Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LEXI:
Eine neue Hoffnung, ein neues Leben
Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung von Bomann Corina
Eine neue Hoffnung, ein neues Leben
„Ich liebe meinen Beruf. Ich kann mir kaum etwas Besseres vorstellen, als Schönheit in die Welt zu bringen.“ (Sophia Krohn)
Sophia Krohn studiert im fünften Semester Chemie an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin und träumt seit frühester Kindheit davon, eines Tages selbst Kosmetik herzustellen.
Das Leben meint es gut mit der hoffnungsvollen jungen Erbin des Krohn-Drogerie-Imperiums, doch dann wird der strebsamen Studentin die verbotene Liebe zu ihrem Dozenten zum Verhängnis. Als ein Arzt ihre Schwangerschaft feststellt, lässt sie nicht nur ihr Liebhaber, sondern auch der gnadenlose und unnachgiebige Vater fallen. Sophia muss ihr Elternhaus auf der Stelle verlassen, steht völlig mittellos auf der Straße und findet bei ihrer Freundin Henny Wegstein Unterschlupf. Über Umwege gelangt sie nach New York, wo sie dank ihrer hervorragenden Ausbildung eine Anstellung bei der erfolgreichen Geschäftsfrau Helena Rubinstein findet. Die reiche Kunstfreundin hat großen Einfluss in New York und ermöglicht es Sophia, bei ihr zu lernen…
Corina Bomanns Neuerscheinung weckte durch das ansprechende Cover und den Klappentext mein Interesse, die Geschichte der erfolgreichen jüdischen Polin Helena Rubinstein und ihr sogenannter „Puderkrieg“ mit ihrer schärfsten Konkurrentin Elizabeth Arden werden dem Leser in diesem Roman nahegebracht. Die Autorin besitzt einen einnehmenden Schreibstil, die handelnden Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Sophia Krohn wird die größte Aufmerksamkeit zuteil, die Autorin vermittelt anschaulich deren Kindheit und Leben in Berlin, die Konflikte mit ihren Eltern und ihre schier ausweglose Situation. Sophia begeht einen einzigen schlimmen Fehler, und ihr gesamtes Leben liegt in Scherben. Ohne Auffangnetz und ohne jegliche familiäre Unterstützung wagt sie beherzt den Schritt in eine neue, selbstbestimmte Zukunft, doch es gibt viele Hindernisse zu bewältigen. Ihr zur Seite steht die freiheitsliebende Henny Wegstein, die Sophie seit Kindheitstagen als allerbeste Freundin bezeichnet. Helena Rubinstein würde ich ebenfalls als Protagonistin dieses Romans bezeichnen, auf ihr Leben und ihre Karriere wird detailliert eingegangen. Man liest von Helenas Anfängen in Melbourne und ihren beruflichen Erfolgen, erfährt aber auch einiges über ihr Privatleben. Helena Rubinstein überträgt Sophie Krohn schließlich große Verantwortung und führt sie in die High Society New Yorks ein, in einer schwachen Stunde offenbart sie ihrer Angestellten sogar ihre tiefsten Emotionen hinter der Maske einer taffen Karrierefrau. Die grimmige Pensionswirtin Madame Roussel, deren Untermieterin Madame Genevieve Fouquet, ein attraktiver Verpackungsdesigner namens Darren O’Connor, Sophias Freundin Henny Wegstein sowie ihre Arbeitskollegin Ray Bellows bereichern als interessante Nebenfiguren die Handlung.
Corina Bomann erzählt die Geschichte ihrer Protagonisten in gemächlichem Tempo, lässt hierbei jedoch tiefe Emotionen einfließen. Ich vermochte mich sehr gut in Sophias Situation hineinversetzen, die nach jedem neuerlichen Schicksalsschlag tapfer aufsteht und weiterkämpft. Die unerwartete Wendung am Ende des Buches bringt noch auf den allerletzten Seiten einen großen Spannungsfaktor ein, der die Neugier auf den zweiten Band dieser Buchreihe schürt.
Fazit: Mit „Sophias Hoffnung“ präsentiert Corina Bomann einen überzeugenden Auftakt der Trilogie „Die Farben der Schönheit“. Der Roman hat mir sehr gut gefallen, mich ausgezeichnet unterhalten und weckt bereits jetzt die Vorfreude auf die Fortsetzung dieser Geschichte. Ich bin schon gespannt auf die Ereignisse der beiden Nachfolger „Sophias Träume“ und „Sophias Triumph“, die noch im heurigen Jahr erscheinen werden.
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.
Rezensionen von yellowdog:
Ein Strauß von Geschichten
LiES. Das Buch von Hauke Hückstädt
LiES. Das Buch hat den Anspruch, Literatur zugänglich zu machen.
Es sind viele niveauvolle Autoren mit Stories dabei, die dafür bekannt sind, anspruchsvolle Literatur zu schaffen, die ich sehr schätze.
Die Autoren lösen die Aufgabe mit vielen kurzen Sätzen und dem Vermeiden komplizierter Wörter.
Ich finden den Ansatz gut, muss aber einschränken, das mir nicht alle Geschichten gefallen. Bei einigen habe ich mich gelangweilt. Über ein paar bin ich mir nicht ganz klar, da ist vielleicht ein zweites Lesen erforderlich. Und es gibt auch andere, die einfach nur einfallsreich und originell sind.
Das gilt zum Beispiel auch für Splitter von Maruan Poschen mit kurzen Passagen, die fast wie Aphorismen wirken. Es fehlt da auch nicht eine Spur Lakonie.
Ganz großartig ist die Kofferradio-Geschichte von Olga Grjasnowa. Die Story von Alissa Walser ist beklemmend.
Mein absoluter Favorit ist die Geschichte von Arno Geiger.
Rezensionen von Streiflicht:
Historisch interessant und spannend
Kriegsgold von Jörg Rönnau
Schon nach der Lektüre des kurzen Beschreibungstextes wollte ich dieses Buch sehr gerne lesen. Ich liebe es spannend und mag besonders Krimis oder Thriller, die nicht nur auf einer Zeitebene spielen. Ich finde es umso interessanter, wenn Ereignisse aus der Vergangenheit im gegenwärtigen Geschehen eine Rolle spielen.
Und wenn das Buch in den einzelnen Kapiteln oder Abschnitten zwischen den Ebenen hin- und herspringt und so auch immer wieder für kleine Cliffhanger sorgt.
Und genau all das bietet das Buch „Kriegsgold“ und noch viel mehr. Der Autor Jörg Rönnau hat einen interessanten, unterhaltsamen und gut lesbaren Schreibstil. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, vor allem auch in den Szenen mit den Holsteiner Originalen, wie beispielsweise dem Vater des Ermittlers. Dass diese Nebenfiguren dann auch Dialekt sprechen, passt sehr gut. Ich fand das toll und es gibt dem Ganzen noch mehr Lokalkolorit. Genau wie die Beschreibung der Örtlichkeiten, die zwar detailreich, aber nicht langatmig ist.
Der Fall selbst hat mir ebenfalls gut gefallen, weil er bis zum Ende spannend bleibt und so vielschichtig ist. Der Bezug zur Vergangenheit wird schon ganz am Anfang hergestellt. Gerade die Endzeit des Krieges ist spannend, weil damals so viel passierte, was oft in Vergessenheit geraten ist oder bewusst verschleiert und verschwiegen wurde.
Ein rundum gelungener Krimi, der neben Spannung, Geschichte und guter Unterhaltung auch Humor, Lokalkolorit und ein bisschen Liebe bietet. Was will man mehr? Einfach gut!
Rezensionen von Streiflicht:
Spannende deutsche Geschichte
Völkerschau von Gregor Müller
Von der deutschen Geschichte weiß ich zwar einiges, aber immer wieder denke ich, dass es noch viel zu wenig ist. Ich mag allerdings keine drögen Geschichtsbücher und bin daher immer froh, wenn ich Romane lesen kann, die in der Vergangenheit spielen. Ich liebe Krimis und Thriller, umso mehr, wenn ich dabei auch noch was erfahren oder lernen kann.
Autor Gregor Müller hat nicht nur einen spannenden, unterhaltsamen und gut lesbaren Schreibstil, es gelingt ihm auch, authentisch über die deutsche Vergangenheit zu schreiben. Sein Kriminalcommissar Joseph Kreiser wirkt wie aus dem Leben gegriffen und man mag ihn sofort. Gemeinsam mit Staatsanwalt Gustav Möbius ermittelt er im Mordfall an einem reichen Industriellen. Nach und nach zeigt sich, dass auch die Reichen einiges zu verbergen haben, dass Frauen zu der Zeit kaum Rechte haben und dass ein Schwarzer sich in Leipzig gut verstecken kann...
Besonderer Clou dieses Kriminalromans ist es, dass die Ermittlungen nicht direkt beschrieben werden, sondern von Kreiser erzählt werden. Er wohnt bei der ehemaligen Lehrerin Hannah, die aufgrund einer Augenerkrankung blind wurde und nun nicht mehr arbeiten kann. Um ihre Pension aufzubessern, hat sie ein Zimmer an Kreiser vermietet, der früher ihr Schüler war. Allabendlich berichtet er ihr von seinen Ermittlungen und berät mit ihr Fragestellungen und Probleme. So kommt die weite Welt in ihr Wohnzimmer und lenkt sie von ihrer erzwungenen Untätigkeit ab. Gleichzeitig hilft sie mit ihrem wachen Geist und hat so manch guten Einfall.
Gut gefallen hat mir auch, wie die damaligen Lebensumstände, Gedanken und Welten der verschiedenen Menschen dargestellt werden. Es wirkt immer authentisch und ganz nah am Geschehen. Gregor Müller hat hier nicht nur gut recherchiert, sondern auch bestens geschrieben. Als Leser ist man mit dabei im Jahr 1898 und wird zugleich spannend unterhalten! Dafür gibt es für diesen besonderen Roman eine klare Leseempfehlung von mir!
Rezensionen von Streiflicht:
Übersichtlich gestaltet, leckeres Essen
Völkerschau von Gregor Müller
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil ich einerseits Koch- und Backbücher sammle und andererseits auch gerne gesund koche und immer wieder gerne etwas Neues ausprobiere. Über gesunde Rezepte, die schmecken, und den Körper nicht belasten, vielleicht sogar dabei helfen, das eigene Gewicht zu reduzieren, freue ich mich immer besonders.
Das Basis Kochbuch ist übersichtlich und ansprechend gestaltet, schon das Blättern im Buch auf der Suche nach Inspiration macht Spaß. Man sieht auf einen Blick, wie das Gericht aussehen wird, was man braucht und wie es geht. Die Vorbereitungen dauern meist gar nicht lange und auch die Zutaten sind gut erhältlich – auch das ist ja wichtig, denn wer mag schon stundenlang durch die Läden rennen? Die Zubereitung ist einfach und klar beschrieben, sodass auch Kochanfänger keine Probleme haben sollten. Hier helfen auch die Anleitungen, die Schritt für Schritt mit Text und Bild erklären, was gemacht werden soll.
Gut gefallen haben mir auch die angegebenen Varianten, die das Essen noch gesünder werden lassen bzw. für weniger Kalorien oder Zucker sorgen. Manchmal ist es ja ganz einfach, ein bisschen zu reduzieren.
Die Pizza war sehr lecker und der Sheperd`s Pie mit Linsen auch, gneua wie die Butternutkürbis-Suppe und das Hühnerfrikassee. Mein bisheriger Favorit ist der geschichtete Schoko-Grießbrei! Ich freue mich aufs weitere Testen und kann das Buch nur wärmstens empfehlen.
Rezensionen von Streiflicht:
Interesanter Blickwinkel
Entlaufene Hamster von Dennis Staats
In letzter Zeit habe ich einige Bücher gelesen, in denen jemand sein bisheriges Leben in Frage stellt und dann auf den Kopf stellt. Oft aus Sicht von Frauen, daher war ich umso neugieriger auf den entlaufenen Hamster. Gut gefällt mir die Schreibweise, die wie kleine Erzählungen das Leben des Autors beschreibt.
Dadurch wirkt es, als würde einem ein Freund von seinem Leben erzählen. Kleine Episoden, die nachhaltig wirken und das Leben verändern.
Beim Autor sind es eine Erkrankung und die Geburt seines zweiten Kindes, die ihn ins Grübeln bringen. Möchte er wirklich immer weiter durchs Leben hetzen, seine Kinder kaum sehen und nie mehr als ein paar wenige Stunden schlafen? Länger schon zweifelt er, nun bietet die Elternzeit eine mögliche Auszeit...
Gut gefallen hat mir die Erzählweise, so ehrlich und humorvoll, so aus dem Leben gegriffen. Besonders als es darum ging, die Elternzeit in seinem bisherigen Unternehmen zu beantragen – das war schon krass. Leider habe ich auch aus meinem Umfeld ähnliches gehört. Schade, dass das heute immer noch so ist. Und umso besser, dass es Menschen gibt, die diese Spiralen durchbrechen und es anders machen. Und darüber schreiben und so noch mehr Menschen dazu inspirieren, aus dem Hamsterrad auszubrechen und die Welt neu zu entdecken.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Verkauft von Constanze Dennig
„Verkauft“ ist der nunmehr 4. Krimi aus der Feder von Constanze Dennig. Die Autorin ist im Brotberuf Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und weiß, worüber sie schreibt.
Alma Liebekind, ebenfalls Fachärztin für Psychiatrie und nebenbei Gutachterin für das Gericht, macht während eines Krankenhausaufenthaltes eine eigentümliche Beobachtung, die ihr niemand so wirklich glaubt.
Als wenig später in einem Flüchtlingsheim eine hochschwanger Frau
getötet, das Kind aber unverletzt zur Welt kommt, klingeln bei Alma alle Alarmglocken. Die Vermutung der Allgemeinheit, es hier mit einem Ehrenmord zu tun zu haben, glaubt Alma keine zehn Minuten. Wieso war ein Gynäkologie vor Ort? Zufall oder doch Berechnung? In ihrer gewohnt rustikalen Art, begibt sie sich in die Gerichtsmedizin, um die Leiche in Augenschein zu nehmen. Und siehe da, die tödlichen Messerstiche wurden so gesetzt, dass das Baby unbeschadet geboren werden konnte.
Alma hat wieder einmal die richtige Nase, zumal alle möglichen Indizien auf Unregelmäßigkeiten in dem Flüchtlingsheim zusammenlaufen. Gemeinsam mit ihrer recht nervenden Mutter begibt sie sich mit Niqab und schwarzen Kontaktlinsen verkleidet in die Höhle des Löwen. Dort müssen sie feststellen, dass Almas sechster Sinn recht hatte...
Meine Meinung:
Constanze Dennig nimmt sich diesmal mehrerer interessanter Themen an: zum einem, mit den Flüchtlingen (aus welchen Gründen sie auch immer nach Europa kommen) ist ein lohnendes Geschäft zu machen. Zweitens können diese Frauen den männlichen Strukturen nicht entrinnen. Selbst wenn sie ohne Mann oder Bruder unterwegs sind, maßt sich selbst ein kleiner Sohn an, über seine weibliche Verwandtschaft zu befinden und zu richten. Weiters spricht sie das Thema Leihmutterschaft an, wofür auch Flüchtlingsfrauen missbraucht werden. Das große Geld kassieren die europäischen Hintermänner, die dann gönnerhaft ein bisschen Geld für Flüchtlingsheime spenden.
Diesmal ist Martha Liebekind-Spanneck, Almas Mutter nicht ganz so dominant und nervend wie die drei Fälle vorher.
Alma hat nach wie vor Stress mit ihrem Liebhaber Michelangelo, der sich immer noch wie ein kleines trotziges Kind verhält. Den sollte sie bitte unbedingt auf Ebay verkaufen - so in der Art „Leicht gebrauchter Loverboy günstig abzugeben. Kein Rückgaberecht!“
Einen kleinen Auftritt erhält auch Kajetan von Spanneck, Almas Vater, der nach jahrelanger Absenz bei seiner Ex-Frau Martha auftaucht. Die Leser können annehmen, dass nicht die plötzlich wieder erflammte Liebe zu Martha in antreibt, sondern eher ein Mangel an pekuniärer Sicherheit.
Wie schon in den anderen Fällen sind einzelne Passagen ein wenig überzeichnet, doch das passt gut zu Alma und ihrem Charakter. Gut gefällt mir das Geplänkel zwischen ALma und ihrer Mutter, wenn sie sich lateinische Zitate an den Kopf werfen. Medizinische Fachausdrücke bzw. Wörter des Wiener Dialekts werden durch Fußnoten gleich erklärt.
Das Ende am Moldaustausee hätte jetzt nicht unbedingt in der Art gebraucht. Aber es ist vermutlich als Aufhänger nötig, sonst wäre der Schmäh (=Witz) mit dem „Chippen“ nicht gut anzubringen gewesen.
Noch ein Wort zum Cover: Es spiegelt die Tristesse eines langen Krankenhausflurs im Keller wieder.
Fazit:
Eine gut gelungene Fortsetzung dieser Reihe rund um eine Wiener Psychiaterin. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Marie aus E.:
Verlockend - eine Tauschbörse für nervige Geschwister
Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht! von Jo Simmons
Jede*r mit Geschwistern wird die Idee genial finden, eine Internet-Tauschbörse für supernervige Geschwister.
Auch Jonny ist begeistert, denn sein großer Bruder Ted ist f ü r c h t e r l i c h.
Man kann sogar einen Fragebogen mit eigenen Interesse ausfüllen, damit auch wirklich der perfekte Tauschbruder gefunden wird.
Anfangs ist Jonny begeistert, doch nachdem er Bekanntschaft mit doch sehr merkwürdigen Tauschbrüdern gemacht hat (u. a. ein Meerjunge, ein Bruder, der sich wie ein Erdmännchen verhält und sogar ein echter Geist) kommen ihm langsam Zweifel...
Ja nun, was soll ich sagen, ich fand das Buch wie die Tauschbrüder: sehr merkwürdig. Mein Fall war es so gar nicht. Aber nachdem ich nicht Zielgruppe bin, ist das nebensächlich, denn das Kind war hin & weg.
"Das Buch ist super, es ist so richtig schön abgefahren, das mag ich. Und lustig und ungewöhnlich und unerwartet."
Na gut (-:
Rezensionen von Jassi Etter:
olles Buch, tolle Geschichte und sehr interessant Charaktere
Leichte Böden von David Fuchs
Die Handlung ist schnell erzählt: Daniel ist ein Lehrer, der nicht unbedingt einer sein will und hat ungewollt ein Jahr frei. Er besucht seine Tante, deren dementen Mann und den ehemaligen Nachbarn und jetzt Mitbewohner der beiden, der ebenfalls Unterstützung im Alltag braucht. Eine Jugendfreundin von Daniel gibt es in der Konstellation auch noch.
Er fühlt sich sehr schnell verantwortlich und macht sich daran, das Leben der Alten umzukrempeln und aus seiner Sicht zu verbessern...mit verheerenden Folgen.
Soviel zur Handlung, aber was sich dazwischen abspielt, ist viel mehr.
Das Buch lässt sich in einem Ruck durchlesen, wobei es empfehlenswert ist, hin und wieder innezuhalten und die ganzen Gefühle zwischen den Zeilen bewusst wahrzunehmen. David Fuchs hat eine sehr gute Beobachtungsgabe und schafft es, kurz und knapp in Worten zu beschreiben, was sich zwischenmenschlich abspielt.
Rezensionen von KimVi:
Kurzweilige Unterhaltung, die einem das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zaubert
Aufgetaut von David Safier
Der liebenswerte Visionär Felix Sommer hat bereits zwei Start-ups, mit denen er die Welt verbessern wollte, in Grund und Boden gemanagt. Nun hält er sich als Vortragsredner, zum Thema "Scheitern führt zum Erfolg", auf einem Kreuzfahrtschiff knapp über Wasser. Obwohl Felix sich im Innersten eingesteht, dass die Vorträge eigentlich in "Scheitern führt zum überzogenen Dispo" umbenannt werden müssten.
Felix hat seinen Traum, die Welt fundamental mit seinen Ideen zu verändern, noch nicht aufgegeben. Auf der Kreuzfahrt kommt ihm der Gedanke, dass er die Menschen glücklich machen möchte. Eine App, die sie dazu anleitet, ist Felix neueste Idee, die er unbedingt entwickeln möchte. Als dann ein Eisblock gefunden wird, in dem die Steinzeitfrau Urga und ein Baby-Mammut namens Trö, dreiunddreißigtausend Jahre eingefroren waren, ergreift Felix die Chance, Urga bei der Suche, ihr ganz persönliches Glück, in dieser für sie höchst seltsamen Welt, zu finden, zu unterstützen. Eine kuriose Irrfahrt beginnt, denn das Geheimnis des Glücks lässt sich nicht nur für Urga schwer entschlüsseln...
Der Einstieg in David Safiers neuen Roman verläuft gewohnt humorvoll. Durch seinen spritzigen, aber zuweilen auch durchaus tiefsinnigen Schreibstil, fliegt man förmlich durch die Erzählung und kann sich dabei alles mühelos vorstellen. Die Charaktere sind facettenreich und geraten in skurrile Situationen, die man schmunzelnd beobachtet. Besonders Maya, die kleine Tochter von Felix, sorgt mit ihren Diskussionen und ihren ganz speziellen Druckmitteln, die zugegebenermaßen den Erwachsenen gegenüber nicht immer ganz fair sind, für einige Lacher. Doch auch die anderen Akteure wachsen einem nach und nach ans Herz oder wecken spontane Abneigungen. Es ist einfach herrlich, sich auf den ganz speziellen Humor und die besonderen Begebenheiten, zu denen es bei der Suche nach dem Glück kommt, einzulassen und die Geschichte mit einem Augenzwinkern zu genießen.
Kurzweilige Unterhaltung, die einem das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zaubert und ganz nebenbei zum Nachdenken anregt!










