Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bibliomarie:
Auge um Auge
Dänische Schuld von Frida Gronover
Seit Gitte Madsen von Münster nach Marielyst in Dänemark umgezogen ist, hat sie sich gut eingelebt, sie arbeitet beim örtlichen Bestatter, hat Freunde und Verwandte gefunden. Immer noch hat sie die Suche nach ihrem vor 18 Jahren verschwundenen Vater nicht aufgegeben. Er war Däne und sie glaubt nicht, dass er seine Frau und Tochter einfach im Stich gelassen haben könnte.
Gitte scheint ungewöhnliche Todesfälle anzuziehen, schon einmal wurde sie in einen Mordfall verwickelt und nun wird sie Zeugin wie im Restaurant ein Gast am Nebentisch jäh verstirbt, waren es die Pilze? Aber schnell stellt sich heraus, dass es ein heimtückischer Mord war. Bei der Vorbereitung zur Bestattung erfährt Gitte, dass die Familie des Mannes schon mehrfach von Tod und Unfall gebeutelt wurde. So sitzt der älteste Sohn der Familie nach einem Fallschirmsprung im Rollstuhl und er gibt Gitte auch den Anlass zu ermitteln. Natürlich sehr zum Missfallen des örtlichen Kommissars Ole Ansgaard. Zwar funkt es zwischen Ole und Gitte, aber Einmischung in seine Arbeit finde er nicht gut und auch privat ist er eher unentschieden.
Das ist der zweite Fall mit der jungen Bestatterin und er schließt zeitlich nahtlos an den Vorläufer an, ist aber völlig eigenständig zu lesen.
Gitte ist eine sehr sympathische, oft spontan agierende Figur, deren Charakterisierung der Autorin gut gelungen ist. Auch das ganze dänische Umfeld gefällt mir gut. Da sich das Buch an deutsche Leser wendet, wird einiges an dänischen Besonderheiten eingeflochten und erklärt. Da geht von den Essgewohnheiten bis hin zu den dänischen Gepflogenheiten des Heizens oder besonderen Regeln im Straßenverkehr. Das ist für zukünftige Dänemarktouristen sicher sehr hilfreich, bremst aber die Spannung des Krimis.
Neben der Krimihandlung ist auch das Verhältnis zu Ole ein wichtiger Handlungsstrang, es knistert zwischen den beiden, aber Ole zögert, sehr zum Missfallen von Gitte. Er scheint immer erst nach ein-zwei Bierchen aufzutauen. Auch hier gibt es eine Erklärung, die gleich mehrfach thematisiert wird.
Der Plot gefiel mir ganz gut, der Schreibstil könnte für meinen Geschmack ein wenig mehr Pep vertragen. Es liegt sicher an den ganzen eingestreuten Exkursen, die Tempo aus der Geschichte nehmen, auch wenn sie durchaus lesenswert sind und illustrieren, wie Gitte langsam in ihrer zweiten Heimat ankommt. Aber vielleicht wäre da weniger mehr gewesen.
Insgesamt ein solider Krimi, der sicher noch weiter geführt wird, denn das Verschwinden des Vaters bleibt weiter offen.
Rezensionen von Caroline :
Wundervolle unterhaltsame Lektüre
Lessons from a One-Night-Stand von Piper Rayne
Schon seit einiger Zeit verfolge ich die Veröffentlichungen von dem Autorenduo Piper Rayne. Ich mag den Schreibstil, den Humor in den Geschichten und vor allem, dass die Hauptfiguren erwachsen sind. Keine (fast) Teenager mehr, sondern Erwachsene, die einen Beruf haben, ihre Vergangenheit mitschleppen und versuchen ihren Weg zu gehen.
Das klingt jetzt eher ernst und spröde, aber nicht in Piper Raynes Romanen. Natürlich stehen die Helden in den Geschichten vor Herausforderungen und Problemen, dennoch fehlt es niemals an Leichtigkeit. Damit ist immer für gute Unterhaltung gesorgt. So auch in diesem Buch. Die Familie Baileys hat jede Menge Geschwister, deshalb nehme ich an, dass wir einige wundervolle Geschichten zu lesen bekommen.
Die Baileys wohnen in Alaska. Schon einmal ein ungewöhnlicher Schauplatz für Liebesgeschichten.
Austin, der älteste der Geschwister, kam nach dem Unfalltod seiner Eltern zurück, um sich um die jüngeren zu kümmern. Er gab eine vielversprechende Baseball Karriere auf, um seiner Familie beizustehen und den elterlichen Betrieb zu retten. Dieses selbstlose Verhalten hat ihm fast den Ruf eines Heiligen eingebracht. Nun einige Jahre später sind die jüngsten Baileys fast mit der High-School fertig und er selbst versucht eine neue Anstellung in einem College als Baseball Trainer zu ergattern.
Knapp drei Monate vor Ende des Schuljahrs bekommt die High-School eine neue Rektorin. Holly Radcliffe hat ihre eigenen Gründe, um sich in Alaska niederzulassen. In Erwartung eines normalen Jobs kann sie nicht fassen, schon in der ersten Woche auf der Online Klatschseite erwähnt zu werden. Wobei ein One-Night-Stand im Jeep des Ortsheiligen kann nicht unbeobachtet bleiben.
Als sich auch noch herausstellt, dass es sich um den Baseball-Coach des High-School-Teams handelt, ahnt Holly bereits, dass es schwer sein wird, Austin aus dem Weg zu gehen. Wobei sich die Frage stellt, ob sie das überhaupt will.
Ein gelungener Serienauftakt, mit dem Versprechen vieler weiterer Geschichten rund um die Familie Bailey. Das Autorenduo schafft es auch dieses Mal wichtige ernste Themen anzusprechen. Doch kommt der Humor nicht zu kurz, ohne alles ins Lächerliche zu ziehen. Genau deshalb mag ich ihre Bücher so gerne, denn sie halten die Balance und ich habe angenehme Lesestunden.
Vielen Dank an Netgalley für das Rezensionsexemplar. Es war mir ein Fest es zu lesen.
Rezensionen von Bibliomarie:
Lost ist angekommen
Schwarzer August von Gil Ribeiro
Es geht für mich zum vierten Mal nach Fuseta an der Algarve. Ich habe mir noch keinen Band der Krimis um den außergewöhnlichen Sub-Inspektor Leander Lost entgehen lassen. Lost kam mit einem EU-Austauschprogramm an die Algarve, hat aber mittlerweile eine Planstelle erhalten und denkt gar nicht mehr an eine Rückkehr nach Hamburg.
In Fuseta ist der Asperger Lost angekommen und fühlt sich heimisch, nicht zuletzt Soraias wegen, der Schwester seiner Chefin und Kollegin Graciana Rosada.
Aber das frische Glück mit Soraia ist nicht länger ungestört, eine Bombenexplosion fordert die Policia Judicaria heraus, Graciana, Carlos Estevez, der Spanier Duerte und Lost stehen vor einem verstörenden Fall, denn der Täter fordert nicht weniger als ökonomische Gerechtigkeit und ein ökologisches Umdenken.
Die Algarve-Krimis von Gil Ribeiro (Holger Karsten Schmidt) sind nicht nur immer fesselnd, sie leben auch vom Zusammenspiel mit dem sehr unterschiedlichen Team und ihren Interaktionen. Während Duerte häufig über seine Eitelkeit, als sprichwörtlich stolzer Spanier stolpert, setzt Leander Lost durch sein Asperger-Syndrom Akzente. Seine Logik, kombiniert mit seiner Unfähigkeit zu lügen, bringt eine besondere Dynamik in die Ermittlungen. Das begeistert und fasziniert mich bei jedem Band auf’s Neue. Aber auch die anderen Figuren sind vielschichtig charakterisiert, sie werden dadurch sehr lebendig für mich. Ihre verschiedenen Persönlichkeiten prägen auch die Ermittlungen.
Ribeiros Bücher sind auch einzeln zu lesen, aber ich finde die Entwicklung, die Lost in Fuseta nimmt, besonders reizvoll und die kann man natürlich mit Vorkenntnis noch besser nachvollziehen.
Der Autor verbringt viel Zeit in Fuseta und diese Ortskenntnis und vor allem die Liebe zu diesem Landstrich und zur portugiesischen Seele spürt man beim Lesen. Ja, ich bekomme jedenfalls immer größere Lust, Fuseta selbst kennenzulernen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja bald einen Büchertourismus in diese portugiesische Kleinstadt.
Auch dieser Band hat alle meine Erwartungen erfüllt und ich warte wieder mit Spannung auf das nächste Buch.
Rezensionen von LadyIceTea:
Packende Dystopie ohne Fantasy-Elemente
Das Dorf (Finsterzeit 1) von Sandra Toth
Lara und Thomas stehen fassungslos vor den Trümmern ihrer Zeit. Die erbarmungslos vorangetriebene Energiewende spaltet das Land in Arm und Reich, das Stromnetz ist zusammengebrochen. Hunger, Gewalt und Mord sind an der Tagesordnung, alle sind auf der Flucht. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Doch Thomas kennt einen Ort, der Sicherheit und Schutz verspricht: die Festung.
Sein Großvater hat diese schon vor Jahren erbaut. Diesen Ort zu erreichen, ist das Ziel des jungen Paares. Sie machen sich auf einen langen und gefährlichen Weg, der sie in ein Dorf führt, in dem sich unter der Führung des charismatischen Viktors Gleichgesinnte zusammengefunden haben, um zu überleben. In der vermeintlichen Sicherheit der Dorfgemeinschaft kommen Lara und Thomas wieder zu Kräften. Doch schnell wird klar, dass die einzige Hoffnung aller Überlebenden das Erreichen der Festung ist. So machen sie sich schließlich erneut auf den Weg ins Unbekannte.
„Das Dorf – Finsterzeit 1“ von Sandra Toth, hat mich ziemlich schnell mit seinem Setting überzeugen können. Wir befinden uns in naher Zukunft. Die Spanne zwischen Arm und Reich ist so groß wie noch nie und zum Thema Energiewende und Klimawandel hat die Regierung einige falsche Entscheidungen getroffen, bis es zu Aufständen und der endgültigen Katastrophe kam, die im totalen Chaos endete. Ich möchte nicht zu viel verraten aber ich hatte immer wieder das Gefühl, als könnte solch ein Szenario wirklich passieren, wenn wir nicht aufpassen.
Die Autorin schildert sehr gut, wie sich die Menschen und die (Über-)Lebensbedingungen geändert haben. Es wird Wert auf einzelne Details gelegt, die der Geschichte Tiefe verleihen.
Auch das Leben in diesem Dorf und wie die Bewohner versuchen, sich erneut eine Art Normalität zu verschaffen, wurde wunderbar bildlich geschildert.
Gut finde ich auch, dass die Story ohne Aliens, Zombies oder andere Fantasy-Elemente auskommt. So ist sie sehr nachvollziehbar und nimmt mich als Leser ganz anders mit.
Die Figuren werden die Lesergruppen etwas spalten. Besonders die zwei Hauptfiguren Lara und Thomas waren mir mal sympathisch, mal nicht. An ihnen ist die Extremsituation, in der sie sich befinden gut erkennbar. Stimmung und Handlung passten sehr gut zum Drumherum.
Lara macht im Laufe der Geschichte eine wirklich tolle Entwicklung durch. Thomas entwickelt sich auch aber in eine Richtung, die wohl erst im zweiten Band geklärt wird. Das wäre auch mein einziger kleiner Kritikpunkt, denn da hätte ich mir ein paar Hinweise gewünscht.
Die anderen Figuren in diesem Dorf sind eigentlich alle sehr sympathisch. Sie runden die Geschichte sehr gut ab.
Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und hat mich bis zur letzten Seite mitgezogen. Ich bin ein großer Fan von Dystopien und auch diese hier würde ich immer wieder weiterempfehlen!
Rezensionen von Lesemama:
Fantasievoll und liebenswert, einfach Bork
Bork - Der Bäumling von Olle Lindberg
Bewertet mit 5 Sternen
Zum Buch:
Maja spielt alleine im Wald als sie von einem Gewitter überrascht wird. In einer Höhle findet sie einen Unterschlupf und lernt einen Jungen kennen, der auf den ersten Blick ein wenig seltsam ist. Rote Haare, riesige Füße und auch sonst äußerst sonderbar, aber lustig und lieb und voller Abenteuer, Bork.
Mit Bork vergeht die Zeit im Flug und Maja quartiert ihn in ihrem Baumhaus ein. Eine spannende Zeit voller Überraschungen für die ganze Familie beginnt.
Meine Meinung:
Die Geschichte ist ungewöhnlich, es passiert nichts wirklich spannendes, aber die Summe der Dinge, die Bork mir Familie Blomberg erlebt, macht aus der Geschichte ein wunderschönes, liebenswertes Buch mit einer ganz normslen Familie, in der jeder für sich normal ist, aber zusammen sind sie was besonderes.
Ich mochte auch die Illustrationen sehr gerne, sie unterstützen das gelesen und man kann sich alles viel besser vorstellen.
Ein Kinderbuch zum selber Lesen, aber auch zum Vorlesen sehr gut geeignet. Kurze Kapitel, große Schrift, einfach Worte, naja meistens jedenfalls. Ein Kinderbuch für die Seele und nicht nur für Kinder. Eine Wohlfühlgeschichte, die einfach nur eine riesen Lesefreude bereitet absolut empfehlenswert.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Sophia geht weiter ihren Weg
Die Farben der Schönheit - Sophias Träume von Bomann Corina
Dies ist nach Sophias Hoffnung der 2. Teil der Trilogie. Sophia Krohn lebt mittlerweile in New York, reist aber zurück nach Paris, da sie einen anonymen Brief erhalten hat, in welchem behauptet wird, dass ihr Sohn noch lebt. Leider kann sie in Paris die Wahrheit nicht entdecken, engagiert aber einen Privatdetektiv, der weiter sucht.
Als sie in New York zurück ist, spricht sie bei E. Arden vor und bekommt bei dieser einen neuen Job.
Ich hatte mich sehr auf die Fortsetzung gefreut, nachdem ich schon den 1. Teil gelesen und mir dieser auch sehr gefallen hatte. Auch dieser Teil hat mich wieder in den Bann gezogen und ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen. Gleich von Anfang an war man wieder in der Geschichte verfangen und konnte mit Sophia zusammen auf die Reise gehen. Der Roman war wie gewohnt flüssig geschrieben, es ist alles sehr gut beschrieben, so dass man beim Lesen auch immer Bilder im Kopf hat. Auch die Gefühle von Sophia kommen gut rüber und man kann mit ihr mitfühlen. Ich freue mich schon sehr auf den 3. Teil „Sophias Triumph“ und bin gespannt was sie noch alles erlebt und erreicht.
Rezensionen von yesterday:
Ach du Scheiße, der Mango!
Kollateralschaden von Joseph Lemark
In Linz geht’s rund. In der Altstadt fallen Schüsse, dubiose Geldflüsse und Machenschaften werden auch aufgedeckt und zu allem Überfluss spielt auch noch Menschenhandel eine Rolle.
Zum Glück ist das nur ein Krimi, oder? Einheimische werden im Fall des angeschossenen Sportredakteurs (Spitzname Mango) aber schon feine Parallelen zu einer wahren Begebenheit entdecken.
Für alle anderen bietet dieser Teil der Geschichte sicher eine nette Recherche nach der Lektüre.
Zurück zum Buch: Josef Vierziger, älter als sein Name und Partner einer deutlich jüngeren Frau, ist glücklich. Er überdenkt seine Lebenssituation und steckt voller Pläne die er mit besagter Freundin verwirklichen möchte. Doch anstatt seines geplanten Liebesschwures trifft Conny eine Kugel mitten ins Herz. Naja, fast.
Statt im gemeinsamen Bett liegt sie daraufhin im Krankenhaus. Auch ein zweites Opfer gibt es. Wer ballert denn da so mörderisch durch Linz? Major Vierziger und seine Kollegin, Chefinspektorin Gaby Glück, ermitteln. Vielmehr Gaby, denn Josef ist persönlich zu sehr involviert. Aber er hilft natürlich im Hintergrund und schließlich kommt ein Fall selten allein.
Joseph Lemark bringt dem Leser all die verschiedenen Schauplätze und Verstrickungen möglichst schonend bei, “zitzerlweise”, wie die Protagonisten sagen würden. Die wesentliche Zahl an Charakteren bleibt immer überschaubar und durch die kontinuierliche Steigerung der Komplexität kann der Leser gut den Überblick behalten.
Wie alle Fäden am Ende zusammenlaufen, kann ein geübter Krimi-Leser schon etwas früher erahnen, aber nicht so bald, dass das Lesevergnügen darunter leidet. Lokalkolorit ist auch in guter Dosis vorhanden, wenngleich ich mir in ein paar Situationen noch mehr Österreichisch gewünscht hätte. Ein paar Sätze waren sehr passend, dann wars wieder etwas “abgeschliffener”. Bei einem deutschen Verlag hätte mich das nicht gewundert, hier denke ich aber ginge noch mehr.
Zur Verortung: Großteils kann man den Angaben gut folgen, nur 2-3 Mal war ich mir nicht ganz sicher, ob das in der Realität, in der Stadt auch wirklich so funktionieren würde mit Richtungen und Entfernungen. Es ist aber auch immer so, dass wenn zwei Leute sich gegenseitig den selben Weg erklären wollen, zwei unterschiedliche Strecken dabei herauskommen. Vorrang hat natürlich die gute Krimigeschichte.
“Kollateralschaden” ist der dritte Fall für Josef und Gaby, nach “Tödliche Liebe und “Vendetta”.
Rezensionen von Lesestern:
Kreative und inspirierende Kraftquelle für unseren Gebets- Alltag
krea.tief beten von Nelli Bangert
"KREA.TIEF beten" ist ein außergewöhnliches Buch von der Autorin Nelli Bangert und der Illustratorin Mira Weiss und ist im Februar 2020 bei Gerth-Medien erschienen.
Die vielfältigen Texte von Nelli berühren unser Herz, gehen in die Tiefe und fordern uns persönlich heraus.
Die Gestaltung mit viel Freiraum für eigene Gedanken ist von Mira wunderbar designt und im Stil von Bibel bzw Handlettering thematisch unterstützend umgesetzt.
Damit ist ein ganz besonderes Buch entstanden, das durch seine sehr persönlichen und authentischen Aussagen das Gebet von allen Seiten beleuchtet in seiner einzigartigen Fülle präsentiert.
Wer alltagsnahe Impulse, kreative Anregungen und lebendiges und erfrischendes Glauben- und Gebetsleben entdecken will, hält mit diesem Buch eine wertvolle Fundgrube in den Händen, die uns ermutigt zu einer Beziehung mit dem Schöpfergott und unserem himmlischen Vater.
Mein persönliches Fazit:
Egal ob man bisher wenig oder aber schon vieles an Gebetsliteratur lesend erfahren hat,kann dieses Buch eine große persönliche Bereicherung für jeden werden.
Die Themenvielfalt und der gestalterische Freiraum erinnern mich an ein Gartenbeet mit Blumen voller Knospen, die nach und nach in einem individuellen Zeitrahmen ihre Blüte entwickeln und dann als wunderschönes buntes, farbenfrohes Blütenmeer unser Herz erfreuen.
Manche Gebete, Formen und Körperhaltungen waren mir vertraut und vieles durfte ich neu entdecken, reflektieren und neu schöpfen.
Auch habe ich z.B mein eigenes und damit authentisches Glaubensbekenntnis und Vater- Unser kreiert und aufgeschrieben.
" Den Putztag für die Seele" habe ich als sehr wertvoll, reinigend und erneuernd erlebt.
So ist dieses Buch für mich ein wichtiger Ruhepunkt in meinem Alltag geworden und ein hilfreicher Begleiter durch Höhen und Tiefen, der mich, bestärkt, belebt und mich immer wieder in die Begegnung zu meinem Schöpfer und himmlischen Vater führt.
Rezensionen von Ele:
Papa Panda
Pandatage von James Gould-Bourn
Pandatage, Roman von James Gould-Bourn, E book 373 Seiten, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.
Ein Roman voller Situationskomik, rührend und humorvoll zugleich.
Daniel Maloony hat es schwer, vor einem Jahr, ist seine Frau und die Mutter seines Sohnes Will bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Er war zwar noch nie ein Glückspilz aber jetzt kommt es ziemlich dicke. Will hat seit dem Verlust zu sprechen aufgehört, Danny verliert den Job und sein Vermieter droht ihm weil er die Miete nicht bezahlen kann. Deshalb kauft er von seinem letzten Geld ein Pandakostüm und versucht als Straßenkünstler Geld zu verdienen. Leider kann er auch nicht tanzen…
34 Kapitel in übersichtlicher Länge lassen sich flüssig und schnell lesen, putzig die kleinen Pandaköpfe am Kapitelbeginn. Einzelne betonte Wörter und Gedanken erscheinen kursiv gedruckt und somit deutlich hervorgehoben. Der Autor hat die auktoriale Erzählweise gewählt, die Ereignisse aus der Sicht Wills und auch Dannys Erlebnisse wechseln ab, deshalb ist der Überblick über das Geschehen stets gegeben. Die Charaktere handeln zwar nicht immer nachvollziehbar aber sehr sympathisch. Danny, die Pole-Tänzerin Krystal, Will und auch Dannys Kollege Ivan sind herrlich menschlich, ja herzlich. Die habe ich sofort ins Herz geschlossen und konnte sie am Ende nur schwer gehen lassen. Das Setting und auch die Figuren sind hervorragend beschrieben, dieses Buch wünsche ich mir unbedingt als Film. Ich finde die Geschichte bietet sich hervorragend an.
Dieser Debütroman hat mich begeistert. Lesefluss hat sich schon auf den ersten Seiten eingestellt, am Ende hat mich Gould-Bourn tatsächlich überraschen können. Mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet, es passt aber hervorragend, ohne kitschig zu werden. Immer wieder hatte ich Tränen in den Augen die zum Teil Tränen der Rührung, aber auch Lachtränen waren. An Situationskomik hat der Autor in seinem emotionalen Werk wirklich nicht gespart. Besonders sind mir die lebendigen schlagfertigen Dialoge aufgefallen, herrlich. Ab und an waren die Flüche und Ausdrücke z.B. von Krystal etwas derb, es macht aber das Buch nur noch interessanter. Ein absolutes Wohlfühlbuch, etwas fürs Herz und für die Seele. Ein spannender Roman, ich war traurig als es zu Ende war. Gerne hätte ich gewusst wie das Leben von Will und Danny weitergeht.
Begeistert möchte ich dieses Buch empfehlen und gebe 5 Sterne, die volle Punktzahl.
Rezensionen von KimVi:
Startet zunächst eher gemächlich, wird dann aber äußerst spannend
No Words Die Sprache der Opfer von Viskic Emma
Eine verzweifelte Frau nimmt in einer dunklen Gasse Kontakt zu Caleb auf. Sie wirkt gehetzt und versucht dem Gehörlosen etwas mitzuteilen. Doch es ist zu dunkel, um von ihren Lippen zu lesen. Die Gebärden, die sie macht, sind nicht eindeutig. Caleb meint, die Wörter "Hilfe" und "Familie" zu erkennen.
Bevor die beiden weiter miteinander kommunizieren können, werden sie von einem Unbekannten angegriffen. Obwohl die Frau zunächst fliehen kann, stirbt sie nur wenig später. Calebs Interesse ist geweckt. Er will unbedingt erfahren, was die Frau zu ihm geführt und welche Hilfe sie von ihm erhofft hat. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Caleb nicht einmal im Ansatz, in welches Wespennest er mit seinen Nachforschungen stechen wird....
"No Words" ist nach "No Sound" der zweite Band, in dem der Gehörlose Caleb Zelic ermittelt. Obwohl die Bände in sich abgeschlossen sind und man der Handlung des zweiten Teils auch dann folgen kann, wenn man den ersten nicht gelesen hat, ist es von Vorteil, die Reihenfolge einzuhalten. Denn dann kann man Caleb selbst, seine Vergangenheit und seine Weiterentwicklung, einfach besser einschätzen.
Der Einstieg in den Thriller gelingt mühelos. Da man, ohne langatmiges Vorgeplänkel, sofort mitten im Geschehen ist und die spannende Szene in der dunklen Gasse beobachtet. Damit wird das Interesse an der Handlung unmittelbar geweckt. Man möchte, genau wie Caleb, unbedingt erfahren, was die verzweifelte Frau ausgerechnet zu ihm geführt hat und warum sie sterben musste.
Der Schreibstil ist sehr angenehm lesbar. Handlungsorte und Protagonisten erwachen zum Leben, sodass man beim Lesen alles mühelos vor Augen hat. Die Schwierigkeiten, die sich durch Calebs Gehörlosigkeit ergeben, fließen glaubhaft ins Geschehen ein. Caleb ist ein äußerst hartnäckiger Ermittler, der akribisch Spuren verfolgt. Beim Lesen hat man allerdings einige Male das Gefühl, dass er zu unvorsichtig ist und sich deshalb unnötig in Gefahr bringt. Dennoch ist die Ermittlungsarbeit durchgehend interessant. Auch wenn zunächst nur wenig Spannung vorhanden ist. Diese zieht allerdings im weiteren Handlungsverlauf stetig an, um schließlich in einem hochspannenden Finale zu gipfeln.
Ein Thriller, der zwar zunächst eher gemächlich startet, dann aber äußerst spannend wird.











