Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
So schön wie ein Gemälde
Dieses Buch hat mich neugierig gemacht, da ich erstens selbst mal und zweitens natürlich den berühmten Edvard Munch kenne. Da war ich interessiert und wollte mehr erfahren. Normalerweise bin ich kein ganz großer Fan von Hörbüchern, aber dieses hat mich eines besseren belehrt. Es ist einfach zauberhaft und so schön wie ein Gemälde.
Das Buch besticht durch wunderbare Beschreibungen der norwegischen Landschaften, der Stadt Oslo, die damals noch Christiania hieß, der Menschen und ihrer Begegnungen. Die Autorin Lena Johannson hat hier gleichsam ein Buch gemalt. Ich war immer wieder wie verzaubert durch die bildhafte, so unglaublich reiche und anschauliche Sprache – sicherlich hat hier auch die gute Übersetzung ihr Übriges getan. Einfach ein wunderbares Buch, das nicht nur die Hauptfigur Signe und deren weltberühmten Onkel zeichnet, sondern auch die Landschaft und die Menschen im damaligen Norwegen. Es gelingt quasi von selbst, dass im Kopf Bilder entstehen, dass die Worte Gestalt annehmen und zu einem Gemälde werden.
Die Autorin wird zitiert mit den Worten: „Kaum eine Lebensgeschichte hat mich so fasziniert wie die von Signe Munch – von ihr will ich erzählen!“ Und genau diese Faszination spürt man auf jeder Seite. Liebevoll und mit immer wieder unglaublich treffenden Beschreibungen schreibt Lena Johannson. Man mag das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, ich habe mir gewünscht, jede Autofahrt würde mindestens doppelt so lange dauern. Einfach toll! Selten habe ich so einen bewegenden und berührenden Roman gelesen, der so lange nachgehallt hat.
Rezensionen von Minangel:
Fulminant rasant entspannt geht es weiter mit Alea und co in Band 5
Alea Aquarius 5. Die Botschaft des Regens von Tanya Stewner
Inhalt: Nachdem sie den Fängen von Doktor Orion knapp entkommen sind, setzt die Alpha Cru auf der Suche nach Aleas Mutter die Segel in Richtung Frankreich. Auf dem Ärmelkanal geraten sie in eine Todeszone ohne Sauerstoff, die sich dort durch giftigen Dünger ausgebreitet hat. Alea ist fassungslos! Ob sie mithilfe ihrer Freunde und der Magischen der Rettung der Meereswelt einen Schritt näher kommen können? (übernommen)
Unsere Meinung: Kaum öffnet man das Buch, ist man sofort wieder an Board mit Alea und ihren Freunden, als wäre man nie weg gewesen.
Die Vorhaben Aleas Mutter zu treffen, das Meer vor Umweltsünden zu schützen und Orion endlich das Handwerk zu legen gehen in die nächste Runde.
Wunderbar magisch schafft es Tanya Stewner, uns wieder mit aufs und ins Meer zu nehmen. Wiederrum werden wir mit Umweltkatastrophen konfrontiert, welche wir Landgänger leider mitverursachen. Uns hat es sehr berührt und weiter sensibilisiert, achtsam im Konsum zu sein.
Trotz dieser Schwere der Umweltthemen konnten wir die Ausflüge in die Unterwasserwelt genießen, lernten wieder mehr über die Meermenschenstämme und Magischen und zitterten auf das Treffen mit Aleas Mutter Nelani hin. Die Liebesgeschichte von Alea und Lennox vertieft sich und man merkt, dass sie älter werden. Es ist schön, dass wir mit der ganzen Crew (er)wachsen, es sind alles so genial durchdachte menschliche Charaktere. Sammy ist aber nach wie vor unser Liebling, weil er so herrlich anders authentisch ist und uns regelmäßig durch seine Aktionen zum Lachen und auch Nachdenken bringt. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber ich habe einen zweiten neuen Lieblingscharakter mit Tiefgang und Wribbelsfan sind wir jetzt sowieso.
Die Abenteuer sind nach wie vor atemberaubend spannend bis zu einem Ende, wo es fast zum Verrücktwerden ist, dass es nicht weiter geht! Ich möchte abschließend noch anmerken, dass diese Reihe nicht nur für Mädchen und Jungen ab 10 ist, sondern dass sie auch Erwachsene durchwegs begeistert.
Fazit: Wer die Geschichten rund um Alea nicht kennt, versäumt eindeutig was! Magie, Spannung, fantastische Wesen, Musik, erwachende Liebe, Freundschaft, Umweltaspekte, Familiengeschichten, gut gegen böse, Meeressehnsucht, Segelboote, genial anders sein und noch einiges mehr findet hier Platz. Ohne viel weiterer Worte: 5 wasserklare Seesterne von uns!
Rezensionen von Gaby 2707:
Vom Schwabenländle nach Ostfriesland
Alea Aquarius 5. Die Botschaft des Regens von Tanya Stewner
Zeitungsjournalistin Sonja Häberle zieht wegen einer neuen Volontariatsstelle von der Schwäbischen Alb nach Leer in Ostfriesland. So viel anders kann es hier ja nicht sein. Ist doch alles Deutschland. Schnell merkt sie, dass dem nicht ganz so ist und wie schnell man hier von einem Fettnäpfchen ins andere treten kann.
In ihrer Kollegin Grietje hat sie eine junge Frau zur Seite, die ihr alles genau erklärt und die sie vor der ein oder anderen kleinen Falle bewahrt.
Dies ist mal ein ganz anderer Reiseführer. In Romanform verpackt ziehe ich mit Sonja durch Ostfriesland, lerne Städte und kleine Dörfer kennen; finde die Landschaft genau so reizvoll wie Sonja und durch Grietje, die ihre Heimat wie ihre Westentasche kennt, erfahre ich in 45 kleinen Kapiteln sehr viel Wissenswertes und auch Skurriles aus der nordwestlichsten Gegend Deutschlands. Immer eingefügt der „Klookschieter“, der das Ganze noch etwas vertieft und die Rubrik „Wat´n Mallöör“ beschreibt, wie schnell ich in eine Fettnäpfchenfalle hinein tappen kann und wie ich sie gekonnt umschiffe.
Ich lerne Einiges über die Entstehung der Ostfriesenwitze; über den Ostfriesen der Herzen Otto Waalkes und stehe vor dem schiefen Turm von Suurhusen, der noch um mehr als 1 Grad schiefer ist als der schiefe Turm von Pisa, und diesen daher aus dem Guinessbuch der Rekorde vertrieben hat. Ob es um den Friesennerz geht, oder das Plattdeutsch als Sprache – alles wird thematisiert. Ich erfahre, was es mit dem „Moin“ auf sich hat und das es für Nichtfriesen besser ist beim Hochdeutsch zu bleiben; lerne das ostfriesische Teezeremoniell kennen und was es mit dem kleinen Löffel auf sich hat und habe lachen müssen, als ich Sonja zu einer Misswahl begleitet habe. Ich lerne die Rasenmäher des Hesseparks und die Räuber der Lüfte kennen und erfahre Wissenswertes über die Gezeiten, die Milchkannenkanone und den Galliviehmarkt.
Zum Schluss erklärt mir der Klookschieter mit 10 Gründen noch, warum ich unbedingt nach Ostfriesland ziehen sollte.
Im Anhang bekomme ich von der Autorin noch 10 Dinge vorgelegt, die ich in Ostfriesland unbedingt tun sollte. Aber auch 10 Dinge, mit denen ich mich dort oben blamieren kann. Als letztes noch ein lüttjes Lexikon för Butenlanners. Was das ist, solltet ihr beim Lesen dieses interessantes Buches selbst heraus finden.
Es müssen nicht immer trockene Reiseführer sein mit denen man sich auf Reisen begibt. Sylvie Gühmann zeigt hier einen Weg auf, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Dazu ein Lesezeichen mit den Do´s & Dont´s – was brauche ich mehr um in Ostfriesland einen wunderbaren Urlaub oder auch mehr zu verleben.
Rezensionen von Caroline :
Gegensätze ziehen sich an
The Difference Between Us von Higginson Rachel
In der Agentur SixTwentySix darf Molly Maverick nur kleine Aufträge übernehmen. Ihre Kreativität kann sie hiermit nicht ausleben. Als ihr der aufdringliche Juniorchef Henry ins Team für einen großen wichtigen Kunden holt, glaubt Molly endlich eine Möglichkeit zu bekommen, ihr Talent zu zeigen.
Während sie in ihrer Freizeit die Hochzeit ihrer besten Freundin Vera organisiert, trifft sie ständig auf Ezra Baptiste.
Besitzer, der drei besten Restaurants der Stadt und unglaublich arrogant, effizient und unnahbar.
Molly reißt ständig die Hutschnur, wenn sie einander begegnen. Er hält niemals seine Meinung zurück und Molly lässt sich auf die Wortgefechte ein. Anfangs eher unwillig, aber mit der Zeit geniest sie ihre Scharmützel.
Sie nimmt sogar einen Auftrag Ezras an, um sich um seine veralteten Internetauftritt seiner Restaurants zu kümmern und diese mit Social Media Kampagnen ins 21. Jahrhundert zu katapultieren.
Wie hat es mir gefallen?
Teil 1 "The Opposite of you" war für mich eine gelungene Überraschung. Ich ging ohne große Erwartungen an das Buch. Die Story rund um Vera und Killian begeisterte mich mit seinem Setting, Ambiente und den zwei Hauptfiguren. Molly und Ezra erhielten hier ihre kleinen Auftritte, somit war ich bereits neugierig auf ihre Geschichte.
Molly und Ezra sind sehr unterschiedlich. Während Molly zuwenig Selbstbewusstsein hat, quillt Ezra über. Molly beherrscht ihr Handwerk aus dem FF, hat jedoch Probleme pünktlich zu sein. Ezra ist immer und überall zu früh, ist gut organisiert und behält die Kontrolle über all seine Geschäfte.
Molly geht in ihrer Kunst auf, malt wunderschöne Bilder, die sie jedoch niemals jemandem zeigt. Sie hat ein Gefühl für Farben, vermischt diese gerne, um auch in ihrem Beruf Akzente zu setzen. Ezra dagegen mag es gedeckt und klar.
Damit sind ständige Diskussionen vorprogrammiert, als Ezra Molly bittet die Werbeauftritte seiner Restaurants neu zu gestalten. Ihre Vorschläge muss Molly immer verteidigen und gegen Ezras Einwürfe begründen. Ezra gewöhnt sich auch langsam an ihre quirlige Art und ist davon überzeugt mit Molly, die richtige für die Aufgabe gefunden zu haben.
Molly und Ezra mögen sich anfangs nicht besonders. Durch den Auftrag verbringen sie mehr Zeit miteinander und lernen sich so besser kennen. Wie bereits in Teil eins, ist es genau diese langsame Annäherung, die mir besonders gefallen hat.
Eines jedoch hat mich ein wenig gestört. Mollys fehlendes Selbstbewusstsein und vor allem ihr "Kleinmädchen" Gehabe. Ich war froh zu sehen, dass sie sich entwickelt und Ezra dazu beiträgt.
Die Mischung aus Restaurant, Kunst und Werbung gefiel mir gut. Es ist auch nett, Vera, Killian, Dillon, Vann und Wyatt wieder zu treffen. Somit geht es nächstes Jahr weiter und ich freue mich bereits darauf.
Rezensionen von PMelittaM:
Unterhaltsam und lehrreich
Die Charité: Aufbruch und Entscheidung von Ulrike Schweikert
Rahel Hirsch hat als eine der ersten Frauen Medizin studiert und erhält 1903 eine Anstellung bei der Charité – für freie Kost und Logis, aber ohne Gehalt. Sie hat es zunächst nicht leicht, nicht jeder ihrer Kollegen kann eine Ärztin akzeptieren.
Barbara Schubert fängt, ebenfalls 1903 in der Wäscherei der Charité an, durch eine Kollegin findet sie Zugang zur Frauenrechtsbewegung.
Durch einen Zufall lernt sie Dr. Hirsch kennen und die beiden Frauen freunden sich an.
Ulrike Schweikert setzt ihren Roman über die Geschichte der Charité fort, einige Jahrzehnte sind vergangen und viel hat sich in der Medizin getan. Auch für die Zeit aktuelle medizinische Erkenntnisse werden in die Erzählung eingebunden, wie etwa die Suche nach dem Erreger der Syphilis. So tauchen auch wieder eine ganze Reihe historischer Persönlichkeiten aus dem medizinischen Spektrum auf, wie etwa Paul Ehrlich. Auch Rahel Hirsch selbst ist eine reale historische Person, was ihre Geschichte besonders interessant macht. So ist der Roman auch dieses Mal wieder eine gelungene Mischung aus Geschichte der Charité, Medizinhistorie, politischem und sozialem Hintergrund und persönlicher Geschichte historischer und fiktiver Charaktere. Eingebunden wird die Zeit vor, während und kurz nach dem ersten Weltkrieg, die Erzählung beginnt 1903 (Prolog 1893) bis 1919 (Epilog 1938).
Neben den Perspektiven der beiden Protagonistinnen gibt es weitere, wie die von Franz, Barbaras Cousin, der stellvertretend für die Soldaten an der Front steht, Asta Nielsen, die bekannte Schauspielerin oder Melli Beese, die sich als Pilotin und Flugzeugbauerin etablieren konnte – zwei Frauen, die „ihren Mann standen“. Asta Nielsen wirkt zwar auf mich ein bisschen wie ein Fremdkörper in der Erzählung, da sie wenig mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat und auch keine Beziehung zu den anderen Charakteren besteht, dennoch passt sie in jene Zeit und ihre Szenen haben mir gefallen.
In einem Nachwort erzählt die Autorin über Fiktion und Wahrheit der Erzählung. Eine Karte und ein Auszug aus der verwendeten Literatur ergänzen das Ganze noch. Mir hat der Roman wieder große Lust gemacht, den historischen Charakteren noch ein bisschen mehr nachzuspüren.
Auch dieser Roman ist wieder interessant zu lesen und hat mit Rahel Hirsch eine bemerkenswerte reale Person als Protagonistin. Auch die Medizinhistorie und das soziale und politische Umfeld ist gut eingebunden – lehrreich und unterhaltsam, für mich ein gelungener historischer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehlen.
Rezensionen von Vicky:
was war, sein mochte, sein würde
Die 12 Häuser der Magie - Schicksalswächter von Andreas Suchanek
‘Schicksalswächter‘ ist der Auftaktbandder neuen Reihe des Autors Andreas Suchanek. Er bildet somit den ersten Teil derTrilogie ‘Die 12 Häuser der Magie‘. Das Cover ist wunderschön und zugleich auchgeheimnisvoll gestaltet, es gefällt mir sehr gut und ich finde es gelungen!Außerdem passt es ausgezeichnet zum Genre Fantasy.
Dieser Band umfasst einen Prolog, siebenunddreißig Kapitel sowieeinen Epilog. Die Kapitel teilen sich auf insgesamt drei Abschnitte auf, dieseGliederung gefällt mir gut und finde ich passend. Zusätzlich hat jedes Kapiteleinen Titel, das finde ich toll denn so wird immer wieder mein persönlichesKopfkino angeregt und ich überlege mir bereits immer zu Beginn eines jedenKapitels was darin passieren könnte.
Den Einstieg in den Prologfand ich heftig aber zugleich auch äußerst interessant. In den drei Abschnittenwird es immer spannender und es geht hoch her! Der Epilog klärt zwar den Prologauf, wirft gleichzeitig aber auch viele neue Fragen auf! Es gibt somit bestimmtgenug Stoff für die anderen zwei Teile! Am Ende gibt es sozusagen ein Glossar,in diesem werden die Häuser und Zauber nochmal zusammengefasst und kurzvorgestellt bzw. erklärt, das fand ich gut.
Fazit: Ich habe offiziell eine neue Lieblingsreihe! ‘Schicksalswächter‘von Andreas Suchanek zeichnet sich wie immer durch einen angenehmen Schreibstilaus, die Geschichte liest sich flüssig wodurch man schnell und leichtvorankommt. Die Mischung aus Fantasy und Humor gefällt mir sehr gut und passtausgezeichnet zur Geschichte und den Figuren. Ich liebe diese Reihe (ebenso wiedie andere Reihe ‘Das Erbe der Macht‘)!
Ich werde die Trilogie auf jeden Fall im Auge behalten undalle anderen Teile lesen!
Rezensionen von BarbaraM:
Ein unglaublich berührender, wunderschön geschriebener, feinfühliger und melancholischer Roman
Und in mir ein Ozean von Dennis Stephan
„Und in mir ein Ozean“ von Dennis Stephan ist 2019 im Querverlag erschienen. Der Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe 304 Seiten.
Arthur wächst mit seiner Mutter etwas abseits der Gesellschaft auf. Beide führen ein freies, unangepasstes Leben, doch an Arthurs 18. Geburtstag verlässt ihn seine Mutter plötzlich ohne ein Wort des Abschieds.
Arthurs Leben gerät aus den Fugen. Er ist von heute auf morgen auf sich allein gestellt. Er begibt sich auf die große Reise nach dem Sinn des Lebens, nach der Liebe, probiert vieles aus, sieht hinter den Spiegel, erforscht die Grautöne des Lebens, ist auf der Suche nach sich selbst, seinen Werten, seinen Gefühlen, seinen Ängsten, seinen Stärken…
Dennis Stephan gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen feinfühligen und eindrücklichen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Sein Schreibstil macht diesen Roman zu etwas ganz Besonderem. Für mich sticht er aus der Masse heraus und ich konnte regelrecht darin versinken. Das Kopfkino ging beim Lesen bei mir an, ich konnte in die Geschichte fallen und fühlte so ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen von Arthur anbelangt mit und konnte mich völlig in den Protagonisten hineinversetzen und seine Gefühle und Gedanken nachvollziehen.
Ich habe dies voller Faszination gelesen und habe dies so sehr genossen. Was für ein tolles Leseerlebnis!
Fazit: Ein feinfühliger und sehr lesenswerter Roman.
Es war für mich ein Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Arthur einzutauchen.
Es hat mich sehr berührt und bereichert und klingt stark in mir nach. Ich empfehle es absolut und uneingeschränkt weiter!
Rezensionen von Nele33:
Aufwühlend
Und in mir ein Ozean von Dennis Stephan
Der Debutroman "Wir von der anderen Seite" der Autorin Anika Decker hat mich schon durch die Leseprobe erreicht.
Was geschieht mit einem Menschen, der von Jetzt auf Gleich aus seinem gewohnten Leben gerissen wird? Wie ist es um das Gesundheitssystem bestellt?
Wie gehen Angehörige mit solch einem einschneidenden Erlebnis um?
All dies beschreibt die Autorin auf äußerst kurzweilige Art und Weise in ihrem Roman.
Rahel, eine Drehbuchautorin fällt nach einer Nierenstein-Op ins Koma, erleidet Multiorgan-Versagen und erwacht auf der Intensivstation. Wobei von Erwachen ist erst einmal nicht zu reden. Sie schwebt zwischen Leben und Tod, halluziniert sich Eichhörnchen ins Zimmer und weiß gar nicht, was mit ihr geschieht. Ihr Freund verhält sich äußerst seltsam, die Mutter erklärt und erklärt, was teilweise sehr langatmig ist.
Mit Rahel, der Protagonistin konnte ich mich teilweise gar nicht identifizieren, an manchen Stellen jedoch stark. Dieses, Gefühle nicht wirklich zulassen zu können, transportierte die Autorin prima.
Der schwarze Humor und der Sarkasmus in dieser Situation tragen eindeutig zum Ertragen dieser furchtbaren Situation bei.
Alles in allem war dies ein Buch welches mich gut unterhalten hat.
Rezensionen von dorli:
Kärntner Kesseltrieb
Kärntner Kesseltrieb von Alexandra Bleyer
Im normalerweise beschaulichen Mölltal geht es wieder drunter und drüber – der kauzige Aufsichtsjäger Sepp Flattacher hat einmal mehr alle Hände voll zu tun, in seinem Revier für Ordnung zu sorgen. Nervige Touristen, die seinen Hochsitz besetzt haben, eine Cannabisplantage in seinem Wald, ein neuerdings florierender Drogenhandel und eine Schlangeninvasion machen Sepp das Leben schwer.
Damit nicht genug, auch der immerwährende Zwist mit seinem Nachbarn Heinrich Belten geht in die nächste Runde…
„Kärntner Kesseltrieb“ ist bereits der vierte Fall für Sepp Flattacher, der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.
Alexandra Bleyer zeigt auch in diesem Flattacher-Abenteuer wieder, dass sie ein gutes Händchen für amüsante Krimiunterhaltung hat. Neben ganz viel Situationskomik sind es vor allen Dingen Sepps lockere Sprüche und seine bissigen Kommentare in Mundart, die die Ermittlungen zu einem großartigen Lesevergnügen werden lassen.
Obwohl Sepp wieder einmal beweist, dass er ein Querkopf ist und Charme und Liebenswürdigkeit nicht zu seinen herausragenden Eigenschaften gehören, zeigt sich doch, dass er sein Herz am rechten Fleck trägt - um Jungjäger Reini vor dem Absturz in die Drogenhölle zu bewahren, legt er sich nicht nur mit einer üblen Verbrecherbande, sondern auch mit einer ganzen Horde Klapperschlangen an.
Wortwitzig, schwarzhumorig, situationskomisch - „Kärntner Kesseltrieb“ bietet durchweg kurzweilige Unterhaltung.
Rezensionen von heinoko:
Ruhig-gespanntes Katz- und Mausspiel
Wisting und der Tag der Vermissten von Horst Jørn Lier
Für mich war dieser Autor eine Entdeckung! Ganz sicher werde ich auch den zweiten Band mit Kommissar Wisting lesen, denn Jorn Lier Horst trägt den Leser absolut sicher und verlässlich durch alle spannenden Geschehnisse des Cold Cases und kommt dabei ganz ohne marktschreierische Effekte aus – eine Wohltat.
Jedes Jahr trifft Kommissar William Wisting den Ehemann der vor 24 Jahren verschwundenen Katharina Haugen. Sie treffen sich freundschaftlich zu einem Angelausflug in einer abgelegenen Hütte. Der Fall der verschwundenen Katharina konnte nie gelöst werden. Über die Jahre hinweg hat Wisting die Ermittlungsakten wieder und wieder studiert, ohne weiterzukommen. Doch dieses Jahr wird aus diesem Ausflugsritual eine mehr als gefährliche Situation.
Das Lesen dieses perfekt durchkomponierten Kriminalromans habe ich sehr genossen. Der Autor hat es nicht nötig, durch wildes Hin- und Herspringen in den Zeiten und Perspektiven eine Pseudospannung aufzubauen. Er erzählt in ruhigem, folgerichtigem Erzählton auf feine, geradezu feinfühlige Weise und so detailliert, dass man das Gefühl hat, bei jedem einzelnen Ermittlungsschritt, bei jeder sich neu ergebenden Situation dabei zu sein, so intensiv, als würde man selbst jedes Blatt der umfangreichen Ermittlungsakte sichten und neu bewerten. Die relativ kurzen Kapitel machen das Lesen angenehm, die eigene Aufmerksamkeit wird geschickt wechselnd auf die verschiedenen überzeugend dargestellten Protagonisten gelenkt. Man befindet sich als Leser mitten in einem raffinierten Katz- und Mausspiel und wird weiter und weiter in eine seltsam still-gespannte Haltung getrieben, lauernd wie eine Katze vor dem Mauseloch. Genau so soll meiner Meinung nach ein Kriminalroman sein!








