Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia Vielgut:
Ein wunderbarer Roman - bewegt, berührt und lässt einen nicht mehr los!!
Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens
D
ieser Roman, die Geschichte von Kya, reisst den Leser von der ersten Seite bis zur letzten Seite mit. Er berührt sehr tief!
Er erzählt von Grundbedürfnissen der Menschen - Liebe, Anerkennung, Vertrauen - und ist zudem eine wunderbare Liebeserklärung an unsere Natur.
Muss man einfach gelesen haben!
Absolut empfehlenswert!!!
Rezensionen von Claudia Vielgut:
Sehr spannend!!!
DUNKELKAMMER von Bernhard Aichner
Nach "Der Fund", "Totenfrau",... absoluter Bernhard Aichner Fan geworden, habe mich daraufhin riesig auf Dunkelkammer gefreut und wurde keineswegs enttäuscht!!
Absolut empfehlenswert, schnell, spannend und rasant zum Lesen!
Freu mich schon auf das nächste Buch!!
Rezensionen von Marie aus E.:
Interessante Einblicke hinter die Kulissen
Lady Churchill von Benedict Marie
Bis zur Lektüre des Buches wusste ich nicht mal, dass Frau Churchill Clementine hieß, geschweige denn, welch großen Einfluss sie hatte.
Das Buch war für mich aufschlussreich. Clementine Churchill war äußerst politikinteressiert, klug und stand unter Dauerstrom. Sie musste ständig für ihren Mann verfügbar sein, hat aktiv (im Hintergrund) mitgearbeitet und hatte doch auch fünf Kinder.
Auch damals war Vereinbarkeit und ständig schlechtes Gewissen schon ein großes Thema, das war mir so gar nicht bewusst.
Clementine Churchill ist m. E. viel zu früh geboren worden, heute wäre sie vermutlich selbst eine bedeutende Politikerin und ob Winston Churchill heute auch Premierminister wäre? Man stellt sich unweigerlich diese Fragen, wenn man das Buch liest.
Ich mochte den Einblick in das sicherlich sehr privilegierte Leben der Churchills, das aber auch von einem sehr großen Arbeitspensum und Druck geprägt war. Das war interessant und der Einsatz von Frau Churchill für das Frauenwahlrecht und Teilhabe ebenso.
Trotzdem fand ich es zu ausschweifend und detailreich geschrieben, es hat sich doch stellenweise ganz schön gezogen. Auch wenn es vielleicht bedeutsam war, aber Aufzählungen, wie diese "Ein Komitee bestehend aus Mr und Mrs Ivan Maisky, dem ehemaligen russischen Botschafter Sir Archibald Clark Kerr; sowie dem amerikanischen Botschafter, unserem lieben Avarell Harriman, begrüßte mich" waren keine Seltenheit und anstrengend zu lesen.
Ein durchwachsenes Fazit. Der Fokus auf die Ehefrau war großartig und interessant, 300 statt 438 Seiten hätten mir aber gereicht.
Rezensionen von S.:
Traue nie einer Mangolesischen Spuckechse
Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt von Henry Bienek; Stefan Cernohuby
Vor jeder Geschichte wird der Verfasser kurz beschrieben. Dann geht es los mit phantasievollen Geschichten solcher Art:
Im tiefen, tiefen Wald trifft man auf Mangolesische Spuckechsen in feuerfesten Terrarien, Plustervögel mit giftigen Federn, Gruselgreife und andere besondere Tiere, fantastische, magische, mythische Wesen.
Man begegnet Papatahi, das ist sehr klein, aber wenn man es streichelt, fühlt man sich wohl. Seltsamerweise verschwinden die streichelnden Personen. Was geschieht mit ihnen? Wie wäre es auch mit einem einäugigen, manipulierendem tentakligen Wesen namens Kuschel? Lesende Hamsterdamen? Pelzibub? Schmeichlern?
Besagte Tiere sind aber nicht nur Gefährten oder Seelentröster, nein, in ihnen schlummern ungeahnte Abgründe, die durchaus auch tödlich sein können. Tiere wehren sich, stehen Mobbingopfern bei, zeigen einfühlsames oder fieses Verhalten. Unterhaltsam, amüsant oder horrormäßig lesen sich die Phantastereien verschiedener Autoren. Manche verarbeiten offenbar eigene Erfahrungen.
Etwas ganz anderes von Stefan Cernohuby und Henry Bienek (Hrsg.), Lindwurm Verlag.
Rezensionen von April1985 :
Innovative High Fantasy mit originellem Setting und spannenden Protagonisten
Thron aus Sturm und Sternen 1: Seelendonner von Annie Waye
Annie Wayes Debütroman ist mir sofort ins Auge gesprungen und meine Erwartungen waren daher von Anfang an relativ hoch. Ich sollte auch nicht enttäuscht werden. Die Autorin hat eine beeindruckende und fesselnde Geschichte über einen vergessenen Stamm, der zwischen die Fronten zweier verfeindeter Völker gerät, zu Papier gebracht.
Das Buch ist aufregend von der ersten bis zur letzten Seite.
Ich muss zugeben, dass ich zunächst sehr überrascht von Ort und Zeit der Handlung war, habe ich mir irgendwie ein klassisches, mittelalterliches europäisches Setting erwartet. Als ich dann von Moscheen, Zügen und Schusswaffen gelesen habe, war schnell klar wie sehr ich mich geirrt habe. Vorallem die Tatsache, dass das ganze Anfang des 19. Jahrhunderts spielt wollte zunächst nicht so ganz in meinen Kopf. Dennoch muss ich sagen, dass ich die Idee dahinter sehr innovativ und erfrischend anders finde.
Tara'Unn ist das Reich, welches nach einer Niederlage der Unnen in einem lange zurück liegenden Krieg aus den einst unabhängigen Reichen Tara'an und Unn gegründet wurde. Doch die Ta'ar und die Unnen waren sich nie friedlich gesinnt, zu unterschiedlich sind die Nationen in ihren Sitten und Bräuchen. Als der amtierende König von Tara'Unn plötzlich verstirbt, entbrennt ein Krieg um die Nachfolge, denn die Unnen wollen um keinen Preis einen weiteren Ta'ar-König auf dem Thron sehen. Inmitten der Rivalitäten der Nationen lebt das unabhängige und neutrale Volk der Crae - ein Naturvolk, dass aufgrund seiner Abgeschiedenheit längst zu einem Mythos geworden ist. Die Crae haben ihre eigenen Gesetze und strenge Regeln nach denen sie Leben. Aus den Streitigkeiten der Ta'ar und der Unnen halten sich die Crae prinzipiell heraus, zumindest solange bis der Krieg direkt an die Türe des kleinen Volksstammes klopft und diesen in große Bedrängnis bringt. Denn sowohl die Ta'ar, als auch die Unnen hätten die Crae gerne an ihrer Seite, sagt man dem indigenen Stamm doch eine besondere Magie nach, welche den Krieg entscheidend beeinflussen könnte.
Die Magie ist es auch, die mich am meisten beim Lesen fasziniert hat. Diese hat nämlich nichts im klassischen Sinne mit Zauberei oder dem Beherrschen der Elemente zu tun, sondern hat eher einen religiösen Charakter. Jeder Crae besitzt Seelensteine und ist zudem mit einem Seelentier verbunden, durch welches er die unterschiedlichsten Kräfte freisetzen kann. Das Herbeirufen oder Beeinflussen der Seelentiere ist aber alles andere als leicht und nicht jeder Crae ist dazu in der Lage. Die Thematik rund um die Seelentiere fand ich unglaublich faszinierend und dennoch hätte ich gerne ein paar mehr Infos dazu gewünscht. Und auch über die Welt der Crae und ihren Ursprung hätte ich gerne mehr erfahren, doch hier geht vieles zu Lasten von Blut und Action. Denn wie ich einleitend schon geschrieben habe, gerät der Stamm, der seit jeher seine Neutralität wahrt, zwischen die Fronten des Krieges und es liegt an Kauna, der jungen Protagonistin, und ihrem Freund Deema, einem Vollwaisen und Ausgestoßenen, ihr Volk zu retten.
Zugegebenermaßen, Kauna ist eine schwierige Protagonistin und nicht immer habe ich ihr Handeln verstanden, was zum Großteil an den Wert- und Moralvorstellungen liegt, nach denen die Crae leben. Kauna dachte immer, dass ihr Leben vorherbestimmt ist - ein fester Platz in der Gemeinschaft, eine Familie mit ihrer zweiten Hälfte Gil. Und dann kommt doch alles anders und lässt Kauna zerrissen zurück. Gil spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Welche müsst ihr natürlich selber herausfinden.
So spannend Kauna als Protagonistin auch ist, mein Herz habe ich an Deema verloren, dem ausgestoßenen und manchmal unberechenbaren Waisen, welcher treu an Kaunas Seite kämpft. Er macht wie ich finde die größten Entwicklungschritte und ist durch sein Seelentier ein wahnsinnig interessanter und sehr explosiver Charakter.
Annie Waye hat noch vielen weiteren Charakteren im Buch tragende Rollen gegeben. Sie sind alle mal mehr, mal weniger sympathisch. Aber eines haben sie gemeinsam - sie sind jeder auf Seine Art und Weise faszinierend.
Ich bin jedenfalls gespannt wie es weiter geht mit Kauna, Deema, Gil und den anderen Weggefährten. Annie Waye hat mich an einer gefährlichen Reise teilhaben lassen, die viel zu schnell ein vorläufiges Ende gefunden hat. Der Schreibstil der Autorin war derart einnehmend und wunderbar flüssig zu lesen, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.
Für mich ist Thron aus Sturm und Sternen - Seelendonner ein fast perfektes Buch. "Fast", weil ich gerne mehr Informationen zum Volk der Crae, deren Ursprung, sowie den Seelensteinen und Seelentieren gehabt hätte. Dennoch erhält das Buch von mir eine absolute Leseempfehlung.
Fazit
Innovativ, gewaltig, blutig und kriegerisch - das ist Thron aus Sturm und Sternen - Seelendonner, der erste Teil der Dilogie aus der Feder von Annie Waye. Ich war rundum gefangen in dem aufregenden High Fantasy Spektakel. Einzig die Welt der Crae, insbesondere der Magie, hätte ich mir noch mehr ausgearbeitet gewünscht und auch die zeitliche Ebene, in der die Handlung spielt, war zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Der Debütroman bekommt von mir aber auf jeden Fall eine große Leseempfehlung und ich freue mich jetzt schon auf Band 2 mit dem Titel Flammenherz.
Rezensionen von C. P.:
Von Hoffnung und Hilfsbereitschaft
Echo Mountain von Lauren Wolk
Ellies Familie versucht, sich in der Wildnis des Echo Mountain ein neues Leben aufzubauen, nachdem der große Börsencrash ihnen alles genommen hat. Das Leben ist hart, und nachdem ihr Vater durch einen Unfall ins Koma fällt glauben alle fälschlicherweise, dies sei Ellies Schuld. Mit ihrem noch kindlichen Verständnis der Welt versucht das naturliebende Mädchen, ihren Vater auf aussergewöhnliche Weise zu heilen - und zieht damit erst recht den Zorn ihrer Familie auf sich.
Bei ihren Streifzügen durch die Wildnis lernt sie noch weitere Bewohner des Berges kennen - und von ihnen weiteres Heilwissen.
Manchmal muss nicht nur der Körper geheilt werden, sondern auch die Seele. So ließe sich dieses Buch recht gut beschreiben. Während einige Personen hier körperlich versorgt werden müssen, machen Leid und Trauer andere Menschen krank wie z. B. Ellies Familie, die nach und nach dem Mädchen das Leben immer schwerer machen. Besonders die ältere Schwester empfand ich als erschreckend, die plötzlich meinte, ihrer jüngeren Schwester gegenüber erzieherische Maßnahmen ergreifen zu müssen, obwohl sie selbst ihre eigenen Fehler machte. Wobei Ellies erste Heilansätze, zugegebenermaßen, manchmal wirklich stark gewöhnungsbedürftig sind, wenn auch aus kindlicher Sicht wiederum verständlich.
Neben falschen Vorwürfen, Leid und Vorurteilen spielen im Buch Vertrauen, Hoffnung und Hilfsbereitschaft eine große Rolle. Ein wenig zuviel wurden mir ein paar blutige und eiternde Details einer Verletzung, die hätt ich jetzt nicht gebraucht, zumal diese Thematik einen großen, wenn auch zugegebenermaßen wichtigen Teil des Romans einnimmt. Auch waren mir gewisse Heilansätze der jungen Ellie etwas zu gewagt. Die zwischenmenschliche Entwicklung innerhalb der eigenen Familie sowie der Familie, welche später hinzukommt, war dafür glaubhaft und recht bewegend.
Rezensionen von C. P.:
Es ist nicht entscheidend, woher du kommst, sondern wohin du gehen willst
Dinge, die so nicht bleiben können von Michael Gerard Bauer
Orientierungstag an der Uni: Sebastian meint, dort seine Traumfrau gefunden zu haben und gerät stattdessen an Frida. Frida ist in allen Dingen aussergewöhnlich, im Aussehen, im Verhalten und darin, eine gänzlich neue Seite an Sebastian herauszukitzeln. Gemeinsam mit bzw. mithilfe von Sebastians bestem Freund Tolly lernen Sebastian und Frida an diesem Tag sehr viel über das Leben und die eigenen Ziele.
„Nicht jeder ist dafür geschaffen, Batman zu sein, weißt du. Jemand muss auch Robin sein. Es ist nicht verkehrt, ein Sidekick zu sein.“ (Zitat S. 93)
Im Gegensatz zu seinem besten Freund Tolly ist Sebastian eher zurückhaltend und weiß noch nicht so recht, was er will. Da begegnet er Frida, die scheinbar auf alles eine schlagfertige Antwort hat, aber trotz vieler Worte um die eigene Person ein großes Geheimnis macht. So nach und nach wird Sebastian die Verletzlichkeit von Frida immer mehr bewusst und im Lauf des Romans kristallisiert sich heraus, dass die beiden einander gut tun. Und zwar mehr, als zunächst gedacht.
Ein sehr unterhaltsames Buch mit lustigen wie auch tragischen Momenten. Sehr gefallen hat mir Tolly - jeder sollte einen Tolly haben. Warum, liest man am besten selbst. Dass die eigene Vergangenheit einen manchmal belasten kann wird im Buch sehr gefühlvoll und verständlich behandelt, überflüssige Klischees wurden vermieden - in meinen Augen ein großer Pluspunkt für das Buch! Zwischen lustigen und persönliche Momenten entwickelt sich das Buch von dem Lösen von Geheimnissen zur Frage, wie man am besten mit negativen Erlebnissen umgeht, sowohl mit den eigenen als auch mit denen anderer. Auch hier wirkt Tolly ein wenig wie ein Vermittler zwischen Frida und Sebastian und dennoch wie ein guter Freund.
Einfühlsam und dennoch unterhaltsam wird thematisiert, wie schwierig es manchmal ist, anderen den Blick auf die Person hinter der Maske zu ermöglichen.
Rezensionen von C. P.:
Faszinierende Vorgeschichte zu Land of Stories
Tale of Magic: Die Legende der Magie 1 – Eine geheime Akademie von Chris Colfer
Es war einmal, vor langer Zeit… da war das magische Land, in welchem die Geschwister Alex und Conner Bailey ihre aufregenden Abenteuer erleben (Land of Stories-Reihe), alles andere als magisch. Vielmehr wurde alles, was annähernd mit Magie zu tun hatte, verboten, gejagt und vernichtet. Die Angst der Bewohner vor Magie war immens, geschürt durch gewiefte Personen, die durch das geschickte Verbreiten von Lügen immer mehr Macht über das Volk erlangten.
Und in dieser düsteren Zeit in der Geschichte der Magie beginnt Band 1.
Die Welt ist grob dieselbe wie in Land of Stories, wie man auf der Landkarte im Buch sehen kann, allerdings bei weitem noch nicht so ausgearbeitet. Die magischen Wesen wie Trolle, Kobolde etc. leben versteckt oder wurden versucht auszurotten. Gleich zu Beginn zeichnet der Autor ein starkes Bild der Diskriminierung, nicht nur magischen Wesen, sondern auch Frauen gegenüber. Das Ganze entwickelt sich recht langsam: Eine mächtige Fee beginnt, magisch begabte Kinder in ihre neu gegründete Akademie zu holen und auszubilden, um die Diskriminierung gegenüber magischen Wesen mit der Zeit aufzuheben. Alles vor dem Hintergrund, dass eine starke magische Bedrohung heranwächst, welche durch die neu ausgebildeten Schüler erfolgreich bekämpft werden könnte.
Wer Land of Stories bereits kennt, wird schnell alte Bekannte des magischen Lands entdecken, wenn auch in ihrer früheren Jugend. So gibt sich Brystal Evergreen zwischendurch den Decknamen Bailey, es gibt eine recht unkonventionell auftretende Lucy Goose (nicht schwer zu erraten, wer das später sein könnte) und noch einige weitere Charaktere des späteren Rats der Feen.
Die Idee, die magische Historie aus „Land of Stories“ zu erzählen, gefällt mir sehr und ich bin gespannt, was noch alles geschehen wird bis zur Zeit von Rotkäppchen, Froggy und all den anderen. Die Themen Diskriminierung, Machtmissbrauch und das gezielte Verbreiten von Lügen in der Gesellschaft sind im Buch erschreckend gut dargestellt. Ebenso gefiel mir die Entwicklung der Charaktere, hier waren persönliche Ziele und Zusammenhalt wichtige Punkte. Einzig mit der Spannungskurve bin ich nicht so zufrieden. Zwar bin ich es gewohnt, dass der Autor seine Bücher stets langsam angehen lässt, diesmal jedoch hatte ich das Gefühl, dass es erst ab ca. einem Drittel des Buches so langsam mal spannend wurde. Davor war es zwar interessant, der Abenteuer-Charakter fehlte mir jedoch.
Eine faszinierende Idee, der Vorgeschichte zu Land of Stories eine eigene Reihe zu widmen. Es gibt bereits jetzt einige Bezüge zur späteren Abenteuer-Reihe, welche man jedoch nicht kennen muss. Grandiose Abenteuer-Ideen, wichtige Themen - einzig die Spannungskurve kommt zu Beginn nur langsam in Fahrt.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Krimi mit Südsee-Feeling
Tale of Magic: Die Legende der Magie 1 – Eine geheime Akademie von Chris Colfer
Öfters mal was anderes - dachte ich mir, als ich zu diesem Krimi griff. Die Destination Fidschi ist wirklich mal ganz was anderes als England, Frankreich oder Spanien. Die Inseln sind mir gänzlich unbekannt und so war ich gespannt darauf, was mich erwartet.
Anfangs hatte ich Mühe mit den mir unbekannten Namen, denn viele Männernamen enden auf ein A.
Der Kommissar zum Beispiel heisst Josefa, das verwirrte mich sehr, für mich ist das ein Frauennamen. Zum Glück wird er später nur noch Joe oder Horseman genannt. Zum Ende hin konnte ich die Namen dann aber besser einordnen, ich kam auch mit der allgegenwärtigen Freundlichkeit von fast allen Beteiligten in diesem Krimi klar und gewöhnte mich an die vielen rhetorischen Fragen der Einheimischen.
Wenn ich die Serie weiterverfolge - im Original sind bereits vier Bände erschienen - werde ich so gut über Fidschi und seine Kultur informiert sein, dass ich ohne Probleme auf den Inseln herum reisen kann, würde ich sie mir eines Tages als Feriendestination auswählen.
Vielleicht habe ich bis dann auch die vielen Inseln und Gegenden besser im Kopf - was wo ist, war echt schwer sich zu vergegenwärtigen und ich schaute deshalb während dem Lesen öfters auf der Weltkarte nach.
Würde ich die Serie weiter verfolgen, wenn die weiteren Bände übersetzt werden?
Ja klar! Ich mochte den Aufenthalt im Paradise Island Resort, wo gerade ein grosser Abschnitt zum Meeresschutzgebiet erklärt wurde. Am Tag nach der offiziellen Einweihung wird eine Hotelangestellte dort tot im Riff aufgefunden. Joe Horsemann, soeben nach einem Jahr in den USA, gelandet, wird sofort aufgeboten zu ermitteln - sehr zum Leidwesen seiner Familie, allen voran seiner Mutter.
Joe ist eine bekannte Grösse auf Fidschi, er ist Rugbyspieler und Kommissar und wird von allen erkannt. DS Susie Singh ist nicht wirklich begeistert mit diesem berühmten Mann zu arbeiten, doch sie merkt schnell, dass Joe auf ihre Meinung und selbstständige Arbeit Wert legt. Später wird ihnen noch ein junger Sergeant, frisch ab Polizeischule, zugeteilt. Mit diesem neuen Ermittler-Team kann man in Zukunft rechnen, sie ergänzen sich gut.
Dieser Krimi um die tote junge Frau hat mir gut gefallen. Obwohl der Fall spannend und höchst interessant ist und das exotische Südsee-Setting dazu schon ausreichen würde, verschliesst die Autorin B. M. Allsopp nicht die Augen vor den Problemen, die auf Fidschi Thema sind und integriert sie authentisch in diesen Kriminalroman.
Fazit: Jedem, der dem kalten Aprilwetter entfliehen möchte und mal einen Krimi ausserhalb der europäischen Komfortzone lesen will, sei "Tropische Gefahr" wärmstens empfohlen.
4 Punkte.
Rezensionen von Claudia R:
spannender Fall für Trost
Der Fall des Grazer Königs von Robert Preis
Klappentext:
Ein ehemaliger Richter kommt auf der A9 ums Leben, getötet durch einen zweitausend Jahre alten Pfeil in seiner Brust. Armin Trost vermutet einen Zusammenhang mit den umstrittenen Ausbauplänen der Autobahn, gegen die sich massiver Protest formiert. Als er auf Parallelen zu einer geheimnisvollen Keltenlegende stößt, aus deren Zeit die Tatwaffe zu stammen scheint, nimmt der Fall eine spektakuläre Wendung.
Cover:
Das Cover zeigt eine kleine Gasse mit verschiedenen Häuserfrinten. Auf den ersten Blick wirkt es sehr idyllisch, aber auch ein wenig einsam und weckt Interesse.
Meinung:
Dies ist bereits der siebente Fall für Armin Trost, aber auch ohne die vorherigen Bücher zu kennen, kommt man in diese hinein, da die Bücher in sich geschlossen sind und jeweils einen eigenen Fall beinhalten.
Jedoch kannte ich Trost schon und war daher schon wieder sehr gespannt, auf seine Ermittlungen und auch, wie es mit ihm und den anderen weitergeht.
Der Fall beginnt bereits sehr mystisch mit einer Rückblende in die Vergangenheit, die einige Rätsel aufwirft und auch zu Beginn bleibt der Fall recht verwirrend und mystisch und gibt so einige Rätsel auf, doch Trost kann dies mit seinem Ermittlergeschick nach und nach aufdröseln.
Der Schreibstil ist auch in diesem Band sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. Schnell wird mit in die Geschichte hineingesogen und regelrecht von dieser gefesselt.
Auch das Privatleben des Ermittlers bleibt hier nicht aus und wird an einigen Stellen näher erläutert, so dass man auch hier so einige Einblicke erlangt, ohne dass der fall ins Hintertreffen gerät.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und mich auch sehr gut unterhalten. Man fiebert förmlich mit den Ereignissen und auch den Ermittlungen mit. Die Handlungen und Geschehnisse werden sehr gut und bildlich beschrieben und auch die Emotionen und Gefühle werden transportiert.
Nach und nach nimmt der Krimi immer mehr an Fahrt auf und hinterlässt ein Wechselbad der Gefühle. Er geht unter die Haut und berührt. Die Aufklärung ist überraschend, aber schlüssig und auch das private und authentische Drumherum wird sehr gut erfasst und führt schlüssig zusammen.
Fazit:
Ein spannender und ergreifender Regional-Krimi der den Leser zum mitfiebern einlädt.










