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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

Berührend und spannend

Unter der Mauer von Melanie Lahmer

Ein toller und spannender Ausflug in die deutsch-deutsche Geschichte, den man nicht verpassen sollte!
Da ich die Stadt, in der Nike wohnt, selbst sehr gut kenne und Spannendes immer gerne mag, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Auch die deutsch-deutsche Geschichte interessiert mich sehr – leider weiß ich immer noch sehr wenig darüber.

Melanie Lahmer schreibt sehr angenehm und gut zu lesen, gleichzeitig einfühlsam und authentisch. Man merkt, dass sie die Stadt Siegen sehr gut kennt und auch, dass sie zum Thema DDR, Mauer, ... sehr viel und gut recherchiert hat. So ist die Geschichte dann auch sehr realitätsnah und packend, stellenweise sehr berührend und tiefgehend. Das Schicksal so vieler Menschen damals wird hier ganz persönlich und dadurch geht es einem als Leser auch sehr, sehr nahe.
Schön fand ich auch, dass die Geschichte in der Vergangenheit und in der Gegenwart spielt und sich nach und nach immer mehr verbindet, bis es am Ende dann zur Auflösung kommt. Ich hatte irgendwann dann schon einen Verdacht, der sich auch bestätigt hat, aber das hat der Spannung und meiner Lesefreude keinen Abbruch getan. Gerade gegen Schluss war ich richtig gepackt und wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Ein paar mehr Seiten hätten mir gut gefallen, aber insgesamt ist das Buch einfach toll.
Ich hatte von der Autorin schon viel gehört, aber bisher leider noch nichts von ihr gelesen. „Unter der Mauer“ war mein erstes Buch von ihr, aber auf keinen Fall das letzte!

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Rezensionen von Streiflicht:

Man muss sich darauf einlassen

Unter der Mauer von Melanie Lahmer

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil es in Berlin spielt und es um die Mafia geht. Beides interessiert mich sehr und daher war ich neugierig. Nun bin ich etwas zwiespältig. Das Buch hat mich ganz gut unterhalten, war aber stellenweise auch etwas langatmig. Man muss sich voll und ganz auf das Buch und die ganz besondere Ausdrucksweise des Autors einlassen.

Zuerst wollte mir das nicht gelingen, aber noch einer Pause von ein paar Tagen ging es dann besser.
Die Hintergründe über die Mafia und die Autoindustrie fand ich gut und sehr interessant. Vermutlich wäre es noch besser gewesen, sich auf ein Thema zu konzentrieren, so wirkte es etwas zu gewollt. Auf mich wirkte es fast als hätte noch mehr ins Buch gemusst, aber ein Fall hätte mir gereicht, zumal die beiden Themen auch nichts miteinander zu tun hatten.
Die Truppe gefällt mir, auch als Seiteneinsteiger hatte ich keine Probleme, mit zu kommen. Gut gefallen haben mir auch die kurzen Stichworte am Beginn jedes Kapitels, die schon ein bisschen auf das jeweilige Geschehen vorbereitet haben.
Insgesamt ein gutes Buch, wenn man es anders mag und sich darauf einlassen kann.

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Rezensionen von Streiflicht:

Bin unentschieden

ATME! von Merchant Judith

Dieses Buch macht mich unentschieden und auch an den anderen Bewertungen sehe ich, dass viele das Buch entweder gar nicht mögen oder es richtig toll finden. Bei mir schwankt es. Stellenweise war ich etwas genervt von der Hauptfigur, aber dann war ich wieder von den überraschenden Wendungen begeistert.

Richtig umgehauen hat mich das Buch am Ende dann aber doch nicht.
Das offene Ende hat mir leider auch nicht gefallen. Ich mag das nicht, denn dann kann ich ein Buch nicht so richtig für mich abschließen. Da hätte ich mir ein klares Statement der Autorin gewünscht.
Das Cover dagegen gefällt mir sehr. Es ist sehr einfach und klar, trotzdem aber auch sehr eindringlich und plakativ. Sehr gelungen, finde ich.

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Rezensionen von begine:

Klassentreffen

ATME! von Merchant Judith


Rudolph von der Brüggen hat diese interessante Geschichte schon 2014 unter dem Titel Das letzte Klassentreffen geschrieben.
„Das Jubiläumsklassentreffen der Kriegskinder - Nachkriegskinder – Wunderkinder“ hat er nur überarbeitet und neu verlegen lassen. Er gehört zu diesen Kriegs - und Nachkriegskindern.

Allerdings sehe ich nicht das sie Wunderkinder sind.
Es ist keine Autobiografie, aber es lebt von den Erlebnissen des Autors.
Mich haben diese Geschichten schon immer gern gehört. Sie waren aufregender wie jedes Buch.
Der Autor hat seine „Mitschüler „ wunderbar erzählen lassen. Man erfährt das nach 50 und mehr Jahren die Erinnerungen noch nicht vergessen sind und immer wieder aufwühlen.
Der Roman ist ein Teil unserer Geschichte, die lesenswert ist.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Mehr als nur Sex

Acht erotische Geschichten mitten aus dem Leben | Erotische Geschichten von Linda May

In „Acht erotische Geschichten“ von lässt mich Linda May an den Abenteuern der unterschiedlichsten Personen teilhaben. Ich lerne die unterschiedlichsten Personen kennen. Eines haben sie gemeinsam: die Männer sind alle sehr attraktiv und die Frauen bestechen durch ihre endlos langen Beine, knallrote Lippen und einen supertollen Körper.

Alle wollen sie nur eines – Sex.

Ich bin dabei, wenn bei Julia und Leon Tagträume wahr werden. Liv Sophie macht mit der Rezeptionistin Helena ihre ersten lesbischen Erfahrungen; Luca und Tom lassen sich nach der Steuerprüfung verführen; Fiona lernt in San Francisco Mary und Kim kennen. Besonders gefallen hat mir die Geschichte von Simon und Anna-Lena gefallen, weil hier Beide ihre Sicht des Geschehens erzählen und ich ihre Gefühle und Empfindungen noch viel besser nachvollziehen kann. Lasst euch überraschen, was Emma und Maximilian, Tessa, Adrian, Evan, Laura, Chris und Lina, Julian und Valentina alles anstellen um ihre Lust zu befriedigen.

Linda May erzählt in einer sehr lebendigen, bildhaften, sinnlichen Sprache, bei der ich durch mein Kopfkino voll auf meine Kosten komme und als Voyeurin neben den Protagonisten stehe. Vor allem aber ist bei der Autorin Sex viel mehr als nur Geschlechtsverkehr.

8 nette Geschichten mit viel Fantasie über Menschen wie Du und ich.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Lee Miller in Paris

Acht erotische Geschichten mitten aus dem Leben | Erotische Geschichten von Linda May

Die junge Amerikanerin Lee Miller kommt Ende der Zwanziger nach Paris, dem Zentrum der Kunst, Literatur und ein Hotspot für Amerikaner, die in das Lebensgefühl dieser Jahre eintauchen wollen.

Lee hat ein gewisses Ansehen als Model erworben, aber sie möchte nicht länger vor der Kamera posieren, sie möchte selbst fotografieren und gestalten.

Als sie dem schon arrivierten Man Ray begegnet und er sie nach einiger Zeit als Assistentin engagiert, scheint sie ihrem Ziel schon sehr nahe. Die Zusammenarbeit beginnt sie zu inspirieren, sie wagt immer häufiger fotografische Experimente und bald wird sie die Geliebte und Muse Man Rays.

Doch je sicherer sie sich ihrer Kunst und ihrer Persönlichkeit wird, umso mehr fühlt sie sich von ihm eingeengt und vereinnahmt. Sie fühlt, dass er sie nie als gleichberechtigte Künstlerin anerkennen wird.

Dieser Roman fängt sehr farbig das Lebensgefühl jener Zeit ein. Die Autorin hat sich für ihr Debüt eine interessante Frauenfigur als Protagonistin gewählt, deren Lebensweg sehr abenteuerlich und von vielen Brüchen durchzogen ist. Allerdings beschränkt sie sich nur auf einen kurzen Zeitraum. Von Lee Miller, der Kriegsberichterstatterin erfährt der Leser nur in kurzen eingeschobenen „Vorblicken“.Anfangs hatte ich mehr einen biografischen Roman erwartet und war deshalb fast enttäuscht, dass so vieles vom Leben dieser Frau im Dunkeln blieb, allerdings nahm mich der Schreibstil der Autorin bald richtig gefangen. Whitney Scharer kann hinreißend erzählen und lässt die Pariser Jahre richtig lebendig werden. Sie lässt die Leser eintauchen in die Welt der Boheme, Cocteau, Picasso, Kiki, die Dadaisten und Surrealisten, sie alle tauchen in Man Rays und Lee Millers Umfeld auf.

Ganz besonders gelungen fand ich den Prolog des Buches, er zeigt eine alternde, alkoholkranke Lee, die auf einer Farm in England lebt und die die Erinnerungen und Arbeiten aus ihrer Pariser Zeit im hintersten Winkel ihres Gedächtnisse und auf dem Dachboden verborgen hat. Doch dann wird sie durch einen Auftrag für einen Artikel wieder daran erinnert….

Ein schöner Roman, der Lust macht mehr über die faszinierende Lee Miller zu erfahren.

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Rezensionen von LEXI:

Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens

Der wundersame Adventskalender von Franke Thomas

Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens

„Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens – Glaube, Hoffnung und Liebe – gehen verloren, weil wir uns von ihnen entfernen – Schritt für Schritt, ganz langsam, unmerklich.“

Martin Harnack arbeitet seit Jahren an einem Buch, der Stress bei seinem Forschungsprojekt ist nur einer der Auslöser für seine familiäre Krise.

Als er am Heiligen Abend immer noch keine Weihnachtsgeschenke für seine Ehefrau und seine drei Kinder gekauft hat, betritt er in seiner Verzweiflung einen heruntergekommenen Antiquitätenladen. Der bärtige alte Inhaber überreicht ihm als Lösung für all seine Probleme einen eigenartigen blechernen Kasten. Nachdem der gestresste Familienvater die Kurbel dieses mechanischen Adventkalenders betätigt, erfüllen sich seine Wünsche – jedoch auf völlig andere Art und Weise als erwartet. Martin erlebt einen Perspektivenwechsel und nach und nach reift in ihm die Erkenntnis, dass er in seinem Leben in letzter Zeit auf falsche Prioritäten gesetzt hat.

Thomas Franke hält in diesem wunderschönen Weihnachtsroman seinem Protagonisten Martin Harnack einen Spiegel vor. Durch den wundersamen Adventkalender wird er behutsam mit seinen Versäumnissen und Fehlern konfrontiert und bekommt die einmalige Gelegenheit, Dinge zum Besseren zu verändern. Er macht heilsame Erfahrung und erkennt, dass „Das Wunderbare an Wundern ist, dass sie sich weder herbeiwünschen, noch wiederholen lassen. Sie geschehen an den seltensten Orten, in den unwahrscheinlichsten Augenblicken und lassen jene, die am wenigsten damit gerechnet haben, wundersam verändert zurück.“

Der Autor konzentriert sich in diesem Buch in erster Linie auf seinen Protagonisten Martin und dessen Familie. Martins Ehefrau Swenja, seine Söhnen Anton und Ben, sowie seine Tochter Leonie stehen im Zentrum des Geschehens. Der Alltag der Familie Harnack, familiäre und berufliche Spannungsfelder sowie Martins wachsende Einsichten werden in einfühlsamen Worten, an mancher Stelle auch überaus humorvoll, beschrieben. Die lebendige Charakterzeichnung der handelnden Figuren und die heilsamen Erkenntnisse des Protagonisten haben mir ausnehmend gut gefallen. Tiefsinnige Zitate bereichern diese zauberhafte Geschichte, die eine wundervolle Einstimmung auf die bevorstehende Adventzeit darstellt:

„Es gibt Momente, da hat man das Gefühl, die Stimme Gottes zu hören. Erstaunlicherweise ist sie ganz leise und unaufdringlich, kaum mehr als ein Flüstern. Und nicht selten ist es so, dass sie uns an etwas erinnert, was wir eigentlich schon wissen. Mir ist klar geworden, dass ich tief in mir drin längst wusste, dass ich auf der falschen Spur war. Ich wusste, dass meine Prioritäten nicht die richtigen waren.“

„Die tiefste Gotteserfahrung machen wir nicht in den außergewöhnlichen Momenten unseres Lebens, sondern im Gewusel unseres Alltags, wenn wir an uns, unseren Mitmenschen und den Umständen zu verzweifeln drohen – und wenn Gott ganz leise, fast unhörbar in uns flüstert: ich bin da. Ich bin mit dir in diesem ganzen Chaos. Hab keine Furcht, vertraue mir.“

Der durch die außergewöhnlichen Aktivitäten des mechanischen Adventkalenders aufkommende kleine Spannungsbogen bleibt bis zuletzt aufrecht. Obgleich man als Leser relativ rasch den Ausgang der Geschichte ahnt, bangt und hofft man mit Martin Harnack, der versucht, die Liebe, den Zusammenhalt und die Harmonie in seiner Familie zu retten. Ich fühlte mich durch diesen wunderschönen Roman ausgezeichnet unterhalten, einzig die Tatsache, dass sich in diesem Weihnachtsbuch aus einem Christlichen Verlag der Vulgärsprache bedient wurde, fand ich unangebracht und enttäuschend.

Fazit: Mit „Der wundersame Adventskalender“ präsentiert Thomas Franke eine tiefgründige Weihnachtsgeschichte, die auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben hinweist und Prioritäten neu erkennen lässt. Der Autor regt dazu an, Wertschätzung zu zeigen und für glückliche familiäre Beziehungen und liebevolle Menschen an seiner Seite dankbar zu sein.

Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.

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Rezensionen von Ricarda Hofer:

Ein vielgesichtiges Nachschlagewerk zu einem bedeutenden Innsbrucker Bau der Tiroler Spätgotik

Des Kaisers Zeug von Wolfgang Meighörner; Claudia Sporer-Heis

Der Jubiläumsband fokussiert die Geschichte und Forschungszugänge zum Innsbrucker Zeughaus des Habsburger Königs und Kaisers, Maximilians I., in detailreichen Zugängen an, was die Lektüre von Beitrag zu Beitrag zu einer spannenden Entdeckungsreise macht und bildgewaltigen Sichten um, auf und in den historischen Bau gewährt.

Kunst-, sach- und bauhistorische Befunde werden von biografischen Zugängen zur Person Maximilians, technischen Aspekten (wie u.a. Scans der historischen Baumasse) und auch die museale Nutzung des Zeughauses werden thematisiert. Die Beiträge liefern durchaus interessante Detailinformationen, die meines Erachtens nicht im Alltagswissen um das Innsbrucker Zeughaus verankert sind und stellen eine vielschichtige Forschungslandschaft um den Zweckbau Maximilians zusammen.
Diese kompakte und doch detailgeladene, sehr handliche und zugleich anschauliche Zusammenschau kann ich Interessierten, ob privat oder beruflich, sehr ans Lese- und Forscher*innen-Herz legen! :-)

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Rezensionen von KimVi:

Magisch

Hexenrot von Maria Röhreich

Alice hält sich für ein ganz normales, durchschnittliches Mädchen. Nichts an ihr
scheint irgendwie besonders zu sein. Doch mit dieser Einschätzung irrt sie sich
gewaltig, denn plötzlich stellt die Sechzehnjährige fest, dass sie eine Hexe
ist. Ihre Großmutter erkennt das und gibt ihr ein Armband, das sie schützen
soll.

Außerdem warnt sie Alice eindringlich vor den Gefahren, die mit dieser
Gabe verbunden sind. Alice ist fasziniert von den Fähigkeiten und beginnt damit
zu experimentieren. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Meisterin Luna und
Hexenschwester Darkness. Niemals vorher hat sie sich so lebendig und anerkannt
gefühlt. Ihr neues Leben scheint perfekt zu sein. Doch die Warnungen der
Großmutter sind nicht grundlos. Denn die Macht hat einen hohen Preis. Alice muss
schon bald erkennen, dass sie dabei ist die Kontrolle über sich und ihre
Fähigkeiten zu verlieren. Sie weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann und das
fängt schon bei ihr selbst an....

Durch einen geheimnisvollen Prolog wird die Neugier auf die magische Geschichte,
die sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt, sofort geweckt. Man ahnt bereits,
dass es zu spannenden Ereignissen kommen wird. Dadurch fällt der Einstieg in die
Handlung leicht, denn man lässt sich erwartungsvoll darauf ein.

Das Geschehen wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Da die Wechsel
gut gekennzeichnet sind, fällt es allerdings leicht, die Übersicht zu behalten.
Die Perspektive, in der Alice im Zentrum des Geschehens steht, wird in der
Ich-Form, aus ihrer Sicht, geschildert. Dadurch kann man die Gedanken und
Gefühle der Hauptprotagonistin hautnah erleben. Alice wirkt jugendlich und
außerdem sehr sympathisch. Stellenweise hat man allerdings das Gefühl, dass sie
ziemlich naiv ist und nicht immer einschätzen kann, was oder wer gut für sie
ist. Deshalb kann man ihr Handeln nicht immer nachvollziehen, doch dadurch büßt
Alice nichts von ihrer Sympathie ein. Im Gegenteil, denn dieser Wesenszug lässt
sie glaubhaft und authentisch wirken. Auch die anderen Charaktere wirken so
lebendig, dass man sie beim Lesen mühelos vor Augen hat und sich ganz auf die
Geschichte einlassen kann.

Dabei wird einiges geboten, denn diese magische Hexenerzählung punktet von
Anfang an durch einen flüssigen Schreibstil und einen interessanten Plot. Die
Spannung wird früh geweckt und kann durchgehend gehalten werden. Dadurch gibt es
keine Längen. Einmal angefangen, gerät man früh in den Sog der Ereignisse. Es
fällt schwer, das Buch zur Seite zu legen und sich vom Gelesenen zu lösen. Hier
trifft man auf einige magische Wesen und interessante Hintergründe. Ein wenig
Romantik ist auch dabei, allerdings nimmt dieser Teil nicht zu viel Raum ein,
sondern fügt sich harmonisch in die spannende Handlung ein. Es gibt immer wieder
Überraschungen, mit denen man nicht gerechnet hat. Das Ganze gipfelt in einem
äußerst spannenden Finale.

"Hexenrot" ist eine magische Fantasygeschichte, die durch eine durchgehend
spannende Handlung, lebendige Charaktere und überraschende Wendungen überzeugen
kann.

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Rezensionen von Ele:

Ein Wohlfühlbuch

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse - Roman (Riverside Bookshop 1) von Frida Skybäck

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse, Feel-Good-Roman von Frida Skybäck, 543 Seiten, erschienen im Insel-Verlag.
Charlotte erbt eine Buchhandlung in London und bekommt gute Freunde, eine Familie und einen kratzbürstigen Kater dazu.
Die junge Witwe Charlotte führt eine erfolgreiche Kosmetikfirma in Schweden, durch den Unfalltot ihres Mannes, fühlt sie sich einsam und beginnt sich von der Welt abzuschotten.

Eines Tages erbt sie die Buchhandlung ihrer Tante in London. Eigentlich will sie den heruntergewirtschafteten Laden schnell loswerden, doch sie beginnt sich durch die warmherzigen Mitarbeiterinnen, den gutaussehenden Mieter und nicht zuletzt den eigenwilligen Kater in London wohlzufühlen. Kann die Buchhandlung noch gerettet werden? Und welches Familiengeheimnis gilt es zu entdecken?
Das Buch umfasst 41 Kapitel, die mit Datumsangaben versehen sind, das ist von Vorteil denn das Buch teilt sich in zwei Erzählebenen. Zum einen, das Schicksal der beiden schwedischen Schwestern, die in London ein neues Leben beginnen wollten, in den frühen 80iger Jahren und zum anderen die Geschehnisse in der Gegenwart. Jederzeit ist es dem Leser möglich die chronologischen Abläufe zu erfassen. Durch den steten Wechsel der Zeitstränge bin ich nur so durch das Buch geflogen, es fiel mir sehr schwer es überhaupt aus der Hand zu legen. Gedanken und Buchtitel, sowie fremdländische Phrasen sind kursiv kenntlich gemacht. Skybäck hat den auktorialen Erzählstil gewählt, deshalb ist der Leser, den Charakteren immer einen Schritt voraus.
Bei Frida Skybäcks Werk handelt es sich wahrlich um ein Wohlfühlbuch. Die Spannung findet größtenteils im Vergangenheitsstrang statt, nie habe ich daran gezweifelt, dass am Ende sich nicht alles zum Guten wendet. Doch wollte ich stets ergründen was die beiden Schwestern in den 80iger Jahren so sehr entzweit hat ihr Schicksal hat mich sehr berührt. Dass in diesem Werk immer wieder Buchtitel zur Sprache kamen hat mir gut gefallen. Auch die Idee mit einer Lesung von J.K. Rowling fand ich eine nette Idee und über den putzigen Kater Tennyson musste ich des Öfteren schmunzeln. Die Handlung war stets plausibel und nachvollziehbar. Die handelnden Charaktere fand ich größtenteils sympathisch. Martinique, trotz ihrer Schwierigkeiten mit der pubertären Tochter und ihrer Schwester die sie ausnutzt, ist eine starke Frau, letztendlich hat sie es auch geschafft sich gegen ihre Schwester zu behaupten, ihre Köstlichkeiten die sie im Buch gezaubert hat, ließen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Auch Sam die schrille Mitarbeiterin, zwar etwas durchgeknallt aber doch liebenswert und sehr kreativ, welche Leserin möchte die beiden nicht zu Freundinnen haben? William, Mieter und Hausschriftsteller, ebenfalls ein liebenswerter Mensch. Letztendlich Charlotte, die sich in London sehr zu ihrem Vorteil entwickelt hat. Sie alle habe ich liebgewonnen und konnte sie nur schwer gehen lassen. Nur Sara, die Erblasserin und Tante von Charlotte war eine furchtbare Person, leider hat Charlotte nicht erfahren, welche Schuld Sara mit ihrem Telefonanruf auf sich geladen hat. Auch die Buchhandlung hat sie ziemlich heruntergewirtschaftet, sie war mir total unsympathisch. Einzig hat mich gestört, dass es sich für Charlotte, fast wie von selbst, zum Guten gefügt hat. Insgesamt jedoch ein Feel Good Roman den ich gerne empfehlen möchte. 4 Sterne von 5 möglichen.

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