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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von DorisArt :

Must have poetry book!!

O

utstanding artwork of modern poetry - a must have book!!
These poems are touching my heart + soul! You dive into a world of deepest feelings of love + heartache, happiness, sadness, transience, desire + nostalgia, where you want to hide and stay! Thank you dear eagle-soul-man! https://t.co/CyBlKiI5fA

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Rezensionen von csac:

Ein zauberhaftes Bilderbuch über die Reise zu sicheren, geborgenen Orten

Rosie auf dem Baum von Isabel Pin

Wie oft haben wir uns als Kinder wohl gewünscht, an einem Ort einfach für immer bleiben zu können. Nicht weg zu müssen, nichts tun zu müssen, nichts zu sollen, einfach nur dort zu bleiben, den Augenblick zu leben, in die Luft zu starren und Träume zu zählen.

Genau das macht das kleine Mädchen Rosie in dem Buch.

Sie klettert auf einen Baum und bleibt, einfach, „weil es hier schön ist“. Niemand kann sie zum Runterkommen bewegen. Weder Bitten, noch Befehle oder Schmeicheleien helfen. Rosie bleibt auf dem Baum. Von oben betrachtet sie die Welt, fühlt sich sicher und geborgen, hat manchmal Besuch, spielt manchmal mit den Kindern unter dem Baum, wird manchmal ignoriert und manchmal vergessen. Irgendwann steigt Rosie dann doch vom Baum, um sich in die Wiese zu legen. Und um dort zu bleiben…

Auf den ersten Blick nahm mich und meine Kinder das Buch aufgrund seiner zauberhaften Bilder gefangen. In farbenprächtiges Aquarell getaucht ist jedes Bild ein Genuss, vermittelt Freundlichkeit und Wärme. Damit unterstreicht es perfekt den Inhalt.
Auch Rosie findet einen Ort, an dem sie sich völlig sicher und geborgen fühlt. Entgegen aller Logik - sie braucht nichts zu essen und zu trinken, wie meine Kindern bemängelten - ist der Baum ein phantastischer Ort, an dem Rosie einfach sein darf, an dem alles möglich ist und ihr nichts passieren kann. Sie ist „geschützt“, darf von oben die Welt betrachten, sich ihr annähern und sich wieder entfernen und bleibt dabei doch immer geborgen.
Ich wünsche nicht nur allen Kindern, sondern auch den Erwachsenen, dass sie gerade in (Corona-)zeiten wie diesen, einen solchen inneren Phantasieort finden, an dem sie sich absolut sicher und geborgen fühlen und an den sie jederzeit zurückkehren können. Da es nicht für alle Menschen gleich einfach ist, sich einen solchen Ort vorzustellen, stellt dieses Buch eine wunderbare Anregung dar, sich über solche Orte auszutauschen und seiner eigenen Fantasie dabei freien Lauf zu lassen.
Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch, wie bereits vielfach besprochen, wie individuell und unterschiedlich solche Orte beschaffen sein können und dass es dabei kein richtig und kein falsch gibt. Jeder fühlt sich an einem anderen Ort wohl, Rosie auf dem Baum.

Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung. Das Buch ist meines Erachtens wunderbar geeignet, um mit großen und kleinen LeserInnen in den Austausch über Phantasieorte zu gehen, an denen alles möglich scheint und die insbesondere für Kinder von großer Wichtigkeit sind.

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Rezensionen von Miro76:

Vom Blechviertel an die Universität, oder wie Träume zerplatzen

Palast der Miserablen von Abbas Khider

Shams Hussein ist im Süden, den shiitischen Teil des Iraks aufgewachsen. Seine Erzählung beginnt während des Krieges zwischen Iran und Irak. Auf dem Land bekommen sie vom Krieg vorerst nicht viel mit. Doch das sollte sich ändern, als der Iran Kuwait überfällt.

Schams' Vater wird in diesem Krieg verwundet und will auf keinen Fall weiter als Soldat dienen.

Deshalb verlassen sie den Süden in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Bagdad. Doch Bagdad platzt aus allen Nähten und es gibt viele, die auf der Suche nach einer Bleibe und Arbeit sind. So bleibt ihnen nichts anderes übrig als im Blechviertel, quasi auf der Müllhalde, eine Hütte zu bauen und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten.

Sahms und seine Schwester dürfen allerdings in die Schule gehen. Sie sollten es einmal besser haben. Doch so einfach ist das nicht unter einem tyrannischen Herrscher, der nur sein eigenes Wohlergehen in Blick hat.

Immer wieder muss die Familie bei Null beginnen, doch sie verlieren nicht den Mut. Shams lernt und arbeitet fleißig, um seinen Anteil an der Versorgung beizutragen. Bis auch er einen Fahler macht.

Wir wissen von Anfang an, dass etwas schiefgeht auf diesem Lebensweg, denn Shams erzählt uns aus seinem schrecklichen Alltag im Gefängnis. Zwischen den Kapiteln erfahren wir immer wieder, wie es um seinen schwer geschundenen Körper steht. Was ihn ausmacht, ist längst aus ihm herausgeprügelt. Diese kurzen Episoden sind hart und lassen wenig Raum für Hoffnung, obwohl sein Lebensweg so vielversprechend schien.

Ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen. So vieles am Leben der einfachen Leute im Irak war mir nicht bewusst. Wieder einmal hat ein Buch meinen Horizont erweitert.

Stilistisch fand ich die Leistung des Autors auch großartig, denn die Erzählweise verändert sich mit dem fortschreitenden Alter von Shams. Erzählt er anfangs noch eher kindlich, wie es ein Zehnjähriger machen würde, werden seine Beobachtungen und Gedankengänge mit dem älter werden immer differenzierter.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die sich für die neuere Geschichte des Nahen Ostens interessieren.

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Rezensionen von Meli:

Komplexe, Traditionen und Liebe

Cherish Hope von Nalini Singh

Nayna stand schon immer im Schatten ihrer älteren Schwester Madhuri. Während Madhuri ganz nach ihren eigenen Vorstellungen lebt und die Familie eher in Verlegenheit bringt, fügt sich Nayna den Traditionen. Ihr halbes Leben lang war sie besonders brav und jetzt will sie potenzielle Heiratskandidaten treffen.

Dabei fühlt sie es schon wie eine Fessel, denn sie ist eine Frau, die Karriere macht und mehr als nur eine Hausfrau und Mutter sein möchte.

Doch so eine traditionelle Frau ist genau das, was Raj sich wünscht. Eine Frau, die sich liebevoll um ihn und seinen Nachwuchs kümmert. Zumindest, bis er Nayna trifft. Die schöne und leidenschaftliche Frau geht ihm nicht aus dem Kopf und bald schon wir sie zu seinem neuen Traum.

Die beiden bilden ein süßes Paar, deren Aufeinandertreffen und Neckereien man sehr genießt. Zwischen ihnen stehen jedoch Naynas Komplexe und ihr Traum von Freiheit und dass sie die Ehe als Hindernis sieht. Außerdem wollen beide auch nichts überstürzen. Raj ist während der ganzen Zeit ein perfekter Gentleman und lässt ihr so viel Freiraum wie er kann, auch wenn er sich viele Hoffnungen macht, dass sie ihn letztendlich heiraten möchte.

Ich mochte bei dem Buch das gemächliche Tempo und dass es so oft auf Drama verzichtet, wo man es schon hinter der nächsten Ecke erwartet. Darum war ich dann auch etwas enttäuscht vom letzten Drittel, in dem viel stereotypisches Drama nachgeholt wurde. Und dann ging zum Schluss auch alles so schnell und ohne viel Liebe zum Detail, die Szenen waren so kurz, dass man sie lieber ganz weggelassen hätte. Dass es zum Ende hin so gehetzt war fand ich so schade, dass es mir das ganze Buch etwas vermiest hat.

Fazit
In "Cherish Hope" mochte ich die süße Beziehung zwischen den Protagonisten und habe gern gelesen, wie sie ihre Probleme gemeinsam überwunden haben. Das Ende war aber zu gehetzt um die Geschichte schön abzuschließen.

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Rezensionen von Petra:

Am Klappentext vorbei

Wenn ein Gentleman in Liebe entbrennt von Stephanie Laurens

ich hatte nach dem Klappentext eine viktorianische Liebesgeschichte erwartet und wurde enttäuscht. Es war eine Detektivgeschichte und die Lovestory wurde sehr stiefmütterlich behandelt. Wenn ich einen Krimi lesen möchte kaufe ich einen Krimi, wenn ich einen Liebesroman möchte, nehme ich einen solchen.

Leider kann man Bücher nach dem Lesen nicht umtauschen.
Es ist ein Folgeband, über die beiden Detektive gibt es schon einen Roman. Das war an vielen Stellen zu merken, dadurch war der Krimi auch nur mäßig spannend, denn es gab viele Wiederholungen und die Autorin verlor sich in überflüssige Details.
Der Schreibstil war eher betulich und es fehlte an Esprit.

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Rezensionen von skiaddict7:

Eine inspirierende Frau

Hannah Arendt - Little People, BIG DREAMS (Deutsche Ausgabe) von María Isabel Sánchez Vegara

Ich habe schon mehrere Bücher der "Little People, Big Dreams" Serie gelesen und mir gefällt die Idee dahinter sehr. Das Buch macht einiges her: es handelt sich um ein hochwertiges Hardcover mit Leinenrücken und gutem Papier. Es ist ab 5-6 Jahren empfohlen. Das Leben von Hannah Arendt wird kindgerecht in einfachen Sätzen dargestellt.

Dazu überzeugt das Buch mit schönen, detaillreichen Illustrationen. Am Schluss findet man einen ausführlichen Lebenslauf, der wohl eher für Erwachsene gedacht ist, und das Buch schön ergänzt. Das Buch bietet die Option, mit Kindern über Nazionalsozialismus und Menschenrechte zu sprechen. Von dem her sehe ich es als ein Buch, aus dem man sehr viel machen kann, und welches Kinder inspirieren kann, für ihre Rechte und Träume einzustehen und zu kämpfen.

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Rezensionen von Claudia R:

spannendes, emotionales Wolfsabenteuer

Moonlight wolves, Das Geheimnis der Schattenwölfe von Charly Art

Klappentext:

Tamani macht sich auf den beschwerlichen Weg zum sagenumwobenen Wächtergebirge. Dort finden sich jedes Jahr die Jungwölfe aller Clans ein, um alles zu lernen, was ein vollwertiges Rudelmitglied wissen muss. Doch kaum dort angekommen, stellen die unerfahrenen Wölfe fest, dass das Wächtergebirge in großer Gefahr schwebt! Die geheimnisvollen Schattenwölfe wollen die Macht über die weisen Wächter an sich reißen.

Tamani und seine Freunde müssen weit über sich hinaus wachsen, um die Welt, wie sie sie kennen, zu retten.

Cover:

Das Cover zeigt das Gesicht eines Jungwolfes , der einen direkt anschaut. Als Leser führt man sich direkt angesprochen und gepackt. Mir gefällt dieses Cover, ein richtiger Eyecatcher und wunderschön gestaltet. Auch die vielen kleinen Details im Hintergrund sind sehr gut gelungen.

Meinung:

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sowie sehr lebendig und spannend. Das Buch lässt sich sehr gut und locker lesen.

Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und die Gliederung finde ich sehr gut gelungen. Auch die kleinen Illustrationen zu Kapitelanfang finde ich sehr schön und passend, so dass sie das Buch und die Geschichte unterstützen. Diese kleinen Details finde ich sehr schön gemacht. Auch die Übersicht über die Clans und die Namen derer Mitglieder gleich zu beginn des Buches finde ich eine sehr gute Idee, da diese Übersicht sehr hilfreich ist für die Zuordnung. Da es stellenweise sehr viele Namen sind und man sich so besser zurecht findet, wer wohin gehört.

Die Geschichte handelt von dem Welpen Tamani, der mit den anderen Welpen seines Clans zum Wächtergebirge aufbricht um dort seine Ausbildung zu beginnen. Alle Rudel haben ein unterschiedliches Aussehen und unterschiedliche Lebensräume und doch die gleichen Regeln und Werte, die eben auf dem Wächtergebirge vermittelt werden sollen. Tamani und die anderen erleben dabei sehr viele Abenteuer und Gefahren, denn es kommt anders als gedacht, aber ich möchte an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten.

Die Geschichte ist sehr spannend und interessant aufgebaut. es wird sehr bildlich und detailliert beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Man kommt sehr gut in die Geschichte und Geschehnisse hinein. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man fiebert richtig mit ihnen mit. Besonders gut haben mir Tamani und Shira gefallen, aber auch die anderen Wolfe wurden sehr gut beschrieben und sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Mischung aus Spannung und Gefühl macht dieses Buch so einzigartig, da sich die Emotionen, Action, Spannung und Gefühl abwechseln und in Einklang miteinander sind. So bekommt man Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und Vertrauen vermittelt und erlebt dabei spannende Abenteuer, Nervenkitzel und Verrat. Ein richtiges Wechselbad der Gefühle, welches unterschiedliche Emotionen auslöst. Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen, da sie spannend und emotional zugleich war, mich die Charaktere überzeugen konnten und die einzelnen offenen Fragen nach und nach geklärt werden konnten, man aber zugleich gespannt ist und bleibt, wie es wohl weiter gehen mag und hofft, dass bald weitere Bände folgen werden.

Fazit:

Ein tolles, spannendes, emotionales und actionreichen Wolfsabenteuer, dass durch die Gesamtmischung überzeugt.

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Rezensionen von yellowdog:

Roman mit starker Atmosphäre

Moonlight wolves, Das Geheimnis der Schattenwölfe von Charly Art

Bei diesem ungewöhnlichen und starken Buch wird mir mal wieder klar, dass ich die Bücher des Traumfänger-Verlags sehr mag, auch wegen der Buchgestaltung. Das Cover zeigt die Kälte und die Dramatik, die den Rahmen für die Handlung geben. Hinzu kommen eine ganze Reihe von großartigen Illustrationen, die im Buch verteilt sind.

Skräling ist ein Roman eines Inuitstämmigen Schriftstellerpaares, der von der Begegnung eines Inuit in der Arktis mit anderen Völkern beschreibt. Kannujag ist der Inuitjäger, der alleine unterwegs ist und dann einen Blick in die Welt eines anderen Volkes, den Tuniit und deren beständiges Leben werfen kann und auch von Wikingern. Die Wikinger bedrohen eine Siedlung der Tuniit.

Kannujags Reflektionen der Situation lösen auch beim Leser Überlegungen aus. Etwas irritierenden empfand ich die gelegentlichen Einschübe der Autoren mit Kommentaren, die den Leser direkt ansprechen. Das kannte ich bisher nur aus Kinder/Jugendliteratur. Gestört hat es mich aber letztlich nicht und letztlich funktioniert diese zusätzliche Erzählebene sogar.

Die Qualitäten des Buches liegen darin, eine fremde Welt zu zeigen und dabei viel Atmosphäre zu erzeugen.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Sommerfuglen

Glasflügel von Katrine Engberg

Der Morgen beginnt nicht schön für den Kopenhagener Schüler, der sich mit Zeitungsaustragen sein Taschengeld aufbessert. In einem Stadtbrunnen findet er einen Toten. Es bleibt nicht bei diesem Leichenfund. Jeppe Kørner wird auch an den Folgetagen damit konfrontiert. Alle Toten haben eines gemeinsam: sie waren in einer privaten Jugendpsychiatrie – dem Haus Sommerfuglen (Schmetterling) – tätig.

Das Heim wurde nach dem Suizid einer jungen Bewohnerin geschlossen, ihr Vater gab der Heimleitung die Schuld. Damit steht er ganz oben auf der Verdächtigenliste.

Aber es ist nicht so einfach, wie es scheint. Jeppe, der schmerzlich seine Kollegin Anette Werner vermisst, stochert im Nebel, Verdächtige haben ein Alibi, ehemalige Bewohner sind zum Teil in anderen Kliniken oder im Ausland.

Eines wird dem Leser aber schnell klar, die Missstände in Sommerfuglen gingen tief und sie stehen sicher auch den Morden in Verbindung. Außerdem zeigt die Autorin in ihrem spannenden Krimi auch die Systemfehler in einem Gesundheitssystem auf, in dem Patienten sich der Wirtschaftlichkeit unterordnen müssen. Die Überforderung der Schwestern und Pfleger ist greifbar.

So beginnt nämlich auch das Buch. Im vorangestellten Prolog werden wir Zeugen, wie eine an ihre Grenzen gekommene, labile Schwester einen hochbetagten und schwierigen Patienten per Injektion „erlöst“. Damit begleitet mich natürlich den ganzen Krimi über die Frage, ob hier schon ein Fingerzeig auf den Täter gegeben wurde.

Anette Werner fühlt sich in der Elternzeit unglaublich müde, es gibt keine ruhigen Nächte mehr, aber auch gelangweilt. Ihr fehlt die Arbeit, vielleicht auch die intellektuelle Herausforderung. Was in manchen Krimis der Part der Privatermittler ist, die der Polizei ins Handwerk pfuschen, das übernimmt nun Anette. Allerdings mit guten Ergebnissen, die Jeppe immer mal wieder auf die Sprünge helfen. Denn wer als Ersatz einen netten Kollegen bekam, der intern der „Hosenträger-Onkel“ genannt wird, kann auch jede Hilfe gebrauchen.

In einem kleinen Nebenstrang darf man sich auch auf die Schriftstellerin Esther freuen, die man schon aus den vorhergegangen Büchern kennt. Auch hier schafft es die Autorin, mich lange im Unklaren zu lassen, ob Esters Erlebnis eine Verbindung zu Sommerfuglen zeigt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Spannung kontinuierlich hoch und wird immer wieder mal durch leisen Humor oder eine witzige Bemerkung gebrochen. Deutlich zu spüren ist auch das Anliegen, das die Autorin transportieren möchten: die Zustände in einem immer stärker belasteten Gesundheitssystem, das für Personal und Patienten gleichermaßen grenzwertig ist.

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Rezensionen von LEXI:

Was sagt dein Herz?

Celia - Sehnsucht im Herzen von Renate Ziegler

Was sagt dein Herz?

„Die hübsche Tochter des Schuhmachers liebte den Statthalter Titus Pectore, und er liebte sie. Aber dennoch waren sie nicht füreinander bestimmt.“

Das Christenmädchen Celia wuchs in einem behüteten Elternhaus auf, über ihre Kindheit in Rom und ihre leiblichen Eltern weiß sie jedoch nichts.

Schon im zarten Alter von vier Jahren kam sie in die Obhut von Servius Contente und seiner Ehefrau Daphne, die sie über alles lieben. Als die Provinz Larisa im Jahre 109 einen neuen Statthalter bekommt, ändern sich die Zeiten für das Volk. Denn Titus Pectore hält nichts von dem Regime des Schreckens und der Gewalt seines Vorgängers, er setzt vielmehr auf Gerechtigkeit und Güte. Als geschickte und zuverlässige Näherin erhält Celia eine Anstellung im Hause des Statthalters. Dieser hat aber nicht allein die Nähkünste der attraktiven jungen Frau ins Auge gefasst. Doch eine Beziehung zwischen einer Christin aus einer Handwerkerfamilie und einem Mann aus reichem und angesehenem Elternhaus scheint völlig ausgeschlossen…

Renate Ziegler schildert in ihrem zweiten Band der Reihe „Liebe in Rom“ das Alltagsleben der römischen Oberklasse, die Geschicke ihrer Sklaven und jene der Christen. Die Christen im römischen Reich arbeiten, zahlen ihre Steuern und leben friedlich ihr Leben, gelten aber dennoch als Gefahr. Sie sind den Römern ein Dorn im Auge, werden oftmals mit aller Härte verfolgt und allein aufgrund ihres Glaubens verhaftet, was im Grunde einen völligen Widerspruch zu der römischen Politik, der Gepflogenheiten und Traditionen der Römer darstellt. Im ersten Teil dieses Buches liegt das Augenmerk auf der Herkunftsfamilie der Protagonistin – ihr Zuhause in Rom, die Ehe ihrer Eltern, die Willkür des Kaisers Titus Flavius Domitianus und die Konflikte mit ihren Geschwistern werden dem Leser nahegebracht. Nach einem Zeitsprung von vierzehn Jahren schildert die Autorin anschließend im zweiten Buchteil das Leben ihrer Hauptfigur Celia im Jahre 109.

Die handelnden Personen waren sehr gut ausgearbeitet, sowohl die Protagonistin, als auch die Nebenfiguren vermochten es, mich vollends zu überzeugen. Das größte Augenmerk wird auf Titus Pectore und Celia gelegt, besonders hervorheben möchte ich sowohl die tiefsinnigen Gespräche zwischen den beiden, als auch die Unterhaltungen des Statthalters mit seinem besten Freund und Weggefährten Silvus Hilarius. Celia wird als freundliche und hilfsbereite junge Frau beschrieben, die mit ihrem sonnigen und fröhlichen Gemüt die Menschen für sich einnimmt. Ihr starker, unerschütterlicher Glaube beeindruckt letztendlich sogar den Statthalter, der im Grunde bereits Zweifel an der Göttervielfalt Roms hegt und dem Christengott nicht ablehnend gegenübersteht. Titus Pectore wird als freundlicher und großzügiger Mann dargestellt, der keine Ungerechtigkeit duldet. Sein gütiger Umgang mit seinen Sklaven und Untergebenen ließ mir den männlichen Protagonisten rasch ans Herz wachsen. Celias Einfluss und ein bestimmtes Ereignis sorgen dafür, Titus‘ Lebenseinstellung, seine Pläne und Vorstellungen zu hinterfragen. „Du bist ein Werkzeug meines Gottes. Mein Gott ist ein eifersüchtiger Gott, er duldet keine anderen Götter neben sich.“ - „War es Gebetserhörung, oder Zufall? Hat der Gott der Christen gehandelt, oder das Schicksal?“

In Darius, dem Verwalter des Statthalterhaushalts und in Celias Pflegeeltern Servius und Daphne stellte die Autorin ihren Hauptfiguren drei ganz große Sympathieträger zur Seite. Die herrische und ungerechte Haushälterin Rabea sorgt mit ihrer Eifersucht und ihrem Hass für Unfrieden. Als besonders liebenswert entpuppte sich der stattliche Zenturio Silvus Hilarius, der als treuer und verständnisvoller Freund kein Blatt vor den Mund nimmt und Titus in schonungsloser Offenheit gnadenlos einen Spiegel vorhält. Priscillas Freundin Berenike und ihr Ehemann Marcus Dequinius, der Älteste der christlichen Gemeinde namens Manassos, seine Ehefrau Sofia, aber auch der abscheuliche Gaius Dexter aus dem Vorgängerband erhielten ebenfalls Nebenrollen in diesem Buch. Abgesehen vom christlichen Glauben, der einen hohen Stellenwert innehat, konzentriert Renate Ziegler sich vor allem auf die Themen Vergebung und Vertrauen.

Fazit: „Celia. Sehnsucht im Herzen“ war ein wunderschönes und bereicherndes Leseerlebnis. Die Autorin entführt ihre Leser ins alte Rom und lässt sie tief in die Geschicke ihrer Protagonisten eintauchen. Ich bin begeistert von der Buchreihe „Liebe im alten Rom“, dem einnehmenden Schreibstil der Autorin, den hervorragend ausgearbeiteten Charakteren und den interessanten historischen Fakten. Ich möchte potenziellen Lesern jedoch vorab die Lektüre des ersten Bandes „Berenike. Liebe schenkt Freiheit“ ans Herz legen.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen - fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung dafür!

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