Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
Fesselnder Schwarzwaldkrimi mit viel Lokalkolorit und einer sympathischen, starken Protagonistin
Die Kräutersammlerin von Heidrun Hurst
4,5 Sterne
Kurz zum Inhalt:
Schiltach im Schwarzwald, 1343: Die Kräutersammlerin und Heilerin Johanna findet im Wald eine junge Frau, die offensichtlich von Wölfen getötet wurde. Doch das Mädchen hat noch weitere Verletzungen, die nicht zu Wolfsbissen passen.
Johanna bittet Lukas, den jungen Flößer, der in sie verliebt ist, um Rat.
Doch es taucht ein weiteres Opfer auf, und Johannas Nachforschungen werden lebensgefährlich für sie.
Haben die Leprosen, die zurückgezogen im Wald leben, etwas damit zu tun? Oder der Mönch Pius, der abgeschieden in einer Höhle im Wald lebt?
Und warum kommt der fahrende Spielmann Clewin immer wieder nach Schiltach zurück?
Meine Meinung:
Dieser historische Schwarzwald-Krimi kommt eher ruhig daher; trotzdem ist die Spannung immer da, denn man möchte wissen, was mit den jungen Mädchen passiert ist, und warum. Und man fiebert so auch immer sehr mit Johanna mit; vor allem, als sie dann selbst in Lebensgefahr gerät!
Das junge Wolfsmädchen Ida ist sehr mysteriös, aber Johannas Verhalten ihm gegenüber ist sehr sozial, und man hofft natürlich, dass alles zum Guten kommt.
Heidrun Hurst hat es vortrefflich geschafft, dass die handelnden Personen polarisieren. Entweder man mag sie (Johanna, Lukas und auch Johannas Freundin Elen) oder eben nicht (Schultheiß Lenz, der nicht hilfsbereit ist, oder Clewin, der meiner Meinung nach gegenüber Johanna zu aufdringlich ist, auch wenn er anscheinend alle mit seinem Charme verzaubert).
Heidrun Hurst hat hervorragend recherchiert, und man fühlt sich mitten in die damalige Zeit zurückversetzt.
Johanna hat es als allein lebende, selbständige junge Frau sehr schwer, denn damals war es mit den Rechten der Frauen ja noch nicht weit her - Frauen mussten verheiratet sein.
Nicht nur die landschaftlichen Gegebenheiten sind anschaulich beschrieben, sondern auch die damaligen Berufe, Lebensumstände und das soziale Leben. Und natürlich Johannas Wissen um Kräuterheilkunde, das Heilen von Verletzungen und nicht zuletzt sogar Operationen (da musste ich mich einmal sehr gruseln, so anschaulich und lebensecht war das beschrieben!)
Die Auflösung war für mich ebenso überraschend wie auch entsetzlich und in die damalige Zeit passend - zum Glück gibt es so etwas in der heutigen Zeit nicht mehr! (dafür hat die Menschheit nun andere furchtbare Eigenheiten...)
Das Cover passt auch richtig toll zum Titel: wabernder Nebel über dem düsteren Schwarzwald.
Fazit:
Gut recherchierter historischer Krimi mit einer sympathischen, starken Protagonistin. Hat mich sehr gut unterhalten und in eine lange vergangene Zeit entführt; ich vergebe 4,5 Sterne.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Lustiger Weihnachtskrimi
Lasst uns tot und munter sein von Elke Pistor
Es ist Elke Pistors zehnter und mein erster gelesener Roman von ihr. Wie schon bei ihrem letztjährigen Weihnachtskrimi fällt auch hier das Cover auf. Weihnachtlich geprägt und mit einem abgewandelten Weihnachtsliedtitel, der total gut passt. Ein Landkrimi-Plot, mit singenden Jugendlichen und einer Leiche.
Doch von vorne: Korbinian Löffelholz ist erfolgreicher Immobilienmakler. Sein Status in der Firma wird aber auf einmal in Frage gestellt. Aus einem ihm unbekannten Grund muss er sein gegenwärtiges Projekt abgeben und in die Pampa fahren. In einem kleinen Dorf steht eine Villa, die er verkaufen muss. Diese Villa hat es aber in sich, sie beherbergt seit Jahren einen Jugendtreff. Im Dorf wehren sich natürlich alle gegen einen Verkauf und Korbinian wird vor die Türe gesetzt.
Heimfahren kann er nicht mehr, das Auto macht schlapp und der Schneesturm ist heftig. Bei Elisabeth, einer flippigen älteren Frau, bekommt er ein Zimmer. Am nächsten Tag erwacht er und ist voller Blut. Bald darauf steht die Polizei schon in der Tür. In der Villa wurde jemand tot aufgefunden. Mit diesem Jemand stritt sich Korbinian am Vortag. Nur blöd, dass er sich nicht mehr erinnern kann, was am Abend geschehen war. Hat er einen Menschen getötet? Dies will er mit Hilfe von Rieke herausfinden. Kann er ihr aber auch wirklich vertrauen?
Mit Vertrauen und Freundschaften hat Löffelholz so seine Probleme, wieso wird laufend erläutert. Man nimmt ihm dies ab, auch seine Entwicklung. Zum ersten Mal sind da Leute wie Elisabeth und Rieke, die ihn nehmen wie er ist und nichts dafür wollen. Das kennt er so gar nicht, in seiner Firma und in seinem Leben geht es immer nur um Karrieren, Gefälligkeiten und Oberflächlichkeiten. Korbinian ist genauso. Während er festsitzt, brodelt es gewaltig in seinem Innern. Er will nicht nur zeigen, dass er unschuldig ist, sondern überdenkt sein Leben ganz neu. So wird der Roman trotz Mordfall doch ganz weihnachtlich.
Ich mag den witzigen Schreibstil von Elke Pistor, der humorvoll und zeitgleich auch tief blicken lässt. Der Kriminalfall selbst ist stimmig, voller Lokalkolorit und unterhaltend. Ohne zu viel zu verraten: auch thematisch passt alles zusammen. In guter Krimi-Manier gibt es einige Verdächtige, die alle etwas zu verbergen haben und deshalb das Miträtseln der Leser anregen.
"Lasst uns tot und munter sein" liest sich schnell und flüssig und sorgt für kurzweilige Lesestunden.
Fazit: Lustiger Weihnachtskrimi mit einem ernsten Kern - unterhaltend in der Adventszeit.
4 Punkte.
Rezensionen von begine:
Die Enkelinnen
Die Kinder des Nordlichts von Linda Winterberg
Von der Autorin Linda Winterberg habe ich schon einige Romane gelesen.
Das neue Buch „Die Kinder des Nordlichts“
ist eine kurze Geschichte, die leider wenig Tiefgang hat.
Das Haus der verlorenen Kinder zeigt das Leben der Großmütter der Protagonistinnen dieses Romans. Es sind Marie und Elin, die sich in Norwegen trafen.
Nach dem Tod ihrer Großmütter sind sie etwas aus dem Ruder geraten.
Sie kommen nach Deutschland und können neu beginnen. Elins Großvater soll noch leben.
Die Autorin schreibt diese Geschichte leider nicht richtig flüssig. Ich hatte mehr erwartet.
Am Ende gibt es noch Rezepte von norwegischem Gebäck, das ist ganz nett.
Rezensionen von yellowdog:
Robin Rhodes Wände
Robin Rhode von Uta Ruhkamp
Robin Rhode - Memory is the weapon. Schon ein interessanter Titel, der neugierig macht.
Es ist verdienstvoll, den südafrikanischen Künstler Robin Rhode mit diesem Buch vorzustellen. Er galt in der Zeit der Apartheid als “Coloured”, daher ist eine politische Komponenten in seinen Themen stets vorhanden, auch wenn sie vielleicht nicht sofort erkennbar ist.
Robin Rhode schafft Kunst auf unterschiedliche Art, z.B. auch indem er Wände nutzt und ggf. eine Performance dazu.
Ein häufiges Motiv ist z.B. das Fahrrad, mit Kreide an die Wand gemalt und Personen, die dazu posen.
Oder ein Piano, das von seinem Pianisten gestürzt wird.
Witzig auch die Schallplatte, die auf den gemalten Plattenspieler gelegt wird.
Oft sind die Bewegungen betont rhythmisch.
Manchmal erzählt Rhode sogar kleine Geschichten, beispielsweise in Geometry of Color.
Das Buch überzeugt mich schon vom Konzept. Außer den Werken, die an Street Art erinnern, gibt es eine Einführung, ein mehrteiliges Interview mit Rhode und ein paar Gedichte südafrikanischer Lyriker, die Rhodes Arbeiten beeinflusst haben.
Dabei sind Gladys Thomas, James Matthews und Don Mattera, von dem auch das Titelgedicht stammt. Es sind teilweise Antiapartheid-Gedichte aus den siebziger Jahren.
Insgesamt ein wirklich gelungenes Buch!
Rezensionen von Petra:
ein Wörterlabyrinth
Ein Himmel voller Sterne von Marie-Sabine Roger
Klappentext
Merlin ist Autor einer erfolgreichen Comic-Reihe. Mit seiner Frau Prune und dem Kater Pantoffel bezieht er ein Traumhaus auf dem Land. Zwar gibt es nach elf Uhr vormittags kein warmes Wasser, und der Klempner Herr Tjalsodann lässt sich nicht blicken, aber davon abgesehen ist ihr Glück perfekt.
Bis eines Tages Merlins bester Freund Laurent stirbt, Vorbild für seinen Comic-Helden Wild Oregon. Laurents letzter Wunsch: Wild Oregon soll im nächsten Band endlich die Liebe seines Lebens finden und es bitte nicht - wie er selbst - verbocken. Doch Merlin will die Arbeit einfach nicht gelingen: Laurents hinterlistige Katze Zirrhose sorgt für Unruhe im Haus, vor allem aber will Merlin ohne Laurent einfach nichts einfallen. Ihm fehlt jegliche Inspiration - bis Laurents Onkel Albert mit 94 Jahren seinen zweiten Frühling erlebt und sich verliebt. Langsam geht Merlin auf, dass er sich ganz falsche Vorstellungen von der wahren Liebe gemacht hat ...
Meinung
Dieses Buch ist ein Wörterlabyrinth, ein Kaleidoskop von wunderschönen Beschreibungen der Handlungen, Gedanken und Ansichten.
Die Geschichte ist nicht nur der Versuch eine Liebesgeschichte zu schreiben, es ist die Beschreibung der Liebe selbst. Nicht nur zwischen einem Paar sondern auch die Liebe zu einem sehr guten Freund oder zu einem Tier.
Der Verlust macht deutlich wie sehr man geliebt hat und das Liebe über den Tod hinaus geht.
Ein romantisches, inspirierendes Buch für schlechte Tage zum trösten und für gute Tage zum freuen
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Familienleben
Ein Schweinebär im Schlafanzug von Andreas Langer; Katalin Eva Pop
Eigentlich, so findet Jule, ist Sascha ein ziemlich brauchbarer Bruder. Außer es geht ums Essen. Dann nämlich richtet er jedes Mal eine solche Schweinerei an, dass Jules Eltern ihn nur noch "Schweinebär" schimpfen.
Eines Morgens jedoch verwandelt sich Sascha wirklich und wahrhaftig in einen Schweinebären.
Und er sieht nicht nur aus wie eine Mischung aus Schwein und Bär - er verhält sich auch so, wodurch die Probleme natürlich erst richtig losgehen. Jule und ihr verwandelter Bruder stolpern von einem Schlamassel ins nächste...
Eine ganz tolle Familiengeschichte über Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein können. Sascha hat einfach Probleme mit dem Essen, er kann einfach nicht ordentlich essen. Aber dennoch ist er ein liebenswerter Junge der als Schweinebär allerhand mitmacht. Jedes Kapitel ein neues Abenteuer, natürlich am Schluss mit gutem Ende, eignet sich das Buch auch sehr gut zum Vorlesen. Dafür dürften dann zwar emhr Bilder drin sein, aber die Kapitellänge passt richtig gut. Am Ende ist noch ein Mitmachteil, den fanden wir ganz toll, es hat richtig Spaß gemacht den Schweinebär bunt anzumalen.
Rezensionen von Heidi H:
Ein vielseitiges, viel versprechendes Backbuch, von der ersten bis zur letzten Seite
Mann backt von Marian Moschen
Schon lange folgen wir Marian Moschen auf seinem Blog und haben bereits viel nachgebacken.
Umso schöner, nun endlich seine Rezepte auch als Buch zu haben.
Die Vielfalt ist einfach nur genial. Von Brot über Kleingebäck und Kuchen, alles vorhanden. Aber nicht nur Rezepte (mit sehr ausdrucksstarken Bildern in hoher Qualität), sondern auch wirklich hilfreiche Tipps.
Diese helfen vor allem Anfängern gut weiter, aber auch Profis finden noch den einen oder anderen guten Rat darin. Damit ist das Buch für alle geeignet (ja, sogar Kinder und Jugendliche kommen mit den Rezepten gut zurecht).
Alles in allem, wir können dieses Buch wirklich nur empfehlen!
Rezensionen von Lesemama:
Alles okay
Alles okay von Marian Moschen
Zum Buch:
Marin lässt alles hinter sich, sie flieht vor ihrem alten Leben und vor all den Lügen in ihrem Leben ins College. In den Winterferien steht ihre beste Freundin Mabel vor der Tür, zusammen mit all den Erinnerungen die sie eigentlich zurücklassen wollte.
Meine Meinung:
Das Buch kam sofort als ich es in irgendeiner Vorschau entdeckte auf meinen Wunschzettel.
Ich wollte es so unbedingt lesen, und ich wollte es so unbedingt lieben. Aber letzteres hat leider nicht ganz geklappt, dazu war es mir dann zu gewollt, einen Lobgeaang wollte ich dann doch nicht haben.
Der Schreibstil ist ganz gut zu lesen, die Seite fließen nur so dahin, aber was mir fehlte war das letzte Quäntchen was das Buch besonders gemacht hätte.
Trotzdem war es eine schöne Geschichte, die mich stellenweise berühren konnte. Das Lesen des Buches habe ich jedenfalls sehr genossen und nicht bereut.
Rezensionen von Lesemama:
Nicht mein Humor
Letzte Rettung: Paris von Patrick deWitt
Zum Buch:
Frances und Malcom Price sind wohl das unterhaltsamste Mutter-Sohn-Duo New Yorks. Ein Großteil von Frances’ Bekanntheit beruht auf der Tatsache, dass sie, als sie den toten Körper ihres Mannes entdeckte, zu einem Skiwochenende aufbrach, anstatt die Behörden zu alarmieren. Gewöhnt an ein Leben voller Luxus, muss sie sich ad hoc etwas einfallen lassen, denn Frances hat das Erbe ihres Mannes jahrzehntelang verprasst und ist jetzt pleite.
Zusammen mit ihrem Kater Kleiner Frank, den Frances für die Reinkarnation ihres Mannes hält, fliehen die Prices nach Paris. Als Kleiner Frank verschwindet, trommeln sie allerlei skurriles Personal zusammen, um den Kater, der ein Geheimnis mit sich trägt, wiederzufinden.
Meine Meinung:
Was sich so genial anhörte, könnte mich aber mal überhaupt nicht erreichen. Das Buch wird als Überraschungserfolg angepriesen, ja doch, überraschend war es. Überraschend schlecht. Obwohl, so hart will ich gar nicht sein, der skurile Humor und das überspitzte Getue findet bestimmt auch seine Leser. Nur mich konnte weder Schreibstil noch die Geschichte überzeugen, ich fand es langweilig.
Rezensionen von Lesemama:
Konnte mich nicht ganz überzeugen
Eve of Man - Die letzte Frau von Tom Fletcher; Giovanna Fletcher
Zum Buch:
Seit einem halben Jahrhundert werden nur noch Jungs geboren. Als endlich mit Eve ein Mädchen das Licht der Welt erblickt weiß jeder, sie ist was besonderes.
Sechzehn Jahre wächst sie total behütet auf um dann aus drei Auserwählten ihren Partner auszusuchen. Dann trifft Eve Bram und alles wofür sie bisher stand ist plötzlich in Frage gestellt.
Wie wird sich Eve entscheiden?
Meine Meinung:
Der Name des Autors, Tom Fletcher, hat mich neugierig gemacht und der Klappentext klang auch äußert interessant. So wollte ich dieses Buch auch lesen. Ich kannte Tom Fletcher von meinem Lieblingsweihnachtsbuch, Der Weihnachtosaurus, und wollte nun auch das Jugendbuch lesen. Wie gesagt, die Idee mit dem einzelnen Mädchen klang sehr vielversprechend. Nur hatte ich zu Beginn ein wenig Schwierigkeiten überhaupt in die Geschichte einzufinden, der Lesefluss kam einfach nicht auf, ich fand der Anfang unglaublich langatmig und zäh. Ab dem zweiten Drittel wurde es langsam besser und am Ende war ich dann doch sehr gespannt wie es weitergehen soll.
Meiner Meinung nach steckt Potenzial in der Story, das sie durchaus lesenswert macht.











