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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Evan ermittelt wieder

Eigentlich sollte Evan Evans seiner Bronwen bei der Einrichtung ihres gemeinsamen Cottage helfen. Immerhin findet in knapp zwei Wochen die Hochzeit statt. Allerdings fühlt er sich eher als Statist, zumal Bronwens Eltern die Hochzeitsvorbereitungen an sich gerissen haben .Da kommt ihm das Verschwinden einer jungen Frau doch ganz recht.

Die Suchaktion verläuft ergebnislos, dabei wird allerdings ein Bunker gefunden.

Während noch über einen Zusammenhang gerätselt wird, bekommt Evans mysteriöse Botschaften. Gibt es hier einen Zusammenhang mit der vermissten Urlauberin oder betreffen diese Nachrichten Evan und Bronwen? Dann verschwindet auch noch Bronwen ....

Meine Meinung:

Wie bereits in den letzten Krimis tritt der eigentliche Kriminalfall zugunsten eines anderen Handlungsstrang zurück. Diesmal führt Bronwens Vergangenheit als Studentin zur spannenden Handlung. Sie ist nämlich nicht die brave, fast tugendhafte Person, wie sie erscheint. In ihrer Jugend als Tochter aus reichem Hause hat sie einigen Unfug getrieben, der Auswirkungen hatte, die nun ans Tageslicht kommen.

Die Idee mit den musikalischen Botschaften finde ich echt gelungen! Ich kenne das sonst nur aus Spionagegeschichten, in denen Nachrichten per Notenschrift weitergegeben werden. Diana Gabaldon hat diesen Kunstgriff auch in einem Band ihrer Highland-Saga verwendet.

Ein bisschen zu nervig sind sowohl Bronwens Eltern als auch Evans Mutter, die sich in alles und jedes einmischen. Hoffentlich wird das nach der Hochzeit besser. Doch ich fürchte, mindestens Evans Mutter wird täglich die Frage nach einem Enkelkind stellen. Aber, lassen wir uns überraschen, ob und wann es einen 10. Band geben wird.

Fazit:

Wer einen ruhigen Krimi mit ein bisschen schrägen Humor und ausführlichen Landschaftsbeschreibungen ohne Blutvergießen sucht, ist hier richtig. Gerne gebe ich 4 Sterne.

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Rezensionen von yellowdog:

An diesem Buch gibt es wirklich nichts zu meckern

Abenteuer Geschmack! von Antje de Vries

Abenteuer Geschmack von Antje de Vries ist ein wirklich sauber gemachtes und gut strukturiertes Buch über das Thema Schmecken und Kochen.
Zunächsz gibt es ein wenig Theorie, wobei man erfährt das zum Schmecken mehr gehört, nämlich auch das Sehen, riechen, hören.

Doch schnell treibt es mich zu den Gerichten.

Was mich so sehr überzeugt ist das Prinzip, bei den Rezepten immer ein Gemüse in den Mittelpunkt zu stellen. Jedes hat seinen eigenen Abschnitt. Dabei sind Möhren, Kartoffeln, Erbsen, Kürbis, Bohnen, Fenchel, Tomaten, Auberginen, Paprika, Spargel, Artischocke, Spinat, Rote Bete, Pilze, Kohl.
Viele Bilder lassen einen das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Die Fotos sind von Vivi D‘Angelo.
Zusätzlich zu den Rezepten gibt es hilfreiche und informative Hinweise.

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Rezensionen von Sorko:

Abenteuer zu Zeiten der Hanse

Abenteuer Geschmack! von Antje de Vries

Um es gleich vorweg zu sagen: der Titel ist irreführend. Es geht hier nicht um das Salz, welches man zu Hansezeiten auch als „weißes Gold“ bezeichnet hat. Es geht in erster Linie um die Geschichte des Bertram Morneweg, einer historischen Figur, die damals tatsächlich gelebt hat.
Damals, das ist die Welt der Hanse im 13.

Jahrhundert. Die Geschichte spielt hauptsächlich in Lübeck, der zu jener Zeit wohl reichsten Stadt des Hansebundes. Allerdings lernt der Leser im Verlauf der Geschichte auch andere wichtige Orte der geläufigen Handelswege kennen.

Von Beginn an teilt sich das Geschehen in zwei Handlungsstränge. Zum einen verfolgen wir die Geschichte eines schiffsbrüchigen Jungen, zum anderen die Geschichte eines erfolgreichen Lübecker Ratsherren. Ich will hier nicht zuviel verraten, aber die Zusammenhänge der beiden Handlungsstränge erschließen sich dem Leser im Verlauf des Buches.

Der Junge ist der einzige Überlebende eines Piratenüberfalls, er wird von einem anderen Schiff gerettet und von dessen Kapitän als billige Arbeitskraft behalten. Es ist eine Art Sklavendasein, dass er in Wismar erdulden muss. Sein einziger Trost ist Rebecca, eine weitere Sklavin des brutalen Kapitäns, die sich um den Jungen kümmert. Dabei ist sie selbst nur ein paar Jahre älter als er. Nach schlimmen Jahren gelingt es den beiden, mit einem Gewaltakt dem Kapitän zu entkommen. Sie gelangen nach Lübeck. Dort wendet sich das Blatt für den Jungen. Zunächst verdient er sich etwas Geld mit Jonglieren und Singen auf dem Markt. Dann bekommt er eine Lehrstelle bei einem angesehen Lübecker Kaufmann. Rebecca tritt nach einigen Widrigkeiten in die Kirche ein und wird Schwester im Heiligen-Geist-Hospital. Der Traum des Jungen ist es, bald auf große Fahrt mit einem Schiff gehen zu können, um ferne Orte zu sehen, von denen er bisher nur gehört hat.

Im zweiten Erzählstrang ist der Ratsherr damit beschäftigt, den Neubau des Heiligen-Geist-Hospitals zu beaufsichtigen, den er mit angeregt hat. Er ist nicht nur Ratsherr, sondern auch ein wohlhabender Kaufmann, und er ist sehr sozial engagiert. Ein junger Maler, der für ihn arbeitet, ist unglücklich verliebt und gerät in Schwierigkeiten. Der Ratsherr möchte ihm helfen. Das wird nicht ganz einfach, aber der Ratsherr hat eine glückliche Hand, es besteht durchaus Hoffnung.

Zu Beginn liest sich das Buch etwas unkonventionell, doch man gewöhnt sich schnell an den Stil. Der Autor vermittelt mit seiner bildhaften Sprache einen guten Eindruck von der damaligen Zeit.
An einigen Stellen wirkt die Geschichte aber etwas schleppend, manche Ereignisse erschienen mir nicht ganz durchdacht. Der letzte Teil des Buches dagegen wirkte auf mich sehr gedrängt. Es wurden alle offenen Fragen geklärt, aber manches, von dem ich mir eine ausführlichere Erklärung erhofft hatte, wurde nur in ein oder zwei Sätzen abgehandelt. Für mich sah das so aus, als sollte möglichst schnell ein Ende gefunden werden.
Trotz der Kritik muss ich sagen, dass die Geschichte insgesamt fesselnd geschrieben ist. Das Buch war angenehm zu lesen, hätte aber einen anderen Titel verdient.

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Rezensionen von Nele33:

Überraschend und Spannend

Der Fund Thriller. 30.09.2019. Hardback. von Aichner Bernhard

Der Fund von Bernhard Aichner hat mich vollkommen überrascht.

Rita, eine durch und durch unglückliche Supermarktverkäuferin macht im Lager des Supermarktes einen Fund, einen Fund, den sie an sich nimmt und der ihr Leben schlagartig in andere Bahnen lenkt. Rita, die sonst nur im Schatten steht, steht auf einmal auf der Sonnenseite, geht zu Empfängen, wird quasi vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan.

Doch warum musste sie dann sterben?

Diese Frage wird im gesamten Buch in Form von Interviews des Mordermittlers nach gegangen. Diese Interviews, die Weggefährten von Rita zu Wort kommen lassen, zeichnen das Leben von Rita aus unterschiedlichen Perspektiven. Perspektiven, die Rita dem Leser sehr nahe bringen, die Hoffnung und Scheitern ausstrahlen und auch ein wenig Wahnsinn und Verrücktheit. Gerade aber dieser Wahnsinn bringt einen Rita noch näher.Immer an ihrer Seite, Gerda eine ältere Nachbarin und totkranke Freundin. Ich litt mit, hoffte und schüttelte auch dann und wann fassunglos den Kopf.

Bernhard Aichner hat einen unverwechselbaren Schreistil, er schreibt detaillreich ohne zu überladen, verzichtet auf schon tausendfach geschriebene Klischees. Gerade dieser außergewöhnliche Aufbau der Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und berührt.

Der Fund ist für mich ein psychologischer Thriller der Extraklasse

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Rezensionen von Nele33:

Typisch skandinavisch

Tagebuch meines Verschwindens von Camilla Grebe

Tagebuch meines Verschwindens von Camilla Grebe ist ein typische skandinavischer Thriller-so ganz nach meinem Geschmack. Ein bisschen düster, beklemmend und trostlos.

2009 finden Teenager die skelletierte Leiche eines kleinen Mädchens. Die Identität des Kindes wird niemals geklärt, ein Kind was niemand vermisst.

Acht Jahre später, die Teenager sind mittlerweile erwachsen geworden, Malin eine der Teenager, arbeitet als Polizistin und es sollen Cold Cases mit Unterstützung von Peter und Hanna, einer Profilerin, aufgeklärt werden.
Bei Recherchen zu diesem Fall, verschwindet Peter und Hanna wird verwirrt und mit Gedachnisverlust im Wald aufgefunden. Peter bleibt verschwunden.
Jake, der ein Geheimnis hat, findet Hanna und ihr Tagebuch welches sie verloren hat. Er nimmt dies an sich, liest es, jedoch ohne den Fund, aus verständlichen Gründen, der Polizei zu melden.

Omberg der Ost des Geschehens wird hervorragend beschrieben, so dass ich mir den Ort und seine schrulligen und kauzigen Bewohner sehr gut vorstellen konnte. Ein einsamer und vergessener Ort, ein Ort in dem zu viele Flüchtlinge untergebracht sind. Die Flüchtlinge stören die Bewohner, so wird ein dramatischer Bezug zu der aktuellen Situation der Flüchtlingskrise hergestellt.

Nach dem sehr spannenden Prolog, hatte ich erst einmal eine Schwierigkeiten die vielen Personen zu sortieren und der ausführliche Schreibstil lies nicht so rechte Spannung aufkommen. Dies geschah erst im letzten Drittel, dennoch war das Buch so aufgebaut, dass es einen Sog entwickelte. Die Auflösung des Falles war für mich überraschend und das Highlight des Buches.

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Rezensionen von Jules118:

Teil drei der Reihe überzeugt

Missing Boy - Thriller (Crimson-Lake-Serie 3) von Candice Fox

Ein 8-jähriger Junge verschwindet. Laut den Kameras hat er das Hotel nicht verlassen. Die Eltern saßen zu dieser Zeit im Hotelrestaurant und er Junge spielte mit Gleichaltrigen in einem Zimmer. Und die anderen Jungen sagen, dass er sich einfach in Luft aufgelöst hat.
Die Mutter engagiert die Ermittler Ted Conkaffey und Amanda Pharrell.

Sie sollen Richie finden. Allerdings muss Ted sich eigentlich auch um seine kleine Tochter kümmern, die ihn besucht.
Ted Conkaffey hat aufgrund von falschen Anschuldigungen alles verloren. Nun verdient er seine Brötchen damit, als Privatermittler Fälle zu lösen. Seine Mittel sind nicht immer ganz legitim, aber er kann sich gut in Menschen einfühlen und findet Dinge heraus, die die Zeugen nicht der Polizei erzählen.
Amanda ist eine verurteilte Mörderin und ist ein super Partner für Ted. Wenn man ihre Person nicht kennt, kann es durchaus sein, dass sie einem etwas „viel“ wird. Sie ist eine sehr präsente Figur und steht auch oft in Mittelpunkt. Ihr Konflikt mit einer Polizistin ist ebenfalls eine große Handlung, die aber im Endeffekt wichtig für die Handlung ist.
Obwohl ich kein großer Fan bin, von Erzählungen aus der Ich-Perspektive, ist es in diesem Fall sehr gut gelungen. Gerade was Ted und die Beziehung zu seiner Tochter angeht, kann man wirklich gut mitfühlen. Die Liebe, die er zu ihr empfindet, wird eindringlich dargestellt.
Wie die ganze Reihe, ist auch dieses Buch gut zu lesen und ich kann es weiterempfehlen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine evangelische Kirche unter dem Hakenkreuz

Der Birnbaum im Pfarrgarten von Christoph Lindenmeyer

Im Archiv der Münchener Christuskirche schlummert ein wahrer Schatz an Dokumenten, Akten und Briefen die aus der Zeit des Nationalsozialismus stammen. Dieser Fund ist ein Spiegel der Gesellschaft in der sich die Evangelische Kirche (ebenso wie ihr katholisches Pendant) nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hat.

Autor Christoph Lindenmeyer nimmt den Zeitraum zwischen 1933 und 1945 genau unter die Lupe.

Wie kann es sein, dass die Kirche den Hetzreden so unwidersprochen nachgefolgt ist? Waren es die Oberen, die verblendet die Kirche dem Regime „gleich geschalten“ haben? Gab es keinen oder nur geringen Widerstand der Seelsorger?

All diese Fragen versucht der Autor, anhand von Briefen, Dokumenten und Notizen zu beantworten. Wie bei jedem Thema der Nazi-Zeit finden sich schriftliche Unterlagen von Verblendeten, Mutigen, Angepassten und Mahnern.

Denn so wirklich vom Himmel gefallen ist das (selbst genannte) 1.000-jährige Reich, das letztendlich nur zwölf Jahre gedauert hat, ja nicht.

Das Buch berichtet von Pastoren, die anfänglich den Nazis zugeneigt waren, weil sie Arbeitsplätze schafften und Perspektiven für die Menschen boten, und dann später zu Gegnern des Regimes wurden. Es zeigt Briefe von Konfirmanden, die sich nicht indoktrinieren lassen wollten. Das Buch zeigt sehr deutlich, wie schwer es unter diesen Umständen war, seine Gottgläubigkeit und die christliche Nächstenliebe zu bewahren. Oftmals um den Preis des eigenen Lebens.

In insgesamt 19 Kapiteln erfahren wir, chronologisch geordnet, über das Schicksal einzelner Pfarrer wie Kurt Frör, Martin Niemöller und Hans Meiser (denunziert und verhaftet) oder Ernst Kutter, dessen Sohn an der Ostfront fällt. Auch das Gebäude der Christuskirche wird erwähnt, das 1944/45 große Schäden durch Bombentreffer erlitten hat.

Die Währungsreform 1948 ist der Kirche wichtiger als

„Eine Auseinandersetzung mit dem Thema „schuldig gegenüber den Juden“ findet so wenig statt, wie ein Diskurs über die Rolle der evangelisch-lutherischen Kirche und ihrer Leitung im Nationalsozialismus. Dabei hatte der bayrische Landesbischof Hans Meiser selbst die Repressionen des NS-Regimes erlebt: Predigtverbot, Absetzung, Hausdurchsuchungen, Hausarrest und das Verbot, seine Amtsräume zu betreten.“ (S.293)

Meine Meinung:

Ein nicht ganz einfach zu lesendes Buch, da es vor allem aus abgedruckten Briefen besteht. Die sind fein säuberlich mit dem Namen des Schreibers sowie dem Datum versehen und können daher in den historischen Kontext eingebunden.
Bei so manchem Schriftstück musste ich mich schon sehr wundern.

Gerne gebe ich für dieses interessante Buch, das einen wunden Punkt der Evangelische Kirche berührt, 4 Sterne.

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Rezensionen von Stinsome:

Angesichts der einfachen Auflösung zu dramatisiert, bietet aber super sympathische Charaktere auf!

The Ivy Years - Bis wir uns finden von Sarina Bowen

Lianne und DJs Geschichte war für mich der dritte Ausflug ans Harkness College und da Corey und Adams sowie Rikker und Grahams Geschichte absolute Highlights für mich waren, hatte es der fünfte Band der Reihe nicht so leicht, mich zu überzeugen. Deshalb konnte er mich auch leider nicht so überschwänglich begeistern wie die anderen beiden Bände, aber es ist trotzdem ein solider und unterhaltsamer Abschluss für die Reihe, der vor allem durch seine wahnsinnig tollen Charaktere überzeugt.

Aber dazu gleich mehr.

Zunächst einmal etwas zum Schreibstil: Ich liebe Sarina Bowens Stil, denn sie schafft es eigentlich immer, die perfekte Mischung aus lockeren, lustigen und ernsten, berührenden Tönen herzustellen. Noch dazu ist ihr Humor ganz nach meinem Geschmack und ich bin meistens das halbe Buch am Grinsen. Das hat sie einfach drauf. Hier war das auch zum größten Teil der Fall, jedoch haben sich diesmal ein paar Momente eingeschlichen, die ich etwas merkwürdig fand und meinen Lesefluss gestört haben. Es gab ein paar komische Formulierungen, die ich nicht verstanden habe, und gegen Ende greift mir DJ mit seinem Süßholzgeraspel etwas zu beherzt in die Kitschkiste. Diese „Aussetzer“ bin ich von Sarina Bowen gar nicht gewohnt. Zum Glück konnte sie sich ganz am Ende noch einmal fangen und das Buch wurde so schön abgeschlossen, wie man das von ihr kennt.

Das Beste am Buch waren einfach die Charaktere. Auf der einen Seite haben wir Lianne, eine berühmte Schauspielerin, die sich als »Prinzessin Vindi« einen Namen gemacht hat, sich nun aber auch an andere, ernsthaftere Rollen wagen möchte. Obwohl sie kaum ein Restaurant betreten kann, ohne mindestens einmal nach einem Autogramm oder einem Selfie gefragt zu werden, sind ihre Fans am Harkness College nicht so stark vertreten. Es kommt eher zu belustigtem Getuschel oder spottenden Anspielungen, weshalb sie es nicht leicht hat, Freunde zu finden. Die einzige, die sich als Freundin bezeichnen lässt, ist Bella, deren Zimmer nur durch das Badezimmer von ihrem getrennt ist und die Lianne gemeinsam mit ihrem Freund Rafe regelmäßig mit einer ziemlich eindeutigen Geräuschkulisse beschenkt. Lianne ist mir schon nach wenigen Seiten absolut sympathisch gewesen, denn sie wirkt trotz ihrer Berühmtheit bodenständig und normal, sodass sie sich beispielsweise für Literatur, Musik und Videospiele interessiert. Vor allem ihr schüchternes und süßes Verhalten gegenüber DJ hat sie besonders liebenswert gemacht, weshalb ich sehr gerne mit ihr mitgefiebert habe. Sie ist echt ein Schatz.

DJ ist der perfekte Gegenpart und man kann ihn eigentlich auch nur lieben. Er ist kein Bad Boy und es wird auch nicht tausendmal erwähnt, dass er der totale Frauenschwarm wäre, was ich wirklich erfrischend fand. Es brauchte vielleicht einen Satz, bis ich DJ mochte, denn er zeigt sich gleich im ersten Kapitel, das aus seiner Sicht geschrieben ist, von Lianne hinreißend süß angetan. Er kann gar nicht fassen, dass sie mit ihm flirtet, weshalb ich ihn auf Anhieb bezaubernd fand. Auch im weiteren Verlauf, auch wenn er Lianne ein paar Mal wegstößt, weil er es angesichts seiner Lage für das Beste hält, tritt er lieb, einfühlsam und sehr erwachsen auf. Man hat nicht einmal das Gefühl, dass er es mit Lianne nicht ernst meinen könnte. Wenn Lianne also sagt, dass er der Beste ist, dann kann ich dem wirklich nur beipflichten.

Von der ersten Unterhaltung an spürt man die Chemie zwischen den beiden, sodass man in den Szenen mit Lianne und DJ einfach nur Spaß hat und die meiste Zeit am Grinsen ist. Nur in wenigen Momenten ist es etwas bedrückend, weil DJs Problem wie ein Damoklesschwert über ihnen hängt. Man kann als Leser DJs Sorgen nachvollziehen und versteht gleichzeitig, dass es für die beiden absolut unmöglich ist, sich voneinander fernzuhalten, weil sie einfach zusammengehören. Ihre Gefühle füreinander sind authentisch und laden zum Mitfiebern ein.

Meine Kritikpunkte beziehen sich deshalb nicht auf die Liebesgeschichte an sich, sondern auf das Drumherum, auf die „Probleme“ der beiden. Es werden zwei sehr interessante Themen behandelt – auf der einen Seite Liannes Berühmtheit und die Schwierigkeiten, die damit einhergehen, und auf der anderen Seite … nun ja, ich spoilere jetzt mal nicht, sondern belasse es mal bei der Info, dass DJ etwas vorgeworfen wird, das er nicht getan hat. Sarina Bowen greift hier ein gewagtes, aber auch wichtiges Thema auf und setzt das meiner Meinung nach sehr authentisch und interessant um. Vor allem DJs Umgang mit dieser Sache ist sehr gut geschildert. Man kann sich wahnsinnig gut in ihn hineinversetzen und spürt seine Bedrückung. Zudem wird Spannung aufgebaut, da man als Leser erstmal wissen möchte, was ihm überhaupt vorgeworfen wird und – wenn man es dann weiß – welche Gründe der Mensch hat, der ihm diese Vorwürfe macht, und wie sich alles auflösen wird. Dafür spielt Sarina Bowen auch mit unseren Erwartungen, was mich angenehm überrascht hat.

Auszusetzen habe ich lediglich etwas an dem Ende, weil ich das Gefühl habe, dass das Potential nicht ganz genutzt wurde. Es gibt eine überraschende Wendung, die ich wirklich nicht habe kommen sehen und die mir sehr gefallen hat, jedoch finde ich die letztendliche Auflösung ein bisschen zu reibungslos. Auf einmal geht alles ganz schnell, obwohl vorher alles noch so hoffnungslos erschien. Danach bekommen Liannes „Probleme“, wenn man es denn so nennen mag, mehr Raum, aber auch hier fehlte mir irgendetwas. Wieder ging alles so schnell und Aspekte, die für die weitere Handlung sehr vielversprechend waren, sind sehr knapp abgehakt worden. Aufgrund dessen hat mir das letzte Drittel, vor dem zweimonatigen Sprung in die Zukunft, nicht mehr ganz so gut gefallen wie der Rest, vor allem, weil ich in diesem Abschnitt auch besagte Probleme mit dem Schreibstil hatte.

Nach dem zweimonatigen Sprung war dann aber wieder Grinsen angesagt und das Buch hat das schöne Ende bekommen, das man sich von Anfang an erwartet hat. Auch wenn der fünfte Band für mich bisher der schwächste der Reihe ist (wobei ich zwei noch nicht gelesen habe), so sticht er doch vor allem durch seine wunderbaren Protagonisten und die Tatsache heraus, dass man einigen bekannten Gesichtern – vor allem Graham und Rikker (!) – begegnet. Ich bin ganz froh, dass ich noch zwei Bände zu lesen habe, bevor ich mich von dem Harkness College verabschieden muss.

Fazit

Kommt nicht ganz an Band 1 und 3 heran, aber Lianne und DJ hinterlassen trotzdem mächtig Eindruck, auch wenn die Auflösung ihrer „Probleme“ in ihrer Einfachheit etwas enttäuscht. Die Protagonisten sind einfach super sympathisch und als Paar absolut hinreißend, deshalb hat mir auch der Abschluss der Reihe insgesamt wieder gut gefallen. Es gibt 4 Sterne von mir.

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Rezensionen von Meli:

Gelungenes Finale und viele, viele bunte Kämpfe

Das Imperium aus Asche von Ryan Anthony

Kann Spoiler zu den Vorgängern enthalten!

Das Buch ist wieder geprägt von sehr vielen, sehr ausführlichen Kämpfen und mir persönlich wird das dann schnell langweilig, obwohl es natürlich voller Action ist und man auch nicht sagen kann, dass die Charaktere jemals untätig rumsitzen. Ich finde aber, dass gerade die unzähligen langen Kämpfe das Buch ganz schön in die Länge ziehen.

Immer und überall sind Kämpfe zwischen Menschen, Drachen und Verderbten.

Was mir aber viel besser gefallen hat waren Clay und Lizannes Erkundungen und ihre neuen Erkenntnisse im Bezug auf ihre Welt, ihre Geschichte und die Drachen. Auf große Schlachten stehe ich nicht so, aber Worldbuilding und Magie mag ich umso mehr. Es hätte gern auch noch etwas mehr sein können!

Ansonsten gefielen mir die Charaktere wieder gut. Lizanne ist wie gewohnt taff und weiß sich durchzusetzen, während Hilemore ein gutherziger Kapitän ist, der versucht, das Beste für seine Leute und für die Menschheit zu tun. Sirus' Perspektive und seinen inneren Kampf gegen den Einfluss des weißen Drachen fand ich wieder sehr gelungen, sowohl auf der emotionalen Ebene als auch die Einblicke in das Heer der Verderbten. Auch Clays Perspektive ist sehr interessant und auch wichtig, aber er hat als Charakter keinen allzu bleibenden Eindruck hinterlassen.

Dann ist da noch Lewella Tythencroft, die mich in den Vorgängern nie interessiert hat, und obwohl Hilemores frühere Verlobte wieder kaum zu sehen ist, mochte ich ihre Rolle. Lizannes Schützling Tekela hat sich auch weiterentwickelt und wird immer mutiger und Lizanne ähnlicher, von der nervigen Göre am Anfang keine Spur mehr.

Man merkt hier auch, wie sich die gesamte Gesellschaftsstruktur in diesem Buch verändert und dieser Umsturz war wirklich spannend und auch der generelle Kampf gegen den Weißen Drachen war faszinierend. Als Abschluss der Reihe ist das Buch absolut gelungen und ich würde auch gern weiterlesen und die neue Welt sehen, aber es ist gut, wie es ist.

Fazit
Insgesamt ist "Das Imperium aus Asche" ein gelungener Abschluss für eine gute High Fantasy Reihe. Es waren mir etwas zu viele lange Kämpfe und ein paar Seiten weniger hätten der ganzen Reihe auch nicht geschadet, aber abgesehen davon kann ich die Reihe empfehlen!

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Rezensionen von Minangel:

gute skandinavische Geschichten

Das Imperium aus Asche von Ryan Anthony

Inhalt: Im Norden sind die Winter lang und man hat viel zu erzählen. Im Audiobuch-Adventskalender »Skandinavischer Advent« findet sich das Who's Who dänischer, norwegischer und schwedischer Autoren. Herman Bang, August Strindberg, Hans Christian Andersen, Henrik Ibsen, Selma Lagerlöf u. a. geben ihren Gedanken zu Engeln, Schneemännern und zur Heiligen Nacht freien Lauf.

Beate Rysopp und Frank Stieren führen als Sprecher durch verschneite Landschaften, in abgelegene Holzhütten und zum Weihnachtsgottesdienst. (übernommen)
Meine Meinung: Ein weihnachtlicher Hör-Adventkalender aus dem Norden fand in meinen CD-Player. Sehr habe ich mich auf die weihnachtlichen Ergüsse gefreut, sie wurden teilweise auch erfüllt, doch insgesamt wars mir zu wenig. Als alte Weihnachtsgeschichtentante hätte ich mir mehr Kitsch, Weihnachten, Magie, Wichteln, Geheimnisvolles … erwartet. Wobei ich aber die Geschichten trotzdem ob der skandinavischen Erzählweise genossen habe. Einzelne Geschichten gehen über einige Tage, hier hätte ich mir beim Hören eine klarere Unterbrechung gewünscht. Überhaupt wäre ein Glöckchen und ähnliches und eine Erzähl-Opa-Stimme für die weihnachtliche Stimmung optimal gewesen.
Ein Highlight ist die entzückende Verpackung, welche weihnachtlich originell an Skandinavien erinnert und wir jeden Tag ein Türchen dann neugierig öffnen dürfen. Empfehlenswert für Erwachsene, die gerne außergewöhnliche Geschichten hören.
Fazit: interessante alte skandinavische Geschichten, wobei der weihnachtliche Bezug meiner Meinung nach zu kurz kam. Dafür gibt es 3 gute nordische Sterne.

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