Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Miro:
Kamtschatka
Das Verschwinden der Erde von Julia Phillips
Kamtschatka ist eine abgeschiedene russische Halbinsel, die vorwiegend von Russen bewohnt wird, aber eben auch von Ureinwohner*innen, Ewenen, oder Korjaken.
Die Autorin hat ein Jahr in diesem harten Land verbracht und somit ihre Geschichte dahin verheimatet. Als Aufhänger gilt das Verschwinden zweier russischer Mädchen im August eines Jahres.
Im folgenden schildert sie Ereignisse aus verschiedensten Frauenleben, die indirekt oder direkt von dieser Tragödie betroffen sind.
Zusätzlich gibt es ein weiteres verschollenes Mädchen aus einem Dorf im Norden. Ein ewensiches Mädchen, dem die Polizei rasch unterstellte, dass es abgehauen sein muss.
Die verschwundenen Mädchen sollen einen Graben aufzeigen, wie es ihn zwischen Ureinwohner*innen und Besatzer*innen überall auf der Welt gibt. Doch dann zeigt sich auch bei den russischen Mädchen, dass nur sehr oberflächlich ermittelt wurde.
Die Geschichten dazwischen wirken recht lose. Einzelne Frauen erzählen aus ihrem Alltag, der meist auf irgend eine Art schwierig ist und manchmal ebenfalls eine Tragödie aufweist.
Trotzdem kratzt der Roman nur an der Oberfläche der Figuren. Das Buch vermittelt den Eindruck, es möchte ein Porträt dieser vielschichtigen Gesellschaft aus Sicht der Frauen aufzeigen. Leider wird es diesem Anspruch bei weitem nicht gerecht. Die Autorin konnte die Strukturen und Besonderheiten dieser Kultur eben nur als Besucherin wahrnehmen. Kein Wunder, dass sie sie nicht durchdringen konnte. Und kein Wunder, dass dann die Geschichte ebenfalls nicht in die Tiefe gehen kann.
So wirkt dieser Roman wie ein Aneinanderreihung einzelner Kurzgeschichten die leider manchmal nicht besonders interessant sind. Ich finde es sehr schade, denn Kamtschatka und dessen Bewohner*innen bieten bestimmt Stoff für ganz viele Geschichten. Land und Leute haben mich sehr interessiert und die Einblicke in die ewenische Kultur sind auch der Grund, warum ich mich schließlich doch für 3 Sterne entschieden habe.
Rezensionen von Kunde:
Sehr schöne kurze Geschichten zum Vorlesen
ministeps: Meine liebsten Vorlesegeschichten von Orso Kathrin Lena
Dieses wunderschöne Buch enthält elf kurze Geschichten, die sich bestens zum Vorlesen für die Kleinen eignen. Das Buch ist in einer sehr schönen und geeigneten Aufmachung erschienen. Die Seiten sind dick und so fest, dass sie von den Kleinen nicht beschädigt werden und keine Seite einreisst. Schon das Cover mit der Mutter und dem Kind ist ein Blickfang.
Die Illustrationen sind sehr liebevoll von Katja Senner gestaltet. Sie haben mir sehr gefallen. Der Schreibstil ist einfach und kindgerecht. Die Geschichten behandeln allgemeine Themen, um den Kleinen Alltagssituationen näher zu bringen. Zum Beispiel bekommt Oskar ein Geschwisterchen oder Romy ist mit ihrem Papa im Schwimmbad. Diese Geschichten sind perfekt zum Vorlesen. Aber das Buch ist auch sehr geeignet, dass die Kleinen es alleine anschauen.
Ein sehr schönes Vorlesebuch für die Kleinen ab 2 Jahren.
Rezensionen von Lesemama:
Ein Bilderbuch mit Zoomeffekt
Von riesengroß bis klitzeklein von Klee Julia
Bewertet mit 4 Sternen
Zum Buch:
Ein Bilderbuch der besonderen Art. Was auf einer BlumenWiese anfängt endet mit einem Ballon.
Als würde man durch ein Kameraobjektiv schauen und den Ausschnitt immer mehr vergrößern, so baut sich die Geschichte Seite für Seite auf.
Meine Meinung:
Ein Bilderbuch für ältere Kinder, da es schon einiges vorraussetz.
Man muss die Inahlt bzw. die Bilder kompensieren können.
Ohne Frage, die Bilder sind sensationell, die Idee finde ich ganz großartig. Es fängt so groß an und wird immer kleiner. Wir sehen nur einen Ausschnitt, der immer mehr vergrößert wird.
Auch der Umweltaspekt wird erwähnt und darauf aufgebaut.
Ich fand allerdings das der Textteil zu klein waren. Da hätte mehr gemacht werden können, gerade weil das Buch ja für ältere Kinder ist.
Ich mag die Bilder unheimlich gerne, es gibt so viel zu entdecken. Allein schon die Insekten, die niedlichen Gesichter. Auch nach dem xten mal anschauen findet man ein neues Detail. Aber am besten gefiel mir tatsächlich der Umweltaspekt und wie Kinder schon auf den Umweltschutz sensibilisiert werden.
Ich hoffe, ich kann noch mehr solche Zoom Bücher kennenlernen. Eine echte Bereicherung für Bilderbuchfans.
Rezensionen von PMelittaM:
Neuauflage mit besonders lesenswerten Extras
Von riesengroß bis klitzeklein von Klee Julia
In Dion hat nur ein Teil der Menschen überlebt, die Städte sind Ruinen, Nahrung für alle ist schwer zu beschaffen und die Gefahr ist noch immer nicht beseitigt, trotz der Vernichtung der Nekromanten gehen weiter Wiedergänger um, schlimmer noch, auch Geister. Athanor, nun der Kaysar, hält es für klug, über den Ozean in die alte Heimat zu flüchten, doch nicht alle Bewohner Dions unterstützen ihn.
Ein Teil macht sich auf den Weg, doch schon die Überfahrt ist gefahrvoll und die Ankunft ein Schock. Denn auch jenseits des Ozeans gehen Wiedergänger um. Nicht alle sind zwar bösgesinnt, offenbar treiben viele immer noch die selben Ziele an, die sie vor dem Tod hatten, die Trollfrau Rotwange z. B. sorgt sich um ihr Kleinkind, jedoch erwachen auch extrem gefährliche Wesen erneut und diese aufzuhalten ist fast unmöglich. Oberstes Gebot muss jedoch sein, dem Verantwortlichen auf die Spur zu kommen – und das ist womöglich einer der Götter ...
Eigentlich sollte dieser Band die geplante Trilogie abschließen, das fertige Manuskript des Autors sprengte dann aber den vorgegebenen Rahmen, so dass der Verlag einen weiteren Band genehmigte. Das alleine spricht schon für die Qualität und wohl auch für den Erfolg der Romane. Ich bin froh, dass David Falk nicht auf Teufel komm raus kürzen musste und dem Leser womöglich interessante oder unterhaltsame Passagen entgangen wären, Längen hat der Roman meiner Meinung nach nämlich nicht.
Die Rückkehr auf die andere Seite des Ozeans ermöglicht ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren, allen voran Orkzahn, der Troll, dem Athanor einst das Leben rettete und den man über weite Teile des Romans hinweg begleitet. Auch er versucht, das Geheimnis der Wiedergänger zu lüften und landet schließlich in den Elfenlanden, wo weitere bekannte Charaktere, wie die Harpyie Chria oder Mahalea, die Kommandantin der Grenzwache, warten. Die Charaktere sind dem Autor, wie bereits gewohnt, gut gelungen, die meisten werden, da aus den Vorgängerbänden bereits bekannt, nicht neu eingeführt, der Autor setzt voraus, dass der Lesende sie kennt. Typisch für David Falks Charaktere ist, dass sie (fast alle) nicht nur gut oder böse sind, sie zweifeln und sind mit sich und ihrer Umwelt nicht immer im Reinen; nicht nur Athanor hat mehr als einen dunklen Fleck vorzuweisen. Womöglich gerade deshalb wachsen sie dem Leser besonders ans Herz.
Ich bin jemand, der gut auf Kampfszenen verzichten kann, David Falk gelingt es aber immer wieder, mich damit zu fesseln, solche Szenen nehmen nicht überhand und alle, aber besonders die Luftkämpfe, sind gut choreographiert und sehr spannend beschrieben.
David Falk hat eine lebendig wirkende Welt erschaffen, in der der Leser sich mittlerweile schon ganz gut auskennt, in der es aber immer wieder auch Neues zu entdecken gibt. Das Ende des Romans ist dieses Mal weniger abgeschlossen als bei den ersten beiden Bänden, der Break findet aber an einem gut gewählten Punkt statt, der nicht nur den Charakteren sondern auch dem Leser eine Atempause gönnt. So wird man ohne bösen Cliffhanger entlassen. Gespannt auf den Abschlussband ist man dennoch.
Die Neuauflage des Atlantis-Verlages ist dieses Mal besonders ansprechend gelungen. Nicht nur, dass Timo Kümmel wieder den grafischen Teil übernommen hat, auch ein Lesebändchen schmückt erneut den Band, und es gibt dieses Mal besonders lesenswerte Boni: Neben Personenverzeichnis und Lexikon eine spannende Kurzgeschichte, die erstmals 2018 in einer Anthologie erschien, und ein Erlebnis Athanors vor den Ereignissen der Reihe erzählt, sowie ein interessantes Interview mit David Falk von 2015.
Auch der 3. Band überzeugt wieder, natürlich auch in der Neuauflage, die ganz besondere Boni bereithält. Ich empfehle, die Bände unbedingt in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn sie erzählen eine durchgehende Geschichte. Zu empfehlen sind sie jedem High-Fantasy-Fan.
Rezensionen von manu63:
Romantik trifft Mythologie
Von riesengroß bis klitzeklein von Klee Julia
Der Fluch der Götter ist der erste Band der Kingswood Castle Academy Reihe der Autorin Alexandra Fuchs. Hier trifft romantische zarte Liebe auf griechische Mythologie. Laurie muss nach einem schweren Schicksalsschlag aufs Internat Kingswood Castle wechseln, Obwohl sie erst niemanden an sich heranlassen möchte, öffnet sie sich dennoch nach und nach ihrer Umgebung.
Dieses langsame herauskommen aus ihrer Schale wird gut beschrieben und die Nebencharaktere ergänzen das Bild einer jungen Frau die erst wieder ins Leben zurück kehren muss. Die Geheimnisse die Laurie dann noch im Internat entdecken muss, geben der Geschichte eines mystischen Anstrich der an einigen Stellen nicht ganz rund wirkt. Die Autorin hat da stark ins Fantasytöpfchen gegriffen und man sollte sich darauf einlassen können, dann ist es eine schöne Geschichte die noch etliches Potential hat. Bisher ganz nett und ich bin neugierig wie es weiter geht.
Rezensionen von div:
das etwas andere "Diät"Buch
Happy Life Diät von Shermine Shahrivar
das etwas andere "Diät"Buch
Wieder ein Diätbuch - Diäten prägen den Alltag, insbesondere den von Frauen, und auch schon Teenagern.
Dieses Diätbuch ist von einem Modell - hmm, das motiviert im ersten Moment nicht so wirklich, denn woher soll die Autorin die Probleme von übergewichtigen Menschen verstehen können?
Beim Lesen des Buches habe ich dann aber erkannt, was ich immer wieder vergesse: jeder Mensch, hat sein Päckchen zu tragen - JEDER!
Dieses Buch ist gut aufgebaut - und für mich ist das besondere: das Buch versucht einen ganzheitlichen Ansatz zu bieten, und nicht nur auf die Punkte Ernährung und Sport einzugehen.
Auch die Themenbereiche Beziehungen, Sexualität, Beauty und Spiritualität werden behandelt.
Dieser ganzheitliche Ansatz gefällt mir sehr gut. Jedoch ist für diesen Umfang das Buch einfach zu kurz geraten.
Ja das Buch bietet einige schöne Ideen - und ist vielleicht die Basis, wenn man den ganzheitlichen Ansatz und die Ideen dahinter kennen lernen möchte. Möchte man diesen aber wirklich umsetzen, benötigt man tiefergehende Bücher um sich damit zu beschäftigen.
Schön finde ich die im Buch eingebauten Lebensweisheiten und Philsophien - eines schafft das Buch damit nämlich definitiv: man beginnt zum Nachdenken, und damit, sich mit sich selbst zu beschäftigen.
Das Buch ist definitiv ein "anderes" Diätenbuch und hebt sich aus der Masse hervor - es bietet einen guten Einblick und regt zum Nachdenken an; aber um das Ganze wirklich langfristig umzusetzen, bietet es inhaltlich zu wenig.
Rezensionen von div:
Alles über die Welt der Roboter
Wieso? Weshalb? Warum? Band 47 - Alles über Roboter von Andrea Erne
Alles über die Welt der Roboter
Spielerisch wird den kleinen Lesern und Entdeckern die Welt der Roboter näher gebracht. Wie funktionieren sie? Was sind das genau für Maschinen die in der Fabrik, im Krankenhaus und auf dem Feld helfen? Können Roboter auch unser Leben retten?
Wie gewohnt von dieser Bücherreihe, ist die Gestaltung und Umsetzung sehr schön und toll gelungen.
Die Illustrationen am Cover und im Buch sind sehr detailreich, besonders farbenfroh und schön. Im Buch selber gibt es auf spielerische Weise sehr viel zu entdecken - die zahlreichen Klappen bleiben einfach die Highlights. Die Qualität des Buches ist hervorragend, auch die, der Klappen im Buch.
Man kann die verschiedensten Arten von Roboter kennen lernen. Auch der ein oder andere außergewöhnliche Roboter ist dabei, den bei uns auch die Erwachsenen noch nicht unbedingt kannten.
Sorgt definitiv für Unterhaltung - von uns gibt es eine Empfehlung.
Rezensionen von Lesemama:
Es hat mich sehr berührt
One Last Song von Nicole Böhm
Bewertet mit 4 Sternen
Zum Buch:
Riley hat nur ein Ziel, am Broadway auftreten. Dafür tut sie alles was in ihrer Macht steht.
Julian ist schon am Ziel angekommen, er ist erfolgreiches Mitglied einer Band.
Die beiden lernen sich in dem Bristo der New York Musicschool kennen.
Beide fühlen sich sehr zueinander hingezogen und beide haben Angst, dass sie sich gegenseitig im Weg stehen .
..
Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht so recht, was ich erwartet hatte. Aber die Geschichte hat meine Erwartungen übertroffen.
Keine Larifari-Liebesgeschichte, sondern tatsächlich ein Roman mit Tiefgang. Und vor allem hat mich die Geschichte der Beiden sehr berührt. Julian mit seinen Bindungsängsten, da er mehr als einmal uintergangen wurde und Riley, die mich so manches Mal genervt hat, aber dennoch eine sehr starke Persönlichkeit ist und so sehr für ihren Traum kämpfte.
Die Beiden zusammen sind so süß gewesen, teilweise so unschuldig. Aber auch die Nebencharaktere wie Ethan und Ally, aber vor allem Ethan, konnten sehr gut Punkten.
Ein gelungener Auftakt, ich möchte jedenfalls sehr gerne mehr lesen.
Rezensionen von Sophie H.:
Nimmt nur schwer Fahrt auf!
Die siebte Zeugin von Florian Schwiecker; Michael Tsokos
Tatort Berlin. An einem Sonntagmorgen schießt der biedere Beamte Nikolas Nölting beim Brötchenholen in der Bäckerei plötzlich um sich. Er verletzt zwei Menschen und trifft einen weiteren tödlich. Zum Motiv will sich Nölting nicht äußern. Überhaupt schweigt er beharrlich. Sein Strafverteidiger Rocco Eberhardt bekommt kein Wort aus ihm heraus.
Alles scheint eindeutig: Aus irgendeinem Grund ist Nikolas Nölting durchgedreht. Und Eberhardt kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass Nöltings kleine Tochter etwas mit dem Fall zu tun hat. Doch dann macht der Gerichtsmediziner Dr. Justus Jarmer eine überraschende Entdeckung. Nach und nach gelingt es Rocco Eberhardt die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Plötzlich offenbart sich ihm das Motiv, das dahintersteckt.
Ich kenne Tsokos von seinem Podcast „Die Zeichen des Todes“. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, das für mich das erste Buch von ihm war. Die Geschichte kommt ein wenig schleppend in Gang und nimmt nur sehr langsam Fahrt auf. Anfangs habe ich mich mit der zeitlichen Einordnung der Geschehnisse trotz der Kapitelüberschriften schwer getan. Die sollte man aber tunlichst genau lesen. Erst im zweiten Drittel des Buches hat die Geschichte bei mir ihre Wirkung entfaltet, besonders durch unerwartete Wendungen hervorgerufen. Etwas enttäuscht war ich, dass der Gerichtsmediziner Dr. Justus Jarmer quasi nur eine kleine Nebenrolle einnimmt. Ich hatte mir interessantere Einblicke in seine Arbeit erhofft. Aber das kann ja noch werden. Wie der Cliffhanger am Ende des Buches vermuten lässt, wird dies nicht das einzige Buch um Jarmer und Eberhardt bleiben. Etwas zu viel Platz nimmt für meinen Geschmack das Privatleben von Eberhardt ein. Es bleibt auch unklar, was die Geschehnisse mit der Geschichte zu tun haben. Aber vielleicht muss ich auch da auf Band 2 warten.
Die Sprache kommt manchmal ein wenig nüchtern daher, passt dadurch aber sehr gut zu einem Justiz-Krimi. Das Procedere vor Gericht wird anschaulich und gut verständlich erklärt. Die Kapitel sind recht kurz und haben es mir leicht gemacht, das Buch beiseite zu legen. So richtig konnte mich die Geschichte nicht in das Geschehen hineinziehen!
Rezensionen von Caroline :
Ein kleiner Einblick in eine tragische Zeit
Die Optimisten von Rebecca Makkai
Ich brauche Worte, gute Worte, bedeutende Worte um zu beschreiben, wie dieses Buch für mich ist.
Zwei Handlungszeiten, die durch Erinnerungen miteinander verknüpft werden.
In Chicago 1985 wütet eine neue Krankheit unter den schwulen Männern. Es gibt fast mehr Beerdigungen als Parties und Yale Tishman muss zusehen, wie viele seiner Freunde langsam und qualvoll sterben.
Vor allem der tod seine besten Freundes Nico setzt ihm zu. Nicos kleine Schwester Fiona steht ihnen allen zur Seite. Bleibt ständig zurück und überlebt so ziemlich als einzige diese harten Jahre. Aus Yales Sichtweise wird dieser Zeitabschnitt erzählt. Yale ein jüdischer Mann, der in einer schwulen Beziehung lebt und öffentlich dazu steht. Er ist loyal, empathisch, sympathisch, nett, freundlich und liebenswert. Ein Mann, der sich nicht in den Mittelpunkt stellt, der über seine Handlungen nachdenkt, ob sie Auswirkungen auf seine Mitmenschen haben. Ich wollte, dass Yale ein lebendiger echter Mensch ist. Ich hätte mich gerne mit ihm auf einen Kaffee getroffen, mit ihm gesprochen und ihm gesagt, was für ein toller Mensch er ist.
Paris 2015: Fiona sucht ihr Tochter Claire. Ihre Beziehung gestaltet sich schon recht lange schwer und Fiona weiß nicht genau, was sie sich erhofft, wenn sie Claire finden sollte. Während ihres Aufenthaltes wohnt sie bei einem alten Freund, der gerade eine Ausstellung im Centre Pompidou vorbereitet. Mit ihm erinnert sie sich an die alten Zeiten in Chicago an Nico und ihre verstorbenen Freunde.
Es gibt Bücher und Figuren, die bleiben für immer. "Die Optimisten" gehört für mich dazu. Es ist eine traurige Geschichte, mit einem sensiblen Thema, das aber auch wundervoll leichte Momente zeigt und für Liebe, Loyalität und Freundschaft eintritt.
S. 551 "Das ist der Unterschied zwischen Optimismus und Naivität. Keiner hier im Raum ist naiv. Naive Menschen haben noch keine echte Prüfung hinter sich, deshalb meinen sie, ihnen könne nichts passieren. Optimisten wie wir, haben schon etwas durchgemacht und stehen trotzdem jeden Tag auf, weil wir glauben, wir könnten verhindern, dass es noch einmal passiert. Oder wir tricksen uns einfach aus, um das zu glauben."









