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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R:

emotional und mitreißend ...

Schicksalssommer von Nelly Fehrenbach

Klappentext:

Eine mitreißende Geschichte um Verlust und Hoffnung auf eine neue Liebe von Erfolgsautorin Nelly Fehrenbach.
Seit dem Verlust ihres kleinen Sohnes vergräbt sich Regina am liebsten in Büchern und guten Geschichten. Ihr bester Freund, der sensible lebensfrohe Daniel, hilft ihr so gut er kann, den Weg zurück ins Leben zu finden.

Als nebenan Architekt Ben mit seinem Sohn Tim einzieht, ist es für Regina und Ben Anziehung auf den ersten Blick. Aber Ben ist Witwer und hat eigene Sorgen, die einem neuen Glück im Wege stehen.
Kann die Liebe ihnen helfen mit den Verlusten der Vergangenheit umzugehen und ihnen die Richtung weisen in eine Zukunft, die gelebt werden will?

Cover:

Das Cover ist auf den ersten Blick sehr einfach gehalten. Der Hintergrund ist in zartem türkis bis hellblau, dem Himmel mit einigen sehr leicht angedeuteten Wölkchen nachempfunden. Der Titel ist mittig angebracht und darüber, sowie darunter sieht man eine schwebende Feder mit Wassertröpfchen darauf. Kleine goldene Kreise runden das Cover ab.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Das Buch ist sehr schön gegliedert und die Kapitel haben eine angenehme Länge, so dass es sich sehr gut lesen lässt. Kurze prägnante Sätze bestimmen das Schreibbild. Die abwechselnde Perspektive zwischen den Protagonisten lockern das Ganze auf und setzten zusätzliche Spannungsmomente. So erfährt man mal etwas von dem einen und dann wieder von dem anderen. Es wird wunderschön beschrieben und auch die Gefühle kommen so sehr gut rüber.

Bereits der Prolog beginnt sehr ereignisreich und mit einem sehr heftigen Schicksalsschlag, der es in sich hat. Regina muss den Tod ihres Kindes in seinem Bettchen bewältigen, ohne dass sie etwas tun kann. Auch ihre Ehe zerbricht daran, da ihr Mann sich in Alkohol flieht.

Als dann nebenan Ben und Tim einziehen, wird sie an dieses traumatische Erlebnis zurück erinnert, da auch ihr verstorbenes Kind Tim hieß und in etwa im selben Alter wäre. Auch hier schlägt das Schicksal wieder zu.

Zu viel möchte ich aber an dieser Stelle von Inhalt nicht verraten.

Ein ständiges Auf und Ab der Gefühle, sowie verschiedene Emotionen und Schicksalsschläge treffen in diesem Buch aufeinander. Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben und man kann sich sehr gut in diese und auch in ihre Gefühle hinein versetzten und mit ihnen mit empfinden. Auch erfährt man nach und nach immer mehr über ihre Vergangenheit und die Päckchen, die sie tragen. So haben eine tragische familiäre Vergangenheit und auch ein Outing in diesem Buch eine Präsens. Die Autorin schafft es, die Geschichte lebhaft und emotional zu erzählen, so dass man sehr gern immer weiter liest und das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legt.

Hierbei geht es also nicht einfach nur um eine Liebesgeschichte, es geht um sehr viel mehr. Es geht um die Verarbeitung von Vergangenheit und Ängsten, aber es gibt auch Hoffnung und Vertrauen. ein wunderschöner Mix, der es in sich hat.

Mir hat das Buch und die Geschichte sehr gut gefallen und mich sehr gut unterhalten. Auch das Ende fand ich wunderschön und sehr passend.

Fazit:

Ein wunderschönes Mix aus Emotionen, Gefühlen, Bewältigung der Vergangenheit, Ängsten, aber auch Hoffnung und Vertrauen...

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Rezensionen von Lesemama:

Monster, Mythen und Magie

Willkommen in Monsterville von Rex Ogle

Zum Buch:
Ben muss mit seiner Mutter von Brooklyn in das, auf den ersten Blick, so beschauliche Ost Emerson ziehen. Aber Ben sieht Monster, sein Lehrer ist eine Mumie, die Bibliothek wird von einer Schlangenfrau geleitet und niemand außer ihm kann es anscheinend sehen. Als dann immer mehr Tiere verschwinden, unter anderem sein Hund Fred, muss er mit seinen neuen Freunden Lucy und Linus etwas tun .

..

Meine Meinung:
Alleine schon das Cover ist ein absoluter Hingucker, ich liebe solche haptischen Cover sehr.
Die Geschichte wird im Ich-Erzählstil von Adam Monster erzählt und beginnt erstmal mit einer Warnung. Man soll auf gar keine Fall, unter keinen Umständen weiterlesen, alleine schon das macht natürlich sehr neugierig.
Der Beginn ist ein wenig langatmig, auch die ständigen "Zwischenrufe" des Monsters sind gewöhnungsbedürftig. Dann, nach dem Verschwinden von Fred, nimmt die Geschichte ordentlich an Fahrt auf. Stellenweise ist es etwas holprig, für junge LeserInnen ist es vielleicht ein wenig schwer zu folgen. Ich finde auch das empfohlene Lesealter ein wenig zu früh, da muss ein Kind schon unerschrocken sein um mit neun Jahren so ein spannendes, teilweise gruseliges Buch zu lesen, aber das müssen die Eltern für die Kinder entscheiden, ob es passt oder nicht.
Ich würde eher erst aber elf zu dem Buch greifen. Aber dann kann es richtig Spaß machen, es ist jedenfalls sehr abenteuerlich und spannend.
Gerade das Ende ist im Prinzip noch offen und macht sehr gespannt auf den zweiten und viele weitere Teile, die es hoffentlich geben wird.

Was mich ein wenig störte war die Geheimschrift, natürlich kann man dich als erfahrener Leser zusammenreimen was es heißen soll, aber für Kinder finde ich es zu schwierig. Am Ende kommt zwar ein Code, aber ob man dann noch Lust hat alle Stellen zu suchen und ob man auch noch alles findet? Das fand ich ein wenig schade, ansonsten ist es ein guter Auftakt in eine spannende Reihe, nicht nur für Kinder.

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Rezensionen von Markus96:

Irrsinnig spannend

Saat in den Sturm von Herbert Brunnegger

Ein tolles Buch, das man nur verschlingen kann. Mir gefällt, dass der Verfasser einfach realistisch sein Erlebtes zu Buche bringt, ohne sich auf irgendeine Propaganda oder sonstiges zu stützen. Kann ich nur sehr empfehlen!

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Rezensionen von spozal89:

mir fehlte die Spannung

Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant von Sally Green

Klappentext:

Prinzessin Catherine bereitet sich in Brigant auf ihre Hochzeit mit einem Mann vor, den sie nie getroffen hat.

Ambrose, dem Leibgardisten, der heimlich in die Prinzessin verliebt ist, droht unterdessen das Henkersschwert.

In Calidor ist der Diener March auf Rache an dem Mann aus, der für den Untergang seines Volkes verantwortlich ist.

Edyon wird in Pitoria von seiner unbekannten Vergangenheit eingeholt.

Und auf dem Nördlichen Plateau macht die junge Dämonenjägerin Tash eine mysteriöse Entdeckung.

Die Leben dieser fünf jungen Menschen werden untrennbar miteinander verknüpft. Ihren Ländern droht Schlimmeres als der nahende Krieg und in ihren Händen ruht das Schicksal ihrer Welt...

Auf dieses Buch war ich mega gespannt. Der Klappentext klang total interessant und die Leseprobe hat mich absolut fasziniert und ich habe mich wahnsinnig gefreut, als ich das Buch dann endlich in den Händen hielt.

Doch leider wurde meine Erwartungen nicht erfüllt. Der Schreibstil an sich hat mir zwar gut gefallen und auch die Kapitel aus den unterschiedlichen Perspektiven der Charaktere hat mir gut gefallen. Aber das Buch ist extrem dick (was ja im Grunde nicht schlecht ist) und die Geschichte plätscherte so dahin. Es wurde nicht wirklich spannend erzählt, viele Fragen die während des Lesens aufkamen wurden ein Kapitel später meist schon beantwortet und im Grunde wusste man von Anfang an was passieren wird. Trotz der Länge des Buches und der unterschiedlichen Perspektiven, blieben die Figuren etwas blass und bis auf Chatherine fand keinerlei Entwicklung statt. Was ich sehr schade fand. Ich habe gefühlte Ewigkeiten gebraucht, bis ich mit dem Buch durch war und habe es immer wieder zur Seite gelegt, weil es mich stellenweise doch gelangweilt hat.

Sehr schade, denn die Welt die erschaffen wurde und auch die Grundidee - vor allem mit dem Dämonenrauch, fand ich klasse. Teil zwei werde ich vermutlich aber nicht mehr lesen.

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Rezensionen von LEXI:

Eine tödliche Bedrohung auf Talbot Island

Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant von Sally Green

Eine tödliche Bedrohung auf Talbot Island

Als Tennyson Marlena Kent in einem Wettschwimmen mit ihrer Cousine und besten Freundin Julia ihre Kräfte misst, verschwindet diese spurlos, auf einer Boje klebt Blut. Der Fund von Julias Leiche ist für Teni das furchtbare Finale einer unglückseligen Kette von Ereignissen.

Nachdem sie die Liebe ihres Lebens verloren hat, ihre Eltern bei einem Unfall starben und ihr Verlobter sie kurz vor der Hochzeit verließ, steht sie nach dem tragischen Tod ihrer allerbesten Freundin und Verwandten kurz vor dem Zusammenbruch. Doch Julias Ableben war kein Unfall, und der Mörder ist nun auch hinter Teni her. Als Mitarbeiterin der Umwelt- und Wasserschutzpolizei besteht die mutige junge Frau darauf, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam mit Callen Frost, einem Ermittler des Bundesamts für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe, setzt sie alles dran, die Umstände von Julias Ableben aufzuklären. Doch Callen ist mehr als nur ein Ermittler und Brandexperte – er war Tenis große Liebe und entpuppt sich in dieser Situation als Fels in der Brandung. Doch wird die junge Frau mit den blaugrünen Augen und dem rotblonden Haar es schaffen, ihrem attraktiven ehemaligen Seelengefährten zu verzeihen und ihm eine neue Chance geben? Und wird Callen es gelingen, den wichtigsten Menschen in seinem Leben vor einem rücksichtslos vorgehenden Verfolger beschützen zu können?

Dieser „Kleine Auszeit Roman“ aus der Feder von Dani Pettrey vereint die Geschichte einer großen Liebe, die unglücklich endete, mit einem adrenalingeladenen Kriminalfall. Der anonym agierende Mörder im Hintergrund hält den Spannungsbogen dieses Buches hoch, die zarte Annäherung zwischen den ehemaligen Liebenden stellt die romantische Seite dieses Buches dar. Der Glaube ist ein wichtiges Thema im Buch – die Zuversicht auf Gottes Souveränität und Führung durchdringt den Protagonisten Callen, während Teni nach dem Tod der Eltern ihre Beziehung zu Gott auf Eis legte.

Der einnehmende Schreibstil der Autorin war mir bereits aus zahlreichen anderen Werken bekannt und hat mich auch im vorliegenden Kurzroman für sich eingenommen. Die Figuren sind sehr gut dargestellt, ihre Charakterzeichnung besticht durch Authentizität. Die Gedanken und Emotionen der handelnden Personen wurden überzeugend zum Ausdruck gebracht und im Buch in kursiver Schrift dargestellt. Das größte Augenmerk liegt auf den beiden Protagonisten Tennyson und Callen, die Anzahl der Nebenfiguren dieser Handlung bleibt überschaubar. Sowohl Tennyson, als auch Callen, haben mit ihrer Vergangenheit noch nicht abgeschlossen, der Leser erhält Einblicke in ihre inneren Kämpfe, Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte. Mit Darren, Marybeth, Jared und Jacob Connor betreten höchst unangenehme Zeitgenossen die Bühne, und während der freundliche alte Hafenarbeiter Darren für Argumente zugänglich scheint, sorgen seine Ehefrau Marybeth und die beiden Söhne für böses Blut. Auch Tenis Ex-Verlobter Alex und dessen Freund Lenny scheinen einiges zu verbergen und nicht ganz die Wahrheit zu sagen. Ob Freund oder Feind stellt sich erst im Verlauf dieser Geschichte heraus.

Der Autorin gelang es trotz der Kürze ihrer Geschichte, Verdachtsmomente einzustreuen und falsche Fährten zu legen. Das Buch punktet zudem mit einer äußerst lesefreundlichen Schriftgröße und großzügigem Zeilenabstand, das gebundene handliche Kleinformat und das schlicht gehaltene Buchcover zeigen das gleiche Erscheinungsbild wie die anderen Bände dieser Reihe.

Fazit: Mit „Mörderische Gischt“ von Dani Pettrey präsentiert der Francke-Verlag ein weiteres Werk aus seiner Reihe der Kleinen-Auszeit-Romane, das mich hervorragend unterhalten und mir sehr gut gefallen hat. Ich empfand sowohl die inhaltliche, als auch die sprachliche Umsetzung als gelungen und empfehle diesen Kurzroman gerne weiter.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein typischer Coming-of-Age von Stephen King - mitreißend und auch ans Herz gehend.

Das Institut von Stephen King

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat.

Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen... (Klappentext)

♜♜♜♜♜

">>Was im Hinterbau läuft, weiß ich nicht, und ich will es auch nicht wissen. Ich weiß bloß, dass es da wie im Bermuda-Dreieck ist - man kommt zwar rein, aber nicht wieder raus. Jedenfalls kommt man nicht hierher zurück.<<"
(S. 102)

Stellt Euch vor es existiert eine Institution, welche Experimente an Menschen durchführt, genauer gesagt an Kindern. Experimente, welche denen aus dem 2. WK unter Ärzten wie Mengele oder Gebhardt nicht unähnlich sind. In genau so eine Einrichtung wird der 12-jährige Luke Ellis gesteckt, nachdem seine Eltern ermordet und er entführt wurde.
Das Institut steht in Main, umgeben von dichtem Wald, von der Außenwelt abgeschirmt und erinnert an ein Hochsicherheitsgefängnis. Die Insassen sind Kinder zwischen sechs und sechzehn Jahren und alle besitzen paranormale Fähigkeiten. Sie kommen rein, aber niemals wieder raus. Während ihres Aufenthaltes müssen sie einiges über sich ergehen lassen, bevor sie in den Hinterbau verlegt werden - Endstation.
Luke und seine neu gewonnenen Freunde wissen nicht zu welchem Zweck man das alles mit ihnen macht und wieso man gerade sie ausgewählt hat. Sie wissen nur eines - sie wollen nicht in den Hinterbau. Dafür müssen sie sich zusammentun, damit zumindest einer von ihnen fliehen kann. Doch was sollen Kinder gegen Erwachsene ausrichten, welche mit Schockstöcken und Spritzen bewaffnet sind?

Diese Story wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wobei die von Luke im Vordergrund steht. Man erhält aber auch Einblick in die Sicht von Mitarbeitern und anderen Kindern und auch in die von Tim, einem ehemaligen Cop, den es in die Pampa verschlagen hat.
Man ist also immer mittendrin, statt nur dabei und vor allem Lukes Perspektive geht einem ziemlich an die Nieren und ans Herz. Die Kinder müssen nämlich wirklich Fürchterliches mitmachen und auf jeder Seite spürt man die Angst, die Verzweiflung, die Tränen und die Hoffnungslosigkeit. Man fiebert mit Luke und den Kindern mit, während man sie Seiten verschlingt.

"ICH HABE EINEN KRAMPFANFALL, WOLLT IHR MICH ETWA UMBRINGEN?
Das versuchte er zu sagen, aus seinem Mund kam jedoch nur ein klägliches kleines Gurgeln. Dann waren die Punkte verschwunden, er stürzte aus dem Sessel, stürzte in die Dunkelheit, und das war eine Erleichterung. O Gott, was für eine Erleichterung."
(S. 230)

Zudem weiß man nie, was sich auf der nächsten Seite verbirgt, denn es kommt mehrmals zu überraschenden Wendungen, die einem plötzlich in eine völlig andere Richtung treiben, als noch kurz zuvor gedacht.
Die Figuren sind durchwegs gut gezeichnet und wie die meisten King-Romane, lebt auch dieser von seinen Figuren und dieser ganz bestimmten Atmosphäre, wie sie nur King zu erschaffen weiß.
Man bewegt sich zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Angst und Beklemmung und nicht zu vergessen dem Entsetzen.

">>Diese Spritzen, die sie uns geben...<<, sagte Iris.
>> Manche tun weh, andere nicht. Nach einer hab ich hohes Fieber gekriegt und brutales Kopfweh. Ich dachte schon, dass ich mich bei Sha mit Windpocken angesteckt hätte, aber nach einem Tag war es vorüber. Jedenfalls geben sie dir Spritzen, bis du die Blitze siehst und das Summen hörst.<<"
(S. 129)

Diejenigen, welche sich einen King-Horror erwarten, werden jedoch enttäuscht sein. Das einzig Gruselige daran ist die Institution mit ihren Ärzten und Pflegern, die völlig skrupellos agieren, die Experimente und der Gedanke, dass die Existenz solcher Einrichtungen eventuell nicht völlig aus der Luft gegriffen sein könnte. Bei Stephen King werden tief verborgene Ängste wahr.
Hier handelt es sich also um einen typischen Coming-of-Age-Roman in feinster King Manier, welcher mehr Tiefsinnigkeit bereithält, als auf den ersten Blick erkennbar, der einem trotzdem mitreißt und am Ende nachdenklich zurücklässt.

Die Verarbeitung und das Äußere des Buches sind übrigens auch nicht zu verachten.

Fazit:
Kein Horror, kein Grusel, keine abartigen und grässlichen Kreaturen (abgesehen von den Institutsmitarbeitern) und trotzdem spannend und mitreißend.
Ich liebe Kings Coming-of-Age-Romane, da diese immer eine ganz eigene Atmosphäre mit sich bringen und mich auf ihre ganz eigene Art von sich einnehmen. So auch dieser hier, welcher zwar an die alten King-Romane nicht heranreicht, auch hin und wieder die ein oder andere Länge beinhaltet, mich aber trotzdem am Buch kleben ließ.

© Pink Anemone (inkl. Book-Soundtrack)

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

"Es irrt der Mensch, so lang er strebt."

Der Lehrmeister von Pötzsch Oliver

Der zweite Band rund um Dr. Johann Georg Faustus geht ähnlich spannend, opulent und mystisch wie der erste Teil „Der Spielmann“ weiter.

Inzwischen sind 6 Jahre vergangen, Margarethe auf dem Scheiterhaufen verbrannt und Dr. Faustus zieht mit Karl Wagner und Greta als Astrologe, Quacksalber und Gaukler durch die Lande.

Immer gefolgt von seinen eigenen Dämonen, seinem ehemalige Lehrmeister Tonio del Moravia und den Schergen des Papstes. Doch nicht nur Papst Leo will den Doktor in seine Gewalt bringen, sondern auch König Franz I. von Frankreich und die Habsburger, die nach dem Tod von Kaiser Maximilian akuten Geldbedarf für die Wahl des nächsten Kaisers haben.
Warum? Weil sich hartnäckig das Gerücht hält, Faustus hätte das geheime Wissen, Gold zu machen. Und dafür gehen Herrscher über Leichen.

Meine Meinung:

Autor Oliver Pötzsch hat mich mit diesem zweiten Teil wieder gefesselt. Als erklärter Faust-Fan bin ich sofort wieder in die Geschichte hinein gekippt. Die opulente Beschreibung der damaligen Lebensumstände lassen sofort ein buntes Bild, ähnlich dem der Laterna Magica erscheinen (auch wenn die nur schwarz/weiß war).

Gut gefällt mir, dass die Geschichte wie ein Theaterstück in mehrere Akte unterteilt ist.

Die Charaktere sind wie immer fein herausgearbeitet. Vor allem Faustus ist nach wie vor ein rastlos Suchender. Diesmal ist es das Heilmittel gegen sein Krankheit. Auf dieser Suche legen sie tausende von Meilen zurück, was auf der beilegenden Karte gut dargestellt ist. Allein dafür gebührt den Reisenden meine Hochachtung! Solange sie noch in ihrem Wagen unterwegs sind, sind sie ja noch vor den Unbillen des Wetters geschützt. Aber später, auf Maultier oder überhaupt zu Fuß - das kann man sich als Mensch des 20. bzw. 21. Jahrhundert gar nicht ausmalen, wie beschwerlich das Reisen damals war.

Deutlich kommt heraus, dass das einmalige Verbergen bzw. Verbiegen der Wahrheit immer weitere Lügen hervorruft. Der geneigte Leser weiß natürlich, dass Greta Faustus‘ Tochter ist. Doch der braucht eine gefühlte Ewigkeit, bis er ihr, im Fieberwahn, die Wahrheit enthüllt.

Klasse ist, dass wir Leonardo da Vinci begegnen. Wie auch überhaupt historische Tatsachen super in den Faust-Stoff integriert sind. Neben dem Universalkünstler und diversen Herrschern schweben die revolutionären Gedanken von Martin Luther über der Christenheit. Die Welt ist im Umbruch. Viele erkennen die Zeichen der Zeit nicht. Die Kirche hat die Menschen im Würgegriff. Dass der Medici-Papst Leo X. mit seiner Verschwendungssucht nicht besonders gut wegkommt, liegt auch auf der Hand. Doch bevor man die Fehler bei sich selbst sucht, schiebt man sie finsteren Mächten zu.

Gut hat mir auch das Nachwort gefallen. Tja, Goethes Faust II ist wirklich nicht einfach aufzuführen. Gelesen habe ich ihn schon. Doch das Abgleiten in das Metaphysische ist echt anstrengend. Dabei ist Johann Wolfgang von Goethe ein Kind der Aufklärung.

Der Faust-Stoff ist ja nicht erst seit Goethe ein Thema. Zuvor schon in einigen Volkssagen erwähnt, nimmt sich bereits Christopher Marlowe (1564-1593) dieser Materie an.

Dass die im Buch verwendeten Zitate, im Kapitel „Faust für Besserwisser“ mit der Angabe aus welchem Faust-Teil sie stammen, aufgezählt sind, finde ich echt klasse. So lässt sich leicht der Zusammenhang zu Goethes Werk entdecken.

Fazit:

Ein opulentes Epos, dem ich gerne eine Leseempfehlung und fünf Sterne gebe.

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Rezensionen von heinoko:

Kleine liebenswerte Geschichte

Ein Schweinebär im Schlafanzug von Andreas Langer; Katalin Eva Pop


Sascha ist eigentlich ein ganz brauchbarer Bruder, wie Jule findet. Nur eines an ihm ist unerträglich, denn wenn Sascha isst, ziehen Flecken über Flecken ihre Spuren über Tisch, Kleidung und Fußboden. Kein Wunder, dass ihn die Eltern nur noch Schweinebär nennen. Eines Vormittags geschieht jedoch etwas, was geradezu unvorstellbar ist.

Als die Eltern wieder einmal voller Verzweiflung Sascha einen Schweinebär genannt hatten, hörten sie im Nebenzimmer merkwürdige Geräusche. Und tatsächlich – Sascha hatte sich in einen echten Schweinebär verwandelt, also in eine Mischung aus Bär und Schwein, mit Fell und Ringelschwänzchen. Und diese Verwandlung bringt plötzlich eine ganze Menge gewaltiger Probleme über die Familie…
Ein schlichtes Büchlein ist diese Schweinebär-Geschichte, schlicht im Äußeren, aber mit viel Charme im Inneren. Die ältere Schwester Jule erzählt aus ihrer Sicht, was solch ein Schweinebär-Bruder alles an Konflikten mit sich bringt. Doch unerschrocken hat sie sein Wohl im Auge, egal ob er pubst, ob er Häufchen macht oder ob der Hausherr verbotene Tierhaltung argwöhnt. Sie hält zu ihrem Bruder. Überhaupt ist es besser, jeden so zu lassen wie er ist, ohne ihn zu beschimpfen. Und so ist Jule ein Vorbild für ihre Eltern und für alle großen und kleinen Leser. Sascha Schweinebär grunz-brummt sich ganz schnell in die Kinderherzen. Broink!
Die Illustrationen von Katalin Eva Pop passen in ihrem kindlich wirkenden Stil perfekt zur einfachen, aber humorvollen Erzählweise des Büchleins. Sehr schön finde ich die angehängten Mitmachseiten zum Ausmalen und Rätseln. Es empfiehlt sich allerdings, diese Seiten zu kopieren und dabei zu vergrößern, dann haben es die Kinder leichter, sich durch die kleinen Aufgaben durchzuraten. Rundum ein kleines liebenswertes Büchlein, dessen Inhalt genau den kindlichen Humor trifft, wenn es Dinge wörtlich nimmt, die symbolisch gemeint waren.

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Rezensionen von div:

spektakuläre Einblicke in ein Laufabenteuer

Wer die Wahl hat, liebt die Qual von Fuchsgruber Rafael

Ich - also bekennende Nicht Läuferin - finde das Buch mega interessant und auch spannend. Mich hat das ganze wirklich sehr fasziniert und mitgenommen (ob das dem Buch auch wirklich gelingen wird, war ich mir ursprünglich nicht so ganz sicher) - erade die Einblicke in sportliche Extrem-Situationen sind hier sehr anschaulich dargestellt.

Da ich mir das ganze selber nicht vorstellen kann, finde ich es toll und interessant darüber zu lesen.
Die tollen Fotos von Wüsten- oder Dschungelrennen sind hier dann noch ein weiterer Bonus - Punkt in diesem Buch, welcher mir ausgesprochen gut gefallen hat. Einfach klasse Darstellungen.
Ein Minuspunkt: die einzelnen Teile des Buches wirken leider recht willkürlich angeordnet. Eine Logik ist mir hier nicht ersichtlich.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Düsterer Regionalkrimi

Der Tod tanzt in Graz von Robert Preis

Für mich war es das erste Mal, dass ich dem Ermittlerteam um Armin Trost begegnet bin, dennoch lässt sich das Werk gut auch ohne Vorkenntnisse lesen, da die wichtigsten Ereignisse der Vergangenheit kurz im Laufe der Erzählung umrissen werden und man ein Gefühl für die Zusammenhänge bekommt.

Wer hier aufgrund des Volksmusik-Themas eine gemütliche Cosy Crime-Stimmung erwartet, irrt gewaltig.

Auch in der schönen Steiermark, in dessen Hauptstadt Graz das größte Volksfest des Jahres ansteht (- das "Aufsteirern" -), ist nicht alles Gold was glänzt, schon gar nicht in der Musikbranche, die mit Schunkelrhythmen den Trachtenträgern und Biersüfflern eine heile Welt vorgaukelt. Bei einer Fanwanderung auf der Alm wird ein Musiker aus dem Hinterhalt erschossen und er wird nicht das einzige Mordopfer bleiben. Ermittlerin Annette Lemberg (eine zugezogene Deutsche) und ihr Kollege Hinterher (der den Spitznamen "Graf" hat und im wahrsten Sinne 'hinterher' ist, nämlich nach seiner hübschen Kollegin) müssen ohne ihren untergetauchten Abteilungsleiter auskommen, denn Armin Trost ist verschwunden – ab und zu erhalten sie eine kryptische Nachricht von ihm, sein Aufenthaltsort ist unbekannt. Dennoch ist Trost alles andere als untätig und mischt fleißig mit in den Ermittlungen, wenn auch zunächst undercover. Allen Bemühungen zum Trotz scheint der Mörder der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein und alles steuert auf einen fulminanten Showdown hin, mitten in den Feierlichkeiten des Aufsteirerns – ein logistischer Albtraum.

Die Kapitel sind recht lang, jedoch übersichtlich unterteilt. Die Spannung steigt bis zum Schluss kontinuierlich an und nie entsteht ein Eindruck der Langatmigkeit oder Langeweile. Meine Lieblingsfigur war Lemberg, in die ich mich prima hineinversetzen konnte. Im Anschluss an den Roman folgt ein Anhang, der über Wahrheit und Fiktion aufklärt und eine Vielzahl typisch steirischer Begriffe zum Thema Volksmusik erläutert. Der Schreibstil verlangt dem Leser definitiv Konzentration ab, was bei einem Krimi/Thriller auch völlig berechtigt ist. Einzig der konstant negative Touch, der unterschwellig immer mitschwang, war mir manchmal ein wenig zu viel; etwas mehr Humor (nicht nur rabenschwarzer) wäre toll gewesen. Das Cover allerdings ist äußerst treffend gewählt worden und fängt die düstere Stimmung perfekt ein.

Fazit: Bestens geeignet zum Mitfiebern und Miträtseln!

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