Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesestern:
Haushalts- und Familienmanagement- effektiv, anschaulich und einfach umsetzbar
Das ultimative Familien-Haushaltsbuch von Andrea Otto
"Das ultimative Familien-Haushaltsbuch" von der Kommunikations-Designerin, Pfarrfrau und Mutter von fünf Töchtern, Andrea Otto ist im Dezember 2019 im SCM Verlag erschienen.
Es beginnt mit theoretischen Grundlagen, die man kopfmäßig erst mal speichern muss, um sie zu verinnerlichen,um dann mental gut ausgerüstet zur Tat zu schreiten.
Das ist die Voraussetzung, die darauf folgenden Praxisbeispiele und Vorschläge effektiv um zu setzen.
Andrea Otto macht Mut, sich den eigenen Schwächen und " Stolpersteinen" zu stellen und dabei zu reflektieren, welche Strukturen hilfreich sind diese zu überwinden.
Dabei erzählt sie aus ihrem persönlichen Familien-Alltag, empfiehlt "die Prioritäten-Rutsche" und viele weitere praxisorientierte Hilfsmittel.
Bei allem Erleben ist ihr Glaube an einen lebendigen und alltagsnahen Gott ihre tragende Säule und ihr Fundament die Herausforderungen zu bestehen.
Der Beginn eines jeden Tages fängt für sie deshalb mit einer Stillen Zeit und dem Zuspruch aus Gottes Wort an. Auch immer wiederkehrende Rituale und Ruhepausen sorgen für wertvolle Auszeiten, Abgrenzungen und Kraftquellen, um das hohe Arbeitspensum ihres Alltags zu meistern.
Mein Fazit:
Ein geniales Buch, das meine Erwartungen übertroffen hat.
Als Sammler und Jäger tue ich mich schwer, Sachen einfach wegzuwerfen und der Haushalt selbst war für mich bisher ein notwendiges Faktum, das ich alles andere als im Griff hatte.
Da wir immer viel Besuch haben, wurde bisher ohne großes Planen und Strukturieren die benötigten und genutzten Räume weitgehend vorzeige fähig gemacht.
Eine sogenannte Grundordnung, die zeitsparend und effizient ist, hat mir gefehlt.
Obwohl das Thema Haushalt nicht zu meinen Favoriten zählt, habe ich die Ausführungen dazu trotzdem oder gerade deswegen wunderbar genießen und zu meiner Überraschung bereits vieles direkt umsetzen können.
Dabei fand ich ihre persönliche und sehr angenehm zu lesende Schreibweise unterstützt durch anschauliche Beispiele, Abbildungen und Fotos sehr hilfreich.
Ausmisten und reduzieren auf eine überschaubare Basis ist und bleibt sicherlich mein Thema für die nächste Zeit.
Doch das, was wie ein riesiger Berg vor mir gelegen hat, ist dank Andrea Ottos durchdachten und leicht in die Praxis umzusetzenden Aufräum-, Putz- Wasch- und Einkauftipps merklich geschrumpft.
Auch meine mir wichtigen Stille Zeit, Ausruhe - und Lese- Oasen lassen sich in dieses Konzept Wunder voll einfügen.
Ein ganzheitlich- motivierender Ratgeber, der Lebensfreude bewirkt.
Rezensionen von heinoko:
Ein Schmuckkästchen für Fundstücke
Reading Notes: Blüten von
Bücher sind für mich schützenswert wie Lebewesen. Deshalb wirkt es geradezu schmerzhaft auf mich, wenn Menschen in Bücher hineinschreiben oder Sätze unterstreichen oder, schlimmer noch, Seiten umknicken, den Büchern also in irgendeiner Form Gewalt antun. Was macht man aber, wenn man während des Lesens auf Sätze trifft, die einen anspringen, Sätze, die man im Gedächtnis behalten möchte?
Der Thiele Verlag hat sich darüber Gedanken gemacht und mit dem vorliegenden Büchlein eine schöne Lösung gefunden.
„Mein Buch der schönsten Sätze“ ist ein fein und aufwändig gestaltetes Geschenkbüchlein, eingebunden in Leinenstruktur mit zeitlosen Blütenranken verziert. Es ist etwas biegsam und mit Lesebändchen versehen, sodass es handlich und alltagstauglich einzusetzen ist. Je 2 Seiten sind pro Buch vorgesehen, man schreibt auf wohltuend glattem Papier. Besonders gut gefallen mir die eingestreuten Vignetten, die mit feinem Federstrich gezeichnet wie aus alter Zeit wirken. Auf den letzten Seiten des Büchleins kann man wunderbare Buchlisten erstellen wie z. B. „Bücher, die mich zutiefst berührt haben“ oder „Bücher, die ich gerne verschenke“. Einzig schade, dass die Überschrift „Bücher, die in meiner Jugend mein größter Schatz waren“ einen bösen Schreibfehler enthält.
Fazit: Ein schön gestaltetes und wohldurchdachtes Büchlein, das sich über die Jahre hinweg zu einem ganz persönlichen Schatzkästlein entwickeln kann. Denn es lohnt sich allemal, literarische Fundstücke sorgsam aufzubewahren.
Rezensionen von thora01:
Adas spezielle Aufgabe - spannender Fantasyroman
Ada (Band 1): Die vergessenen Kreaturen von Miriam Rademacher
Inhalt/Klappentext:
Hörst du es? Das Knacken und Rascheln in der Dunkelheit, das einsetzt, sobald du das Licht gelöscht hast? Rede dir ein, dass es ganz harmlos ist, doch Ada weiß es besser.
Denn vor vierzig Jahren, als dem Kindermädchen einer ihrer Schützlinge abhandenkam, ist sie ihnen begegnet: den vergessenen Kreaturen, die zwischen den Wänden lauern.
Ausgerechnet in dem Haus, in dem das Unglück damals geschah, verschwindet jetzt erneut ein kleiner Junge, und dieses Mal will Ada bis an ihre Grenzen gehen, um das Kind zu retten. Doch manche Geheimnisse sträuben sich dagegen, gänzlich gelüftet zu werden.
(Quelle: Sternensand Verlag)
Meine Meinung:
Sehr spannender und ein wenig gruseliger erste Band der Reihe „Ada“. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist sehr leicht zu lesen und konnte mich sofort in die Geschichte hineinziehen. Ich mag es sehr wie die Autorin ihre handelnden Figuren in Szene gesetzt hat. Sie beschreibt ihre Protas und Nebenfiguren sehr detailiert und ich konnte sie mir sofort sehr gut vorstellen. Die Hauptprotagonistin Ada ist mir sehr sympathisch auch wenn sie zu Beginn ein wenig verrückt wirkt. Sie ist eine starke ältere Dame, die sich von nichts und niemanden unterkriegen lässt. Sie wirkt auf den ersten Blick harmlos und hat es dennoch faustdick hinter den Ohren. Die Nebenprotagonisten wirken neben Ada ein wenig blass. Sie runden die Story dennoch perfekt ab. Der Aufbau der Story gefällt mir sehr gut. Sehr spannend waren für mich die Zeitsprünge innerhalb der Geschichte. Ich fand toll wie die Autorin wohldosierte Horrorszenen in ihr Werk einfließen ließ. Sie machen das Buch zu etwas besonderen. Die Autorin hat mit ihrem Mix aus verschiedenen Genres genau meinen Geschmack getroffen. Die Story ist ziemlich undurchsichtig und ich musste mich sehr konzentrieren um den roten Faden nicht zu verlieren. Der Abschluss hat es in sich. Er wurde sehr actionreich gestaltet und lüftet das Geheimnis, das als kleine Puzzleszenen im gesamten Buch verteilt wurden
Mein Fazit:
Sehr spannende Geschichte. Die sehr gut platzierten Gruselszenen machen das Werk sehr interessant für die Dark Fantasy Leser. Die etwas ungewöhnliche Prota macht die Story zu etwas ganz Besonderem. Ich bin nach diesem sehr spannenden Abschluss sehr gespannt auf die nachfolgenden Teile.
Rezensionen von inya:
sehr spannendes Thema
Rote Kreuze von Sasha Filipenko
Dieses Buch handelt von des Repressionen in Zeiten Stalins gegenüber den heimkehrenden Soldaten, die in Kriegsgefangenschaft während des zweiten Weltkriegs waren und was mit ihren Familien geschah. Ein Thema mit welchem ich mich noch nie vor der Lektüre des Buches beschäftigt hatte und von welchem ich auch noch nie gehört hatte.
Deshalb hat es mich direkt gepackt. Verpackt wird dieses historisch hoch brisante Thema in einem Dialog zwischen einer 90 jährigen an Alzheimer leidenden Dame und ihrem neuen jungen Nachbarn, welcher sich am Anfang eher gezwungener Maßen die Geschichte seiner schrulligen Nachbarin anhört, dann aber immer mehr in die Geschichte vordringt und Anteil nimmt. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und das Thema wirklich interessant und zum Nachdenken anregend. Ein empfehlenswertes Buch.
Rezensionen von Hennie :
Mordermittlung zwischen Weihnachten und Dreikönigstag
Doggerland. Tiefer Fall von Maria Adolfsson
„Doggerland - Tiefer Fall“ ist der zweite Band zu einer Krimi-Trilogie von Maria Adolfsson.
Karen Eiken Hornby ist noch nicht vollständig genesen, als sie von ihrem Chef gebeten wird, die Ermittlungen eines Todesfalls auf Noorö, der nördlichsten Insel von Doggerland, aufzunehmen. Obwohl Weihnachten ist, begibt sie sich umgehend dorthin, stürzt sich in die Arbeit.
Bald stellt sich heraus, dass der Tote, ein pensionierter Hochschullehrer, ermordet wurde. Mitten in den Untersuchungen passiert ein weiterer Mord in der Nähe einer Whiskybrennerei. Karen steht vor großen Herausforderungen. Auf dieser Insel lebt ein Teil ihrer Familie. Sie schwelgt in Kindheitserinnerungen und gleichzeitig muss sie zur Kenntnis nehmen, dass gewisse Verwicklungen bestehen...
Im Verlaufe der 415 Textseiten mit 86 Kapiteln, dem Pro- und Epilog wurde ich solide in einem angenehmen Erzählstil unterhalten. Wie schon im vorigen Band ist die gründliche Charakterzeichnung der Personen der Autorin sehr wichtig. Die Charaktere sind ausgefeilt bis hin zu den Nebenfiguren. Der Autorin sind ebenfalls die Lebensumstände der Menschen sehr wichtig. Deshalb erfährt der Leser eine Menge von Karens Umfeld, ihren Befindlichkeiten, ihrer Haltung zu anderen Personen. Das nimmt einen breiten Raum ein und wird ausführlich erzählt. Die Morde erscheinen aus diesem Aspekt gesehen beinahe wie Nebensache. Aus diesem Grunde ist das Buch für mich weniger ein Krimi als ein Spannungsroman. Am packendsten fand ich die Nebenhandlung um Aylin, der Freundin von Karen. Da kam richtig Gruselstimmung auf. Trotzdem fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten.
Schön finde ich die Karte im Umschlag des Buches, die die Lage des fiktiven Doggerlandes sehr schön nachvollziehbar macht. Dazu noch der vergrößerte Auszug des Inselstaates mit seiner Hauptstadt Dunker und den anderen Handlungsorten.
Gelernt habe ich, was man sich unter Schiffssetzung vorzustellen hat. Das hörte ich noch nie. Laut Wikipedia ist das eine bootumrissförmige Steinsetzung, die primär im skandinavischen Ostseeraum vorkommt und Brand- oder Urnengräber markiert.
Fazit:
Der Krimi verfügt über einen abwechslungsreichen Plot mit sehr gut ausgearbeiteten Charakteren. Den meisten Personen möchte ich im Teil 3 wiederbegegnen. Verzichten kann ich auf den fiesen Chef Karens, aber vielleicht erlebt man da noch eine Überraschung!?
Meine Bewertung: Vier von fünf Sternen! Ich empfehle das Buch als unterhaltsame Lektüre.
Rezensionen von begine:
Extrem mitreissend
Ein wenig Glaube von Nickolas Butler
„Ein wenig Glaube“ ist der dritte Roman den ich von Nickolas Butler gelesen habe.
Der Autor schreibt mit besonderem ruhigen Stil über das Leben im mittleren Westen der USA. Man spürt die Stimmung und ist gefesselt.
In diesem Familienroman geht es um Lyle und Peg Hovde. Ihre Tochter Shiloh, die den 5jährigen Sohn Isaac hat, macht ihnen Sorgen.
Sie ist plötzlich gläubig geworden und ist in einer obskuren Kirche gefangen. Gerade in Amerika gibt es davon viele.
Der Glaube ist in dem Roman sehr dominierend.
Besonders Lyle nimmt es schwer, er fühlt sich machtlos. Er bangt um seinen Enkelsohn und er gibt nicht auf.
Die Personen sind mir fast alle sympathisch.
Der Autor zieht den Leser in seinen Bann. Man ist gefangen und will immer weiter lesen.
Rezensionen von C. P.:
Sehr zäh kontruierter Fantasy-Thriller
Das neunte Haus von Leigh Bardugo
Studentenverbindungen sind ein alter Hut - dass es sie gibt, weiß jeder. Ein Geheimnis jedoch ist, dass die großen Häuser der Universität Yale sich mächtiger Magie bedienen, gespeist aus dem Nexus, um ihre verborgenen Rituale durchzuführen. Da werden Börsenkurse aus Eingeweiden noch Lebender gelesen oder andere Arten von Magie genutzt, um Macht, Ansehen und Erfolg zu fördern.
Alles unter dem wachenden Auge von Lethe, dem neunten Haus, welchem Alex Stern seit kurzem angehört. Was auch keiner weiß: Alex kann Tote sehen, die als Graue zwischen den Lebenden wandeln. Eine Fähigkeit, die Möglichkeiten wie auch Gefahren birgt. Und ihr hilfreich wird, als sie versucht, den Mord an einem Mädchen aufzuklären. Und nebenbei einer uralten Verschwörung auf die Schliche kommt.
"Es gibt keine Tür, die der Teufel nicht kennt. Er wartet immer darauf, den Fuß reinzustellen." (Zitat S. 394)
Ihren neuesten Fantasy-Thriller hat die Autorin in ihrer eigenen Universität angesiedelt. Entsprechend war auch herauszulesen, wie gut sie sich vor Ort auskennt. Mit Alex hat sie eine Art Antiheldin geschaffen, die durch ihre Fähigkeit, die Grauen zu sehen bzw. sich von ihnen wahrnehmen zu lassen, gesellschaftlich erstmal stark abgerutscht ist, bevor sie eine neue Chance an der Uni Yale bekommt. Die Frage ist natürlich, ob sie wegen ihrer besonderen Eigenschaften ausgewählt wurde - oder weil man denkt, dass sie so kaputt ist, dass sie die größeren Dinge einfach ignorieren wird.
"Ihr Kinder spielt mit dem Feuer und seid dann überrascht, wenn das Haus abfackelt." (Zitat S. 386)
Die Idee, den Studentenverbindungen Magie anzubieten, klingt zwar zuerst ganz spannend, hat mich aber nicht so ganz überzeugen können. Warum gibt man jungen Menschen, die es noch lustig finden, sich gegenseitig die Hausmaskottchen zu stehlen, so starke magische Fähigkeiten in die Hände? Da verwundert es nicht, wenn diverse Personen die Möglichkeiten missbrauchen, um sich zu bereichern oder auf Kosten anderer ihre Triebe zu befriedigen.
"All die kleinen Kinder in ihren Roben und Kapuzen, die so tun, als wären sie Zauberer." (Zitat S. 418)
Diese teilweise infantil wirkenden Streiche einiger Individuen verliehen dem Roman leider einen unangenehme und unglaubhaften Beigeschmack. Hinzu kommt, dass es ewig lange dauerte, bis das Buch endlich eine vernünftige Spannung aufbauen und vor allem halten konnte. Ewig lange musste ich mich durch Rückblenden und Rückblenden in den Rückblenden durchquälen, bevor es langsam vorwärts ging. Dabei bleibt das mit unnötigen Details überladene Buch für meinen Geschmack zu kühl und distanziert, um mich als Pageturner überzeugen zu können. Schade war auch, dass sämtliche Charaktere schlichtweg blass blieben. So schreibt ein Mitglied des neunten Hauses seit Jahren an einer Dissertation über Tarotkarten und man erfährt als Leser unwesentlich mehr über sie, als dass sie soziophob ist und an ihren unauffälligen Labberpullis sowie Textmarkenflecken zu erkennen ist. Ein wenig mehr hätt ich vom Sidekick an Alex' Seite schon erwarten können.
Eine im Ansatz tolle Idee mit ein paar ausgefallenen magischen Beispielen, die mich leider durch den zähen Aufbau und blass wirkende Charaktere nicht überzeugen konnte.
Rezensionen von C. P.:
Lustige Suche nach einem neuen Freund
Vincent flattert ins Abenteuer (Band 1) von Sonja Kaiblinger
Vincent, Halb-Geisterfledermaus und leidenschaftlicher Spinnen-Nascher, sucht einen Freund und Mitbewohner für sich und Polstergeist Polly. Platz wäre auf dem Dachboden genug und einen Verbündeten gegen die fiese Katze, die das Geisterportal bewacht, könnte Vincent gut gebrauchen. Die Nachbareule hat eine Idee: Über den Aushang am Baum lässt sich doch bestimmt ein Freund finden.
Oder?
Vincent, Sidekick der Reihe Scary Harry von Sonja Kaiblinger, hat endlich sein eigenes Buch bekommen! Ob man die Reihe kennt oder nicht ist allerdings völlig egal. Vincent ist für Kinder ab 7 Jahren, komplett farbig durchillustriert und einfach irre lustig. Neben den Erlebnissen mit Vincents Freunden und den unterschiedlichen Bewerbern als Mitbewohner hat mich vor allem das neue Konzept des Buches vollauf begeistern können. So ist der Text in die Bilder eingearbeitet und bereichert die an sich schon wunderbar gestalteten Seiten zu einem wahren Leseabenteuer. Eine Warnung hätt ich allerdings noch: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man sich in den kleinen Flattermann Vincent hochgradig verliebt.
Rezensionen von manu63:
Nicht mein Fall
Draussen von Volker Klüpfel; Michael Kobr
Mit Draussen versuchen es die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr in Genre des Thrillers. Für mich leider kein gelungenes Debüt. Cayenne und Joshua leben mit Stephen im Wald und haben kein Zuhause. Während Joshua bedingungslos alles macht was Stephen möchte, sehnt sich Cayenne nach einem normalen Leben mit einem Heim.
Der harte Drill von Stephen ist ihr zuwider und sie versteht nicht warum er sie voller Härte drillt. Doch dann trifft sie im Wald auf einen Gegner der sie töten möchte und nutzt nun alles was ihr beigebracht wurde um zu überleben.
Was an sich spannend klingt erweist sich bei Lesen leider als eine zähe Geschichte die mit mehreren Handlungssträngen aufeinander zuläuft. Die Spannung hält sich dabei in Grenzen und es ist alles eher schwammig und nebulös, ohne dabei zu fesseln. Langsam ergeben sich Zusammenhänge bei den Handlungen und auch die eingestreuten Tagebucheinträge einen Fremdenlegionärs bekommen Bedeutung. Die Figur des Lobbyisten der Energiewirtschaft zeigt sich unsympathisch und über Leichen gehend, ohne mich wirklich zu überzeugen. Auch Stephens Handlungen erklären sich erst ganz zum Schluss, wo es dann keinen wirklichen Überraschungseffekt gibt. Immer wieder driftet die Handlung in Brutalität ab und das war so gar nicht mein Fall, da der Anteil der Schilderungen für mich zu hoch war und diese auch nicht zur Erhöhung der Spannung beitrugen.
Insgesamt kein Buch nach meinem Geschmack und wer einen Kluftinger erwartet wird enttäuscht sein.
Rezensionen von C. P.:
Extreme Abgründe der menschlichen Gesellschaft
Die Fesseln des Bösen,8 Audio-CDs von Jean-Christophe Grangé
Grangé - für mich ein Garant markanter Charaktere und unvorhersehbarer, komplex gestalteter Stories. Ein Autor, der dem Leser schonungslos die brutale Seite der Gesellschaft präsentiert. Diesmal ist es der Pariser Commandant Stéphane Corso, erwachsen aus zerrütteten Wurzeln, dem die Brutalität der Kindheit noch immer wie ein klebriger Kaugummi anhaftet und der recht unkonventionell im neuesten Mordfall ermittelt.
Eine Tänzerin eines Pariser Nachtclubs wird auf grotesk entstellte Weise ermordet aufgefunden. Zunächst ermitteln Corso und sein Team in alle erdenklichen Richtungen. Als die zweite Tänzerin auf dieselbe Weise entstellt gefunden wird, bringen diverse Parallelen der Opfer Corso endlich auf eine Spur. Doch der Hauptverdächtige hat ein stichfestes Alibi. Verbeißt sich Corso in ein Hirngespinst oder stimmt sein Instinkt, als er den Verdächtigen weiterhin durchleuchtet?
Auch diesmal hat der Autor es sich nicht nehmen lassen, den Leser in tiefste Abründe der Gesellschaft zu entführen. Allerdings ging es diesmal ein wenig zu oft ins Extreme. Viele Charaktere haben Neigungen, die für sich allein schon sehr ausgefallen sind. In der Summe und mit dieser geballten Ladung an Details, wie es dem Leser diesmal präsentiert wird, hatte ich das Gefühl, mit dem Buch soll ein von Extremen und Superlativen übersättigtes Publikum unterhalten werden. Weniger wäre mehr und vielleicht auch glaubhafter gewesen.
Der Fall an sich gestaltet sich wie erwartet unduchsichtig und bietet mehrere Wendungen. Die Auflösung fiel dann leider wieder in der Bereich der starken Extreme und ruinierte mir erneut den Spaß an einem brutalen, aber realistisch wirkenden Thriller.
Das Hörbuch wird gelesen von Martin Keßler, der die düstere Atmosphäre und die ruppige Art des Ermittlers hervorragend vermittelt.











