Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nicol_loves_books:

Gefühlvoll, emotional und herzerwärmend!

Keeping Secrets von Anna Savas

Keeping Secrets ist der Auftakt der Keeping-Trilogie, die nachfolgenden Bände werden andere Paare behandel

Tessa Thorn ist eine sehr bekannte Schauspielerin, welche ausgerechnet für ihren aktuellen Film zurück in ihre Heimatstadt Faerfax muss. An diesen Ort hat Tessa nicht unbedingt die besten Erinnerungen.

Sie spielt allen eine Rolle vor- schließlich ist sie Schauspielerin und versucht so, dass niemand an ihr dunkles Geheimnis kommt, welches vor 8 Jahren in Faerfax passiert ist. Nach ihrer Ankunft in Faerfax erfährt Tessa auch noch, dass ein Journalismus-Student die Dreaharbeiten für ein Porträt über sie begleiten soll. Der scharfsinnige Journalismus-Student Cole Williams kommt bei den Recherchen zu diesem Porträt nicht nur Tessa ziemlich nahe, nein er kommt bei den Recherchen zu Tessas Vergangenheit auch ihrem Geheimnis immer mehr auf die Schliche. Dieses Geheimnis würde alles verändern und darf unter keinen Umständen an die Öffentlichkeit gelangen. Gelingt es Tessa ihr Geheimnis zu bewahren? Hat die Liebe zwischen Cole und Tessa überhaupt eine Chance?

Der Schreibstil ist so locker, flüssig, sogar ein bisschen poetisch, so dass man nur so durch die Seiten fliegt! Ich war sofort mitten in der Geschichte drin und mehr als nur verzaubert! Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Tessa und Cole in der Ich-Perspektive erzählt. So fiel es mir sehr leicht, die verschiedenen Gedanken und Handlungen zu verstehen und ich konnte mich einfach in die Story vertiefen und mich fallen lassen.

Die Protagonisten und auch alle anderen Personen, welche in diesem Buch vorkommen, sind so wahnsinnig gut ausgearbeitet, dass man alle einfach nur in sein Herz schließen muss. Okeee es kommen auch 2-3 Personen in diesem Buch vor, die schließt man nicht unbedingt ins Herz, aber das ist auch durchaus so gewollt von der Autorin.

Tessa – die junge Schauspielerin ist mir so unheimlich sympathisch - sie ist so stark und gleichzeitig so verwundbar und hat wirklich mit ihrer Vergangenheit ganz schön schwer zu schleppen! Es ist bewundernswert, wie sie sich hinter ihrer Schauspieler-Fassade versucht zu verstecken, dennoch ist sie eine gebrochene junge Frau, welche mit Panikattacken zu kämpfen hat, jede Nacht von Alpträumen geplagt wird und was viel dramatischer ist, sich ganz allein durchs Leben kämpft! Sie sehnt sich nach echter Freundschaft, auch wenn es ihr schwer fällt anderen zu vertrauen. Und noch ein Fun-Fact zu Tessa – sie braucht immer was in den Händen- daher strickt sie zu ihrer Beruhigung.

Cole wirkte auf den ersten Moment eher etwas ruppig und abweisend auf mich, doch das änderte sich schnell. Denn wir hatten in aller Ruhe Zeit auch Cole ein bisschen besser kennen und lieben zu lernen. Cole ist einfach Cole! Ein liebenswerter Journalismus-Student mit dem Herz am rechten Fleck. Er kümmert sich um andere mehr als um sich selbst. Für seine Freunde und vor allem für seine Cousine Jo würde er alles stehen und liegen lassen und einfach alles tun. Er hat immer ein offenes Ohr, ist verständnisvoll und absolut einfühlsam.

Auch Coles Freunde bzw. die ganze Clique hat man kennen und lieben gelernt. Allen voran muss ich hier einfach die herzliche Ella und Julian nennen, welche mir auch so ans Herz gewachsen sind. Echte Freunde sind immer füreinander da, egal was geschehen ist, sie unterstützen dich, sie halten zu dir und vor allem stehen sie voll und ganz hinter dir, egal was geschehen ist. Solche Freunde sind einfach Goldwert! Jo die kleine Maus und Cousine von Cole muss ich hier ebenfalls nennen. Denn die kleine süße Maus ist mir auch richtig ans Herz gewachsen und ich finde es einfach nur rührend, wie sich Cole um Jo kümmert und ihr wenigstens einige schöne Stunden beschert, bevor sie wieder zurück zu ihrer doch sehr gefühlskalten Familie muss.

Das Setting in Faerfax ( USA ) ist einfach wundervoll beschrieben und ich habe mich am Set an der Faerfax-University, in der WG und vor allem im Café Happiness mehr als nur wie zu Hause gefühlt. Wer träumt nicht davon in diesem schnuckeligen Café mit Schaukeln statt Stühlen einen gemütlichen Lesenachmittag zu machen?!

Durch Rückblicke und auch durch Tessas Alpträume erfährt man Stück für Stück mehr aus ihrer Vergangenheit und diese sorgten beim Lesen für regelrechte Gänsehautmomente. Als Leser ist man selbst am rätseln und hat einige Theorien, die sich dann nach und nach leider bestätigen und aufgedeckt werden.

Zum Ende hin sind leider noch ein paar Fragen offen geblieben. Die Antworten darauf erhalten wir vielleicht in den Folgebänden. Keeping Secrets - der Name ist hier einfach Programm! ;)

Dieses Buch enthält so wichtige Messages und ganz oben steht für mich die Kraft der Freundschaft. Denn mit den richtigen Freunden schafft man alles! Egal wie groß das Problem ist! Desweiteren noch, dass egal was passiert ist- die Vergangenheit definiert einen nicht!

Fazit: Dieses Buch hat mich fasziniert und verzaubert zugleich! Ich habe mitgefiebert, geweint und das nicht zu knapp, gelitten, mich geärgert und am Ende war ich einfach nur noch glücklich. Ich konnte mich so in Tessa und Cole hineinversetzen, dass es mir selbst fast schon ein bisschen Angst gemacht hat. Nichtsdestotrotz liebe ich es, wenn ich mich in einer Geschichte so fallen lassen kann. Mein Herz ist kurzzeitig in 1000 Stücke zerbrochen und wurde dann Seite für Seite wieder zusammen geflickt.

Ich LIEBE dieses Buch, ich LIEBE Annas Schreibstil, ich LIEBE die Clique und Jo und vor allem LIEBE ich Tessa und Cole! Das Buch ist schon jetzt ein Jahreshighlight von mir und ich kann es kaum erwarten, bis ich wieder nach Faerfax reisen darf um Keeping Dreams und Keeping Hope zu lesen.

Also bitte- lest dieses Buch! Ich bin mir sicher- ihr werdet es genauso lieben wie ich! DANKE Anna für dieses unglaubliche Leseerlebnis!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nicol_loves_books

Rezensionen von Claudia R:

China erleben..

Notizen zum Alltag in China von Nora Frisch

Klappentext:

Sie schreiben in Bildern und essen mit Stäbchen. Sie nennen ihre Kinder Schneeschmelze oder Jadedrache. Sie fürchten die Zahl 4, weiße Tauben und sonnengebräunte Haut. Sie heiraten in Rot und feiern im Februar Neujahr. In China ist vieles anders als bei uns. Das kann schnell für Verwirrung sorgen.

Dieser kompakte Wegweiser gibt unterhaltsame und aufschlussreiche Einblicke in den chinesischen Alltag. Skizzen zum Alltag in China ist das erste Buch aus der Reihe Der Rote Faden durchs Reiche der Mitte, die einzelne Themen der chinesischen Kultur verständlich und unterhaltsam aufbereitet. Natürlich mit einem roten Faden als Lesebändchen! Für alle Langnasen, die sich auf eine Chinareise vorbereiten wollen - oder die einfach nur neugierig sind, wie es auf der anderen Seite der Erde so läuft.

Cover.

Das Cover ist einfach, elegant und stilvoll gehalten in den Farben weiß und rot, welches sehr passend gewählt ist. Einfach schlicht.

Meinung:

Ein wundervoller Ratgeber, der Einblicke in den Alltag Chinas bietet und sowohl Tradition, wie Jetztzeit näher beleuchtet.

Man bekommt einen Einblick in die Kultur, die Rituale, Feiern und Anlässe, aber auch der Alltag, Essen, Kinder, Höflichkeit und vieles mehr wird hier genauer betrachtet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich sehr gut lesen. es wird sehr gut beschrieben, ohne zu sehr abzuschweifen. Sachliche Informationen, aber auch authentische Einblicke werden hier geboten. Man hat das Gefühl einen kleinen Ausflug nach China zu begehen und sich auf einer Reise in das Reich der Mitte zu begeben.

Die einzelnen Abschnitte sind sehr gut gegliedert und auch die Informationen die man hier erhält sind sehr übersichtlich und gut erklärt. So kann man hier noch einiges lernen und sich sehr gut auf eine China-Reise vorbereiten oder auch einfach den Eindruck eines fremden Landes gewinnen.

Auch wenn ich schon einiges über China gelesen und gehört habe, so habe ich hier noch viel dazu gelernt und erstaunt die einzelnen Kapitel durchforstet. Auch eine kleine Einführung in die Schrift und Zeichensprache erhält man hier. Man lernt das Land und die Menschen näher lernen und auch ihre Gewohnheiten und Situationen im Alltag.

Toll finde ich auch die Illustrationen und Bilder, die das Ganze sehr gut veranschaulichen und auflockern. Die Illustrationen sind passend gewählt und runden das Buch sehr gut ab.

Wer gerne mehr über China erfahren möchte oder eine Reise dorthin plant, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Es gibt Einblicke und Informationen rund um China und geht dabei auf Moderne, Kultur und Vergangenheit bzw. die Geschichte Chinas ein. Man lernt viele Unterschiede zu unserer europäischen Kultur und unserem Alltag kennen und entdeckt viele eigenartige, aber auch sehr interessante Dinge und Geschichte.

Fazit:

Einblicke in die Kultur, Moderne und Geschichte Chinas, lebendig und authentisch vermittelt, mit vielen Informationen und Illustrationen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R

Rezensionen von Tara:

Fantasiereisen und Entspannungsübungen nicht nur für Kinder

Boo und der Zaubernebel von Mirjam Rögner-Schneider; Martin Rademacher

„Boo und der Zaubernebel“ ist ein niedlich gestaltetes Buch der Autoren Mirjam Rögner-Schneider und Martin Rademacher, in dem unterschiedliche Fantasiereisen und Entspannungsübungen für Kinder ab fünf Jahren zu finden sind.

Vorab wendet sich der kleine Affe Boo direkt an seine Leser und erklärt worum es geht.

Im Anschluß gibt es weitere Informationen zu Fantasiereisen und zur Mediation damit man weiß, wie man am besten vorgeht und worauf es ankommt.

Jede der neun Reisen hat ein anderes Thema und ein anderes Ziel. Es geht z.B. um Mut, sich geliebt oder besonders fühlen, frei sein und vieles mehr. Außerdem gibt es jeweils eine interessante Hintergrundgeschichte dazu, in der nicht nur die kleinen Leser etwas dazu lernen können. Das Buch bietet einen tolle Abwechslung zu unserem sonst so Reiz überflutetem Leben. Hier kann man die Augen schließen, träumen und zur Ruhe kommen.

Auch die Illustrationen im Buch haben uns gut gefallen - bunt, einfach, niedlich, kindgerecht und nicht überladen. Da es sich um band eins handelt freuen wir und schon jetzt auf weitere Reisen mit dem kleinen Äffchen Boo.

Es lohnt sich auch die dazugehörige App auszuprobieren.

Ich kann das Buch nur empfehlen, da es nicht nur für Ruhe und Entspannung bei den lieben Kleinen sorgt, sondern mich beim Vorlesen ebenso abgeholt hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara

Rezensionen von Tara:

Zwischen zwei Kulturen

Laudatio auf eine kaukasische Kuh von Jodl Angelika

„Laudatio auf eine kaukasische Kuh“ ist ein ungewöhnlicher Roman der in München lebenden Autorin Angelika Jodl.

Olga Evgenidis Familie kommt ursprünglich aus Georgien. Olga studiert Medizin, möchte Ärztin werden und fühlt sich als Deutsche. Ihre Herkunft und ihr Nachname sind ihr unangenehm, aber da sie in Felix Van Saan - ebenfalls ein Mediziner - verliebt ist und mit ihm eine gemeinsame Zukunft plant, sieht es ganz so aus als ob sie ihr altes Leben bald hinter sich lassen könnte.

Als Jack Jennerwein aufkreuzt, der so ganz anders ist als Felix, bringt dieser Olga gewaltig durcheinander.

Ich mag den Schreibstil von Angelika Jodl und ihren ungewöhnlichen Humor sehr gerne. Die Charaktere sind ein wenig gewöhnungsbedürftig und eine wirklich bunte und unkonventionelle Mischung. Da die Perspektive wischen Olga und Jack wechselt, liest sich das Buch abwechslungsreich.

Mit Olga hat die Autorin eine interessante Protagonistin geschaffen, die ihre kulturellen Wurzeln und ihrem Platz im Leben sucht. Olga ist schlagfertig und, manchmal ein wenig zynisch. Insgesamt waren ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehbar, gleichzeitig fand ich es aber schade, dass ihr ihre Herkunft und ihre Familie so unangenehm ist. Zugegebenermaßen ist ihre Familie ein ziemlich schräger Haufen, den ich jedoch äußerst unterhaltsam fand, auch wenn hier einige Klischees bedient wurden. Jack ist das genaue Gegenteil von Felix, planlos und unbedacht. Trotzdem fühlt sich Olga von ihm angezogen. Ich fand sein Verhalten teilweise eher beängstigend.

Neben der Geschichte um Olga, ihre Familie, Jack und Felix gab es auch einige Informationen über Georgien, die Kultur und die Sprache, hier wäre aber sicherlich mehr möglich gewesen.

Mich hat das Buch gut unterhalten und ich fand es einfach erfrischend anders.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara

Rezensionen von Furbaby_Mom:

Cat & Pug

Lady Churchill von Benedict Marie

Mit ihrem solide recherchierten und lediglich durch ein wenig Fiktion angereicherten historischen Roman "Lady Churchill" hat die Autorin Marie Benedict ein stimmungsvolles Porträt jener Frau geschaffen, die (- trotz ihrer zweifelsohne bedeutenden Rolle in der jüngeren Geschichte -) bisher wenig Beachtung erhalten hat.

Auch ich muss zugeben, dass der legendäre Staatsmann Winston Churchill mir natürlich ein Begriff war, ich allerdings über keinerlei Wissen hinsichtlich seiner Gattin verfügte. Wer war Clementine Churchill und wie sah ihr Leben an der Seite des britischen Premierministers aus?

Bereits bei ihrer Trauung mit dem 11 Jahre älteren Winston schwor sich die damals 23-jährige Clementine: "[…] mein Leben wird sich nicht allein darum drehen, die unsichtbare Stütze meines Mannes zu sein". Mit dieser Überzeugung sollte sie recht behalten, denn noch vor ihrer Eheschließung war ihr Mann, den sie liebevoll 'Pug' (Mops) nannte, gleichermaßen fasziniert und begeistert von 'Cats' wachem Geist, ihren unkonventionellen Ansichten und ihrem aufrichtigen politischen Interesse.

"Man sieht und hört ja sonst eher selten etwas von den Ehefrauen von Politikern. […] Ich aber will eine gehaltvollere Rolle spielen […], und Winston ermuntert mich dazu – nein, er verlangt von mir -, eine wichtige Position einzunehmen […]."

Clementine wird seine engste Vertraute, Beraterin und Beschützerin; mehr als einmal rettet sie ihm wortwörtlich das Leben und wirkte auf mich oftmals, als hätte sie, in gewisser Weise, indirekt auch eine Mutterrolle ihm gegenüber eingenommen. Ihre bedingungslose Unterstützung und permanente Ermutigung ist für Winston, der als Kind enorm unter dem "Mangel elterlicher Liebe und Zuwendung" gelitten hatte, elementar und lebenswichtig. Zeitweise wird sogar der Eindruck vermittelt, dass er ohne die Hilfe seiner Frau völlig aufgeschmissen und hilflos wäre.

"In der Öffentlichkeit wirkt Winston immer enorm selbstsicher und manchmal sogar streitsüchtig, aber im privaten Rahmen lechzt er nach Bewunderung und bedingungsloser Herzlichkeit."

Ironischerweise fällt es Clementine gegenüber ihren eigenen Kindern hingegen schwer, diese Mütterlichkeit zu leben, wobei dies nicht aus Bosheit geschieht. Sie wünscht ihnen das Beste, es gelingt ihr aber nicht, eine enge Bindung zu ihnen aufzubauen. Tatsächlich hinterfragt sie die Gründe für diese Distanz selbst, kann aber dennoch nicht aus ihrer Haut. Dadurch verpasst sie entscheidende Momente ihrer Kinder, die hauptsächlich von Angestellten betreut werden. Vielleicht hätte die Situation anders ausgesehen, hätte man Frauen damals bereits eine berufliche Rolle in der Politik zugestanden; heutzutage gibt es schließlich viele Politikerinnen, die gleichzeitig auch Mütter sind. Clementine, die gerne arbeitete, eine ausgezeichnete Ausbildung genossen hatte und ihre klugen Gedanken in die Tat umsetzen wollte, hatte womöglich das Gefühl, sich zwischen Mutterrolle und Selbstverwirklichung entscheiden zu müssen. Ein wenig schade fand ich, dass wir sie hauptsächlich aus der Perspektive ihrer Ambitionen und ihres Schaffens an der Seite von Winston erleben, und relativ wenig über sie als Privatmensch erfahren - ihre Vorlieben, Hobbies, etc.

Der Schreibstil ist angenehm unterhaltsam, direkt und keineswegs nüchtern, wie man es bei einem Roman vor politischem Hintergrund eventuell vermuten würde. Insbesondere Winston ist nicht zu einem trockenen Nebenprotagonisten degradiert worden, sondern wirkt ausgesprochen liebenswürdig, teilweise beinahe schelmenhaft, wenn auch anstrengend und selbstbezogen; er und seine Frau sind nicht frei von Fehlern, aber genau das macht sie glaubwürdig.

Die Autorin zeichnet ein atmosphärisches Bild der damaligen Gesellschaft und lässt uns in eine Zeit eintauchen, in der die Welt kurz vor dem Abgrund stand. Wir begleiten die Churchills durch beide Weltkriege und die Jahre dazwischen, erleben die Höhen und Tiefen ihrer letztlich unerschütterlichen und von gegenseitiger Zuneigung und Respekt getragenen Ehe. Mit beeindruckender Selbstverständlichkeit und Stärke vertritt Clementine ihre Meinung bezüglich zahlreicher Staatsangelegenheiten, prangert die unmenschlichen Bedingungen und Hygienemängel in den Schutzräumen an, setzt sich für das Wahlrecht der Frauen ein und zieht die Fäden im Hintergrund, indem sie auf Winston einwirkt – all das entgegen den damals vorherrschenden gesellschaftlichen Normen, nach denen Frauen in der Politik nichts zu suchen hatten.

Das in Sepia-Tönen gehaltene Cover erinnert an eine verblasste Fotografie, ist also dem Genre entsprechend gewählt worden. Für meinen Geschmack hätte es optisch gerne noch etwas auffallender gestaltet sein können, um in der Vielzahl biographischer Frauenromane nicht unterzugehen.

Fazit: Trotz kleiner Längen im Mittelteil hat mich das Werk sehr gut unterhalten. Gerne empfehle ich diese Lektüre über eine starke, außergewöhnliche Frau allen Geschichts- und Politikinteressierten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Furbaby_Mom

Rezensionen von Manfred Fürst:

Besser miit der alten Mutter durch die Lande zu ziehen, statt sie im Pflegeheim zu besuchen

Eurotrash von Christian Kracht

Er fährt nach Zürich, seine Mutter habe ihn einbestellt. Was wollte sie bloß?

Selbstironisch und schalkhaft zieht der privilegierte Ich-Erzähler die Gegenwart durch den Kakao und lässt auf einer gemeinsamen Schweizrundfahrt mit seiner geistig verwirrten Mutter gekonnt die Grenzen zwischen Biografie und Fiktion verschwimmen.

Sie ist nicht ganz bei Trost, dafür hat sie einen künstlichen Darmausgang und einen Sack voller Geld.

Was einem so alles einfällt, wenn einer an die Decke des Hotelzimmers starrt. So ein Glück, dass er in der Schweiz sein dürfe und nicht in Deutschland sein müsse.

Es war nicht zu entwirren mit seiner Mutter, wie ja alles nicht mehr zu entwirren war.

Auf zum Elphinstone-Nationalpark und zu den Zebras. Wir sehen uns dort. Hoffentlich.

Passend zum Eurotrash ein Liedtext von André Heller: „Schnucki, ach Schnucki, fahr' ma nach Kentucky! In der Bar Ould Schetterhend, da spielt a Indianerbend! Dann in die Pampas auf a Flaschen Schampas. Um halber achte geht der Zug! Ich hab' gesprochen! Hough!"

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Manfred Fürst

Rezensionen von rewareni:

Unheimliche Geschichten

Verlorene Geschichten von Lucian Caligo

In der Kurzgeschichtensammlung ,, Verlorene Geschichten“ entführt der Autor Lucian Caligo den Leser in ein Reich der Fantasie, wo man nicht nur einem frechen Kobold, oder einer KI begegnet, die sich über ihre Arbeit Gedanken macht, sondern auch vielen anderen mehr oder weniger unheimlichen Gestalten.

Der Autor zeigt dabei eine große Bandbreite an verschiedenartigen Geschichten, wo man nicht nur ob des witzigen Humors und herrlichen Dialogen, die Protagonisten bei ihren Abenteuern begleiten darf, sondern auch emotionale Geschichten, wo man selbst mit einem Untoten mitleidet und hofft, dass seine arme Seele endlich Erlösung findet.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen und er weiß seine Pointen Punktgenau zu
setzen, was bei einigen seiner Geschichten eine herrliche Abwechslung ist. Aber ebenso schafft er es eine düstere Stimmung herauf zu beschwören und tragische und brutale Szenen gut zu beschreiben, dass man sich selbst mitten drin im Geschehen wieder findet.
Auffällig ist auch, dass es einige weibliche Heldinnen und Kämpferinnen gibt, die genau wissen was sie wollen.
In 10 verschieden langen Kurzgeschichten wird sicher jeder seine Lieblingsgeschichten heraus finden können da er SF, mystisches oder Fantasie bietet. Originelle Einfälle und viele sympathische Protagonisten machen die Geschichten zu einem Lesevergnügen. Egal ob Geisterwesen, Drachen, Kopfgeldjägerin, Ritter oder eine KI jeder und jede von ihnen entführt den Leser in eine andere Welt, wo das Ende nicht immer so ist, wie man vermuten würde.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von rewareni

Rezensionen von Petra:

Emmi

Sturmvögel von Manuela Golz

Emmy ist heute 87 Jahre alt und hat ein erfülltes Leben hinter sich. Zwei Weltkriege und drei Kinder sind Aufgaben genug gewesen für ein einfaches Mädchen von einer kleinen Insel. Ihr Leitsatz: Glück ist wenn wir lieben und geliebt werden, hilft ihr über alles hinweg und macht sie zufrieden.

Emmy hat ein hartes Leben, die meisten bevormunden sie oder nutzen sie aus. Trotzdem geht sie daraus hervor wie der Phönix aus der Asche. Die Beschreibung ihres Lebens erst auf der kleinen Nordsee Insel, dann im Berlin der 20er,30er, und den Kriegsjahren erzählt von den Mühsal einer jungen Frau die wenig schulische Bildung und Geld hat. Mit ihrer Art und Weise findet sie immer wieder Menschen die sie so nehmen wie sie ist. Als Frau im hohen Alter ist sie sehr rege und weiß was sie will. Sie ist immer noch für ihre Kinder da, obwohl auch hier wieder das alte Muster auftaucht, ihre älteste Tochter weiß was gut für sie ist. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, vielleicht weiß ich es besser bei meinen Kindern oder wenn meine Eltern an Demenz erkrankt sind, aber sonst kann jeder für sich selbst entscheiden was gut für einen selber ist. Die Autorin erzählt in verschiedenen Zeiten, mal aus der Kindheit und Jugend von Emmy, dann ihre junge Erwachsenenzeit und die Gegenwart im Jahr 1994. Die Rückblenden sind nicht nur Erinnerungen, sondern liefern Erklärungen für die Handlungen und Gegebenheiten der Gegenwart. Die Geschichte ist spannend und leicht erzählt, Emmy hat mich gefesselt weil sie eine sehr sympathische Person ist. die Richtig und Falsch beim Namen nennt und danach auch handelt. Alle Personen die neben ihr eine Rolle spielen, müssen sich daran messen lassen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Rezensionen von brauneye29:

Interessante Einblicke in die Zeit

Die Senfblütensaga - Zeit für Träume von Clara Langenbach

Zum Inhalt:
Emma möchte liebend gerne studieren, doch im Jahre 1908 ist es eher üblich Ehefrau und Mutter zu sein. Nun soll sie auch noch verheiratet werden, was ihr gar nicht passt. Doch wider Erwarten ist Carl ihr sympathisch. Und Carl hat große Pläne, die sie nach Kräften unterstützt. Aber da ist auch noch Antoine, der sehr charmant ist und sie ist nicht mehr sicget, wen sie wirklich luebt.

Meine Meinung:
Besonders interessant fand ich an diesem Buch wieder mal das Sittenbild jener Zeit. Wie schwer es Frauen doch hatten, die nicht die üblichen Wege gegen wollten. Aber auch die Männer bekamen Steine in den Weg gekegt, wenn sie nicht funktionierten, wie die Familie es sich wünschte. Das hat mir gut gefallen in seinen Beschreibungen. Ja, eine Liebesgeschichte gibt es auch, die fand ich nicht so interessant. Jedoch die Geschichte um die Senfherstellung und -entwicklung wiederum sehr. Der Schreibstil war angenehm, dennoch hätte das Buch für mich etwas kürzer sein können.
Fazit:
Interessante Einblicke in die Zeit

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29

Rezensionen von yellowdog:

Langzeitbelichtung

Michael Wesely von Michael Wesely

Das Projekt Neue Nationalgalerie Berlin in Langzeitbelichtung von Fotograf Michael Wesley ist schon faszinierend. Zum einen, weil es über einen langen Zeitraum von mehreren Jahren angelegt war und zum anderen, weil Michael Wesel aus einem Umbau einen künstlerischen Aspekt abgewinnt.

Bei den einleitendem Text „Spuren der Verwandlung“ von Joachim Jäger zum Werk des Künstlers leuchtet mir der Vergleich zur Musik von John Cage ein.

Erwähnenswert ist auch der abschließende Text „Der Fotograf ist abwesend“ von Thomas Weski.

Die Texte im Buch sind zweisprachig gehalten (Deutsch/Englisch)

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog