Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
actionreich ...
Mehr Action, weniger Zucchini von Betsy Uhrig
Klappentext:
Ich bin Alex. Eigentlich ein "Lesemuffel", wie meine Eltern sagen würden. Aber ich erzähl euch jetzt mal was: Wenn man selbst an einem Buch mitarbeitet, ist das ziemlich abgefahren! Glaubt ihr nicht? Seid ihr denn schon mal in einer gruseligen Geister-Villa gelandet, habt waghalsige Action-Stunts mit euren Freunden gemacht und euch mit geliehenen Opas epische Schlachten ausgedacht? Na also, sag ich doch.
Wobei ich zugeben muss, dass ich euch von den Stunts eher abraten würde. Lest das Buch, dann werdet ihr verstehen warum ...
Mit jede Menge Cliffhanger und ganz ohne Gemüse, versprochen!
Cover:
Das Cover wirkt lebendig und actionreich. Es sieht sehr waghalsig, aber dadurch auch sehr ansprechend und vielversprechend aus. Man erkennt drei Kids auf einem Spielplatz bzw. einer auf einer Schaukel, ein Mädchen mit einem Laubbläser und ein Junge, der alles filmt und jede Menge Papier, dass durch die Gegend fliegt. Actionreich, ein wenig chaotisch und auf jeden Fall richtig cool.
Meinung:
Der Schreibstil ist lebendig, humorvoll, ansprechend und auf jeden Fall sehr angenehm und flüssig zu lesen. Man kommt leicht und locker in die Geschichte hinein und die kurzen Kapitel verleiten dazu, einfach immer weiter zu lesen. Die Kapitellänge sorgt vor allem dafür, dass man nicht aufhören kann und trägt zusätzlich zur fesselnden Geschichte bei, so dass das Buch einfach viel zu schnell beendet ist.
Zu Beginn denkt man sich schon, dass es ein ziemlicher Brocken für ein Kinderbuch ist, aber bei der fesselnden Schreibweise, den kurzen ansprechenden Kapitel, merkt man schnell, das dem nicht so ist und man gut, angenehm und flott voran kommt.
Das Buch wird aus Sichtweise von Alex in der Ich-Perspektive geschrieben. Daher findet man sich sehr gut in ihn, seine Handlungen und Gefühle hinein. Eigentlich ist Alex ein Lesemuffel, aber als er selbst an einem Buch mitarbeitet merkt er, dass es eigentlich sehr viel Spaß macht und das Abenteuer und die Action sind vorprogrammiert. Auch die Frage und das Rätsel um den Ghostwriter stellt sich sehr schnell und bleibt bis zum Ende sehr spannend, da derjenige seine Spuren sehr gut verwischt hat.
Inhaltlich möchte ich jedoch an dieser Stelle nicht allzu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte.
Die Story ist kreativ, actionreich, fesselnd und sehr gut durchdacht. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und es bleibt bis zum Ende hin sehr spannend, wird dann jedoch alles sehr stimmig geklärt.
Fazit:
Eine actionreiche und lebendige Geschichte, die für gute Unterhaltung sorgt.
Rezensionen von C. P.:
Spannung und Gefahr in Gegenwart und Vergangenheit
Das Erbe der Macht - Band 27: Immortalis von Andreas Suchanek
Alex und seine Freunde beginnen mit der ersten Zeitreise mit Moriartys Ring, um Jens Seelensplitter aus ihren früheren Inkarnationen zu sammeln. Bereits bei ihrer ersten Station geraten sie in ein gefährliches Abenteuer, welches ihre Mission in tödliche Gefahr zu bringen droht. Doch ein alter Freund steht ihnen helfend zur Seite.
Ebenfalls gefährlich wird es für Annora, welche im Rennen gegen die Zeit versucht, die Unsterblichen Johanna und Kleopatra aus dem magischen Kerker zu befreien. Denn der Blutstein, welcher ihr die erforderliche Magie verleiht, hält nicht ewig. Und auch hier wirft eine unerwartete Entdeckung Rätsel auf.
Zwei überaus spannende Handlungsstränge, welche beide kaum Zeit zum Atemholen lassen. Zwar bleibt es angenehm übersichtlich, jedoch geht es in beiden Abenteuern zügig voran mit überraschenden Wendungen und Gefahren, welche keinerlei Langeweile aufkommen lassen. Mir hat Folge 27 sehr gefallen, es gab ein Wiedersehen mit früheren Figuren und die Haupthandlung der Serie schreitet ebenso voran wie Alex‘ Aufgabe, Jen im Strudel der Zeit zu retten.
Rezensionen von PeLi:
neues Abenteuer für Carla und ihre Freunde
Carla Chamäleon: Zoff im Zoo von Franziska Gehm
Wir kannten Carla und ihre Superkraft , in peinlichen Situationen , oder wenn sie nervös ist, unsichtbar zu werden, indem sie mir ihrer Umgebung verschmilzt, wie ein Chamäleon, schon aus dem ersten Band "Oh Schreck, ich bin weg" und wir haben uns schon auf eine Fortsetzung gefreut.
Nun ist sie da und in "Carla Chamäleon: Zoff im Zoo" bekommt Carla ihre ersten Aufträge vom Geheimbund "Die Kavaliere " . Dabei wird es richtig spannend , wenn sie mit ihren Freunden Jole und dem rappenden Pinguin Herr Ping gegen skrupellose Bauinvestoren kämpft , und wenn sie gemeinsam versuchen, den Zoo zu retten.
In kurzen Kapiteln und leicht verständlicher kindgerechter Sprache erzählt die Autorin Franziska Gehm die spannende Geschichte eines , eigentlich ganz normalen Mädchens, das ganz plötzlich und unerwartet eine ungewöhnliche Superkraft entdeckt und zuerst gar nicht so begeistert davon ist, diese Kraft aber dann für ganz besondere Aufträge nutzt, um anderen zu helfen.
Durch die liebevollen Zeichnungen der Illustratorin Julia Christians wird die ganze Geschichte noch aufgelockert und man kann sich so natürlich alles viel besser vorstellen. Empfohlen wird das Buch ab 9 Jahren, aber auch etwas jüngere verstehen diese Geschichte schon sehr gut und man kann sie den, noch nicht so geübten, jungen Lesern ja auch vorlesen.
Für diejenigen, die den 1. Band nicht kennen, gibt es am Anfang des Buches übrigens eine kleine Zusammenfassung, in der erklärt wird, was es mit Carlas Superkraft ,der Chamäliose, so auf sich hat. Ich fand diese kurze Einführung, in der nochmal alles erklärt wurde, sehr schön.
Auch den 2. Band über Carla Chamäleon und ihre Freunde kann ich jungen Lesern, die spannende aber auch humorvolle Geschichten mögen, nur ans Herz legen.
Rezensionen von C. P.:
Horror mal anders für die Totenbändiger
Carla Chamäleon: Zoff im Zoo von Franziska Gehm
Wie der Titel bereits vermuten lässt kommt es zur Abstimmung, ob die Totenbändiger zukünftig einen Sitz im Rat erhalten werden oder nicht. Leider halten die Hunts und deren Freunde noch nicht ausreichend Beweise gegen Cornelius Carlton in Händen, um seine geplante politische Karriere gegebenenfalls auszubremsen.
Doch bringt der Besuch bei der Tochter eines verstorbenen Historikers neue Hinweise. Bevor sie diesen nachgehen können werden ihre Pläne durch die Death Strikers jedoch gehörig durcheinander gewirbelt.
Mit Band 14 zeigt die Autorin, dass sie noch ganz andere Saiten aufziehen kann als ihre Protagonisten gegen mehr oder weniger deformierte Geister oder arrogante Schulleiter antreten zu lassen. Eine äusserst nervenaufreibende und spannende Folge, welche einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Definitiv eine der besten Folgen der gesamten Serie. Definitiv 5 von 5 wohlverdienten Daumenknochen.
Rezensionen von Hennie :
Lebendige Geschichte aus dem Berlin von 1920
Das Leben, ein ewiger Traum von Sommerfeld Helene
Ich kannte Helene Sommerfeld noch nicht. Das Autorenduo mit dem Frauennamen hat mich von der ersten Zeile an mitgenommen. Beide haben einen wunderbaren unterhaltenden Schreibstil. Die Charaktere sind authentisch, wie aus dem Leben gegriffen, sowohl die sympathischen als auch die unsympathischen.
Um die Polizeiärztin Magda herum entwickelt das Ehepaar eine lebendige Geschichte, die mir die harte Realität im Berlin Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts recht nah brachte.
Die 30jährige Magda Fuchs verläßt ihren etwas verschlafen wirkenden Heimatort Hildesheim nach schweren Schicksalsschlägen. In der Hauptstadt möchte sie einen kompletten Neuanfang wagen. Sie will sich als ausgebildete Frauenärztin um Frauen und Kinder in Notlagen kümmern. Das ist sehr mutig. Gleich bei der Ankunft in Berlin schlagen ihr die rauen, sozialen Verhältnisse entgegen. Nachdem ihr der Koffer am Bahnhof gestohlen wurde, beschließt sie recht pragmatisch, nun ohne Gepäck sofort zur Arbeitsstelle zu fahren. Im Polizeipräsidium angekommen, wird sie direkt an einen Tatort gerufen. So erfährt sie recht schnell die düstere Realität, von der Armut, dem Elend, der Mangelernährung, den gesundheitlichen Zuständen der Kinder in den erbärmlichen Behausungen. Doch die ganze, unvorstellbare Katastrophe, die Alltag ist, wird sie nach und nach erfahren...
Ich las sehr erwartungsvoll weiter über die Entwicklung Magdas und die der anderen weiblichen Personen: Doris, Ina, Celia, Erika. Auch die Männer erhalten Profil, aber das entwickelt sich langsamer im Verlauf der Geschichte. Am besten gefiel mir der junge Kommissar Kuno Mehring, der genau wie Magda leidenschaftlich, engagiert und mit Erfolgswillen in seinem Beruf agierte.
Die Verhältnisse in dem widersprüchlichen Berlin Anfang der 20er Jahre lösen bei mir Assoziationen aus. Ich fühlte mich besonders, wenn es um Prostituierte, schwangere, junge Frauen oder um die bedauernswerten Kinder ging, an die Illustrationen Heinrich Zilles erinnert. Sein Milieu und die Berliner Schnauze findet man hier eindrücklich repräsentiert.
Es ist auch ein Buch über starke Frauen, über ihren Aufbruch in eine andere Zeit, eine Zeit, in denen ihnen das erste Mal in der Geschichte die Verfassung weitgehend die gleichen Rechte einräumte wie den Männern.
S. 298 „Dies ist unsere Zeit, die Zeit der neuen Frau. Einer Frau, die für ihre Interessen selbst eintritt.“
Die Aufbruchstimmung für die Rechte der Frauen kommt in dem Kapitel „Frauen, die sichtbar werden“ sehr gut zum Ausdruck, ist gut zu spüren. Berühmte Frauen werden angeführt, die bekannte Bildhauerin Renée Sintenis, Frieda Riess, die erfolgreichste Fotografin der Weimarer Republik.
„Das Leben, ein ewiger Traum“ ist ein gut gewählter Titel. Träumen kann man immer, aber wohl für die allerwenigsten werden sie wahr werden. Für die meisten Menschen war das Leben in dieser Zeit eher ein Alptraum.
Das Jahr 1920, um das es im Buch hauptsächlich geht, gehörte keinesfalls zu den goldenen Zwanzigern. Berlins Schattenseiten stehen im Vordergrund, die grausamen Schicksale von Frauen und Kindern, der Kinderhandel. Die gesellschaftlichen Umstände sind weder glamourös, noch glänzend und auf keinen Fall golden. Es lohnt sich sehr, diesen Auftaktband zu einer Trilogie zu lesen. Ich fühlte mich bestens unterhalten. Helene Sommerfeld gelangen umfassende Einblicke in einen Teil der deutschen Geschichte, die den wenigsten von uns bekannt sein dürfte!
Diesen Roman fand ich spannender als viele Krimis! Mit der Anzahl an Toten kann er es auf jeden Fall aufnehmen!
Ich bin sehr neugierig auf den Fortsetzungsroman, der im Herbst 2021 erscheint. Von mir gibt es die Höchstbewertung und eine dringende Kauf-/Leseempfehlung.
Rezensionen von inya:
das ist schon Kunst
Der Baum und der Vogel von Coralie Bickford-Smith
So ein wunderschön und aufwändig gestaltetes Kinderbuch hatte ich selten in der Hand. Es fängt damit an, dass das Buch in Stoff gebunden ist und eine wunderschöne Prägung hat. So nimmt man es mit einem ganz anderen Bewusstsein in die Hand und schlägt es auch ganz vorsichtig auf. Das Buch handelt von einem Vogel, der in einem großen Baum Schutz und ein zu Hause gefunden hat.
In der Trockenzeit sind dort alle Vögel, doch wenn der Regen kommt, dann ziehen die Vögel weiter, dorthin wo die Sonne ist. Der kleine Vogel möchte aber bei seinem geliebten Baum bleiben und erfahren welche Tiere nun kommen und Schutz in und auf dem Baum suchen. Er begegnet so manch faszinierenden Wesen. Dieses Buch besticht durch seine Poesie und die wunderschöne Illustration. Es ist sehr kunstvoll gestaltet und ich bin einfach nur fasziniert von den wunderschönen Bildern in dem Zusammenspiel mit der Geschichte.
Rezensionen von Ecinev:
historischer Krimi
Teufelsberg von Lutz W. Kellerhoff; Lutz Wilhelm Kellerhoff
Kommissar Heller soll eigentlich die Wohnung eines jüdischen Richters observieren, doch ein Babygeschrei aus der Nachbarschaft lässt ihn sein Fahrzeug kurz verlassen. Als es wenig später Bewegung in der Wohnung gibt, betritt er die Wohnung und findet die Ehefrau des Richters ermordet im Flur. Wenig später trifft er dort auf die Amerikanerin Louise Mackenzie, sie ist die Nichte der Toten und hat bereits im letzten Fall Bekanntschaft mit Heller gemacht.
Da der Richter auch Morddrohungen erhalten hat, vermutet die Polizei einen politisch motivierten Anschlag. Der mutmaßliche Täter wird dann wenig später verkohlt in seinem Wagen aufgefunden. Dann wird auch noch Louise entführt. Heller muss sich beeilen den Fall zu klären.
Dabei hat er privat ganz andere Sorgen da seine Frau an Krebs erkrankt ist.
Mit diesem 2 Buch hat das Autoren Trio wieder einen guten Einblick in das Berlin der 60er Jahre gewährt. Durch das Glossar am Ende erfährt man viel Zeitgeschichtliches. Der Schreibstil ist recht einfach und flüssig. Allerdings bleibt die Spannung dabei teilweise auf der Strecke.
Rezensionen von C. P.:
Optisch wunderschön, inhaltlich zunächst romantisch verklärt mit aufkommenden Längen
Die Welt ohne Fenster von Barbara Newhall Follett; Jackie Morris
Auf dieses Buch war ich neugierig, da es von einer damals erst 12-jährigen Schriftstellerin geschrieben wurde und quasi eine Liebeserklärung an die Natur darstellen soll. Sehr schön ist auf jeden Fall das Vorwort im Buch, welches etwas ausführlicher ausfällt und von der Frau verfasst wurde, welche das zauberhaft gestaltete Buch mit vielen wunderschönen Bildern versehen hat, welche die Tiere und Pflanzen aus Eepersips Welt zeigen.
Der Inhalt ist schnell erzählt: Das junge Mädchen Eepersip möchte nicht länger die Welt nur durch die Fenster betrachten, sondern mittendrin leben. Also reißt sie eines Tages aus, will eins werden mit der Natur und widersetzt sich erfolgreich allen Versuchen der Erwachsenen, sie wieder nach Hause zu holen.
Tatsächlich gefiel mir der Anfang sehr, eine Mischung aus liebervoller, kindlich-naiver Betrachtung der Natur, von Tieren und Pflanzen, und dem Abenteuer, den Erwachsenen immer wieder zu entwischen. Da mag jeder Leser, je nach Alter, für sich entscheiden auf wessen Seite man stehen möchte und ob man Eepersip die Daumen drückt, den Erwachsenen zu entkommen oder den Eltern wünscht, ihre Tochter wieder in die Arme schließen zu können. Dieser erste von drei Abschnitten war zugleich der schönste, da Eepersip eine vertrauliche Bindung zu verschiedenen Tieren eingeht, ohne diese zu vermenschlichen. Und auch die Naturbeschreibungen waren wie zum drin Eintauchen und Miterleben. Mit Beginn des zweiten Abschnitts empfand ich das Buch jedoch schleichend zäher und langatmiger. Eepersip scheint nie an einem Ort länger zufrieden zu sein, wie dieses Phänomen, dass der Rasen auf der anderen Seite des Zauns viel saftiger erscheint. Irgendwann kamen einige unwirklich scheinende Momente hinzu - so kann ich mir nicht vorstellen, dass tatsächlich jemand bei Sturm ins Meer geht zum Schwimmen, nur um anschließend stundenlang noch am Strand umherzutanzen. Überhaupt nahm ihr Tanzen und Singen gemeinsam mit dem unsteten Umherstreifen und Entdecken neuer Gebüsche und Hügel mit der Zeit überhand. Erschreckend kam für mich dann noch hinzu, dass Eepersip zu der Überzeugung gelangte, ein Kind zu sich zu locken, um nicht weiter alleine zu sein. Das erinnerte sich mich stark an Peter Pan, der ebenfalls Jungen in sein Ewig-Sorglos-Reich lockte, um Gesellschaft zu haben. Schwer zu sagen, ob die junge Autorin sich vom kurz zuvor erschienenen Peter Pan inspiriert fühlte. Jedenfalls empfand ich diese Entwicklung arg erschreckend und ließ mich am Verstand des Mädchens zweifeln. Ansonsten bleibt natürlich jedem selbst überlassen, in dem Mädchen eine Entwicklung hin zu einer Elfe oder Nymphe zu sehen oder nicht.
Ein in der Gestaltung wirklich sehr gelungenes Buch mit liebevollen Darstellungen von Pflanzen und Tieren. Die Geschichte selbst war zunächst eine wunderschöne Komposition aus Naturbeobachtungen und abwechslungsreichen Erlebnissen, verlor sich dann jedoch in häufigem Umherstreifen, Tanz und Gesang und weiteren Plänen des Mädchens, die ich als stark fragwürdig empfand und nicht gutheißen konnte.
Rezensionen von Ecinev:
Wunderschöne Geschichte
Echo Mountain von Lauren Wolk
Nach dem Börsencrash 1934 ziehen viele verarmte Familien von der Stadt in die Berge um sich dort selbst zu versorgen. So auch die 12 jährige Ellie mit ihrer Familie. Am Echo Mountain haben sie sich eine kleine Hütte gebaut und leben ein karges Leben bis ein Unfall passiert und der Vater im Koma liegt.
Ellie die sich inzwischen an das Leben in den Bergen gewöhnt hat versucht alles mögliche ihn aus seinem tiefen Schlaf zu wecken während die Mutter und die ältere Schwester immer noch dem Leben in der Stadt nachtrauern.
Auf ihren Streifzügen trifft sie auf dem Berg eine als Hexe verrufene Frau mit großen Heilkenntnissen die allerdings gerade selbst Hilfe benötigt und von Ellie gut versorgt wird.
„Es gibt Dinge, die wir lernen müssen, bevor wir sie tun können. Und wir lernen sie, indem wir sie tun“ (Seite 364)
Das Cover und auch das Setting der Geschichte erinnert an 'Unsere kleine Farm'. Der Schreibstil ist einfach gehalten und fast poetisch. Die Natur, die Bewohner eindrucksvoll beschrieben.
Ein Buch für alle Altersgruppen.
Rezensionen von yellowdog:
Ein Erbe in Briefen
In einer Nacht ein ganzes Leben von Olivia Ruiz
Die Französische Sängerin und Schauspielerin Olivia Ruiz nutzt in ihrem Debütroman „In einer Nacht ein ganzes Leben“ einen literarischen Kniff um das Leben einer Frau zu erzählen, die schon als Kind das Exil von Spanien im Bürgerkrieg nach Frankreich erlebte. In Zehn Briefen wird Abuela Ritas ganzes Leben geschildert.
Gelesen werden die Briefe nach ihrem Tod von der Enkelin in einer einzigen Nacht. Diese Erzählmethode funktioniert, hätten für meinen Geschmack aber literarisch anspruchsvoller sein können. Eigentlich kenne ich diese Erzählform hauptsächlich aus Frauen-Unterhaltungsromanen und das hatte ich hier nicht so erwartet, da der Stoff angeblich vom Leben der Familie der Autorin beeinflusst sein sollte. Das heißt aber nicht, dass mir der Roman nicht gefallen hätte, aber man muss seine Erwartungshaltung anpassen.
Am Ende sind die Briefe bzw. das Leben Ritas sind das Erbe für ihre Enkelin, die sich von dem gelesenen getröstet und gestärkt fühlt.










