Wellensittich und der Kater Lord Nelson mit von der Partie. Und ein bisschen Magie darf natürlich auch nicht fehlen, um die Suche nach dem verlorenen Vater zu unterstützen.
Auch dieser Band hat uns wieder viel Freude gemacht. Die kleinen , immer passenden Zeichnungen zwischendurch, lockern die Geschichte auf und das Cover ist sowieso, wie immer, wunderschön.
Das Thema dieses Bandes ist eigentlich sehr traurig, aber hier wird die Geschichte so kindgerecht erzählt, so dass am Ende , wie immer, die positiven Gefühle überwiegen.
Ein wunderschönes Mädchenbuch und ich kann auch diesen Band wieder uneingeschränkt empfehlen.
Rezensionen von yellowdog:
Lebhafter Krimi
Tod am Aphroditefelsen von Yanis Kostas
Yanis Kostas hat schon unter anderen Namen Romane geschrieben. Er ist also kein Anfänger sondern schreibt im Gegenteil sehr routiniert. Schauplatz ist das griechisch-zypriotische Dorf Kato Kontrafa. Lebensart und Stimmung hier ist sehr bestimmend für den Plot und die Atmosphäre.
Sofia Perikles ist engagiert, landet aber durch veränderte politische Verhältnisse in diesem griechisch-türkischen Grenzgebiet.
Über die Protagonistin habe ich mich anfangs gewundert. Ihre Gedanken ähneln denen typischer Hauptfiguren von Chicklit-Büchern. Der Humor ist auch vergleichbar damit. Aber gestört hat mich das kaum, da sich der Plot in gutem Tempo und auf originelle Art entwickelt.
Tod am Aphroditefelsen ist ein lockerer Roman. Lebhaft und freimütig erzählt, auch humorvoll, dabei durchaus sorgfältig geschrieben. Wahrscheinlich wird es Fortsetzungen geben und wenn ich dafür in Stimmung bin, würde ich Yanis Kostas wieder lesen.
Rezensionen von yellowdog:
einfühlsam und im Rhythmus erzählt
Laufen von Isabel Bogdan
An dem Roman Laufen begeistern mich mehrere Aspekte. Zum einen der Mut der Autorin, nach ihrem Erfolgsroman Der Pfau etwas ganz anderes zu machen. Zum anderen die Konsequenz dabei. Es wird durchgängig aus den Gedanken der Protagonistin erzählt, dadurch werden ihre Empfindungen und gesamte Gefühlslage deutlich.
Man kommt der Figur sehr nahe. Sie ist sehr verletzlich und befindet sich seit einem Jahr in einem Zustand der Trauer, da ihr Freund auf Grund seiner Depressionen Selbstmord begangen hat. Seit einem Jahr befindet sie sich schon in diesem Zustand. Da entdeckt sie das Laufen für sich, als eine Art Selbsttherapie. Sie nimmt sogar an dem Hamburger Alsterlauf teil und bewältigt 10 km.
Das Lauftempo bestimmt den Erzählrhythmus. Um so mehr hat man als Leser das Gefühl, die Protagonistin zu begleiten.
Der Roman ist trotz der Thematik Trauer nicht niederdrückend, im Gegenteil ermöglicht die Autorin mit ihrem Einfühlungsvermögen dem Leser eine große Empathie zur Hauptfigur.
Rezensionen von yellowdog:
Roman voller Themen mit Substanz
Schutzzone von Nora Bossong
Der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman Schutzzone von Notra Bossong ist ein interessantes und vielschichtiges Buch mit heiklen Themen. Es ist in meinen Augen ein gesellschaftspolitisches Buch.
Hauptfiguren sind die für die UNO arbeitende Mira, ihr verheirateter Freund Milan und der afrikanische Rebellenführer Aimé.
Die Figuren werden einigermaßen zurückhaltend charakterisiert, daher findet man vielleicht nicht sofort Zugang zu ihnen, aber das wird mit der Zeit.
Erzählt wird in rasch wechselnden Zeitabschnitten (1994, 2017, 2011, 2012) an verschiedenen Orten (Genf, Bonn, Bujumbura, New York). das kann leicht verwirrend sein und man muss sorgfältig lesen, damit sich mehr erschließt. Ich habe streckenweise ganze Abschnitte zweimal gelesen.
Der Roman verträgt kein schnelles, flüchtiges Lesen.
Nora Bossong ist auch Lyrikerin und auch in ihrer Prosa gibt es einige hervorragende Formulierungen, die literarische Qualität besitzen und für Leser, die Feinheiten mögen, einiges bieten.
Rezensionen von PeLi:
auch Gespenster und Hexen müssen in die Schule
Der kleine Hui Buh Verspukt und zugehext! (Bd. 1) von Rogler Ulrike; Veenstra Simone
Die Hörspiele von Hui Buh dem Schlossgespenst kennt wohl so gut wie jeder. Nun gibt es die ersten Geschichten dieser Hörbücher auch als richtiges Buch, bebildert mit wunderschönen Zeichnungen. Die beiden Geschichten in diesem Doppelband sind: "Die verschwundene Stunde" und "Sven will zur Feuerwehr"
Hui Buh und Hedda Hex haben ihren ersten Schultag auf dem Dachboden der Grundschule von Burgeck und ihr Lehrmeister ist Frederik die Fledermaus.
Auch wenn Hui Buh und Hedda so ungeduldig sind, dass sie am liebsten gleich richtig schwierige Aufgaben lösen würden, müssen sie alles erst einmalmal von Anfang an lernen und sie merken dann auch schnell, dass ihre ersten Aufgaben auch nicht so einfach sind, wie sie anfangs dachten. Doch die beiden Gespenster- und Hexen- Lehrlinge finden natürlich einen Weg, ihre gestellten Aufgaben, bravourös zu meistern.
"Der kleine Hui Buh - Verspukt und zugehext!" ist für Kinder ab 5 Jahren empfohlen und ich finde , für dieses Alter ist es auch bestens geeignet. Es hat sehr großen Spaß gemacht, dieses Buch mit meinem Neffen zusammen zu lesen ( bzw. vorzulesen). Die bunten Illustrationen finde ich sehr liebevoll gezeichnet und auch genau passend zu den Geschichten.
Ein wunderschönes Kinderbuch, über das sich ganz sicher viele Kinder freuen werden.
Rezensionen von PMelittaM:
Einer der originellsten Romane, die ich gelesen habe
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle von Stuart Turton
Ein Mann irrt durch den Wald, ohne Gedächtnis, nur einen Namen weiß er noch: „Anna“. Und er ist sicher, dass Anna gerade ermordet wurde. Als er endlich ein Haus erreicht, ist er dort gut bekannt, nur Anna kennt niemand.
Wer Titel und Klappentext gelesen hat, wundert sich bestimmt. Anna? Sollte nicht eine Evelyn tot sein? Am besten, man vergisst den Klappentext, der sicher ein Kaufanreiz ist, schnell wieder, denn was dort verraten wird, erfährt man im Roman erst viel später.
Bis dahin, und auch darüber hinaus, ist man genauso verwirrt wie der Protagonist, und das ist auch gut so.
Ich habe selten einen so originellen Roman gelesen, der mich als Leser auch fordert, habe ich doch schnell viele Fragen, einige werden auch relativ schnell beantwortet, aber es kommen immer wieder neue hinzu. Gut, dass der Roman auch zum Mitraten einlädt, man macht sich viele Gedanken, und etliche davon werden irgendwann über den Haufen geworfen. Immer wieder wird man überrascht, immer wieder werden Erkenntnisse auf den Kopf gestellt. Es gibt aber auch viele Aha-Erlebnisse und am Ende legt man den Roman zufrieden aus der Hand. Dem Autor ist ein wahres Meisterstück gelungen, Chapeau!
Erzählt wird in der Ich-Form – und aus mehreren Perspektiven – dazu sehr bildhaft (S. 40: „Eine Uhr trommelt all ihren Mut zusammen und gibt ein lautes Ticken von sich“). Ich brauchte zwar ein bisschen, um im Roman anzukommen, aber dann hat er mich komplett gepackt und war Spannung pur. Ich habe mich auch lange gefragt, wann der Roman spielt, Jahreszahlen werden nie genannt, ich schätze aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Prinzip ist das aber egal, denn der historische Hintergrund spielt keine Rolle, es bringt nur eine gewisse Atmosphäre mit sich.
Die Charaktere sind durch die Bank gut gelungen, jeder ein besonderer Typ. Auf einen hätte ich zwar gut verzichten können, denn der „Lakai“ ist mir ein Touch zu viel, aber immerhin hat mich überrascht, wer am Ende hinter ihm steckte. Ich denke, die Geschichte hätte aber auch ohne ihn gut funktioniert.
Ein „richtiger“ Kriminalroman ist es meiner Meinung nach nicht, auch wenn es gilt, deinen Todesfall aufzuklären und ermittelt wird, im Fokus steht etwas anderes, und dadurch wird der Roman eben ein bisschen mehr als ein „Krimi“. Mir gefällt das sehr und es sollte keinen Krimi-Fan abschrecken, den Roman zu lesen.
Wie bereits oben erwähnt, die Auflösung gefällt mir gut. Eigentlich gibt es mehrere, nach und nach erfährt man, wie alles zusammenhängt, und auch der Kriminalfall wird gelöst. Trotzdem hat der Roman ein offenes Ende, das in meinen Augen aber sehr gut passt. Bis zum Ende bleibt der Roman originell und besonders:
Selten habe ich einen Roman gelesen, der mich so gepackt hat, der mich immer wieder überrascht hat, und zwar im positiven Sinne, der meine grauen Zellen gefordert hat und vor Originalität nur so strotzt. Für mich ist dieser Roman eines meiner Jahreshighlights und ich bin schon gespannt, was sich der Autor für seinen nächsten einfallen lässt. Von mir gibt es selbstverständlich volle Punktzahl und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Rezensionen von PeLi:
wunderbares Buch
Der Sprung von Simone Lappert
Der Sprung von Simone Lappert beginnt ganz ungewöhnlich mit dem Ende zuerst. Im ersten Kapitel erlebt man den Sprung einer Frau von einem Hausdach. Eigentlich springt sie nicht, sondern sie läuft einfach über den Rand, so als würde sie in die Luft spazieren. Und während sie fällt , gehen ihr nochmal in rasender Geschwindigkeit alle möglichen Gedanken durch den Kopf, sie erlebt den Sprung mit allen Sinnen, ganz bewusst und wir Leser mit ihr.
Und dann fängt eigentlich erst die wahre Geschichte an. In kurzen Kapiteln kommen immer abwechselnd zehn Personen zu Wort, die in irgendeiner Form von diesem Ereignis betroffen sind. Da wäre unter anderem der Polizist Felix, der ausgerechnet an diesem Tag Dienst hat , als der Notruf einer Anwohnerin hereinkommt, die berichtet, dass eine lebensmüde Frau gerade dabei ist, sich von einem Dach zu stürzen. Oder das Ehepaar, das einen kleinen Lebensmittelladen hat, der schon lange nicht mehr gut läuft, was besonders dem Mann schwer zu schaffen macht und deren Laden nun von Massen von Schaulustigen gestürmt wird, die sich vor dem Haus mit der Lebensmüden auf dem Dach versammelt haben, um mit ihren Handys Bilder zu schießen oder Videos aufzunehmen, um sie auf irgendwelche Internetplattformen hochzuladen. Oder der Freund der Frau, der als einziger nicht daran glaubt, dass seine Freundin wirklich so verzweifelt ist, dass sie ihr Leben beenden möchte.
Einen ganzen Tag und eine Nacht zieht es sich hin, und sogar das Fernsehen und die Presse tauchen vor dem Haus auf und berichten über die "Irre", die auf einem Dach steht, sich die Haare rauft und dabei wütend Dachziegel in die Menge wirft. Vorm Haus die Zuschauer, die das anscheinend auch noch genießen, dass ihnen so ein spannendes Schauspiel geboten wird.
Und während nun abwechselnd diese zehn Personen, die direkt oder indirekt mit der Frau auf dem Dach zu tun haben , zu Wort kommen, man sie mit jedem Kapitel etwas näher kennenlernt, kommen auch Stück für Stück deren eigene Sorgen und Probleme, oder Lasten aus der Vergangenheit ans Tageslicht , nach und nach erfährt man nun auch, was denn die Frau überhaupt aufs Dach getrieben hat.
Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich richtig in die Geschichte eingetaucht bin, denn anfangs dachte ich noch, das ist einfach nur ein Buch mit lauter Kurzgeschichten und dass hier zehn Menschen einfach ihre Version zum Suizid einer Frau erzählen . Doch bereits nach den ersten paar Kapiteln war ich dann gefesselt, denn Simone Lappert erzählt so emotional und einfühlsam und in so eindringlicher und manchmal schon fast poetischer Sprache , wie sich die Lebenswege verschiedener Menschen zufällig und schicksalhaft miteinander verbinden, oder manchmal auch einfach nur kurz kreuzen. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen, bis man erfahren hat, wie es mit jedem dieser Menschen weitergeht. Ob sich ihr Schicksal nach diesem Tag zum Guten wendet, ob sie ihr jetziges Leben nochmal überdenken, oder ob es sogar ein sehr trauriger Tag sein wird, für keinen dieser Betroffenen wird das Leben nach dem Sprung noch so sein, wie es vorher war.
Ein wunderbares Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde.
Rezensionen von Harakiri:
wieder einfach gut!
Der Sprung von Simone Lappert
Was ist Glück?
„Wunderbare Zeiten sollten wir mal wieder haben“.
Dieses Zitat trifft den Kern des neuen Buches von Brigitte Riebe sehr genau. Denn das Schicksal schlägt hart zu und verlangt den Schwestern aus dem Modehaus Thalheim so einiges ab.
In „Die Schwestern vom Ku’damm – Wunderbare Zeiten“ lesen wir mehr von Silvie, der zweiten Schwester.
Sie sieht ihre Berufung nicht im Kaufhaus, sondern beim Radio. Und dort bringen ihre frischen Ideen einiges an Belebung für den Sender. In ihrem Privatleben läuft es hingegen weniger gut: die Liebe zu Wanja steht unter keinem guten Stern, und auch ihr Zwillingsbruder Oskar sorgt dafür, dass Silvie nicht zur Ruhe kommt. Doch die Thalheim-Schwestern halten zusammen…
Der Schreibstil von Brigitte Riebe hat mich wieder von der ersten Seite an mitgerissen und diese Begeisterung hielt bis zur letzten Seite an. Ihre Schilderungen sind toll recherchiert und fangen den Zauber dieser Zeit, aber auch die Mühsal, sehr gut ein. Der Krieg ist vorbei, die Leute haben wieder Geld, aber auch das sorgt für Probleme und ich finde, dass Riebe ihre Thalheim-Frauen sehr gut in diese Zeit einbindet.
Durch den „bösen“ Herrn Brahm bekommt das Buch sogar noch eine spannende Note. Oskar blieb mir in diesem Band allerdings zu blass, hier hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht bei seinen Eskapaden.
Fazit: Ein tolles Buch über Liebe und Leid, Freude und Trauer, Höhen und Tiefen und sympathische Charaktere.
Rezensionen von Harakiri:
Das berühmteste Krankenhaus Deutschlands
Die Charité: Aufbruch und Entscheidung von Ulrike Schweikert
Ein weiterer, unabhängiger, Band über das berühmteste Krankenhaus Deutschlands.
Anfang des 20. Jahrhunderts ist es ungewöhnlich, dass Frauen Ärzte sind und so hat Rahel Hirsch keinen leichten Stand an der Charité. Doch sie hat Unterstützer und kämpft für ihr Glück, so dass sie sich gegen alle Widrigkeiten durchsetzen kann.
Zusammen mit Barbara, ihrer Freundin, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, hofft Rahel auf die Gleichstellung von Mann und Frau. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und plötzlich ist alles anders.
Ich habe mich sehr gefreut, wieder ins Berlin der 1900er Jahre versetzt zu werden. Das Buch ist wie ein kleiner Spaziergang durch die Geschichte, denn es wird nicht nur eine Story erzählt, diese wird auch perfekt in die geschichtlichen Zusammenhänge und die technischen neuen Errungenschaften eingebaut.
Die Freundschaft zwischen Barbara und Rahel hat mir sehr gut gefallen. Obwohl von unterschiedlichem Stand halten die beiden zusammen und helfen sich gegenseitig. Dabei profitieren beide Frauen von der Freundschaft und das fand ich sehr gelungen.
Die Kriegshandlungen haben mir später ein wenig zu viel Raum eingenommen und ich fand es schade – wenngleich realistisch - wie die Geschichte dann endete.
Leider fehlte mir ein wenig der Zauber aus Band 1.
Fazit: leider konnte mich dieser Band nicht so begeistern wie Teil 1, lesenswert ist das Buch aber allemal.
Rezensionen von Nele33:
Zwiegespalten
Otto von Dana von Suffrin
"Otto" von Dana Suffrin versprach mit dem Klappentext ein sarkastisch, humoriges Buch um einen despotischen Familienpatriarch jüdischer Herkunft.
Für sein Umfeld war Otto, der pensionierte Ingenieur, schon immer eine Heimsuchung. Aber als er aus dem Krankenhaus zurückkehrt, ist alles noch viel schlimmer.
Nachdem Otto zum Pflegefall wird erwartet er von seinen Töchtern Timna und Biba eine rund um die Uhr Betreuung, die sie nicht leisten können und wollen. Stattdessen stellen sie eine Pflegerin ein, die bei Otto lebt.
Die Geschichte wird aus Sicht der älteren Tochter Timna erzählt und geht von der Gegenwart bis weit in die Vergangenheit.
Nach dem Lesen des Buches bleibe ich ziemlich zwiegespalten zurück. Das Buch hatte viel Potential welches die Autorin in meinen Augen in keinster Weise ausgeschöpft hat. Die Protagonisten sind so flach in ihrer Persönlichkeit geblieben, so dass ich keine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.
Es gab einige sprachliche Highlights in der Geschichte die zeigen, dass die Autorin es kann, aber weit hinter ihren Möglichkeiten zurück blieb.
Das gesamte Buch bestand für mich aus einer losen Aneinanderreihung von Familienanekdoten, die leider keinen roten Faden hatten.
Für die sprachliche Gestaltung gebe ich gerne 4 Sterne, der Inhalt bekommt leider nur zwei, so dass ich insgesamt 3 Sterne vergeben kann.










