Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Portugalsehnsucht, aber als Krimi enttäuschend
Schwarzer August von Gil Ribeiro
Ich bin mit Band 4 quer eingestiegen und konnte problemlos folgen.
Das Buch lebt von der Beschreibung seiner Charaktere, insbesondere von Leander Lost, der mit seinem Asperger Syndrom oft ganz anders reagiert als seine Kolleg*innen. Aber auch diese werden für das Buch bereichernd beschrieben.
Dazu kommt dann noch eine große Portugalliebe, hach ja, nach dem Buch möchte man so unbedingt sein Köfferchen packen und umgehend unzählige Pastéis de Nata verdrücken - ein weiterer großer Pluspunkt des Krimis.
Der Kriminalfall an sich allerdings - hier war ich nach den vielen positiven Rezensionen der Vorgängerbänder ja sehr gespannt - hat mich enttäuscht.
Es plätscherte so vor sich hin, von Spannung keine Spur und die Auflösung, nun ja. Wenn dann die letzten Seiten so völlig aus dem Nichts eine*e Täter*in hervorgezaubert wird, dann hält sich meine Begeisterung auch sehr in Grenzen.
Zudem haben für mich die Liebesbeziehungen der Charaktere zu sehr dominiert, klar, von Leander konnte ich gar nicht genug lesen, aber auch seine Beziehung fand ich angesichts seiner vorausgegangenen Asperger-Züge nicht stimmig und seine stets verständnisvolle und rücksichtsvolle Freundin ohne eigene Interessen nicht realistisch geschildert.
Für Leander und das Portugal-Setting gibt es volle fünf Sterne, nachdem es aber ein Krimi ist, muss ich für den schwachen Krimi-Plot leider zwei Sterne abziehen.
Rezensionen von heinoko:
Dahinplätschernd
Die Sonnenschwestern von Rees Tracy
Wie nur kam der Verlag darauf, das Buch „Die Sonnenschwestern“ zu nennen anstelle des so viel passenderen Originaltitel „Das Stundenglas“? Wollte man eine falsche Fährte legen zu Lucinda Riley, „Die Sonnenschwester“?
Der Verlag beschreibt den Inhalt ungefähr so:
London 2006: Nora, 40, weiß so gut wie nichts über ihre Familiengeschichte.
Sie kündigt Job und Wohnung und reist nach Tenby, Wales, auf der Suche nach den Spuren ihrer Familie.
Tenby, 1956: Llew und Chloe sind von Kindheit an enge Freunde. Ein dramatischer Vorfall bringt die beiden auseinander und sie sehen sich nie wieder, ohne einander zu vergessen.
50 Jahre später findet Nora in Tenby nicht nur ihren Frieden, sondern auch die Lösung eines alten Familiengeheimnisses.
Irgendwie konnte ich mit dem Buch nicht warm werden. Vielleicht weil die Zeitsprünge nur jeweils so kurz sind und man als Leser dadurch nicht wirklich die Chance bekommt, sich wirklich in die jeweiligen Situationen einzufühlen. Kaum weiß man, wer wo wann und warum, schon springt die Geschichte wieder um in die andere Zeitebene und die Orientierungsphase beginnt von vorne. Zwar ist der Schreibstil gut lesbar, aber das reicht einfach nicht. Das Erzählte plätschert irgendwie nur so dahin, was auch daran liegen mag, dass die Protagonisten recht farbloss und blass beschrieben werden. Bildlich und atmosphärisch besser werden dagegen die jeweiligen Schauplätze geschildert. Doch insgesamt bleibe ich während der gesamten Lektüre leicht gelangweilt. Wirklich gepackt hat mich das Buch an keiner einzigen Stelle.
Rezensionen von Sago:
Etwas zerfasert
Der Knochengarten von Val McDermid
Der Thriller wird wohl in erster Linie für Fans von Carol Jordan und Tony Hill interessant sein. Schwierig ist nur, dass Carol ja bei der Polizei gekündigt hat und Tony eine Haftstrafe verbüßt. So ist es an Carols Team, im aktuellen Mordfall zu ermitteln. Auf einem ehemaligen Klostergelände und Kinderheim werden viele Mädchenskelette gefunden.
Und in einem Hochbeet nebenan die Überreste einiger junger Männer. Stehen die Verbrechen in einem Zusammenhang?
Die Lösung wird ziemlich bald mitgeliefert, so dass die Leser nur noch dabei zusehen, wie auch die Polizei das Rätsel löst. Während Tony verzweifelt Sinn und Beschäftigung im Gefängnis sucht und dabei in Gefahr gerät, wird Carol vom Projekt In Dubio angeheuert, das sich zum Ziel gesetzt hat, unschuldig Inhaftierte zu rehabilitieren. Birgt etwa auch ihr Fall eine Verbindung zu den Skelettfunden?
Zu viele gewollte Verknüpfungen, Tony und Carol eigentlich abwesend, ein Tony, der nach einem kurzen Bericht den Fall mal eben im Vorbeigehen aufgrund eines einzigen Hinweises löst: An das Niveau der frühen Fälle kann das Buch meiner Meinung nach leider nicht ganz anknüpfen. Wäre ich kein Fan des Ermittlerduos, hätte es vielleicht nur für drei Sterne gereicht. Aber gerade deswegen fand ich die Konstruktion des Thriller, der wenig Fahrt aufnimmt, auch schwierig.
Rezensionen von qq:
informativer und spannender 8ter Band
Die Henkerstochter und der Fluch der Pest von Oliver Pötzsch
informativer und spannender 8ter Band
Band 8 der Familiengeschichte - Magdalena und Jakob bekommen es mit einem besonderen Gegner zu tun: der Pest, die die Menschen nacheinander dahinrafft. Eine spannende Ausgangslage für den 8ten Band. Es gibt zahlreiche Maßnahmen um die Ausbreitung einzudämmen - das ganze erinnert an unsere Corona Krise.
Wie immer sind die Familienmitglieder der Familie Kuisl sehr gut skizziert.
Was mir auch schon bei den anderen Bänden zugesagt hat, finde ich auch hier gut umgesetzt: gut recherchierte historischen Details sind Bestandteil der Geschichte rund um die Familie Kuisl.
Meine Erwartungen für die Fortsetzungen sind wieder voll und ganz erfüllt wurden - ich war gut unterhalten.
Rezensionen von manu63:
Ob es wirklich hilft?
Essen gegen Arthrose von Petra Bracht; Roland Liebscher-Bracht; Johann Lafer
Essen gegen Arthrose ist ein Gemeinschaftswerk des Kochs Johann Lafer mit der Ernährungsmedizinerin Petra Bracht und dem Schmerzspezialisten Roland Liebscher-Bracht. Sie wollen mit den richtigen Nahrungsmitteln und Übungen gegen Arthose angehen.
Das Buch ist unterteilt in verschiedene Kapitel, anfangs werden einfache Übungen gezeigt die gegen Schmerzen im Knie helfen sollen.
Die Übungen können ohne großartige Hilfsmittel gemacht werden. Erläuterungen zum Sinn der Übungen ergänzen diese. Diese Übungen finde ich gut erklärt und einfach nachzuahmen.
Danach geht es zum Thema Nahrung als Medizin. Die Erläuterungen zu „schlechten“ und „gesunden“ Nahrungsmitteln finde ich verständlich und nachvollziehbar. Für mich aber keine großartigen neuen Infos, wer sich ein wenig mit Ernährung beschäftigt hat, kennt diese Grundlagen sicherlich schon.
Der Rezeptteil umfasst über 80 Rezepte zu 28 gesunden Nahrungsmitteln. Diese werden ohne Nährwerte geliefert, dafür aber mit Portionsangaben. Die einzelnen Zutaten gibt es in gut sortierten Supermärkten oder Reformhäusern. Wer diese nicht zur Verfügung hat, wird sicherlich in einem Onlineshop fündig. Viele der Rezepte finde ich nicht so richtig ansprechend, etliches wiederholt sich bei den Zutaten und der richtige Pep fehlt mir. Aufregend neues war für mich nicht dabei. Einiges ist auch relativ aufwändig und nicht unbedingt was für die schnelle Küche nach der Arbeit. Als Einstieg in die vegane Ernährung finde ich das Buch nicht geeignet, ob diese Form der Ernährung bei Arthrose hilft kann ich nicht beurteilen, dazu müsste man sich längere Zeit danach ernähren. Der Verzicht auf „ungesunde“ Lebensmittel wird sicherlich etwas bewirken, aber ob es das Allheilmittel ist wage ich zu bezweifeln.
Rezensionen von manu63:
Verherrung
Die Greifenreiterin 3 von Sabine Schulter
Die Reihe um die Greifenreiterin Rayna geht mit Band 3 weiter und trägt den Titel Verherrung. Die Autorin Sabine Schulter lässt den Leser weiter am Schicksal von Rayna, Hyron und den anderen Charakteren aus den Vorbänden teil haben. Zemzee und seine Männer sind mittlerweile sehr nah gekommen und es wird immer dringender das Artefakt zu erschaffen um die Elementsteine zu zerstören, aber gelingt es Rayna und ihren Gefährten rechtzeitig zu den Himmelsschwertern zurück zu kommen? Diese und weitere Fragen werden in Band 3 beantwortet.
Dieses Buch wartet mit vielen eher ruhigen Szenen auf und lässt nur an wenigen Stellen atemlose Spannung aufkommen. Das stört mich jedoch wenig, weil ich solche ruhigen Passagen in diesem Buch recht passend fand. Rayna und Hyron haben mittlerweile so viel erlitten das es mal schön ist beide einigermaßen entspannt zu erleben. Es gibt viele Verhandlungen und Debatten rund um die notwendigen Handlungen und diese lassen auch keine großartige Spannung aufkommen, wie auch Rayna muss sich der Leser immer wieder gedulden wie es weiter gehen soll. Insgesamt ein eher ruhiger Band im Rahmen des Vierteilers den ich gerne gelesen habe. Die Vorbände sollten auf jeden Fall gelesen werden um die Zusammenhänge einordnen zu können.
Rezensionen von Bibliomarie:
Idylle mit Hindernissen
Die Greifenreiterin 3 von Sabine Schulter
Für Penelope Kite ist die Provence ein Sehnsuchtsort. Kurzentschlossen erwirbt sie ein altes, verwittertes Steinhaus, das malerisch in den Hügeln des Luberon liegt. Was hält die Frührentnerin noch in London, wo die undankbaren Kinder in ihr nur ein praktisches Kindermädchen sehen? Nun ist sie also stolze Besitzerin von „Le Chant d’Eau“ und ein zweiter, realistischerer Blick zeigt, dass sie noch eine Menge Arbeit haben wird.
Mit Garten und Pool will sie beginnen, doch da lauert eine Überraschung, denn im brackigen Wasser des Pools liegt eine männliche Leiche. Es ist der Vorbesitzer, dessen unangenehme Bekanntschaft sie schon am Abend ihrer Ankunft machte.
Weil die Polizei nur allzu gerne einen Unfall sehen möchte, Penny aber gehörige Zweifel hegt, beginnt sie auf eigene Faust zu schnüffeln. Das erregt natürlich den Unwillen der Polizei und des Bürgermeisters und Penny macht einige unliebsame Erfahrungen.
Ein Lavendelfeld und ein mittelalterliches Dorf zieren das Titelbild und verweisen sogleich auf einen richtigen Urlaubskrimi. Das Setting stimmt und eine ältliche Dame als Ermittlerin wider Willen klingt doch richtig spannend.
Diese Versprechungen löst der Roman auch ein, aber mir fehlte doch noch einiges um ein ganz rundes Lesevergnügen zu haben. Einige der Figuren, wie z.B. die Maklerin, die ständig um Penny herumschwirrt, wirken unglaubwürdig. Penny selbst kann der Verlockung eines gekühlten Rosés nie widerstehen und so enden ihre Ermittlungen oft in Weinseligkeit.
Das Buch liest sich amüsant und unterhaltsam, allerdings waren nicht alle Spuren logisch abgeschlossen. Mancher Handlungsstrang versandet im Lauf der Geschichte. Der Plot war gar nicht schlecht, aber in der Ausführung gibt es doch noch reichlich Luft nach oben.
Genießen kann man auf alle Fälle die stimmungsvoll geschilderte Atmosphäre der Provence und für wen wäre so ein altes Gut nicht ein Sehnsuchtsort?
Kurz- ein Cosy Crime mit viel Urlaubsfeeling.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein spannender Fall auf der dänischen Insel Bornholm
Bornholmer Schatten von Katharina Peters
Sarah Pirohl, die nicht, wie es ihrem Vater gelegen gekommen wäre, Jura studiert hat, sondern den Polizeidienst angetreten hat, nimmt sich eine Auszeit, nachdem ihr erster Fall, bei dem sie eigenverantwortlich ermittelt hat, ziemlich in die Hose gegangen ist. Der Mann, der als Mörder seiner Stieftochter verurteilt wurde, hat sich in der Zelle erhängt.
Nachdem dann die zweite Leiche einer jungen Frau auftaucht und der Mörder sie in einem Bekennerschreiben auch noch verhöhnt, zieht sich Sarah auf die dänische Insel Bornholm zurück, wo sie mit ihren Eltern viele Jahre Urlaub gemacht hat und wo Freunde von ihr ein kleines Wochenendhaus besitzen. Als eine dritte Leiche gefunden wird, packt Sarah der Ehrgeiz und sie beginnt, zusammen mit der Kriminalpsychologin Hannah Jakob, Lone Giesing, die in Sachen Internetrecherche nicht zu toppen ist und Frederik Thomsen, einem jungen dänischen Journalisten mit deutschen Wurzeln, im Verborgenen zu ermitteln.
Ich kennen schon einige Bücher von Katharina Peters. Ihr Schreib- und Erzählstil hat mir immer gut gefallen und so war ich ganz gespannt auf den ersten Fall einer neuen Reihe um die ehrgeizige und sehr sympathische junge Kommissarin Sarah Pirohl. Die Autorin hat es auch hier wieder sehr schnell geschafft mich zu fesseln und mitten hinein zu ziehen in einen neuen, sehr interessanten Fall. Vielleicht auch, weil der Weg zur Auflösung über ein politisches Thema läuft, was bei uns seit einigen Jahren hoch aktuell ist. Mehr wird aber nicht verraten.
Ein sehr gut durchdachter Fall mit einigen Wendungen, auf die ich so nicht gefasst war. Intrigen, auf die ich nicht gekommen wäre und ein Geheimnis, das ich genau wie Sarah nicht in ihrer Familie vermutet hätte.
Da ich diese oft blutrünstige, grausligen Beschreibungen der Toten nicht mag, finde ich es hier sehr gut gemacht, wie die Beschreibungen sehr nüchtern und ohne unaufgeregt klingen.
Die Personen, die ich hier kennenlerne, wirken alle sehr echt und menschlich, haben Ecken, Kanten und agieren mutig, selbstlos oder aber so, dass ich nicht mit ihnen befreundet sein möchte (sie mit mir vermutlich auch nicht).
Ein sehr gut geschriebener, sehr spannender und interessanter Bornholm-Krimi mit einer neuen, unverbrauchten, liebenswerten Kommissarin, mit der ich gerne weitere Fälle lösen würde.
Rezensionen von ingrid78:
Portugal Krimi
Schwarzer August von Gil Ribeiro
"Schwarzer August" ist der vierte Fall für Leander Lost, den etwas anderen Ermittler aus Deutschland, der für die portugiesische Polícia Judicária in der Algarve ermittelt. Man muss die anderen Teile nicht unbedingt gelesen haben, da jeder Fall für sich abgeschlossen ist. Leander Lost hat das Asperger Syndrom, seine Inselbegabung war in seinen vorigen Fällen schon hilfreich, so auch in seinem neuen Fall, in dem eine Serie von Anschlägen die Region in Aufregung versetzt.
Die verschlüsselten "Bekennerbriefe" kann Lost mit Hilfe seiner außergewöhnlichen Begabung entschlüsseln und die Ermittlungen nehmen ihren Lauf. In gewohnt flüssigen Schreibstil beschreibt der Autor Landschaft und Leute, man fühlt sich beim lesen direkt in die malerische Algarve versetzt. Das Lokalkolorit gibt der Handlung ihren eigenen Rahmen. Die Geschichte wirft viele Fragen auf, ist spannend und kommt ohne viel Blut aus. Punktet dafür mit interessanten Charakteren und einer gut durchdachten Handlung zu aktuellen Themen. Wer Krimis mit Urlaubsflair liebt sollte hier zugreifen.
Rezensionen von ingrid78:
ein neuer Fall für Martin Servaz
Schwestern im Tod von Minier Bernard
Ein Fall für Kommissar Martin Servaz, auf den ich mich gefreut habe. Der Fall führt ihn zurück in die Vergangenheit, zu seinem ersten Fall. Doch wie es aussieht, war der damalige Fall nicht wirklich abgeschlossen, denn es gibt wieder ein Opfer und die Spuren führen Servaz zu seinem ersten Fall zurück.
Der damalige Fall schien aufgeklärt, ein Selbstmörder hatte die Morde an den Studentinnen gestanden. Jetzt wurde die Frau des Autors Erik Lang tot aufgefunden, von Giftschlangen getötet. Zwischen den Fällen liegen 25 Jahre, was hat Servaz damals übersehen? Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal die Perspektive aus der Vergangenheit, einmal die, die in der Gegenwart spielt. Der Schreibstil liest sich von selbst, ich fand die Story spannend und wollte immer unbedingt weiter lesen. Wie von Minier gewohnt sind die Charaktere sehr gut angelegt, auch die Spannung ist da. Trotzdem hat mir das gewisse Etwas gefehlt, vielleicht weil die Gesichtete doch etwas konstruiert wirkt? Ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten, das Buch sorgt für einige spannende Lesestunden. 4 Sterne









