Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
Packender Roman über eine eher unbekannte Widerstandskämpferin der Résistance
Die Spionin von Kealey Imogen
4,5 Sterne
Kurz zum Inhalt:
Nancy Wake, die vor Kurzem ihre große Liebe Henri Fiocca in Marseilles geheiratet hat, hilft von den Nazis verfolgten Franzosen, das Land zu verlassen. Da sie ihren Feinden immer wieder entschlüpfen kann, erhält sie den Spitznamen "Weiße Maus".
Als ihr Mann von den Nazis gefangen genommen wird, kann Nancy in letzter Minute nach England fliehen.
Sie schwört sich, die Nationalsozialisten mit aller Kraft zu bekämpfen. In England wird sie zur Spionin und Agentin ausgebildet und wird wieder nach Frankreich geschickt, um die Partisanen anzuführen, auszubilden und auf die Ankunft der Alliierten vorzubereiten und natürlich den Deutschen zu schaden, wo immer es geht.
Nancy kämpft nicht nur für die Befreiung Frankreichs, sondern auch für ihre Liebe...
Meine Meinung:
Dieser Roman über eine - auch mir - unbekannte taffe Frau und Widerstandskämpferin im Zweiten Weltkrieg hat mich von Anfang an in den Bann gezogen.
Geschichten über die damalige schreckliche Zeit und vor allem über starke Persönlichkeiten, die sich diesem Regime widersetzt haben, faszinieren mich.
Der Schreibstil ist mitreißend und man muss mit Nancy in jeder Lage mitfiebern. Einerseits ist sie manchmal etwas zu divenhaft (sie lässt sich zB Lippenstift schicken - darüber konnte ich nur den Kopf schütteln), andererseits kommt sie teilweise hart rüber, aber das war in der damaligen Zeit wohl nötig, um zu überleben.
Auch die anfängliche Ablehnung der Partisanen und Nancys harte Arbeit, dass diese sie als Frau und vor allem als Anführerin zu akzeptieren, war faszinierend zu verfolgen.
Und auch der immer wiederkehrende innere Zwist von Nancy war gut nachvollziehbar: sie hasst die Nazis und will sie mit allen Mitteln bekämpfen - doch andererseits ist da ihr Mann Henri in Gefangenschaft, von dem sie nicht weiß, ob er noch lebt. Sie würde natürlich (fast) alles dafür geben, damit er freigelassen wird.
Leider waren manche Szenen zu kurz abgehakt und zu ungenau, da hätte ich mir teilweise mehr Tiefe und mehr Infos gewünscht.
Die Figur des Major Markus Friedrich Böhm, stellvertretend für alle furchtbaren und brutalen Nazi-Anführer, ist eine Figur, die die meisten Gefühle in mir ausgelöst hat - Hass. Mir ist immer noch unverständlich, wie die Leute so dermaßen menschenfeindlich, menschenverachtend, gewalttätig und schrecklich sein konnten. Und selbst war er aber ein derartiger Feigling, der alles so gedreht hat, dass es für ihn gepasst hat. Ich war so unglaublich wütend beim Lesen der Szenen, in denen Böhm vorkam.
Der Roman spielt von 1943 bis 1944, die Autoren haben jedoch leider viele zeitliche und personelle Umstände abgeändert, was mir nicht ganz erklärlich ist. Aber der fesselnde Schreibstil und das spannende Thema machen diese "Flunkereien" wieder wett.
Die Karte über Frankreich im Inneren des hinteren Buchdeckels fand ich sehr lehr- und hilfreich; und im Nachwort erklären die Autoren, was in diesem Roman den Tatsachen entsprochen hat und was erfunden bzw. abgeändert wurde - für meinen Geschmack etwas zu viel; das wäre meiner Meinung nach für den Fortlauf der Geschichte in diesem Roman auch gar nicht notwendig gewesen.
Das Cover passt natürlich perfekt zu Titel und Inhalt - aufgrund der Kampfflieger erkennt man sofort, in welcher Zeit dieser Roman spielt; und Nancy ist oft mit dem Rad unterwegs gewesen. Gefällt mir also sehr gut.
Und dass dieser Roman bald verfilmt wird, war mir von Anfang an klar - die Geschichte gibt einfach besten Hollywood-Stoff ab! Ich freue mich schon sehr auf den Film!
Fazit:
Obwohl nur die Person der Nancy Wake auf wahren Tatsachen beruht und die Details der Geschichte drumherum im Großen und Ganzen bis auf einige Ausnahmen erfunden sind, war es spannend, die harte Arbeit von Nancy und ihren Widerstandskämpfern zu verfolgen. Ich vergebe 4,5 Sterne.
Rezensionen von liesmal:
Wie durch einen Nebel
Je tiefer das Wasser von Katya Apekina
Zwei halbwüchsige Mädchen, eine alleinerziehende labile Mutter, die versucht sich umzubringen und in einer psychiatrischen Klinik landet. Dazu der Vater der Mädchen, ein berühmter Schriftsteller, der die Familie verlassen hat, als die Kinder noch sehr klein waren, und der jetzt seine Töchter aus Louisiana zu sich nach New York holt.
Was sind das für Mädchen? Wie verarbeiten sie das Geschehene? Wie begegnet der Vater der neuen, ungewohnten Situation? Das sind nur drei von ganz vielen Fragen, die sich mir stellen.
Ich muss gestehen, dass ich am Ende immer noch unbeantwortete Fragen habe, aber die Autorin Katya Apekina hat mich mit ihrem Buch „Je tiefer das Wasser“ aus dem Suhrkamp Verlag von Beginn an mitgerissen in das „wilde Wasser“, von dem die Familie umgeben ist. Dazu trägt nicht zuletzt der etwas ungewöhnliche, aber außerordentlich packende Schreibstil bei. Die Geschichte wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, erzählt wird in der Ich-Form in kurzen Kapiteln. Allerdings ist es nicht eine bestimmte Person, die erzählt, sondern die Erzählenden, deren Namen über dem jeweiligen Kapitel stehen, wechseln. Da sind zum einen die beiden Schwestern Mae und Edith, die abwechselnd aus ihrem Leben berichten, über Vater und Mutter, aber auch viel über ihre eigene Gefühlswelt, in der keine klaren Grenzen erkennbar sind. Zum anderen sind es die Menschen, die eine Verbindung zur Familie haben, sei es in der Gegenwart oder in der Vergangenheit, die ihre Ansichten mitteilen. Auch der Vater und die Mutter kommen zu Wort. So wird aus vielen einzelnen Bausteinen eine Geschichte. Allerdings ist es keine fertige Geschichte, sondern es liegen irgendwo noch Bausteine, die eingefügt werden wollen, und alles wirkt zum Teil undurchsichtig und verschwommen. So würde ich es beschreiben.
Auf jeden Fall hat mich das Ende sehr überrascht und ich hätte nichts dagegen, mehr aus dem Leben dieser ungewöhnlichen, besonderen Menschen zu erfahren.
Rezensionen von I.weilharter@ais-jugend.at:
Ein brilliantes Buch...
Vom Land von Dominik Barta
Dominik Barta legt einen unheimlich spannenden Heimatroman vor - quasi eine Milieustudie über den Niedergang kleinbäuerlicher Kultur. Dabei bleibt keiner seiner Protagonisten verschont: Menschliche Vorurteile und Abgründe werden offengelegt. Der Autor zeichnet ein Sittenbild der Kleinbürgerlichkeit auf patriarchalischem Boden.
Geschickt setzt Barta seinem Roman, der in einem oberösterreichischem Dorf im Heute angesiedelt ist, das Migrationsthema auf und vermittelt uns durch die Haltung seiner Romanfiguren unterschiedliche Lösungswege, mit dem Phänomen umzugehen. Dabei werden die Menschen greifbar in ihrer existenzieller Not - der Rechtsradikale und Islamophobe, der Humanist und ökonomisch Orientierte wie auch die Menschen anderer Kultur, die nach ihrer Flucht in Österreich unterkommen, aber noch lange nicht beheimatet und sicher sind.
Brilliant ist Barta in der Darstellung dieser Tragik und manchmal entwickelt es sich zur tragischen Komik, wenn beispielsweise die Weiterführung des Hofes durch die Mithilfe und Unterstützung eines arbeitswilligen jungen Muslimen gesichert werden kann.
Schön finde ich auch die Metapher der Bubenfreundschaft als positive Zukunftsperspektive für ein interkulturelles Miteinander, welches ohne Vorurteile und Fremdenangst auskommt.
Barta versteht es, menschliche Schicksale und Abgründe darzustellen, Familientragödien und gesellschaftlichen Kleingeist offenzulegen in einer Gesellschaft, die am liebsten alles zudecken und daran zugrunde gehen möchte. Und er schreibt mit der dafür notwendigen menschlichen Wärme und dem notwendigen Respekt. Ein wahrhaft mitreißendes Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte.
Rezensionen von Hennie :
SCHÖNHEIT - FLUCH UND SEGEN
Die Bagage von Monika Helfer
Auf nur 159 Seiten präsentiert Monika Helfer die einzigartige, ungewöhnliche Lebensgeschichte ihrer Familie mütterlicherseits. Die Hauptperson ist ihre Großmutter Maria, die permanent über ihre große Schönheit definiert wird und die ihr mehr Fluch als Segen ist.
Was will mir das Geschehen sagen? Über 100 Jahre ist das her.
Da ereignen sich die Dinge um die „Bagage“. Maria und Josef (wie aus der Bibel!) leben mit ihren noch vier Kindern außerhalb eines Bergdorfes in ärmlichen Verhältnissen. Sie werden gemieden, fast geächtet von den Bewohnern. Die Eltern indes scheinen sich selbst genug, obwohl von Liebe nie die Rede ist. Josef ist ein wortkarger Mann, kann gut mit Zahlen umgehen und macht sich beim Bürgermeister nützlich.
Man schreibt das Jahr 1914, der erste Weltkrieg beginnt, und Josef Moosbrugger als alleiniger Ernährer der Familie wird in die Armee einberufen. Das ist der alles entscheidende Ausgangspunkt für die darauf folgenden Situationen. Maria bleibt mit ihren Kindern allein zurück. Sie sollen auf Josefs ausdrücklichem Wunsch vom Bürgermeister beschützt werden. Dann kommt ein gutaussehender, charismatischer Deutscher ins Dorf und mit Maria und ihrer Bagage in Kontakt. Wie alles in dem Büchlein werden die Begebenheiten sehr komprimiert erzählt. Die zeitlichen Abfolgen zwischen Josefs Fronturlaub, die Besuche von Georg legen Vermutungen nahe. Maria wird schwanger mit Grete, der Mutter der Autorin. Die Gerüchte kochen hoch und das Leben für die Familie wird noch härter.
Erzählt wird skizzenhaft, auch mal zwischen den Zeilen, verschwommen wie das Cover, dass ein Gemälde des bekannten Malers Gerhard Richter zeigt. Nur in Andeutungen werden immer wieder die gleichen Aspekte der Familienmitglieder beleuchtet und doch ist es sehr komplex, was die Autorin über ihre Ahnen preisgibt. Von den Geschwistern ihrer Mutter erzählt sie, aber die Grete bleibt wie ein Phantom. Doch ist das weiter nicht verwunderlich, da sowohl sie als auch schon Mutter Maria jung sterben. Josef ebenso.
Aus der Ich-Perspektive und im auktorialen Stil erfolgen die Abläufe in der Geschichte, wobei die Erzählstile auch des öfteren innerhalb eines Satzes wechseln. Das erforderte Aufmerksamkeit beim Lesen.
Monika Helfer erzählt sehr speziell von ihrer eigenen Herkunft und führt den Leser von 1914 bis in die Gegenwart.
Ich empfehle „Die Bagage“ und bewerte mit vier von fünf Sternen.
Rezensionen von begine:
Josef Kleins Eigenartigkeit
Der Empfänger von Ulla Lenze
Der Empfänger von der Autorin Ulla Lenze ist eine interessante Geschichte. Es ist das erste Mal, das ich etwas über die Deutschamerikaner während des Zweiten Weltkrieges lese.
Josef Klein wandert etwas naiv nach New York aus. So richtig gelingt es ihm nicht, da richtig Fuß zu fassen. Da gerät er, ein Amateurfunker in die Fänge der deutschen Spionageringes.
Plötzlich ist es 1949 und er ist bei seinem Bruder Karl in Neuss. Man erfährt das er und viele Deutsche, Italiener und Japaner im Internierungslager war und dann abgeschoben wurde.
Die Geschichte wechselt in den Zeiten hin und her. In den Überschriften der Kapitel sind die Orte und Daten angezeigt.
Josef zieht weiter nach Südamerika.
Die Autorin hat fiktional das Leben ihres Großonkels erzählt. Ihr Schreibstil ist flüssig und angenehm. Ihre Geschichte ist gut umgesetzt.
Rezensionen von nuean:
Kurzweilig, leidenschaftlich und humorvoll, das perfekte Buch für einen stürmischen, verregneten Sonntag.
Crushing on the Cop von Piper Rayne
Ich warte immer sehnsüchtig auf neuen Lesestoff von Piper Rayne. Die Saving Chicago Reihe hat mich auch schon wieder infiziert und ich konnte es kaum erwarten Christian und Vanessa´s Geschichte zu lesen.
Die Beiden sind schon aus dem Vorgänger-Bad bekannt und gerade auf Vanessa war ich sehr gespannt, da sie einige Geheimnisse hat auf deren Auflösung ich gehofft habe.
Christian war dagegen nicht ganz so interessant, was sich aber während des Lesens komplett geändert hat.
Er ist wirklich ein Traum von einem Mann. Der Mittlere der Bianca-Brüder versucht alles zusammenzuhalten. Er ist Polizist, liebt Recht und Ordnung, stählt seinen Körper und zieht die Frauen an. Doch er hat nur Augen für eine. Vanessa die Tochter seines Chef´s ist ihm schon länger aufgefallen und da er für sie bei der Jungesellenversteigerung ersteigert wurde, drängt er schon länger auf ein Date, welchem Vanessa aber aus dem Weg geht. Mit einem Trick bewegt er sie endlich dazu und merkt, dass es sich lohnt um sie zu kämpfen. Doch Vanessa trägt einigen Ballast aus der Vergangenheit mit sich rum und so wird es nicht ganz einfach.
Ich liebe die Charaktere einfach. Sie sind alle so unterschiedlich, individuell und doch hat jeder sein Herz am rechten Fleck. Endlich durchschaut man Vanessa etwas und erfährt ihre Geheimnisse. Lauren und Maddy sind natürlich auch wieder mit von der Partie und es macht einfach nur Spaß zu lesen, was ihnen so alles wiederfährt.
Ich liebe den Umgang der Freundinnen miteinander und auch den Zusammenhalt der Biancos. Beim Lesen taucht man in ihre Welt ein und fiebert bis zum Ende mit. Der Schreibstil ist wieder sehr humorvoll und mitreißend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.
Der „Cliffhanger“ am Ende, lässt mich dem letzten Band nur so entgegenfiebern.
Ich liebe jedes einzelne Buch der Autorinnen. Es wird einfach nicht langweilig und ich freue mich immer wieder wenn auch die Charaktere der älteren Reihen auftauchen. Ich hoffe es geht ewig so weiter. Chicago ist groß und da gibt es bestimmt noch einige Liebesgeschichten zu entdecken.
Vielen lieben Dank an Netgalley und den Forever Verlag, dass ich das Buch schon lesen durfte!
Fazit: Kurzweilig, leidenschaftlich und humorvoll, das perfekte Buch für einen stürmischen, verregneten Sonntag.
Rezensionen von Miro76:
Abgründe im Umgang mit einer psychisch kranken Mutter
Je tiefer das Wasser von Katya Apekina
Nach einem Selbstmordversuch müssen Edie und Mae zu ihrem Vater nach New York ziehen. Er hat die Familie verlassen, als Edie vier und Mae zwei war. Edie kann sich noch erinnern und vertraut dem Vater nicht, hat er sie doch schon einmal verlassen und nicht einmal einen Brief geschrieben.
Mae ist glücklich bei ihrem berühmten Schriftstellervater und tut alles, um ihm zu gefallen.
Mae ist vor allem auch froh, von ihrer Mutter wegzukommen, die sie auf ihren psychotischen Ausflügen häufig begleiten musste.
"Sie sagte immer, ich wäre Moms Liebling, aber das ist nicht wahr. Es war eher so, dass Mom mich als Erweiterung ihrer selbst sah, während Edie die Freiheit hatte, ganz sie selbst zu sein."
So kommt es, dass Edie ihren Vater verlässt, um sich um ihre Mutter zu kümmern und Mae den Vater beim Schreiben seines nächsten Buches unterstützt. Marianne war seine Muse und Mae ist ihr wie aus dem Gesicht geschnitten. Die Grenzen zwischen Mutter und Tochter beginnen zu verwischen und Mae beginnt sich immer mehr in ihre Mutter zu verwandeln. Es entspinnt sich eine leise Tragödie im inneren dieser Kleinfamilie.
Die Autorin lässt abwechselnd Edie und Mae zu Wort kommt. Ergänzt das ganze aber mit Blickwinkeln anderer Menschen. Langsam entspinnt sich ein Bild der Eltern, das sie in ihren verschiedensten Facetten zeigt. Die Außenansichten entsprechen hier nicht immer dem Bild, das sie selbst von sich präsentieren möchte. Es ist eine äußert interessante Form, einen Menschen den LeserInnen vorzustellen und wir können klar erkennen, dass es hier kein schwarz-weiß gibt. Jeder trägt sein Bündel Schuld, jeder ist manchmal egoistisch und jeder leidet.
Die Spuren, die die Mutter bei ihren Töchtern hinterlassen hat, werden sie nie mehr los. Sie schaffen es zwar, sich in ihren jeweiligen Leben einzurichten, sind erfolgreich und können sich schwesterlich lieben. Dennoch sind sie auf der Suche und die Angst lässt sich nie ganz los.
Sprachlich ist das Buch wirklich großartig gemacht. Der Erzählstil passt sich dem jeweiligen Sprecher perfekt an und die vielen Perspektiven entwickeln einen ungemeinen Sog. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, so spannend fand ich es! Ein großartiges Debüt! Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Werk dieser jungen Autorin.
Rezensionen von Harakiri:
Ein Haus auf Sylt
Ein Sommer auf Sylt von Lena Wolf
Als Julia von ihrem Vater ein Haus auf Sylt erbt, fährt sie mit ihrer Mutter und ihren Tanten hin, um es zu verkaufen. Zu groß ist der Schmerz, um es zu behalten. Doch auf Sylt angekommen, stellen sie fest, dass das Haus vermietet ist. Was hat es mit der Mieterin auf sich? Und wieso verhält sich Hotelbesitzer Mats Julia gegenüber so seltsam?
Lauter Fragen, auf die Julia so nach und nach die Antwort erhält.
Bloß fallen die Antworten nicht immer so aus, wie sie es gerne hätte. Und dann sind da ja noch ihre exaltierten Tanten und ihre trauernde Mutter, die sie auf Trab halten.
Ein lockerer Roman, der auf einer schönen Insel spielt. Lena Wolf fängt den Zauber Sylts mit ihren Worten und Beschreibungen sehr gut ein. Man spürt förmlich ihre Liebe zu der Insel und möchte am liebsten auch gleich hinfahren. Ihr Schreibstil ist anschaulich und die Charaktere größtenteils sympathisch. Authentisch fand ich vor allem Jo, der seinen Stiefel durchziehen will, auf Biegen und Brechen. Ein richtiger Ko…brocken von Geschäftsmann. Die Tanten fand ich teilweise etwas nervig, aber das ist halt Familie und auch eher authentisch.
Bei Liebesromanen ist das Ende ja meist vorhersehbar, dennoch fand ich es schön, mit Julia die Wochen auf Sylt verbringen zu dürfen, auch wenn ich ihre Motivation manchmal nicht recht nachvollziehen konnte.
Fazit: die Autorin zeichnet schöne Landschaftsbilder und malt authentische Charaktere. Vor diesem Hintergrund webt sie eine nette Love-Story, die man selbst gern erleben würde.
Rezensionen von Marco L.:
TOP
Eine LESE-Humoreske aus Kleinkakanien von Herbert Molzbichler
Herbert Molzbichler hat in seiner "Lesehumoreske" eindrucksvoll gezeigt, wie ein an sich ernsthaftes Thema mit Witz und einem Schuss Ironie abgehandelt werden kann. Besonders originell ist die Führung durch den Bücherzoo. Auch die Beweggründe von Autoren, Bücher zu schreiben, werden gekonnt auf die Schaufel genommen.
Kurz gesagt: Gute Unterhaltung um wenig Geld!
Rezensionen von Marie aus E.:
Nicht wirklich spannend
DRAUSSEN von Klüpfel Volker; Kobr Michael
Vorneweg: Ich bin kein riesiger Kluftinger-Fan, insofern habe ich mich hier ohne Erwartungen diesbezüglich einfach auf einen spannenden Thriller gefreut.
So richtig begeistert hat mich das Buch allerdings nicht.
Das lag zum einen am Thema: Es geht um das Überleben in deutschen Wäldern, um die Prepper-Szene (mir war bis dato gar nicht bewusst, dass es da eine richtige Szene gibt) und dann in einem anderen Strang um Lobbyismus, politische Einflussnahme der Wirtschaft.
Ein über lange Zeit nicht weiter beschriebener Stephan drillt die zwei Geschwister Cayenne und Joshua. Sie dürfen keinen Kontakt zu anderen Kindern oder Menschen haben und sind in einem ständigen, jahrelangen Übungs-Survival-Camp, damit sie für einen Angriff gewappnet sind.
Dieser Teil der Story ist sehr, sehr lang. Viel zu lang, meines Erachtens und das hat mich einfach nicht interessiert, besonders nicht in der Breite.
Bis sich dann (endlich) mal die Stränge verknüpft haben und Spannung aufkam, war das Buch schon zu mindestens 70% gelesen.
Dann hat es allerdings wirklich an Fahrt aufgenommen und die Autoren haben bewiesen, dass sie auch Spannung und Thriller können.










