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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra Sch.:

Der 8. Fall bringt den Gasperlmaier in die Schlagermusik-Szene

Letzter Jodler von Herbert Dutzler

4,5 Sterne


Kurz zum Inhalt:
Beim alljährlichen Pfeifertag auf der Weißenbachalm wird nach einer großen Streiterei zwischen volkstümlichen und modernen Musikern ein Toter aufgefunden. Erschlagen mit einem Stein.
Das Mordopfer ist Christian Pönitzer, der Frontmann der Schlagerband "Original Kainischer Hasenjäger", wegen deren Musik der Streit angezettelt wurde.

Da der Altausseer Inspektor Franz Gasperlmaier mit seinem Freund, dem ehemaligen Postenkommandanten Friedrich Kahlß den Pfeifertag besucht hat, wird er natürlich mit dem Fall betraut.
Als dann auch noch der zweite Musiker der Hasenjäger, Sebastian Haudum, tot aufgefunden wird, muss Gasperlmaier erkennen, dass es im Hintergrund der Schlagermusikszene alles andere als eine heile Welt ist...


Meine Meinung:
"Letzer Jodler" ist der 8. Fall für den sympathischen Ermittler Franz Gasperlmaier. Die Geschichte ist in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Einige der bisherigen Fälle werden im Verlauf kurz angesprochen und machen Lust, diese ebenfalls kennenzulernen.
Franz Gasperlmaier ist immer noch so schrullig und leicht verpeilt, der mit den Gefühlen von Frauen so gar nicht umgehen kann. Auch wie er mit seiner Vorgesetzten, Frau Dr. Kohlross umgeht, ist total witzig, weil er eben nicht wirklich mit ihr umzugehen weiß. Trotzdem kommt er in eine sehr kompromittierende Situation mit seiner Nachbarin Maresi, da seine Frau Christine sich ein 8-monatiges Sabbatical genommen hat und zuerst den gemeinsamen Sohn Christoph und dessen Freundin Rochelle in Kanada besucht und dann auf Weltreise geht. Fliegen geht für den Gasperlmaier natürlich gar nicht, deshalb ist er daheim geblieben!
Der Lokalkolorit hat mir in diesem Krimi sehr gut gefallen, denn man hatte richtig das Gefühl, im wunderschönen Salzkammergut und Ausseerland mitten dabei zu sein!
Auch die Einblicke hinter die Volksmusik- und Schlager-Fassade hat mir gut gefallen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es genau so zugeht. Die Streitereien ums Kulturgut einerseits und mit der Musik Geld verdienen zu können andererseits. Daher war ich auch nicht überrascht, als die Sängerin der Hasenjäger, die Gitti aus Goisern (die eigentlich Nicole Hinterstoisser heißt), plötzlich bei den Proben der erfolgreichen Band Die Ödenseer dabei ist, nachdem alle anderen Mitglieder der Hasenjäger verstorben sind.
Die Auflösung hat mich jetzt nicht überrascht; aber der ganze Fall, die Polizeiarbeit und die Auflösung sind authentisch und aus dem Leben gegriffen, was mir sehr gut gefallen hat!
Erwähnen möchte ich auch das Cover in einem kräftigen Rot, das ein richtiger Eyecatcher ist, somit zu den anderen Bänden der Reihe passt und im Gedächtnis bleibt!


Fazit:
Humorvoller Österreich-Krimi aus dem wunderschönen Ausseerland mit viel Lokalkolorit und einem etwas verpeilten, aber total sympathischen Ermittler.

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Rezensionen von liesmal:

Lebendige Bilder aus Bolivien und Peru

Reisedepeschen aus Bolivien und Peru von Jennifer McCann

Sehr gern lasse ich mich auf Reiseberichte ein. Die „Reisedepeschen aus Bolivien und Peru“ von Jennifer McCann haben mich durch Buchbeschreibung und Titelbild neugierig gemacht. Außerdem weiß ich inzwischen, dass mich vom Verlag Reisedepeschen auf jeden Fall ein qualitativ hochwertiges Buch erwartet.

In der Buchbeschreibung heißt es: „Sie lacht mit Amazonasdelfinen, überwindet Straßensperren und verläuft sich in der Wildnis. Glitzernde Gletscher, dichter Regenwald und karge Wüsten lassen sie staunen. Doch die bedeutsamen Geschichten erzählen ihr die Menschen, die sie unterwegs trifft. Sie gewähren Einblicke in ihr Leben, manchmal kurz und leicht, manchmal intensiv und tiefgründig.
Es war der starke Wunsch nach Selbstmächtigkeit, der die junge Autorin aufbrechen ließ, allein nach Bolivien zu reisen, in die Fremde.
Viele einzelne Stationen finden sich auf dem als Collage dargestellten Titelbild.
Sehr sprachgewandt, detailliert und nuanciert erzählt Jennifer McCann von ihren ganz persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen unterschiedlicher Art. Dabei sind es nicht nur die schönen Dinge, die sie sehen möchte. Sie taucht ein in das Leben der Menschen mit deren ganz persönlichen Geschichten, in die Einsamkeit und die Schönheit des Regenwaldes und die Weite der Natur. Aber sie verschließt auch die Augen nicht vor den Problemen, mit denen die Menschen in Bolivien und Peru auch heute noch zu kämpfen haben.
Als Leserin fühle ich mich gut mitgenommen auf die Reise. Besonders fasziniert hat mich die Erzählung über die Lebensknoten in der größten Salzpfanne der Erde, der Salar de Uyuni. Unglaublich ängstlich und angespannt war ich bei der Schilderung des Mountainbiking auf der Camino de la Muerte, an dem Jennifer aktiv teilgenommen hat. Ganz besonders aufmerksam bin ich den vielen Gesprächen mit den Einheimischen gefolgt und begeistert haben mich nicht nur die schwimmenden Inseln auf dem Titicacasee. Denn es gab da ja auch noch die Geschichte von der … Doch lest selbst!
Das Buch hat mir von A – Z gefallen. Ein tolles und bemerkenswertes Buch, das ich sicherlich noch häufiger zur Hand nehme, weil es unglaublich viele wissenswerte Dinge enthält und durch zahlreiche wunderschöne, aber auch nachdenkenswerte Fotos aufgewertet wird.

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Rezensionen von Claudia R:

emotional und bewegend

Selbst im Dunkel bist du da von Jack Deere

Klappentext:

Der bekannte geistliche Leiter Jack Deere erzählt die Geschichte seines Lebens - mit all ihren Schattenseiten. Er erlebt eine schwierige Kindheit in Texas, den Zerfall der Familie nach dem Selbstmord des Vaters, seinen Aufstieg zu einem führenden Wissenschaftler, gefeierten Redner und Bestsellerautoren.

In der Zeit seiner größten Erfolge verstrickt er sich in Ehrgeiz und Selbstgefälligkeit, verliert seinen Sohn durch Selbstmord und seine Frau an den Alkohol. Deere beschreibt, wie er mit seinen Abhängigkeiten kämpft, wie er lernt, die Kontrolle abzugeben und Heilung erfährt - in aller Zerbrochenheit.
Eine kraftvolle und gleichzeitig schonungslose Lebensgeschichte, in der der Autor durch Schmerz, Verlust, Tragödien und Gebrochenheit Schönheit und Frieden findet. Seine Erfahrung: Gott trägt auch durch dunkle Zeiten. Das macht dieses Buch zu einer Ermutigung, trotz aller schweren Umstände am Glauben festzuhalten.

Cover:

Das Cover zeigt einen dunklen bewölkten Himmel und nur mithin ist ein wenig Licht, welches durch die dunklen Wolken hindurch scheint erkennbar.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und flüssig. Man wird regelrecht von der Art und Weise des Schreibens und den Handlungen und den Geschehnissen gepackt und gefangen genommen.

Der Autor versteht es den Leser mitzunehmen und ihn an seinem Leben teil zuhaben.

Hierbei handelt es sich um die Biografie des Autors Jack Deere und wurde aus dem englischen von Oliver Roman übersetzt.

Der Autor nimmt hierbei kein Blatt vor dem Mund und spricht sehr offen, auf zum Teil, sehr sachliche, ernüchternde und erschreckende Art und Weise die finsteren Seiten seines Lebens an. Man erhält Einblicke in seine Jugend und Vergangenheit, er wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und nach und nach schlich sich immer mehr die Dunkelheit in sein Leben und riss ihn mit nach unten. Das Licht Gottes schaffte es in dieser undurchsichtigen Finsternis zu scheinen und so erlebt man Gottes Barmherzigkeit und Größe, auch in tiefster Finsternis.

Ich möchte jedoch nicht alles vorweg nehmen und daher nicht zu viel vom Inhalt verraten.

Das Buch ist sehr gut gegliedert und auch logisch und authentisch erzählt. Man begleitet den Autor in seine Abgründe und es beginnt bereits sehr dramatisch mit dem Tod seines Sohnes. Dann kehrt man in die Anfänge seiner Jugend und Kindheit zurück und all die Schatten, die er im Leben erlebte, sowie die Erfahrungen die er mit Gott machen durfte und dem er in seiner tiefsten Dunkelheit begegnet. Durch Gott lernt er Demut, sowie die Größe und Barmherzigkeit Gottes und dessen Liebe.

Ein sehr bewegendes und emotionales Buch, was einem sehr viel abverlangt und teils auch nachdenklich stimmt. Kein ganz einfaches Buch, was man einfach so weg liest, sondern ein bewegendes Buch, was noch nie ganze Weile nachklingt und einen auch im Nachhinein noch bewegt und beschäftigt.

Fazit:

Ein sehr bewegendes und emotionales Buch, was einem sehr viel abverlangt und teils auch nachdenklich stimmt.

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Rezensionen von Verena Benedikt:

Fesselnde Familiensaga

Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen von Benedikt Caren

Ich durfte das Buch vorab als Leseexemplar über Tyrolia lesen. Vielen Dank dafür.

Der Roman handelt von der Familie von Plesow, die in Binz und Berlin unabhängig voneinander zwei Hotels führen. In Binz gehört das Grand Hotel Bernadette von Plesow, die es ohne ihren verstorbenen Mann Karl und mit Hilfe des Geschäftsführers Alexander (ihr ältester Sohn) führt.

Bernadette ist auf den ersten Blick eine harte Frau, die über Leichen geht, um ihre Ziele zu erreichen. In Berlin führt ihr Sohn Constantin das Astor. Seine kriminellen Verstrickungen und Machenschaften kristallisieren sich im Laufe des Buches immer mehr heraus. Davon weiß Alexander, der heimlich mit den Ideen von Hitler sympathisiert, aber Bernadette nicht. Zur Familie gehört noch Josephine, eine unreife, verwöhnte junge Frau. Auch ihre Augen werden im Laufe des Romans geöffnet. Der vierte Sohn, Maximilian, ist im ersten Weltkrieg gefallen. Nach außen und für den unbeteiligten Betrachter sind die von Plesows ein erfolgreicher Familienclan mit einem eisern regierenden Oberhaupt. Während sich die Geschichte langsam auffächert und vertieft, wird die Familiengeschichte jedoch viel komplexer und mein Eindruck von Bernadette wandelte sich. Erst gegen Ende des Buches offenbart sich, wass ihr Leben ihr abverlangt hat. Der Roman endet tragisch und weckt die Lust darauf, weiter am Leben der Familie teil zu haben.
Wie schon gesagt, wusste ich die Hauptfigur Bernadette von Plesow zu Beginn nicht einzuordnen. Ich habe befürchtet, dass dies eines der wenigen Werke werden würde, in dem ich mit der Protagonistin nicht warm werde. Dies hat sich aber im Verlauf der Erzählung gewandelt. Nun, nach Abschluss, kann ich sie gut verstehen, auch wenn ich wohl nicht immer so gehandelt hätte. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und freue micv wirklich darauf, der Familie von Plesow wieder zu begegegnen.

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Rezensionen von Ele:

Unerfüllte Liebe

Die Tochter der Bettlerin von Nora Berger

Die Tochter der Bettlerin, Historienroman von Nora Berger, 490 Seiten, erschienen im Tinte & Feder-Verlag.
Eine bewegende Geschichte über den Leibgardisten Friedrichs des Großen und zwei starke Frauen.
1747 in Berlin, Anna die Tochter einer Bettlerin flieht, als ihre Mutter und deren Freund sie zur Prostitution zwingen wollen.

Sie landet als Magd bei der Familie derer zu Trenck. Der älteste Sohn Friedrich ist Leibgardist bei Friedrich II, dem Großen. Hoffnungslos verliebt Anna sich in Fritz, doch der hat nur Augen für die Schwester des Königs, Prinzessin Amalie. Er benutzt Anna in ihrer Verliebtheit als Überbringerin der amourösen Botschaften. Als der König von der unstandesgemäßen Liaison erfährt lässt er von Trenck einkerkern. Als Mann verkleidet dient sie in der preußischen Armee und begibt sich schließlich in noch größere Gefahr: Auch wenn Trenck ihre Liebe womöglich nie erwidern wird, will sie ihm helfen.
23 lange Kapitel, in einzelne Leseabschnitte eingeteilt, gliedern das Buch. Einzelne Erzählstränge enden in spannenden Situationen, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen will. Deftige, lebhafte Dialoge, die sich der Zeit anpassen. Nora Berger schreibt bildhaft und detailliert und verbindet so geschickt historische Tatsachen mit fiktiver Erzählung. Die Handlung die sich am Anfang etwas zieht, bis die verschiedenen Figuren eingeführt sind, wird zur Mitte immer spannender um in einem aufregenden Finale zu enden. Bei der Lektüre darf man es mit historischen Details nicht so genau nehmen. Die Geschichte hat mich zu einer genaueren Recherche über die Zeit Friedrich des Großen, seiner Schwester Amalie und der Lebensgeschichte Friedrich von Trencks animiert. Die Figuren sind hervorragend charakterisiert, obwohl sie nicht alle sympathisch sind. Anna die Protagonistin ist mir mutig, stark und doch etwas naiv vorgekommen die Sache mit dem verschwundenen Medaillon hätte sie Henriette getrost anvertrauen können. Prinzessin Amalie war meine Lieblingsperson, aufrichtig und treu. Fritz von Trenck war in meinen Augen ein Hasardeur und sehr egoistisch, von seiner Liebe zu Amalie abgesehen. Wie er am Ende mit Anna umgegangen ist, hat ihn in meinen Augen völlig unsympathisch gemacht. Überhaupt nicht leiden konnte ich Johann, der hoffentlich seine gerechte Strafe bekam. Friedrich II ist gut beschrieben worden, ein Schöngeist und Künstler, zu recht der „Große“ genannt, war im Privatleben wohl eher unglücklich. Eines hat m. M. jedoch gefehlt. Die Kräuterfrau bei der Anna ihre Tochter zurückließ, da hat sich noch eine Verwicklung angekündigt die nicht zu Ende geführt wurde.
Die Lektüre hat mir Spaß gemacht, wer nicht unbedingt Wert auf Authentizität legt, bekommt mit diesem Buch gute Unterhaltung und ein Stück deutsche Geschichte geliefert. Die Spannung war besonders am Schluss gut aufgebaut und nie langweilig. Dafür von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Das Beste findet sich woanders

Das Beste kommt noch von Richard Roper

Der Anfang war gut und macht neugierig auf die Geschichte. Doch dann wird es von Seite zu Seite langweiliger. So extrem, dass ich nach 210 von 416 Seiten nicht mehr weiter lesen mochte. Ab Seite 100 war mir klar, dass die Geschichte wohl nicht mehr stärker wird, doch ich habe mich durch gequält, bis ich vor Langeweile fast eingeschlafen bin - nicht abends im Bett, nein, tagsüber.

Andrew arbeitet als Nachlass-Verwalter, geht in die Wohnungen von kürzlich verstorbenen Menschen und sucht nach Andeutungen von Hinterbliebenen. Sein Chef Cameron ist sehr speziell, versucht extrem einen auf Teambildung zu machen, wovon weder Andrew noch Meredith und Keith begeistert sind. Auch Peggy, die Neue im Team, mag das auch nicht.

Neben den ganzen brodelnden Schwierigkeiten im Team geht es um Andrews Vergangenheit, seine Kindheit und seine Schwester Sally. Was da genau dahintersteckt wird bis zur Mitte nicht verraten, sondern es wird immer noch mysteriöser und komischer. Dazu denkt Cameron, dass Andrew verheiratet ist und mit zwei Kinder ein glückliches Familienleben führt. Andrew kommt nicht dazu die Lüge klarzustellen und reitet sich immer weiter rein. Aber auch Camerons Privatleben ist nicht so rosig, wie er es durchscheinen lässt.

In der Kurzbeschreibung hörte sich das mit der Verheiratet-Lüge interessant an. Doch was Autor Richard Roper daraus macht ist viel zu langweilig. Vielleicht wäre es gegen den Schluss hin besser geworden, aber wenn mich ein Buch bis zur Mitte hin so extrem langweilt, dann haut es auch ein noch so gutes Ende nicht heraus. Ich hatte nicht mal Lust, die restlichen Seiten zu überfliegen, um zu sehen wie es ausgeht.

Deshalb:

Fazit: Das Beste kommt tatsächlich erst noch. Es ist jedenfalls nicht in diesem Roman zu finden.
2 Punkte.

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Rezensionen von Claudia R:

tolles ermittlerduo mit Witz, Charme und Spannung

Der Franken-Bulle von Harry Luck

Klappentext:

Humorvoll, skurril, fränkisch: der neue Bamberg-Krimi von Harry Luck.
Klappe und Action! Der Showdown der neuesten Folge des »Franken-Bullen« wird dramatischer als geplant. Denn die Waffe des Fernsehkommissars ist echt – und die berühmte Krimiautorin Barbara Schauer, die das Opfer spielen sollte, tot.

Kommissar Horst Müller und seine Kollegin Paulina Kowalska tauchen in die bunte Welt des Schauspiels ein und müssen feststellen, dass sich hinter den glitzernden Kulissen menschliche Abgründe auftun.

Cover:

Das Cover wirkt sehr idyllisch und zeigt einige Fachwerkhäuser und die beiden Spitztürme vom Bamberger Dom. Das Cover finde ich sehr schön und farblich auch sehr gut ausgewählt. Es macht einen heimatlichen, gemütlichen Eindruck und eine idyllische Stimmung, die neugierig macht.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker. Es lässt sich sehr gut und flüssig lesen.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und man kommt sehr gut voran, da das Buch und die Geschichte sehr spannend und fesselnd sind.

Barbara Schauer, die bekannte Krimiautorin spielt in ihrem neuesten Werk selbst mit und die Rolle des Opfers. Doch beim Dreh ist die Waffe plötzlich echt und so kommen die beiden Kommissare Horst Müller und Paulina Kowalska ins spielt. Ein tolles Ermittler Duo, dass unterschiedlicher nicht sein könnte. Die beiden ergänzen sich hervorragend und überzeugen den Leser durch Witz, Charme und eine spannende Ermittlungsmethode. Es macht sehr viel Spaß den Beiden über die Schulter zu schauen und mit zu ermitteln.

Der Fall ist sehr spannend beschrieben und man kann sich sehr gut in die Geschichte hineinlesen und den Fall direkt mit verfolgen.

Des Weiteren sorgt ein überraschender Sub-Plot im Krimi für zusätzliche Spannung. Dies fand ich sehr überraschend und dieser Handlungsstrang klärt sich erst nach und nach auf.

Zu viel vom eigentlichen Inhalt möchte ich nicht verraten, um nicht zu viel zu Spoilern.

Mir hat dieser regionale Krimi sehr gut gefallen. Es hat Witz, Charme, Spannung und ein wundervolles Ermittler Team, die mich begeistern und sehr gut unterhalten konnten. Diesen Krimi empfehle ich sehr gern weiter.

Fazit:

Ein toller regionaler Krimi mit Witz, Charme und Spannung und einem tollen Ermittler Team, welches es schafft, den Leser zu begeistern und zu unterhalten.

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Rezensionen von nuean:

Zuckersüß und wunderschön!

Hin und nicht weg von Lisa Keil

Den ersten Teil „Bleib doch wo ich bin“ fand ich schon toll und ich war begeistert, dass es noch weitergeht.
Diesmal geht es nicht um Kaya und Lasse, aber die beiden begegnen einem immer wieder, was ich wunderbar fand. So kann man auch die Beziehung dieser Beiden weiterverfolgen.
Aber nein, diesmal geht es um Tierarzt Rob, besten Freund von und heimlich verliebt in Kaya.

Obwohl er der Schwarm aller Frauen ist lässt er keine an sich ran, da er schon vor Jahren sein Herz verloren hat. Plötzlich kreuzt aber Anabel, Lasses Cousine, auf und ehe er sich versieht hat er sie schon als Praxishilfe angestellt und ihr ein Zimmer in seinem Haus angeboten. Auf den ersten Blick passen sie nicht wirklich zusammen, denn Anabel aus Berlin, die immer noch nicht richtig im Leben steht, mit all ihren Tattoos, schrillen Haarfarben und frecher Art scheint nicht wirklich zu dem immer netten, umschwärmten Ro zu passen, dessen Arbeit sein einziger Lebensinhalt zu sein scheint. Doch Anabel überrascht mit ihrer liebevollen, hilfsbereiten Art und irgendwann kommen sich die beiden doch näher.
Ich bin absolut begeistert, gleich am Anfang lernt man Anabel kennen und obwohl sie etwas chaotisch rüberkommt habe ich sie sofort ins Herz geschlossen. Man merkt, dass ihre äußere Fassade nur ihre Verletzlichkeit überdecken soll und sie schon einiges im Leben durchgemacht hat. Dass sie sich entscheidet zu Lasse zu fahren ist wahrscheinlich das Beste, was sie tun konnte, denn so kommt ihr Leben erst richtig in Gang. Für mich ein toller Charakter. Auch Rob, der ja schon aus dem Vorgängerband bekannt ist, hat hier mehr Tiefe bekommen. Er opfert sich auf, ist für alle da und stellt sein Leben hinten an. Ein perfekter Mann!
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, sehr bildlich und detailverliebt, humorvoll, aber auch mitreißend. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Auch die Emotionen haben nicht gefehlt und ich habe einige Tränen vergossen.
Für mich ist dieser Teil sogar noch besser als Teil eins, weil ich die Charaktere und den Umgang der beiden miteinander einfach wunderschön fand. Ich hoffe ja auf noch einen Band, denn bei Mark und Amelie wäre ja durchaus noch Potential und so könnte man auch die anderen Charaktere wieder treffen.
Vielen Dank an netgalley und den Fischerverlag, dass ich das Buch schon lesen durfte.
Fazit: Eine wundervolle, emotionale Liebesgeschichte!

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Rezensionen von Nele33:

Korruption spannend verpackt

Beute von Meyer Deon

Beute von Deon Meyer war mein erstes Buch dieses Autors.

Der Personenschützer und ehemaliger Polizist J.Johnson soll im Luxuszug Selbstmord begannen haben. Nachdem Ungereimtheiten auffallen wird Kolonel Mbali Kaleni von der Eltieinheit Valke mit dem Fall betraut. Sie setzt ihre erfahrenen Ermittler Captain Bennie Griessel und Captain Vaughn Cupido ein, denn sie müssen im verborgenen ermitteln, da die höheren Dienststellen diesen Fall schon als Selbstmord eingestuft eingestuft haben.

Gleiche Zeit in Frankreich, Daniel ein ehemaliger Freiheitskämpfer bekommt Besuch von einem alten Kameraden, der eine heftige Bitte an Daniel hat: Beseitige den Präsidenten Südafrikas.

Deon Meyer hat mich von der ersten Seite mit seinem Schreibstil überzeugt, sehr detailliert wird die aktuelle und die vergangene politische Situation in Afrika geschildert, gerade die politischen Zusammenhänge werden sehr gut transportiert. Ich hatte einen spannenden Thriller erwartet, dies ist Beute jedoch nicht. Für mich würde ich das Buch unter einem spannenden Polit-Krimi einordnen. Auch ohne Vorkenntnisse der reihe von Deon Meyer hatte ich keinerlei Probleme die einzelnen Charaktere zuzuordnen.
Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Ein richtiger Schmöker

Die stummen Wächter von Lockwood Manor von Jane Healey

1939 – in London steigt die Furcht vor deutschen Bombenangriff. Da erreicht das Natural History Museum Majo Lockwoods Angebot, einen Teil der Sammlung auf seinem Landgut Lockwood Manor unterzubringen. Die junge Kuratorin Hetty Cartwright begleitet die Evakuierung der Säugetierabteilung.
Das alte, halb verlassene und marode Landhaus bietet zwar ausreichend Platz, aber eine erschreckende Atmosphäre macht Hetty Angst.

Ausgestopfte Tiere verschwinden, die Sammlung wird trotz Bewachung immer wieder verändert und Schaukästen beschädigt. Nicht nur Mäuse und andere Schädlinge gefährden die Sammlung, auch vom Major scheint eine unheimliche Bedrohung auszugehen.
Jane Healey beschwört in ihrem unterhaltsamen und stimmungsvollen Schmöker die viktorianische Zeit herauf. Ich fühlte mich bei der Beschreibung der nicht greifbaren Bedrohung und der Ängste an Manderley aus DuMauriers Roman „Rebecca“ oder auch an Brontes „Wuthering Heights“ erinnert. Das Labyrinth der Räume auf Lockwood Manor, ein geheimnisvolles, verschwundenes Blaues Zimmer, das durch die Alpträume von Major Lockwoods Tochter Lucy geistert, nächtliche Geräusche und seltsame Erscheinungen, verstärken diesen Eindruck.
Auch der Major scheint ein dunkles Geheimnis zu hüten und längst hat er seine freundliche Maske fallen lassen zeigt seinen Jähzorn und seine Machtgelüste. Seltsame Dinge ereignen sich und seltsame Gäste bevölkern das Haus.
Irgendwie scheint der Roman aus der Zeit gefallen, aber Healey gelingt es, den viktorianischen Schauerroman neu zum Leben zu erwecken. Ich konnte mich der Atmosphäre nicht entziehen und die Geheimnisse um dieses Haus erzeugten eine Gänsehaut-Spannung, die mich richtig fesseln konnte. Zwischen Hetty und Lucy entspinnt sich eine zarte Freundschaft, gemeinsam wollen sie sich den Bedrohungen stellen.
Aufgelockert wird die Atmosphäre durch Hettys Eigenart, Menschen die ihr begegnen mit Tieren zu vergleichen, da der Major zu einem Königstiger, die Haushälterin zu einem Sandfuchs, die Vergleiche finde ich sehr stimmig und sie beschwören sofort ein Bild vor meinen Augen.
Eingestreut und durch kursiven Druck kenntlich gemacht, sind die Träume, die Lucy und auch Hetty heimsuchen. Hier möchte ich auch einen Kritikpunkt anfügen. Das Schriftbild war für mich reinstes Augengift, ein, zwei Punkte größer, wäre mein Lesevergnügen größer geworden. Ansprechend und ein echter Blickfang ist das Cover. Blütenranken, ein Kolibri und ein schwarzer Jaguar nehmen Bezug auf den Roman.
Ein unterhaltsamer Roman, auf den der Begriff „Schmöker“ wirklich passt.

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