Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von dorli:

Das Lächeln des Drachen

Das Lächeln des Drachen von Elisabeth Büchle

Lynmouth/Devonshire im Januar 1859. Nur wenige Wochen nach dem Tod ihres Vaters hat die mittellose Olivia Kramer ihrer Heimat Schlesien den Rücken gekehrt, um bei ihrer Patentante Olivia Matthews ein neues Zuhause zu finden. Auf Broomglade Manor angekommen, muss die 20-Jährige allerdings erfahren, dass Lady Matthews bereits vor einigen Jahren verstorben ist.

Um nicht wieder in die stürmische Nacht hinaus zu müssen, nimmt Olivia das Angebot an, in einem der Gästezimmer zu übernachten, nicht ahnend, dass ihr Leben damit eine gänzlich unerwartete Wendung nehmen wird…

Sable Island im Sommer 2013. Falk Jäger wurde von seinen Eltern auf die Insel an der kanadischen Ostküste beordert. Magda und Hendrik Jäger sorgen sich um die Studentin Junia, die schon zweimal fast von Unbekannten entführt wurde. Als Hintergrund der Kidnappingversuche vermuten sie den nie aufgeklärten Mord an Junias Eltern vor einigen Jahren und möchten, dass Falk seinen detektivischen Spürsinn einsetzt und Licht in das Dunkel um die mysteriösen Vorkommnisse bringt…

In der ersten Hälfte des Romans nimmt Elisabeth Büchle den Leser mit auf ein beschauliches Landgut im englischen Devonshire. Neben der Liebesgeschichte zwischen Olivia und dem Gutsherrn Simon Matthews sowie den hinterhältigen Machenschaften des jüngsten Matthew-Sprosses Charles greift die Autorin ein interessantes Thema auf - es geht um Waisenkinder im England des 19. Jahrhunderts und die beeindruckende Arbeit des Evangelisten und Waisenhausleiters Georg Müller.

In der zweiten Hälfte wird die Handlung dann turbulenter und actionreicher. Falk und seine Freunde Emma und Daniel sowie Rahel und Duke - mit denen er schon in „Das Mädchen aus Herrnhut“ bzw. „Skarabäus und Schmetterling“ allerlei Abenteuer erlebt hat – versuchen, den Mördern von Junias Eltern auf die Spur zu kommen und die Hintergründe der Tat aufzudecken. Eine Spurensuche, die nicht nur gefährlich ist, sondern auch Stück für Stück eine Verbindung zu den Matthews und Broomglade Manor knüpft.

Elisabeth Büchle erzählt diese Geschichte sehr anschaulich und wartet mit einer Fülle von Details auf – die feine Charakterisierung der Figuren, die Beschreibungen der Schauplätze, die Schilderungen des abwechslungsreichen Geschehens oder auch Falks Faxen und freche Sprüche machen diesen Roman zu einem unterhaltsamen Leseerlebnis.

„Das Lächeln des Drachen“ hat mir sehr gut gefallen. Die gut ausbalancierte Mischung aus Historie und Romantik sowie Abenteuer und Humor hat mir ein paar kurzweilige Lesestunden beschert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von dorli

Rezensionen von rewareni:

Der eiskalte Mörder

Die Frauenkammer von Jannes C. Cramer

Kommissar Frank Holper bekommt es innerhalb kürzester Zeit mit zwei Morden an jungen Frauen zu tun. Einzige Gemeinsamkeit ist ein Tattoo in Form eines Schmetterlings am Knöchel. Da er mit den Ermittlungen nicht weiterkommt ist Holper froh, dass er den Privatdetektiv Lukas Bender als Berater hinzuziehen kann.

Schon bald beginnen sich die beiden auch privat gut zu verstehen und ein anonymer Hinweis bei der Polizei lässt Holper hoffen, endlich eine Spur zu haben. Doch was er nicht weiß ist, dass der Täter schon längst wieder eine Frau in seiner Gefangenschaft hat.

,, Die Frauenkammer“ von Jannes C. Cramer ist ein Thriller, bei dem es dem Leser immer wieder die Nackenhaare aufstellt, wenn man sich bildhaft vorstellt, wie die Frauen in dieser kleinen Kammer, in der sie nur zusammengekauert liegen können, vom Täter physisch und psychisch gequält werden. Von Beginn weg weiß man zwar wer der Täter ist, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Man hat ständig das Gefühl, dass man den Mörder auf Schritt und Tritt begleitet und seine Foltermethoden sind nicht immer leicht zu verdauen. Der Kommissar spielt in diesem Roman eher eine Nebenrolle, da sich der Autor hauptsächlich auf den Psychopathen eingestellt hat. Dieser wird gut dargestellt, als Sadist, als extrem vorausschauend und sehr manipulativ. Frank Holper kommt mit seinen Handlungen und Ermittlungen nicht immer gut weg und es hat manchmal den Anschein, als ob er etwas nachlässig agieren würde. Die Kapitel beginnen immer wieder mit dem Namen der Person, die darin die Hauptrolle spielt. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und flüssig zu lesen. Die Perspektivenwechsel innerhalb der jeweiligen Kapitel macht die ganze Geschichte noch interessanter, weil man dabei das Gefühl hat, man kann zwei Handlungen gleichzeitig folgen. Es ist vielleicht für manche Leser ungewöhnlich oder verwirrend, aber mir gefallen diese schnelle Sprünge von einem Ort zum anderen. Ein gut geschriebener Thriller, wo auch das Cover herrlich dazu passt und schon vor dem Lesen Gänsehaut erzeugt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von rewareni

Rezensionen von skiaddict7:

Zwischen Glaube und Fanatismus

Ein wenig Glaube von Nickolas Butler

"Dass sich eine Gruppe mutiger, hochherziger Individuen zusammenfindet und entscheidet, gemeinsam die Stimme zu erheben, um die Stille zu vertreiben, um einen ansonsten leeren Raum mit Kunst und Klang zu füllen... Wie wunderschön das doch war."

Lyle ist fünfundsechzig, er lebt mit seiner Frau Peg zusammen in einem kleinen Dorf im mittleren Westen, wo die Zeit still zu stehen scheint.

Seine größte Freude ist der fünfjährige Enkelsohn Isaac. Doch seine Tochter Shiloh, die Mutter des Jungen, gerät immer mehr in die Fänge ihrer Kirche, dessen Pastor ihr einredet, die Großeltern seien nicht gläubig genug und deshalb schlecht für das Kind. Und so droht Shiloh, sie von Isaac fernzuhalten...

Butler ist hier ein wahnsinnig ruhiger, langsamer, sehr poetischer Roman gelungen. Auf den einzelnen Seiten passiert wenig, aber er beschreibt es mit so schönen Worten, dass ich das Lesen einfach genießen konnte. Es geht um Liebe, Freundschaft und den Glauben. Ab wann ist Glaube Fanatismus? Das Ende bleibt offen, was ich irgendwie schade fand, ich hätte mir eine klare Handlung gewünscht. Trotzdem ein wunderschönes, langsames Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von skiaddict7

Rezensionen von Miro76:

Auf der Suche nach den Wurzeln

Die Geheimnisse meiner Mutter von Jessie Burton

Rose hat mit 14 ihre Mutter ermordet. Nur in Gedanken. Denn es ist leichter sich eine tote Mutter vorzustellen, als eine Mutter, die ihr Baby verlassen hat. Aber die Sehnsucht nach der Mutter konnte sie nie ganz ablegen, obwohl ihr Vater alles versucht hat, ihr ein glückliches Leben zu ermöglichen.

Mit 34 treibt sie immer noch durchs Leben. Sie jobbt in einem Café, trotz abgeschlossenem Studium und ihr Freund versucht seine einem Jahr ein Business auf die Beine zu stellen, das wohl nie etwas werden wird. Genau in diese Leere hinein, bekommt sie von ihrem Vater zwei Bücher mit dem Hinweise, sie hätten ihrer Mutter sehr viel bedeutet und sie hätte die Schriftstellerin Constance Holden gut gekannt. Sie waren sogar ein Liebespaar.

Mit diesem Hinweis versucht Rose nun die Schriftstellerin zu finden, die seit dem Verschwinden ihrer Mutter nichts mehr veröffentlich hatte.

Gleichzeit springt der Roman immer wieder in die Jahre 1979 bis 1983 und wir erlesen uns die Geschichte von Elise, Rose's Mutter und Constance. Eine Beziehung, die wohl die schlechtesten Seiten in den beiden Frauen hervorgekehrt hat. Diese beiden Frauen haben sich nicht gut getan und Constance hat es ebenfalls nie geschafft, los zu lassen.

Das Zusammentreffen der beiden Frauen bietet einige Möglichkeiten, Altes aufzuarbeiten und hilft schließlich beiden, ihren Weg zu finden. Doch das ist nicht ohne einige Hürden zu bewältigen.

Die Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit haben mir gut gefallen und bauen auch irgendwie Spannung auf. Trotz alldem konnte mich das Buch nicht richtig fesseln. Alles wirkt recht arg konstruiert, viele Themen werden untergebracht, die es teilweise nicht gebraucht hätte und dadurch fehlt den einzelnen Themen auch der Tiefgang. Es ist alles zu viel und zu wenig zugleich. Es kratzt immer nur an der Oberfläche. Das macht das Buch zu leichter Lektüre, wahrscheinlich perfekt als Strandlektüre, aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt es bei mir nicht.

Im Großen und Ganzen habe ich es gerne gelesen, was aber auch damit zusammenhängt, dass ich es sehr schnell lesen konnte, denn es ist stilistisch sehr einfach gehalten. Es war nett, Rose auf ihrem Selbstfindungstrip zu begleiten, mehr aber auch nicht. Ein Buch, das man lesen kann, aber definitiv nicht muss.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Miro76

Rezensionen von mamaofhannah07:

Anders als erwartet

Die Glasschwestern von Hauser Franziska

Die Glasschwestern ein Roman von Franziska Hauser (Eichborn Verlag-Bastei Lübbe)
..."Vielleicht ist es eine ihrere wenigen Gemeinsamkeiten, dass beide Schwestern nicht so leben, wie sie es sich einmal vorgenommen haben."...
Zwei Schwestern und ein gemeinsames Schicksal. Beide Männer dieser Frauen werden zeitgleich aus deren Leben gerissen.

Dadurch nähern sich Dunja und Saphie wieder Stück für Stück an und tauschen, auf dem Weg in ihre Vergangenheit, unbewusst ihre Rollen. Die Aufarbeitung von Beziehungen, Fehlern und vergangener Zeit steht dem Wandel und der Reflexion des eigenen Selbst gegenüber.
Mir fällt es äußerst schwer, dieses Buch zu beschreiben. Sprachlich ist es grandios. Inhaltlich bekommt man eine wage Erzählung, die auf die Fantasie des Lesers angewiesen ist. Teils unfertig erzählte Abläufe setzen eine gewisse Konzentration und Durchhaltevermögen für diesen Roman voraus.
Die Charaktere mit den individuellen Namen sind besonders. Nicht jede Handlung oder Aktionen der Protagonisten ist für mich nachvollziehbar. Besonders Dunja und auch Saphie erreichen mit ihrer Art eine gewisse Tiefe. Die Beziehungen der einzelnen Figuren versteht man recht gut und doch fand ich manche Situationen verwirrend.
Fazit:
Man hält ein ruhiges Buch in den Händen, was ein wenig mehr Spannung vertragen könnte. Der Plot ist vielversprechend, doch verlaufen aufgegriffene Rollen und spannende Ansätze im Sand. Hintergründe werden nicht beleuchtet, die Wortwahl und Poesie stehen hier eindeutig im Vordergrund.
Dieses Leseerlebnis war ein spezieller Genuss. Was die Geschichte aussagen möchte, sollte jeder für sich selbst entdecken. Dank des teils poetischen Schreibstils sind die Glasschwestern lesenswert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von mamaofhannah07

Rezensionen von LEXI:

Ein Serienmörder in Ostfriesland

Tödliches Fehnland. Ostfrieslandkrimi von Elke Nansen

Ein Serienmörder in Ostfriesland

„Das Moor hat schon immer Unglück angezogen!“ (Opa Knut)

Elke Nansen wählt eine ostfriesische Moorlandschaft als gruseligen Schauplatz für ihren achten Krimi aus der „Faber und Waatstedt-Reihe“. Nachdem eine frühreife attraktive Fünfzehnjährige während einer Klassenfahrt im Fehntjer Tief spurlos aus der Jugendherberge verschwindet, wird das Moor von einer Hundertschaft unter der Leitung des Polizeihauptkommissars Andreas Suchatzka akribisch durchkämmt.

Das Entsetzen ist groß, als gleich mehrere tote junge Frauen gefunden werden, die Angst vor einem Serienmörder ist entfacht. Da Kriminalhauptkommissar Richard Faber in die Polizeiakademie nach Osnabrück abberufen wurde, fungiert seine frisch angetraute Ehefrau Rike Waatstedt-Faber als Interimschefin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes in Emden, ihr wird die Verantwortung für den Fall übertragen. Die Toten im Fehnland setzen das Emdener Team in größte Alarmbereitschaft, die Erfahrungen und der ganze Einsatz der Polizeibeamten Rike Waatstedt, Richard Faber, Philipp Schorlau, Laurien Heiligenstadt, Sonja Withuus, und Tamme Hehler sind gefragt.

In gewohnt flüssigem Schreibstil und mit überraschenden Wendungen sorgt Elke Nansen auch in diesem neuen Fall für spannende Unterhaltung. Erste Spuren führen scheinbar ins Leere, einige jedoch in eine völlig unerwartete Richtung. Das aus den Vorgängern bestens bekannte Team um die Protagonistin Rike Waatstedt wird erneut durch den kriminalistischen Spürsinn von Rikes Großvater, dem urigen alten Ostfriesen Opa Knut, unterstützt. Der gutmütige alte Fischer sorgt mit seinem charmanten Ostfriesenplatt unter anderem auch für amüsante verbale Einlagen. Neben der Hauptfigur Rike spielt der ausgezeichnete Mediziner und Chefpathologe Philipp Schorlau eine gewichtige Rolle. Als guter Freund von Faber und den beiden Waatstedts zeigt der ansonsten eher zynische und mürrische Wissenschaftler bei privaten Zusammentreffen auch eine andere Seite. Seine Schwäche für Rike und den alten Knut, zum Ausdruck gebracht durch liebevolle Wortgeplänkel des „Leichenfledderers“ in seiner Funktion als arrogante Nervensäge, bringen Abwechslung und Humor in die Geschichte. Das Umfeld der vermissten Charlotte Krainer wird unter die Lupe genommen, zwei jugendliche Casanovas und ein selbstverliebter „Justin-Bieber-Verschnitt“ sowie zwei minderjährige Quadfahrer halten die Ermittler auf Trab. In einer überraschenden Wendung eröffnet sich letztendlich eine heiße Spur, durch die bildgewaltigen Schilderungen der unheimlichen Moorlandschaft und den Mord an zunächst unbekannten Männern kommen sowohl Grusel, als auch ein zusätzlicher Spannungsfaktor ins Spiel.

Fazit: Den Leser erwartet eine interessante Krimihandlung. Die Ermittlungen führen in eine völlig unerwartete Richtung, die überraschende Auflösung des Falles ist der Autorin hervorragend gelungen. Wie auch dessen Vorgänger punktet „Tödliches Fehnland“ mit den kleinen Macken der sympathischen und schrulligen handelnden Figuren, interessanten Wendungen und einer bildgewaltigen Beschreibung der Moorlandschaften in Nordwestdeutschland.

Diese Neuerscheinung aus der Feder Elke Nansens hat sehr gut gefallen und mir ein spannendes Lesevergnügen bereitet. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LEXI

Rezensionen von la_stellina:

Steinzeitfrau in der Gegenwart

Aufgetaut von David Safier

David Safier ist mit seinem neuesten Buch ein sehr rasanter und unterhaltsamer Roman gelungen. Es geht um Glück, Zusammenhalt und Liebe. Die Steinzeitfrau Urga gerät gemeinsam mit einem Baby-Mammut in einen Eissturm und wird eingefroren. 33.000 Jahre später wird sie von der Besatzung eines Kreuzfahrtschiffes in einem Eisberg der Arktis entdeckt.

Sie wird aufgetaut und dann beginnen auch schon die Probleme mit der neuen Welt: an ihr soll Forschung durchgeführt werden - was der erfolglose Unternehmensgründer Felix, seine Tochter Maya und der Kapitän jedoch zu verhindern wissen. Gemeinsam begibt sich das illustre Quintett, auf der Suche nach dem Glück, nach Bhutan, dem Zentrum des Glücks ...
Kurzweilige, humorvolle Leseunterhaltung, wie bisher alle gelesenen Bücher von David Safier.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von la_stellina

Rezensionen von skiaddict7:

Berührend

Dankbarkeiten von Delphine Vigan

"Alt werden heißt verlieren lernen. (...) Das verlieren, was einem geschenkt wurde, was man gewonnen, was man verdient, wofür man gekämpft und wovon man geglaubt hat, man würde es für immer behalten."

Michka ist alt geworden. Sie traut sich nicht mehr, allein zu bleiben. Obwohl Marie regelmäßig vorbei kommt und nach ihr sieht, obwohl ihre alte Freundin täglich anruft.

Zunehmend kann sie die Wörter nicht mehr finden, die sie sagen möchte. Aphasie, nennen es die Ärzte. Und so gibt sie ihre Wohnung auf, zieht in ein Altersheim. Sie wird regelmäßig besucht, von Marie und auch von Jerome, einem Logopäden, der mit ihr Übungen macht. Und so kommt es, dass Jerome Michka das geben kann, was sie brauchte, um loszulassen...

Delphine De Vigan ist mit diesem Buch wieder eine ganz besondere Erzählung gelungen. In kurzen Sätzen und einem schmalen Büchlein bleibt nichts ungesagt. Sie schafft es, die Aphasie realistisch darzustellen. Sie schafft es auch, den Leser mit dieser Geschichte völlig zu überraschen. Eine wirklich berührende Erzählung, keine einfache Kost, und dennoch mit stillem Humor. Sehr empfehlenswert!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von skiaddict7

Rezensionen von Lesemama:

Max und Mux aus dem Fabelwald

Max und Mux und der Riesenwunschpilz von Sven Schröder

Bewertet mit 4.5 Sternen

Zum Buch:

Max und Mux sind Nachbarn im Fabelwald. Max wohnt im linken Baumhaus, Mux im rechten. Sie besuchen sich oft und helfen sich auch gegenseitig.
So auch als Max ein großes Buch über Pilze findet. In diesem Buch ist von dem blau-weißen Wunschpilz die Rede, den die beiden natürlich sofort suchen.

Eine abenteuerliche Reise beginnt.

Meine Meinung:

Das Cover hat fast was Nostalgisches für mich, es erinnert mich zumindest an Bücher aus meiner Kindheit. Die Geschichte ist toll geschrieben, es machte auch großen Spaß sie vorzulesen. Aber mal ehrlich, wer kommt denn auf Max und Mux. Ich habe bestimmt ein paar mal den falschen Namen vorgelesen. Die Namensähnlichkeit wurde von dem zuhörenden Kind auch bemängelt und das, obwohl Kinder ja Wiederholungen lieben. Aber die Geschichte gefiel trotzdem, auch wenn am Ende die Frage mit dem Weg aufkam, worauf ich aus Spoilergründen nicht näher eingehen mag.

Die Bilder sind ein Traum, absolut zauberhaft und vielseitig. Es gibt auf jeder Seite unglaublich viel zu entdecken. Max und Mux kann man gut auseinanderhalten und das Krawuschel war mein Liebling. So ausdrucksstark, echt klasse.

Ein Vorlesebuch für Kinder, die schon etwas Sitzfleisch haben und auch komplexere Texte gut umsetzten können. Bis auf die Namen und den Weg, was bei meinem Kind auf ein wenig Unverständnis stieß, hat es uns richtig gut gefallen. Daher haben wir einen halben Stern abgezogen. Aber es ist definitv sehr empfehlenswert und macht richtig viel Freude.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama

Rezensionen von S.:

Wie man eine Motzkuh besänftigt

Die kleine Motzkuh von Annette Langen; Imke Sönnichsen

Bisher kannte ich weder die Motzkuh noch ihre Gefährten wie das Quengelmonster, den Brüll-Löwen oder das Meckerschaf. Alle sind unter anderem Namen häufiger anzutreffen, nie erwünscht und gern verabschiedet. Mit dem tollen Buch „Die kleine Motzkuh“, ausgedacht und aufgeschrieben von Annette Langen und mit Bildern von Imke Sönnichsen, hat man eine sehr schöne Geschichte dazu.

Im Buchdeckel ist das beschriebene Wesen als griffige Spielfigur vergegenständlicht und kann im Ernstfall aus dem Fenster geworfen, in den Abfalleimer gesteckt oder in ein Schrankfach gestopft werden ( bitte nur antäuschen, ein dauerhafter Verlust wäre schade). Eine Superidee, die dem bockigen Nachwuchs aus der Situation hilft. Dazu kann man das Lied von der ersten Buchseite singen oder summen, das beruhigt ungemein. Natürlich muss vorher der Zusammenhang erklärt werden, und das gelingt mit diesem Buch wunderbar. Kurze Texte auf den Buchseiten wecken Neugier, machen verschiedene „schwierige“ Situationen nachvollziehbar und zeigen, das Jeder mal schlechte Laune bekommen kann. Dass Oma jetzt erst mit der neuen Lesebrille etwas entdeckt, macht die Geschichte ausserdem spannend. Die dazugehörigen Zeichnungen sind ebenfalls sehr gelungen. Bunt, lustig, deutlich. Die halbe Klappseite ist eine zusätzliche originelle Idee.
Meine Maus und ich finden das Buch super. Sicher wird es oft erwähnt, die Kuh wird wohl häufig zum Einsatz kommen.
Schöne Ergänzung: Elterntipps am Buchende.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von S.