Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:
Was bedeutet Ewigkeit?
Für die Ewigkeit von Helmut Krausser
Das Buch bietet ein interessantes Thema, wird dem Titel und Anspruch aber nicht gerecht. Relativ oberflächlich wird die Geschichte des Pianisten und der verwöhnten, schönen Tochter aus reichem Hause erzählt, es bleiben immer wieder ein paar Fragezeichen übrig. Gleichzeitig ist das Buch kurzweilig zu lesen und stellenweise auch sehr amüsant.
Rezensionen von Andrée Feyertag:
Der Titel ergibt sich aus dem Text
Für die Ewigkeit von Helmut Krausser
Was wie ein Schulaufsatz beginnt steigert sich durch spannende Erzähltechnik, Sprachwitz und gekonnte Kapiteleinteilung zu einem literarischen Werk, welches man nicht mehr aus der Hand legen möchte.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Andrée FeyertagRezensionen von Furbaby_Mom:
Wunderbare Hommage an eine faszinierende Persönlichkeit
Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück von Sophie Villard
Der Name Guggenheim ist den meisten von uns gewiss ein Begriff, ebenso dessen Assoziation mit der Kunstwelt. Aber wer war Peggy Guggenheim wirklich, was machte ihre Persönlichkeit aus? Ich muss gestehen, dass ich bisher nahezu nichts über jene Kunstsammlerin, Mäzenin und Autodidaktin wusste, die ausgefallene Sonnenbrillen sammelte und als Rebellin ihrer Zeit galt.
Tatsächlich verdanken viele Menschen dieser außergewöhnlichen Frau ihr Leben, da sie es war, die ihnen während des Zweiten Weltkrieges eine Flucht aus Europa ermöglicht hatte.
Zu Beginn der Handlung, im Dezember 1937, steht Peggy - bereits geschieden und Mutter zweier Kinder - kurz vor einem neuen Lebensabschnitt. Dank einer Erbschaft ist die Amerikanerin jüdischer Abstammung finanziell abgesichert, als sie sich entschließt, ihre Wahlheimat Paris zu verlassen, um sich in London den Traum einer eigenen Galerie zu erfüllen. Zur Eröffnung wird sie Werke von Jean Cocteau ausstellen, die alles andere als jene traditionelle Kunst sind, an welche die Londoner gewöhnt sind – ein Skandal! Die Aufmerksamkeit der Presse ist Peggy somit gewiss, doch der finanzielle Erfolg der Galerie Guggenheim Jeune bleibt aus - auch als sie später Wassily Kadinsky seine erste Ausstellung in England ermöglicht oder den unkonventionellen Schritt wagt, Bilder von Kindern auszustellen. In Folge dessen beschließt die ambitionierte junge Frau, ein eigenes Museum für moderne Kunst zu gründen; sie möchte Kunst einer breiteren Masse der Bevölkerung zugänglich machen, nicht nur der gehobenen Gesellschaftsschicht.
"Es musste endlich Schluss sein mit dieser elitären Kunstauffassung und dem kleinen abgeschlossenen Kunstzirkel. Kunst war für jeden da. Für jeden."
Doch dann bricht der Zweite Weltkrieg aus, der nicht nur Peggys Museumspläne im Keim zu ersticken droht, sondern für viele Künstler, deren Werke von den Nationalsozialisten als 'Entartete Kunst' eingestuft werden, zur tödlichen Gefahr wird…
Bereits nach wenigen Zeilen hatte mich der einladende, geradezu poetisch schöne Schreibstil der Autorin vollkommen gefesselt, mit dem sie ein verführerisches Bild der Künstlerszene im Paris der 1930er Jahre zeichnet. Auch der starke Kontrast zum weniger charmanten, hektischen London unterstreicht Peggys Bindung an das reizvolle Paris, dem sie sich so verbunden fühlt. Die Schauplätze des Romans, von denen Sophie Villard viele zu Recherchezwecken eigens bereist hat, werden so bildhaft und atmosphärisch beschrieben, dass man mühelos in Peggys (Kunst-)Welt und die dramatischen Ereignisse der Handlung eintauchen kann. Man spürt in jeder Zeile, dass die Autorin für die Thematik brennt; umso schöner ist es, dass es ihr gelungen ist, Peggy Guggenheim ein würdiges literarisches Denkmal zu setzen.
Im Laufe der Geschichte begegnen wir zahlreichen namenhaften Künstlern – z.B. Peggys guten Freunden James Joyce samt Gattin, dem legendären Marcel Duchamp (der sie tatkräftig bei ihren Plänen unterstützt) und seiner politisch interessierten Partnerin Mary Reynolds (die sich der Résistance anschließen wird). Peggy ist hingerissen vom tiefgründigen irischen Schriftsteller Samuel Beckett, der sich allerdings letztlich für eine andere Frau entscheidet; eine Schmach, an der Peggy einige Zeit zu knabbern hat.
Auch ihr Techtelmechtel mit dem (verheirateten) Maler Yves Tanguy steht unter keinem guten Stern. Wird sie mit Max Ernst, diesem "eigenartigen deutschen Künstler" mit den eisblauen Augen, endlich ihr Glück finden? Als dieser in Frankreich interniert wird, sieht es vorerst nicht danach aus…
Im Grunde möchte Peggy sich voll und ganz auf ihre Karriere konzentrieren, sich einen eigenen Namen in der Kunstwelt machen. Dennoch zieht es sie immer wieder zu den Männern und sie verliert ein ums andere Mal ihr Herz. Hinter ihrer selbstbewussten, scheinbar unerschütterlichen, gegenüber Kritikern störrischen Fassade steckt eine sensible Frau, die sich nach wahrer Liebe sehnt statt nach Halbherzigkeiten; sie ist nicht bereit, ihre wagemutigen Träume und ihre Vorstellung von einem eigenbestimmten Leben aufzugeben. Der Autorin gelingt es mühelos, sowohl Peggys unerschrockenes Wesen als auch ihre verletzliche Seite aufzuzeigen in einem Werk, das gespickt ist mit interessanten Hintergrundinformationen zum Leben dieser schillernden Persönlichkeit und der Guggenheim-Familie: von Peggys missglückter Nasen-OP über den Tod ihres Vaters (der beim Untergang der Titanic ertrank), bis hin zur Familientragödie ihrer Schwester Hazel. Im Nachwort gibt zudem ein umfangreiches Verzeichnis Aufschluss über die weitere Entwicklung der im Buch vorkommenden realen Personen, wie beispielsweise den für das Rettungskomitee verantwortlichen Varian Fry.
Fazit: Dieser anspruchsvolle Roman, der in drei Abschnitte unterteilt ist und den Bogen vom Paris des Jahres 1937 bis in die USA des Jahres 1942 spannt, ist ein Muss für jeden Kunst-Liebhaber!
">>Träumen ist das Wichtigste im Leben, finden Sie nicht?<< […] Sie nickte so heftig, dass ihr Ohrgehänge schaukelte. >>In der Tat. Ohne Träume sind wir doch tot.<<"
Rezensionen von yellowdog:
Leyla
Die Sommer von Ronya Othmann
Die Sommer erzählt auf sensible Art, wie die junge Leyla das Familienleben bei ihren jesidisch-kurdischen Großeltern wahrgenommen hat. Leyla lebt mit ihren Eltern in Deutschland, aber jeden Sommer verbringt sie bei ihren Großeltern in einem Dorf in Syrien nahe der türkischen Grenze.
Während Leyla mit ihren Cousins nur halbherzig spielt, denn für die ist sie die aus Almanya, hat sie zur Großmutter ein ganz enges, vertrautes Verhältnis.
Leyla spürt ihre Zerrissenheit auch in Deutschland. Ihre Mitschüler kennen kein Kurdistan.
Auch die Lebensgeschichte von Leylas Vater wird noch erzählt. Er floh aus Syrien nach Deutschland.
Es gibt einen weiteren wichtigen Aspekt, der zur Änderung führt. Das Terrorregime Assads und der Krieg, der 2011 beginnt. Das beendet Leylas Sommer in Syrien.
Es bleibt eine andauernde Verstörung.
Ich bewundere, wie einfühlsam die Autorin Ronya Othmann diese ganzen Szenen beschreibt. Ich war auch letztes Jahr schon bei ihrer Lesung beim Ingeborg-Bachmann-Preis von ihrem Text überzeugt. Die Sommer wurde ein überzeugender Debütroman.
Rezensionen von Cary:
Schlechte Übersetzung
Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5) von Stephenie Meyer
Eigendlich ein gutes Buch, wenn due Übersetzung nicht so miserabel wäre, z.B. werden Gespröche verändert und einmal wird sofar ein Wort in einem Satz doppelt verwendet obwohl es dirt nur einmal hingehören würde, von den fast wörtlichen Übersetzungen zu schweigen oder, dass sogar die falsche Übersetzung verwendet wird und so der folgende Satz keinen Sinn mehr macht.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gelungener Reihenauftakt
Das Lichtenstein von Averbeck Marlene
Dieser historische Roman ist der Auftakt zu einer Trilogie rund um das fiktive Modehaus „Lichtenstein“ in Berlin.
Schon der Prolog ist fesselnd, denn das Modehaus brennt. Doch danach schwenkt der Roman in die Perspektiven der vielen Protagonisten: Da sind zum einem einmal die ungleichen Brüder Jacob und Ludwig Lichtenstein, die gemeinsam mit den Eltern das Modehaus führen.
Während Jacob Ideen für die Zukunft hat, ist Ludwig der Bewahrer des Althergebrachten. Konflikte bleiben da natürlich nicht aus. Doch was wäre das Modehaus ohne die Angestellten? Die Vorzimmerdame, die emsig auf ihrer geliebten Schreibmaschine hämmert und alles weiß, oder die zahlreichen Verkäuferinnen und Näherinnen? Hier stechen Thea und Hedi heraus, die bald befördert werden und die neue Linie des Modehauses verkörpern. Und nicht zu vergessen Hannes Hellberg, der als Chefdesigner viele gute Ideen hat.
Der hist. Roman ist in die Jahre 1913-1918 eingebettet. Die Familie Lichtenstein bekommt den aufkeimenden Antisemitismus bereits zu spüren und wird auch von den Auswirkungen des verlorenen Ersten Weltkriegs nicht verschont.
Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin, die bereits mehrere Bücher unter einem Pseudonym veröffentlicht hat, ist leicht und flüssig zu lesen. Durch bildhafte Darstellungen ersteht ein Bild dieser Zeit. Selbst die Traumata von Hannes Hallberg, der im Krieg ein Bein verliert, sind gut beschrieben.
Die Kapitel sind kurz und beleuchten aus den verschiedenen Perspektiven das Geschehen.
Gut in den Roman ist das historische Umfeld eingeflochten. So erfährt der Leser, wie die Frauen ihre, an den diversen Fronten befindlichen Männer ersetzen, und um das Wahlrecht kämpfen. Allerdings wird eher das Augenmerk auf die Berliner Mittelschicht gelegt. Die wirklich Armen wie ausgebeutete Fabriks- oder Heimarbeiterinnen werden nur am Rande erwähnt.
Nachdem hier eine Trilogie vorbereitet wird, werden schon einzelne Hinweise auf die Fortsetzung geliefert. Der Bruderzwist wird vermutlich weiter schwelen, zumal Ludwig und Jacob um die gegenseitigen Geheimnisse wissen. Wer nun welches zur Unzeit ausspielen wird, ist bestimmt im nächsten Band zu lesen.
Einzig mit dem Cover bin ich nicht ganz zufrieden, denn die abgebildete Frau ist für die Zeit zwischen 1913 -1918 zu modern gekleidet.
Fazit:
Ein flüssig geschriebener Auftakt einer Trilogie, auf deren Fortsetzung ich mich freue. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Leider nicht überzeugend
Verschollen in Palma von Kallentoft Mons
Auf das Buch bin ich zuerst durch das Cover aufmerksam geworden, dieses finde ich sehr gelungen. Auch die Inhaltsbeschreibung klang interessant. Die ersten Seiten haben sich noch einigermaßen gut angelesen, es war sehr deutlich, wie sehr Tim Blanck immer noch auf der Suche nach seiner vor 3 Jahren auf Mallorca verschwundenen Tochter Emme ist.
Aber leider habe ich mich dann weiter durch das Buch quälen müssen. Irgendwie kam nie richtig Fahrt auf. Was mich auch recht gestört hat war, dass teilweise mir die Beschreibungen wo z.B. Tim gerade ist und was er gerade macht zu ausschweifend war. Hier wäre weniger mehr gewesen. Auch hat mir insgesamt der Schreibstil gar nicht gefallen. Leider konnte mich das Buch nicht an die Story fesseln, Schade.
Rezensionen von manu63:
Abenteuer für alle
Flüsterwald - Das Abenteuer beginnt (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 1) von Andreas Suchanek
Flüsterwald Das Abenteuer beginnt ist der Auftakt zu einer Kinder-und Jugendbuchreihe des Autors Andreas Suchanek. Für mich ein Buch das nicht nur die Zielgruppe 9-11 Jahre sondern auch ältere und Erwachsenen begeistern kann.
Lukas ist mit Eltern und Schwester in eine neue Stadt gezogen und erlebt nun im neuen Haus und drumherum das größte Abenteuer seines Lebens.
Dem Autor ist es gelungen ein spannendes Leseabenteuer für Mädchen und Jungen zu erschaffen das mich auch als Erwachsene anspricht. Der Schreibstil ist frisch und lebendig und Zielgruppengerecht ohne kindlich zu wirken. Die Handlung lebt von den Dialogen der Akteure, dem Jungen Lukas, der Elfe Felicitas, dem Menok Rani und Punchy die Aufpasserkatze von Felicitas. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt und ergänzen sich doch immer wieder. Die Handlung bietet Spannung und Humor im gut getakteten Wechsel und das Szenario ist angenehm gruselig ohne schauderhaft zu wirken. Insgesamt ein Lesegenuss für Klein und Groß und ein Buch das man gut gemeinsam lesen kann. Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und ergänzen das Buch gut.
Rezensionen von yellowdog:
Ein maritimes Kinderbuch
Malamander - Die Geheimnisse von Eerie-on-Sea von Thomas Taylor
Malamander - Die Geheimnisse von Eerie-on-sea ist ein aufwendig gestaltetes schönes Kinderbuch. Es gibt neben dem detailliert gestalteten Cover auch Karten und kleine Illustrationen im Buch.
Trumpf des Buches ist die sympathische Hauptfigur, die die Geschchte auch erzählt: „Herbie“ Herbert Lemon ist 12 und Sachenfinder des Grand Nautilus Hotel.
Eines Abends muss er überraschender weise ein Mädchen verstecken, das ihn bittet, es bei der Suche nach ihrer Vergangenheit zu unterstützen.
Es gibt so einige aufregende Passagen, die sprachlich malerisch ausgearbeitet sind. Eine abenteuerliche Geschichte.
Weitere Geschichten aus Eerie-on-sea dürften zu erwarten sein.
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Für 10-12jährige Leser dürfte das Buch die ideale Lektüre sein.
Rezensionen von Castilleja:
Vier Frauen
Die Wunderfrauen von Stephanie Schuster
Stephanie Schuster entführt uns in in ihrem Buch in das Deutschland der 1950er Jahre und mitten hinein in die äußerst unterschiedlichen Leben, Bedürfnisse, Träume und Begehrlichkeiten von vier Frauen. Im Herbst 1953 treffen sie sich in einer Turnstunde. Die Köchin Luise träumt davon, einen eigenen Laden zu eröffnen.
Annabel ist mit dem Arzt Konstantin verheiratet und hat keine Freunde und nur Probleme mit der Familie ihres Mannes. Die Fabrikantentochter Helga flieht vor ihrem vorherbestimmten Leben und wagt einen Neuanfang. Eine Flucht ganz anderer Art hat Marie hinter sich, die aus ihrer Heimat Schlesien vertrieben wurde. Immer wieder treffen die Frauen aufeinander und die Leser tauchen tiefer in ihre Geschichten ein. Neben den unterschiedlichen Schicksalen wird hier das Zeitgefühl der 50er Jahre vermittelt. Ein Neubeginn in vielfacher Hinsicht.










