Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LadyIceTea:
Wahre Liebe überwindet alle Ängste
Cinder & Ella - Happy End - und dann? von Kelly Oram
Endlich haben Cinder alias Brian und Ella sich gefunden! Die beiden schweben auf Wolke sieben und sind verliebter denn je. Aber schneller als ihnen lieb ist, holt sie die Realität wieder ein. Zwischen Alltagsstress und Familienproblemen ist Brian schließlich immer noch der angesagteste Schauspieler Hollywoods - und das merkt auch Ella, die plötzlich mehr denn je im Rampenlicht steht.
Doch ist ihre Liebe wirklich stark genug, dem Druck des Showbusiness standzuhalten?
Als ich hörte, dass es einen zweiten Band von Cinder&Ella geben soll, war ich sehr überrascht und auch skeptisch. Für mich war die Geschichte mehr oder weniger abgeschlossen und ich finde, das Buch konnte gut für sich alleine stehen. Würde jetzt ein zweiter Band alles aufwerten oder nur ein Versuch sein, das Ganze auszuschlachten?
Zum Glück hat sich schon nach der Leseprobe gezeigt, dass der zweite Band vielversprechend ist. Der Leser wird direkt in die Geschichte hineingenommen, denn Cinder/Brian und Ella sind grade eine Woche zusammen. Die Autorin ist auch in Band zwei ihrem wirklich schönen Schreibstil treu geblieben und erzählt uns ihre Geschichte wieder aus der Sicht von Ella und Brian. Selbst beim E-Book sind die Kapitel schön gestaltet, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Ella durchlebt auch in Band zwei viele Höhen und Tiefen. Sie wird von Ängsten und Selbstzweifeln geplagt und muss sich zusätzlich mit einem völlig neuen Leben im Rampenlicht arrangieren. Die Autorin beschreibt Ellas Gefühlswelt unglaublich authentisch. Auch wenn ich selbst nie ein solches Trauma wie Ella erlebt habe, konnte ich nachvollziehen, was in Ella vorgeht und war es in ihr so aussieht. Sie macht wieder eine riesige Charakterentwicklung durch und bleibt dabei trotzdem die temperamentvolle, freche, sture und willensstarke Ellamara, die wir alle kennen und lieben.
Brian zeigt sich in diesem Buch von seiner allerbesten Seite. Er ist wirklich der Prinz auf dem weißen Ross und legt seiner Ella die Welt zu Füßen. Für manch einen mögen seine Liebesbekundungen zu viel sein, für mich sind sie perfekt für dieses Genre und dieses Buch. Er ist aufmerksam, besorgt, zuvorkommend und liebevoll. Er lässt Ella und alle anderen immer wieder spüren, wie sehr er seine Ella liebt. Klar, bleibt er der verwöhnte Promi, dem es nicht gefällt, wenn er seinen Willen nicht bekommt aber das hat mich wirklich oft zum Schmunzeln gebracht.
Ella und Brian sind ein absolut harmonisches Pärchen und auch die anderen Figuren bereichern dieses Buch ungemein. Ich habe die Seiten verschlungen und wollte unbedingt erfahren, welche Schritte Ellamara macht und wie sich ihr Leben nun entwickelt, wo sie komplett der Öffentlichkeit ausgesetzt ist.
Die Autorin hat einen würdigen Nachfolger erschaffen, der mich als Fan des ersten Bandes mehr als nur zufrieden stellt. Ich hoffe sehr, dass es vielleicht sogar noch einen dritten Band geben wird. Wenn nicht, stimmen mich Band eins und zwei aber auch vollkommen glücklich.
Rezensionen von yesterday:
Blut, Gewalt und eine Geschichte voller Wendungen
Opfer von Bo Svernström
Debüt-Schweden-Thriller sind meist etwas sehr Spannendes für die Fans skandinavischer Krimis und Thriller. Dazu zählt auch “Opfer”. Der Titel passt zwar sehr gut, allerdings hätte sich dieser Thriller von Bo Svernström einen etwas unverwechselbareren Namen verdient.
Auch wenn der Leser zwischendurch etwas mehr erfährt als Ermittler Carl Edson und sein Team, weiß die Geschichte dennoch an mehreren Ecken zu überraschen.
Man hat genug Zeit, eigene Schlüsse zu ziehen und sich dann überraschen zu lassen, was davon stimmt.
Svernström hat mit seinen Hauptfiguren abwechslungs- und facettenreiche Charaktere geschaffen, denen man ihre Geschichten und Einstellungen durchaus abnimmt. Schon aus diesem Grund, aber auch aufgrund des letzten großen Paukenschlags in “Opfer” wäre ich sehr gespannt auf eine Fortsetzung.
Noch kurz zur Handlung: In und um Stockholm findet die Polizei alle paar Tage eine männliche Leiche. Sie wurden jeweils grausam gefoltert (tolle grausige Tatortbegehungen!) und scheine alle keine Engel gewesen zu sein. Hat ihr Tod also etwas damit zu tun, dass sie nicht nur “Opfer” sind?
Rezensionen von yesterday:
Grausige Morde an der schottische Küste
Die Morde von Kinloch von Denzil Meyrick
Neues von DCI Jim Daley, übergewichtiger und überzeugender Polizist und stolzer Schotte. Zu seinen privaten Problemen (lebt von der Frau getrennt) kommen einige berufliche hinzu. Sein bester Freund und Mitarbeiter, DS Brian Scott, laboriert an einer im Dienst erlittenen Verletzung, vor allem psychisch.
Und was liegt da nahe, wenn man Schotte ist? Whisky natürlich.
Ohne gewohnte Unterstützung nimmt Daley also seinen neuen Fall auf. Ein Mord der an Mafia-Rache erinnert, grausam ausgeführt. Das passt nicht so richtig zum beschaulichen Kinloch. Dann passiert noch ein Mord und der Druck erhöht sich.
Das Buch ist Teil 4 einer Reihe und in “Die Morde von Kinloch” werden teilweise Ereignisse aus den vorhergehenden, insbesondere “Der Pate von Glasgow”, dennoch kann man die Krimis auch gut einzeln verstehen. Liest man sie aber in der anderen Richtung gibt es natürlich ein paar “spoiler”.
Hervorzuheben ist in jedem Fall der angenehme Erzählstil, der sich gefühlt dem Tempo der Ereignisse anpasst. Gemächlich und ruhig bei einer kniffligen Befragung, schneller und intensiver, sobald Waffen ausgegeben werden müssen vor einem Einsatz (was nicht allzu oft passiert). Nicht fehlen darf auch schöner britischer (schottischer) schwarzer Humor, der zwischendurch aufblitzt und trotz Spannung einige spaßige Momente beschert. Aye.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Viel Schokolade
Die kleine Chocolaterie am Meer von Caroline Roberts
Ein hübsches Cover, viel Schokolade und eine nette Geschichte - das stellt man sich vor, wenn man das Buch mit Cover und Klappentext vor sich hat.
Viel Schokolade gibt es - die Leser erleben mit, wie Emma Schokoladiges wie Pralinés, Trüffel und vieles mehr selbst herstellt und verkauft. Nette Geschichte - naja.
Nett schon, aber ziemlich langweilig.
Die Story um Emma und den fremden Mann am Strand an Weihnachten beginnt gut. Doch der Typ, der Emma einfach so küsste, taucht monatelang nicht mehr auf. Die Sache mit der Mietzinserhöhung und dem unsympathischen Vermieter verläuft sich, Emma ist einfach immer knapp bei Kasse. Trotzdem bewirtschaftet sie ihren Laden, arbeitet extrem viel, trifft ihre Freundinnen, bedient Kunden, quatscht mit ihrer Aushilfe Holly, usw. Dazwischen sehnt sie sich manchmal nach dem Kuss-Mann (namens Max, wie man später heraus findet), doch viel öfters denkt sie an Luke, ihren Verlobten, der vor sieben Jahren bei einem Unfall verstorben ist. Man würde Emma gerne raten, sich fachliche Hilfe zu holen, da sie über den Verlust noch immer nicht hinweg gekommen ist.
Die Seiten ziehen sich dahin, schuld daran ist nicht mal nur die flache Handlung, sondern vor allem der langweilige Schreibstil. Man merkt zwar, wie sehr Emma die Schokoladenherstellung und das Verkaufen ihrer Köstlichkeiten liebt - und bekommt abgesehen davon auch die Mühen, Sorgen und Verantwortung, wenn man sein eigenes Geschäft führt, mit, was in anderen Romanen gerne mal verschwiegen wird - aber es fehlt beim Schreibstil einfach das gewisse Etwas, das die Beschreibungen liebevoller und plastischer macht.
Zum Beispiel bekommt Emma von Lukes Mutter die Absolution, eine neue Beziehung einzugehen. Doch das wird mit einem Satz, der ein paar Zeilen weiter unten nochmals erwähnt wird, abgehandelt. Hier hätte ich mir ein, zwei aussagekräftige Sätze mehr, die spürbar von Herzen kommen, gewünscht. Sinnbildlich sagt diese Szene eigentlich alles über den Roman: es fehlt das, was aus einer Geschichte etwas Besonderes macht.
Stattdessen werden viele Sätze wiederholt, teilweise fast wortwörtlich, etwa dass der Hund nicht durch die untere Küche darf, dass Emma finanziell knapp dran ist, dass einer Kundin der Weg zu steil ist und so weiter. Öfters kam auch das Wort "Schokoladen" vor, über das ich mehrmals stolperte. Gemeint sind damit nicht mehrere Schokoladentafeln sondern der Schoko-Laden, also das Schokoladengeschäft/die Chocolaterie/der Schokoladen-Shop.
Ein Pluspunkt gibt es für die vielen glustig machenden Beschreibungen des Schokoladen-Angebots (im Anhang stehen zwei Rezepte!). Die Romanze zwischen Holly und Adam war niedlich, die Szenen beim Umbau, bei dem Emmas Familie und Freunde tatkräftig mit anpackten, waren toll, besonders auch weil viel Wert auf die schön beschriebenen Dekorationselemente gelegt wurde. Und die netten Charaktere sprechen auch für sich. Aber alles in allem ist der Roman einfach viel zu monoton.
Fazit: Langweilig geschrieben, deshalb schwappt auch die Weihnachtsstimmung nicht so richtig rüber.
3 Punkte.
Rezensionen von LEXI:
Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus.
Revolution im Herzen von Beinert Claudia; Beinert Nadja
Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus.
„Es gibt Menschen, deren Präsenz man sogar dann spüren kann, wenn sie in einem Nebenzimmer sitzen. Karl war so ein Mensch.“
Die ersten Szenen dieses Buches berichten von einem jungen Mädchen namens Helena Demuth, das „Zitterhand“ gehänselt wird und auf einem Hof in Sankt Wendel unter ärmsten Verhältnissen mit sechs Geschwistern aufwuchs.
Lenchen kämpft umsonst darum, geliebt zu werden - ihre Mutter ist eine verhärmte und harte Frau, einzig ihr verstorbener Vater liebte seine Tochter über alles. „Pabbi“ war es auch, der seinem klugen und lerneifrigen Lenchen das Spiel der Könige beibrachte und dadurch ihr Leben prägte. „Ein Schachspiel ist voller Ereignisse und überraschender Wendungen. Oft kann man durch viel Nachdenken einen Ausweg aus den schwierigsten Situationen finden.“
Lenchens Lebensweg führt sie als Dienstmädchen zur Familie von Westphalen, nach der Verehelichung der Tochter des Hauses mit Karl Marx bleibt sie fortan in deren Diensten. Die Marxens werden wie eine Familie für sie – und im Laufe der Jahre verliert Lenchen auch ihre Angst vor dem „düsteren Karl“, der sie mit seinen unbarmherzigen und abschätzigen Blicken und seiner aufbrausenden lauten Art stets eingeschüchtert hatte. Das „schwarze Ungetüm aus Trier“ mit dem Spitznamen „Mohr“ entdeckt Lenchens Leidenschaft für das Schachspiel – und es kommt zu einer Annäherung mit ungeahnten Folgen.
Claudia und Nadja Beinert haben sich mit diesem prachtvollen Roman pfeilgerade in mein Herz geschrieben. Das Autorenduo schaffte es, mein Interesse für den stürmischen und mitreißenden Revolutionär zu wecken, dessen großes ökonomisches Standardwerk unter dem Titel „Das Kapital“ Weltruhm erlangte. In überaus einnehmendem Schreibstil und mit hervorragend charakterisierten handelnden Figuren erzählen sie die Geschichte eines Philosophen, Gesellschafts- und Wirtschaftstheoretikers, der sich gemeinsam mit dem befreundeten Fabrikantensohn Friedrich „Fritze“ Engels der Revolution und dem Sturz der preußischen Monarchie verschrieb. Wundervoll recherchierte historische Hintergründe wurden mit der Geschichte von Helena Demuth verwoben, der Kampf um soziale Gerechtigkeit für alle, die Revolution des Bürgertums und der Arbeiter, aber auch die Lebensumstände und die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Arm und Reich wurden eindrucksvoll dargestellt. Mit der Ich-Erzählerin „Lenchen“ Demuth begleitet man Karl und Jenny Marx von Jugend an, erlebt mit ihnen private Höhen und Tiefen, darf deren Bemühungen um den Kommunismus aus nächster Nähe mitverfolgen. Claudia und Nadja Beinert gelang es auf faszinierende Art und Weise, Geschichte lebendig zu machen. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere an der Seite der Protagonisten Lenchen, Karl und Jenny Marx bereichern die Handlung darüber hinaus. Die Autorinnen verwoben gekonnt fiktive Ereignisse mit historisch belegten Tatsachen, in einem ausführlichen Nachwort gehen sie auf diese historischen Fakten detailliert ein. Das Glossar am Ende dieses Buches stellt eine willkommene und hilfreiche Ergänzung dar.
Abschließend möchte ich die hochwertige optische Aufmachung dieses Buches hervorheben, das zudem mit einem bezaubernden Cover punktet. Die Gestalt eines sitzenden Mädchens in Dienstbotenkleidung und einem Bündel handgeschriebener Briefe in Händen weist bereits im Vorfeld auf einen Briefwechsel der Protagonistin hin, der erhobene Buchtitel in blutroter Schrift zieht unweigerlich die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Den Beginn des Buches ziert eine alte Landkarte von London um 1850, während sich auf den beiden letzten Seiten ein auf Pergamentpapier abgedrucktes Lied von Carl Theodor Müller befindet.
Fazit: „Revolution im Herzen“ ist eine Lektüre, die mich begeistert hat. Hervorragend recherchierte historische Fakten, authentische Charaktere und das faszinierende Eintauchen in das Leben und Umfeld des Karl Marx sorgten für allergrößten Lesegenuss. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen und ich kann es jedem Leser empfehlen, der tief in diese Zeit eintauchen und Geschichte hautnah erleben möchte.
Fünf Bewertungssterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses fantastische Buch!
Rezensionen von dorli:
Stille Havel
Stille Havel von Tim Pieper
Potsdam. Im Park Sanssouci wird eine männliche Leiche gefunden. Schnell steht fest, dass es sich dabei um Helmut Lothroh handelt. Lothroh hat als Kunstgutachter gearbeitet und sich darüber hinaus mit dem Auffinden von Raubkunst beschäftigt. Zuletzt hat er sich besonders für ein im Museum Barberini ausgestelltes Gemälde interessiert, auf dem eine verschleierte Frau abgebildet ist.
Ein zweiter Handlungsstrang beginnt im Jahr 1938. Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende 17-jährige Lydia gehört zum Ensemble der Hiller-Girls. Als ein Regisseur der Bavaria Filmkunst sie zu Probeaufnahmen einlädt und Lydia schließlich eine Zusage von der Nachwuchsabteilung der Ufa erhält, ist sie überglücklich. Die Elevin will Karriere machen, dafür arbeitet sie hart und sagt auch nicht Nein, als sie eine Einladung des für das Filmwesen verantwortlichen Reichsministers Joseph Goebbels in sein Haus auf Schwanenwerder erhält …
„Stille Havel“ ist bereits der vierte Fall für den Potsdamer Hauptkommissar Toni Sanftleben und sein Team, der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.
Tim Pieper beginnt diesen Krimi mit einer kurzen Rückblende in das Jahr 1969 - Lydia wird mit einem Schleier über dem Gesicht porträtiert. Sie sinniert über ihre brüchig gewordene Ehe mit dem despotischen Arvid und denkt, dass es Zeit ist für einen Neuanfang…
Im Folgenden wechseln sich die spannenden Ermittlungen im Mordfall Helmut Lothroh mit interessanten Rückblenden in die 1940er bis 1980er Jahre ab. Tim Pieper versteht es ausgezeichnet, gegenwärtiges Geschehen und vergangene Begebenheiten sowie die privaten Angelegenheiten Toni Sanftlebens miteinander zu verknüpfen und dem Leser eine genauso fesselnde wie abwechslungsreiche Geschichte zu präsentieren.
Besonders der in den 1940er Jahren spielende Part hat mir sehr gut gefallen, weil hier zahlreiche historische Fakten und Gegebenheiten mit einer spannenden fiktiven Handlung verwoben wurden. Lydias Erlebnisse während ihres Aufstiegs von der Tochter eines Leipziger Kneipenwirts zu einem gefeierten Filmstar wirken sehr authentisch und haben mir einen interessanten Blick in die Geschichte der Ufa zur Zeit des Nationalsozialismus ermöglicht.
Vergangenheit und Gegenwart wachsen im Verlauf der Handlung mehr und mehr zusammen. Am Ende des Krimis erwartet den Leser nicht nur die Auflösung des Mordfalls, auch eine alte Villa an der Havel gibt ein lang gehütetes Geheimnis preis.
„Stille Havel“ hat mir sehr gut gefallen – ein Krimi, der mit spannenden Ermittlungen und einer vielschichtigen Handlung punktet.
Rezensionen von KimVi:
Durchgehend spannend und kaum vorhersehbar!
Helle und die kalte Hand von Judith Arendt
Helle Jespers leitet die Polizeistation in Skagen. Die Anzahl der Kollegen ist überschaubar und auch sonst geht es am nördlichsten Zipfel Dänemarks eher beschaulich zu. Das ändert sich allerdings abrupt, als in der Nähe der beliebten Wanderdüne Rabjerg Mile eine verschüttete Frauenleiche gefunden wird.
Es scheint sich um eine Asiatin zu handeln, doch mehr lässt sich zunächst nicht herausfinden. Denn niemand kennt die Frau. Deshalb liegt der Verdacht nah, dass sie illegal im Land war. Doch Helle gibt nicht auf, sie setzt alles daran, mehr über die Frau und die qualvollen Umstände ihres Todes zu erfahren....
"Helle und die kalte Hand" ist nach "Helle und der Tote im Tivoli" der zweite Fall für die sympathische Kommissarin Helle Jespers aus Skagen. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Es wird zwar immer mal wieder kurz Bezug auf die damaligen Ereignisse genommen, doch dabei wird nicht zu viel verraten. Man kann den ersten Fall also auch nach der Lektüre des zweiten Bandes lesen, ohne sich die Spannung zu verderben.
Der Einstieg in diesen Krimi gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es von Anfang an, das Interesse an der Handlung zu wecken. Diese wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Zunächst ahnt man nicht, wie sich diese Stränge miteinander verknüpfen werden, doch nach und nach läuft alles schlüssig zusammen. Die Ermittlungen sind durchgehend interessant. Man stellt beim Lesen eigene Vermutungen an und hofft, den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Dabei gibt es einige Wendungen, die dafür sorgen, dass der Krimi nicht so leicht zu durchschauen ist. Dadurch fiebert man mit und gerät früh in den Sog der Ereignisse.
Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Judith Arendt beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so lebendig, dass man beinahe meint, selbst vor Ort zu sein und die Ermittlungen zu beobachten. Helle Jespers wirkt sehr sympathisch und bodenständig. Es macht einfach Spaß, sie und ihre Kollegen zu beobachten und die spannenden Ermittlungen zu verfolgen.
Ich habe bereits den ersten Fall mit Begeisterung gelesen und auch dieser Band konnte mich wieder durch lebendige Charaktere, authentisch beschriebene Handlungsorte und einen durchgehend spannenden Fall überzeugen. Ich hoffe deshalb sehr, dass Helle Jespers bald wieder ermitteln wird und werde ihr auf jeden Fall die Treue halten.
Rezensionen von Marie aus E.:
Familie kann man sich leider nicht aussuchen
Luzifer junior (Band 6) - Schule ist die Hölle von Jochen Till
Opa kommt zu Besuch!
Eigentlich müssten sich Luzie und Lilly ja freuen, aber dieser Opa ist einfach...großartig.
Sagt er zumindest über sich und auch alle anderen in St. Fidibus sehen das so.
Tatsächlich ist Opa einfach grässlich. Und zwar richtig grässlich.
Für Luzie und Lilly steht fest: Opa muss weg und zwar so schnell wie möglich.
Aber ob das klappt? Opa ist ja nicht irgendein Opa...
Auch Band 6 hat nichts von seinem Witz eingebüßt und thematisiert Freundschaft.
Unser absoluter Superheld ist weiterhin der kleine Hausdämon Cornibus mit seinem ständigen Verlangen nach "Schlotzolade" und für die Erwachsenen gibt es mit dem Techniker der Hölle natürlich auch wieder witzige Anspielungen.
Leider war auch dieser Band viel zu schnell wieder ausgelesen, doch zum Abschluss gab es immerhin zwei kleine Trostpflaster:
Den traditionellen Abschlusscomic (hihi) und die Aussicht auf Band 7 im Frühjahr 2020.
Luzifer Junior ist weiterhin eine der absoluten Lieblingsreihen der Tochter...und der Mutter ebenso.
Rezensionen von Tara:
Grandios !
Der Fund von Aichner Bernhard
„Der Fund“ ist wieder ein gelungener Thriller aus der Feder des österreichischen Schriftstellers Bernhard Aichner.
Eigentlich möchte die 53-jährige Supermarktverkäuferin Rita nur wissen, wo die Bananen herkommen, aber als sie den Karton öffnet, findet sie darin Kokain und nimmt dieses mit nach Hause.
War das der Grund, warum Rita sterben musste ?
Das Buch lebt von dem ungewöhnlichen Schreibstil des Autors. Da ist der chronologische Erzählstrang von Rita, mit dem die Geschichte beginnt und dieser wird durch Augenzeugenberichte, Verhöre, Monologe und Ermittlungen im Mordfall immer wieder unterbrochen. Das macht das Leseerlebnis abwechslungsreich und spannend. Durch die kurzen, klaren Sätze ist man direkt von der ersten Seite an mitten im Geschehen.
Von Anfang an, hat die Handlung einen unglaublichen Sog entwickelt. Emotional, düster, packend, voller Action, verstörend und ein psychologisches Meisterwerk, dieser Thriller ist alles zugleich. Ich habe bis kurz vor Ende gerätselt, was denn nun eigentlich passiert ist und konnte deswegen das Buch kaum aus der Hand legen.
Auch wenn der Schreibstil typisch für Bernhard Aichner ist, mit diesem Thriller erfindet er sich neu und hat sich – meiner Meinung nach – noch einmal gesteigert. Leser die mehr wollen als Thriller nach Schema „F“ liegen mit diesem Buch genau richtig.
Mein Fazit: Unbedingt lesen !
Ich bin jedenfalls schon wahnsinnig gespannt was uns als nächstes von Bernhard Aichner erwartet.
Rezensionen von marsu:
Schwierige Ermittlungen
Der Fund von Aichner Bernhard
Eine ganz besondere Mordermittlung erwartet den Leser hier. Gemeinsam mit Aiden Bishop, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, tauchen wir immer tiefer ein in die Geschichte der Hardcastles und in das Anwesen Blackheath, das sehr verfallen aussieht, jedoch hat die Familie zu einem Ball geladen.
Und am Ende des Abends stirbt Evelyn Hardcastle. Aiden Bishop hat genau einen Tag lang Zeit, den Mord aufzuklären. Wenn es ihm nicht gelingt, dann startet das "Spiel" am folgenden Tag erneut. Jedoch erwacht Aiden jeden Tag im Körper eines anderen. Er hat eine gewisse Anzahl von Gastkörpern, in denen er jeweils den Tag verbringt. Kann er den Mord nicht auflösen, beginnt alles von vorne und er vergisst alles, was vorher war.
Mich hat diese Geschichte unglaublich fasziniert und gemeinsam mit dem Protagonisten habe ich versucht, hinter die Verstrickungen, Lügen und Intrigen zu kommen. Denn kaum einer der Gäste ist aufrichtig. Und wem kann Aiden trauen? Was bezweckt der Pestdoktor? Wie gefährlich ist der Lakai? Und wer ist denn Anna? Sehr viele Fragen, auf die es manchmal auch ganz verschiedene Antworten gibt, ein vielschichtiges Rätsel, das nach und nach mehr von sich preisgibt. Und dann mit einem Ende aufwartet, mit dem ich so nun wirklich nicht gerechnet habe.
Stuart Turton hat einen fesselnden Schreibstil und Frank Stieren trägt das Hörbuch sehr gelungen vor, ein Hörgenuss vom Feinsten und mal etwas ganz anderes.










