Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesestern:
Das Geheimnis des goldenen Schafs
Die Erben von Snowshill Manor von Ingrid Kretz
"Die Erben von Snowshill Manor" ist ein historischer Roman, der 1805 in England spielt, geschrieben von Ingrid Kretz und erschienen im Brunnen Verlag, Gießen.
Die neunzehnjährige Catherine Satchmore verliebt sich in einen nicht standesgemäßen Bediensteten und wird daraufhin von ihrem Vater nach Snowshill Manor geschickt, um dort als Gouvernante für die Frau seines Freundes Lord Darabont tätig zu werden.
Lady Martha, die durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist, ist eine nach ihren Launen lebende unangenehme Person, die ihre Umgebung teilweise tyrannisiert.
Einzig und allein ihr Sohn und Erbe Callum wird stets zuvorkommend und wohlwollend behandelt, obgleich er alles andere als ein vorbildliches Leben führt.
Bereits nach kurzer Zeit schon spürt Catherine die Spannungen innerhalb der Familie, insbesondere die Distanz in der Ehe der Darabonts.
Bei ihren Erkundigungen durch das große herrschaftliche Haus, entdeckt sie auf dem Speicher ein altes Gemälde, das sie fasziniert. Die Anmut und Schönheit dieses Frauenporträts zieht sie sofort in Bann. Als sie später Lady Martha von ihrer Entdeckung berichtet, erlebt sie ein vielsagendes Schweigen und kann den Ärger, der sich aufgrund ihres Speicher-Fundes bei Martha entlädt an deren Gesichtszügen ablesen.
Auf einem ihrer Ausflüge trifft Catherine auf den ihr bereits von ihrer Anreise bekannten Verwalter vom Nachbarschaftsgut Tulips Hall, den attraktiven Gabriel Harrington.
Doch bevor sich eine Gelegenheit des näheren Kennen-Lernens ergibt, muss Catherine die Darabonts in ihr Anwesen nach London begleiten.
Dort erwarten sie vielseitige gesellschaftliche Einladungen und Verpflichtungen und Catherine genießt die aufregende Zeit, in der es auch an Hofierungen seitens des männlichen Adels nicht mangelt
Gleichzeitig nutzt sie ihre neu gewonnenen Bekanntschaften, um näheres über die Vergangenheit der Darabonts herauszufinden, deren Spur sie auch nach der Londoner Zeit weiter verfolgt.
Fazit:
Ein wunderbarer fesselnder Roman, der uns ins England des frühen 19.Jahrhunderts entführt und einen Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht erhält.
Es geht um Machtgier, Neid und Intrigen und gleichzeitig um Menschlichkeit, christliche Tugenden und das große Thema der Liebe.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und bildhaft und so habe ich Seite um Seite dieses Lesevergnügen genossen und konnte es nach einem bestimmten Punkt nicht mehr aus der Hand legen.
Auf den Spuren von Catherine habe ich mich begeistert lesend einem großen Familiengeheimnis genähert.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Austern im Advent
Winteraustern von Alexander Oetker
Luc Verlain kommt gerade von einem längeren Anti-Terror-Einsatz in Paris zurück nach Hause. Er freut sich auf den versprochenen Ausflug zu den Austernbänken mit seinem kranken Vater. Doch der Ausflug endet unerfreulich - ein Verletzter und zwei tote Jugendliche werden aufgefunden.
Die Ermittler glauben, dass diese Morde etwas mit den vielen Austerndiebstählen zu tun haben.
Von den Angehörigen erfahren sie nicht viel, jeder hat Angst. Doch wer Luc und Anouk kennt, weiss, dass die beiden nicht so schnell aufgeben und dranbleiben. Das macht diesen dritten Band sehr spannend.
Mir gefiel, dass Luc hier quasi Heimvorteil hatte, war doch sein Vater vor seiner Pension selbst Austernfischer und Luc kennt die harte Arbeit von Kindesbeinen an. Der Krimi gab einen interessanten Einblick in das Leben der Austernzüchter und spricht auch diesbezüglich die Folgen des Klimawandels für einen ganzen Berufsstand an. Als Leser hat man teilweise richtig Mitleid mit den tragischen Schicksalen der Beteiligten.
Leser, die die beiden Vorgängerbände nicht kennen, kommen hier gut mit, denn zwischendurch wird immer mal wieder etwas erklärt. Für mich als Leser aller drei Bände war das aber knapp an der Grenze zum nervig werden. Ich bin aber auch der Meinung, bei Serien beginnt man immer mit dem ersten Band und steigt nicht erst mitten drin ein, dann müssten die Autoren nicht so vieles wiederholen und der Lesefluss wird nicht so gestört durch schon lange bekannte Einzelheiten.
Deshalb wissen Leser, die bisher alle drei Bände gelesen haben, auch besser Bescheid über Exteberria und das ganze explosive Drumherum, das zu seinem Ausfall führte. Seine Auszeit ist vorbei und er erscheint wieder zur Arbeit. Ich war sehr gespannt, wie Exteberria sich nach seiner Genesungszeit in das Team eingliedert - ob es dabei erneut zu Spannungen kommt oder Luc und er den Rank finden, miteinander zu arbeiten. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen.
"Winteraustern" von Alexander Oetker ist fesselnd, aber dadurch, dass die ersten Kapitel gleich drei, bisher in der Serie unbekannten, Gesichtern gewidmet sind, fand ich den Einstieg leicht erschwert. Der Krimi mit der Austern-Thematik passt aber perfekt zu Weihnachen in Frankreich und macht extrem Lust, ein Dezember-Wochenende in Bordeaux zu verbringen.
Auf den letzten Seiten von "Winteraustern" dachte ich schon, Alexander Oetker hätte seinen Cliffhanger von "Château Mort" total vergessen. Doch nein, er wird am Ende auf den letzten Zeilen kurz erwähnt - hier sehr passend, im zweiten Band störte es mich. Im vierten Band werden wir Leser dann wohl endlich erfahren, was tatsächlich dahinter steckt.
Fazit: "Winteraustern" hat mich bestens unterhalten - ein sehr interessanter Krimi mit lieb gewonnenen Charakteren, den man am besten in der Adventszeit liest.
5 Punkte.
Rezensionen von NR:
Faszination Skitour
Traumtouren von Stefan Herbke
Nicht nur bei Wanderern, sondern auch beim Skitourengehern werden Mehrtagestouren immer attraktiver. So gelangt man an entlegene Plätze und unverspurte Hänge. Stefan Herbke hat auf diesen Trend reagiert und beschreibt in seinem Buch 25 Touren, die das Spurensuchen und Planen erleichtern sollen. Wunderschöne Bilder machen Lust auf Winter und Pulverschnee.
Nach einer ausführlichen Beschreibung der Tour folgt am Ende eine kurze Zusammenfassung mit Tipps zur Anreise, Übernachtungsmöglichkeiten und Bergführer sowie einen Kartenausschnitt der Tour.
Definitiv ein gelungenes Buch für erfahrene Skitourengeher und Freerider aber auch für Einsteiger. Ich freue mich schon auf die erste Tour!
Rezensionen von Nele33:
Tolle Recherche
Der Mensch ist böse von Julian Hannes
Der Mensch ist böse von Julian Hannes Jarow ist eine spannende Analyse ungelöster und gelöster Mord-und Vermissten -Fälle. Es ist sein zweites Buch nach "Die Welt ist böse". Bei diesem Buch hatte er diesmal Unterstützung Profiler Mark T. Hofmann.
Skeptisch war ich ob der Vorstellung des Autors.
Ein bekannter You Tuber...ließ mich jedoch schon nach ein ppar Seiten eines besseren belehren.
Schon die Einleitung war excellent gemacht, da es in der Tat so ist, dass die meisten Menschen Angst vor dem Bösen draussen im Dunkeln haben und weniger im eigenen Umfeld.
In dem Buch werden 13 wahre Kriminalfälle von allen Seiten beleuchtet und erklärt. Mehrere davon werden im Anschluss von Mark t. Hofmann kommentiert.
Einige der vorgestellten Fälle waren mir aus den Medien bekannt. Der bekannteste dürfte wohl der Fall Maddie, der auch bis heute nicht aufgeklärt wurde. Die Eltern und Freunde verstrickten sich bei den Befragungen in Widersprüche und auch der Leichengeruch sowohl im Zimmer von Maddie, als kurioserweise auch im Mietwagen der Eltern ließ einige Schlüsse zu.
Mir hat der Aufbau und die Sachlichkeit des Buches sehr gut gefallen, der Schreibstil nahm mich auf unterhaltsame Weise mit und das Buch war schnell gelesen.
Rezensionen von Bibliomarie:
Der nächtliche Jäger
Bei Einbruch der Nacht von Vargas Fred
Im Nationalpark Mercantour wurden einige Wölfe aus den Abruzzen ausgewildert. Nicht zur Freude der heimischen Schäfer. Begleitet wird das Experiment von dem kanadischen Experten, der sich bei der Erforschung der Grizzleys einen Namen macht. Das er immer noch in Frankreich ist, liegt vielleicht auch an der schönen Camille.
Sie hat nach der wiederholten Trennung von Kommissar Adamsberg Paris verlassen ist nun mit Lawrence zusammen.
Als sich immer mehr gerissene Schafe finden und die Bisswunden viel größer als von einem normalen Wolf scheinen, macht sich in der ländlichen Gegend die Furcht vor einem Werwolf breit, dann geschieht das Gefürchtete: die Bäuerin Suzanne wird tot aufgefunden, auch an ihren die Bisse des riesigen Wolfs.
Camille macht sich nun zusammen mit Soliman, Suzannes Adoptivsohn und ihrem alten Schäfer, der nur der Wächter genannt wird auf die Jagd nach dem Wolf.
Doch immer wieder kommen sie zu spät, egal wo sie suchen, der Wolf war schon vor ihnen da. Schweren Herzens entschließt sich Camille, Adamsberg einzuschalten. Doch der hat schon längst Witterung aufgenommen, seit er Camille in einer Nachrichtensendung sah.
Fred Vargas Kriminalromane sind immer etwas Besonderes. Ihr Ermittler Adamsberg passt in kein bekanntes Schema. Er ist ein Frauenheld, fast Widerwillen, denn er liebt nur Camille, kann aber nicht mit ihr und auch nicht ohne sie leben. Seine Intuition ist legendär und für ihn sind Schwingungen genauso aussagekräftig wie handfeste Spuren. Alle ihre Figuren sind in gewissem Maße Sonderlinge, Eigenbrötler und Einzelgänger, aber sie werden von ihr so hinreißend beschrieben, dass man sich auch im realen Leben mehr von ihnen wünscht. Der Plot ist ganz handfest, obwohl man beinahe versucht ist, auch an ein übernatürliches Phänomen zu glauben. Aber es stimmt auch hier, „der Mensch ist des Menschen Wolf“.
Die Reise der Wolfsjäger auf einem umgebauten Lieferwagen ist nicht nur spannend, sie ist stellenweise richtig komisch. Dazu tragen vor allem die Dialoge zwischen ihnen bei. Sehnsüchte, Lebensweisheiten und Plänkeleien machen Spaß und bieten immer wieder Atempausen bei der Jagd nach dem geheimnisvollen, gefährlichen Wesen.
Ich glaube an Fred Vargas scheiden sich die Geister. Entweder man liebt ihre Krimis oder man kann gar nichts mit ihnen anfangen.
Rezensionen von Marie aus E.:
Obermegafantastisches Mädchenbuch
Schwesterherzen 2: Auf Klassenfahrt von Lucy Astner
Die Tochter hat beim Stöbern in der Buchhandlung zufällig Teil 1 entdeckt, und mitgenommen und war schwer begeistert. Umso größer war die Freude, dass es nun auch einen zweiten Teil gibt.
In Band Zwei geht es auf Klassenreise. An sich wäre das ja vielleicht ganz schön, wenn es z. B. nach Hawaii ginge, aber doch nicht, wenn man nach Bad Blödersen - äh - Bad Ödersen fahren muss.
Und dann auch noch blöde Brüder, noch blödere Obertussis und der schlimmer Mundgeruch-Mathelehrer dabei sind. BÄÄÄÄÄH!
Ob die Schwesternerzen (für Buchneulinge: es sind richtig dicke Freundinnen, keine Schwestern, die sich zu der Mädchenbande Schwesterherzen zusammengeschlossen haben) trotzdem eine gute Zeit haben?
Das Buch ist so toll, weil Text und Schrift so wunderbar korrespondieren. Es ist kein Comic-Roman, arbeitet aber ganz viel mit unterschiedlichen Schriftarten - das macht es herrlich lebendig und bestimmt auch für kleine Lesemuffel deutlich einfacher.
Die Themenauswahl ist ebenfalls perfekt für die Altersklasse der 9 - 12-Jährigen (das wäre jetzt meine Altersempfehlung): echte Freundschaft, die manchmal auch etwas knirscht und hakt, Zusammenhalt, Tierliebe und etwas Abenteuer.
So viel kann ich versprechen: das Buch ist auf jeden Fall wieder obermegafantastisch - ehrlich - tschakalaka! Und die Tochter drückt ganz fest die Daumen, dass es bald auch einen dritten Band gibt.
Rezensionen von Vicky:
Wir dürfen Frau sein
Ich bin Königin meiner Hormone von Ingrid Kleindienst-John
'Ich bin die Königin meiner Hormone' ist ein Sachbuch der Autorin und Aromaexpertin Ingrid Kleindienst-John. Sie verspricht in ihrem Buch den Hormonhaushalt mit Kräutern und Ölen in Balance zu bringen.
Das Cover ist zwar etwas speziell aber ich finde es trotzdem sehr gelungen, es ist passend gewählt und hübsch aufbereitet.
Überhaupt finde ich die Gestaltung des Buches sehr gelungen, ich habe gerne von Seite zu Seite geblättert und diese auf mich wirken lassen. Die Sprüche und Zitate zwischendurch haben mich sehr erheitert und das ganze etwas aufgelockert.
Ingrid Kleindienst-John führt uns durch mehrere Stationen des Frauenlebens, begonnen bei der Pubertät über Schwangerschaft bis hin zu den Wechseljahren und dem Älterwerden. In jedem Kapitel gibt es eine kurze Beschreibung was in diesem Lebensabschnitt passiert bzw. was ‘frau‘ hier zu erwarten hat. Außerdem enthält jedes Kapitel einige Rezepte und Tipps zur Anwendung um Problemen entgegenzuwirken und den Körper in der jeweiligen Situation zu unterstützen. Am Ende folgen noch allgemeine Rezepte und kurze Tipps zur Hausapotheke.
Ich finde den Aufbau des Buches gut strukturiert, man findet sich leicht zurecht und kann jedes Kapitel nacheinander oder aber auch unabhängig voneinander lesen. Zwischendurch sind auch immer wieder Hinweise zu finden dass gewisse Probleme nach einer Frauenärztin bzw. einem Frauenarzt verlangen und unbedingt ärztlich abgeklärt werden sollten – diese finde ich persönlich gut und wichtig, denn so wird verdeutlicht dass man nicht immer nur selber 'herumdoktern' soll sondern in manchen Fällen eben ärztliche Unterstützung bzw. Hilfe benötigt!
Ich fand die Aussage 'Wir dürfen Frau sein' sehr schön aber vor allem auch wertvoll und habe es deshalb als meinen Rezensionstitel gewählt.
Fazit: Der Schreibstil der Autorin ist super. Ich fand (auch als Laie) alles verständlich und lehrreich, manches wurde vertieft und anders mit Bildern dargestellt. Dabei war es aber nie trocken oder langweilig sondern immer sehr interessant! Insgesamt fand ich das Buch ausgezeichnet! Ich habe es in nur wenigen Tagen komplett gelesen und mir einige Rezepte zum Ausprobieren notiert. Außerdem wird es in Zukunft sicher noch oft zum Einsatz kommen und von mir konsultiert werden!
Abschließen möchte ich mit einer sehr wichtigen Aussage der Autorin Ingrid Kleindienst-John. Ich finde wir Frauen sollten diese viel mehr verinnerlichen: Also habe ich für mich beschlossen, zu meinem Körper zu stehen, so wie er nun mal ist.
Rezensionen von Bibliomarie:
Das Fest der Liebe - mal anders
Swinging Bells von René Freund
Sandra und Thomas sind mit ihren Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt. Zum ersten Mal fahren sie Heilig Abend nicht zur Familie. Ausgerechnet an diesem Tag hat das schon lang inserierte Doppelbett einen Interessenten gefunden und als es klingelt, bittet Sandra das Paar herein um alles abzuwickeln. Doch Elisabeth und Leo packen erst mal eine Flasche Prosecco aus und wollen gar nicht so schnell auf das Thema Bett kommen.
Ein grandioses Missverständnis das sich nur allmählich löst. Elisabeth und Leo haben sich in der Hausnummer geirrt, ist wollen das Paar aufsuchen, mit dem sie sich in einem Swinger Forum verabredet haben. Doch seltsam – je länger die Paare miteinander sprechen, umso weniger eilt es mit der Verabschiedung.
Der Klappentext klingt wie eine Screwball Komödie, sexy und schnell – aber es wäre nicht der Autor René Freund, wenn er es dabei beließe. Ganz allmählich und immer sehr unterhaltsam für den Leser, geht er den Persönlichkeiten auf den Grund. Wenn die tiefschürfendsten Gespräche eines Paares um die Vorzüge von Bio-Salat und Grammatikfehler geht, merkt man sehr schnell die Vermeidungsstrategie.
Schicht um Schicht fällt der Schutz, den sich das Paar geschaffen hat und allmählich müssen sie sich unangenehmen Wahrheiten stellen. Es geht natürlich um Sex, aber auch um Vertrauen, Liebe und geheime Sehnsüchte. Renè Freund beschreibt das alles sehr witzig und mit Augenzwinkern, aber auch mit tiefen Verständnis für die Wirrungen seiner Figuren. Er lässt dabei keinen Stein auf dem anderem und mit den Protagonisten setzt auch beim Leser ein Gedankenspiel ein.
Ich habe mich bestens unterhalten und doch auch sehr mit dem Paar Sandra und Thomas mitgefühlt. Das liegt sicher am – von einigen Lesern so genannten – René Freund Gen, das seine Bücher ausgezeichnet. Amüsant und liebenswert und immer mit dem Blick auf den Menschen.
Eine Weihnachtsgeschichte der anderen Art, aber ehrlich und passend zum Fest der Liebe.
Rezensionen von Nele33:
Packend bis zum Ende
Swinging Bells von René Freund
Zimmer 19 von Marc Raabe ist die Fortsetzung von Schlüssel 17 und der zweite Fall des Berliner LKA Ermittllers Tom Babylon und der Psychologin Sita Johanns.
1800 Prominente freuen sich auf den Eröffnungsfilm der Berlinale, der mit Spannung erwartet wird. Als der Film startet ist das Entsetzen groß: Auf der Leinwand läuft ein Film, in dem die Tochter des Bürgermeistern anscheinend vergewaltigt und ermordet wird.
Es ist nicht klar, ist dies ein Fake oder ein sogenannter Snuff Film. Die Tochter des Bürgermeisters ist dafür bekannt spektakuläre Auftritte zu haben.
Wer war der ältere Mann mit dem kleinen Mädchen unter den Zuschauern, den eine Frau Sugar Daddy nannte?
Für Tom Babylon beginnt ein sehr persönlicher Fall und auch Sita wird mächtig von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Dem Autor ist es wieder gelungen einen durchdachten Thriller der extra Klasse zu schreiben. Die Story wird in 2 Zeitebenen erzählt, die spannend mit einander verwoben werden und am Ende eine schlüssige und zufriedenstellende Auflösung bringen.
Mich hat die Geschichte von Anfang bis Ende gepackt, ich habe mitgefiebert, das Umfeld von Tom noch besser kennen gelernt und freue mich schon auf den nächsten Fall von Tom und Sita.
Rezensionen von Claudia R:
direkt und authentisch werden wichtige Themen angesprochen ...
Swinging Bells von René Freund
Klappentext:
Für Nora scheint es, als wären sie eine normale Familie. Doch der Schein trügt. Nach einem heftigen Familienstreit bricht alles auseinander. Von heute auf morgen ergreifen ihre Brüder die Flucht und verlassen die Familie.
Noras Albtraum beginnt. Ihr Vater Filip trinkt sehr viel, wird zunehmend aggressiv und lässt all seine Wut mit
Schlägen an seiner Frau Hedda und auch an Nora aus.
Doch damit nicht genug. Filip liebt Nora, aber nicht so, wie ein Vater seine Tochter lieben sollte. Unverhofft geschieht etwas Grausames, denn dieser Liebe verleiht Filip mit der Zeit auch körperlichen Ausdruck.
Nora zerbricht innerlich, ihre Mutter leidet mit ihr und sucht nach einem Ausweg. Sie schmiedet einen Plan: die Flucht.
Ob es den beiden Frauen gelingen wird, Filips Fängen zu entgehen?
Cover:
Das Cover allein wirkt schon sehr zwiespältig. Einerseits ist eine tolle schneebedeckte Berglandschaft zu sehen und andererseits erkennt man eine junge Frau mit einem schmerzverzerrten Gesicht, die ganz und gar nicht glücklich zu sein scheint. Dieser Zwiespalt im Cover hat mein Interesse geweckt.
Meinung:
Dies ist der erste Band von Glück im Unglück. Und somit der Auftakt einer Reihe.
In diesem Buch wird ein sehr schwieriges und emotionales Thema angesprochen. Es geht um sexuellen Missbrauch und Gewalt. Dies sogar in der eigenen Familie. Das Thema wird authentisch wiedergegeben und nicht verschönt, sondern sehr direkt angesprochen. Also nichts für sensible Nerven. Wer mit so etwas nicht umgehen kann, für den ist dieses Buch dann eher nichts.
Mich hat das Thema jedoch interessiert und ich kann daher sehr gut in die Erzählung hinein. Das Buch wird zum Großteil aus der Sicht von Nora geschrieben. Daher kann man sich auch sehr gut in die Gefühle , Gedanken und Emotionen dieses Charakters hineinversetzen. Aber auch ihre Mutter Hedda und ihr Vater, sowie die Brüder und einige weitere Personen spielen eine Rolle in dieser Geschichte.
Schon gleich zu Beginn des Buches wird man als Leser mit dem Thema Gewalt konfrontiert und dies wird im Laufe der Seiten schlimmer und für die beiden Frauen, Nora und ihre Mutter Hedda immer schlimmer und regelrecht zu einem Gefängnis. Als dann auch noch Dinge passieren, die nicht passieren sollten, fassen sie einen Entschluss, ob es gelingt der Gewalt zu entkommen und was genau der Auslöser dafür war, erfahrt ihr alles in diesem Buch.
Zu viel vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Die Gliederung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die Überschriften sind passend dazu. Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen. Es ist direkt und authentisch geschrieben. Es ist spannend und voller Emotionen. Man fiebert mit den Protagonisten mit und hofft und bangt mit ihnen.
Mir ging das Buch an einigen Stellen sehr nah, teils schwang auch etwas Unglaube und Mitleid mit. Ein sehr emotionales Buch, was einen nachdenklich zurück lässt. Grausamkeit und Gewalt werden hier thematisiert und sehr gut zum Ausdruck gebracht und umgesetzt. Eine Geschichte voller Grauen, Gewalt und dennoch auch Stärke und Hoffnung und der Botschaft niemals aufzugeben.
Die Autorin schafft es, dieses wichtige und doch sehr schwierige Thema, sexuelle Gewalt, zu thematisieren und umzusetzen. Dabei wirkt alles sehr real und authentisch und die Gefühle und Emotionen werden dabei sehr gut vermittelt, auch die Hilflosigkeit und der Schimmer an Hoffnung.
Fazit:
Gewalt und Missbrauch werden schonungslos angesprochen und authentisch vermittelt. Emotional und nachdenklich, spannend und direkt, werden solche Themen behandelt und der Leser damit konfrontiert.









