Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
die Welt der Gaukler
Klappentext:
Oftmals lauern die Schatten der Vergangenheit dort, wo man sie nicht erwartet.
Die Spur des gestohlenen Karneolvogels führt Riki und den Wanderzirkus in die Stadt der Gaukler. Ein unsicheres Pflaster, denn aufgrund der bevorstehenden Ratsversammlung brodelt die Stimmung gefährlich.
Zunächst scheint der Diebstahl des Karneolvogels nur Teil eines persönlichen Rachefeldzugs gegen Ramiro zu sein. Doch es steckt weit mehr dahinter. Ein mysteriöser Drahtzieher verfolgt im Hintergrund seine ganz eigenen, ehrgeizigen Ziele und hat keine Skrupel, den Hüter des Vogels dafür zu opfern. Den Gauklern läuft die Zeit davon. Ramiros Leben hängt am seidenen Faden, als ihn plötzlich ein Stück seiner Vergangenheit einholt und alles zu zerstören droht, was sich Riki und er aufgebaut haben.
Cover:
Man fühlt sich wie im Hinterhof einer kleinen Gasse mit vielen Gauklern. Auch farblich und von der Atmosphäre ist es sehr schön und beeindruckend gestaltet und ein richtiger kleiner Blickfang.
Meinung:
Dies ist der zweite Teil der Trilogie "Die Reise des Karneolvogels" und dieser Band kann durchaus unabhängig vom ersten Band gelesen werden.
Den ersten Band kannte ich nicht und kam dennoch sehr gut in die Handlungen und ich die Charaktere hinein. Mir hat die Atmosphäre und auch die Schreibweise sehr gut gefallen. Man taucht ein in die Welt der Gaukler und Halunken und erlebt deren Lebensweise auf sehr authentische und bildlich beschriebene Art und Weise mit.
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. Die Kapitel umfassen meist ca. 5-10 Seiten und haben damit eine sehr angenehme Länge.
Durch die Perspektivwechsel kommt zusätzliche Spannung auf und man kann sich sehr gut in die unterschiedlichen Charaktere und deren Handlungen und Aktionen hineinversetzen.
Gut hat mir auch, zu Beginn, die kleine Übersicht über den momentanen Stammbaum der O´Flannagans, mit Altersangaben der Charaktere, gefallen.
Inhaltlich möchte ich hier ehrlich gesagt gar nicht zu viel erzählen und nichts verraten, da dies lieber jeder selbst lesen sollte.
Ich kam sehr schnell und gut in die Geschichte und auch die Charaktere hinein. Mich konnte die Story mitreißen und gefangenen nehmen und mir ein ganz besonderes Flair vermittelt, so dass ich sehr gut unterhakten wurde und sehr gespannt bin auf die anderen Bände dieser Trilogie. Es macht neugierig auf den finalen Band und auch Lust den vorherigen noch nachzuholen.
Fazit:
Taucht en in die Welt der Gaukler und Halunken und lasst euch von ihnen verzaubern!
Rezensionen von Bücherwurm78:
Spannender Krimi
Die siebte Zeugin von Florian Schwiecker; Michael Tsokos
Nikolaus Nölting, ein normaler Familienvater, schießt in einer Bäckerei um sich, dabei kommt ein Mensch ums Leben. Seine verzweifelte Ehefrau wendet sich an den Strafverteidiger Rocco Eberhardt. Wird dieser seinen Mandanten helfen können?
Mir hat dieser Justiz-Krimi, der auch genau ein solcher ist, richtig gut gefallen.
Ab der ersten bis zur letzten Seite ist Spannung vorhanden und hat an keiner Stelle des Buches nachgelassen. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, es ist flüssig geschrieben und es gibt auch keine zu komplexen juristischen Beschreibungen. Alles ist auf den Punkt gebracht. Die Story ist gut durchdacht und umgesetzt. Was mir auch sehr gefallen hat ist, dass die einzelnen Kapitel mit genauem Ort, Tag und Uhrzeit überschrieben sind, dadurch wird die Story lebendiger. Außerdem gefällt es mir wenn die Kapitel kurz gehalten sind.
Fazit: Sehr empfehlenswerter Krimi, das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Zwischen Luxus und Rassenhass
Josephine Baker und der Tanz des Lebens von Juliana Weinberg
Von Josephine Baker wusste ich bisher nicht viel. Eigentlich nur, dass sie als dunkelhäutige Tänzerin mit ihrem Bananenröckchen für viel Aufsehen sorgte. Über ihr Privat- und Liebesleben wusste ich hingegen gar nichts.
Deshalb war ich sehr neugierig auf diese Romanbiografie von Juliana Weinberg.
Die Autorin brachte mir Joseohine Baker sogleich näher. Eindrücklich wird zu Beginn geschildert, wie Josephine in den Slums von St. Louis aufwuchs.
Sofort hat mich der Roman gepackt und obwohl ich ja bereits wusste, dass Josie, wie sie von ihren Freunden genannt wurde, eines Tages berühmt sein wird, hab ich mitgefiebert, als von ihren ersten Engagements als Revuetänzerin berichtet wurde und sie aufgeboten wurde, nach Paris zu kommen, um dort in der neugegründeten Revue Nègre zu tanzen.
In Paris kann Josephine es kaum glauben, dass sie in einem Hotel wohnen und essen darf und als Schwarze nicht hinausgewiesen wird. Selbst Jahre später, als sie die berühmteste Frau in Europa war, war es ihr bei Besuchen in Amerika nicht möglich, ein Hotelzimmer zu bekommen und wurde noch immer nicht in Restaurants bedient. Ein Leben lang leidet sie unter der sozialen Segregation und setzt sich alsbald selbst für die Bürgerrechtsbewegung ein.
Doch das ist längst nicht alles. Josephine führte ein ausschweifendes Leben, sie hatte fast immer mehr Träume und Wünsche als Geld und hörte nicht auf die Stimmen derer, die sie warnten. Sie war Tänzerin, Kriegsspionin, Sängerin, Geliebte, Mutter - nicht immer sympathisch, aber sie gab immer alles. Man muss sie nicht mögen, aber achten für das, was sie Gutes tat.
So ist "Josephine Baker und der Tanz des Lebens" eine eindrucksvolle Lebensgeschichte, in die uns die Autorin auf den Spuren der legendären und extravaganten Miss Baker mitnimmt.
Der Roman ist eine Art Zeitzeuge und allen geschichtsinteressierten Leser*innen wärmstens empfohlen.
Fazit: Zwischen Luxus und Rassenhass - eine abenteuerliche und emotionale Reise durch Miss Bakers unkonventionelles Leben.
4 Punkte.
Rezensionen von Claudia R:
Rumänien historisch ...
Josephine Baker und der Tanz des Lebens von Juliana Weinberg
Klappentext:
Rumänien 1969: Das Land steht in voller Blüte; Ceaușescu ist nach der Lossagung von der UdSSR so beliebt wie nie zuvor. Mit der BRD handelt er einen lukrativen Deal aus: Rumäniendeutsche lässt er gegen Bargeld und Luxusgüter ausreisen. Oberster Verhandlungspartner: Nelu Nicolescu, ein hohes Tier der Securitate.
Währenddessen baggert der forsche und charismatische Corneliu Matalin die Banater Schwäbin Magdalena an. Ihre Familien sehen diese Verbindung jedoch aufgrund der ethnischen Unterschiede gar nicht gern. Im Herbst tritt er seinen Wehrdienst an und rettet Ceaușescu auf einem Jagdausflug das Leben – und damit verändert sich für ihn alles.
Nelu sieht in ihm einen talentierten Mitarbeiter und wirbt ihn für die Geheimpolizei an. Diese Chance, zu Geld und Ruhm zu kommen, lässt sich Corneliu nicht entgehen. Damit punktet er endlich auch bei Magdalenas Eltern. Doch immer wieder müssen sich Corneliu und Magdalena neuen Anfeindungen stellen, auch ihre Tochter Livia wird als „Mischling“ gehänselt. Als er sich auf einer Mission eine Beinverletzung zuzieht, lässt er seinen Frust an Magda aus – das Ende ihrer Ehe.
Während Ceaușescu mit seinem Größenwahn das Land fast unbemerkt in den Ruin treibt, geschieht etwas, womit keiner gerechnet hatte – und danach wird Rumänien nie wieder so sein wie zuvor …
Cover:
Das Cover ist sehr weich gezeichnet und zeigt eine junge Frau, sowie einen eleganten Mann entlang eines Wegs zu schreiten und im Hintergrund ist ein historisches Gebäude ersichtlich. Man fühlt sich ein wenig in die Vergangenheit zurück versetzt und die leichten Nebel, die das Ganze umgibt, geben dem Ganzen eine besondere Atmosphäre.
Meinung:
Nach "Trümmerland" und "die Stadt der Freiheit" ist dies nun die dritte Staffel zu dieser Reihe. Dieses Buch ist in 5 Teile eingeteilt, welche wiederum aus mehreren Kapiteln bestehen.
Man kann dieses Buch durchaus unabhängig von den anderen lesen, aber Vorwissen ist hier schon auch von Vorteil. Ich habe von längerer Zeit die ersten Teile zu Timisoara gelesen und da dies schon eine ganze Weile her war brauchte ich schon eine Weile, um wieder anzukommen.
Die Schreibweise ist angenehm und lässt sich gut lesen. Wenn man den Einstieg geschafft hat wird man in die Historie und das Rumänien in den 1970er Jahren mitgenommen und erlebt hier ganz verschiedene Einblicke.
Von den Charakteren konnte mich vor allem Magdalena abholen und besonders ihre Entwicklung hat mir hier sehr gut gefallen. Die Anfeindungen, die Magdalena und Corneliu Matalin hier ertragen mussten, fand ich schon ziemlich heftig und auch die Umgangsweise von Nelu und seinen Sohn, empfand ich als nicht richtig, jedoch passte es durchaus zur Zeit und zur Geschichte und so bekam man hier Einblicke, die nicht immer leicht als Leser wegzustecken waren.
Mir hat es sehr gut gefallen hier Einblicke in eine zwar fiktive, aber durchaus sehr real und authentisch wirkende historische Vergangenheit zu erlangen und die Mischung aus Geschichte, Historie und Fiktion fand ich hier sehr gut gelungen. Der Einstieg war nicht ganz leicht, aber wenn man dann einmal drin ist, wirkt es stimmig und gut erzählt.
Fazit:
Eine Geschichte, die mich gut unterhalten hat und mir Rumänien, die Menschen und ein wenig der Historie näher gebracht hat.
Rezensionen von Claudia R:
humorvoll und charmant
Fertig ist die Laube von Renate Bergmann
Klappentext:
»Letzten Sommer sind Gertrud und ich unter die Laubenpieper gegangen. Der Gunter Herbst, Gertruds Lebensgefährte, musste nämlich unters Messer. Und da ihm seine Kohlrabi und Tomaten so sehr am Herzen liegen, haben wir uns derweil um seine Parzelle in der Kolonie ‚Abendfrieden‘ gekümmert.
Aber herrje, so ein Garten ist ja niemals fertig! Wenn Se hinten gejätet haben, sprießt vorne schon wieder das Unkraut. Trotzdem haben wir bei der Wahl zum schönsten Garten der Kolonie den zweiten Platz gemacht! Für den ersten Platz hat es nicht gereicht, wissen Se, die Schlehdorn von Parzelle 6 hatte uns eine hübsche Topfpflanze ins Gewächshaus gestellt, und dann hätte der Günter Habicht beinahe wegen Hanfanbau die Polizei gerufen, denken Se sich das nur! Aber ein zweiter Platz ist ja auch schön.«
Renate zieht die Gummistiefel an und packt Handy und Rosenschere ein. Freuen Sie sich auf ihre Abenteuer in der Kleingärtnerkolonie!
Cover:
Das Cover gibt typisches Kleingarten und Lauben Feeling wieder. es zeigt drei ältere Herrschaften, u.a. Renate Bergmann und wirkt dabei sehr humoristisch, fröhlich und wurde liebevoll gestaltet.
Meinung:
Diesmal versucht sich die Online Omi am Gärtnern auf charmante und humorvolle Weise.
Der Schreibstil ist auch in diesem Buch wieder sehr humorvoll, lebendig und lässt sich angenehm und flüssig lesen.
Ich habe schön einige Renate Bergmann Bücher gelesen und muss immer wieder über diese Art an Humor schmunzeln und lachen. Denn der Autor trifft mit seinen Figuren genau auf den Punkt. Die Online Omi polarisiert und macht geschickt auf verschiedene Dinge aufmerksam, auch wenn sie in diesem Buch zeitweise gar nicht so viel Schabernack betreibt wie sonst, sondern stellenweise eher nachdenklich und tiefgründiger agiert. So scheint sie an einigen Stellen gereift zu sein, aber dies tut dem eigentlichen Humor keinen Abbruch, sondern fügt sich sehr gut in die Story mit ein.
Auch dieser Band zum Thema Kleingartenanlagen, Gärtnern und Lauben hat mich wieder sehr gut unterhalten und die ein oder anderen Garten-Tip hat man hier noch zusätzlich dazu bekommen. Denn es ist nicht alles nur Witz und Humor, sondern auch wissenswerte Dinge, tiefgründige Fakten und einiges mehr kann man aus den Büchern durchaus ziehen und wird zusätzlich sehr gut unterhalten. Eine tolle Mischung, die sehr viel Spaß macht.
Auch die Charaktere haben mir wieder sehr gut gefallen und neben Renate, trifft man hier auch auf die weiteren Bekannten wie Ilse und Kurt, Kirsten, Stefan, Ariane und viele weitere.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Aussagen dazu, zurück.
Fazit:
Humorvolle und charmante Erzählung, die teils auch tiefgründig scheint und eine Renate, die wirkt, als wäre sie gereift.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein herzallerliebster kleiner Kerl, dieser Pepino
Pepino Rettungshörnchen von Irmgard Kramer
Eichhörnchen Pepino lebt mit seiner Mama, seinem kleinen Bruder Amini und seinem Onkel Oko auf dem Dachboden einer Feuerwehrwache. Pepino findet es super spannend, wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen wird. Da fährt er mit und erlebt als Rettungshörnchen vielerlei Abenteuer.
Seine Geschichten, die er erlebt hat, erdacht von Irmgard Kramer, erzählt Pepino in der Ich-Form.
Abwechslungs- und temporeich begleite ich ihn bei seinen verschiedenen Abenteuern. Das Buch ist in 10 Geschichten untergliedert, so dass ich sie auch sehr gut als Gute-Nacht-Geschichten vorlesen kann. Durch die relativ große Schrift können sie auch gut von etwas vorgeschrittenen Leseanfängern gelesen werden. Die farbenfrohen Illustrationen von Nora Paehl ergänzen die Geschichten und machen sie noch greifbarer.
Pepino ist ein quirliger kleiner Kerl, den die Kinder lieben werden. Mein Herz hat er schon erobert. Das gefällt mir an Kinderbücher auch sehr, dass auch mir die Geschichten Spaß machen, wenn ich vorlese. Hier werden Werte wie Empathie, Selbstbewusstsein, Fürsorge (von Mama Eichhorn), Umsicht, Mut, Freundschaft und Zusammenhalt sehr gut vermittelt.
Ein tolles Buch über den selbstbewussten kleinen Pepino, seine Familie und seine Freunde. Ich freue mich schon, es meinem Enkeln vorlesen zu können.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Camille Claudel
Die Bildhauerin von Pia Rosenberger
Camille Claudel war mir bis zu diesem Buch kein bekannter Name - Auguste Rodin hingegen kannte ich sehr gut. Daher war ich sehr gespannt auf die Verwicklungen der beiden und Camilles Leben. Die atb-Reihe um Künstlerinnen gefällt mir gut und dieses Buch reiht sich gut darin ein.
Die Autorin hat es geschafft das Leben von Camille nahbar und bildhaft zu beschreiben, so dass ich ab der ersten Seite in dem Buch gefangen war und es tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen habe.
Der Schreibstil ist überaus angenehm und mitreißend.
Camille ist eine spannende und eigenwillige Protagonistin, die mit ihrer aufbrausenden Art sehr authentisch wirkt. Nebencharaktere werden ebenso detailliert beschrieben, so konnte ich mir von allen Personen ein ausreichendes Bild machen.
Die Handlung ist (soweit ich es recherchieren konnte) sowohl biografisch als auch fikitv, im Gesamtbild sehr gelungen und interessant. Die Werke von Claudel und Rodin wurden gelungen beschrieben, besonders schön wäre ein Anhang mit Abbildungen der Werke gewesen. So habe ich im Internet nachgeschaut - sie sind wirklich beeindruckend.
Dieses Buch hat sicher nicht den Anspruch das komplette Leben von Camille Claudel abzubilden, ich hätte es jedoch sehr begrüßt, wenn zumindest in einem Nachwort auf die weiteren Geschehnisse ihres Lebens eingegangen worden wäre. Diese sind gleichermaßen berührend wie erschreckend: "Camille Claudel verbrachte die letzten 30 Jahre ihres Lebens nahezu vergessen in psychiatrischen Anstalten, ohne ein weiteres Werk geschaffen und ohne je wieder Erfolg gehabt zu haben. Camille hätte die Anstalt laut Anstaltsleitung in den frühen 1920er Jahren verlassen können, doch lehnte die Mutter, die sie ebenso wie die Schwester in den Anstalten nie besucht hatte, die Entlassung entschieden ab. " (Wikipedia)
So endet das Buch sehr offen, ohne den Leser auch nur auf den weiteren Lebensverlauf von Camille oder den Weitergang ihrer Beziehung zu Rodin aufmerksam zu machen.
Rezensionen von Claudia R:
gute Unterhaltung mit Carla
Carla Chamäleon: Zoff im Zoo von Franziska Gehm
Klappentext:
Carla Chamäleon, die sich super in Luft auflösen kann, bekommt ihren ersten Auftrag vom Geheimbund "Die Kavaliere". Dabei geht es um die Zukunft der gesamten Stadt. Doch während sich Carla, Jole und der rappende Pinguin Herr Ping darum kümmern, kommt es zu merkwürdigen Zwischenfällen im Zoo: ein Besucher verdirbt sich den Magen an Tofu-Würsten, wilde Tiere laufen plötzlich frei herum - und als Carla eingreifen will, taucht wortwörtlich aus dem Nichts ein Feind auf.
Ein Feind, der genauso mit der Umgebung verschmelzen kann wie Carla!
Cover:
Das Cover zeigt einige Zootiere und zwei Kinder in Action, die irgendjemanden auf der Spur sind und diese verfolgen. Es wirkt sehr actionreich und lebendig. Zudem ist es farblich sehr bunt und optisch sehr schön gestaltet. dabei erkennt man auch sehr gut, dass das Mädchen scheinbar unsichtbar werden kann bzw. mit seiner Umgebung verschmilzt.
Meinung:
Dies ist bereits der zweite Band von Carla Chamäleon. Hier ist es jedoch gar kein Problem, wenn man das erste Buch nicht gelesen hat, da man in diesem Buch direkt damit konfrontiert wird und nochmal einen kurze Zusammenfassung erhält über die wichtigsten Dinge, die im ersten Band passiert sind, bzw. über das was man wisse sollte.
Man kommt gut und sehr leicht in die Geschichte hinein. Der Schreibstil ist locker und flüssig und lässt sich sehr gut und leicht lesen. Die Sätze und die Abschnitte sind altersgerecht, so dass jüngere, aber auch ältere Kinder und Selbstleser ihre Freude damit haben werden. Auch die Kapitellänge ist angenehm und sehr gut gewählt. Die Überschriften sind passend, ohne zu viel vorweg zunehmen.
Allgemein hat mir die Gestaltung des Buches sehr gut gefallen. Die kleinen schwarz-weiß Illustrationen lockern das Schriftbild auf und bringen Unterhaltung in die Geschichte. Diese runden das Gesamtbild sehr gut ab.
Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Da ich nichts vorweg nehmen möchte.
Carla und auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Neben der Action und der Spannung kommt hier aber auch der Humor nicht zu kurz. Man wird sehr gut von der Geschichte unterhalten und kommt hier auch sehr gut und schnell voran. Ich bin gespannt, ob es noch weitere Abenteuer mit Carla geben wird und würde mich sehr darüber freuen.
Fazit:
Gute Unterhaltung, mit Carla und ihren Freunden, ist hier garantiert.
Rezensionen von signalhill:
Ein Projekt, kein Lebensstil für die Autorin
Sieben Quadratmeter Glück von Marion Hahnfeldt
Campen ist in, und auf diesen Zug kann man natürlich auch als Autorin aufspringen. Für "Sieben Quadratmeter Glück - Mein Jahr im Camper" zieht die Autorin Marion Hahnfeldt in einen Wohnwagen - und berichtet in einem Tagebuch sowie vielen Tipps. Die Idee dahinter, nämlich herauszufinden, was man im Leben braucht oder wie minimalistisch man leben kann, hat mir sehr gefallen.
Schon am Anfang stört mich etwas, und es verwundert mich auch, dass man hier mit Markennamen arbeitet - wen interessiert es, dass die Autorin ein "North Face VE 25 Expeditionszelt" (S. 13) besitzt, zumal das für dieses Buch wirklich keine Rolle spielt. Mir scheint schon hier, dass sie einfach so stolz auf ihr tolles Zelt ist, dass man es erwähnen muss.
Schon anfangs hat man das Gefühl, Frau Hahnfeldt möchte dieses Campingexperiment machen, um dieses Buch zu schreiben. Dieses ist zum Teil auch gar nicht schlecht gelungen, es lässt sich ganz gut lesen. Allerdings ist der Tagebuchteil sehr persönlich und für den Leser manchmal einfach nicht so spannend und nicht so relevant. Campingneulinge finden allerdings auch hier ein paar Dinge, die man wissen sollte.
Die durchgehend in Hochglanz eingefügten Fotoseiten gefallen mir sehr gut. Auch einige schwarz-weiß Fotos sind eingefügt. So kann man sich die Campingzeit doch besser vorstellen.
Neben einem Tagebuch gibt es noch einen Tipps-Teil. Vieles ist allerdings selbstredend. Am Schluss gibt es noch fünf Menschen oder auch Paare, die ihr Leben im Kleinen vorstellen. Dies wiederum finde ich sehr gut gelungen, weil diese Menschen sich ohne Hintergedanken und wohlüberlegt für das Leben im Tiny House oder Wohnwagen entschieden haben. Da ich auch schon mit dem Gedanken gespielt habe, ist ihre Lebenssicht für mich sehr interessant.
Insgesamt finde ich das Buch sehr durchwachsen und schwierig zu bewerten. Empfehlen würde ich es eher für Campingneulinge, auf keinen Fall für eingefleischte Camper. Für diese wäre es zu banal. Insgesamt würde ich "Sieben Quadratmeter Glück" ca. 3,5 Sterne geben.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Ein entschleunigender Klassiker für wilde Naturherzen
Die Welt ohne Fenster von Barbara Newhall Follett; Jackie Morris
„Die Welt ohne Fenster“ ist eine Geschichte über ein ungebändigtes Kind, das sich nach uneingeschränkter Freiheit und einem naturbelassenden Leben sehnt, und davon läuft, um in der Wildnis zu leben. „…Anzeichen von Heimweh? Nein! Sie spürte die pure Freude.“ Während ihre verzweifelten Eltern versuchen, Eepersip zur Heimkehr zu bewegen, entdeckt sie die Vielfalt der Natur und ihre zahlreichen Bewohner - zuerst auf der Wiese und schließlich am Meer und in den Bergen.
Die außergewöhnliche Autorin hat eine utopische Welt erschaffen, ohne Gefahren, quälenden Hunger oder Kälte, mit zutraulichen Fluchttieren und stets sonnigem Wetter. Eine Unbeschwertheit und kindlich verträumte Vorstellung von der wilden Natur, ohne wirklichkeitsgetreuen Anspruch, in der alle glücklich sind: Grillen zirpen, Vögel singen und Schmetterlinge segeln von einer Blume zur nächsten, während Eepersip tanzt und hüpft und „mit den Blättern und Schatten spiel[t].“
Die dreißig schwarz-weiß Aquarelle von Jackie Morris sind eine ausgezeichnete Ergänzung, die das hochwerte Buch noch weiter aufwerten, weil diese sowohl Romantik als auch Natürlichkeit ausstrahlen und sich somit perfekt einfügen.
Der Geschichte ist anzumerken, dass sie vor fast einem Jahrhundert von einem zwölfjährigen Mädchen geschrieben wurde. Atemberaubend bildhafte Beschreibungen der Naturschauspiele und Eepersips Erlebnisse werden nur von wenigen Textausschnitten der wörtlichen Rede abgelöst. Als Leser erfährt man kaum etwas über ihre Gedanken und Gefühle, was die Geschichte für mich interessanter gemacht hätte. Eepersips wenige Begegnungen mit Tier und Mensch brachten etwas mehr Dynamik in das Geschehen. Insgesamt hat die Lektüre eine entschleunigende Wirkung, erfordert aber viel Aufmerksamkeit und Vorstellungskraft, ohne eine richtige Verbindung zur Protagonistin aufzubauen. Für mich ist „Die Welt ohne Fenster“ aber eine bemerkenswerte Wiederentdeckung mit einem bezaubernden Ende, die jeden Naturromantiker einfängt und nicht mehr loslässt.









