Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Castilleja:

Luc

Winteraustern von Alexander Oetker

Alexander Oetker entführt seine Leser nun bereits zum dritten Mal in die Aquitaine. Nachdem Luc einige schwere Wochen in Paris hinter sich gebracht hat, freut er sich, wieder nach Bordeaux zu fliegen. In diesem Dezember ist es ungewöhnlich kalt. Aber er hat seinem schwerkranken Vater versprochen, mit ihm noch einmal den Sonnenuntergang vom Atlantik aus zu sehen und so fahren sie mit dem Patrouillenboot der Gendarmerie raus, das dazu abgestellt wurde, Austerndiebe zu stellen und das große Gebiet zu überwachen.

Die Arbeit holt Luc schnell wieder ein, denn statt eines faszinierenden Sonnenuntergangs zu sehen, finden sie zwei Tote, wie an einen Marterpfahl gefesselt. Wer und warum hat diese beiden jungen Männer getötet? Alexander Oetker bietet neben dem spannenden Krimi auch dieses Mal jede Menge kulturelle und kulinarische Anreize. So manches Mal lief mir bei der Lektüre das Wasser im Mund zusammen. Ich freue mich schon auf weitere Fälle für Luc & Co.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Castilleja

Rezensionen von Lesemama:

Ein toller Auftakt

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) von Jennifer Benkau

Zum Buch:
Mailin lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Irland. Ihre Schwester liegt im Koma und auch sonst hat es Mailin nicht leicht. So hat sie sich ein Hobby gesucht, bei dem sie sich auspowern kann, bei dem sie auf andere Gedanken kommt. Plötzlich wird Mailin in das mysteriöse Lyaskye gezogen, ein Land in dem die Mädchen jung Königinnen werden, allerdings sterben die Königinnen alle auch jung.

Mailins Leben ist in Gefahr ...

Meine Meinung:
Ich las, soweit ich mich erinnern kann, noch kein Buch der Autorin. Aber dieses wanderte auf meine Wunschliste als ich es zum erstenmal sah. Alleine schon das Cover ist ein absoluter Hingucker, der Klappentext klang vielversprechend und ich liebe Jugendbücher.
Der Schreibstil ist sehr, sehr angenehm zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin, man merkt die für fünfhundert Seiten kaum. Allerdings ist es meiner Meinung nach eher eine Liebesgeschichte als ein Fantasyroman, nicht dass mich das stören würde.
Die Charaktere sind gut beschrieben, man kann sie sich vorstellen, sich in die hineinversetzen.
Die Geschichte ist wunderschön zu lesen, es hat mich sehr gut unterhalten und ich freue mich auf die Fortsetzung. Also, alles richtig gemacht. Auch wenn Fantasyfans da vielleicht andere Meinung sind.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama

Rezensionen von Manfred Fürst:

Spannung ohne/mit Ende

Vernichtung von Lagercrantz David

David Lagercrantz, der literarische „Nachlassverwalter“ von Stieg Larsson hat die Millennium-Reihe vollendet. „Verblendung” (2005), „Verdammnis” (2006), „Vergebung” (2007), „Verschwörung” (2015) und „Verfolgung” (2017) - und nun eben „VERNICHTUNG ”, der sechste und wie von Lagercrantz angekündigt letzte Teil der Millennium-Reihe.

Wer die vorgereihten Romane nicht gelesen hat muss den Plot und die Charaktere nehmen wie sie sind, nach dem banalen Motto: „Es ist, wie es ist.“ Insgesamt kann man der Erzählung gut folgen, wenngleich Lagercrantz seinen eigenen Stil kreiert. Warum nicht. Der Originaltitel übersetzt, „Sie, die sterben muss“, trifft den Plot entschieden besser. Die Cover- und Titelgestaltung ist den vorangegangenen Büchern geschuldet.
Zwei Stränge prägen Lagercrantz' VERNICHTUNG, der Schwesternkrieg von Lisbeth Salander und Camilla - mit Mikael Blomkvist und der Tod eines Sonderlings, der das Bindeglied zwischen den beiden Strängen bildet. Der Tod des „verrückten Zwerges“ (Nima Rita) stört niemanden, aber das was er an die Wand geheftet hat schon. Was stand dort?
Frederika Nyman, Rechtsmedizinerin hat ein Gefühl der Sinnlosigkeit. Mikael glaubt, dass das Leben noch nie so „beknackt“ war. Seuche „Burn Out?“
Auch der Leser verfolgt Lisbeth S. „katatonisch.“ Taktisch klug lässt Lagercrantz die Kapitel mit einem Spannungshöhepunkt enden.
Warum verschweigt Lagercrantz, ob sich Mikael und Catrin vor ihrem Spontansex die Kleider vom Leib gerissen haben und wie der Sex war? Stieg Larsson hätte es getan. Katze füttern und sich um Topfpflanzen kümmern und damit wollte Catrin ihre Eigenständigkeit beweisen – es lebe die moderne schwedische Gesellschaft. Zum Schreibstil: Nie sagte ein Professionalist, ‚ich schau mal auf dem Laufwerk nach.‘
Thomas Müller, pathologisch sadistischer Alptraum wird von Lisbeth einer „Korrektur“ unterzogen: Sein Hemd wird ihm am lebendigen Leib gebügelt. Schmerzhaft, aber befriedigend für Paulina, seine Frau.
Sehr erkenntniserweiternd für den Leser, dass bei der Befragung von Leuten, die Nima Rita gekannt/getroffen/begegnet waren immer neue Wort-/Satzfetzen in immer neuen Sprachen offenbart werden.
Immer mehr kristallisiert sich die Frage heraus, „was geschah bei der Mount-Everest-Expedition vor 10 Jahren?“ Johannes Forsell, Verteidigungsminister, Svante Lindberg, sein Stabschef und Nima Rita nahmen an der Expedition teil, bei der es zwei Tote gegeben hatte. Russischer Militär-Nachrichtendienst und russische Mafia, schwedischer Militär- und Inlandsgeheimdienst, Trollfabriken und ganze Armeen von Hackern liefern sich offene und geheime Gefechte. Spannungsgeladen bis zu Aufklärung des Mount-Everest-Dramas und dem tödlichen Showdown des Schwesternkrieges.
David Lagercrantz versteht sein literarisches Handwerk. Geschickt zerteilt er den Roman in sehr viel Puzzles, deren Zusammenfügen zu einem Gesamtbild ein spannungsgeladenes Lesen bis zu Ende garantieren und erfordern. Da nun die Millennium-Reihe vollendet ist warten wir auf einen neuen echten Lagercrantz.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Manfred Fürst

Rezensionen von Lesemama:

Dreißig Jahre Mauerfall

Wie Frau Krause die DDR erfand von Kathrin Aehnlich

Zum Buch:
Frau Krause würde in der DDR geboren, arbeitet aber für einen Münchner Filmautor. Nun soll die Fernsehserie Wild Ost gedreht werden und Frau Krause reist in ihre ehemalige Heimat um Zeitzeugen zu suchen.
Nur das Frau Krause eher die Menschen interessieren und der Filmemacher eher an Staatsicherheit, Aufstand und Diktatur Interesse hat .

..

Meine Meinung:
Das Cover ist Ostalgie pur, alleine schon das Sandmännchen. Aber das war meiner Meinung nach auch schon das Beste an dem Buch.
Dreißig Jahre sind seit dem Mauerfall vergangen, viele können sich gar nicht mehr wirklich erinnern. In diesem Jubiläumsjahr kommt man an der Geschichte der Wiedervereinigung nicht vorbei, dieses Buch aber gehört leider nicht zu den Besten.
Die Idee mit der Fernsehserie, bzw. dass Frau Krause die DDR wieder aufleben lassen will, finde ich eigentlich ganz gut. Aber ich hatte mit der Umsetzung in diesem Büchlein wirklich meine Schwierigkeiten. Es kam mir teilweise ein wenig unstrukturiert vor und war nicht wirklich unterhaltend. Ich ahtte mir einfach einen Einblick in das Leben der Bürger aus dem Osten erhofft.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama

Rezensionen von Emmmbeee:

Mens sana in corpore sano

Laufen von Isabel Bogdan

Eine Musikerin läuft um ihr Seelenleben. Sie muss den Verlust ihres Lebensmenschen (seinen Namen erfährt der Leser erst ganz am Schluss) verschmerzen, seine kaum trauernden, aber sehr besitzergreifenden Eltern ertragen, sich mit dem reduzierten Dasein arrangieren, das sie jetzt in neuer Weise stark fordert.

Anfangs zaghaft, rasch aufgeben wollend, treibt sie sich selbst an, Meter um Meter, immer mit dem Atem-Mantra vor Augen: ein ein aus aus aus aus. Denn so beginnt die erste Seite: "Ich kann nicht mehr."
Sie waren nicht verheiratet, doch der Begriff "Witwe" und die Achtung vor der Hinterbliebenen könnten hilfreich zum Trost beitragen. So aber nehmen die Eltern des Verstorbenen all seinen Besitz an sich, auch wenn sie nichts damit anfangen können. Ein würdeloses Schachern um Mein und Sein nimmt allzu viel Raum ein.
Wut, Trauer, Resignation, Zorn, Liebe, die Zuneigung zur Musik, Selbstvorwürfe, Dankbarkeit ihrer Freundin Rike gegenüber, Humor-Anklänge, manchmal Freude, wenn auch als Verrat empfunden: Die ganze Palette der Gefühle zieht in Erinnerungsfetzen an ihr vorbei, teils noch frisch, teils in liebendem Gedenken.
Denn der Geist nimmt während des Laufens seine eigenen Wege. Daneben vermitteln die Augen der Läuferin, was vornezu an ihnen vorbeizieht. Die Trauer ufert aus, be- und verarbeitet das Geschehene. Das muss wohl so sein, um die Frau wieder zu sich selbst zu führen. Die Seele gesundet durch die Anstrengungen des Körpers: "Mens sana in corpore sano."
Ein durchgehend innerer Monolog, ohne jeden Dialog, ohne wörtliche Rede mag manchem eintönig, weitschweifig, gar zeitraubend erscheinen. Hier wird dieses Langatmige im doppelten Sinn zum Kompliment. Die namenlose Läuferin hat sich in mein Herz gelaufen. Wie der Tote hiess, erfährt der Leser ganz am Schluss.
Es ist die meisterhaft schöne Sprache, die wohl auch die Übersetzerqualität der Autorin ausmacht; fesselnd und pointiert bis ins letzte Wort; sehr passend die wohldurchdachte Gestaltung des Coverbildes und der Kapitelanfänge, angenehm die Haptik des Umschlagpapiers. Ausserdem zeigt dieses Werk aufs neue, dass Isabel Bogdan in mehreren Sparten der Literatur zu bestehen weiss. Ich bin auch diesmal von ihr begeistert. Frau Bogdan, bitte mehr!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Emmmbeee

Rezensionen von liesmal:

Moses und Rebecca - Freunde fürs Leben

Laufen von Isabel Bogdan

Ruben Laurin erzählt in „Das weiße Gold der Hanse“ aus dem Verlag Bastei Lübbe in zwei Zeitebenen die Geschichte eines Jungen, der bereits als Fünfjähriger mit seinem Vater zur See gefahren ist. Als er acht Jahre alt ist – es ist zu Beginn der 1230er-Jahre – wird die Kogge von Piraten überfallen und das Leben des Jungen ändert sich dramatisch… Überschrieben ist das erste Kapitel mit „Das Ende“.

Es ist im Jahr 1275, als ein Lübecker Ratsherr beginnt, die Geschichte des kleinen Jungen zu erzählen, um einem jungen Maler damit neue Hoffnung für dessen Leben zu schenken. „Vom Leben nach dem Tod“ heißt es im Ersten Buch.
Etwas verwirrend und ungewöhnlich erscheint die Geschichte, die mit dem Ende beginnt. Doch schon bald wird Licht in das Dunkel gebracht. Spannend und mit einem packenden Schreibstil versteht es Ruben Laurin, den Leser mit hineinzunehmen in das Leben in der Hansezeit. Sklaverei, Schreckensherrschaft, Gräueltaten machten es für viele Menschen nicht leicht. Doch in allem Unglück gab es auch damals immer Menschen, die Gutes tun und immer wieder Hoffnung schenken. So auch für den kleinen Jungen, der in Rebecca eine mütterliche Freundin fürs Leben gewinnt. Viele unterschiedliche Charaktere, mal liebenswert, mal grausam und böse, mal undurchsichtig und mal ganz klar, tragen zu einer spannenden und unterhaltsamen Geschichte bei.
Das einzige, was sich mir nicht erschlossen hat, ist der Titel. „Das weiße Gold der Hanse“ habe ich vergeblich gesucht.
Am Anfang des Buches gibt es ein Personenverzeichnis, das Aufschluss gibt über historische und erfundene Personen. Dem Autor ist es gut gelungen, Realität und Fiktion miteinander zu verbinden. Ebenfalls zu Beginn informiert eine Zeittafel (von 1226 bis 1312) über wichtige geschichtliche Daten. Interessant sind auch die Landkarten aus dem Jahr 1300 n. Chr., die die nördlichen Länder mit den Orten zeigen, in denen der Handel stattfand. Ein Glossar auf den letzten Seiten des Buches erklärt mit kurzen, einfachen Worten viele Begriffe der Hansezeit. Das gefällt mir gut, weil es das Nachschlagen an anderer Stelle überflüssig macht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von liesmal

Rezensionen von rewareni:

Ein gefährlicher Gegner

Schonungslos offen von Irene Matt

Kommissarin Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rugg werden schneller als gedacht in Fälle von Morden und Entführungen hinein gezogen, wo sie bis an ihre Grenzen gehen werden. Zuerst wird der junge Sinti Gitano Patelli ermordet aufgefunden und dann verschwinden nach und nach weitere junge Menschen.

Obwohl die Polizei mit allen erdenklichen Mitteln arbeitet und sogar im Fernsehen die Fälle zu sehen sind, scheint es so als ob sie keinen Schritt weiterkommen. Dass es Alexandra auch noch privat mit Stress und Problemen zu tun bekommt, erschwert es ihr sich auf ihre Fälle zu konzentrieren, vor allem weil sie merkt, dass sie selbst schon psychisch angeschlagen ist. Doch erst als sie das Gefühl hat langsam verrückt zu werden und sich seltsame Vorfälle in ihrem Umfeld mehren, spürt sie, dass sie der Lösung der Fälle gefährlich näher gekommen ist.
In ,,Schonungslos offen...“ von Irene Matt, schickt die Autorin ihre Protagonistin Alexandra Rau bereits zum dritten Mal auf Verbrecherjagd. Doch dieses Mal zeigt sich die Autorin von einer sehr extremen Seite, wo sie kein Mitleid mit der Kommissarin und den Opfern zeigt. Ihr Psychopath, der sich gleich bei seiner ersten eigen einberufenen privaten Therapiesitzung vorstellt, zeigt sich im Laufe der Geschichte von einer sadistischen und narzisstischen Seite, wo man als Leser nicht nur einmal die Luft anhalten muss um weiter lesen zu können. ,,Schonungslos offen“ erklärt er selbst, warum er so geworden ist, wie er nun ist. Seine Kindheitserinnerungen kommen dabei immer wieder zum Vorschein, wo er sowohl psychische, als auch physische Gewalt kennen lernen musste. Sein Mitleid mit anderen hält sich dabei in Grenzen und wenn er brutal jemanden verletzen kann, dann erhält er für kurze Zeit seine Befriedigung. Es war total spannend und interessant zu Lesen, welche Gefühle und Gedanken er dabei hatte, weil man gemerkt hat, dass er mittlerweile in seiner eigenen Welt lebt, wo es nur ein Gesetz zum Überleben gibt, nämlich sein eigenes. Obwohl man gleich zu Beginn ahnt, wer für alle Fälle verantwortlich ist, ist der Roman trotzdem spannend bis zum Schluss. Sehr geschickt hat die Autorin mit den beiden Protagonisten ein ,,Katz und Maus Spiel“ gespielt, wo es immer den Anschein hatte, dass der Täter den Kommissaren einen Schritt voraus war. Sehr interessant waren dabei immer die abwechselnden Kapiteln zwischen der ,, Sitzung“ des Täters und den Fällen der Polizei. Sympathisch dargestellt ist dabei Alexandras Kollege Isidor, der ein extrem sensibler und empathischer Mann ist, der selbst in schwierigen Situationen den Überblick behält und so immer wieder seiner Chefin den Rücken frei hält. Er spürt sowohl bei ihr, als auch bei anderen Menschen, was sie brauchen und Alexandra kann sich in jeder Situation auf ihn verlassen. Das macht auch den Roman zu einem Lesevergnügen, weil die Polizeiarbeit von der Autorin sehr professionell und menschlich wieder gegeben wird. Es ist jeder im Team wichtig, jeder verdient die Achtung für seine Leistung und jeder kann sich auf den anderen verlassen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen, auch wenn manche Schilderungen nicht leicht zu verdauen waren. Ich bin sicher, dass es noch weitere Fälle von den beiden Kommissaren geben wird, denn die beiden sind ein ,,Dreamteam“ - sympathisch, empathisch und professionell.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von rewareni

Rezensionen von Emmmbeee:

Herzklopfen bis zur letzten Seite

Missing Boy - Thriller (Crimson-Lake-Serie 3) von Candice Fox

Es ist der Alptraum aller Eltern: Aus einem Hotelzimmer verschwindet der achtjährige Ritchie, ohne dass die Kameras irgendeine Aufzeichnung seiner Person hergeben und es keinerlei Anhaltspunkte für seinen Aufenthalt gibt. Es ist, als hätte er sich spurlos verflüchtigt. Das Ehepaar Farrow, besonders die Mutter, hält von der örtlichen Polizei nicht sehr viel und beauftragt private Detektive.

Und damit ist das Ermittlerpaar Ted Conkaffey und Amanda Pharrell erneut vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Dabei hat Ted genug zu tun mit seiner eigenen kleinen Tochter, die ihn gerade jetzt an seinem kleinen nordaustralischen Wohnort Crimson Lake besuchen wird und die durch diesen neuen Fall gefährdet sein könnte. Hinzu kommt, dass die eigene Vergangenheit das Duo immer wieder einholt, und zwar aus bisher unvermuteten Ecken. Es scheint, dass illegale Wege im Lauf der Handlung wenig zielführend sind, und zumindest Amanda gerät stark in Versuchung.

Ohne dass man die vorgängigen Bände kennen muss, kann der Leser nahtlos an sie anschliessen. Nicht ohne dezenten Humor vermittelt Candice Fox die menschliche, teils fehlerhafte und durchaus charmante Seite ihrer Hauptprotagonisten. Mir gefällt auch, wie die Autorin den ihr eigenen Erzähldrive aufbauen kann, ohne sich von einem reisserischen Ton verführen zu lassen.

Manchmal nahm ich beim Lesen an, dass die weitere Handlung vorhersehbar sei, aber das war ein Trugschluss, denn immer dann nahm die Story eine überraschende Wendung. Auch für Vielleser wie mich ergaben sich im Text immer wieder originelle Sachverhalte. Das schätze ich an Candice Fox sehr.
Weil auch diesmal neue Personen aufgetaucht sind, frage ich mich, ob sie in weiteren Folgebänden wieder vorkommen werden, was ich besonders von den sympathischen Figuren hoffe.
Viele Thriller-Fans rühmen die skandinavische Literatur als die allein Seligmachende. Doch die australische wird von Fox mehr als nur würdig vertreten und braucht sich nicht hinter ihnen zu verstecken.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Emmmbeee

Rezensionen von Claudia R:

spannender und lustiger Detektivfall

Mister Marple und die Schnüfflerbande - Wo steckt Dackel Bruno? von Sven Gerhardt

Klappentext:
Die Schnüfflerbande, das sind Theo, Elsa und Hamster Mister Marple. In ihrer Zentrale auf dem alten Schuppendach ermitteln sie in "tierischen Angelegenheiten" aller Art.
Mister Marple weiß, dass er zu Großem bestimmt ist. Täglich macht er Klimmzüge an der Käfigstange, um sich für den Tag fit zu halten, an dem seine detektivischen Fähigkeiten zum Einsatz kommen.

Nur Theo hat noch immer nicht kapiert, dass Mister Marple kein gewöhnlicher Hamster ist. Da trifft es sich ganz gut, dass eines Tages Elsa in Theos Leben poltert. Im Gegensatz zu Theo sprüht sie nur so vor Abenteuerlust. Und es dauert nicht lange, da stecken Theo, Elsa und Mister Marple mitten in ihrem ersten Detektivfall: Dackel Bruno wird vermisst, und die Schnüfflerbande setzt alles daran, ihn wiederzufinden …

Cover:

Das Cover riecht förmlich nach einem spannenden Fall. Man sieht einen Hamster in einem karierten Mantel gehüllt, dahinter einen Jungen, der sich hinter einer Hecke versteckt und ein Mädchen, das von einer Mauer hervorspäht. der Hintergrund ist dunkelblau und es sind einige Häuser erkennbar. Es sieht aus, als halten die drei Ausschau und sind auf einem spannenden Fall unterwegs.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Lustige und komische Situationen wechseln sich mit einem spannenden Abenteuer ab. Der Autor schafft es kindgerecht einen spannenden Fall zu kreieren, bei dem man sehr gern dran bleibt und von der Story mitgerissen wird.

Das Buch ist sehr schön gegliedert. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die Schriftgröße ist sehr gut gewählt. Die eingefügten Schnüffler-Protokolle von Mister Marple lockern das Ganze auf und bringen Pepp in die Sache. Die Geschichte wird aus Sichtweise von Theo geschrieben. Theo ist sehr zurückhaltend und schon ein bisschen ängstlich. Das ganze Gegenteil davon ist Elsa, die erst neu dazu gezogen ist und sich als sehr mutig herausstellt. Die beiden gründen eine Detektivclub der sich um tierische Angelegenheiten kümmert und haben ihren ersten Fall, als der Hund Bruno vermisst wird.

Das ungleiche Paar und noch dazu Mister Marple bringen eine gewisse Komik und eine erfrischende Art in diesen Fall, so dass es spannend, humorvoll und abenteuerlich voran geht. Situationskomik, lustige Dialoge und Situationen bringen einen immer wieder zum Schmunzeln und Lachen.

Eine tolle Geschichte, die für sehr viel Unterhaltung sorgt. Neben den spannenden und überraschenden Wendungen, überzeugt das Buch auch durch tolle Charaktere, die zwar sehr unterschiedlich sind, aber einem dennoch sehr ans Herz wachsen. Theo, Elsa, Mister Marple und die anderen werden sehr gut beschrieben und man kann sich auch in sie sehr gut hineinversetzen.

Besonders toll haben mir die lustigen Schnüffler-Protokolle von Mister Marple gefallen. Diese werden auch optisch sehr schön hervorgehoben.

Auch die kleinen Illustrationen sind sehr gut gelungen und veranschaulichen das Gelesene und lockern das Buch auf. Die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen und sie sind optisch auch wunderschön und passend.

Ein spannender und lustiger Fall, der auf Fortsetzung hoffen lässt.

Für Jung und Alt und ein humorvoller und erlebnisreicher Detektivfall, der für jede Spürnase geeignet ist, die gern rätselt und lacht.

Fazit:

Spannend, lustig und eine tierischer Detektivfall, der es in sich hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R

Rezensionen von liesmal:

Jeden Tag ein bisschen Adventszauber

Mister Marple und die Schnüfflerbande - Wo steckt Dackel Bruno? von Sven Gerhardt

„Skandinavischer Advent“, ein Audiobuch-Adventskalender aus dem Audiobuch Verlag, lässt mich schon durch den äußeren Eindruck in das weihnachtliche Treiben in die skandinavischen Länder versetzen. Rot und Grün sind die vorherrschenden Farben der CD-Hülle und 24 kleine Türchen warten darauf, in der Vorweihnachtszeit geöffnet zu werden.

Dänische, norwegische und schwedische Autoren bringen mit ihren Geschichten und Gedichten aus alter Zeit – viele Erzähler haben bereits vor 200 Jahren gelebt – jeden Tag ein paar Minuten besondere Adventsstimmung ins Haus. „Besondere“ Stimmung nicht zuletzt durch die Sprecher Beate Rysopp und Frank Stieren, denen es gelingt, die sicherlich nicht einfachen Texte dem Zuhörenden nahe zu bringen und zu einem Genuss werden zu lassen.

„Bei dem Schein vom klarsten Sterne“ von Carl Michael Bellmann und „Der Weihnachtsabend“ von Johann Ludvig Runeberg sind die Gedichte, die mir ganz besonders gefallen. Bei den Geschichten sind es „Die Mutter im weißen Haus“ von Hermann Bang, „Weihnachtseinkäufe“ von Henrik Ibsen und „Die heilige Nacht“ von Selma Lagerlöf, die mich am meisten berührt haben.

Gern empfehle ich das Audiobuch allen, die sich eine heimelige Adventszeit wünschen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von liesmal