Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Lesenswert
Der Schriftsteller Gerhard Roth führt uns in seinem Roman „Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier“ durch die Straßen Venedigs.
So lernt man noch Venedig kennen.
Der Protagonist Emil Lanz, er arbeitet als Übersetzer. Er betrinkt sich und will sich erschießen, schläft dann aber ein.
Dann beobachtet er einen Mord. Da trifft er die Fotografin Julia.
Die Geschichte ist teilweise rätselhaft, das Lanz selber nicht weiß, ob er vielleicht geträumt hat, denn einige Szenen sind etwas rätselhaft. Er ist schon ein eigenartiger schräger Typ.
Der Autor hat diesen Roman mit vielen Dialogen locker geschrieben und der Titel verlockt, ihn zu lesen. Er ist ein versierter Schriftsteller.
Rezensionen von Caroline :
Auf der Suche nach der Vergangenheit
Goldene Zeiten im Gepäck von Adriana Popescu
1956 wurden die Olympischen Sommerspiele in Sydney das erste Mal live in die ganze Welt übertragen.
1956 gab es eine gemeinsame Mannschaft aus Ost- und Westdeutschland.
1956 nahm Elisabeth Kaiser an den Schwimmwettkämpfen teil und überwand die ungeschriebene Grenze zwischen Kommunismus und Kapitalismus, in dem sie sich in einen rumänischen Schwimmer namens Florin verliebte und diesen lauthals unterstützte.
2017 gibt es ein geeintes Deutschland
2017 finden keine Olympischen Sommerspiele statt
2017 begibt sich Elisabeth gemeinsam mit ihrer Betreuerin Karlaaus dem Seniorenheim auf eine lange Reise nach Rumänien, um Florin wiederzusehen.
2017 wird Karla von einer gewitzten Seniorin erpresst, um sie mit ihrem alten Renault ans Ziel ihrer Träume zu bringen.
Wie hat es mir gefallen?
Adriana Popescu gehört mit zu meinen liebsten Autorinnen. Die Art ihre Figuren zum Leben zu erwecken, finde ich großartig.
Nun kommt mit „Goldene Zeiten im Gepäck“ ein sehr persönliches Buch auf den Markt. Eine Geschichte, die sie schon etliche Jahre begleitet und reifen musste, um richtig zur Geltung zu kommen. Ihre Familie stammt aus Rumänien, lebt zum Teil noch dort und sie hat persönliche Erinnerungen in die Handlung einfließen lassen, um ihr noch mehr Lebensgefühl einzuhauchen.
Wir begleiten Elli und Karla auf ihrem Roadtrip. Die zwei trennen nicht nur etliche Jahre, sondern auch ihre Einstellung zum Leben.
Karla arbeitet als Pflegehelferin in einer Seniorenresidenz und steckt dort ziemlich fest. Seit knapp zwei Jahren hängt sie vergangenen Träumen hinterher und trifft für ihre Zukunft keine Entscheidungen. Sie scheint erstarrt zu sein, ohne Ausblick auf Veränderung.
Elisabeth bewohnt noch nicht sehr lange die Seniorenresidenz. Nach dem überraschenden Tod ihres Ehemannes fand sie sich kurzzeitig nicht zurecht, deshalb steht ihr eine weitere Übersiedlung in eine „strengeres“ Heim bevor. Das will sie so nicht hinnehmen und ersinnt einen geschickten Plan, indem sie kurzerhand Karla erpresst.
In Rückblicken erzählt Elisabeth von ihren Erfahrungen während der Olympischen Spiele in Sydney. Über die aufgeheizte Stimmung zwischen Ost und West, welche Freundschaften sie geschlossen hat und an welchen Schwimmrennen sie teilgenommen hat. Warum sie Florin lieben lernte und auch warum sie ihn nun 60 Jahre später sucht.
Jeder Kilometer der Fahrt hat seinen Reiz, bringt Elli und Karla einander näher. Geheimnisse werden erzählt, Situationen eingeschätzt und beurteilt. Manche traurige Wahrheit ausgesprochen.
Bis zur allerletzten Seite bleibt es interessant, die großen Fragen werden beantwortet. Oftmals musste ich lachen oder auch mal traurig aufseufzen. Es ist eine Geschichte, die von Freundschaft, Liebe, Leidenschaft, Loyalität und Trauer erzählt. Wie das Leben einfach ist!
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von LEXI:
Ich bin Ärztin. Ich bin nach Berlin gekommen, um kranken Menschen zu helfen.
Die Charité: Aufbruch und Entscheidung von Ulrike Schweikert
Ich bin Ärztin. Ich bin nach Berlin gekommen, um kranken Menschen zu helfen.
Der Lebenstraum von Dr. Rahel Hirsch steht kurz vor seiner Erfüllung. Die junge Ärztin aus Frankfurt darf als medizinische Pionierin im Jahre 1903 ihre Volontärstelle an der Berliner Charité antreten. Rahel findet in dieser von Männern dominierten Welt in ihrem Vorgesetzten Professor Dr.
Friedrich Kraus große Unterstützung. Darüber hinaus entpuppt sich auch der junge Arzt Dr. Theodor Brugsch als wohlmeinender und hilfsbereiter Kollege, der Rahel als ebenbürtig behandelt und bald sogar ihre Zusammenarbeit sucht. Das Misstrauen und die Ablehnung der anderen Ärzte verletzen Rahel, doch mit eiserner Disziplin und großem Ehrgeiz gelingt es ihr nach und nach, sich Respekt zu verschaffen. Die hart arbeitende Frau konzentriert sich einerseits auf die Arbeit mit ihren Patienten, widmet sich andererseits aber auch mit unermüdlichem Einsatz für die Forschung. Als sie während eines unerfreulichen Zwischenfalls auf den Straßen Berlins die Bekanntschaft einer temperamentvollen und hübschen jungen Frau namens Barbara Schubert macht, bedeutet dies für die beiden so unterschiedlichen Frauen den Beginn einer lebenslangen Freundschaft. Doch mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges brechen schwere Zeiten für Rahel und Barbara an…
Im zweiten Band zur Geschichte der Charité, das vom königlichen Pesthaus zur modernen Klinik avancierte, präsentiert Ulrike Schweikert zwei mutige und starke Frauen als Protagonistinnen. Während die Ärztin Dr. Rahel Hirsch einem privilegierten jüdischen Elternhaus entstammt, das ihr ein Medizinstudium in Zürich und Straßburg ermöglichte, muss Barbara Schubert als Wäscherin in der Charité arbeiten und als Mitbewohnerin in der winzigen Wohnung ihrer verwitweten Tante ein Auslangen finden. Im Zeitraum von 1903 bis 1938 darf man anhand der beiden Protagonistinnen sowohl das Leben der privilegierten Gesellschaft, als auch die Lebensumstände der hart arbeitenden Bevölkerung Berlins, mitverfolgen. Während Rahel die Geisel Syphilis und deren Bekämpfung sowie die Entwicklungen in der Medizin beschäftigen, interessiert sich die wissbegierige Barbara für Politik und die Rechte der Frauen, sie wird ein engagiertes Mitglied der Frauenrechtsbewegung. Durch die Person des Michael Frankl lernt man leidenschaftliche Flugzeugkonstrukteure und Pioniere der Lüfte kennen. In ihrer kargen Freizeit dürfen Rahel und Barbara das Entstehen der ersten bewegten Bilder und der ersten Lichtspielhäuser mitverfolgen, als historischer Hintergrund wird eine Welt gezeigt, die geradewegs auf einen Krieg zusteuert. Die Kriegsereignisse werden dem Leser durch die Erfahrungen von Barbaras Cousin Franz, aber auch durch verschiedene Briefe von der Front vermittelt.
Der einnehmende Schreibstil der Autorin wird durch hervorragend charakterisierte handelnde Figuren ergänzt, die Einbindung des Berliner Dialekts in Gesprächen mit Barbara Schubert und ihren Verwandten trägt darüber hinaus zur Authentizität bei. Neben fiktiven Figuren brachte die Autorin auch zahlreiche historische Persönlichkeiten in die Handlung ein. So darf man sich auf Einblicke in das Leben des Arztes und Wissenschaftlers Professor Paul Ehrlich freuen, der als Forscher maßgeblich zur Entwicklung eines Diphterie Serums beitrug und die moderne Chemotherapie begründete. Auch das Leben des Internisten Dr. Theodor Brugsch und die Erkenntnisse des Mediziners und Mikrobiologen Robert Koch sowie des Immunologen Doktor August von Wassermann sind Themen dieses Buches. Zu guter Letzt wird durch die Interessen und Aktivitäten der Protagonistin Barbara Schubert diversen Frauenaktivisten eine kleine Rolle zuteil.
Fazit: Ulrike Schweikert präsentiert mit dem vorliegenden Buch einen sehr unterhaltsamen und durch die hervorragend recherchierten historischen Hintergründe zugleich auch hoch interessanten zweiten Band einer Reihe, die man durchaus auch unabhängig voneinander lesen kann. Der Autorin ist es erneut gelungen, mich vollends zu begeistern. Sowohl der einnehmende Schreibstil, als auch die in die Handlung eingebrachten historischen Fakten und die authentischen Figuren dieses Buches bescherten mir ein herausragendes Leseerlebnis. Ich sehe dem dritten Band dieser Reihe bereits mit großer Vorfreude entgegen!
Rezensionen von Marie aus E.:
Witzige Abenteuerreise durch die Welt (inkl. Stinke-Ninjas!)
Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho von Ginns Russell
Ein wirklich abgefahrenes Kinderbuch.
Anfangs war ich hingerissen, es ist so witzig und herrlich absurd.
Ich habe mir ganz viele Sätze herausgeschrieben, die ich hier zitieren wollte, doch dann würde ich die Gags vorwegnehmen - nein, die muss man sich doch besser selbst erlesen.
Die Kombi aus absurder Handlung (mit stinkenden Ninjas! Opas, die auch tagsüber nur Schlafanzüge tragen!), Kinderagententhriller und Wissensvermittlung über Top-Sehenswürdigkeiten in aller Welt ist wirklich witzig.
Allerdings setzten ab der zweiten Hälfte dann massive Ermüdungserscheinungen ein, weil sich letztendlich alles wiederholt und sich auch das Skurrile abnutzt.
Ich bin mir deshalb nicht sicher, ob ich bei Band 2 noch mitreisen mag.
Für die erste Hälfte fünf Sterne, die zweite Hälfte dann nur noch drei Sterne -> macht im Durchschnitt vier verrückte Sterne in der Gesamtwertung.
Rezensionen von Petra:
spannender Steampunk
Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho von Ginns Russell
Klappentext
Die ehemalige Diebin Lydia Frost eröffnet eine Agentur für Verlorenes und Vermisstes. Ihr neuster Auftrag führt sie ausgerechnet zurück zur berüchtigten Madame Yueh und den ‚Dragons‘, der Organisation, von der sie sich gerade erst hart ihre Freiheit erkämpft hat. Als gäbe das nicht schon genug Probleme, muss sie auch noch den Pinkerton Jackson Payne ausfindig machen.
Doch der Amerikaner hat seine eigenen Aufträge. Frost steht plötzlich im Kreuzfeuer und muss sich zwischen Paynes Leben und ihrer Freiheit entscheiden.
Meinung
Dieses Buch ist ein bunter Mix aus Steampunk, Krimi und ein bisschen Horror.
Es gibt einen Fall im Hintergrund der sich als roter Faden durch das Buch zieht, daran angereiht sind die Fälle mit denen Geld verdient wird. Die Aufgaben die die Agentur erledigen muss sind vielseitig und spannend. Das alles ist auf liebevolle Art und Weise beschrieben so das man schöne Bilder im Kopf hat (z.B.: Zeppeline ).
Die etwas gruseligen Elemente sind sehr zahm beschrieben, so das für empfindlichere Leser wie mich noch alles im grünen Bereich ist.
Die Geschichten sind rasant geschrieben, sehr spannend, gut das es noch mehr Fälle gibt.
Rezensionen von C. P.:
Raffiniertes Verwirrspiel rund um einen unlösbar scheinenden Mord
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle von Stuart Turton
Wer bin ich? Wo bin ich? Und wie komme ich hier her? Diese Fragen stellt sich der Protagonist gleich zu Beginn des Romans, als er sich ohne jede Erinnerung in einem Wald wiederfindet und einen vermeintlichen Mord beobachtet. Mühsam findet er heraus, dass er einer der geladenen Gäste auf dem Anwesen der Familie Hardcastle ist, die zu einem Maskenball geladen hat.
Doch steht ihm eine ganz besondere Aufgabe zu...
"Während des Balls heute Abend wird jemand ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg hinaus." (Zitat S. 106)
Fortan in einer Zeitschleife gefangen, erlebt er den besagten Tag täglich aus einer anderen Perspektive neu. Wem kann er trauen? Wer will die Tochter des Gastgebers umbringen? Und warum? Das Ganze entpuppt sich schnell zu einem Verwirrspiel - und zu einem wahren Lesevergnügen!
"Es geht doch nichts über eine Maske, um die wahre Natur eines Menschen zu offenbaren." (Zitat S. 190)
Mit diesem Roman hat der Tropen-Verlag mal wieder einen Glücksgriff gemacht. Es gibt wohl kaum einen, der nicht "Und täglich grüßt das Murmeltier" kennt. Auch hier durchläuft der Protagonist mehrere Stadien, wie er mit dieser Zeitschleife zurecht kommt. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass er jeden Tag in einem anderen Körper der Gäste verbringt. Inklusive deren Eigenschaften und Neigungen. Und es scheint jemanden zu geben, der das Auflösen des Mordfalls unbedingt verhindern will.
Das Buch weicht definitiv vom klassischen Krimi ab. Hier ist es einfach nicht möglich linear zu ermitteln, wenn Personen, die ihm an einem Tag noch Sympathie entgegen bringen, dem Protagonisten am Folgetag die kalte Schulter zeigen. Es gilt also, sich in der jeweiligen Rolle zurecht zu finden und durch die richtigen Fragen und Aktionen an richtiger Stelle Antworten zu erhalten. Fast wie bei einem Rollenspiel. Und das ist es, was diesen Roman auch ausmacht, die Unvorhersehbarkeit und der Versuch, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht. Durch die vielen Wechsel der Persönlichkeiten kam es immer wieder zu Überraschungen, die mindestens ebenso spannend waren wie der Versuch, den Mord aufzuklären. Oder was hinter dieser mysteriösen Zeitschleife stecken könnte. Wobei der Krimi-Anteil erst etwas später stärkere Gewichtung erhielt. Eine Karte des Anwesens und der Raumbelegung im Haupthaus sowie eine Einladungskarte zum Maskenball mit einer Übersicht der wichtigsten Personen sind ebenfalls dabei, welche ich als sehr hilfreich empfand.
Ein ausgefallener und angenehm komplex gestalteter Krimi, in welchem der Ermittler unfreiwillig in verschiedene Rollen schlüpft und einen unlösbar scheinenden Fall zu entwirren versucht.
Rezensionen von KimVi:
Harrys persönlichster Fall
Messer Ein Fall für Harry Hole. Gebunden. von Nesbø Jo
Der Alkohol hat Harry Hole wieder voll im Griff. Gründe gibt es dafür genug, denn die Arbeiten, die ihm mittlerweile bei der Polizei zugeteilt werden, sind eher uninteressant und unter seinem Niveau. Der einst so brillante Ermittler hat sich selbst ins Abseits katapultiert. Dazu kommt außerdem, dass seine Ehefrau Rakel ihm die Koffer vor die Tür gestellt hat.
Harry kann es nicht fassen und glaubt, dass er am Tiefpunkt seines Lebens angekommen ist. Doch es geht noch schlimmer! Denn nach einer durchzechten Nacht erwacht Harry ohne Erinnerung. Seine Kleidung ist allerdings mit Blut beschmiert. Ein wahrer Alptraum, der sich zu Harrys persönlichstem Fall entwickeln wird, beginnt....
"Messer" ist bereits der zwölfte Fall für Harry Hole. Um die Weiterentwicklung der Haupt- und Nebencharaktere zu verfolgen, ist es, wie bei jeder anderen Serie auch, sicher besser, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Da die wichtigen Hintergrundinformationen allerdings in die Handlung eingestreut werden, kann man dem aktuellen Fall auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie gelesen hat.
Fans der Reihe werden Harry Hole den Rückfall in seine Alkoholsucht sicher nachsehen und als gegeben hinnehmen. Quer- bzw. Neueinsteiger könnten davon allerdings abgeschreckt werden und Harry als ziemlich unsympathisch empfinden. Denn positiv lassen ihn seine Trinkgelage nicht gerade wirken. Deshalb ist es auch nur schwer nachvollziehbar, dass scheinbar alle Frauen in Harrys Umfeld auf ihn stehen.
Die Kriminalhandlung selbst ist äußerst spannend. Sie besteht aus unterschiedlichen Strängen, die erst nach und nach zusammenlaufen. Der Autor versteht es hervorragend, falsche Spuren auszulegen, denen man nur allzu bereitwilligt folgt. Überraschende Wendungen sorgen dann allerdings dafür, dass man die eigenen Ermittlungen oft über den Haufen werfen und neu ansetzen muss. Hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint und man hat schon bald das Gefühl, dass sämtliche Charaktere Leichen im Keller, bzw. sonstige Geheimnisse haben. Das ist zwar gut für die Spannung, geht allerdings auch zu Lasten der Glaubwürdigkeit. Denn so wirkt die durchgehend spannende Handlung extrem konstruiert und nicht besonders realitätsnah. Nichtsdestotrotz entwickelt sich das Buch bereits nach kurzer Zeit zu einem wahren Pageturner. Fans der Reihe werden kaum glauben welche Richtung Harrys persönlichster Fall einschlägt.
Ich habe mich beim Lesen des zwölften Falls von Harry Hole spannend unterhalten gefühlt. Denn die unverhofften Wendungen haben dafür gesorgt, dass ich einige Male in die Irre geleitet und am Ende überrascht wurde. Allerdings muss ich gestehen, dass es mir zu viel war, dass hier fast sämtliche Charaktere irgendetwas zu verbergen hatten. Das war zwar spannend, aber ziemlich unglaubwürdig. Für meinen Geschmack wäre hier weniger mehr gewesen.
Rezensionen von yellowdog:
philosophisch
Messer Ein Fall für Harry Hole. Gebunden. von Nesbø Jo
Der italienische Lehrer Enrico Galiano erzählt in seinem Debütroman von einem sensiblen Teenager mit Problemen. Die sechzehnjährige Giola lebt mit ihrer kranken Großmutter und versoffenen Mutter alleine und ziemlich ärmlich. Der gewalttätige Vater ist nur manchmal da. In der Schule wird sie gemobbt, unter anderem auch, weil sie sich nicht anpasst.
Folglich ist sie sehr alleine. Sie hat sogar eine imaginäre Freundin erfunden, mit der sie sich unterhält. Dieser Aspekt wird später in der Handlung noch die Frage aufwerfen, was ist Realität, was stellt sie sich vielleicht nur vor.
Als sie den 18jährigen Lo kennen lernt und sich verliebt, scheint es eine Wende in ihrem Leben zu geben. Doch Lo ist auch rätselvoll und verrät nicht viel von sich selbst.
Als er eines Tages verschwindet, will Giola das nicht ohne weiteres hinnehmen und forscht in der Vergangenheit.
Der Roman geht den Weg zwischen Anspruch und Unterhaltung, was natürlich okay ist. In der ersten Hälfte ist der Roman meiner Meinung nach brillant, da er den Zustand eines isolierten Mädchens so eindringlich und originell darstellt. es wird auch klar, wie sensibel, fantasievoll und künstlerisch begabt Giola ist, zum Teil wird das durch die Gespräche mit Philosophie-Prof. Bove deutlich, die sich auf einem hohen Niveau bewegen. Was ist wichtig im Leben, was nicht.
In der zweiten Hälfte ist das Buch zwar tempovoller, aber nicht mehr ganz so zwingend.
Die Handlung um Lo wirkt doch zu konstruiert.
Es bleibt aber eine interessante Geschichte um die Weiterentwicklung der Protagonistin und es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich leider nicht vollends überzeugt
Messer Ein Fall für Harry Hole. Gebunden. von Nesbø Jo
Diesmal entführt uns Rhys Bowen in das London von 1932.
Lady Victoria Georgiana Charlotte Eugenie, von allen Georgie, genannt, hat nicht nur ihren geizigen Bruder und seine nörgelnde Frau satt, sondern auch deren Versuche, sie an einen möglichst reichen Adeligen zu verkuppeln. Es muss ja Geld ins Haus, denn der gute Lord ist bis über die beiden Ohren verschuldet.
Deshalb lässt Georgie Schottland hinter sich und richtet es sich im Londoner Stadthaus gemütlich ein. Naja, gemütlich ist relativ - das Haus ist ungeheizt und ohne die üblichen zahlreichen Bediensteten, muss Georgie erst einmal lernen, wie man einen Kamin anheizt.
Ihre Bemühungen als Verkäuferin bei Harrods unterzukommen, vereitelt ausgerechnet ihre kapriziöse Mutter.
Als Nummer 34 der britischen Thronfolge geht Georgie im Buckingham Palace ein und aus. Und so kommt es, dass Queen Mary eine delikate Aufgabe für ihre verarmte Verwandte hat: Lady Georgiana soll eine gewisse Amerikanerin ausspionieren, die es dem Thronfolger Edward angetan hat.
Doch bevor Georgie ihren Auftrag ausführen kann, findet sie in der Badewanne ihres Stadthauses eine Leiche ...
Meine Meinung:
Grundsätzlich sind viele Zutaten vorhanden, die einen flotten und witzigen Krimi hervorbringen hätten können. Ja, hätten, denn was uns die Bestsellerautorin hier auftischt, ist ziemlich mangelhaft. Die Protagonistin stolpert von einem Fettnäpfchen ins andere, nur unterbrochen abermals einem Versuch mit dem fischlippigen Thronfolger des (damaligen) Königreichs Rumänien zu verkuppeln, zu entkommen.
Die Idee, eine Agentur für Haushaltshilfen zu gründen, ist originell. Mangels geeignetem Personal muss die verwöhnte Tochter selbst Hand anlegen. Das hätte meiner Meinung nach, für weitere Verwicklungen sorgen können (Kunstdiebstähle etc.). Der Tote in der Badewanne stört eher nur.
Die Charaktere sind teilweise schrullig, aber ohne Tiefgang. Am besten gefällt mir noch Georgies nicht standesgemäßer Großvater, ein ehemaliger Polizist. Selbst Georgie wirkt ein wenig blass.
Es scheint, als wäre dieser erste Band (es gibt mehr als ein Dutzend, die nicht alle auf Deutsch erschienen sind) so eine Art „Versuchsballon sein sollen: Arme Lady, die ihren Lebensunterhalt selbst verdienen muss und dabei über Leichen stolpert.
Fazit:
Leider hat mich dieser erste Fall für Lady Victoria Georgiana Charlotte Eugenie so gar nicht überzeugt. Dafür kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.
Rezensionen von PFIFF:
Agentengeschichte um abgehalfterte britische Agenten
Slow Horses von Mick Herron
Slow Horses ist der Spitzname der Agenten, die aus den unterschiedlichsten Gründen nach Slough House versetzt wurden, einer Zweistelle des MI5 in London.
Die Agenten müssen sich um lästige Ermittlungen kümmern, wie Telefonate mithören und analysieren, Müll durchwühlen nach Bewismitteln,..
Die Entführung eines pakistanischen Studenten soll aufgeklärt werden.
Die Ermittlungen müssen gegen die Zeit geführt werden, weil der Junge vor laufender Kamera enthauptet werden soll.
Mehrere Agenten konkurrieren, um sich die Auflösung ans Revers heften zu können, um Pluspunkte zu sammeln.
Der Wettlauf ist spannend und eröffnet immer wieder neue Facetten über den Sinn der Aktion.







