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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gluecksklee:

Leider nicht so gut wie erhofft

Mit "Todesfalle" führt Karen Rose ihre Baltimore-Reihe weiter. Das Hörbuch beginnt mit einem Paukenschlag: Die kleine Jazzie kehrt kurz nach der Ermordung ihrer Mutter nach Hause zurück, wo sie, unbemerkt von dem noch immer anwesenden Mörder, Zeuge der "Aufräumarbeiten" des Täters wird.

Somit ist die grundsätzliche Idee des Thrillers durchaus spannend und fesselnd, auch wenn ich dieses Mal die Umsetzung von Karen Rose, deren Werke ich sonst sehr mag, mangelhaft fand.

Es kam irgendwie nach dem Beginn kein richtiger Spannungsbogen mehr auf, die Geschichte plätschert eher dahin und auch Taylor, die neben Jazzie und ihrer Schwester die Hauptperson in diesem Buch ist, war für mich eher eine Enttäuschung. Zwar kümmert sie sich liebevoll um die traumatisierten Schwestern, aber die Liebesgeschichte, die sich zwischen ihr und Ford entwickelt, fand ich eher so naja...

Die Sprecherin hat mir dann wieder sehr gut gefallen, auch wenn die Story, die sie eingelesen hat, für mich eher ein bisschen enttäuschend war.

Von mir erhält "Todesfalle" daher drei von fünf Sternen. Schade, die Geschichte hatte durchaus mehr Potenzial.

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Rezensionen von nanu?!:

"Heilige Peperoni"

A Good Girl’s Guide to Murder von Jackson Holly

Für ein Projekt in der Schule beginnt Pippa in der fünf Jahre zurück liegenden Vergangenheit zu wühlen.
Damals verschwand die Schülerin Andie Bell spurlos und die ganze Stadt glaubt, in Sal Singh den Mörder gefunden zu haben.
Pippa möchte wissen, was damals wirklich geschah. Für ihre Recherchen geht Pippa jedem Hinweis nach und scheucht dabei so einiges auf.

Was für ein fabelhafter Krimi. Also, meiner Meinung nach hätte man den nicht besser schreiben können...

Erst einmal die besondere Erzählweise: Zum einen wird alles aus Pippas Sicht in der dritten Person beschrieben.
Zum anderen kommt aber auch Pippa selbst in der Ich-Form zu Wort. Denn für das Schulprojekt schreibt sie wie einem Tagebuch ähnlich Protokolle, wo sie dem Leser ihre Version der Dinge mitteilt. Dazu sammelt sie ausserdem die Interviews von allen Befragungen, Zeichnungen, Nachrichten, Artikel und solche Dinge, und schreibt immer dazu, wie ihre Vermutungen zu dem neusten Stand der Dinge lauten.
Pippa, auch Pip genannt, geht dabei sehr gewissenhaft vor und überlässt nichts dem Zufall. Sie ist ein sehr ordentlicher und auch ehrgeiziger Mensch, besonders wenn es um die Schule und ihre Zukunft geht.

Zu Beginn gibt es eine Menge Personen die man auseinander halten muss. Viele Menschen scheinen mit Andie Bell zu tun gehabt zu haben, ausserdem hat Pip einen großen Freundeskreis.
Während ich also am Anfang meine Schwierigkeiten mit den vielen Namen hatte, habe ich gar nicht gemerkt wie ich immer tiefer in diesen Mordfall hinein gezogen wurde. Selbst beim besten Willen, wäre ich nicht auf die richtige Auflösung gekommen. Alle scheinen ein Motiv zu haben und Pips Verdächtigenliste, die sie ständig aktualisiert, wird immer länger.
Das letzte Drittel war dann so spannend, dass ich dann nicht mehr vom Buch lassen konnte. Ich hatte in diesem Teil nicht nur einen WTF-Moment. Wirklich, so überrascht hat mich eine Auflösung schon lange nicht mehr.

Aber auch die vielen Details zu Pips Leben, die die Geschichte so rund machen, konnten mich überzeugen. Ob es jetzt Pippas beginnende Freundschaft zu Ravi (Sals Bruder) war, Pips Lernerei für die nächsten Prüfungen oder auch ihre täglichen Spaziergänge mit Barney, dem Familienhund.
Und immer mit dabei ist Pippas toller Sinn für Humor und ihre grenzenlose Neugier, wenn es um Andie Bell und Sal Singh geht.

Der Fall um Andie, die vielen möglichen Täter, die Liebe zum Detail, der Humor und die Frage, die immer über allem schwebt "Wo ist Andie Bell?", machen diese Geschichte zu einem spannenden Roman, den ich allen Fans von Jugendbüchern nur wärmstens empfehlen kann.
Bitte, bitte mehr davon!

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Rezensionen von Dana:

schöne Ideen

A Good Girl’s Guide to Murder von Jackson Holly

Ich bin selbst nicht im WeightWatchers Programm und einfach neugierig auf das Buch geworden, weil ich Lust auf saisonale Rezepte und neue Ideen hatte. Das Punktesystem ist aber natürlich mit integriert und zu Beginn des Buches zumindest so weit erklärt, dass man die Unterschiede in den Bepunktungen der einzelnen Pläne nachvollziehen kann.

Aber auch ohne Punkte zu zählen, kann man die Rezepte nachkochen oder Ideen daraus ziehen. Die Angaben zu den Kalorien geben zusätzlich eine kleine Hilfestellung, wenn man darauf achten möchte.
Die Aufteilung des Buches in die vier Jahreszeiten hat mir gut gefallen. Dadurch wird das Augenmerk jeweils auf verschiedene Produkte gelegt, die für die entsprechende Jahreszeit typisch sind. So kann man dann nicht nur saisonal, sondern größtenteils eben auch regional einkaufen und kochen. Viele Rezepte kann man sicher auch mit Zutaten ergänzen, die man gern noch dabei hätte oder welche austauschen, die man vielleicht nicht so gern mag. Insgesamt bietet das Kochbuch eine sehr abwechslungsreiche Auswahl an Ideen und Kombinationen. Auch wenn ich nicht alle davon mag, weil ich die Zutaten nicht esse oder die Mischung doch etwas ungewöhnlich finde, so wird sicher für jeden etwas Interessantes dabei sein, was man gern ausprobieren möchte.
In der Einleitung sagt Sternekoch Andi Schweiger auch, dass er kreative und ausgefallene Varianten präsentieren will und dieses Versprechen hält er an vielen Stellen auf jeden Fall.
Ein wenig schade fand ich, dass von einigen Zutaten nur sehr geringe Mengen benötigt, wie bei den Kräutern im Frühling. Wer einen eigenen Garten hat oder auf dem Balkon Kräuter pflanzt, kann problemlos ein oder zwei Stängel von verschiedenen Kräutern in ein Gericht geben. Wenn man jedoch extra Kräuter kaufen müsste und dann nur wenige Stängel benötigt von verschiedenen Kräutern, ist das vielleicht nicht ganz ideal. Das meiste kann man sicher weiter verarbeiten, wenn es dann einmal da ist, ich empfand es nur einfach nicht als so richtig praktisch. Auch in anderen Rezepten ist mir aufgefallen, dass teilweise zahlreiche verschiedene Zutaten in recht kleinen Mengen verwendet werden, so dass man dann sehen muss, was man mit den Resten macht.
Neben den Gerichten gibt es häufig noch kleine Informationen zu den Zutaten oder Tipps, was man wie gut austauschen oder ergänzen kann. So werden die Ideen dann noch vielfältiger und individuell anpassbar.
Die Kennzeichnung, ob ein Rezept vegetarisch, glutenfrei, nussfrei, laktosefrei oder vegan ist, hilft bei der Orientierung und gibt einen schnellen Überblick. Viele der Gerichte sind ansprechend und appetitlich angerichtet, so dass man auch Lust bekommt, sie auszuprobieren.
Das Register nach Zutaten finde ich ebenfalls nützlich. So kann man schauen, womit man gern kochen möchte und findet dann sofort die passenden Ideen, ohne jedes Mal das gesamte Buch durchschauen zu müssen.
Ein Kochbuch, das für jeden etwas bietet. Egal ob man Süßes, Herzhaftes, Salat oder Fisch bevorzugt, für jede Richtung ist etwas bei und durch die saisonalen Zutaten sind die Rezepte auch alle sehr unterschiedlich.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Grandiose Fortsetzung des Troubadour: Auf der Suche nach dem Heiligen Gral

Reliquiae von Christoph Görg

Kurz zum Inhalt:
Niki Wolff ist wieder im Mittelalter im Jahr 1193 angelangt: Nach der Gefangennahme von Richard Löwenherz werden Ritter Hadmar von Kuenring und Herzog Leopold von Österreich vom Papst exkommuniziert.
Um diese Exkommunikation aufheben zu lassen, sollen die Ritter Nikolaus von Dürnstein (besser bekannt als "Blondie", der Troubadour), Ritter Joachim von Senftenberg, und der junge Hadmar von Kuenring samt Gefolge sowie Ottokar von Pressburg, im Auftrag von Herzog Leopold, nach Konstantinopel reisen, um eine würdige Reliquie für den Papst zu finden.

Und Niki hat natürlich eine tolle Idee: es soll nicht irgendetwas sein - nein, es soll der Heilige Gral sein!
Wird es den Freunden gelingen, die Reliquie zu finden und sicher nach Dürnstein zu bringen?


Meine Meinung:
"Reliquiae - Die Konstantinopel-Mission" ist die Fortsetzung von "Troubadour - Die Löwenherz-Verschwörung", in der Niki Wolff aus Dürnstein der Gegenwart wieder im Mittelalter landet, im Sommer 1193.
Und ich bin wieder genauso begeistert! Obwohl es schon etwas länger her ist, dass ich den Troubadour gelesen habe, war ich sofort wieder mitten drin in der Geschichte und es war schön, alle alten Bekannten wiederzutreffen: Niki, seine Freundin Edeltrud (genannt Engel) und deren Bruder Bertram, Nikis Erzfeind Bertram von Kuenring, Ritter Joachim von Senftenberg, Bruder Severinus und die Söhne des Schmieds, Gottfried und Gerwald, die sich alle gemeinsam auf die gefährliche Mission aufmachen.

Ein mitreißender und humorvoller Schreibstil zieht den Leser von der ersten Seite in den Bann. Die Figuren sind authentisch gezeichnet, deren Gefühle sind gut dargestellt und nachvollziehbar, und die Beschreibungen der Landschaft, der damaligen Kleidung sowie Sitten und Gebräuche waren so lebendig, dass man das Gefühl hatte, bei der Reise dabei gewesen zu sein!

Die bunt zusammengewürfelte Reisegruppe erlebt jede Menge Abenteuer; und obwohl die Männer Engel eigentlich nicht mitnehmen wollten, waren sie später doch froh, dass sie die junge Frau (die sich als Mann verkleidet hatte) mit dabei hatten - sie war oftmals die einzige Rettung!
Ausgesprochen gut haben mir der Ausflug in das alte Wien und die Vergleiche zur Jetztzeit gefallen. Und dabei natürlich der Stephansdom - denn diesen kannte ich besonders gut aufgrund einer Führung mit der Klasse meiner Tochter.
Man hat mit den Freunden mitgefiebert, vor allem bei der Durchquerung des Räuberwaldes, bei den beiden Kämpfen darin, bei der anschließenden Überquerung des Balkantors, bei der Suche nach der Reliquie (dabei musste ich an Indiana Jones denken ;) und dann natürlich die wilde und gefährliche Verfolgung durch die Kriegsmönche.
Es gab natürlich auch ein Happy-End, aber anders als erwartet.

Viele Zitate aus Filmen und österreichischen Liedern peppen die Geschichte nochmals auf.
Besonders hervorheben möchte ich auch die beiden Karten im Inneren der Buchrücken: einmal die Karte, auf der man den Reiseweg durch Europa nachvollziehen kann; und eine Stadtkarte des damaligen Konstantinopel, auf der man die Abenteuer der Freunde im ehemaligen Byzanz verfolgen konnte.
Ich musste sehr viel lachen bei diesem Buch; ich habe mit Niki und seinen Freunden mitgefiebert, habe mit ihnen gelitten, mich mit ihnen gefreut; kurz - dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten und ich habe Niki, Engeltrud und Bertram immer noch sehr ins Herz geschlossen und freue mich schon sehr auf den geplanten dritten Teil der Reihe!


Fazit:
Der etwas andere historische Roman: Fakten und Fiktion mit viel Humor, Liebe, Erotik und ein spannendes Abenteuer. Ich freue mich auf die Fortsetzung und vergebe sehr gerne wieder 5 Sterne!

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Rezensionen von Meli:

Viele Düfte, doch der Duft der Spannung fehlt

Shadowscent - Die Blume der Finsternis von Christoph Görg

Ich finde, der Klappentext verrät schon fast zu viel, denn danach bleibt dem Buch gar nicht mehr so viel, das man nicht unbedingt kommen sieht. So viele Überraschungen hat es sowieso nicht zu bieten und wenn man dann noch den Kern der Geschichte verrät, dann erwarte ich als Lese eigentlich, dass danach noch eine Überraschung kommt.

Aber nein, leider fasst der Klappentext das meiste ziemlich gut zusammen.

Diese Welt ist eine Welt der Düfte: guter Duft bedeutet Wohlstand, Düfte zum Heilen und auch in der Religion spielen Düfte eine zentrale Rolle. Die Protagonistin Rakel hat eine besonders gute Nase und auch mehr Talent als viele andere, aber weil sie ihre Talente nicht auf legalem Weg nutzen kann, bringt sie sich in Gefahr und macht alles nur noch schlimmer. Meistens ist sie selbstbewusst, weil sie ihre Fähigkeiten sehr gut einschätzen kann und weiß, wovon sie spricht. Auch mit schlagfertigen Antworten hält sie sich nicht zurück, aber man merkt, dass sie im Kern eigentlich eher unsicher ist.

Ash ist ein Krieger, der eigentlich nur seinen Prinzen beschützen und seinen Pflichten nachkommen möchte, aber Prinz Nisai ist eigenwillig, wenn auch auf eine gute Art. Er möchte eines Tages - hoffentlich nicht zu bald - ein guter Kaiser sein, der sein Volk voll Güte und Barmherzigkeit behandelt. Für seine hohe Position ist er sehr wissbegierig und schon fast zu unschuldig, aber sein treuer Freund Ash kämpft für ihn, als Nisai vergiftet wird.

Plötzlich finden sich Rakel und Ash zusammen auf der Suche nach dem Heilmittel, lösen Rätsel, schnuppern herum und erleben kleine Abenteuer. Dabei fand ich die Geschichte einfach nicht spannend genug, weil die Elemente einfach gestrickt waren und die gemeinsame Reise auch eher glatt verlief. Ich mochte aber die Charaktere und auch die Welt der Düfte fand ich sehr interessant. Auch die Liebesgeschichte gefiel mir ganz gut, denn es ist kein Fall von Insta-Love, sondern durchaus nachvollziehbar.

Fazit
"Shadowscent - Die Blume der Finsternis" hat mich gut unterhalten, denn die Welt der Düfte ist eigentlich ganz interessant und die Charaktere sind sympathisch. Allerdings blieb die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich.

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Rezensionen von manu63:

Santa in Love

Shadowscent - Die Blume der Finsternis von Christoph Görg

Santa in Love ist eine Neuauflage des Buches 3 Dates mit Santa des Autorinnenquartetts Saskia Louis, Marie Weißdorn, Julia Lalena und Julia Bohndorf. CJ soll den väterlichen Betrieb übernehmen, keine leichte Sache denn sein Vater ist der Weihnachtsmann. Als auch noch die Weihnachtsbriefe aus Deutschland verschwinden wird es für CJ noch schwerer, denn er will keinen Fehler machen und beweisen das er dem Job gewachsen ist.

Bei der Suche nach den Briefen trifft er auf Noelle, die Weihnachten hasst und als dann noch die Oberelfe zum Kontrollfreak mutiert und sich Amor als Liebesbote einmischt scheint das Chaos perfekt zu sein.

Santa in Love ist eine kurzweilige Liebesgeschichte mit witzigen Dialogen und sie wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Die Gedankengänge der Protagonisten erheitern und lassen hautnah erleben warum es immer chaotischer wird. Die Charaktere werden nicht tiefschürfend ergründet, aber das ist auch nicht nötig für diese Geschichte. Es ergeben sich auch keine Brüche in der Geschichte, sie wirkt wie aus einem Guss obwohl mehrere Autorinnen beteiligt waren. Insgesamt harmonisch, witzig, an einigen Stellen aufgedreht (aber nicht auf unangenehme Art) und genau das richtige zur Entspannung, wenn es mal wieder stressig war, und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

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Rezensionen von Claudia R:

zwei in einem - lustig, skurril und unterhaltsam

"Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen" von Martin Schörle

Klappentext:

Der kabaretteske Monolog »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« beschert dem geneigten Leser Einblicke in das Leben des Vollblutverwaltungsgenies Hans Fredenbek, der sich in seinem ganz eigenen Gedankengewirr aus Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistischen Erhebungen zusehends verheddert.

Es wird deutlich, dass er sich von dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat. Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist. Mit einer Lesung aus seinem Stück war Schörle 2008 beim Autorenwettbewerb »Perlen vor die Säue« im Literaturhaus Hamburg erfolgreich (2. Platz von acht Finalteilnehmern aus insgesamt rund 100 eingereichten Beiträgen). Das Stück wurde außerdem im Rahmen der »Hamburger Theaternacht« als offizieller Beitrag des Hamburger Sprechwerks von »Caveman« Erik Schäffler auszugsweise gelesen. - »Einladung zum Klassentreffen« In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle ... Inhaltlich eine Liebesgeschichte wagt das Stück den Spagat zwischen Komik & Tragik, Lachen & Weinen. »Einladung zum Klassentreffen« wurde vom Publikum beim Wettbewerb »Stücke Schießen - Neue Dramatik. Neue Autoren. Neue Theatertexte« der Theaterliga zum Gewinnertext gekürt und erreichte bei der Spielplanwahl 2012/2013 des Thalia Theaters Hamburg den 8. Platz.

Cover:
Das Cover ist relativ einfach gehalten, mit einer Zeichnung eines Mannes im Anzug mit Krawatte, Radiergummi auf einem Aktenkoffer auf dem Tisch vor ihm und links davon ein Telefon. Der Mann befindet sich in einem Büro und es scheint sich um eine k arikaturistische Zeichnung zu handeln.
Der Hintergrund ist in weiß und darüber und darunter sind die Titel geschrieben.

Meinung:
Bei diesem Werk handelt es sich um zwei Theaterstücke.
Dies macht das Buch zu etwas Besonderem.
Daher entscheidet sich das Buch, auch vom Schreib- und Erzählstil, von vielen anderen und es ist daher auch etwas anderes dies zu Lesen.
Mir hat diese Art des Erzählens sehr gut gefallen. Auch die Regieanweisungen, Hintergrundbeleuchtungen und Erzählweise, wie und wohin geredet wird und was er dabei macht, machen das ganze sehr lebendig. Man kann sich die Situationen und den Ablauf sehr gut vorstellen. Es wird sehr gut herüber gebracht.
Gerade im ersten Werk über das "nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" kommt der Monolog des Beamten sehr gut herüber und die satirische und überspitzte Art und Weise lässt einen des häufigeren Schmunzeln und Lachen. Auch erhielt ich so eine andere Sichtweise über Radiergummis, aber ich möchte nicht zu viel verraten, sondern Mut zu sprechen, sich doch an solche Theaterstücke heranzuwagen.
Die Szenarien werden sehr gut beschrieben. Die Sichtweise wird gut, anschaulich, teils sarkastisch vermittelt. Der Beamte philosophiert vor sich hin und als Leser wird man sehr gut unterhalten.
Es lässt sich sehr angenehm lesen und man Mus über das ein anderen nachdenken, schmunzeln oder den Kopf schütteln. Sehr gut beschrieben wird auch zu beginn die Situation und der Hintergrund, sowie das Bühnenbild, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann und sich direkt fühlt, als wäre man in diesem Theaterstück dabei.
Das zweite Stück handelt von einem Telefonat zu "Einladung zum Klassentreffen" zwischen zwei Personen, wobei eine im Zug sich befindet und das Telefonat immer interessanter und teils auch skurriler wird. Mir hat dies wirklich sehr gut gefallen, wie sich die beiden alten Schulkameraden über alles und nichts unterhalten und teils vom eigentlichen Thema abkommen. Dies kommt sehr realistisch und zum Teil aber auch sehr komisch rüber.
Auch hier möchte nicht allzu viel vom eigentlichen Inhalt verraten.
Das Telefonat wird sehr gut beschrieben, die Dialoge sind gut ausgearbeitet und durchdacht. Eine wirklich sehr unterhaltsame Story, die mir sehr gut gefallen hat und mich sehr gut unterhalten hat.

Fazit:
Zwei in einem - lustig, skurril und unterhaltsam.
Zwei wirklich sehr unterhaltsame Stücke, die mal etwas anderes sind, als die "normale" Lektüre.
Auch die beiden Stücke an sich unterscheiden sich sehr von einandern.
In diesem Buch erhält man Einblick in das Leben eines Beamten auf sarkastische und humorvolle Art und Weise, die einen nachdenklich macht, aber auch Schmunzeln und Lachen bringt und man erlebt eine alte, vielleicht wieder aufblühende Liebschaft, von zwei Klassenkameraden bei einer Einladung zum Klassentreffen mit.
Diese mal etwas andere Art des Erzählens und der etwas andere Schreibstil, macht dieses Buch zu etwas besonderem und lässt den Leser durchaus tief in diese Theaterstücke hineinblicken. Ich fand dies sehr unterhaltsam und konnte mir manche Dinge daher sehr gut und bildlich vorstellen. Zwei sehr gelungene Werke, aus meiner Sicht.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Highlands ohne Heizung? Hamish hat es nicht leicht

Hamish Macbeth und der tote Witzbold von M. C. Beaton

Ich kenne keinen der Vorgängerbände, das macht aber hier nichts, man kann trotzdem sofort einsteigen.
Hamish, der Dorfpolizist, der im Gegensatz zu seinem Widersacher Blair ein Gespür für Mordermittlungen hat, ist wieder gefragt: in Arrat House ist ein Mord geschehen und es wimmelt nur so von Verdächtigen.

Denn unbeliebter als das Opfer kann man wohl nicht sein...

Der Kriminalroman ist mit 224 kein Wälzer und kann in kleinen Häppchen nebenbei genossen werden, da auch der Spannungsbogen nicht so groß ist, dass man durchlesen müsste. Das soll aber nicht heißen, dass der Krimi vorhersehbar und langweilig ist - er gehört aber ganz klar in die Cosy Crime Kategorie (anderswo habe ich ihn sogar in der Kategorie "Landhauskrimi" gesehen, ich wusste bis dato gar nicht, dass es diese gibt).

Ich mag den Stil, der mich an Agatha Christie erinnert, selbstverständlich gibt es eine Bibliothek, Bedienstete, viel Standesdünkel und herrliche Namen wie Lochdubh, einen Superintendent und - mein Highlight: Priscilla Halburton-Smythe, die Angebetete unseres Dorfpolizisten. Die schrulligen Charaktere sind es auch, die den Reiz des Buches für mich ausmachen.

Gut geeignet für einen gemütlichen Krimiabend, wenn man nicht allzu viel Zeit hat oder nur häppchenweise lesen kann und auf Gewaltdarstellungen und hohen Spannungsbogen verzichten kann.

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Rezensionen von Margarete Rosen:

Ein Spiegelbild mit Eigenleben!

Spieglein, Spieglein von Corinna Antelmann

Den Spiegel umranken viele Mythen. Einige kenne ich noch aus meiner Kindheit: Ein zerbrochener Spiegel bringt sieben Jahre Unglück. Nur der Eitle hält den Spiegel in der Hand. Polanskis Vampire konnten sich darin nicht sehen. Und doch bekommt jedes Mädchen einen Spiegel geschenkt, jeder Junge überprüft darin sein Äußeres.

Wer die Wahrheit sehen will, schaut in einen Spiegel.

Viele dieser Aspekte sind im neuesten Buch „Spieglein, Spieglein“ von Corinna Antelmann zu finden.

Ein junges Mädchen ist sich sicher: Ihr Spiegelbild ist ein verlogenes Ding. Es hat ein Eigenleben und schaut sie immer an, wenn sie selbst weg sieht. Langsam staut sich Ablehnung zu Wut. Bis das Mädchen den Spiegel berührt … und hindurch greift. Es tritt in die Spiegelwelt und findet sich in einer wohlvertrauten und doch fremden Umgebung wieder. Durch diesen Seitenwegchsel geshcieht auch ein Perspektivenwechsel. Langsam nähern sich Mädchen und Spiegelbild an. Aus Ablehnung wird Akzeptanz, aus Wut das Gefühl von fröhlicher Ausgelassenheit.

Lukas Vogl hat diese Geschichte bildgewaltig umgesetzt. Zuerst dachte ich an einen Comic der 1990 Jahre. Independent und provokativ. Doch gerade dieser Stil lßt die Geschichte leben, bringt unausgesprochen viele Aspekte und neue Betrachtungsmöglichkeiten mit sich.

So wird „Spieglein, Spieglein“ zu einer runden Geschichte aus minimalistischem Text und bildgewaltiger Illustration.

Leseempfehlung: Wer gerne über einen Text grübelt, nachdenkt oder die Bilder auf sich wirken lassen möchte, dem kann ich Spieglein, Spieglein empfehlen.

Auch ist es ein guter Gedankenanstoß für Teenager, die sich selbst erst noch akzeptieren müssen.

Und Erwachsene entdecken mit dem Blick in den Spiegel vielleicht Aspekte von sich, die um Akzeptanz bitten.

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Rezensionen von mfurch:

Humorvoller Krimi

Bülent Rambichler und der störrische Karpfen von Anja Bogner

Auf nach Bayern! Bülent Rambichler will die Zeit bis zur Pension gemütlich verbringen, ganz ohne Stress, am liebsten hinter dem Schreibtisch. Doch sein Chef macht ihm einen Strich durch die Rechnung, Rambichler wird nämlich befördert. Er soll der Leiter einer neu gegründeten Spezialeinheit "Landfrieden" werden.

So zieht es ihn wieder in sein Heimatdorf, wo der "Fischerkönig", der zweite Bürgermeister, tot aufgefunden wurde. Ausgerechnet mit Bülents Vater hatte er kurz davor einen Streit. "Bülent Rambichler und der störrische Karpfen" ist ein humorvoller Regiokrimi mit viel Mundart. Das erkennt man schon am Cover, welches einen Bezug zum Inhalt hat. Ich mag diese Art Krimis zwischendurch ganz gern, der Humor ist ein toller Gegenpol zur Handlung mit Mord und Totschlag. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, hatte aber keine Probleme in die Handlung zu finden. Mir haben die Figuren, die sehr gut ausgearbeitet sind gut gefallen, Rambichler ist ein eigenwilliger Protagonist mit Schrullen. Die Dialoge sind lebendig und witzig, Krimi mal anders.

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