Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Eine wundervolle Geschichte über das Erwachsenwerden
"Fragmente aus Schmerz, Sehnsucht, Vertrauen und Hoffnung bilden den Wendepunkt einer unzertrennlichen Freundschaft von sieben Jungen."
Von Tag zu Tag leidet Adam mehr unter dem Druck und den hohen Erwartungen seines Vaters. Er hat keinerlei Interesse daran, später einmal seine Kanzlei zu übernehmen und verabscheut die falsche Art der Teilnehmer wichtiger Geschäftstreffen.
Als plötzlich sein ehemaliger bester Freund Derek auftaucht und immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen, droht Adam völlig zu zerbrechen.
Evan hingegen weiß genau, was er will und ist auf dem besten Weg dorthin. Doch eines Tages muss er sich entscheiden: Möchte er für Familie und Freunde da sein oder lieber seine eigenen Träume verwirklichen?
Als ich mit "Frühlingsschmetterlinge" begonnen habe, habe ich zunächst erwartet, gleich alle sieben Jungen kennenzulernen und sie gemeinsam durch ihre Freundschaft zu begleiten. Stattdessen lernt man sie als eigenständige Persönlichkeiten kennen und lieben, erst Stück für Stück offenbart sich dem Leser ihr Charakter, ihre Vergangenheit und ihre gemeinsame Zukunft. Dabei liegt in diesem ersten Band der Jahreszeitenreihe der Fokus primär auf Adam und Evan, wobei natürlich auch ein wenig von den anderen fünf Jungs hindurchsickert. Grandios schafft es die Autorin dabei, vielschichtige Figuren zu schaffen, die jede auf ihre eigene Art etwas ganz Besonderes ist. Mit jeder Seite sind mir die Jungen stärker ans Herz gewachsen, auf jeder Seite habe ich eine neue Facette von ihnen entdeckt.
Dabei erhält man als Leser Unterstützung von einem ausführlichen Personenverzeichnis am Schluss des Buches. Dieses hilft zwischendurch immer wieder bei der Orientierung und ist dabei glücklicherweise völlig spoilerfrei gehalten. Eine visuelle Hilfestellung wird zudem durch das wunderschöne, in Pastelltönen gehaltene Cover gegeben. Auf diesem kann man die siebenköpfige Gruppe sowie einige Eigenheiten der einzelnen Personen erkennen. Sehr gut gefallen hat mir an dieser Stelle, dass man ihnen als Leser erst im Laufe des Buches Namen zuordnen kann, es ist fast schon wie ein kleines Rätselraten.
Doch nicht nur die Charaktere konnten mich überzeugen. Auch bei der Geschichte selbst handelt es sich um etwas ganz Besonderes.
Auf den ersten Seiten springt einem eine ausführliche Triggerwarnung (ein großes Lob dafür!) ins Auge. Diese fasst die Geschichte mit den folgenden Schlagworten zusammen: Zukunftsängste, Familienprobleme, Panikattacke, Freundschaft, Selbstfindung, Tod, Trauer sowie Zusammenhalt.
Ich finde, dass diese Worte "Frühlingsschmetterlinge" optimal zusammenfassen. Es handelt sich hierbei um eine unglaublich intensive und emotionale Geschichte rund um das Erwachsenwerden und die Tücken des Lebens. Realitätsnah, authentisch und trotz - oder gerade auf Grund - dessen spannend und packend bis zur letzten Seite ist es mir alles andere als leicht gefallen, sich von dem Buch lösen zu können.
Ihr Übriges dazu beigetragen haben liebevoll gesetzte Details. Wundervolle, zum Cover passende Kapitelverzierungen sind echte Eyecatcher. Hinzukommen einige Chats zwischen den Jungen sowie kleine Ausflüge in den Bereich der Lyrik und Poesie.
Ich bin begeistert von diesem Jugendbuch und kann es jedem nur ans Herz legen. Selten konnte mich eine Geschichte aus diesem Genre so sehr verzaubern!
5/5 Sterne
Rezensionen von LEXI:
Eine Bedrohung aus der Vergangenheit…
Die Stärke der Töchter von Ellin Carsta
Eine Bedrohung aus der Vergangenheit…
„Irgendwann muss eine jede Sache ein Ende finden. Und für mich ist dieser Tag nun gekommen.“
Clara von Falkenbach lebt aufgrund schrecklicher Ereignisse in ihrer Vergangenheit in steter Angst. Nach der Rückkehr auf den Familienstammsitz derer von Falkenbach scheint sie mit ihrem Ehemann Gustav zum ersten Mal in ihrem Leben Ruhe und Frieden gefunden zu haben.
Während Gustav damit beschäftigt ist, sich mit seiner neuen Arztpraxis in Bernried zu etablieren, freundet Clara sich mit Irma, Elisabeth und Wilhelmine an. Doch das vermeintliche Glück scheint trügerisch, denn Claras Vergangenheit droht sie nun endgültig einzuholen.
Elin Carsta setzt mit „Die Stärke der Töchter“ die Geschichte der Bewohner von Gut Falkenbach fort und man darf sich erneut in die Geschicke der Patriarchen Paul-Friedrich von Falkenbach, Wilhelm und Heinrich Lehmann sowie deren Familien vertiefen.
Sowohl die persönliche und finanzielle Situation der handelnden Figuren und der Familienunternehmen, als auch eine schrittweise Enthüllung des dunklen Geheimnisses, welches Paul-Friedrich, Wilhelm und Heinrich vor zwei Jahrzehnten zu Verbündeten machte, sind zentrale Themen dieses Buches. Umrahmt von einer Zeit, in der sich Adolf Hitler als Führer und Heilsbringer darstellt und die Schergen der NSDAP die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen, entzweien sich Menschen und finden zueinander. Es hat mir große Freude bereitet, die Geschicke der Familien von Falkenbach und Neumann weiter verfolgen zu dürfen, der einnehmende und flüssige Schreibstil der Autorin machte es mir zugegebenermaßen nicht leicht, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Eine mitreißende Geschichte, die Neugier auf die Enthüllung diverser Geheimnisse, und natürlich die zwischenmenschlichen Beziehungen im zweiten Band dieser Reihe sorgten für großes Lesevergnügen.
Der Fokus liegt auch in der Fortsetzung auf den Protagonisten des ersten Buches, relevante Nebenfiguren wie beispielsweise Erna Behrend, Eva Spiller und Theo Siegler erhalten ebenfalls einen kleinen Gastauftritt. Für unheilvolle Spannung und Bedrohung sorgen erneut Bernrieds Gauleiter sowie Wilhelmines ehemaliger Freund Rudolph Gschwendner und der namenlose Schatten aus Claras Vergangenheit.
„Es kommt nun einmal im Leben nicht immer alles so, wie man es sich wünscht. Das Geheimnis ist, für das zu kämpfen, was man haben will, und sich nicht darauf zu verlassen, dass ein anderer die Dinge für einen klärt. Wir alle sind für unser Glück selbst verantwortlich und es liegt an uns, was wir aus einer Situation machen, oder eben auch nicht.“
Der Autorin ist die überzeugende Darstellung der Personen dieser Handlung vortrefflich gelungen, sie verstand es geschickt, die positiven, aber auch die negativen Charakterzüge hervorzuheben und persönliche Entwicklungen aufzuzeigen. Doch nicht nur der ansprechende Schreibstil, auch diverse Spannungselemente und brisante Enthüllungen fesselten mich an den Inhalt dieses Buches.
Ganz besonders hervorheben möchte ich das beigelegte Lesezeichen, das für mich rasch unverzichtbar wurde. Durch die übersichtliche Darstellung der Familienstammbäume in Form dieser auch optisch sehr ansprechenden kleinen Zugabe hat man stets den Überblick über die relativ große Anzahl der handelnden Figuren. Im Verlauf der Seiten erschließt sich dem Leser auch der Grund für die Wahl des Coverfotos – der malerische Bootssteg auf dem Anwesen derer von Falkenbach am Starnberger See, umrahmt von einer idyllischen Landschaft, die zum Verweilen einlädt, und ein unscheinbares kleines Ruderboot am linken unteren Bildrand.
Der Epilog am Ende des Buches lässt eine düstere Vorahnung den Charakter eines der männlichen Protagonisten betreffend aufkommen. Ich wünschte mir, unverzüglich mit dem nächsten Band dieser Reihe fortsetzen zu können und Näheres über die Zukunft von Gut Falkenbach und seinen Bewohnern in Erfahrung zu bringen.
Fazit: „Die Stärke der Töchter“ hat mir ebenso gut gefallen wie der erste Band dieser Reihe. Ich würde jedoch für ein besseres Verständnis der Vorgänge innerhalb dieser Familie jedem interessierten Leser ans Herz legen, die Reihenfolge der einzelnen Bände unbedingt einzuhalten. Ich vergebe auch für Band 2 begeisterte fünf Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
Rezensionen von rewareni:
Erinnerungen
Und was ist mit Rosemarie? von D.G. Ambronn
In einem Waldstück wird die Leiche von Viktor Bleßmann gefunden, erschlagen und versteckt im Kofferraum seines eigenen Wagens.
Die Kommissare Kühl und Jörgensen begeben sich nun auf Mördersuche, die sich nicht als ganz leicht gestaltet. Warum wurde Bleßmann getötet und sein Geld hat man aber nicht mitgenommen? Bleßmanns Frau Ines, die zugibt einen Liebhaber zu haben und auch ihre vorlaute Tochter Monika, zählen schon bald zu den Verdächtigen.
Doch bald taucht ein weiterer Name auf, wo anscheinend keiner so recht weiß wer das eigentlich ist. Wer ist diese geheimnisvolle Rosemarie und ist vielleicht doch der Liebhaber von Ines mehr in den Mordfall involviert als er zugibt?
Der Roman ,, Und was ist mit Rosemarie“ ist ein 2020 zufällig wieder entdeckter Kriminalroman von D.G.Ambronn, den er bereits 1984 geschrieben hat. Man landet also in einer Zeit, als es als Zahlungsmittel noch die D- Mark gegeben hat und das ganze Flair an alte Krimi Ermittlungen der damaligen Fernsehserien erinnert. Der Name Kühl für den Kommissar scheint dabei gut gewählt zu sein. Er ermittelt scheinbar so, wie er möchte, ohne Respekt den Verdächtigen gegenüber aber auch seinen jungen Mitarbeiter Jörgensen behandelt er immer wieder gönnerhaft von oben herab. Ich weiß, dass es immer wieder unsympathische Figuren in einem Roman gibt, aber diesen Kommissar fand ich durchgehend als überheblich und auch unprofessionell. Die weiblichen Figuren waren teilweise so, dass sie unselbständig und unterwürfig gewirkt haben wo man gemerkt hat, dass die Männer damals noch das Sagen hatten. Die Tochter hingegen war einfach nur peinlich, wie sie mit ihrer Mutter umgesprungen ist und auch sonst den Erwachsenen gegenüber sehr frech und aufsässig war. Der junge Kommissar war so, wie man sich einen guten Ermittler vorstellt, empathisch, bemüht den Fall zu lösen, selbst wenn er im Dienst sich verführen lässt und Alkohol trinkt.
Die Geschichte war spannend und hat gezeigt welch weitreichende Folgen Erlebnisse aus der Vergangenheit für die Gegenwart haben können und Erinnerungen von früher oftmals in einer großen Enttäuschung enden können, wenn man versucht diese wieder aufleben zu lassen. Der Epilog war für mich ein interessanter Abschluss der zum Nachdenken angeregt hat.
Rezensionen von Gaby 2707:
Da ist für Jeden etwas dabei
Schwabens Abgründe von Mareike Fröhlich; Maribel Añibarro
In diesem Buch "Schwabens Abgründe" haben Mareike Fröhlich und Maribel Anibarro 22 Kurzkrimis von Autorinnen aus ganz Baden-Württemberg, die den "Mörderischen Schwestern" angehören, zusammengestellt.
In Bad Wildbach, Breisgau im Hochschwarzwald, Donnstetten auf der Schwäbischen Alb, Esslingen, Freiburg, Freudenstadt, Kirchentellinsfurt, Ludwigsburg, Stuttgart, Trossingen, Tübingen und Weilheim an der Teck geht es kriminell und mörderisch zu.
Es geht z.B. um Isabell Martin, die seit 527 Tagen „vermisst“ wird; um die Prüfung einer Assasine; um Oma Anna, eine gerissene alte Dame, die Leila und Teddy zeigt, wo´s lang geht; ich erfahre von einer Huckepackbestattung; lerne die Probleme einer sprechende Waschmaschine kennen; ich bange mit Johann um sein Hotel; ich habe mit Chayenne mitgelitten und werde erst mal keinen Eierlikör mehr trinken. Warum? Das solltet ihr selbst beim Lesen des Buches herausfinden.
Die einzelnen Geschichten sind so unterschiedlich, keine gleicht der Anderen. Sie sind blutrünstig, skurril, emotional, traurig, amüsant. Einige haben mich berührt, bei einer anderen habe ich sogar laut lachen müssen. Alle sind sie spannend aufgebaut und haben mich größtenteils überraschen können.
Am Schluss des Buches stellen sich mir alle Autorinnen noch kurz vor.
22 spannende und total unterschiedliche Kurzkrimis, alle angesiedelt in Baden-Württemberg, die man gelesen haben sollte. Ein Buch, das ich sehr gerne weiter empfehle und von mir die volle Punktzahl von 5 Sternen bekommt.
Rezensionen von Sago:
Die Hugenottensaga geht weiter
Die Stadt der Tränen von Kate Mosse
Mit ihrer Hugenottensaga, die sich vom 16. bis ins 19. Jahrhundert erstrecken soll, hat sich Kate Mosse viel vorgenommen.
Im ersten Teil, "Die brennenden Kammern" lernten wir Minou Reydon-Joubert und ihren hugenottischen Mann Piet kennen und erlebten wie Minou zur Burgfüstin von Puivert wurde.
Mittlerweile sind beide Eltern und hoffen auf Frieden durch die Heirat zwischen der katholischen Margarete von Valois und dem Hugenottenkönig Heinrich von Navarra. Zur Hochzeit reist die Familie Reydon nach Paris und gerät mitten in die Kämpfe, die als Bartholomäusnacht oder Pariser Bluthochzeit in die Geschichte einging. Und nach den Wirren dieser Nacht bleibt Tochter Martha wie vom Erdboden verschluckt...
Dieser zweite Band hat mir deutlich mehr Lesespaß bereitet als der erste Teil, da mich das Schicksal der Protaginisten diesmal weniger kalt ließ. Antagonist Vidal spielt auch diesmal wieder eine entscheidende Rolle. Mit seinem Sohn Louis hat Kate Mosse nun auch endlich eine Figur geschaffen, die sowohl gute als auch schlechte Züge in sich vereint und verzichtet an dieser Stelle endlich auf Schwarz-Weiß-Malerei. Leider wiederholt sie zum Teil ihr Strickmuster aus dem ersten Band, indem sie Krankheit und Wahnsinn als Erklärung für Bösartigkeit heranzieht. Da macht sie es sich meiner Meinung nach zu einfach.
Dennoch schafft die Frage, was aus Martha geworden ist, durchaus eine gewisse Spannung, wenn ich auch noch immer vom emotionalen Mitfiebern, wie ich es bei den Geschichten von Lieblingsautoren kenne, etwas entfernt war. Ich denke jedoch, dass Louis, dessen Charakter ich einfach überzeugender ausgearbeitet fand, im nächsten Teil eine größere Rolle spielen wird, und freue mich daher auf die Fortsetzung.
Genau meinen Geschmack getroffen hat der schöne Buchumschlag, den ich im Regal äußerst schmückend finde.
Rezensionen von Petra:
Lesenswert
Jenseits des Abgrunds von Francesc Miralles; Ángeles Doñate
Toni ist unterwegs, um die Asche seines verstorbenen Bruders Jonathan in den Bergen zu verstreuen. Auf der langen Fahrt dorthin gelangt er an eine steile Felsenklippe. Ganz in der Nähe lebt zurückgezogen Kosei-San, ein alter Japaner. Er weiß, dass viele, die dort stehen, verzweifelt sind und sich in die Tiefe stürzen wollen.
Und so lädt er Toni zu einer Tasse Tee in seine Hütte ein. Toni folgt der Einladung des Alten, nicht ahnend, was ihn erwartet. Und so entspinnt sich ein wunderbarer Dialog über den Sinn des Lebens.
Es gibt eine Bücher die sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigen. Einige sind lesenswerter als andere, aber das liegt immer im Auge des Lesers. Dieses hier hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Tonis Geschichte ist der passende Rahmen für Weisheiten die allgemein gültig sind. Teilweise sind es alte Ideen von bekannten Philosophen, neu verpackt.
Das ist für mich in Ordnung, denn nicht jeder mag alte Bücher lesen, vor allem weil sich die Wortwahl und der Schreibstil sich im Laufe der Zeit verändert.
Toni und Tosai-San sind wie ein Lehrling und sein Meister. Als Leser werden wir in beide Rollen geschickt. Denn vieles haben wir bereits in unserem Leben erfahren anderes ist neu. Diese Mischung macht das Buch lesenswert auch noch ein zweites oder drittes Mal.
Rezensionen von melanie82:
Wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt
Kim Jiyoung, geboren 1982 von Cho Nam-Joo
Das extreme Medienecho und die guten Kritiken haben mich dazu bewogen, „Kim Jiyoung, geboren 1982“ zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Cho Nam-Joo schildert eindrucksvoll, wie das Leben einer Frau in Korea aussieht und welche Benachteiligungen diese gegenüber Männern erfahren müssen, kurz „wie schwierig es für eine Frau (….
) in diesem Land ist, ein erfülltes Leben zu führen“ (Zitat). Die Sprache ist nüchtern und sachlich, sicher auch dadurch bedingt, dass große Teile des Buches aus der Sicht eines Psychiaters, der Jiyoung aufgrund ihrer sich spaltenden Persönlichkeit behandelt, erzählt wird. Das Buch bewegt sich dabei an der Schwelle zum Sachbuch, verstärkt auch durch die Fußnoten, lässt sich aber sehr gut lesen und regt zum Nachdenken an, wenn man das quasi vorherbestimmte Leben von Jiyoungs Mutter, ihr selbst und auch der anderen Frauen in ihrem Umfeld erzählt bekommt. Männliche Nachkommen werden bevorzugt, schon in der Kindheit, und auch später im Berufsleben haben es Frauen deutlich schwerer. Auch wenn man das natürlich alles irgendwie weiß, dass es vor allem in Korea so ist, war zumindest mir das nicht in allen Einzelheiten bekannt , so z.B. dass im Jahr 2014 „jede fünfte verheiratete Südkoreanerin ihren Job wegen Heirat, Schwangerschaft beziehungsweise Kindererziehung“ aufgab. Vor dem Hintergrund der geschilderten ambitionierten Bildungswege, die auch die Frauen zuvor gegangen sind, erschreckend viel. Die Art der Erzählung hat etwas mit mir gemacht und mich teils bedrückt, aber auch Hoffnung schöpfen lassen, da durchaus auch deutlich wurde, dass auch hier für eine bessere Welt gekämpft wird und festgefahrene Strukturen hinterfragt werden.
Rezensionen von Gavroche:
Berlin 1969
Teufelsberg von Lutz Wilhelm Kellerhoff
Nach "Die Tote im Wannsee" ist dies nun der zweite Krimi aus der Feder des Autorentrios Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm. Und wieder einmal führen die Autoren uns zurück in die ausgehenden Berliner 1960er Jahre. Dieses Mal ermittelt der Kommissar Wolf Heller im Fall der ermordeten Jüdin Rebecca Hirsch, deren Mann als Richter arbeitete und ebenso Morddrohungen von einer extremen linken Gruppierung erhielt.
Ist sie bereits das dritte Opfer einer Serie? Oder handelt es sich hier doch um antisemitische Motive? Oder aber geht es hier um ein Familiengeheimnis, dem die Nichte der beiden, Louise Mackenzie, auf die Spur kommen möchte und Heller unterstützt. Auch hier geht es wieder um komplexe, weltanschauliche Ereignisse und unterschiedliche Gruppierungen von links und rechts, es geht um die Vergangenheit, aber auch um (das Verhältnis zu) Russland. Ein Glossar für den interessierten Leser liegt bei. Und auch ein wenig Privatgeschichte von Heller wird hier geboten, der keine einfache Zeit durchmacht, da seine Frau an Krebs erkrankt ist.
Rezensionen von Claudia R:
Dark Romantasy
Teufelsberg von Lutz Wilhelm Kellerhoff
Klappentext:
Raus aus der Hölle - das ist alles, was Valla will. Ihre Familie ist zerrüttet, das Image ruiniert und die Teufelsanwärter haben es auf sie abgesehen. Ganz besonders Elijah, dem sie das Desaster in ihrem Leben zu verdanken hat.
Als jedoch ihre einzige Freundin verschleppt wird, muss Valla sich eingestehen, dass sie die Hölle nicht einfach vergessen kann, genauso wenig wie die Gefühle für Elijah, die ihr im Kopf herumspuken.
Cover:
Das Cover wirkt sehr mystisch, mit dem angebrannten Papier, welches teils sehr verkohlt rüber kommt. Im Hintergrund ist ein Wald erkennbar über dem ein leichter Nebel liegt und kleine schimmernde Glanzpunkte sind über diesem ersichtlich. Mystisch und geheimnisvoll weckt dieses Cover auf jeden Fall das Interesse.
Meinung:
Eine spannende Dark Fantasy Romance Geschichte, die euch in die Hölle führt. Begleitet die junge Dämonin Valla und den Teufelsanwärter Elijah auf ihrer spannenden Reise im Fegefeuer und erlebt mit, was die beiden dort erleben.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel vorweg nehmen und werde daher hier nichts verraten und mich mit Details bedeckt halten.
Sehr gut hat mir gefallen, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Valla und Elijah geschrieben und erzählt wird und dies jeweils in der Ich-Perspektive. So kann man sich sehr gut in die Gefühle und Gedanken der Beiden hineinversetzen. Man kommt sehr gut und schnell in die Geschichte hinein und diese wird auch sehr bildlich beschrieben. An einigen Stellen hätte ich mir durchaus noch etwas detailliertere Informationen zur Hölle und zum Fegefeuer gewünscht, aber dies ist durchaus Ansichtssache.
Die Story wird sehr fesselnd erzählt und durch die Perspektivwechsel kommt zusätzliche Spannung auf, so dass es an keiner Stelle langweilig wird.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und angenehm lesen. Die Kapitel sind teils etwas länger, was ich durch den flüssigen und sehr schönen Schreibstil aber nicht als störend empfand, eher recht angenehm, da man so sehr gut in den Lesefluss kam. Zu Kapitelanfang erkennt man eindeutig aus welches Sicht das folgende Kapitel geschrieben ist, da dies sehr gut vermerkt wurde.
Das Buch ist eine gelungene Romance und Dark Fantasy Mischung und sorgt für wundervolle Unterhaltung. Romantasy Fans kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten
Als Altersempfehlung ist hier 12 Jahre angegeben, dies würde ich aber aufgrund der doch sehr detailliert beschriebenen romantischen Szenen gern ein wenig anheben auf 16 Jahre und älter, aber dies ist durchaus meine eigene Ansichtssache und muss jeder für sich entscheiden.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und konnte mich sehr gut unterhalten.
Fazit:
Das Buch ist eine gelungene Romance und Dark Fantasy Mischung und sorgt für wundervolle Unterhaltung.
Rezensionen von Bibliomarie:
Undercover am Set
Lockvogel von Theresa Prammer
Der Freund von Schauspielschülerin Toni ist verschwunden, zusammen mit Schmuck und dem kompletten Barvermögen, dass Toni für ihre Großmutter verwaltet. Sie will deshalb auch nicht die Polizei einschalten, sonst erfährt die Großmutter von der prekären Lage. Sie sucht deshalb Privatdetektiv Brehme auf.
Der hat auch schon bessere Tage gesehen, ist gesundheitlich angeschlagen und seine Detektei steht kurz vor dem Aus.
Zufällig sucht auch gerade Sybille Steiner, die Gattin eines angesehenen Filmregisseurs seine Hilfe. Auf einer High Society Party kam ein Aushilfskellner zu Tode, offensichtlich kein Unfall. Der junge Mann hat sich eingeschlichen um Steiner sein Drehbuch zu zeigen. Außerdem fürchtet Frau Steiner, dass ihr Mann erpresst wird. Einige Tagebuchauszüge scheinen zu beweisen, dass Steiner für die Vergabe von Rollen Gefälligkeiten von den jungen Schauspielerinnen verlangt. Ein Desaster, wo die Me-Too –Debatte gerade hochkocht.
Da Toni kein Geld für Brehmes Honorar hat, mimt sie für ihn den Lockvogel, um in sich in das Umfeld von Regisseur Steiner einzuschleichen.
Da findet sich ein außergewöhnliches Ermittlerduo zusammen. Brehme, immer kurz vor einem Herzinfarkt und die etwas naive und mitunter tollpatschige Toni. Im Laufe der Handlung wachsen sie zu einem echten Team zusammen. Das zu verfolgen machte mir Spaß.
Der Fall schien mir sehr konstruiert und ich vermisste auch die durchgehende Spannung. Neben den gelungenen gezeichneten Ermittlern fielen die Protagonisten ab. Sie blieben blass und eindimensional. Als Ausnahme von Fernanda, der jungen Polizistin und Ex-Kollegin von Brehme, die ihm auch nach seinem Ausscheiden bei der Polizei, verbunden blieb.
Die zwei Handlungsstränge – die Erpressung und der Mord an dem jungen Drehbuchschreiber – kreuzen sich immer wieder, auch wenn es dauert bis Toni und Brehme eine Verbindung finden. Sprachlich fand ich das Buch ganz gelungen, die Filmwelt wird gut dargestellt. Das ist auch zu erwarten, arbeitet die Autorin schließlich auch als Regisseurin und Schauspielerin.
Insgesamt ein solider Krimi, von dem ich mir allerdings mehr versprochen habe, da ich die Autorin bereits von ihren Fiore-Krimis kannte.









