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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Hennie :

Realitäten des Multiversums

Die Mitternachtsbibliothek Roman. Gebunden. von Haig Matt

Nora Seed verzweifelt am Leben. Immer wieder versinkt sie in Depressionen. Ihr scheint nichts zu gelingen. Sie verliert ihre Arbeit und ihre heißgeliebte Katze. Die einzige Freundin lebt weit weg in Australien. Der Bruder ist mit ihr zerstritten. Die Eltern sind tot. Das ist nun genug und sie beschließt sich umzubringen, aber es gelingt ihr nicht zu sterben.

Nora erwacht in der Mitternachtsbibliothek und die ihr gut bekannte, freundliche Bibliothekarin Mrs Elms heißt sie willkommen. Die Zeiger der Uhr stehen auf 0.00 Uhr und ab da stehen ihr alle Bücher ihrer möglichen Leben zur Verfügung.

Matt Haig hat auch mit dieser Geschichte wieder ein zauberhaftes Buch erschaffen. Mit einer einfühlsamen Sprache schildert er Noras Seelenlage und ihre tiefe Qual, nicht das richtige Leben zu führen. Das wird besonders deutlich im „Buch des Bereuens“, denn die junge Frau hat viel zu bereuen.
Faszinierend fand ich, wie der Autor seine Hauptfigur in immer neue Lebensläufe eintauchen läßt. Das war für mich sehr ansprechend zu lesen. Er erzählt in einem bildhaften Sprachstil und nutzt dabei Noras Talente für Lebensentwürfe in mehreren Paralleluniversen. Dabei werden tiefgreifende philosophische Fragen aufgeworfen. Wie wäre es, wenn man eintauchen könnte in eigene andere Leben? Hätte man es besser machen können? Macht es Sinn Vergangenes zu bereuen?...
Viele Fragen, auf die es keine Antworten zu geben scheint, die neue Fragen provozieren. Ich sehe eine Anleitung zur Selbsthilfe in der Geschichte. Ob es allerdings depressiven Menschen wirklich hilfreich sein kann, vermag ich nicht zu beurteilen.

Fazit:
Noch lange nach der Lektüre wirkte die Mitternachtsbibliothek in mir nach. Für mich ein wahres Lesehighlight! Es ist ein fantastisches Buch, dass mit viel Einfühlungsvermögen erzählt wird. Es macht Mut und Hoffnung. Wechsel zum Guten sind zu jeder Zeit möglich. Eine eingeschlagene Richtung kann man ändern, wenn der Weg nicht der Richtige ist.

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Rezensionen von hexenaugen:

Nun holt doch die Oma aus dem Apfelbaum.

Die Mitternachtsbibliothek Roman. Gebunden. von Haig Matt

Inhalt:

Für Nora steht fest: Nie wieder wird sie in ihr Heimatdorf Jork im Alten Land zurückkehren, wo ihre Familie seit Generationen einen Apfelhof betreibt. Nach einem bösen Familienstreit hat sie das Weite gesucht. Doch ihre störrische Oma Enne nimmt das nicht hin. Die alte Dame verbarrikadiert sich in einem Baumhaus im Apfelbaum und erklärt, erst wieder hinunterzusteigen, wenn ihre Enkelin sich mit der Familie versöhnt.

Also bleibt Nora keine Wahl, als nach Hause zu kommen. Sobald sie zum ersten Mal wieder den vertrauten Duft der heimischen Apfelblüten einatmet, wird ihr klar, auf was sie all die Jahre verzichtet hat. Und als dann auch noch Ben, ihre große Jugendliebe, plötzlich wieder vor ihr steht, nimmt das Gefühlschaos erst richtig seinen Lauf.

Meinung:

Die Geschichte wird abwechselnd von Nora und Ben erzählt.
Dueses Buch entführt ins "Alte Land", man ist sofort mitten in der Geschichte und man meint die Apfelplantage zu sehen, den Duft der Apfelbäume zu riechen sowie den Geschmack der Äpfel zu kosten.
Nachdem Nora vor 8 Jahren die Flucht ergriffen und alles hinter sich gelassen hat, erfährt man im Verlauf der Geschichte warum Oma Enne im Apfelbaum sitzt und diesen nicht verlassen will.
Nora und Ben sowie die anderen Charaktere aus Noras Familie hat man gleich vor seinem inneren Auge wobei Ereignisse aus der Vergangenheit die Familie belasten.
Den Leser erwartet eine turbulente sowie humorvolle Geschichte, in der die Handlung gut aufgebaut wurde und bei der Geschichte konnte man herzhaft lachen sowie tief betrübt weinen. Eine sehr emotionale Geschichte in der Oma Enne mir vom ersten Augenblick an Herz wuchs.

Das ansprechende Cover hat mir gut gefallen, man möchte direkt einen Apfel pflücken.

Fazit:

Eine schöne, gut lesbare Geschichte in dessen Verlauf für einige Überraschungen gesorgt wird.
Das Buch hat mich gut unterhalten, der erfrischende Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich empfehle es sehr gerne weiter.

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Rezensionen von liesmal:

Unter Verdacht

Die Schatten von Westminster Sebastian St. Cyr-Reihe von C. S. Harris

Das Hörbuch „Die Schatten von Westminster – Ein Sebastian St Cyr Krimi“ ist erschienen bei Digital Publishers. Autorin ist C. S. Harris, Sprecher des Hörbuchs Kevin Kepler.
Schatten, Dunkelheit, Nebel – London im Jahre 1811: Sebastian St. Cyr steht unter Verdacht, die junge Rachel ermordet zu haben, die brutal zugerichtet auf den Stufen einer alten Kirche gefunden wird.

Ihm gelingt die Flucht und er setzt alles daran, auf eigene Faust den wirklichen Mörder zu finden. In seinem ersten Fall ist Sebastian also Jäger und Gejagter gleichzeitig.
Der Einstieg ins Buch ist mir nicht ganz leicht gefallen. Ein großer Kreis an Verdächtigen aus dubiosen Kreisen, Adelsfamilien und Politik sorgt für eine große Portion Verwirrung. Großartig finde ich Sebastians Begabung dafür, im Zuge seiner Ermittlungen in verschiedene Rollen und Verkleidungen zu schlüpfen. Findet er Hilfe in Kat Boleyn, der Frau, die er immer noch liebt, obwohl sie ihm vor langer Zeit das Herz gebrochen hat? Es ist nicht einfach zu erkennen, auf wessen Seite sie steht.
Besonders hat mir der Junge Tom gefallen, der den Eindruck macht, ein zuverlässiger Helfer für Sebastian zu werden, nachdem das Kennenlernen nicht ganz so erfreulich war.
Ich habe mich mit der Stimme des Vorlesers richtig angefreundet. Es ist großartig, wie er die vielen unterschiedlichen Charaktere – sowohl die männlichen als auch die weiblichen – mit eigenen "Stimmen" versorgt.
Die Geschichte lädt ein, sich an den Ermittlungen zu beteiligen, aber außer Verwirrung und „keine Ahnung von nichts“ kann ich zur Klärung der Verbrechen – es bleibt nicht bei dem einen – nicht beitragen.
Ein toller Einstieg in eine neue Krimi-Reihe, die ich gern weiterempfehle.

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Rezensionen von Lesemama:

Nun ja, was tut man nicht alles um im Gespräch zu bleiben

Die Schatten von Westminster Sebastian St. Cyr-Reihe von C. S. Harris

Zum Buch:
Bill Kaulitz, geboren 1989 in Magdeburg, Zwilling von Tom und Sänger bei Tokio Hotel.
Mit gerade mal dreißig schrieb er seine Autobiographie.

Meine Meinung:
Natürlich kenne ich Tokio Hotel und natürlich kenne ich auch Bill Kailitz, wer kennt den nicht. Nachdem ich einiges über das Buch gehört habe, wollte ich es auch lesen.

Beim Vorwort von wem auch immer, och habe den Namen jedenfalls noch nie gehört, hätte ich es am liebsten schon wieder zugemacht. Aber man ist ja neugierig. Also habe ich weitergelesen.
Bill Kaulitz rechnet ab mit seinem Leben, es gibt immer wieder Privatfotos und einige Einblicke in sein Leben.
Über den Schreibstil lässt sich streiten, es ist sonderbar, er schreibt wie er spricht.
Das Buch ist wohl für Fans geschrieben, die alles abnicken und wunderbar finden. Ich fand es ganz unterhaltsam, mehr aber sich nicht.

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Rezensionen von Lesemama:

Total niedlich und feenomenal

Die Schatten von Westminster Sebastian St. Cyr-Reihe von C. S. Harris

Zum Buch:
Was ist nur mit Elfie los? Erst fällt sie im Planetarium in Ohnmacht, dann löst sie sich in Luft auf bzw. sie wird unsichtbar.
Die Lösung, sie ist in den Feenstrahl geraten. Die Feen in Berlin sind darüber aber nicht sehr erfreut, denn nun ist Elfie die dreizehnte Fee und muss zum Fernunterricht.

Dabei würde sie ihre Zeit doch lieber mit dem netten Jungen verbringen, der ihr im Planetarium geholfen hat ...

Meine Meinung:
Ich bin total verliebt in das zuckersüße Cover. Ich mag es einfach sehr gerne, wenn Kinderbücher knallig und auffällig sind.
Nun bin ich dem Kinderbuchalter zwar schon ein paar Jährchen entwachsen, lese aber immer wieder welche, vor allem auf der Suche nach lesenswerten Büchern für meine Lesepatenkinder. Mit diesem tat ich mich zu Beginn etwas schwer, ich fand es sehr langatmig und ausschweifend, aber mit der Zeit machte es Sinn, warum die Autorin so weit ausholte.
Elfie ist eine witzige Figur. Die ganze Geschichte wird humorvoll und, nach anfänglichen Eingewöhnugsproblemen, auch spannend erzählt. Ich hatte jedenfalls meine Freude an dem Buch und freue mich schon, es bald mit meinen Lesepatenkindern zu teilen.
Es ist mal was anderes, es wird magisch und unterhaltsam erzählt.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Hach. Ein Buch zum Wohlfühlen

Die Erfindung des Dosenöffners von Tarkan Bagci

Gibt es analog zum Begriff Soulfood (passt gerade so schön zum Titel) auch etwas zu Büchern? Dann wäre das hier genau angebraucht.
Ein schräger Titel, ein sehr schlichtes Cover und auch der Klappentext kommt eher unauffällig daher.
Doch das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert.

Timur Aslan ist jung, lebt bei seinem Vater und arbeitet als Freelancer bei der Lokalredaktion. Dabei langweilt er sich entsetzlich, er will ja "richtig" journalistisch arbeiten, nicht immer nur 70 Zeilen über das Jubiläum eines Kleinzuchtvereins schreiben.
Um an das begehrte Volontariat zu kommen, braucht er aber erst einmal eine richtige Story .
Und da kommt die 70-jährige Annette ins Spiel, die ihm genau diese verspricht. Schließlich hat sie doch den Dosenöffner erfunden...

Ich liebe den Schreibstil. Leicht zu lesen, witzig und voll von Sprüchen, die ich am liebsten alle hier zitieren möchte.
Dazu das Lebensgefühl, wenn man jung ist und stets befürchtet, irgendetwas zu verpassen und in einer Welt lebt, die vom Social-Media Schein lebt.
Oder auch
"Es ist erstaunlich, wie tief dieser Reflex sitzt, sich sofort mit dem Handy abzulenken, sobald man das Gefühl hat, man hätte auch nur die kleinste Kleinigkeit an Arbeit vollbracht".

Dazu der langsame Wandel vom Suchen nach DER Story zu einer Freundschaft und vom Verhältnis von Eltern und Kinder.

Hach, es war ein Buch, das ich mit einem behaglichen Seufzen zugeschlagen habe.
Kommt mit in meine Top Ten 2021.

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Rezensionen von C. P.:

Genial und abwechslungsreich mit vielen neuen Figuren

Land of Stories: Das magische Land - Die Macht der Geschichten von Chris Colfer

Um das Magische Land aus den Fängen des Maskenmannes zu befreien, wollen die Geschwister Alex und Conner Bailey ihre eigene Armee aus literarischen Helden aufstellen. Hierfür nutzen sie das Elixier der Guten Fee, um in Conners Kurzgeschichten zu reisen. Geschichten, die denen aus dem Magischen Land in nichts nachstehen.

Aber so einfach lassen sich Conners Helden nicht davon überzeugen, für ihn zu kämpfen. Also müssen sich die Geschwister ein wenig was einfallen lassen.
Der fünfte Band steckt wieder voller Überraschungen und ist quasi die Vorbereitung zum großen Finale der Land of Stories-Saga im sechsten und letzten Band. Als Leser reist man mit den Geschwistern in Conners verschiedene Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Superhelden, Abenteurer, Piraten und ScienceFiction-Wesen lassen die Zwillinge spannende Abenteuer erleben. Gleichzeitig geht es natürlich im Magischen Land weiter, denn die Hexen haben keine Lust, sich vom Maskenmann auf ihren Nasen herumtanzen zu lassen. Und auch Bree und Emmerich sind weiterhin im Hintergrund mit von der Partie.
Wieder ein sehr spannender und unterhaltsamer Band der Reihe, diesmal mit vielen neuen Figuren und Handlungsorten, wodurch neuer Wind in das Ganze kommt.

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Rezensionen von C. P.:

Genial und abwechslungsreich mit vielen neuen Figuren

Land of Stories: Das magische Land - Die Macht der Geschichten,2 Audio-CD, 2 MP3 von Chris Colfer

Um das Magische Land aus den Fängen des Maskenmannes zu befreien, wollen die Geschwister Alex und Conner Bailey ihre eigene Armee aus literarischen Helden aufstellen. Hierfür nutzen sie das Elixier der Guten Fee, um in Conners Kurzgeschichten zu reisen. Geschichten, die denen aus dem Magischen Land in nichts nachstehen.

Aber so einfach lassen sich Conners Helden nicht davon überzeugen, für ihn zu kämpfen. Also müssen sich die Geschwister ein wenig was einfallen lassen.
Der fünfte Band steckt wieder voller Überraschungen und ist quasi die Vorbereitung zum großen Finale der Land of Stories-Saga im sechsten und letzten Band. Als Leser reist man mit den Geschwistern in Conners verschiedene Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Superhelden, Abenteurer, Piraten und ScienceFiction-Wesen lassen die Zwillinge spannende Abenteuer erleben. Gleichzeitig geht es natürlich im Magischen Land weiter, denn die Hexen haben keine Lust, sich vom Maskenmann auf ihren Nasen herumtanzen zu lassen. Und auch Bree und Emmerich sind weiterhin im Hintergrund mit von der Partie.
Wieder ein sehr spannender und unterhaltsamer Band der Reihe, diesmal mit vielen neuen Figuren und Handlungsorten, wodurch neuer Wind in das Ganze kommt.
Das Hörbuch wird wieder gelesen von Rufus Beck, der erneut die Vielfalt der verschiedenen Figuren gekonnt interpretiert und der Handlung die perfekte Atmosphäre verleiht.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Dem Kommissar das Leben schwer machen

Bretonisch mit Aussicht von Gabriela Kasperski

Es ist Frühling in der Bretagne und bald steht schon wieder das erste Fest an, ein Kriegsheld soll dabei geehrt werden und der Frauen-Chor von Camaret singen, unterstützt von einer berühmten lokalen Sängerin, die aber schon längst das ländliche Idyll verliess und in Paris zu Hause ist. Wo Armelle ist, ist auch das TV nicht weit.

Um alle schnell verpflegen zu können, soll Tereza als Hilfsköchin im Kloster fungieren.

Auf ihrem Weg zum Kloster stolpert Tereza aber fast über eine Brüstung und sieht, dass jemand vor ihr kein Glück hatte und sich nicht halten konnte. Als sie im Kloster davon berichtet, verschwindet Schwester Nominoë und macht sich sehr verdächtig - erst recht als Tags darauf alle Nonnen und die Crew wegen einer Vergiftung flach liegen.

Kommissar Gabriel Mahon will Tereza mal wieder nichts glauben und so streiten sie munter weiter miteinander, als ob sie die weisse Fahne am Ende des ersten Bandes gar nicht gehisst hätten. Tereza macht sich deshalb selbstständig und versucht so viel wie möglich in Erfahrung zu bringen - über Land und Leute, mögliche Verdächtige und alle Hintergründe, die zu diesen Taten geführt haben könnten.

Tereza kann sich aber nicht in Ruhe auf ihre Ermittlungen konzentrieren, denn die Schmierereien an ihrer Buchhandlung Déjà-lu beginnen wieder und auch sonst reiht sich zuhause Katastrophe an Katastrophe. Doch wer Tereza bereits aus dem ersten Band kennt, weiss, dass sie nicht so schnell aufgibt und am Schluss den richtigen Riecher hat.

Es gibt ein Wiedersehen mit Surflehrerin Ayala, deren Tochter man hier endlich kennenlernt; mit Magalie, die immer für Café-au-lait-Nachschub sorgt; mit Isidore, der die Villa Wunderblau in Schuss hält und mit Sylvie, das Herz der Buchhandlung und ohne die Tereza nicht einfach so frei und unabhängig in der Gegend rumdüsen könnte.

Erneut war es ein grosses Vergnügen diesen Krimi von Gabriela Kasperski zu lesen. "Bretonisch mit Aussicht" hat alles, was ein guter Krimi braucht: ein interessantes Thema, Spannung, Humor und vielfältige Charaktere.

Fazit: Beste Krimiunterhaltung ist garantiert - kein Wunder mit dieser bodenständigen, sympathischen und eigenwilligen Protagonistin, die dem Kommissar das Leben schwer macht.
5 Punkte.

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Rezensionen von Almuth-Rexer@web.de:

Auf der Suche nach dem verlorenen Glück….

Die Erfindung der Sprache von Anja Baumheier

Adam ist ein besonderer Junge, der in einer besonderen Familie und auf einer besonderen Insel aufwächst.
Platteoog ist ein kleines, abgeschiedenes Inselidyll, von dem Oda eigentlich wegziehen will. Als dann aber Hubert auftaucht, um den Leuchtturm zu restaurieren, verlieben sich die beiden und bekommen bald Adam.

Dieser beginnt erst mit zwei Jahren zu sprechen, dann aber gleich in Mehrwortsätzen. Nicht nur seine Großeltern kümmern sich liebevoll um ihn, auch die ganze Inselgemeinschaft nimmt Anteil an Adams Entwicklung.
Adam tut sich schwer mit sozialen Kontakten und unvorhergesehenen Ereignissen, hat dafür aber einen ganz besonderen Bezug zur Zahl Sieben. Zudem liest er schon bald Bücher über Themen, die so manchem Erwachsenen schwerfallen dürften. Diese autistischen Züge Adams werden in diesem Roman jedoch sehr liebenswert und unterhaltsam geschildert. Zum Vater Hubert, der ähnlich veranlagt scheint, hat Adam eine besondere Beziehung. Und die tschechische Großmutter Leska hat bei Problemen immer eine besondere Leckerei, die Abhilfe schaffen kann.
Als kurz nach Adams 13. Geburtstag der Vater Hubert allerdings von seiner Pilgerreise nach Santiago die Compostela nicht mehr zurückkehrt und spurlos verschwunden ist, bricht das Familienglück auseinander. Viele Jahre später, Adam ist inzwischen Dozent für Sprachwissenschaften, stößt er auf ein Buch mit dem Titel ,,Die Erfindung der Sprache“. Darin findet er Hinweise auf seinen Vater. Adam, der nichts mehr verabscheut als Ortswechsel und Überraschungen, begibt sich auf die Suche nach seinem verschwundenen Vater. Dieses Reiseabenteuer fordert viel Mut und Selbstüberwindung von Adam, führt ihn quer durch Deutschland, nach Prag, und bis in die entferntesten Winkel der Bretagne.
,,Die Erfindung der Sprache“ ist nicht nur ein großartiger Roman, der eine Familiengeschichte geschickt mit der Zeitgeschichte verknüpft, sondern auch sprachlich ein Genuss.

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