Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yesterday:
Ein klassischer Schwedenkrimi rund um ein heiß diskutiertes Thema
Eisige Dornen von Jonas Moström
Die Einheit für operative Fallanalyse des schwedischen Kriminalamts ist zum vierten Mal aktiv: Nathalie, Johan, Ingemar, Angelica, Tim und Maria jagen in besten Skandinavien-Krimi-Manier einen Serienmörder. Die Opfer scheinen nichts gemeinsam zu haben. Abgesehen von ihrem Mörder und seiner verstörenden Inszenierung.
Zahlreiche illustre Figuren, Verbrecher und Unschuldige, säumen den Weg der zur Lösung führt. Der Leser bekommt Rückblicke aus den Augen des Täters vorgesetzt, die aber so kryptisch sind, dass er selbst keinen extrem großen Ratevorteil hat.
Ermittler Johan Axberg und Psychiaterin Nathalie Svensson (zwischen denen irgendwie nie und dann doch was läuft?) werden auch wieder persönlich in die Sache hineingezogen, wenn auch nicht so extrem wie schon früher in dieser Serie.
“Eisige Dornen” ist Band 4, nach “So tödlich nah”, “Dominotod” und “Mitternachtsmädchen”. Die Titel der Bände die ich nun kenne, haben gemein, dass sie immer direkt mit den Opfern oder deren Erscheinung beziehungsweise der Tat oder den Taten an sich zu tun haben. Dennoch spoilern sie in keinster Weise.
Kurze Kapitel laden dazu ein, “nur noch schnell eines” zu lesen, daher ist man mit diesem Krimi recht flott durch, obwohl er mit 516 Seiten der bisher dickste Band ist. Ein unterhaltsamer, spannender Plot, der keine Fragen offenlässt.
Rezensionen von yellowdog:
wild und obskur, ein Roman wie ein Gulasch
Das eiserne Herz des Charlie Berg von Stuertz Sebastian
Das eiserne Herz des Charlie Berg ist ein umfangreiches Buch, mit dem vermutlich nur Leser glücklich werden, die wilde und obskure Geschichten mögen. Eigentlich war ich anfangs positiv auf den Roman eingestimmt, die Leseprobe hatte mir gefallen. Auch der Erzählton, der aus Charlies Perspektive entsteht.
Mir kommt es manchmal nur zu wirr vor, mit vielen Abschweifungen und viel zu lang. Als wäre das Buch vergessen worden zu kürzen. Mir kommt es teilweise so vor, als wollte sich der Autor in seinem Text austoben.
Hinzu kommt, dass mich einige Szenen abstoßen und auch total übertrieben wirken. Zum Glück sind das relativ wenige.
Andererseits erkenne ich natürlich auch Qualitäten. Originalität und Wortwitz gehören dazu, und auch durchaus interessante Passagen, zum Beispiel die Schilderungen eines Literaturpreiswettbewerbs an dem Charlie teilnimmt. Das hat dann auch noch ein Nachspiel.
Doch das nützt wenig, wenn man als Leser das ständige Gefühl hat, der Autor hätte seinen Text nicht im Griff.
Rezensionen von nuean:
Sehr spannend, überraschend und mit fiesem Cliffhanger
Das eiserne Herz des Charlie Berg von Stuertz Sebastian
Cursed Kiss ist Band 1 von Alana Falks Reihe „Gods of Ivy Hall“ und hat mich schon anhand des Covers begeistert. Ich liebe die Farbe und die goldenen Details. Ein Buch das ich sofort haben muss.
Erin studiert am Ivy Hall College, aber eine normale Studentin ist sie nicht. Sie hat einen Pakt mit Hades geschlossen und muss nun für ihn als Rachegöttin Seelen bei ihm abliefern.
Als sie auf einer Party auf Arden trifft, gerät ihr Leben außer Kontrolle, sie will mit ihm zusammen sein und sucht einen Ausweg aus ihrem bisherigen Leben.
Es wird sowohl aus Erin´s als auch Ardens Perspektive erzählt, was ich besonders mag. Man kann so einfach besser in die Gefühlswelt der Protagonisten eintauchen und sowohl Erin als auch Arden waren mir sofort sympathisch. Die Handlung baut sich langsam auf, man lernt Erin kennen, ihre jetzige Situation und auch Stück für Stück ihre Vergangenheit. Arden ist eher geheimnisvoll, er ist zwar voller Gefühl und verhält sich wunderbar gegenüber Erin, aber trotzdem hat man das Gefühl nicht alles über ihn zu wissen. Ich fand es zuckersüß wie die beiden sich immer näher kommen, immer mehr vertrauen und sich auf einander einlassen.
So gegen Ende des Buches war es mir kurz etwas zu viel, mit dem hin und her zwischen den beiden und Erin´s ewigen Zwiespalt, aber dann nimmt es zum Ende so viel Fahrt auf, es passieren Dinge, die mich überrascht haben und geschockt zurückgelassen haben. Ich brauche Band 2 – jetzt!
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, ist locker leicht und die Seiten fliegen nur so dahin.
Fazit: Ein spannender 1 Band, der mich begeistert hat!
Rezensionen von Marie aus E.:
Sehr seltsames Buch
Das Rätsel von Ainsley Castle von Holly-Jane Rahlens
Lizzy und ihr Vater sind ein Herz und eine Seele, nach dem frühen Tod von Lizzys Mutter ein eingespieltes Team. Doch jetzt hat ihr Vater eine neue Frau an seiner Seite, sie sind zu ihr in ein Hotel an der schottischen Küste gezogen. Lizzy kann ihre Bald-Stiefmutter nicht ausstehen. Und bald geschehen seltsame Dinge.
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Ich habe mich auf ein spannendes Kinderbuch gefreut, doch das Buch fand ich sehr eigenartig und für die Zehnjährige auch altersmäßig unpassend. Mystery als Genre für ein Kinderbuch der Altersgruppe in der Ausprägung habe ich bislang noch nicht so oft gelesen. Richtig spannend war es für mich auch nicht, auch wenn ich natürlich neugierig war, wie nun alles zusammenhängt. Es war eher angsteinflößend. Leider fand ich nicht nur die Story an sich befremdlich, sondern auch die Auflösung unbefriedigend, was sage ich, völlig unbefriedigend, außerdem hat mir die Aufklärung eines wesentlichen Punktes völlig gefehlt, zumal er so oft thematisiert wurde.
Einzig die Kindercharaktere fand ich toll beschrieben, diese haben mir alle drei wirklich gut gefallen.
Ich würde die Altersempfehlung eher auf 12 Jahre setzten, kann aber insgesamt keine wirkliche Leseempfehlung aussprechen.
Rezensionen von marsu:
Claire und Rafael
Die Magier von Paris von Wolff Christina
Bei diesem Buch hat mich zuallererst das wunderschöne Cover und dann noch der Titel neugierig gemacht. Im Buch gibt es zwar nicht so viele Zeichnungen, aber ein paar ganzseitige sind dabei und die machen für mich die Geschichte noch ein Stück lebendiger. Claire und Rafael mochte ich gerne und die Geschichte wird ein einem zauberhaften Schreibstil geschrieben.
Es fängt schon mit dem Prolog und seinen lebendigen Papiertieren so an, dass die Neugier geweckt wird. Es beginnt alles mit Claires Ankunft in Paris. Sie hatte von ihrem Vater einen Brief erhalten, in dem sie aufgefordert wurde, nach Paris zu kommen. Aber weshalb? Das wusste sie vorher nicht. Christina Wolff hat einen sehr anschaulichen Schreibstil und es geht oft um Farben, so dass das ganze Buch sehr lebendig wirkt - denn bei "maigrün" hat man doch direkt eine schöne, frühlinghafte Farbe im Sinn, oder? Begleitet Claire und Rafael auf ihrer Mission, lernt "Verstorbene in der Wand" kennen und helft ihnen, gegen den dritten Magier anzukommen.
Rezensionen von marsu:
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Priest of Bones von Peter McLean
Tomas Piety kehrt nach dem Krieg mit seinen Leuten zurück nach Ellinburg. Doch dort wurden seine Geschäfte, seine Kneipen und Bordelle und vor allem sein Schutzsystem inzwischen von Fremden übernommen. Gemeinsam mit Bloody Anne, seinem jüngeren Bruder - dem er nicht viel zutraut, aber immerhin ist er sein Bruder - und anderen übernimmt er sein Viertel wird.
Das stößt erwartungsgemäß nicht nur auf Gegenliebe. Eine düstere Atmosphäre, oft eine derbe Sprache, aber durchaus passend. Der Fantasyanteil ist nicht so hoch, lediglich Little Billy spielt hier eine Rolle, aber die ist nicht so groß, wie ich gedacht hätte. Zwischendurch passiert nicht so viel, es gibt viele Beschreibungen und Besprechungen, allerdings fand ich diese sehr anschaulich. Ich bin schon gespannt, wie es weitergehen mag.
Rezensionen von marsu:
Buchschatz
Dankbarkeiten von Delphine Vigan
Delphine de Vigan ist es mal wieder gelungen, mein Leben zu überdenken. Auch ihr neuestes Buch hat mich tief berührt, trotz der wenigen Seiten ist es ein wahrer Schatz. Michka leidet an zunehmender Aphasie und kommt nicht mehr alleine zurecht. Somit siedelt sie um in eine Altenheim. Doch da merkt sie, dass ihr ihr Leben immer mehr entgleitet.
Erzählt wird das Buch abwechselnd aus den Perspektiven von Marie, die Michka viel zu verdanken hat und zwar nicht ihre leibliche Tochter ist, aber dem sehr nahe kommt. Und dann aus der Perspektive des Logopäden Jérôme. Michka hat früher als Korrektorin gearbeitet, sie war eine wahre Sprachkünstlerin und nun sucht sie verzweifelt nach Worten. Hut ab auch für die Übersetzung dieses Buches, denn es war sicherlich nicht immer einfach, gelungene deutsche Äquivalente zu finden. Ein Buch, das mich dazu gebracht hat, mich in Zukunft häufiger zu bedanken - bevor es zu spät ist.
Rezensionen von marsu:
Raffael Sanzio
Raffael - Das Lächeln der Madonna von Martin Noah
Ein Roman über 600 Seiten und doch wird es nie langweilig. Dieses Buch ist viel mehr als ein Roman über den Maler Raffael Sanzio, denn Noah Martin entführt seine Leser in die Welt der Renaissance, hinein ins Zentrum der Macht, nach Rom, wo bei seiner Ankunft noch der Borgia-Papst Alexander VI nun ja, herrscht.
Cesare Borgia verbreitet mit seinem Heer überall Schrecken und Zerstörung. Später wird Raffael unter dem nächsten Papst den Auftrag erhalten seine berühmten Stanzen zu malen, die man noch heute bewundern kann. Hier liest man von der Konkurrenz zu Michelangelo, aber auch von seiner Freundschaft zu Leonardo da Vinci. Durch die Perspektive von Raffaels Freund Daniele erfahren wir mehr über die Intrigen im Vatikan. Auch über Raffaels große Liebe lesen wird, jedoch ist dies kein kitschiger Liebesroman, es geht immer mehr um die Kunst und das Zeitgeschehen. Ein wahrhaft opulenter Roman, bei dem ich an so manch einer Stelle recherchiert habe, wie die beschriebenen Werke aussehen.
Rezensionen von marsu:
Grandios
Das Reich der Grasländer 1.Bd.1 von Tad Williams
Tad Williams hat mal wieder bewiesen, dass er ein wahrer Meister ist und ich muss zugeben, dass ich wirklich gebraucht habe, bis ich wieder in der Welt von angekommen bin, aber bei so vielen Details und solch einem liebevollen Weltenaufbau, braucht es einfach seine Zeit, damit das innere Kopfkino auch wirklich stimmig ist.
Einfach unglaublich, was Tad Williams hier geleistet hat, bei diesem Teilband und ich bin froh, dass wir dieses Mal nicht ganz so lange warten müssen, bis es weitergeht. Denn dann habe ich hoffentlich noch nicht so viele Einzelheiten vergessen. Ein epischer Schreibstil, eine unglaubliche Welt, tolle, differenzierte Charaktere - und sehr viele davon. Eine Geschichte, die hängen bleibt, in der man komplett versinkt. Allerdings empfehle ich dringend, bei dieser Reihe vorne anzufangen, denn sonst entgeht einem einfach viel zu viel.
Rezensionen von Pink Anemone:
Einer der stillen und atmosphärischen Romane mit Tiefgang.
Violet von Tracy Chevalier
">>Wissen Sie, es ist immer dasselbe Problem mit meinen Schreibkräften. Nach einer Weile gehen sie alle - entweder um zu heiraten oder weil sie sich um ihre Eltern kümmern müssen. Da frage ich mich, warum die Mädchen überhaupt erst arbeiten gehen wollen.<<
Nur weil sie ihre Anstellung nicht aufs Spiel setzen wollte, verkniff sich Violet die Antwort >>Weil ich keine Sklavin mehr sein möchte!<<"
(S.
271)
Man schreibt das Jahr 1932, der 1. Weltkrieg ist zwar schon zwölf Jahre vorbei, doch sind die Nachwirkungen immer noch spürbar. Vor allem, wenn man, wie Violet, eine Frau von 38 Jahren und unverheiratet ist, hat man es nicht leicht, denn nur als verheiratete Frau hat man ausgesorgt oder man lebt weiterhin bei seinen Eltern.
Violet hat ihren Verlobten im 1. Weltkrieg verloren und hat den Männern abgeschworen und auch bei ihrer nörgelnden und einnehmenden Mutter wollte sie nicht länger bleiben. Sie beschließt sich den verstaubten gesellschaftlichen Konventionen hinwegzusetzen, packt ihren Koffer, zieht von Southampton nach Winchester und arbeitet als Sekräterin einer Versicherungskanzlei.
Mit ihrem kleinen Gehalt kommt sie zwar nur schwer über die Runden, doch dafür ist sie frei. Die Einsamkeit ist das Einzige was ihr zu schaffen macht. Die beiden jungen Kolleginnen in der Kanzlei sehen sie als alte Jungfer an, alle anderen Frauen sind verheiratet oder zumindest auf der Jagd nach einem Ehemann und haben daher nur dieses eine Thema im Kopf. Violet pendelt also zwischen Arbeit und ihrem kleinen Zimmer hin und her, ohne Abwechslung und erfrischender Gespräche. Tagein, tagaus.
Bis sie eines Tages in der Kirche von Winchester in einen besonderen Gottesdienst stolpert und auf eine Gruppe von Frauen trifft, welche sich die Broderinnen nennen. Diese besticken farbenfrohe Kniekissen für die Kirche und sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Obwohl Violet keine Ahnung von Sticken hat, fühlt sie sich von dieser Gruppe angezogen und Violet wäre nicht Violet, wenn sie nicht hartnäckig versuchen würde von dieser Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Dies führt schließlich zu einer großen Wende in Violets Leben.
"Statt Formulare für Menschen zu tippen, die sie niemals kennenlernen würde, entstanden unter ihren Fingern bunte Muster. Sie begann vom Sticken zu träumen, von den winzigen quadratischen Löchern im Stramin, von gelben Farbfeldern, roten Reisstichen und gleichmäßigen Reihen mit rosafarbenen Gobelinstichen."
(S. 88)
Wer hier einen Liebesroman erwartet wird wohl enttäuscht sein. Am Rande wird zwar eine kleine Liebesgeschichte erzählt, jedoch nur leise und unaufdringlich.
Das Hauptaugenmerk liegt hier auf der Protagonistin. Man begleitet Violet auf ihrem Weg zu einer freien, selbstbewussten und unabhängigen Frau, welche auf ihre eigene Art gegen die damaligen Gesellschaftsnormen rebelliert - anfangs nur still, doch im Verlauf immer lauter.
Man taucht hier in die frühen 30er Jahre Englands ein, in denen die Nachwirkungen des 1. Weltkriegs noch spürbar sind - Frauenüberschuß, Männer, die sich wieder ihren Platz erkämpfen und mit den teils selbstbewussten Frauen, die der Krieg hervorbrachte, nicht umgehen können. Es werden Themen behandelt wie Verlust und Trauer, das Zusammentreffen von alten und neuen Sichtweisen, der Kampf der Frauen um Selbständigkeit und Freiheit und auch Homosexualität.
"Sie hatte schon von Frauenbeziehungen gehört und kannte die Kommentare über ungesunde Frauenfreundschaften, die man für eine Folge des Männermangels hielt, ein verzweifeltes Aufbegehren dagegen, als alte Jungfer zu gelten. Doch wenn sie Gilda und Dorothy sah, spürte sie nichts von alldem. Die beiden sahen einfach so aus, als gehörten sie zusammen."
(S. 210)
Dies alles eingebettet in eine Story, welche vor allem diejenigen begeistern wird, welche gerne handarbeiten und sticken, denn diese Stickgruppe von Frauen ist der rote Faden in dieser Geschichte, im wahrsten Sinne.
Ein kleines Schmankerl ist, dass diese Gruppe und deren Schirmherrin Louisa Pesel wirklich existierten und man diese Knie- und Sitzkissen immer noch in der Kathedrale von Winchester bewundern kann. Man sollte sich also auch unbedingt die Nachbemerkung, Quellen und Danksagung der Autorin zu Gemüte führen.
Der Schreibstil ist klar und flüssig und die Erzählweise ruhig und unaufgeregt.
Obwohl man das Gefühl hat der Roman würde einfach nur so dahinplätschern, wird man mit einem Sog in die Geschichte hineingezogen aus der man nicht mehr auftauchen möchte. Man ist von der Atmosphäre der 30er Jahre umgeben und begleitet Violet bei ihrer Entwicklung zu einer starken und unabhängigen Frau. Die Themen, welche behandelt werden, werden zwar ohne viel Drama erzählt, sie bleiben jedoch spürbar im Kopf und hallen lange nach. Manche Autorinnen/Autoren schaffen es eben auch ohne viel Pomp und Trara einen mitzureißen.
">>Man hat es nicht immer leicht als alleinstehende Frau<<, erklärte Violet nach kurzem Schweigen. >>Darüber scheint sich niemand Gedanken zu machen, obwohl es viele von uns gibt. Sie wissen schon, der 'Frauenüberschuß'. Eigentlich sollte es normal sein, dass eine Frau allein durch ein Feld geht oder ohne Mann in einem Pub einen Tee trinkt.<<"
(S. 143)
Das einzig trügerische ist der Klappentext, denn in diesem wird suggeriert, dass auch der 2. Weltkrieg eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt, doch dem ist nicht so. Dieser wird nur am Rande erwähnt und das war es auch schon, ergo kein großer Einfluss, weder auf die Geschichte noch auf die Protagonistin.
Fazit:
Es gibt hier kein Liebesgedöns und kein Drama, denn dies ist einer der stillen Romane. Doch gerade deshalb konnte mich diese Geschichte begeistern, denn still heißt nicht unbedingt leise.
Es ist ein locker-leichter und vor allem atmosphärischer Roman, der mich in die frühen 30er Jahre versetzte, der mich die Umgebung vergessen ließ und in dem ich noch ewig hätte lesen mögen. Ein Roman über eine starke Frau, die für ihre Unabhängigkeit und Freiheit kämpft und der wichtige Themen, wie Emanzipation und Homosexualität in den 30er Jahren, behandelt und welche nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Selten, dass bei mir ein historischer Roman es schafft zu einem Highlight zu werden, doch dieser tat dies und dieses Buch wird eines der wenigen sein, welches ich noch zwei oder drei Mal lesen werde.
© Pink Anemone (inkl. Book-Soundtrack, Leseprobe und zwei Rezepten zum Buch)










