Kunden em pfehlungen
Rezensionen von S.:
Wehe, wenn Miezbert schlechte Laune hat
Miezbert von Annett Stütze; Britta Vorbach
Miezbert ist ein überaus liebenswerter blauer Kater. Er hat viele Freunde, zum Beispiel den Vogel Piep, Freund Bär oder Freundin Huhn. Sie mögen ihn sehr. Aber wehe, wenn er schlechte Laune hat! Dann faucht er und rennt weg. Oder brüllt die anderen an. Endlich stellt er fest, dass ihm nicht kalt ist, nichts weh tut sondern.
.. er einfach Hunger hat. Die anderen Tiere wollen helfen, ihm etwas zu fressen geben, aber er mag weder Nüsse noch Honig. Schade, dass er seine Freunde so vor den Kopf stößt. Er brummt, poltert und knurrt. Später frisst er sich satt und ist ein glücklicher Kater. Ich finde, eine Entschuldigung für die hilfsbereiten Kumpel wäre für Miezbert (oder andere schlecht gelaunte Wesen) nicht verkehrt gewesen.
Die Zeichnungen sind toll und gut verständlich, die Druckqualität ist ausgezeichnet. Gut getroffen die erstaunten und verwunderten Gesichter der anderen Tiere. Miezbert in seiner Not bekommt eine ganze, sehr ausdrucksstarke Seite. Die Farben sind wunderbar kräftig. Die Textmenge auf den einzelnen Seiten ist altersgerecht.
Obwohl der Kater sich nicht entschuldigt, ist es insgesamt ein ansprechendes Buch für die Kleinen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Gelungener 3. Teil
Whisky mit Schuss von Melinda Mullet
Abigail Logan, seit einem Jahr Erbin einer kleinen, aber feinen
Whisky-Destillerie, nimmt erstmals an einer prestigeträchtigen Whisky-Prämierung teil. An ihrer Seite Patrick, Grant und Hund Liam. Schauplatz dieser Leistungsschau ist ein formidables Hotel in den Highlands, das seinen Gästen allerlei Bequemlichkeiten und Belustigungen anbietet.
So gibt es eine Greifvogelschau, den unvermeidlichen Golfplatz und eine Hundeschule.
Das Personal ist ausgesucht höflich und muss regelmäßig die „Steckbriefe“ der Gäste, in denen deren Vorlieben und Marotten verzeichnet sind, auswendig lernen.
Just in diesem Tempel der Vornehmheit, werden zwei der Preisrichter tot ausgefunden. Das ruft natürlich DI Michaelsen auf den Plan, der zu Abigail ein ambivalentes Verhältnis hat. Zum einen schätzt er ihren Verstand und die präzise Fragestellung, der ehemaligen Kriegsberichterstatterin, andererseits gehen ihm ihre Alleingänge, die nicht selten zu einer brenzligen Situation führen auf die Nerven. Doch diesmal ist Michaelsen auf Abigail angewiesen, befindet sich doch die Mehrzahl seiner Mitarbeiter im Krankenstand.
Auf der Suche nach einem plausiblen Motiv gehen allerdings die Meinung der beiden weit auseinander. Während der Polizist den schnöde Geldgier vermutet, glaubt Abi, dass die Morde mit der Whisky-Prämierung zu tun haben.
Wie weit beide daneben liegen, lest bitte selbst.
Meine Meinung:
Melinda Mullet ist wieder ein gut lesbarer Krimi rund um das „uisge beatha“, das „Wasser des Lebens“, gelungen. Der LEser erfährt völlig unaufgeregt einiges über Whisky abseits des schottischen oder irischen. Die Traditionalisten unter den Preisrichtern verabscheuen zwei Sorten: Whisky, der von Frauen bzw. von Ausländern destilliert wird. Die Wortgefechte dazu sind recht aufschlussreich, den in der Zwischenzeit gibt es ausgezeichnete Whiskys aus Japan oder Indien. Was gerade bei Indien, keine große Überraschung ein darf, denn die Briten waren ja lange Jahrzehnte Herren über den Subkontinent.
Abigail zeichnet sich nicht nur durch Scharfsinn aus, sondern darf diesmal ein wenig eifersüchtig sein, als Brenna, eine Verflossene von Grant auftaucht. Doch noch mehr als die Beziehung zu Grant, kränkt Abigail, dass Brenna bei ihrem verstorbenen Onkel Ben, in die Lehre zur Whisky-Brennerin gegangen ist, und sie (Abigail) nichts davon wusste.
Der Krimi ist wie seine beiden Vorgänger unterhaltsam und lässt sich leicht lesen.
Ich hatte relativ bald einen vagen Verdacht, der sich erhärtet hat. Die Frage nach dem WARUM ist recht eindeutig, beim WIE hätte ich mir ein wenig präzisere Angaben gewünscht.
Was für mich, obwohl Hunde nicht so sehr mag, unverständlich ist, dass Liam häufig Häppchen vom Tisch der Menschen erhält. Dass Spürnase Liam gerne Whisky schlürft, mag vielleicht ein witziges Blitzlicht sein, geht aber für mich gar nicht. Ein betrunkener Hund, der durch das Hotel torkelt? Gut, dass die Autorin am ENde der Buches erklärt, dass Hunde (Tiere) und Alkohol sich nicht vertragen.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Gerne gebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Die letzten Tage der Donaumonarchie
Melange ohne von Ursula Heinrich
Man schreibt den September 1918, die Niederlage von Österreich-Ungarn im Großen Krieg ist nicht mehr abzuwenden. Max Freiherr von Riedenfels ist nach einer Schussverletzung rekonvaleszent im Militärspital von Bozen und tauscht mit seinem Freund, dem Miltiärarzt Stefan von Brühl, den Urlaubsschein, damit der rechtzeitig zur Hochzeit seiner Schwester reisen kann.
Was gut gemeint ist, ist eigentlich unerlaubtes Entfernen von der Truppe und endet häufig vor den Standgericht .
Nach einigen Schwierigkeiten gelingt es Max doch Eichgraben, einen kleinen Ort nahe Wien, zu erreichen. Doch hier wartet schon die nächste Hiobsbotschaft auf ihn: Stefan ist wegen Mordes an Edgar Maienbach, dem Bräutigam verhaftet worden.
Wegen des Tausches der Urlaubsscheine wird Max der Mitwisserschaft verdächtigt. Die Polizei hat sich auf Stefan als Täter festgelegt. Max beginnt seinen 2-monatige Genesungsurlaub für eigene Recherchen zu nutzen, um den wahren Mörder zu finden. Was ihn dazu befähigt? Nun, der 19-jährige, der kurz vor dem Schulabschluss durch die Matura eingerückt ist, ist leidenschaftliche Leser von Kriminalromanen. Daher glaubt er, Kompetenzen als Privatdetektiv zu haben.
Nebenbei muss er noch einen Brief an Eveline Kratky abgeben, deren Verlobter Dr. Wegscheid ihm in Bozen aus der Bredouille gerettet hat. Eveline, Medizinstudentin und Krankenschwester, ist acht Jahre älter und engagierte Sozialistin. Ihr zuliebe besucht er Veranstaltungen der Sozialistischen Partei, macht gemeinsam mit ihr Hausbesuche und lernt das himmelschreiende Elend der Menschen kennen.
Gleichzeitig recherchiert er weiter, stellt sich ungeschickt an, wird erwischt und festgenommen. Nichts desto trotz stellt er sich die Frage, wer vom Tod Maienbachs am meisten profitiert. Denn, so hat er herausgefunden, Edgar, Sohn einer reichen Fabrikantenfamilie, ist kein unbeschriebenes Blatt. Er hat zahlreiche Arbeiterinnen der Fabrik genötigt ihm zu Willen zu sein, andernfalls die Frauen entlassen würden. Eine dieser Frauen ist bei einer missglückten Abtreibung gestorben. Ist hierin das Motiv zu suchen? Will sich deren Familie rächen?
Der Prozess gegen Stefan Mitte Oktober endet wie befürchtet: Stefan wird zum Todesurteil verurteilt. Doch bis zur Vollstreckung dauert es. Max intensiviert seine Bemühungen, denn auch ihm läuft die Zeit davon: Am 1. November muss er sich wieder bei der Truppe einfinden.
Wird es Max gelingen, innerhalb von zwei Wochen den Mörder zu finden?
Meine Meinung:
Die Einordnung dieses Buches als historischer Roman ist trotz des Kriminalfalles richtig. Denn mehr als Ermittlungen, Zeugenbefragungen und Polizeiarbeit steht das historische Umfeld im Vordergrund. Der Leser erfährt von der katastrophalen Ernährungssituation der Bevölkerung Wiens, auch wenn sich Maxens adelige und vermögende Familie noch besser versorgen kann, als die schwer schuftenden Frauen in den Fabriken. Die Autorin beschreibt auf ungeschönte Weise die bittere Armut der Kriegswitwen und Waisen, die in den Außenbezirken Wiens hausen. Eveline öffnet Max hier die Augen, obwohl der an der Isonzo-Front selbst genug Elend gesehen und erlebt hat.
Sehr gut ist die politische Situation eingeflochten. Die Donaumonarchie wird nur mehr wenige Tage überleben. Eveline und Max sind hautnah dabei, als die Republik ausgerufen wird.
Daneben ist dieser Roman eine Geschichte von Freundschaft, Zivilcourage und erster Liebe.
Die Charaktere sind glaubhaft und differenziert angelegt. Die Leser können die Motive für deren Handlungen gut nachvollziehen. Selbst die Nebenfiguren wie Dienstboten, Schankwirt, Beamte, Arbeiter und/oder die Demonstranten vor dem Parlament sind authentisch darstellt.
Geschickt sind auch Maxens Erlebnisse von der Front als Flashbacks eingeflochten. Ohne es deutlich auszusprechen ist dieser Roman ein Antikriegsroman. Dem Leser wird breiter Raum zum Nach- und Weiterdenken geboten.
Der Schreibstil ist, trotz der dramatischen (Kriegs)Ereignisse angenehm zu lesen. Durch die schön formulierte Sprache erhält der Leser einen farbenprächtigen, durch feldgrau und schwarz abgeschwächt, Eindruck der letzten Tage der Donaumonarchie.
Die Autorin scheint ein weiteres Buch mit Max Freiherr von Riedenfels vorzubereiten, wie der Cliffhanger glauben macht - Allerdings dann ohne Freiherr und „nur“ mit Max Riedenfels. Auf einen solchen freue ich mich.
Fazit:
Wer eine kluge, vielschichtige Unterhaltung in elegantem Schreibstil schätzt, ist hier goldrichtig. Gerne gebe ich diesem historischen Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von BarbaraM:
Ein berührender und tiefgründiger Roman
Melange ohne von Ursula Heinrich
„JuniNebel“ von Ute Ziskah ist 2020 im Eigenverlag herausgebracht worden und umfasst in der Taschenbuchausgabe 217 Seiten.
Bernard kehrt in seine Heimat zurück, nachdem er den Anruf bekommen hat, dass sein ihm verhasster Vater verschwunden ist. Er begibt sich auf die Suche nach seinem Vater und bemerkt, dass er dabei auch auf dem Weg zu sich selbst ist.
Unterstützt wird er vor allem durch Robert, einen Gefährten seines Vaters aus dem Krieg. Er lässt in Einblick nehmen in die vergangene, schicksalshaft tragische Welt seines Vaters. Diese Vergangenheit beeinflusste das Denken und Handeln seines Vaters so maßgeblich und erklärt für Bernard einiges. Er kommt seinem Vater Stück für Stück etwas näher.
Ute Ziskah gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren ruhigen, sehr sensiblen und äußerst atmosphärischen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Der Spannungsbogen, ob Bernard denn nun seinen Vater finden würde oder nicht, war für mich durchgängig spürbar und ich fühlte ab der ersten Seite mit und konnte die Gedanken von Bernard und allen anderen gut nachvollziehen. Ute Ziskah beschäftigt sich in ihrem Roman sehr tiefgründig, aber auch behutsam und aufrichtig mit den psychischen Belastungen der Kriegsgeneration und den Folgen auf die weiteren Generationen: die falsche Interpretation der furchtbaren Einsamkeit, das Gefühl der Schuld, der Hilflosigkeit, des Nichtverstandenwerdens und auch des Nichtverstandenwerdenwollens, die Unnahbarkeit, des Verloren-Seins…
Fazit: Ein feinfühliger und sehr lesenswerter Roman, der nicht nur an der Oberfläche bleibt. Man merkt dem Buch an, dass es mit ganz viel Feingefühl und Herz verfasst wurde.
Es war für mich ein eindrückliches Erlebnis, dieses Buch zu lesen und es ruft in meinen Augen dazu auf, hinter Dinge, Beziehungen, Menschen zu sehen.
Rezensionen von Bibliomarie:
Die Zwei vom Bauhof
HEIßE NÄCHTE IN UNTERFILZBACH (Unterfilzbach 3) von Eva Adam
Sepp und Hansi vom Bauhof in Unterfilzbach bekommen wieder reichlich Arbeit. So hat der gutmütige Sepp sich breitschlagen lassen und hilft dem pensionierten Postboten Erwin, der sich einen Beinbruch zugezogen hat, bei der täglichen Versorgung. Dass das allerdings fast in einen Vollzeitjob inclusive Renovierung ausartet, hat er nicht erwartet.
Als Sepp Nachschub an Wandfarbe besorgt und Erwin eine halbe Stunde allein im Haus ist, gibt es eine gewaltige Explosion. Viel bleibt nicht übrig, weder vom Erwin, noch von seiner Immobilie. Ein Unfall – daran glauben Sepp und Hansi nicht, es bleibt nicht aus, sie müssen wieder ermitteln.
Aber das ist nicht die einzige Belastung, Dreharbeiten für einen Heimatfilm stehen an und der Bürgermeister flippt völlig aus. Unterfilzbach als Filmkulisse, vielleicht für einen Filmpreis prädestiniert, das ist doch die ideale Werbung für ihn. Da stellt er dem exaltierten Regisseur doch freudig alle Hilfsmittel zur Verfügung, der geplante Filmtitel „Die scharfe Fanny und der Förster“ ficht ihn nicht an. Aber der Sepp stellt sich störrisch, denn einer der Kameraleute scheint ihn gut zu kennen und da schießen die Gerüchte im Dorf gleich ins Kraut.
Auch wenn es in Unterfilzbach ganz besonders drunter und drüber geht, so hat die Autorin das Dorfleben schon genau studiert und eingefangen. Wenn sie für die entsprechende Situationskomik manchmal auch überzeichnet, so kenne ich einiges doch aus eigener Jugenderfahrung. „Was werden denn die Leut‘ sagen“ – diesen Spruch habe ich zur Genüge gehört.
Der Krimi ist einfach witzig, die Autorin hat ein ganzes Panoptikum an originellen Figuren geschaffen, die genau nach Niederbayern passen. Ihre Dialoge sind urkomisch, das Timing der Gags ist auf den Punkt gebracht und deshalb hat mir das Buch wieder unheimlich Spaß gemacht. Ich habe das mit einem Augenzwinkern gelesen und mich am Ideenreichtum von Eva Adam erfreut. Das ist leichte Unterhaltung, aber eben auch gekonnt geschrieben, denn grade Leichtigkeit muss man können.
Ich habe noch keinen Unterfilzbach-Krimi verpasst, aber jedes Buch ist ganz in sich abgeschlossen und man kann wirklich jederzeit einsteigen.
Die Krimikomödie hat handfesten bayerischen Charme und ist auch eine Hommage an die „Mannsbilder“ der Freiwilligen Feuerwehr.
Rezensionen von Emmmbeee:
Von Nordlichtern und griechischen Inseln
flüchtig von Hubert Achleitner
Eine Frau mit dem umfangreichen und bedeutungsschweren Vornamen Eva Maria Magdalena ist von einem Tag auf den anderen verschwunden. Einfach auf und davon. Ihr Mann Herwig, kurz Wig genannt, sucht sie überall, obwohl er über ihre Abwesenheit eigentlich erleichtert sein sollte, wird er doch mit 60 zum ersten Mal Vater.
Doch seine Freundin lässt ihn im Ungewissen, ob er es wirklich ist. Maria indessen hat sich in Wigs Volvo auf den Weg Richtung Süden gemacht. Zusammen mit der Autostopperin Lisa (zugleich Erzählerin an Achleitners Stelle) kommt sie bis nach Griechenland.
Der Leser erfährt abwechselnd, wie es Maria und Wig ergeht und von ihrer Liebe, die völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Der Autor schildert mit einem grösseren Wortschatz, als man normalerweise in Romanen antrifft, eine örtliche und seelische Odyssee von zwei Menschen, die eigentlich füreinander bestimmt sind. Achleitner arbeitet mit der Sprache, als sei sie frisch aufgebrochener Boden, fruchtbar und offen für alle Möglichkeiten. Literarisch unverbraucht, originell in den Wendungen und Wortbildern, kraftvoll, urwüchsig. Hubert Achleitner schöpft sprachlich aus dem Vollen. Und es kommt mir wie bedächtiges Schreiten durch die Handlung vor. Keine künstlichen Konstruktionen, sondern alles folgerichtig. So finde ich jedenfalls.
Besonders gefiel mir die Geschichte vom Joik, dieser ganz persönlichen Melodie für die samischen Neugeborenen. Als Hubert von Goisern bekannt, ist der Autor mit der Musik natürlich auf Du und Du. So sind auch die anderen musikalischen Einstreuungen sehr stimmig und feinfühlig ausgewählt, sie sind eins mit dem Geschehen.
Über den Inhalt und den sprachlichen Ausdruck hinaus ist mir aufgefallen, dass der Text sehr sorgfältig korrigiert worden ist. Da findet sich kein einziger Fehler, kein Versehen bei der Eingabe. Ich hoffe, dass «flüchtig» nicht Hubert Achleitners einziges Buch bleibt.
Rezensionen von manu63:
Netter Einstieg
Love factually von Penny Reid
Love Factually ist der erste Band der Knitting in the City Reihe der Autorin Penny Reid. Das Buch ist eine Neuauflage des bereits erschienenen Titels Chaosqueen küsst Froschkönig. Das habe ich eher zufällig heraus gefunden und ich weiß nicht ob das Buch auch neu überarbeitet wurde. Für mich ist es auf jeden Fall das erste Buch der Autorin.
Janie Morris Leben liegt in Trümmern, sie hat ihren Freund, Wohnung und Job verloren und zu ihrem Verdruss ist der attraktive Security Quinn Zeuge ihres Abgangs. Als sie glaubt das es keinen Lichtblick für sie gibt bekommt sie von Quinn ein Angebot das sie nicht ausschlagen kann und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Die Autorin nimmt die Leser mit auf eine Reise durch eine nette Liebesgeschichte mit einer chaotischen Hauptperson, die durchaus nervig werden kann. Janie redet erst und denkt dann erst nach und plappert sich so in abstruse Situationen mit Quinn. Nach und nach erfährt der Leser auch warum Janie so handelt und lernt den Grund für ihre Unsicherheiten kennen. Bisher haben die Protagonisten noch keine großartige Tiefe, da es aber der Beginn einer Reihe ist denke ich das die Leser nach und nach mehr erfahren werden. Die Nebencharaktere sind auf jeden Fall schon mal vielversprechend. Gut gefallen hat mir auch, das die Autorin explizite Szenen nur andeutet und immer ausblendet bevor es richtig zur Sache kommt. So erspart sie den Leser das in Liebesromanen oft vorkommende ausführliche beschreiben solcher Szenen die sich oftmals gleichen und jeden Schleck und Kuss ausführlich beschreiben. So kann man eher sein Kopfkino walten lassen und sich ausmalen was die Personen so alles machen um sich zu befriedigen. Insgesamt ein netter leichter Liebesroman den ich nebenbei lesen konnte und der mich dennoch gut unterhalten hat. Es gab einige Längen, aber das fand ich nicht ganz so schlimm.
Rezensionen von Maralis:
Weil jeder Tag besonders ist
Der Rikscha-Fahrer, der das Glück verschenkt von Biyon Kattilathu
Inhalt: Vier Minuten täglich können dein Leben verändern. Nimm dir Zeit für dich. Gute Fragen, überraschende Challenges, heilsame neue Routinen, berührende Geschichten....Dieses Buch steckt voller Geschenke an dich selbst. Fang heute noch an! Quelle: Klappentext
Biyon Kattilathu hat nicht zu viel versprochen.
Er hat ein Buch geschrieben, dass eine große Wirkung auf seine Leser hat.
Hier handelt es sich nicht um ein Buch das man liest, vielleicht bei Gelegenheit noch einmal rein sieht, es dann zur Seite legt und über kurz oder lang in Vergessenheit gerät. Nein, um so ein Buch handelt es sich nicht.
Bei diesem Buch sollte der Leser selbst aktiv werden. Denn hier handelt es sich um eine Art Tagebuch zum selbst ausfüllen, Motivationsübungen und vieles mehr.
Wer gern sich selbst etwas Gutes tun möchte, findet hier das Buch dazu.
Dieses Zitat möchte ich Euch nicht vorenthalten: "Die wichtigste Beziehung ist immer die Beziehung zu dir selbst."
Viel Spaß mit dem Buch!
Rezensionen von Petra Sch.:
Regionalkrimi mit rabenschwarzem Humor
Leichen, die auf Kühe starren von Tatjana Kruse
Kurz zum Inhalt:
In Kitzbühel tauchen verschiedene Leichenteile auf. Es stellt sich heraus, dass diese zu verschiedenen Personen gehören. Wer sind diese? Und warum werden sie nicht vermisst?
Luisa, die von allen nur Leo genannt werden will, arbeitet als Zimmermädchen und bemerkt dort seltsame Hotelgäste.
Ihr Freund Fröschl wird verdächtigt, denn er taucht immer dort auf, wo die Leichenteile gefunden werden. Doch der kann es nicht sein, oder?
Leo wird auch gleich von Frau Obermoser eingespannt und soll als Hausdame bei der Gangster-Witwe Irina ermitteln, denn es steht ein Treffen von einigen Gangster-Bossen an.
Und dann sind da noch fünf Hardcore-Hansi-Hinterseer-Fans. Was haben die mit allem zu tun?
Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von Tatjana Kruse, und ihr Schreibstil, der Plot und vor allem die handelnden Personen polarisieren. Sie sind skurril, schräg und kurios.
Viel Slapstick und vor allem jede Menge schwarzer Humor ziehen sich durchs ganze Buch.
Die fünf Hansi Hinterseer Fans trifft man immer wieder und schließt sie sofort ins Herz. Und die "alte Omi", Frau Obermoser, will die ganzen Gangster dingfest machen, wobei ihr die mutige und furchtlose Leo helfen soll.
Ich fand die Schnappschildkröte von Frau Obermoser total ulkig. Sie war für mich sowas wie der heimliche Protagonist, denn sie taucht immer wieder auf, und trägt noch dazu den witzigen und schwer auszusprechenden Namen Vitzliputzli.
Die Spannung kommt nicht zu kurz, denn bis kurz vor Schluss rätselt man, zu wem die Leichenteile gehören, warum diese Menschen sterben mussten und wer der Mörder ist.
Leos Alleingänge in der Gangster-Villa lassen einen zittern; und zum Schluss gibt es einen fulminanten Showdown mit einem überraschenden Ende ;)
Im Epilog erklärt sich dann auch der Titel des Buches, und ich musste herzhaft lachen.
Doch trotz aller Komik haben der Fall und der Grund für die Morde eine Ernsthaftigkeit und Authentizität, die gerade für Kitzbühel sehr zutreffen.
Fazit:
Schräger Regionalkrimi mit Lokalkolorit und viel rabenschwarzem Humor.
Rezensionen von Almuth-Rexer@web.de:
Zwiespältiger Eindruck
#CrashTag von Martin Brückner
In ein paar Jahren könnte die Handlung schon Realität sein: Autos können autonom fahren, für diese Fahrzeuge ist sogar eine besondere Fahrspur reserviert. Allerdings hat die Technik doch noch ihre Tücken, sodass es immer wieder zu Kollisionen mit Fußgängern oder Radfahrern kommt.
Genau so ergeht es Fritz Graber, als er mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit von solch einem Autonomen über den Haufen gefahren wird.
Graber ist Journalist bei der Neuen Frankfurter Zeitung, hat aber seine erfolgreichsten Jahre schon hinter sich. Er liebt Oldtimer, was sich in der liebevollen und detaillierten Beschreibung der alten Modelle widerspiegelt, hat schräge Freunde und ist ansonsten eher ein einsamer Wolf. Eins seiner speziellen Hobbies ist Crashtag.com, eine Webseite, auf der schwere Unfälle weltweit präsentiert werden.
Als ein deutscher Unternehmer an der Côte d'Azur mit einem alten und seltenen Porsche verunglückt, weckt dies Grabers Neugier nicht nur wegen des Oldtimers. Er vermutet, dass es sich gar nicht um einen Unfall, sondern um Manipulation an dem edlen Wagen gehandelt haben könnte. Der tote Unternehmer stellte nämlich Sensoren für autonom fahrende Autos her, ein heiß umkämpfter Markt! Und schon sehr bald interessiert sich eine asiatische Firma für das Unternehmen. Grabers Ehrgeiz wird zusätzlich noch durch eine neue, junge Kollegin angestachelt, der er offensichtlich nicht nur beruflich etwas beweisen will.
Graber ist sehr ,,oldschool", aber für meinen Geschmack nicht immer im positiven Sinne. Dafür wirkt er stellenweise zu gemächlich, zu sehr Sonderling. Seine ,,Dialoge" mit Steve McQueen mögen vielleicht Autofans erfreuen, mich haben sie nicht so vom Hocker gerissen. Immerhin aber nimmt er sich selbst mal gern auf die Schippe, was ihn wiederum sympathisch macht. Die Handlung nimmt nach den ersten Drittel deutlich an Fahrt zu, allerdings wirkt sie mit den diversen Themen von autonomem Fahren, modernster Computertechnik, Wirtschaftskriminalität usw. auch etwas überladen.
Etwas irritierend sind stellenweise Sprünge in der Handlung, auch die Sprache wirkt für einen erzählenden Text oft zu sachlich, berichtähnlich und eher nüchtern.
,,Crashtag" vermittelt mit dem autonomen Fahren eine interessante Thematik, die aber durch zu viele Nebenaspekte etwas in den Hintergrund gerät. Man hat irgendwann das Gefühl, dass der Autor sich nicht so recht zwischen den vielen Möglichkeiten entscheiden konnte.










