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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von KimVi:

Tragische Liebesgeschichte

We Will Fall von Shannon Dunlap

Die sechzehnjährige Izzy zieht mit ihrer Familie von Manhattan nach Brooklyn. Ihr Leben ändert sich komplett. Sie muss neue Freunde finden, sich an der Schule einleben und im neuen Viertel orientieren. Nie hätte Izzy gedacht, dass sie ausgerechnet hier die berühmte Liebe auf den ersten Blick finden würde.

Doch genau das passiert, als sie Tristan zum ersten Mal sieht. Bei beiden schlägt der Blitz sofort ein. Tristan führt ein komplett anderes Leben und schwimmt im Schatten seines Cousins Marcus. Marcus gibt den Ton im Viertel an. Allen ist klar, dass er der Boss ist. Seinem Willen beugt man sich, denn sonst muss man mit Konsequenzen rechnen. Und nun hat Marcus sich in den Kopf gesetzt, dass Izzy seine neue Freundin wird. Da Tristan nicht den Mut hat, seinem Cousin zu gestehen, dass er in Izzy verliebt ist, treffen sich Izzy und Tristan heimlich. Damit fordern sie das Schicksal geradezu heraus....

Diese Liebesgeschichte ist angelehnt an "Tristan und Isolde". Da man das beim Lesen stets im Hinterkopf hat, ahnt man bereits früh, dass Izzys und Tristans Geschichte kein gutes Ende nehmen wird. Da beide aber so sympathisch wirken und wahre Liebe doch eigentlich alles überwinden sollte, hofft und bangt man mit den beiden, dass es einen Ausweg geben wird.

Die Handlung wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, die auf dem Schachspiel, das in Tristans Leben und diesem Roman eine hohe Bedeutung einnimmt, beruhen. Das sind Izzy die Queen/Königin, Tristan der Knight/Springer und außerdem kommt Izzys neue Freundin Brianna der Rook/Turm zu Wort. Durch die verschiedenen Sichtweisen bekommt man einen guten Eindruck von den Gedanken und Gefühlen der Hauptprotagonisten. Die Akteure sind interessant und facettenreich beschrieben. Man kann sich zwar nicht unbedingt mit ihnen identifizieren, beobachtet aber dennoch fasziniert das Geschehen und fiebert mit ihnen mit. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Man kann sich sowohl die unterschiedlichen Handlungsorte, als auch die Protagonisten mühelos vorstellen. Zwischen den Zeilen schwebt eine weitgehend düstere und angespannte Atmosphäre, sodass mein beim Lesen das Gefühl hat, dass etwas Bedrohliches vor sich geht. Man hofft und bangt allerdings, dass man sich irrt. Das Ende erwischt einen unverhofft und eiskalt.

"We will fall" ist eine tragische Liebesgeschichte, die zum Nachdenken anregt. Die Charaktere wirken zwar facettenreich und interessant, allerdings beobachtet man sie eher distanziert. Das Ende kommt unverhofft und knallhart.

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Rezensionen von rewareni:

Der einsame Jäger

We Will Fall von Shannon Dunlap

Der ehemalige Elitesoldat Simon Harper, der in Afghanistan die britische Spezialeinheit SAS geleitet hat, verdient nun seinen Lebensunterhalt mit besonderen Aufträgen. Als sogenannter
,,Troubleshooter" löst er Probleme seiner Klienten auf seine eigene Art und Weise. Emmy Schreiber, die Frau eines Revisors einer Düsseldorfer Privatbank, wendet sich an ihn, damit er den angeblichen Unfalltod ihres Mannes untersuchen soll.

Schneller als gedacht steckt Harper in einem Geflecht aus Lügen und falschen Spuren, wo er merkt, dass er niemanden trauen kann. Selbst die dubiose Sekte ,,Church of Inner Freedom“, scheint darin involviert zu sein und schon bald ist es Harper selbst, der um sein Leben fürchten muss, denn seine Gegner sind überall und zu allen Mitteln bereit, damit er ihren geheimen Machenschaften nicht in die Quere kommt.

,,Harper- Jäger und Gejagter“ von Stephan Michels, ist ein rasant geschriebener Krimi, der jeden Krimifan begeistern wird. Der Autor lässt seine Leser kaum eine Minute Zeit zum Durchatmen, weil es Schlag auf Schlag mit spannenden Szenen weitergeht. Sein Protagonist ist ein einsamer Jäger, der schreckliches als Soldat in Afghanistan erlebt hat, wo er eine Schuld auf sich geladen hat, mit der er bis heute nicht zurecht kommt. Selbst wenn er nach besten Wissen und Gewissen gehandelt hat und in einer Extremsituation menschlich handeln wollte, ist dieser Wunsch nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Dass selbst seine Familie nicht vom Unglück verschont worden ist, lässt ihn zu einem Kämpfer für Gerechtigkeit werden, selbst wenn sein eigenes Leben ständig in Gefahr ist. Sehr gut und interessant hat dabei der Autor die Gedanken von Simon Harper zusammen gefasst, der ständig versucht hat, seinen Gegnern einen Schritt voraus zu sein. Die Geschichte ist spannend geschrieben und es gibt dabei immer wieder Personen, bei denen man nie so genau weiß, auf welcher Seite sie stehen. Die Kämpfe mit seinen Gegnern sind jetzt nicht immer sanft beschrieben, sondern auch manchmal etwas brutal, was aber zu der Geschichte dazu passt. Die Handlung ist gut konstruiert, da sich mehrere Fäden langsam miteinander verbinden. Es ist ein spannendes Katz und Maus Spiel, das sich Harper mit seinen Gegnern liefert. Neben der actionreichen Handlung in Düsseldorf fließen auch immer wieder kurze Erlebnisse zu seiner Zeit als Elitesoldat mit ein, wo man vieles über ihn erfährt und auch wie es ihm danach mit seiner Familie ergangen ist.
Ich kann den Roman wirklich empfehlen für alle, die eine spannende Geschichte lesen wollen, die eine interessante Handlung lieben und die einen besonderen ,,Jäger“ kennen lernen wollen, der mit allen Mitteln versucht, die Menschen zu beschützen, die ihm am Herzen liegen.
Danke auch an den Verlag edition oberkassel für das persönliche Leseexemplar.

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Rezensionen von heinoko:

Von nix kommt nix...

Die Wanderschriftsteller von Iny Lorentz

Von nix kommt nix
Angekündigt ist der Inhalt des vorliegenden Buches als autobiographischer Reisebericht des Autoren-Ehepaares Iny Klocke und Elmar Wohlrath, die hinter dem Pseudonym Iny Lorentz stecken. Da ich nur gelegentlich einen historischen Roman lese und auch nur einige Bücher von Iny Lorentz kenne, waren meine Erwartungen an das vorliegende Buch nur mäßig hoch.

Als ich mit einiger Skepsis zu lesen begonnen hatte, erlebte ich eine Überraschung. Mich beeindruckte enorm, wie es dem Ehepaar gelingt, durchaus persönlich von sich zu erzählen, ohne sich jedoch wirklich in ihre Seelen hineinblicken zu lassen. Diese wohltuende Distanz der Erzählweise macht das Buch glaubwürdig und sympathisch. Die vielen Reisen des Ehepaares zu verfolgen mit all den kleinen und mittleren Katastrophen, die Camper so erleben können, war durchaus unterhaltsam. Ebenso beeindruckte mich die fast biedere Bescheidenheit, die das Ehepaar ausstrahlt. „Wir sind wie wir sind“, schreiben sie irgendwo im Buch. Ja, in der Tat, sie sind sich treu geblieben, egal wie erfolgreich ihre Bücher sind, ob sie bei Dreharbeiten zuschauen, in einem vornehmen Restaurant eingeladen sind, „in dem man sich vor den Obern verbeugen möchte“ oder ob sie mit desolaten Sanitärräumen auf abgelegenen Campingplätzen zu kämpfen haben – sie sind wie sie sind und sie bleiben so. Sie sind glücklich, wenn sie gemeinsam neue Projekte ersinnen, wenn jeder für sich vor dem Laptop sitzt und schreibt und schreibt. Und noch glücklicher sind sie, wenn sie zwischendurch die Welt bereisen, wissensdurstig, immer auf der Suche nach den idealen Orten, in denen ihre Figuren zum Leben erweckt werden können. Unglaublich, welch eine Akribie das Ehepaar an den Tag legt, um auf den Reisen so viel historisches Wissen wie nur irgend möglich zu sammeln, und wie aus diesem Erleben, Erspüren und Sehen der Orte Geschichten erwachsen, fast wie von selbst, möchte man meinen. Aber wenn man genau liest, spürt man doch, dass hier zwei Besessene am Werk sind, deren größtes Glück das schöpferische Schreiben ist, schier ohne Pause, mit endlosem Fleiß, mit zielgerichtetem, wissendem Blick auf historische Gegebenheiten. Wissen, das sich schreibend zu erlebbarer Geschichte wandelt. Zwar ist die Grundlage ihres Erfolges zweifellos schreiberisches Können, aber mindestens ebenso wichtig und zielführend scheint mir der immense Fleiß der beiden und die akribische Freude am Aufdecken von historischen Spuren in unserer heutigen Welt.
Das Buch lässt uns ein überaus sympathisches, bescheidenes, uneitles und besessen-fleißiges Autorenpaar kennenlernen, und mir wurde klar, dass genau hier das Geheimnis ihres Erfolges steckt, denn von nix kommt nix…

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein gelungenes Krimi-Debüt - fesselnd bis zur letzten Seite

Kaltblütige Abrechnung von Lotte R. Wöß

Autorin Lotte R. Wöss entführt ihre Leser in die steirische Landeshauptstadt Graz, die in der Statistik der Morde eine eher untergeordnete Rolle spielt. Doch, das wird sich, wie wir gleich lesen, schnell ändern:

Als Chefinspektor Anton „Toni“ Wakolbinger am Tatort eintrifft, warten zwei Überraschungen auf ihn: Die übel zugerichtete Leiche des angesehenen Gynäkologen Dr.

Leitner und eine neue Assistentin, Cassandra „Cindy“ Panzenböck.. Während die Ermittler noch den Hintergrund des Dr. Leitner beleuchten, wird eine weitere verstümmelte Leiche gefunden. Als sich herausstellt, dass es sich dabei um NAdine Wirth, die Nichte des Arztes handelt, scheint ein Zusammenhang zwischen den beiden Toten nicht ausgeschlossen. Die Eltern der toten jungen Frau verschweigen etwas, dessen sind sich Wakolbinger und Panzenböck sicher. Nur was? Die vagen Andeutungen um den 14 Jahre zurück liegenden Selbstmord der älteren Tochter Jessica, wirft ebenso einen Schatten auf die Reputation des Gynäkologen wie die Machenschaften um seine Kinderwunschpraxis.

Dann geht es Schlag auf Schlag und die Statistik der Morde schnellt, sehr zum Leidwesen von Wakolbingers Vorgesetzten Machacek, in die Höhe. Geht ein Serienmörder in Graz um? Und was sollen die, auf den Toten drapierten rosa Babyschühchen bedeuten?

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn es scheint, als ob hier eine alte Rechnung beglichen wird.

Meine Meinung:

Der Autorin ist mit diesem Krimi-Debüt eine fesselnde Geschichte von Niedertracht, Geltungssucht, Gier und Rache gelungen.

Die Charaktere bestechen durch Ecken und Kanten. Nicht nur die Ermittler lassen uns an ihrem Privat- bzw. Seelenleben teilhaben. Nein, fast könnten wir Sympathie für den Täter entwickeln, dem wir in kursiven Einschüben über die Schulter schauen dürfen. Dass die Opfer durchwegs Dreck am Stecken haben und sei es „nur“ durch Passivität oder doch aktive Schuld, macht den Krimi fesselnd bis zur letzten Seite.

Gut gefällt mir der Rahmen, in dem dieser Kriminalroman spielt: Die durchaus überschaubare Stadt Graz, die nicht so zum Hotspot von Mord und Totschlag zählt. Die hektische Betriebsamkeit des Vorgesetzten Machacek, die Morde so schnell wie möglich und ohne Einmischung der „Großkopferten“ aus Wien zu lösen, ist kontraproduktiv, wenn auch durchaus verständlich. Mehr als arbeiten können Wakolbinger und sein Team auch nicht. Der Seitenhieb auf die drohende Hilfe „von außen“, zeigt deutlich, dass man sich von der Bundeshauptstadt so gar nicht gerne helfen lassen will, die manchmal doch herablassend auf die Provinz herabsieht.

Der Schreibstil ist flott und bildhaft. Die Reaktionen der Ermittler sind durchaus nachvollziehbar. Sehr gut ist auch das anfangs ein wenig gespannte Verhältnis zwischen Wakolbinger und Panzenböck dargestellt. Doch in den nur wenigen Tagen dauernden Zusammenarbeit lernen die beiden einander schätzen und vertrauen.

Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten, obwohl sich mein Verdacht, den ich recht bald hatte, bestätigt hat. Manchmal ist es einfach spannend zu lesen, ob die Ermittler denselben Gedankengang haben.

Fazit:

Für diesen bis zur letzten Seite fesselnden Krimi gebe ich leichten Herzens 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Adventkrimi mit viel Lokalkolorit - leider einige unglaubwürdige Stellen

Perchtenjagd von Maja Brandstetter; Wolfgang Brandstetter

3,5 Sterne

Kurz zum Inhalt:
Auf dem Perchtenlauf am Adventmarkt in St. Wolfgang in Salzburg verschwindet die kleine Marie spurlos. Hat ein Perchtenläufer sie entführt?
Kurz darauf wird eine Leiche gefunden - mit dem Teddybären von Marie.
Für Gerichtspsychologe Meiberger beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: denn der Täter inszeniert ein perfides Krippenspiel mit mehreren Toten, dessen Höhepunkt am Heiligen Abend sein soll.

..
Kann die kleine Marie rechtzeitig gerettet werden? Und wie passt sie als Mädchen in das Krippenspiel?


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist erfrischend anders, mit kurzen, einfachen Sätzen, und österreichischem morbidem Charme und Sprachgut. Muss man mögen - ich mag es!
Erzählt wird aus abwechselnden Perspektiven. So kann man sich somit noch besser v.a. in den Psychologen Thomas Meiberger hineinversetzen. Auch dessen Privatleben kommt nicht zu kurz - sehr speziell fand dich diese Dreiecksbeziehung zu Karo: zuerst war sie mit Meiberger verheiratet, dann mit dessen Freund, Oberstleutnant Nepomuk Wallner, mit dem sie einen 3jährigen Sohn hat, doch diesen hat sie verlassen, als der 17jährige gemeinsame Sohn mit Meiberger verschwunden ist und Wallner sich auf ein Gewaltverbrechen versteift hat und nicht an ein Davonlaufen des Jungen geglaubt hat.

Nun zum eigentlichen Fall: ich finde es äußerst spannend, dass der Täter ein Krippenspiel inszeniert. Was will er damit bezwecken? Obwohl man auch kurze Einblicke in die Psyche des Täters erhält, war mir dieser bis zum Schluss nicht klar.
Man fiebert mit Meiberger mit, ob die kleine Marie noch rechtzeitig gefunden werden kann - sie soll ja vermeintlich das Jesuskind darstellen.

Was mir persönlich nicht ganz so gut gefallen hat, ist, dass die Spannung teilweise vorweggenommen wird, indem schon einiges im Voraus verraten wird. Auch hätte einiges ruhig ausführlicher beschrieben werden können und das Buch somit etwas dicker als nur 256 Seiten (inkl. Nachwort und Danksagung) sein können.
Die Salzburger Polizeibeamten kommen in der Geschichte ein wenig "trottelig" rüber und es gab leider - vor allem gegen Schluss - einige unglaubwürdige Szenen und Zufälle. Das war mir zu viel und insgesamt zu unglaubwürdig.
Allerdings gefällt mir der leicht morbide Stil der beiden Autoren und Meiberger mag ich total gern, deshalb bin ich - natürlich auch wegen dem fiesen Cliffhanger - total neugierig auf den nächsten Fall für Meiberger!
Das Nachwort eines echten Gerichtspsychologen fand ich sehr interessant und informativ.

Zwei Zitate haben besonders herausgestochen und ich fand sie sehr witzig bzw. so richtig aus dem Leben gegriffen:
S. 42 "Aber Nepo war ein religiöser Mensch, und er glaubte an die heilende Kraft von "Scheiß drauf".
S. 245 "Das Leben war ein schlechter Witz, aber wie hatte Nepos Opa immer gesagt? Alle wollten ihn hören. Und dazu lachen. Je lauter, desto besser."


Fazit:
Weihnachtlicher Krimi mit viel Lokalkolorit, schwarzem Humor und einem sympathischen Protagonisten; mir waren dann leider doch zu viele Vorkommnisse unglaubwürdig. Ich wurde jedoch weihnachtlich in die Adventzeit versetzt und vergebe 3,5 Sterne.

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Rezensionen von Petra:

Brüder

Teufelskrone von Rebecca Gablé

Klappentext

England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten - auch dann noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt.

Denn Richards Schatten scheint so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht ...

Meinung:

Obwohl es das 6. Buch der Waringham Serie ist, ist es zeitlich das Erste. Richard Löwenherz ist König von England und seinem Bruder John Ohneland spinnefeind. Im Gegensatz zu Guillaume und Yvain Waringham nicht nur Brüder sie sind auch Freunde. Durch die Umstände dienen sie jeder einem der Plantagenets.
Nach Richards Tod wird John König wie wir aus der Geschichte wissen ist er grausam und unberechenbar. Nicht viel anders als seine Vorgänger.
Rebecca Gablé beschreibt die Zeit und die Umstände, sie vermittelt Kenntnisse ohne Pathos mit viel Verständnis für die Menschen. Dank der Geschichte von Robin Hood habe viele von uns ein vorgefertigtes Bild von den beiden Königsbrüdern. Dieses Bild kommt ins Wanken wenn man es mit dem fiktiven Brüder Paar vergleicht. Keiner ist in diesem Buch ein strahlender Held, alle haben Fehler aber bei den meisten überwiegen die guten Seiten.
Ein Menschenleben war zu der Zeit nicht viel wert und es endete sehr oft sehr grausam. Die Autorin hat diese Tatsache nicht verschwiegen aber auch nicht ausgewalzt.
Ein weiterer roter Faden ist eine tragische Liebesgeschichte die ein unerwartetes Ende nimmt.
Ich mag die Familie Waringham, sie ist integer und bemüht sich immer für die Familie und die Menschen die von ihnen abhängig sind das Beste aus den Umständen zu machen. Als Leser begleite ich sie schon über Jahrhunderte und jedesmal bewundere ich die Art und Weise wie die Autorin uns sie näher bringt, man ist Teil dieser Familie denn sie sind sympathisch und liebenswert.
Es ist ein Roman die Mischung aus Fiktion und historische Tatsachen ist in meinen Augen perfekt, Und im Anhang werden die belegten Fakten erklärt,

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Rezensionen von Tara:

Unterhaltsam & lehrreich

Ein Schweinebär im Schlafanzug von Andreas Langer; Katalin Eva Pop

„Ein Schweinebär im Schlafanzug“ ist ein süßes und lehrreiches Buch für Kinder im Altern zwischen 5 und 8 Jahren von dem Autor Andreas Langer mit vielen liebevoll gestalteten schwarz-weiß Zeichnungen der Illustratorin Katalin Eva Pop.
Jule und Sascha sind zwei ganz normale Geschwister. Nur wenn es um das Essen geht, dann verursacht Sascha immer eine riesige Schweinerei und wird deswegen von seinen Eltern Schweinebär genannt.

Aber es bleibt nicht bei dem Namen, Sascha verwandelt sich wirklich zu einer Mischung aus Schwein und Bär und damit geht dann das Chaos erst richtig los.
Der Schreibstil ist passend für die Zielgruppe, kurze, klare und lebendige Sätze. Die Geschichte ist unterhaltsam, lehrreich und amüsant. Dem Autor ist es gut gelungen, seine Botschaft - dass man Menschen so anzunehmen soll, wie sie sind - leicht verständlich zu verpacken.
Am Ende des Buches gibt es noch einige Mitmachseiten mit Rätseln und Zeichnungen zum Ausmalen.
Meine Kinder und mich hat das Buch gut unterhalten und ich fand es schön, dass meine Kinder auch nach dem Lesen noch eine Weile mit den Mitmachaufgaben beschäftigt waren.

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Rezensionen von LEXI:

Ein jahrzehntelang ungelöster Vermisstenfall

Verborgen im Gletscher von Arnaldur Indriðason

Ein jahrzehntelang ungelöster Vermisstenfall

Nachdem eine Gruppe deutscher Touristen auf dem zweitgrößten Gletscher Islands namens Langjökull eine Leiche im Eis entdeckt, gibt es erstmals eine Spur zu einem vor über dreißig Jahren spurlos verschwundenen Mann namens Sigurvin. Die damalige ergebnislose Suche prägte den mit dem Fall betrauten Kriminalpolizisten Konráð, und obgleich er bereits in den Ruhestand trat, bietet er seine Mithilfe bei der Aufrollung dieses Falles an.

Konráð studiert erneut die alten Unterlagen zu diesem Fall, befragt erneut die Zeugen von damals, und entdeckt schließlich auch Zusammenhänge mit einem anderen ungeklärten Fall.

Der isländische Autor Arnaldur Indriðason lädt den Leser in diesem ruhigen, beschaulichen Kriminalfall ein, sich an der Seite des pensionierten Ermittlers Konráð erneut auf Spurensuche zu begeben. Die einzelnen Ansätze, Befragungen und Nachforschungen werden akribisch beschrieben, zwischendurch erhält man immer wieder Einblicke in das Privatleben des verwitweten Polizeibeamten. Konráðs Erinnerungen an seine Ehe mit seiner großen Liebe Erna, aber auch jene an den nie geklärten Mord an seinem Vater im Jahre 1963, nehmen einen gewichtigen Part in dieser Geschichte ein. Der Mordfall Sigurvin wird nur sehr langsam aufgerollt, unzählige Hinweise verfolgt, Verdächtige und Zeugen erneut unter die Lupe genommen. Das gemächliche Erzähltempo wies für meinen Lesegeschmack ein paar Längen auf und es gelang dem Autor nicht, Spannung aufzubauen und mich zu fesseln. Die Geschichte plätschert eher vor sich hin und nimmt erst gegen Ende des Buches etwas an Fahrt auf. Die Auflösung erfolgte dann für mein persönliches Empfinden zu rasch, es verbleiben offene Handlungsstränge und aus meiner Sicht fehlende Konsequenzen für die Verantwortlichen hinsichtlich nachlässiger Ermittlungsarbeit in der Vergangenheit.

Dem Protagonisten Konráð wurde in diesem Krimi die größte Aufmerksamkeit zuteil. Während ein Verdächtiger namens Hjaltalin, die Leiterin der Kriminalabteilung der Reykjaviker Polizei namens Marta sowie der Polizist Léo einen gewissen Stellenwert im Buch innehaben, blieben mir die anderen Charaktere dieses Buches in gewisser Weise fremd, es kam auch keinerlei Sympathie für auch nur eine der handelnden Figuren auf.

Auch in sprachlicher Hinsicht konnte mich die Geschichte nicht überzeugen, und der bereits erwähnte Mangel an Spannung sowie die blassen Charaktere, die mich als Leser nicht ausreichend einbezogen, aber auch der vermehrte Einsatz derber Ausdrücke und Flüche, verleideten mir darüber hinaus das Lesevergnügen.

Fazit: Ich empfand „Verborgen im Gletscher“ als Krimi mit einigen Schwächen, der meinem persönlichen Lesegeschmack leider nicht entsprochen und mich vielmehr enttäuscht hat. Für mich beinhaltete er etwas zu viele Rückblicke in die Vergangenheit des Protagonisten, und viel zu wenig Spannung bei der Aufrollung des ungelösten alten Vermisstenfalles. Ich kann daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.

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Rezensionen von Lilli33:

Ein alter Fall in neuen Händen

Verborgen im Gletscher von Arnaldur Indriðason


Inhalt:
Vor fast sechs Jahren wurde Oliver Cordes, Sprössling einer reichen Familie, ermordet. Sein Halbbruder Gustaf hat dafür fünf Jahre im Gefängnis verbracht und ist seit kurzer Zeit wieder auf freiem Fuß. Zwar hatte er damals gestanden, doch später sein Geständnis widerrufen. Sein Bewährungshelfer bittet nun den Heidelberger Kripo-Chef Alexander Gerlach, den Fall neu aufzurollen.

Doch der ist nicht von Gustafs Unschuld überzeugt. Erst als Gustaf Cordes spurlos verschwindet und es Spuren eines neuerlichen Verbrechens gibt, greift er ein …

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 16. Band der Reihe um den empathischen Kommissar Gerlach. Der Fall ist in sich abgeschlossen und somit dieser Band auch gut als Stand alone lesbar. Natürlich ist das Lesevergnügen noch größer, wenn man die Nebenhandlung mit beruflichen und privaten Entwicklungen von Anfang an verfolgt hat. Für das Verständnis ist es aber nicht notwendig.

Wer sich in der Heidelberger Gegend auskennt, wird viele bekannte Orte wiederfinden. Die Handlung beschränkt sich fast vollkommen auf den Rhein-Neckar-Kreis, hauptsächlich Heidelberg, aber auch andere Städte und Dörfer. Da ich vor Zeiten in Heidelberg gelebt habe, fühle ich mich in diesen Krimis natürlich wie zu Hause. Ich denke aber, es wird mit dem Lokalkolorit nicht so übertrieben, dass es für andere Leser öde ist.

Die Handlung entwickelt sich langsam und mit vielen Ecken. Immer wieder kommen neue Aspekte und damit Überraschungen hinzu. Die Befragung der Familienmitglieder und der Freunde und Bekannten gestaltet sich schwierig und zäh. Lügen, widersprüchliche Aussagen oder Aussageverweigerung machen Gerlach die Arbeit schwer. Darunter litt für mich ein wenig die Spannung, zumal der alte Fall sowieso schon kalt ist und es auf einen Tag mehr oder weniger nicht ankommt.

Schon früh hatte ich eine bestimmte Person im Verdacht. Am Ende konnte Wolfgang Burger mich mit seiner Auflösung aber komplett überraschen und überzeugen. Nun warte ich gespannt darauf, was der Autor sich im nächsten Band einfallen lässt, um mich wieder nach Heidelberg zu locken.

Die Reihe:
1. Heidelberger Requiem
2. Heidelberger Lügen
3. Heidelberger Wut
4. Schwarzes Fieber
5. Echo einer Nacht
6. Eiskaltes Schweigen
7. Der fünfte Mörder
8. Die falsche Frau
9. Das vergessene Mädchen
10. Die dunkle Villa
11. Tödliche Geliebte
12. Drei Tage im Mai
13. Schlaf, Engelchen, schlaf
14. Die linke Hand des Bösen
15. Wen der Tod betrügt
16. Wenn Rache nicht genügt

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Rezensionen von Rina:

Kurzbesuch auf der Alm

Ein Ausflug auf die Alm von Hubert Flattinger

Luka und seine Mama nehmen die Leser/innen mit auf eine wundervolle Wanderung auf die Alm. Früh am Morgen starten die beiden ihre Reise. Es geht über Wiesen, durch Wälder, vorbei an Rindern bis hin zum Ziel. Während der Wanderung gibt es für Lukas einiges zu entdecken. Oben angekommen geht die Wissensreise erst richtig los.

Luka und seine Mama lassen sich die Jause ordentlich schmecken. Lukas meint: "Das schmeckt alles irgendwie frischer." Nach der Stärkung wird dem Jungen die ganze Alm gezeigt. Er darf sogar richtig mit anpacken.
Während des Lesens wird die Lust auf eine erlebnisreiche Wanderung richtig geweckt. Dem Autor gelingt es die Freude an regionalen und frischen Produkten zu wecken. Die Illustrationen von Bine Penz lassen den Leser in frische Wiesen eintauchen und den Käse sowie die frische Bergluft förmlich riechen.
Insgesamt ein sehr gelungenes, kurzes Buch, das sehr gut als Einstimmung auf eine Wanderung oder einen Besuch am Bauernhof eingesetzt werden kann.

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