Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesemama:
Turbulente Zeiten im Hotel der Herzen
Wild at Heart - Winterglück im Hotel der Herzen von Anne Sanders
Bewertet mit 4 Sternen
Wild at Heart - Winterglück im Hotel der Herzen ist das zweite Buch rund um das Hotel.
Zum Buch:
Der Winter naht, das Hotel ist nach dem Brand der Scheune und den damit zusammenhängenden Wiederaufbaumaßnahmen geschlossen bzw. wurde es von einer Filmproduktionsfirma komplett gebucht.
Die Schauspielerin Heather, die im Sommer mit ihrem heimlichen Freund hier war und der überaus attraktive Schauspieler Noah sollen ein Paar sein, die Familie Wilde findet sich mitten im Trubel der Filmcrew wieder. Nettie weiß nicht wo ihr der Kopf steht, nachdem sie Damien geküsst hat.
Kurzum, es wird nicht langweilig Im Hotel der Herzen und dafür sorgt nicht nur der Film ...
Meine Meinung:
Das Cover ist absolut bezaubernd und passt (natürlich) sehr gut zu Teil eins.
Und da komme ich schon dazu, zu Teil eins, der Sommer im Hotel der Herzen. Meiner Meinung nach sollte man den vorher gelesen haben, sonst fehlen einige Information, die die Geschichte dann nicht ganz so schlüssig machen und das wäre schade.
Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm zu lesen, die Kapitel sind kurz, die Perspektiven bzw. Personen wechseln ständig ab, aber man kommt nicht durcheinander, es ist immer gut gegliedert.
Mir fehlte allerdings das Winter- bzw. Weihmachtsfeeling, davon hätte ich mir in einem Winterroman mehr erhofft. Was dann aber auch nicht so dramatisch war, so kann man das Buch dann auch das ganze Jahr lesen.
Nettie, Gretchen und Theo sind sympathische Charakter, die man gerne begleitet. Das Setting ist ein Traum, die Gezeiteninsel normalerweise ein ruhiger Ort. Kurzum, Lesevergnügen und Unterhaltung sind garantiert. Ich kann das Buch bzw. die beiden Bücher rund um das Hotel der Herzen sehr empfehlen.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Heinrich und die Frauen
Das Heinrich-Problem von Alexandra Holenstein
Das Heinrich-Problem ein Roman von Alexandra Holenstein (Fischer Taschenbuch Verlag)
Alberta (Berti) Fischer führt ein geregeltes Leben. Als Coach für Lebensfragen im Allgemeinen und Beziehungsfragen im Besonderen hat sie immer ein offenes Ohr für ihre Klientinnen und steht ihnen mit guten Ratschlägen zur Seite.
Sie kocht für ihren Mann, Heinrich und bewegt sich gestanden durchs tägliche Leben. Diese scheinbar heile Welt gerät ins Wanken, als Heinrich ihr während des Essens eröffnet, auszuziehen und sie zu verlassen. Eine skurrile Alltagsroutine stellt sich ein. Berti scheinbar naiv, duldet Heinrichs Dreistigkeiten im täglichen Miteinander und ihre eigenen Lebensweisheiten helfen kaum weiter. Als sie herausfindet, dass es Heinrich bisher mit dem Ehegelübde nicht ganz so streng gesehen hat, entwickelt Berti Rachegelüste und wächst bei der Beseitigung des Heinrich-Problems über sich hinaus.
Alexandra Holenstein schreibt in einer angenehmen Art. Ihr Erstlingswerk hat mir gut gefallen. Berti erscheint anfangs arglos und viel zu gutmütig. Doch im Laufe der Geschichte wendet sich das Blatt und mit Hilfe von Heinrichs geplagten und schikanierten Tross weiblicher Anhängsel bekommt ihr Mann jetzt Schwierigkeiten.
Der Text zeigt Ironie, der dem Leser das ein oder andere Mal ein Schmunzeln entlockt. Die Beschreibungen der Lokalitäten und Orte von Bertis Aktionen lesen sich interessant und machen Lust, diese selbst zu entdecken.
Fazit: Die Schweizer Art und Weise, mit verwegenen, dreisten Männern umzugehen, hat mir gut gefallen und ich hoffe auf weitere lustige Romane der Autorin.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Durch ein Ziel verbunden
Die Schule am Meer von Sandra Lüpkes
Die Schule am Meer ein Roman von Sandra Lüpkes (Kindler-Rowohlt Verlag)
... Wenn es regnet und der Wind so weht wie heute, ist es besonders schlimm. Die meisten machen einfach einen Satz ins Wasser und tauchen unter, um es hinter sich zu haben. Jeden Morgen einmal mit dem Kopf in der Nordsee, von April bis Oktober, das ist der Alltag in der Schule am Meer, .
.. Die Lehrer nennen es "Mystisches Tauchbad", angeblich härtet es Körper und Geist ab. Hier zeigt sich, sagen die alle, wer mutig ist und wer nicht. ...
Die ostfriesische Insel Juist, 1925:
Eine Gruppe von Lehrern und Vorreiter ihrer Zeit gründet auf der Nordseeinsel eine Schule mit Internat. Ihr Ziel, geschlechterübergreifendes Lernen ohne Angst in einer respektvollen Gemeinschaft und freundschaftlichen Miteinander.
Ihre wegweisenden Ideale kollidieren unter dem geschichtlichen Aspekt mit den Ansichten der heimischen Insulaner. Die bestehende Gemeinschaft stemmt sich gegen die Spannungen und der Leser bekommt tiefe Einblicke in die Routine der Inselbewohner und den Schulalltag sowie das Miteinander von Lehrern und Schülern. Das Heranwachsen und die Entwicklung der jungen Protagonisten sind gespickt mit Abenteuern, Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch mit Konflikten, Hindernissen und ganz rührenden Momenten. Fern der Heimat wächst eine neue Familie zusammen und die Schule am Meer gibt den jungen Protagonisten ein neues Zuhause.
Sandra Lüpkes schreibt wunderbar mitreißend, authentisch, in einer guten Mischung aus Dialogen und erzähltem Text. Sie baut historische Fakten und Personen sowie fiktive Erzählungen gekonnt in eine spannenden Geschichte ein. Hinter dem Aspekt der wahrer Begebenheiten und basierend auf Tatsachenberichten wirkt diese faszinierende Geschichte doppelt berührend. Die kleinen Anekdoten lockern das Geschehen trotz der Schwere und teils traurigen Stellen auf. Die hervorragende Recherche der Autorin macht das Gelesene mit jeder Zeile glaubwürdig. Die Fotos im Einband und die Skizze der Gebäude der Schule am Meer ergänzen das Gelesene und unterstreichen die Stimmung des Buches. Die 569 Seiten sind wahrlich keine leichte Kost, doch lohnt sich dieser Gesellschaftsroman und bereichert den Leser mit bewegten Stunden.
Rezensionen von LadyIceTea:
Eine Geschichte mit Schmunzel-Garantie!
Mein Herz, dein Herz und die Pferde von Tina Wolff
TV News-Queen und Workaholic Bernice Milers hat mal wieder etwas angestellt. Sie flieht vor ihrem Chef und kehrt zurück nach Montana. Unerwartet ist nicht nur die Hilfe, die sie auf der Sweet Water Ranch bekommt, sondern auch die Begegnung mit einem Cowboy, den sie einst geliebt und nie vergessen hat.
Dean ist sofort wieder an ihrer Seite, sitzt mit ihr einen Blizzard in einer Berghütte aus und bringt sie zu seinen Leuten ins Blackfeet-Reservat.
Unter dem Pseudonym Natty Who versteckt Bernice sich, um gegen ihren Chef zu recherchieren. Doch in der Weite der Prärie warten andere Abenteuer. Sie verliert eine ganze Ponyherde, gerät in einen illegalen Viehtrieb und startet mit den Blackfeet, Freunden und ihrer Familie den Marsch für etwas Verlorenes. Denn jeder hat etwas verloren, was es wert ist, gefunden zu werden. Findet Bernice das, was ihr Herz sucht? Kann sie es wagen, sich noch einmal in Dean zu verlieben? Vorsichtig muss sie sein, denn bei dieser Jagd ist sie die gejagte Jägerin.
„Mein Herz, dein Herz und die Pferde“ ist der zweite Band der Rocky-Mountain-Girls-Reihe von Tina Wolff. Den ersten Band der Reihe muss man nicht kennen aber es lohnt sich, denn diese Bücher beinhalten so viele wunderbare Menschen und Orte, bei denen man sich einfach auf ein Wiedersehen freut.
Auch in diesem Fall werden wir mitten in der Geschichte, von einer uns bekannten jungen Dame, empfangen. Bernice hat schon fleißig in Band 1 mitgemischt und auch jetzt ist sie voller Tatendrang. Sie hat sich weiterentwickelt und so war es für mich, als hätte ich eine gute Bekannte nach ein paar Jahren wiedergetroffen.
Mir hat gefallen, dass man sofort merkt, dass Bernice in einem Dilemma steckt und sich einfach nur nach Zuhause sehnt. Sie rutscht im Laufe des Buchs von einem Abenteuer ins andere, was mich zum Lachen, Kopf schütteln, mitfiebern und mitfühlen gebracht hat.
Ihre Ankunft auf der Sweet Water Ranch hat mich ins Träumen gebracht. Auch hier ist das Wiedersehen groß, wenn man Band 1 gelesen hat. Ich liebe die Beschreibungen der Ranch und auch die Szenen mit den Pferden. Der Autorin gelingt es, sehr nah an der Pferderealität zu schreiben, ohne dabei wie Wendy zu klingen. Schon nach wenigen Seiten war der Schmunzelfaktor sehr hoch.
Neben den wunderbaren Landschafts- und Tierbeschreibungen (die es nicht genug geben kann), begegnen uns auch in diesem Buch viele wunderbare Figuren. Einige kennen wir schon und dürfen erfahren, wie sie sich entwickelt haben und andere sind neu. Das Tollste finde ich ist, wie unterschiedlich alle sind. Sei es Cody, der lustige Australier auf der Ranch oder Deans Leute alias „Der verrückteste Haushalt der Great Plains“ aber auch die Teilnehmer des Laufs. Alle sind sehr eigen aber auch warmherzig, mit ihrer eigenen kleinen Geschichte und einem riesen Zusammenhalt und das macht diese Reihe so geborgen und besonders.
Für mich sind die Bücher von Tina Wolff wunderbare Pferdebücher für Erwachsene, die ihr Pferdemädchen nie verabschiedet haben. Die Bücher sind gefüllt mit wunderbaren Pferdeszenen, Landschaften und tollen Figuren. Die Geschichten gehen ans Herz und bringen mich zum Schmunzeln. Eine klare Empfehlung!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Die Geschichte eines steirischen Tals
Vordergründig Hinterberg von Günther Marchner
Angeregt durch die Krimi-Reihe „Gaspermaier“ von Herbert Dutzler habe ich dieses Buch über das Hinterbergtal, einem Tal im steirischen Salzkammergut, gerne zur Hand genommen.
Der Autor Günther Marchner ist in Bad Aussee geboren, er kennt also die Gegend, die er hier beschreibt.
Wo liegt es nun das Hinterbergtal? Zwischen dem Ödensee und dem Bergmassiv des Grimming in der Steiermark.
Seinen Namen verdankt es der ehemaligen Herrschaft „Hinterberg“, die ein Teil der Ausseer Salinenregion war.
In insgesamt neun Kapiteln dürfen wir einige interessante Einblick in diese Region machen. Diese neun Kapitel gliedern sich wie folgt:
Alte Spuren
Besiedelung, Herrschaft und Religion
Bauern, Salz und Holz
Zeit der Umbrüche
Zwischen k.u.k. und Anschluss - Gemeinden und WIrtschaft in der Ersten Republik
Nationalsozialismus in Mitterndorf und in der Region
Von der Nachkriegszeit zum goldenen Zeitalter
Schnee, Berge, Wasser - Entwicklung einer Tourismuslandschaft
Ausblick ins 21. Jahrhundert - vom ständigen Wandel in einer traditionsreichen Gegend
Zahlreiche, zum Teil sehr persönliche Fotos ergänzen den informativen Text, der in einer angenehmen Sprache die Leser durch die Zeiten begleitet. War in der Vergangenheit das Tal nach (Bad) Aussee ausgerichtet, so spielt heute (Bad) Mitterndorf eine zentrale Rolle.
Nicht ausgespart werden die strukturellen Probleme mit denen das Tal immer wieder zu kämpfen hatte. Doch gemeinsam scheint es eglungen zu sein, sich dem jeweiligen Fortschritt anzupassen. Dass das Hinterbergtal manchmal einen anderen oder gemächlicheren Weg als andere Tourismusgemeinden in der näheren und weiteren Umgebung, hat sich auf lange Sicht bewährt. Die Mitterndorfer zählen zu den Pionieren des Wintersports, sei es als Schispringer (Hubert Neuper senior und junior oder alpine Schifahrerin Lea Sölkner, die in der Überschrift als „Leo“ bezeichnet wird oder der Bergsteiger Leo Schlömmer.
Fazit:
Nicht nur ein tolles Buch zum Schmökern und Schauen, sondern auch ein Tipp für einen Urlaub abseits von dem mondänen Aprés Ski und überlaufenen Schicki Micki- Destinationen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Mut zur Farbe!
Die Farben der Queen von Hughes Sali
Die Journalistin Sali Hughes hat mit diesem farbenprächtigen Buch ein schönes Kaleidoskop von Queen Elizabeths Garderobe erstellt.
Bevor es jedoch durch den opulenten Kleiderschrank (oder muss man vielmehr Kleiderwohnraum sagen?) geht, erfahren wir einiges über die Queen. Zum Beispiel, warum sie keine Hosen trägt, wie man Hoflieferant wird und sich diese Gunst wieder verscherzt, welche Farben sie gerne und zu welchem Anlass trägt sowie, dass die Absätze ihrer Schuhe nie mehr als 5,7cm beträgt.
Wobei, bei den Schuhen wundert mich, dass diese meistens hässlich sind. Gibt es in UK keinen Schuhmacher, der für Elizabeth eleganten Maßschuhe anfertigt? Mir fällt das auf, weil ich eine ziemliche Schuhfetischistin bin. Hätte ich den Bekleidungsetat der Queen, würde ich nur in Maßschuhen herumlaufen.
Der nach Farben geordnete Bildteil zeigt eine Querschnitt durch die Garderobe der Queen und ist auch gleichzeitig eine Revue durch die letzten Jahrzehnte der Mode. Die Queen als Modeikone zu bezeichnen wäre falsch. Dieses Prädikat haben ihre Schwiegertöchter oder die Gemahlinnen ihrer Enkel inne. Dennoch setzt Elizabeth gezielte Statements mit der Auswahl ihrer Kleidung. Man erinnere sich an das blau-gelbe Ensemble, das sie zur Parlamentseröffnung 2017, ein Jahr nach der Brexit-Abstimmung, getragen hat. Die Blumen auf ihrem Hut erinnern doch recht zufällig an die EU-Sterne. Zufälle gibt es bei der Queen nicht, politische Statements sind ihr untersagt, also drückt sie sich eben mit der Farbe ihre Kleider und Accessoires aus. Gelungen!
Sehr gut hat mir das Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Buches. gefallen. Nach einem ausführlichen Vorwort können die Kleider der Queen nach Farben geordnet bewundert werden.
Zu jedem Foto gibt es einen kurzen Kommentar, der Hinweise u.a. auf den abgebildeten Schmuck enthält. Lieblingsschmuckstück der Queen ist die dreireihige Perlenkette. Wer mehr über den Diamantschmuck der Queen lesen möchte, dem empfehle ich „Die Diamanten der Queen“ von Hugh Roberts.
Neben aktuellen Fotos werden auch welche aus der Kindheit, von Staatsbesuchen, Hochzeiten oder anderen Gelegenheiten präsentiert. Mehrheitlich lächelt oder lacht die Queen auf den Bildern, doch manchmal blickt sie auch nachdenklich.
Das letzte Kapitel „Gemustert“ lässt mich ein wenig schaudern. Die bunten Stoffe waren zwar damals modern, richtig kleidsam sind sie nicht. Besonders hässlich finde ich das „Harlekin“-Abendkleid von 1999. Harlekin mit Pailletten am Oberteil, quietschgelb mit Streifen am Rock - das ist irgendwie too much.
Einzige Ausnahme ist (meiner Meinung nach) das Ensemble, das die Queen 2012 anlässlich ihres Thronjubiläums auf der Isle of Man getragen hat - dezentes Muster mit einem lachsfarbenen Hut.
Die Autorin berichtet, dass die Queen Tabellen führt (führen lässt) wann sie welches Outfit getragen hat, und das eine oder andere in etwas abgeänderter Form nochmals trägt.
Fazit:
Ein interessantes Buch über die Garderobe von Queen Elizabeth. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich gut unterhalten
111 Orte im Weinviertel, die man gesehen haben muss von Günther Pfeifer; Gerhard Hohlstein; Franziska Wohlmann-Pfeifer
Das Weinviertel, das korrekterweise „Viertel unter dem Manhartsberg“ heißt, erstreckt sich von eben diesem Manhartsberg bis an die Donau im Bereich Hainburg und Marchegg.
Dieses Bereich von Niederösterreich hat erstaunliche Geschichten und Geschichte zu bieten. Es gibt natürlich mehr als diese 111 Orte, die das Trio Krimiautor Günter Pfeifer, Franziska Wohlmann-Pfeifer und Gerhard Holstein hier präsentiert.
Doch sind sie in kaum einem der üblichen Reiseführer zu finden. Daher lohnt sich ein Ausflug in das Weinviertel in jedem Fall.
Ein paar Beispiele gefällig?
Wo gedenkt man Mozarts Notdurft? (S. 172)
Welcher Fabrikant hat sich gleich zwei Helden kaufen können? (S. 100)
Dallas und Texas im Miniaturformat?(S. 142)
Eine Schipiste mitten im Weinviertel? (S. 150
Welche Stadt hat ein Aquädukt für zwei Flüsse? (S. 108)
Dass das Weinviertel vor geraumer Zeit (ca. 13 Mio. Jahren) vom Urmeer bedeckt war, kann man auf S. 144 entdecken.
Also, auf in das Viertel unter dem Manhartsberg, es hat neben Wein, Kulinarik und Kultur noch viel mehr zu bieten. Einen Großteil der hier angeführten Orte kenne ich. Doch auf für mich haben sich einige neue lohnende Ausflugsziele ergeben, die ich gerne kennenlernen möchte.
Fazit:
Ein ganz besonderer Reiseführer aus der 111er Reihe des Emons-Verlags, dem ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein interessanter Ratgeber
Money, honey! von Larissa Kravitz
Dieses Buch habe ich mit großem Interesse gelesen. Ich selbst bin in der glücklichen Lage nicht von Altersarmut betroffen zu sein, doch viele meiner Geschlechtsgenossinnen trifft dieses Schicksal.
Allerdings ist es möglich, trotz dieser himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass Frauen wegen der vielen unbezahlten Tätigkeiten in Haushalt, Kinder- und Altenbetreuung wenig(er) Gehalt und damit auch weniger Pension bekommen, etwas zu tun.
(„Gender Pay Gap“)
Ich teile die 13 Kapitel des Buches in zwei Teile:
Die Ist-Stand-Analyse samt einfachen Tipps, um ein wenig Geld zur Kapitalbildung frei zu machen, und in den großen Bereich „Anlagemöglichkeiten“.
Zuerst so, schreibt die Autorin, ist es ratsam, eine Vermögensaufstellung sowie eine detaillierte Einnahmen/Ausgabenrechnung zu machen. Außerdem kann die Arbeitnehmerveranlagung eine Steuerrückzahlung bedeuten. Ausgabenseitig sollten auch kleine Euro-Beträge aufgeschrieben werden. Abos (Fitness-Studio!) auf ihre unbedingte Notwendigkeit überprüft werden, Tauschen statt kaufen oder das Verkaufen von Büchern auf den entsprechenden Plattformen bringt ein kleines Zusatzeinkommen und schafft Platz. Nachhaltig ist es auch.
Diese Tipps klingen logisch, vieles ist einfach machbar, manches zwingt uns, sich von lieb gewonnenen Gewohnheiten zu trennen.
Im zweiten Bereich zählt die Autorin alle Möglichkeiten auf, Geld zu investieren. Sie verschweigt die Risiken, die auf auf die Anleger lauern, nicht. Allerdings sind Frauen ohnehin ein wenig vorsichtiger beim Investieren.
Hier muss ich anmerken, dass doch einiges Wissen vorausgesetzt wird. Da sich das Buch an Frauen richtet, die bislang eher nur mit Bausparverträgen und/oder Lebensversicherungen zu tun haben, geht es in den folgenden Unterkapiteln ein wenig zu schnell. Manches wird nur gestreift, oder recht hurtig erklärt. Über das Investment in Immobilien, sei es tatsächlich Wohnungen oder „nur“ Immobilienfonds, wird nur über knappe 5 Seiten berichtet. Das erscheint mir doch recht komprimiert.
Als Anfängerin nur auf Basis eines Buches wie diesem hier, in den Aktienmarkt einzusteigen, halte ich nicht für opportun. Ganz ohne persönliche Beratung, sei auch nur, um die vielen Informationsquellen zu finden und sortieren, wird es nicht gehen.
Das Buch ist humorvoll geschrieben. Das Buch fällt in der Buchhandlung durch seine Covergestaltung definitv auf: Weißer HIntergrund mit pink- und goldfarbener Schrift, wobei die Stapel des erwirtschafteten Gewinns sich noch haptisch hervorheben.
Fazit:
Das Buch macht neugierig und kann helfen, die für sich selbst richtige Anlageform zu finden. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein opulenter Frühlingsgruß
Tulpen von Eastoe Jane
Jane Eastoe beschenkt ihre Leser mit außergewöhnlichen Blumenfotos und vielen Informationen über diese Frühlingsblüher.
Die Geschichte der Tulpen ist den meisten ja hinlänglich bekannt. Genauso wie die erste (?) wirtschaftliche Blase, die tausende Menschen ins Verderben gerissen hat. (Siehe auch hist.
Romane wie „Tulpengold“ oder „Tulpenfieber“).
Die Autorin beschreibt nun in sieben Kapiteln, was beim Umgang mit Tulpen alles zu beachten ist:
Einleitung
Die Geschichte der Tulpen
die klassische Zierblume
Die üppige Blüte
Mosaik der Schönheit
Launenhaftes Vergnügen
Pflanzung und Pflege
Jane Eastoe porträtiert nun 50 Tulpensorten, die von der preisgekrönten Fotografin Rachel Warne perfekt in Szene gesetzt werden. Die Vielfalt der Tulpen ist nahezu unendlich und jedes Jahr kommen neue Züchtungen hinzu. Es muss ein wahrer Augenschmaus sein, während der Tulpenblüte durch die Niederlande zu fahren und die bunten Blütenmeer zu sehen.
In dieses Buch habe ich mich sprichwörtlich „verschaut“. Ich kann es nicht oft genug durchblättern und an den wunderschönen Fotos erfreuen. Als Tulpen-Junkie kaufe ich diese Schnittblumen solange es geht. Im Herbst werde ich das Buch zu Rate ziehen, wenn es gilt, Tulpenzwiebel in die Beete zu verpflanzen.
Fazit:
Ein farbenprächtige Sachbuch, das darauf wartet gelesen, bestaunt und verschenkt zu werden. Tulpe ist nicht gleich Tulpe - die Variationen sind vielfältig. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine unbedingte Kaufempfehlung.
Rezensionen von Ele:
Unerfüllte Liebe
Die Tochter der Bettlerin von Nora Berger
Die Tochter der Bettlerin, Historienroman von Nora Berger, 490 Seiten, erschienen im Tinte & Feder-Verlag.
Eine bewegende Geschichte über den Leibgardisten Friedrichs des Großen und zwei starke Frauen.
1747 in Berlin, Anna die Tochter einer Bettlerin flieht, als ihre Mutter und deren Freund sie zur Prostitution zwingen wollen.
Sie landet als Magd bei der Familie derer zu Trenck. Der älteste Sohn Friedrich ist Leibgardist bei Friedrich II, dem Großen. Hoffnungslos verliebt Anna sich in Fritz, doch der hat nur Augen für die Schwester des Königs, Prinzessin Amalie. Er benutzt Anna in ihrer Verliebtheit als Überbringerin der amourösen Botschaften. Als der König von der unstandesgemäßen Liaison erfährt lässt er von Trenck einkerkern. Als Mann verkleidet dient sie in der preußischen Armee und begibt sich schließlich in noch größere Gefahr: Auch wenn Trenck ihre Liebe womöglich nie erwidern wird, will sie ihm helfen.
23 lange Kapitel, in einzelne Leseabschnitte eingeteilt, gliedern das Buch. Einzelne Erzählstränge enden in spannenden Situationen, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen will. Deftige, lebhafte Dialoge, die sich der Zeit anpassen. Nora Berger schreibt bildhaft und detailliert und verbindet so geschickt historische Tatsachen mit fiktiver Erzählung. Die Handlung die sich am Anfang etwas zieht, bis die verschiedenen Figuren eingeführt sind, wird zur Mitte immer spannender um in einem aufregenden Finale zu enden. Bei der Lektüre darf man es mit historischen Details nicht so genau nehmen. Die Geschichte hat mich zu einer genaueren Recherche über die Zeit Friedrich des Großen, seiner Schwester Amalie und der Lebensgeschichte Friedrich von Trencks animiert. Die Figuren sind hervorragend charakterisiert, obwohl sie nicht alle sympathisch sind. Anna die Protagonistin ist mir mutig, stark und doch etwas naiv vorgekommen die Sache mit dem verschwundenen Medaillon hätte sie Henriette getrost anvertrauen können. Prinzessin Amalie war meine Lieblingsperson, aufrichtig und treu. Fritz von Trenck war in meinen Augen ein Hasardeur und sehr egoistisch, von seiner Liebe zu Amalie abgesehen. Wie er am Ende mit Anna umgegangen ist, hat ihn in meinen Augen völlig unsympathisch gemacht. Überhaupt nicht leiden konnte ich Johann, der hoffentlich seine gerechte Strafe bekam. Friedrich II ist gut beschrieben worden, ein Schöngeist und Künstler, zu recht der „Große“ genannt, war im Privatleben wohl eher unglücklich. Eines hat m. M. jedoch gefehlt. Die Kräuterfrau bei der Anna ihre Tochter zurückließ, da hat sich noch eine Verwicklung angekündigt die nicht zu Ende geführt wurde.
Die Lektüre hat mir Spaß gemacht, wer nicht unbedingt Wert auf Authentizität legt, bekommt mit diesem Buch gute Unterhaltung und ein Stück deutsche Geschichte geliefert. Die Spannung war besonders am Schluss gut aufgebaut und nie langweilig. Dafür von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.











