Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Leben nach der Explosion
Träume von Freiheit - Flammen am Meer von Silke Böschen
Mag der Romantitel etwas pathetisch wirken, gilt dies nicht für den sorgfältigen Text über zwei sehr unterschiedliche Frauen, die ein bestimmtes Ereignis verbindet.
Es ist 1875 in Bremerhaven. Durch eine Explosion sterben viele Menschen, viele werden schwer verletzt. Das war ein reales Ereignis.
Das Anfangskapitel zeigt gleich eine große Dynamik, die die Romanhandlung auch durch das Buch begleitet.
Die Handlung splittet sich dann auf in die Orte New York und Bremerhaven und erstreckt sich über ein paar Jahre.
Die Autorin Silke Böschen schafft es, die Folgen einer Tat für die betroffenen zu zeigen, auch in der stimmigen psychologischen Figurenführung. Das Buch ist zudem sprachlich wirklich beeindruckend.
Ein überzeugender historischer Roman, der ein Gefühl für die Zeit entwickelt.
Rezensionen von B?cherwurm78:
Was ist mit Richie geschehen?
Missing Boy - Thriller (Crimson-Lake-Serie 3) von Candice Fox
Ich habe bereits die Vorgängerbücher um Ted Conkaffey gelesen und habe mich sehr auf dieses gefreut. Mir hat auch dieser Thriller sehr gut gefallen, ich glaube für mich bislang das beste Buch aus der Reihe. Ab der ersten Seite spannend und die Spannung hat auch das ganze Buch gehalten. Der Thriller war wie gewohnt sehr flüssig geschrieben, es gibt präzise Orts- und Personenbeschreibung, die aber nicht zu ausschweifend waren.
Ich finde Story gut durchdacht und auch gut umgesetzt. Ted kommt bei mir als Leser sympathisch an, auch durch seine Vorgeschichte. Er wurde vor einiger Zeit zu Unrecht beschuldigt und hat quasi alles verloren. Aber mittlerweile kämpft er sich wieder zurück ins Leben. Auch seine doch „schräge“ Partnerin Amanda Pharrell finde ich gut.
Fazit: Ein sehr spannender Thriller, klare Leseempfehlung.
Rezensionen von S.:
In Deutschlands letztem Urwald
DRAUSSEN von Klüpfel Volker; Kobr Michael
Was machen Cayenne, Joshua und Stephan in Deutschlands einzigem Urwald? Sie sind auf der Flucht vor einflussreichen Menschen, die sie als unliebsame Zeugen töten wollen. Stephan, erfahrener ehemaliger Militärangehöriger, trainiert die Kids, bringt ihnen bei, spartanisch zu leben und schult sie in Selbstverteidigung.
Trotzdem rückt die Bedrohung näher, die Jagd hat längst begonnen. Tagebucherinnerungen eines Fremdenlegionärs enthüllen Stück für Stück Zusammenhänge. Cayenne will das ständige Versteckspiel und die Ungewissheit nicht länger ertragen. Eine Konfrontation ist unausweichlich.
In Klüpfel und Kobrs erstem Thriller geht es spannend zu, atemberaubende Verfolgungsjagden und Flashbacks sorgen für ein rasantes Tempo. Futuristische Stromausfallszenarien geben dramatische Effekte.
Nicht alles ist logisch, manches sehr brutal, aber durchaus spannend erzählt.
Unterhaltsam, gut zu lesender Thriller aus dem Ullstein Verlag.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Erwartungen leider nicht erfüllt!
Die Flucht der Trakehner von Sibylle L. Binder
Die Flucht der Trakehner von Sibylle Luise Binder erschienen Kosmos Verlag
Aufmerksam gemacht durch das schlicht gehaltene, wundervolle Cover und den Begleittext, habe ich mich an diese Lektüre mit hohen Erwartungen gewagt.
Angesprochen durch die Thematik war ich neugierig auf die Geschichte. Als Enkelin zweier aus Ostpreußen geflüchteten Großväter und einer vertriebenen Großmutter aus Schlesien berührt mich jede diesbezügliche Literatur.
Als langjährige Reiterin interessierte mich die Umsetzung dieser historischen und fiktiven Geschichte. Der Text liest sich überwiegend gut und es fehlt keineswegs an Spannung. Die Autorin nutzt Rückblicke zur scheinbar erleichternden Darstellung der Geschehnisse. Weiter werden Dialoge zur Erklärung der Gegebenheiten genutzt. Diese stilistische Umsetzung hat mir nicht gefallen. Gerade im Gespräch von Jesco und Dr. Ehlert im Büro des Vorwerks Bojahrgallen erscheint mir das sehr oberlehrerhaft und aufgesetzt. Desweiteren fließt das Wissen und die Meinung der Autorin in den Text ein. "...Doch dieser Besuch im Cafe war`s gewesen, der seine Begeisterung für Blondchen im Keim erstickt hatte."; "Jesco erinnerte sich...und einem Kommilitonen bei seinen vergeblichen Versuchen, Trabtraversalen zu reiten, zugeschaut hatten. ...Pferde sind gut darin, Menschen auf das Wesentliche zu reduzieren, nicht?"
Die einzelnen Szenen sind gut geschrieben, doch vermisse ich Details, die bestimmte Situationen zeitgemäß erschienen lassen. Manche Stellen sind mir nicht plausibel. So fehlt Jesco nach dessen Rückkehr ein Arm, später wäscht er sich jedoch die Hände? Jesko schläft mit freiem Oberkörper auf einem Wagen in diesem eisigen Kriegswinter? Auch die zeitliche Abläufe sind für mich nicht stimmig. Mit den Zeitangaben komme ich nicht zurecht. Dem Kapiteln Jahreswechsel 1944/1945 folgt im Winter 1944 und 24. Dezember 1944 in der fortlaufenden Geschichte. Auch Sophies Schwangerschaft scheint mir zeitlich unrealistisch dargestellt. Entweder hätte Jesco bei seiner Verabschiedung im Oktober 1944 diese schon bemerken müssen oder Sophie hätte später entbinden müssen?!
An manchen Stellen ging es mir dann einfach zu schnell. Die Autorin verliert sich an Oberflächlichkeiten. Hier hätte ich mehr Zusammenhänge gewünscht (die Fluchtvorbereitungen; die Unterbringung, Versorgung von 300 Tieren auf der Flucht bei oft verstopften Wegen, ...)
Die Protagonisten sind durchaus gut gezeichnet, doch fehlte mir die Tiefe. Die Gesinnung, der Protagonisten und deren Meinung sind fast durchgängig gegen das deutsche Regime. Sicher erfolgte ein Umdenken mit Fortschreiten des Krieges. Doch das ist mir hier zu einfach dargestellt und zieht sich durch das ganze Buch.
Das Wissen zur klassischen Reitkunst sowie Erklärungen und Einzelheiten, wie man sie in Pferderatgebern findet, sind hinreichend vorhanden.
Die Aufmachung des Buches gefällt mir gut. Die Einteilung in 13 Kapitel mit großen Überschriften sowie einem Epilog funktionieren und erleichtern das Lesen. Die Karten von Ostpreußen 1945 im Einband umrahmen die Geschichte. Dort findet man u.a. die Reiserouten von Jesco und Sophie.
Fazit: Im Großen und Ganzen habe ich die Geschichte gern gelesen. Besonders gut las sich Jescos Flucht über das Haff. Doch leider wurde mein Lesevergnügen durch kleine Unstimmigkeiten getrübt. Gerade wegen des hohen Anspruchs an die Thematik gehe ich mit gemischten Gefühlen aus dieser Lektüre!
Rezensionen von Gaby 2707:
Backen nach Omas Rezepten
Von Oma mit Liebe von Katharina Mayer
In meiner Küche stehen zwar schon so einige Backbücher im Regal, aber „Die besten Kuchentratsch-Rezepte“ mit Liebe von Oma, die haben mir noch gefehlt. Und nicht nur, weil dieses kleine Geschäft, in dem die Omas backen hier in Münchens Landsbergerstraße beheimatet ist. Nein, die Kuchen aus der Leseprobe schauen schon so lecker aus, dass ich die Rezepte unbedingt nach backen wollte.
Ich finde das Konzept, dass Omas und auch Opas hier ihre Kuchen backen und ihre Erfahrungen weitergeben einfach genial. Diese Kuchen, Torten und Teilchen kann man in einigen Münchner Cafes konsumieren oder über das Internet bestellen.
Auf 232 bekomme ich 96 Backrezepte von A wie Apfelkuchen bis Z wie Zuger Kirschtorte. Außerdem Tipps z.B. zum Verzieren und Tricks, wie die Kuchen und Torten noch leckerer werden und super gelingen. Keine exotischen Zutaten, fast alles habe ich sowieso im Haus bzw. ich kann es kurz im nächsten Supermarkt besorgen.
Bei den Cranberry-Kokos-Hefeknoten z.B. wird jeder Handgriff beschrieben, so dass fast nichts mehr schief gehen kann und die Teilchen wie auf dem Foto auf meinem Teller liegen.
Katharina Mayer ist ein tolles Backbuch gelungen, das allein schon durch seine äußere Aufmachung auffällt. Und der Inhalt schaut auf den Rezeptseiten schon so lecker aus, dass man gar nicht anders kann, als diese Kekse, Kuchen und Torten gleich ausprobieren will.
Bei uns gibt es jetzt jede Woche einen anderen Genuss zum probieren.
Da auch meine Freundinnen sehr gerne backen, brauche ich mir um ein Weihnachtsgeschenk für sie keine Gedanken mehr zu machen. Sie bekommen „Von Oma mit Liebe“.
Rezensionen von manu63:
Authentisch
Die Charité: Aufbruch und Entscheidung von Ulrike Schweikert
Der zweite Band der Charite Reihe der Autorin Ulrike Schweikert trägt den Titel Aufbruch und Entscheidung und beleuchtet die Charite in der ausgehenden Kaiserzeit. Rahel Hirsch, eine der ersten Ärztinnen an der Charite steht im Fokus der Ereignisse und auch andere Pionierinnen der damaligen Zeit werden vorgestellt.
Ihre Probleme sich in einer Männerwelt zu behaupten werden gut recherchiert beschrieben und auch die Sorgen und Probleme der Arbeiterinnen der damaligen Zeit rücken in den Fokus.
Der Autorin gelingt es auf interessante Weise die ausgehende Kaiserzeit und den 1. Weltkrieg mit seinen Auswirkungen auf die Bevölkerung in klaren Worten zu schildern ohne ins pathetische abzuschweifen oder mit langen Beschreibungen zu langweilen. Die einzelne Abschnitte sind gut lesbar und das Schicksal einiger Akteure ist historisch belegt. Einige dichterische Freiheiten zum abrunden der Geschichte sind gut integriert und im Nachwort erläutert die Autorin ihre Recherche sowie historische Ereignisse und ihre eigene Interpretation. Die medizinischen Details fand ich interessant und auch wie damals geforscht wurde. Das sind sicherlich Abschnitte die nicht jeden Leser interessieren, ich fand sie informativ und sie sind so geschrieben das man es auch als Laie verstehen kann.
Band 2 kann unabhängig von Band 1 gelesen werden, es geht um einen ganz anderen Zeitabschnitt der Charite und auch um gänzlich andere Personen.
Rezensionen von manu63:
Lesenswert
Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke von Julia Dippel
Cassardim Jenseits der goldenen Brücke ist der erste Band der Autorin Julia Dippel in dem sie über die Welt Cassardim schreibt. Amaia und ihre Geschwister altern viel langsamer als andere Menschen und dies müssen sie verbergen. Strenge Regeln und Gedankenkontrolle durch die Eltern sowie ständige Umzüge belasten Amaia sehr.
Sie versucht heraus zu finden was ihre Familie verheimlicht und sieht sich plötzlich mit einer Welt jenseits ihrer Vorstellungskraft konfrontiert. Ihre Welt gerät aus den Fugen und sie muss sich einer Verantwortung stellen an der sie zerbrechen könnte.
Die Autorin erschafft mit Cassardim eine interessante und vielseitige Welt im Reich der Toten. Verschiedene Völker kümmern sich um den Übergang der Seelen und tragen dabei noch ihre eigenen Konflikte aus. Die Charaktere sind gut gezeichnet und gerade der Hauptakteur Noar lässt einen immer wieder zweifeln auf welcher Seite er steht. Tiere und Landschaften werden bildhaft beschrieben ohne das es ausschweifend wirkt. Auch die Interaktion der einzelnen Charaktere hält die Geschichte in einen stetigen Fluss, mit gut gesetzten Spannungsbögen, ohne aufgesetzt zu wirken.
Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar über die verschiedenen Völker und Personen, ich empfehle da nicht direkt am Anfang hineinzusehen, da einige der Infos zu den Personen erst im laufe der Geschichte ans Tageslicht kommen und man würde sich um einige Überraschungsmomente bringen wenn man die Infos vorher liest.
Insgesamt fand ich den Einstieg in die Welt von Cassardim lesenswert und freue mich schon auf die Fortsetzung.
Rezensionen von manu63:
Schattentanz
Das Erbe der Macht - Band 21: Schattentanz von Andreas Suchanek
Der 21. Band der Das Erbe der Macht Reihe des Autors Andreas Suchanek trägt den Titel Schattentanz. Die Krieger Merlins stehen kurz vor dem Angriff und dann gibt es noch einen Schläfer in der Zuflucht der Merlin zuarbeitet. Alex und seine Runde versuchen die Zuflucht zu retten und schmieden Pläne.
Der Autor treibt die Geschichte geschickt voran und lässt die Leser häppchenweise das Schicksal der Charaktere miterleben. Die Erzählstränge an den verschiedenen Orten laufen parallel und dabei immer wieder aufeinander zu. Immer wenn ich als Leser dachte das die Lage aussichtslos sei, gewährt der Autor seinen Protagonisten kleine Schlupflöcher, wobei es nicht alle Charaktere schaffen zu überleben. Dazwischen gibt es kleine humorige Einlagen die sich gerade in den Dialogen ergeben. Auch die Welt der Gefühle und die Freundschaftsbande kommen nicht zu kurz. Insgesamt eine packende Reihe mit etlichen Wendungen die überraschen.
Rezensionen von Marie aus E.:
Kinderkrimi - endlich mal nicht vorhersehbar
Mister Marple und die Schnüfflerbande - Wo steckt Dackel Bruno? von Sven Gerhardt
Ein schon optisch schönes Buch - mit Glanzelementen am Cover und sehr ansprechenden Illus, die die Charaktere richtig gut getroffen haben.
Aber kann der Inhalt mit der schönen Optik mithalten?
Auf jeden Fall!
Theo hat einen Helicopter-Dad, der überall Gefahr wittert. Kein Wunder, dass Theo nie ohne seine Warnweste aus dem Haus geht.
Eines Tages trifft er Elsa, zwar geschlagen mit einem Namen, der in Zeiten von Eiskönigin bestimmt auch nicht leicht zu tragen ist (Sorry für OT) , die aber ein echtes Draufgänger-Girl ist. Und dann ist da noch Mister Marple, Theos Hamster mit einer guten Schnüffelnase. Die drei gründen die Schnüfflerbande und ihr erster Fall ist der verschwundene Dackel Bruno...
Was hat uns nun besonders gut gefallen?
* Tierische Helden - supertoll, sagt Mini
* Keine blöden Rollenklischees, hier mal mein mutiges Mädchen und ein ängstlicher Junge - supertoll sagt die Mutter
* spannend, aber nicht gruselig-spannend, so dass man keine Angst haben muss
* bei manchen Passagen weiß man als Lesender gleich Bescheid, während das Ermittlertrio etwas auf der Leitung steht, da kann man sich herrlich überlegen fühlen
* es gibt überraschende Wendungen bei der Handlung, die Auflösung ist nicht vorhersehbar, warum sollten auch Kinderkrimis anders sein als die für "Große"?
* der Hamster schildert zum Ende eines jeden Abschnitts immer seine Sicht der Dingen in einem Schnüffler-Protokoll, ein Highlight
* es wird eine Fortsetzung geben, hurra!
Ein richtig schönes Buch für Jungs und Mädels. Empfohlen wird es ab acht Jahre, m. E. kann man es aber ruhig auch schon Sechsjährigen vorlesen.
Rezensionen von Streiflicht:
Voller Herzblut
Ohne Herz von Markus Richter
Da ich bereits den Vorgänger dieses Buches sehr, sehr mochte, wollte ich natürlich auch dieses Buch unbedingt wieder lesen. Und ich bin wieder begeistert. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett drin im Geschehen und erinnerte mich auch wieder, was damals alles geschehen war. Ich denke aber, dass man das Buch auch sehr gut lesen kann, wenn man den Vorgänger nicht kennt.
Erneut hat mich die Figur des Königs sehr berührt, der hier wieder so menschlich beschrieben wird. Ein Mann, der sehr einsam ist, diese Einsamkeit oft aber auch sucht, der verschroben ist und gleichzeitig auch irgendwie genial, der viele Ideen hat, aber zu wenig Geld, um seine Wünsche zu verwirklichen, der König ist und zugleich auch Spielball der Politik. Man merkt, dass der Autor lange Jahre vor Ort war und die Geschichte der beiden Schlösser und des tragischen Königs hervorragend kennt. In diesem Buch lebt Ludwig auf ewig weiter.
Aber auch die Kriminalgeschichte mit den „einfachen“ Menschen hat mich sehr berührt und gut unterhalten. Man taucht ein in den damaligen Alltag, die Probleme der Menschen und ihre Lebenswelt. Das wirkt sehr authentisch und so hat der Fall einen guten Hintergrund. Ich habe vor allem mit der Mutter und ihrem Sohn sehr mitgelitten – der Autor weiß einfach, wie man schreibt, um die Leser ganz tief in das Geschehen zu ziehen.
Schön war für mich auch das Wiedersehen mit den alten Bekannten, den Figuren aus dem ersten Buch.
Fazit: Authentisch, menschlich, berührend und spannend – dieses Buch hat alles, was ein historischer Krimi haben sollte! Dieses Buch muss man einfach mögen!











