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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Toller Auftakt einer neuen Krimi-Reihe

Shalom Berlin von Michael Wallner

„Shalom Berlin“ ist ein ungewöhnlicher Krimi. Er beschäftigt sich mit dem wieder aufflackernden Antisemitismus. Nicht, dass der jemals weg war, aber derzeit scheint es wieder en vogue zu sein, sich in antisemitischen Äußerungen zu üben.

Alain Liebermann ist Beamter beim Staatsschutz und Mitglied einer weit verzweigten jüdischen Familie.

Der Krimi beginnt mit der Schändung eines Grabes auf dem jüdischen Friedhof worüber Hannah Golden, eine engagierte Journalistin berichtet. Dieser Artikel setzte eine antisemitische Spirale der Gewalt in Gang, in die auch Alain und seine Familie verwickelt werden.

Doch bald kommen dem Ermittler erste Zweifel. Handelt es sich wirklich um echten Antisemitismus oder ist das nur vorgeschoben, um von anderen Machenschaften abzulenken?
Alain Liebermann ist beinahe jedes Mittel Recht, um diesen komplexen Fall zu lösen. So balanciert er immer wieder am Rande der Legalität und erhält nicht immer die Unterstützung seiner Vorgesetzten

Meine Meinung:

Michael Wallner ist ein vielschichtiger Krimi gelungen, der durch einen ungewöhnlich anspruchsvollen und interessante Schreibstil besticht.

Die Verflechtung Politiker in diverse Malversationen ist zwar nichts Neues, doch der Autor hat dies sehr geschickt in den Krimi verpackt. Hier ist wenig so, wie es scheint. Gut gelungen ist dem Autor darzustellen, wie weit verbreitet Antisemitismus noch immer (oder schon wieder?) ist. Die alte Nachbarin, die dem Metzger die Flucht ermöglicht, der ein Zimmer mit Nazi-Devotionalien ausgestattet hat, ist ein erschreckendes Beispiel. Bei so alten Menschen kann dieses Gedankengut vielleicht noch eher toleriert werden, sind sie doch mit der Gehirnwäsche der Nazi-Propaganda aufgewachsen, aber den Jungen? Was treibt diese Menschen an? Neid auf Leute, die aus ihrem Leben etwas machen?

Interessant zu lesen ist, wie Alains 90-jährige Großmutter als U-Boot die Shoa und den Krieg in Berlin überlebt hat. Ihre Weisheit und ihre Gabe zuzuhören bringt Alain einen neuen Ermittlungsansatz. Der Einblick in jüdisches Leben hat mir auch gut gefallen.

Alain Liebermann ist ein ziemlich straighter Charakter, der auch manchmal zu ungewöhnlichen Mitteln greift, wenn er glaubt, so zu einem Erfolg zu kommen. Allerdings ist er dabei manchmal unvorsichtig, wie dieser Krimi zeigt. Er ist ein guter Teamleiter und scheut sich nicht, Drecksarbeit selbst zu machen.

Die Auflösung dieses komplexen Krimis ist schlüssig. Ich freue mich auf einen weiteren Fall für Alain Liebermann.

Fazit:

Ein toller Auftakt für eine ungewöhnliche Krimi-Reihe. Gerne gebe ich hier 5 STerne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich leider nicht vollends überzeugt

Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn

Carsten Sebastian Henn ist in der Krimiszene als Schöpfer des „kulinarischen Krimis“ bekannt. Die Kriminalfälle sind sind zwischen Weingütern und Kochtöpfen angesiedelt. Der vorliegende Fall beschäftigt sich mit dem neuen Modegetränk Gin:

Benoît Lerchenfelds Leben hat schon bessere Zeiten gesehen.

Seine Freundin Annika hat ihn verlassen und seine, auf Oldtimer spezialisierte Reparatuwerkstatt steht kurz vor der Pleite. Grund genug, eine Flasche Gin, die ihm sein Vater hinterlassen hat zu köpfen. Der Gin schmeckt außergewöhnlich und als das noch ein bekannter Barkeeper bestätigt, ist für Benoît, den alle nur Bene nennen, klar, dass dieses Getränk der Grundstein zu neuem Wohlstand sein muss. Also begibt er sich auf die Spuren des Vaters, die ihn nach Plymouth, in das Bead & Breakfast von Cathy Callaghan führen. Doch dort ist er nicht der einzige, der auf der Suche nach dem Rezept dieses phänomenalen Getränks ist.

Cathy Callaghan ist ebenfalls auf der Suche nach der Rezeptur des Gins. Wie es der Zufall, bzw. der Autor will, ist Benes Vaters bei seinen Aufenthalten in Plymouth immer dort abgestiegen und hat sich mit Cathys Vater angefreundet. Der Einstieg in Cathys Geschichte ist blutig: Sie findet in ihrem Garten die Leiche eines stadtbekannten Obdachlosen - erstochen. Die Ermittlungen leitet ausgerechnet jener Beamte, mit dem Cathys Familie seit Jahren im Clinch liegt. Will man Cathy etwas anhängen? Wenn ja, wer und vor allem warum?


Meine Meinung:

Der Krimi hat mich ein wenig zwiegspalten zurück gelassen. Zuerst dauert es (fast) ewig, bis Bene endlich in Plymouth eingetroffen ist. Das Geplänkel mit Annika hätte ruhig gestrafft werden können.
Dann unterbrechen die Auszüge aus Archie‘s Tagebuch den Lesefluss mehrmals abrupt. Diese Infos, die durchaus interessant sind, hätten ein wenig subtiler den Leser nähergebracht werden können.

Gut gefallen mir die zum Gin passenden Sprüche bekannter Persönlichkeiten wie Mark Twain oder Dean Martin (obwohl ich beide eher der Whisky-Fraktion zugeordnet hätte).

Erst recht spät nimmt die Krimi-Handlung Fahrt auf. Dazu gibt es jede Menge eigenmächtige Schnüffeleien von Cathy und Bene, den rachsüchtigen Polizisten und allerlei zwielichtige Gestalten. Nicht zu vergessen Cathys Bruder Matt, ein schwerer Alkoholiker, der von Flasche zu Flasche lebt und ihr Onkel, der wieder zum Bürgermeister gewählt werden will und sehr auf seine weiße Weste bedacht ist. Schließlich taucht auch noch Benes Mutter auf, wozu eigentlich? Die familiären Verwicklungen sind undurchsichtig und zugleich ziemlich durchsichtig. Hier hat, so scheint es, jeder Dreck am Stecken, die Väter Callaghan und Lerchenfeld inklusive.

Hier kann man nur Arthur Schopenhauer zitieren: „Wer sich in Familie begibt, kommt darin um“.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen. Genau richtig für einen Urlaubskrimi. Allerdings wirken einige Szenen einfach zu konstruiert. An manchen Stellen wäre weniger, mehr gewesen.
Witzig finde ich, dass die Hunde königliche Namen tragen. Die skurrilen Pensionsgäste sind doch ein wenig zu schräg.

Das informative Glossar und die verschiedenen Rezepte im Anhang haben mich dann doch ein wenig versöhnt.

Fazit:

Ein netter Urlaubskrimi, der sich mit Gin beschäftigt. Also passend zum derzeitigen Hype um das neue, alte Lebenselixier. Mehr als 3 Sterne kann ich leider nicht vergeben.

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Rezensionen von BarbaraM:

Anders als erwartet.

Milchmann von Anna Burns

„Milchmann“ - von Anna Burns verfasst - ist 2020 im Tropen Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 452 Seiten.

Der mächtige und erschreckend ältere Milchmann trifft wohl keinesfalls zufällig auf ein 18-jähriges Mädchen. In weiteren Begegnungen gibt er ihr zu verstehen, dass er sämtliche Informationen über sie hat, dass er einfach alles über sie weiß und sie sehr gut kennt.

Die Gesellschaft wird aufmerksam und unterstellt dem Mädchen eine Affäre mit dem so viel älteren Milchmann.

Das Buch „Milchmann“ ist sicherlich keine leichte Kost und das nicht nur den Inhalt betreffend, sondern auch die Konzentration, die der Leser beim Lesen aufbringen muss. Anna Burns hat einen sehr speziellen Schreibstil, der hohe Anforderungen an die Leser stellt. Sie verfasst lange, komplexe Sätze, hält Distanz zum Leser durch die Nicht-Namensgebung. Dies wirkt kühl und weit weg – soll aber sicherlich so sein. Zudem schweift Anna Burns gerne in den Gedanken der Protagonisten ab und schafft in meinen Augen ein richtiges Gedankenkarussell, so dass es mir tatsächlich beim Lesen dann irgendwann zu viel wurde, mich sogar nervte, ich enttäuscht davon war und zeitweise das Buch weit weg von mir legen musste.
Gleichzeitig hat mich das Buch aber auch sehr beschäftigt und ich fand es doch auch faszinierend, wie viel eigene Interpretation ich in dieses Buch legte. Es steht so vieles zwischen den Zeilen, so viel Unausgesprochenes, so viel an Tiefe, so viel Grübelei. Vielleicht muss man dieses Buch nochmals lesen und es auch wirklich verstehen wollen… Seltsam, komisch…

Fazit: Ich habe mir sicherlich vom wunderschönen, warm wirkenden Cover und dem Klappentext etwas anderes erhofft und wurde für mich persönlich enttäuscht. Losgelassen hat mich dieses Buch aber nicht…
Ich vergebe nach dem ersten Lesen drei von fünf Sternen.

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Rezensionen von begine:

Das russische 20. Jahrhundert

Rote Kreuze von Sasha Filipenko


Der Weißrussische Schriftsteller Sasha Filipenko konnte mich mit seinem Roman „Rote Kreuze“ begeistern. In seiner Vita steht das er Fußballfan ist, so lässt er seinen Protagonisten Schiedsrichter werden.

Es fängt mit dem Schicksal Alexander an, er wird zu einem alleinerziehenden Vater.
Als er in seine neue Wohnung zieht, lernt er seine 90jährige Nachbarin Tatjana Alexejewna kennen, die ihm ihre Geschichte aufzwingt.

Sie leidet an Demenz und malt rote Kreuze an die Türen um immer zurückzufinden.
Alex gewöhnt sich an sie und sie erfährt er warum sie im Lager war.
Es ist erschütternd zu erfahren, das die Familie bestraft und auseinander gerissen wird, nur weil der Mann in Kriegsgefangenschaft gerät. Obwohl mir das bekannt war, ist es zu lesen, ziemlich traurig.
Tatjana hat ja eigentlich noch Glück, das sie für den Kommandanten die Korrespondenz machen muss. Aber sie erfährt nicht wo ihre Tochter und ihr Mann sind.

Der Autor hat einen fesselnden Stil, der mich in seinen Bann ziehen konnte. Die eingefügten Gedichte und Lieder sind stimmig und passen gut dazu.
Da noch mehr Bücher von ihm übersetzt werden sollen, freue ich mich auf sie.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Verworrene Story

Ich erfinde dir Paris von Liam Callanan

Der Klappentext macht Lust auf die Geschichte, der Prolog bestätigt dies, denn der Schreibstil darin ist schön.

Doch schon beim ersten Kapitel ändert sich das abrupt und die Story flacht von Seite zu Seite ab.

Eine Frau stiehlt ein Buch, lernt Mann kennen, will heiraten - er nicht, tut es dann doch.

Die zwei haben Kinder, er verschwindet immer wieder, hinterlässt Nachrichten. Bis er eines Tages nicht mehr kommt und keine Nachricht hinterlässt. Frau und Kinder suchen Mann in Paris.

That's it. Nach etwa 140 Seiten wurde mir diese seltsame Geschichte viel zu langweilig. Es war schwierig, die verdrehten Ansichten in sich oft wiederholenden Sätzen und den Suchen nach Robert zu verfolgen. Alles dreht sich im Kreis, die Story ist passiv, seltsam komisch - eine absolut verworrene Story.

Den Mittelteil hab ich ausgelassen und anscheinend gar nichts verpasst, die letzten 60 Seiten waren immer noch langweilig und das Ende ebenso. Sogar Paris erschien mir langweilig. Nichts gegen Fiction, aber dann muss sie doch einigermassen interessant sein.

Fazit: Eine verworrene Story, die so gar keinen Sinn hat und macht.
1 Punkt.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Ausbaufähig

Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge von Lucia de la Vega

"Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge" ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Serie, die auf Mallorca angesiedelt ist. Dass es ein Auftakt ist, merkt man deutlich, denn in der ersten Hälfte steht vor allem das Kennenlernen der Charaktere im Vordergrund.

Neben Comisaria Silvia Fiol, die gerade eine Wohnung sucht, und ihrem Kollegen Ramon, der aber nur eine Nebenrolle inne hat, geht es um Marie und Andreas Linder.

Das Paar zog kürzlich nach Mallorca, um hier einen Neuanfang zu wagen. Andreas ist Chirurg und fliegt zwei Mal monatlich nach Deutschland um Wochenenddienste zu übernehmen. Marie ist Kommissarin, hat ihren Job nach einer Vergewaltigung aber aufgegeben.

Sie gerät ins Visier eines Serienmörders, der bereits eine Frau ermordet und eine zweite gefangen hält. Doch davon wissen weder Marie und Andreas noch die Kommissare der mallorquinischen Polizei. Als Marie plötzlich verschwindet, läuft die Suche nach ihr und dem Täter auf Hochtouren.

Der Fall ist schlüssig gelöst, doch nimmt er hier nicht sehr viel Platz ein. Daher ist dieser erste Band auch noch nicht sehr aussagekräftig. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil. Erst der wird für mich entscheidend sein, ob ich die Serie weiter lesen werde oder nicht. Zumindest werde ich den zweiten Band lesen, von daher: ganz okay, aber ausbaufähig.

Fazit: Ein Krimi-Auftakt, in dem es mehr um das Kennenlernen der Figuren und noch nicht allzu viel um die Ermittlungen geht.
4 Punkte.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Überraschend gut!

Night of Crowns, Band 1 - Spiel um dein Schicksal von Stella Tack

Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burrington ein unbezwingbarer Fluch – und das bis heute, obwohl aus den Anwesen längst Internate geworden sind. Von alledem ahnt Alice nichts, als sie für eine Summer-School nach Chesterfield kommt. Die Zeichen auf den Handgelenken ihrer Mitschüler fallen ihr nicht auf, dafür fesselt der charmante, wenn auch undurchschaubare Vincent umso mehr ihre Aufmerksamkeit.

Sein Lächeln lässt sie alles um sich herum vergessen – bis Alice eines Morgens eine ihrer Mitschülerinnen versteinert im Wald entdeckt und auch auf ihrem eigenen Handgelenk das Symbol einer Schachfigur auftaucht.

Von Stella Tack kannte ich bisher nur „Kiss me once“ aber noch kein Buch aus dem Fantasy-Genre. Bei „Night of Crowns“ habe ich mich daher einfach mal überraschen lassen.
Der Autorin ist hier ein wirklich spannendes Buch gelungen, welches mich schnell in seinen Bann gezogen hat.
Alice ist eine sympathische Hauptfigur, auch wenn sie manchmal ein bisschen naiv ist aber auch das macht sie aus. Leider bleiben ihre Freunde außerhalb der Internate sehr blass, da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Dafür konnte ich mir die anderen Mitschüler in den Internaten gut vorstellen. Begleitet wird sie von dem Kater Curse. Er ist mein Highlight unter den Figuren. Er ist frech und witzig und füllt seine wichtige Rolle in der Geschichte gut aus. Das waren mitunter meine Lieblingsunterhaltungen.
Das ganze Spielthema hat Stella Tack sehr gut durchdacht und entworfen. Klar, man könnte bemängeln, dass nur Grundpfeiler wie z.B. die Figuren aus dem Schach übernommen wurden und das Spielfeld ein Wald und kein Brett ist aber ich finde gut erklärt, warum es an Schach angelehnt ist und so wie es umgesetzt wurde, fand ich es umso faszinierender. Das Sahnehäubchen ist die Kraft, mit der jede Figur ausgestattet ist. Welche das sind, werde ich nicht verraten.
Ich habe Alice gerne dabei begleitet, wie sie versucht das Spiel zu verstehen, zu erkennen wer Freund und wer Feind ist und was es mit dem Fluch auf sich hat.
Ich finde das Buch einfach klasse! Eine Qual ist es, dass wir jetzt noch neun Monate auf Band zwei warten müssen!

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Rezensionen von KimVi:

Faszinierender Auftakt

Die Warthenberg-Saga - Libellenjahre von Izabelle Jardin

Constanze von Warthenberg ist 19 Jahre alt, als sie bei einer Segelregatta im Jahr 1930 den gutaussehenden Clemens Rosanowski aus Warschau kennenlernt. Aus dem Kennenlernen wird schließlich die große Liebe. Constanzes Eltern sind nicht gerade angetan von dem jungen Mann, doch mit der Unterstützung ihrer Großmutter Charlotte, ringt Constanze den Eltern die Einwilligung in die Ehe ab.

Das junge Ehepaar lässt sich in Danzig nieder und erlebt leichte und harmonische Jahre. Doch als in der alten Hansestadt die neuen Machthaber das Ruder in die Hand nehmen, ziehen erste dunkle Wolken im Leben von Constanze und Clemens auf, die darin gipfeln, dass Clemens, ausgerechnet gegen sein Heimatland Polen, in den Krieg ziehen muss. Die innigst ersehnten Feldpostbriefe werden im Verlauf der Jahre seltener und schließlich erreicht Charlotte eine Nachricht, die sie dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen und Richtung Westen zu fliehen.....

"Libellenjahre" ist der erste Band der Saga um die ostpreußische Familie von Warthenberg. Im Zentrum der Ereignisse steht Constanze, die jüngste Tochter der Warthenbergs. Man beobachtet, wie sie die große Liebe findet und welchen Einfluss das dramatische Weltgeschehen darauf nimmt.

Der Einstieg in diesen Roman beginnt bereits erschütternd und aufwühlend, denn man beobachtet Constanzes eilige Flucht, die sie in den Westen führen soll. Danach wird man in Rückblicken durch Constanzes bisheriges Leben geführt und erfährt, wie sich die große Liebe zwischen ihr und Clemens entwickelt hat und welche Höhen und Tiefen sie dabei durchlebt haben. Dabei gelingt es der Autorin hervorragend, die Gefühle intensiv zu vermitteln, ohne dabei zu dick aufzutragen.

Der Schreibstil ist eindringlich. Protagonisten und Handlungsorte wirken äußerst authentisch. Dadurch hat man keine Schwierigkeiten, ganz in der Erzählung zu versinken und sie gespannt zu verfolgen. Der damalige Zeitgeist schwebt lebendig zwischen den Zeilen und wird durch die angepasste Ausdrucksweise untermauert. Dadurch fiebert man mit den Charakteren mit und verfolgt interessiert, welche Wendungen das Schicksal für sie vorgesehen hat und welche Entscheidungen sie treffen. Man gerät deshalb früh in den Sog der Ereignisse und mag das Buch kaum aus der Hand legen. Die politischen Hintergründe sind gut recherchiert und fließen glaubwürdig ins Geschehen ein. Sie nehmen nicht zu viel Raum ein, sorgen aber dennoch für eine authentische Hintergrundkulisse, die das Leben von Constanze und Clemens beeinflusst.

Ein intensiv und äußerst glaubwürdig erzählter Auftakt, der durch eine unerwartete Wendung am Ende dafür sorgt, dass man am liebsten sofort weiterlesen würde.

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Rezensionen von Claudia R:

fesselnd, emotional, humorvoll

Anna Konda - Engel des Zorns von Christine Ziegler

Klappentext:

Herzflattern zwischen Himmel und Hölle – romantisch, spannend und mitreißend
Die 17-jährige Anna führt ein behütetes Leben hinter Klostermauern, einziges Highlight ist das tägliche Kampfkunst-Training mit Meister Li. Als plötzlich wie aus dem Nichts Leo auftaucht – dunkel, geheimnisvoll, attraktiv –, geraten nicht nur ihre Gefühle durcheinander.

Auch über dem Kloster ballen sich dunkle Mächte zusammen, die es auf Anna abgesehen haben. Hat Leo etwas mit den Angriffen auf sie zu tun? Erst als Anna die unglaubliche Wahrheit über ihre Abstammung erfährt, wird ihr klar, dass Meister Li sie schon ihr ganzes Leben lang auf diesen Kampf vorbereitet hat ...

Cover:

Das Cover ist ein ganz besondrer Hingucker. Es verbindet das Dunkel mit dem Licht. So ist das Cover in der Mitte gespalten und man sieht einerseits ein Frauengesicht in hellen zarten Farben getaucht und in dem Gesicht spiegelt sich Wasser wieder und der Hintergrund ist in blass hellblau gehalten. Während die andere Hälfte sehr dunkel, düster und mystisch angehaucht ist und von einem Engelsflügel geprägt wird. Der Hintergrund ist in schwarz gehalten. Ein richtiger Eyecatcher, dieses Cover. Mir gefällt es sehr.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, so dass es sich sehr gut und locker lesen lässt.

Die Gliederung ist hier eher geringer vorhanden. Es gibt einige Zeitangaben, die einem Kapitel gleich kommen. Diese sind jedoch ziemlich lang. Eigentlich mag ich lange Kapitel gar nicht und bin für eine strukturierte Gliederung, aber in diesem Buch, hat mich das eigentlich gar nicht so sehr gestört, da es mich sehr gefesselt und gefangen genommen hat, weswegen ich über die fehlenden bzw. sehr langen Kapitel hinweg gesehen habe.

Anna ist fast 17 Jahre alt und wächst sehr behütet mit ihrer Mutter und einigen Nonnen im Kloster auf. Als eines Tages ein mystischer Mann auftaucht und zudem seltsame Dinge im Kloster geschehen, wird Anna nicht nur mit den guten, sondern auch den bösen Kreaturen Gottes konfrontiert. Ein spannendes Abenteuer beginnt, doch zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und neben Anna, werden auch Leo, Meister Li, Elias, Clara und Luzifer sehr gut beschrieben. Die Nebencharaktere sind ebenso liebevoll und gut ausgearbeitet, so dass sie nicht untergehen, sondern die Hauptcharktere stärken und in toller Interaktion zu diesen stehen, ohne zu verblassen. Anna ist sehr sympathisch und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Die Perspektiv-Erzählung in der Ich-Perspektive aus Annas Sicht ermöglicht es, dass man ihre Gefühle und Gedanken sehr gut nachempfinden kann. So kommt man sehr gut in die Geschichte nd Geschehnisse hinein.

Die Handlungen sind sehr spannend und fesselnd erzählt, z.T. auch ein wenig mystisch und die gewisse Prise Humor hat auch nicht gefehlt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da mich die Handlungen und Charaktere regelrecht gefangen genommen haben und die Stimmung eine ganz besondere war. Die Abwechslung zwischen Spannung, Emotionen und einer gewissen Fünkchen Humor, haben mir sehr gut gefallen und die Geschichte sehr rund gemacht. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich empfehle es sehr gern weiter.

Dies war der Auftakt einer Trilogie und ich bin schon sehr auf die weiteren bände gespannt, jedoch muss man wohl auf diese noch eine Weile warten, was ich sehr schade finde, da man Ende am liebsten gleich weiter gelesen hätte.

Fazit:

Eine spannende und fesselnde Geschichte, mit Emotionen und Humor, sowie wundervollen Charakteren, die einen begeistern können.

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Rezensionen von Petra:

die Bronté Schwestern

Die verschwundene Braut von Bella Ellis

die Bücher der Bronté Schwestern sind sehr bekannt, es gibt auch Biographien über sie. Aber es ist nicht alles aus ihrem Leben bekannt und da erzählt dieser Roman eine mögliche Episode.
Im gleichen Stil geschrieben wie "Jane Eyre" oder "Sturmhöhe" klingt selbst ein einfacher Spaziergang oder ein Einkauf wie ein großes Abenteuer.

Die Gewitter sind heftiger und der Regen nasser. Es passt sehr gut zu dem Mordfall in dem die drei Frauen ermitteln. Gleichzeitig wird auch Kritik an den Lebensumständen der Frauen im 19. Jahrhundert geübt. Die Schwestern waren zu ihrer Zeit ungewöhnlich, genau das greift der Roman auf.
Das macht ihn spannend und lesenswert.

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