Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Mörderisches Hamburg
Mit Hamburger Mordsgeschichten bekomme ich eine Ansammlung von 21 oft nur sehr kurzen Geschichten, die sich alle zwischen Elbe und Alster abspielen.
Egal ob im Park mit einem roten Seidenschal, mit einer bronzenen Freiheitsstatue, mehrmals mit einem Messer, mit Gift, durch Schüsse aus einer Pistole – der Tod ereilt jeden der tödlich getroffenen Protagonisten.
Egal ob es eine Kellnerin trifft, einen Offizier, eine junge Frau, einen Homosexuellen, den ungeliebte Schwiegersohn in spe, eine Prostituierte, einen Zuhälter, einen Geliebten oder einen Freund – der Tod steht immer neben dran.
Von Blankenese über Eimsbüttel, Pöseldorf, St. Pauli, Altona, Uhlenhorst, Sülldorf, Rissen und Harburg – in allen diesen Stadtteilen und Bezirken wird gemordet.
Einige Geschichten haben mir gut gefallen. Aber leider konnte ich mit dem Großteil nicht viel anfangen. Es waren für mich einfach kleine Geschichten ohne Spannung, ohne Wendungen, einfach so dahin erzählt. Schade.
Rezensionen von yesterday:
Sehr atmosphärisch
Winteraustern von Alexander Oetker
Dieser Frankreich-Krimi ist sehr flott zu lesen und bietet Krimi-Elemente und kulinarische Feinheiten gleichermaßen. Egal ob man nun gerne, nie oder hin und wieder Austern isst, den Krimi kann dennoch jeder Leser genießen.
Es ist Band 3 der Reihe um Commissaire Luc Verlain, Sohn von Alain, Austernzüchter im Ruhestand.
Die Hochsaison für das Austerngeschäft ist voll im Gange, im Advent haben Austernzüchter im Bassin d’Arcachon keine freie Minute, in der sie nicht auf ihrem Boot beim Ernten, beim Aufbereiten oder beim Verkaufen ihrer Meerestiere sind.
Und dennoch - Alain, Luc und dessen Kollegen machen einen grausigen Fund. Ganz in der Nähe wurde zudem ein älterer Austernzüchter hinterrücks niedergeschlagen. Hat er was gesehen? Oder sogar mit der Sache zu tun?
Auch wer die Bände “Retour” und “Château Mort” nicht gelesen hat, kommt hier gut zurecht. Es gibt kleine Anspielungen auf vorherige Ereignisse, die Charaktere werden alle gut beleuchtet und es bleiben keine Fragen offen. Die Atmosphäre, die Alexander Oetker schafft, kommt sehr schön zur Geltung, man fühlt sich direkt in den Südwesten Frankreichs versetzt und meint bald, die Orte direkt vor sich zu sehen.
Dank diesem sehr gelungenen Aspekt fällt auch weniger stark auf, dass die Ermittlungen zeitweise etwas dahinplätschern, bis endlich die entscheidenden Puzzlesteine aufgedeckt werden. Aufgrund einiger kleiner Episoden zu Beginn des Buches hat der Leser gegenüber Luc etwas Vorsprung und kann selbst versuchen, vor ihm an die Lösung des Falls zu kommen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Geschichten aus dem Leben
Winteraustern von Alexander Oetker
Elfi Pauli legt mir mit diesem kleinen Buch 32 nette, kurzweilige Geschichten verteilt auf 106 Seiten vor. Das Besondere an den Geschichten: Die Dialoge sind in bayerischer Mundart verfasst. Das macht das Lesen für einen Nicht-Bayern etwas holprig. Nur gut, dass es am Ende der Geschichten eine Übersetzungshilfe gibt.
Ich als seit 40 Jahren in München lebendes Nordlicht hatte beim Lesen keine Schwierigkeiten und habe die Geschichten einfach nur genossen.
Egal, ob von Walter, der so gerne in die Therme geht; von Annemarie, die auf´m Ostamada-Kirta in einen Kaufrausch verfällt (sie kann ich sehr gut verstehen hahaha); von Egon, der die moderne Literatur nicht versteht; von der Grinsinger Oma, der die Kommunikation mit ihren Enkel große Schwierigkeiten bereitet diese beiden Geschichten haben mir am besten gefallen). Ich erfahre, wie sich Rudi gekonnt aus der Club Amore Falle zieht; wie der Reischl Hans und der Wimdorfer Rudi ums Wetter streiten; wie der kleine Alexander mit seiner Zeichnung seiner Mama rote Ohren wachsen lässt (auch die Geschichte ist einfach klasse; auch bei der Begegnung zwischen Frau Ammermeier und Frau Schmidt habe ich schmunzeln müssen; genauso wie bei der Sauerei bei Brigitte und Alfred. Wie Franziska und Hans bei ihrer Platzreservierung im Flugzeug kann es auch mir und Dir passieren. Auch die Hochzeit im Woid fand ich sehr amüsant. Berührt hat mich die Geschichte der Cousins Theo und Helmut.
A scheens Bücherl, des mir guat gfoin hat.
Rezensionen von Claudia R:
Im Traum gefangen ...?
Traumfänger - Die Legende vom verliebten Stern von Nadine Radermacher-Ilski
Klappentext:
Mystische Träume, eine Legende und ein uraltes Versprechen. Seit Wochen quälen den jungen Jace seltsame Träume, an die er sich beim Erwachen nur bruchstückhaft erinnern kann. Blaue Augen sind das Einzige, was sich in sein Gedächtnis einbrennt. Doch nicht nur Jace wird in jeder Nacht von Träumen heimgesucht.
Die stille, zurückgezogene Blue begegnet jede Nacht ihrem Schicksal, nur weiß sie noch nichts damit anzufangen. Werden Blue und Jace hinter den Ursprung ihrer Träume kommen? Werden sie die dunklen Pläne rechtzeitig erkennen, die sie bedrohen? Können Freundschaft und Liebe das Schicksal lenken?
Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und sehr passend zum Buch und Thema. Man sieht einen Traumfänger, darin die Umrisse bzw. Schatten zweiter Liebenden und dies alles verschmilzt in sich und mit dem wunderschönen blauen Hintergrund, in dem der Mond hervorsticht. Das Cover finde ich einfach grandios und sehr gut gelungen.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Man kommt sehr gut voran, da es sich gut und locker lesen lässt.
Besonders schön finde ich auch die Gliederung bzw. die Verzierung der Kapitel. Zu Beginn eines Kapitels gibt es neben der Nummerierung immer noch einen kleinen Traumfänger aus Verzierung. Auch innerhalb der Kapitel gibt es eine Gliederung in einzelne Abschnitte und auch diese werden durch eine kleine Traumfängergrafik voneinander getrennt. Dies finde ich sehr passen und diese Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge.
Ich kam sehr gut in die Geschichte und das Geschehen hinein. Es geht um die Geschichte von Jack und Blue. Jace ist ein junger Mann, der seit einiger Zeit von seinen Träumen geplagt wird und diese nicht zu deuten vermag. Auch Blue plagen Träume und zudem macht sie sich Sorgen um ihren Onkel. Werden die beiden hinter ihre Träume kommen und das was sich dahinter verbirgt? Was hat es mit den Träumen auf sich und werden sich die beiden treffen?
Zu viel möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Überzeugt euch lieber selbst, von diesem tollen Buch.
Mir haben die Charaktere und das Feingefühl mit dem ihre Emotionen und Gefühle beschrieben wurden, gefallen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und vor allem auch die Freundschaft zwischen Jack Tay ist etwas ganz besonderes. Es steckt sehr viel Tiefe und Emotionen in diesem Buch und auch sehr viel "native culture". So erhält man auch einen Einblick in die Welt der Ureinwohner Amerikas, der Welt der Indianer und versteht so diese bedingungslose Freundschaft. Die Charaktere sind mit so viel Tiefe und Herzblut ausgestattet, dass man ihre Emotionen und Gefühle regelrecht spüren kann. Es ist einfach wundervoll geschrieben und zeigt, dass Geld und Gier nicht das wichtigste im Leben sind, aus falschen Dinge können fatale Sachen folgen, Freundschaft hingegen ist etwas immens Wertvolles.
Eine wundervolle, spannende und mystische Geschichte, mit tollen Charakteren und einen sanften, lockeren Schreibstil.
Ich konnte sehr gut in die Traumwelt und die Handlungen gelangen. Die Geschehnisse und Ereignisse waren sehr gut nachvollziehbaren und ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hinein empfinden und mit ihnen die Geschehnisse und Handlungen erleben. Mich konnte das Buch begeistern und sehr gut unterhalten. Ich fühlte mich sehr wohl in dieser Welt und konnte mit Jace, Blue,Tay und Clay eine mystische Zeit erleben, so dass ich mit ihnen einige tolle Lesemomente und Lesestunden verbrachte.
Fazit:
Eine wundervolle, spannende und mystische Geschichte, mit tollen Charakteren und einen sanften, lockeren Schreibstil.
Rezensionen von Claudia R:
von der Musik zum Mord ...?
Traumfänger - Die Legende vom verliebten Stern von Nadine Radermacher-Ilski
Klappentext:
Ruth und Sarah singen seit einigen Wochen im Möwenchor. Dietmar Cuntz
Als eine ältere Sängerin an einer Lebensmittelvergiftung
erkrankt, beginnen für beide aufregende Zeiten.
Sie geraten in brenzlige Situationen.
Cover:
Das Cover finde ich sehr gut gelungen. Es wirkt sehr echt, man kann kaum unterscheiden, ob es sich um eine Fotografie oder Zeichnung handelt.
Es ist sehr schön illustriert und zeigt eine wundervolle Landschaft an der Küste mit umherfliegenden Möwen. Auch farblich ist es sehr gut abgestimmt. Ein richtiges Wohlfühlcover.
Meinung:
Dies ist der 15 Band aus der Reihe Krimistunde, eine Krimireihe des Brighton Verlages, bei dem unterschiedliche Autoren, in sich abgeschlossene Krimis beitragen. Von dem Autor Dietmar Cuntz ist es, innerhalb der Krimistunde-Reihe, bereits der dritte Krimi, der sich um das Geschehen von Ruth und Sarah kümmert.
Dies ist also der dritte Band rund um Ruth Pauls und ihre Freundin Sarah Jong. Da die Bände in sich geschlossen sind, kann man diese auch sehr gut unabhängig voneinander lesen. Ich kannte jedoch die vorherigen Bände von Ruth und Sarah und kam daher auch wieder sehr schnell und gut ins Geschehen hinein.
Sarah und Ruth verbindet eine besondere Freundschaft. Diesmal versuchen sie sich beim gemeinsamen Musizieren bzw. Singen im Möwenchor. Als eins der Mitglieder vermisst wird, siegt die Neugierde von Ruth, da sie ahnt, dass mehr dahinter steckt und die ersten Recherchen beginnen.
Zu viel vom eigentlichen Inhalt möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten, da auch dieser Krimi wieder sehr gelungen ist und mich begeistern konnte.
Die Charaktere sind einfach wundervoll ausgearbeitet und kommen sehr real und authentisch rüber. Man kann sich sehr gut in diese hineinversetzen und erlebt mit Ruth und Sarah die Geschehnisse und Handlungen hautnah mit. Ruth schafft es Gefühle und Emotionen sehr gut zu transportieren und man kann sich sehr gut in ihre Recherchen hineinversetzen und so rätselt man jedes mal mit ihr mit und versinkt ganz und gar in diesen tollen Krimi. Natürlich haben die Charaktere auch ihre Ecken und Kanten, aber gerade das macht sie so sympathisch und authentisch.
Der Spannungsbogen ist sehr gut herausgearbeitet und so bleibt es zu jeder Zeit spannend und man wird regelrecht an das Buch, die Geschichte und Geschehnisse gefesselt. Auch dieses mal wieder haben mich Ruth und Sarah überzeugt und konnten mir ein paar schöne und unterhaltsame Krimistunden bereiten.
Fazit:
Ein spannender und sehr unterhaltsamer Krimi mit liebenswerten und authentischen Charakteren, die einen begeistern.
Rezensionen von Claudia R:
spannend und fesselnd zugleich, mit wechselnden Tempoverläufen
Der Elbische Patient von Pia Backmann
Klappentext:
Es ist Krieg. Unerbittlich reißen die gegnerischen Magier mehr und mehr Teile von Klaras Land an sich, um ihre Feinde, die Menschen, zu vernichten. Gemeinsam mit ihrer Wahlfamilie --Menschen sowie Magiern -- kämpft die behinderte Heilerin für ein Leben jenseits von Vorurteilen und Hass.
In einem Gefecht trifft sie auf Kronprinz Iònatan, den Anführer der feindlichen Armee. Er findet in ihr eine so rätselhafte wie unerwartete Gegnerin, denn Klara kontert jeden seiner Zauber. Frustriert sucht der Elb nach einem Druckmittel, um seine Feinde endgültig zu unterwerfen, wird dabei aber von einem Fluch getroffen. Als er im Sterben liegt, kann ihn nur noch eine Person retten: Klara.
Ein Drama über zwei Feinde, die sich trotz allem lieben, über Freundschaft, die Vorurteile überwindet, und darüber hinaus ein »Fantasy-Arztroman« mit einer unschlagbaren Frauenquote.
Cover:
Bei dem Cover muss ich ausnahmsweise sagen, dass dies mich nicht zu 100% überzeugen konnte. Ich bin eigentlich ein ziemlicher Coverjunkie, denn ich liebe ästhetische, schöne gestaltete Cover. Hier war mir die Zeichnung ehrlich gesagt nicht flüssig genug, jedoch empfand ich die Farbgebung und Farbwahl sehr gelungen und sehr harmonisch. Gerade der Hintergrund der Covers mit einem wunderschönen Himmel und auch das Bild der Drachen am Himmel konnte mich überzeugen. Die beiden Personen im Vordergrund trafen jedoch nicht ganz meinen Geschmack, aber wie gesagt, ist dies nur meine Empfindung und reine Geschmacksache.
Meinung:
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Dieser was sehr angenehm und flüssig. Es lässt sich sehr locker und leicht lesen und der Spannungsbogen der Geschichte ist sehr schön und sehr gut gestaltet. Zu Beginn ist es bereits sehr spannend, nimmt zwischenzeitlich noch an Spannung auf, nimmt dann aber auch wieder ein wenig an Tempo, an den richtigen Stellen, heraus um dann mit unvorhersehbaren und überraschenden Wendungen zu glänzen und somit wieder an Spannung und Tempo gutzumachen. Ein wirklich sehr toller und gelungener Verlauf und Aufbau der Geschichte.
Auch die Gliederung ist sehr gut gelungen. Es ist Teile, und diese wiederum, in mehrere Kapitel gegliedert. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge. Jedes Kapitel wird deutlich hervorgehoben. Die Überschriften sind sehr gut hervorgehoben und passend zum Kapitel. Des Weiteren wird der erste Buchstabe am Kapitelanfang hervorgehoben und die kleinen Drachenzeichnungen zum Kapitelanfang finde ich auch sehr schön und gelungen.
Der Einstieg ist mir recht gut gelungen. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten, aufgrund sehr vieler Informationen nd Details, fand ich dann jedoch sehr schnell und gut in die Geschichte hinein und wollte diese dann am liebsten auch nicht mehr aus der Hand legen. Sehr interessant fand ich auch die Gendersternchen, die die Autorin verwendet. Zu Beginn war dies kurz irritierend, dann fand ich mich damit jedoch sehr gut zurecht.
Die Charaktere schaffen es Gefühle und Emotionen zu transportieren und den Leser abzuholen und in eine fantastische Welt zu entführen. Mich konnte vor allem Klara sehr begeistern. Ein ungewöhnlicher Charakter mit der ich sehr Ger die Handlungen, Geschehnisse und Emotionen geteilt und mitverfolgt habe. Die Geschichte ist spannend und überzeugt mit unvorhersehbaren und überraschenden Momenten und Wendungen und gerade zum Ende hin wird nochmal einiges an Tempo wieder aufgenommen. Mir hat diese Fantasygeschichte sehr gut gefallen und konnte ich sehr gut unterhalten.
Auch wenn mich das Cover nicht ganz überzeugen konnte und ich zu Beginn etwas Schwierigkeiten hatte, so hat mich dieses Buch doch voll und ganz überzeugt und ich vergebe sehr gern 4,5 Sterne, welche ich auf 5 Sterne aufrunde.
Fazit:
Eine spannende und fesselnde Fantasygeschichte, die mich durch ihre Charaktere und einem guten Spannungsbogen überzeugen konnte ...
Rezensionen von Caroline :
Wie viel ist der moralische Kompass wert?
Leas Spuren von Bettina Storks
In Stuttgart erhält Marie den Brief eines Notars aus Paris. Ihre Anwesenheit bei einer Testamentseröffnung ist erwünscht. Die Verbindungen nach Frankreich liegen weit in der Vergangenheit, dennoch besteigt Marie den Zug, um den Termin wahrzunehmen.
Sie erfährt, dass sie eine Wohnung im 11. Arrondissement gemeinsam mit Nicolas Blanc geerbt hat.
Allerdings sind damit einige Verpflichtungen verbunden. Victor Blanc, der Großvater von Nicolas möchte, dass die zwei sich gemeinsam auf die Suche nach einem besonderen Bild machen: "Mädchen im Jardin du Luxembourg" von Jakob Stern, einem jüdischen Maler. Das Gemälde ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschwunden und damals war Kunstraub ein tagtägliches Geschäft.
Sowohl Marie als auch Nicolas machen sich auf die Suche nach Hinweisen. Sowohl in offiziellen Verzeichnissen und Listen als auch in den Familien. Marie versucht ihrer Großmutter Fredi Informationen über dessen Schwester zu entlocken, diese schweigt jedoch beharrlich, wie schon immer. Auch bei Nicolas verlaufen die Gespräche sehr bescheiden.
So fügen sie die Teile mühsam zusammen, um weitere Hinweise auf Charlotte und Victor zu erhalten. Welche Verbindung hatten die beiden zueinander? Welche Rolle spielten die beiden im besetzen Paris?
Wie hat es mir gefallen?
"Das geheime Lächeln" der Autorin las ich vor ziemlich genau einem Jahr und mir gefiel das Buch sehr gut. Meine französischen Wurzeln ziehen mich immer wieder zu solchen Geschichten. Zumal auch in unserer Familie großes Schweigen über die Besatzungszeit herrscht.
In zwei Zeitebenen erzählt Bettina Storks diese Geschichte. Marie und Nicolas suchen nach Hinweisen und Informationen über ihre Vorfahren, die im besetzten Paris gelebt, geliebt und gearbeitet haben. Beide sind überrascht, welche Aufgabe ihnen auferlegt wurde und sie stürzen sich in die Arbeit, denn sie wollen wissen, wie ihre Leben miteinander verbunden sind.
Charlotte kommt in die deutsche Botschaft nach Paris. Ihr Schicksal hat mich von der ersten Seite gepackt. Sie ist so eindringlich beschrieben, dass ich schnell das Gefühl hatte, sie gut zu kennen.
Auch Nicolas fand ich sehr sympathisch, wenn es auch ein wenig gedauert hat, wie ich ihn einschätzen sollte.
Der Krieg verändert die Menschen und jeder muss für sich entscheiden, welche Wege er geht. Charlotte und Nicolas müssen täglich ihren moralischen Kompass neu ausrichten.
Neben den gefühlvollen Beziehungen spielt auch die intensive Suche nach einem Aquarell eine große Rolle. Dabei erfährt der Leser auch einiges über die Judendeportationen im Jahr 1942. Dabei waren sehr viele Franzosen willfährige Helfer der deutschen Besatzer.
Der Titel des Buches erklärt sich im Laufe der Lektüre und ich persönlich finde ihn sehr passend.
In dem Buch tauchen historische Personen auf, wird Bezug auf tatsächlich Geschehenes genommen und auch fiktionale Charaktere eingewoben. Damit eine sehr gelungene Geschichte, die gegen das "Vergessen" steht, aber nie den erhobenen Zeigefinger schwingt und kollektiv über Schuld oder Unschuld entscheidet.
Rezensionen von Ecinev:
Landfrieden am Karpfenteich
Bülent Rambichler und der störrische Karpfen von Anja Bogner
Nach der erfolgreichen Aufklärung seines ersten Mordes möchte Bülent Rambichler aus Strunzheim eigentlich an seinem Schreibtisch bleiben.
Leider hat er die Rechnung ohne seine Mutter gemacht die ihren Sohn per Telefon in die Heimat beruft nachdem dort der 2. Bürgermeister tot im Karpfenteich aufgefunden wurde.
Schlimmer noch, ausgerechnet sein Vater der erste türkisch stämmige Gemeinderat der fränkischen Gemeinde, hatte mit ihm als letzter einen Streit angezettelt. Sein Freund Franz der zusammen mit den Zwillingen Erna und Traudel den Toten entdeckt hat, pflanzt in seinem Gewächshaus Gras an was möglichst auch nicht ans Licht der Öffentlichkeit kommen sollte.
So zieht Bülent zusammen mit seiner Assistentin ‚Sunshinchen‘ wieder in sein altes Kinderzimmer um vor Ort im Mordfall zu ermitteln. Die Familie des Toten ist ebenso sehr speziell und immer mehr Einzelheiten kommen ans Licht.
Mit viel Lokalkolorit, fränkischen Dialekt und einer Menge Haschzigaretten kann Bülent Rambichler am Ende seinen zweiten Mordfall lösen.
Der Schreibstil ist sehr lebendig, die Personen werden gut beschrieben. An manchen Stellen ist mir ein wenig zu viel Dialekt im Spiel. An die Serie von Rita Falk kommt Anja Bogner mit diesem 2. Buch nicht heran auf alle Fälle aber ein unterhaltsamer Heimatkrimi.
Rezensionen von rewareni:
Mobbing im Business Geschäft
Würdest du schweigen von Alfred Kunz
Im Handwerkerverein brechen neue Zeiten an, als der unerfahrene Günter Godano den Marketing Bereich übernimmt. Der seit Jahren für den Verlag zuständige Ben Barnebas erlebt in den nächsten Jahren ein Arbeitsklima, bei dem er machtlos miterleben muss, wie langjährige Mitarbeiter unter fadenscheinigen Begründungen entlassen werden, wie Gelder veruntreut werden und wie auch er schlussendlich entlassen wird.
Auf schmerzvolle Art und Weise wird Ben mit Mobbing der perfiden Art konfrontiert und er muss erkennen, wie hilflos man dabei sein kann.
Der Autor Alfred Kunz hat mit dem Roman ,,Würdest du schweigen“ einen Business Roman über das Thema Mobbing geschrieben. Darin beschreibt er mit welchen Mitteln und Wegen Personen es schaffen einen ganzen Verein zu schädigen und deren Mitarbeiter zu ihren Gunsten zu manipulieren. Ein wenig überfordert war ich schon einmal über die Menge an Personen, die namentlich immer wieder erwähnt wurden und sich alleine auf ca. 30 Stück alleine nur im Handwerkerverein beliefen, wo die anderen Protagonisten noch nicht einmal mitgezählt sind. Das Thema Mobbing ist natürlich wichtig und sehr facettenreich. Hier konnte mich der Autor aber leider nicht wirklich von seiner Geschichte überzeugen. Die Gespräche und Gedankengänge haben sich im Grunde immer wieder im Kreis gedreht und haben sich dadurch auch oft wiederholt. Fragen wie ,,Warum ist das passiert?, Wieso hat keiner etwas gesagt?“ ...... sind dabei ständig zu finden. Auch war es beim Lesen wirklich verwunderlich, dass eine Person, die von dem ganzen Geschäft keine Ahnung hat, so sang- und klanglos schalten und walten konnte, und dabei Millionen Verluste dabei gemacht hat, viele Mitarbeiter gekündigt wurden und sich fast jeder finanziell kaufen ließ. Es hat noch einen zweiten Erzählstrang gegeben, der weitgehend den Tatsachen entsprochen hat, nämlich des vom Autor selbst gegründeten Story Hauses. In der Form des Journalisten Timos hat er den Weg, die Probleme und Möglichkeiten beschrieben wie man vom Gedanken der Schriftstellerei bis hin zum eigenen Buchprojekt und eigenem Verlag kommen kann.
Der Autor hat sich sichtlich bemüht auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen, aber die Umsetzung war nicht wirklich gut gelungen. Viele unnötige Beschreibungen z.b was es jedes Mal zu Essen gibt, immer wieder um das gleiche drum herum reden und die Geschichte von Timos, die für mich in dem Roman jetzt nicht wirklich hinein gepasst hat. Der Schreibstil war mir ein wenig zu sachlich und unpersönlich, ein bisschen mehr an Lebendigkeit und Schwung hätten den Roman sicher gut getan. Weniger detailreiche Wiederholungen, die Geschichte von Timos in einem anderen Buch unterbringen und auch aufzeigen, dass es sehr wohl auch Konsequenzen für diejenigen einmal gibt, die des Mobbings überführt werden. Dann wäre der Business Roman ,,Würdest du schweigen“ sicher interessanter zu lesen.
Rezensionen von Gluecksklee:
Solides Kochbuch
One Pot Pasta von Angelika Ilies
Zunächst einmal gefällt mir der Grundgedanke, mit möglichst wenig Aufwand und Abwasch ein warmes Essen auf den Tisch zu zaubern, echt gut.
Die Rezepte in diesem Kochbuch sind abwechslungsreich, die Anleitungen ausreichend detailliert und vom Schwierigkeitsgrad her meiner Meinung nach auch für absolute Kochanfänger geeignet.
Zwar haben mir persönlich nicht alle Rezepte zugesagt, aber das war bei mir bisher bei fast jedem Kochbuch so, dass das eine oder andere Rezept dabei war, das mich jetzt nicht so unbedingt ansprach.
Mir hat "One Pot Pasta" auf jeden Fall sehr gut gefallen, ich würde es auch definitiv weiterempfehlen. Auch das Cover ist sehr schön gestaltet, es wirkt nicht altbacken oder so. Für mich ein rundum stimmiges Paket.








