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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

Locker-leicht, aber auch dramatisch

Emma und das vergessene Buch von Mechthild Gläser

Locker-leicht, aber auch dramatisch

Inhalt:
Emma lebt im Internat Schloss Stolzenburg, das von ihrem Vater geleitet wird. Als sie in der Bibliothek ein ganz besonderes Buch findet, wird der Schulalltag auf den Kopf gestellt, denn dieses Buch hat magische Kräfte, die Emma gerne nutzt, um die Ereignisse auf Schloss Stolzenburg zu beeinflussen.

Als der junge Darcy de Winter in der Schule auftaucht, ist Emma von dem arroganten Schnösel alles andere als angetan. Trotzdem will sie ihm helfen, seine Schwester Gina zu finden, die vor vier Jahren aus dem Internat verschwunden ist.

Meine Meinung:
Ein bisschen Jane Austen, ein bisschen Fantasy, ein bisschen Romantik, ein bisschen Krimi, und schon hat man ein wunderbar buntes, unterhaltsames und spannendes Jugendbuch. Die Mischung ist Mechthild Gläser recht gut gelungen.

Vieles empfand ich zwar als vorhersehbar, doch anderes konnte mich auch überraschen. Langweilig war es nie, auch wenn ich auf einige eher belanglose Szenen aus dem Schulalltag gut hätte verzichten können.

Mir gefiel, wie sich die Figuren entwickelten. Vor allem Emma war mir sehr sympathisch, sie habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Die Sprecherin Lydia Herms macht ihren Job sehr gut, da ihre Aussprache klar ist, die Betonung passt und sie Stimmungen gut rüber bringt. Ihre Stimme empfand ich als sehr angenehm und absolut passend für die sechzehnjährige Ich-Erzählerin Emma. In Dialogen verlieh sie den übrigen Charakteren ebenso passende Stimmen. So war es eine rechte Freude, ihr zu lauschen und Emma und ihre Freunde bei einem spannenden Abenteuer und einer süßen Liebesgeschichte zu begleiten.

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Rezensionen von Gavroche:

Das Erbe

Der Nachlass von Winner Jonas

Ich war schon sehr gespannt auf das neue Buch von Jonas Winner und was uns hier wohl erwartet. Definitiv ein hm, nun ja, interessantes Testament. Hedda Laurent liegt im Sterben. Ihr Testament soll sofort nach ihrem Ableben umgesetzt werden. Ihre Nachkommen sollen dabei in einen Wettbewerb eintreteten und dreimal neun Aufgaben erledigen.

Derjenige, der die meisten Punkte erzielen kann, wird der Alleinerbe des riesigen, auf 75 bis 80 Millionen Euro geschätzten, Vermögens sein. Mögliche Erben sind ihr Ehemann, ihr Zwillingsbruder, ihre vier Kinder und die älteste Enkelin sowie die PartnerInnen der Kinder. Eine eigenartige Aktion und keiner weiß so recht, was er davon halten soll. Doch so manch einer hat Geldsorgen und das Erbe würde diese natürlich lösen. Aber soll man sich wirklich auf diesen Wettstreit einlassen? Ist das auch rechtens? Eine Variation eines bekannten Themas, durchaus spannend und schnell zu lesen. Ein altes Familiengeheimnis. Ein Haus auf einer Insel.

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Rezensionen von Gavroche:

Jonah Colley

Die Verlorenen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Simon Beckett

Ich habe die David-Hunter-Reihe von Simon Beckett gelesen und als sehr spannend empfunden und somit war ich sehr neugierig auf die neue Reihe von Beckett. Protagonist ist hier der Polizist Jonah Colley. Vor zehn Jahren verschwand sein vierjähriger Sohn Theo von einem Spielplatz, während Jonah eingeschlafen war.

Seine Ehe zerbrach in der Folge, Jonah zieht in eine heruntergekommene Gegend und auch der Kontakt zu seinem Freund Gavin, mit dem er zusammen im Kinderheim aufwuchs und später auch eine Wohnung geteilt hat, ist damals abgebrochen. Doch nun erhält er auf einmal wieder eine Nachricht von Gavin und fährt zum Slaughter Quai. Doch dort findet er nur noch die Leiche von Gavin und weitere Tote. Jonah wird an diesem Abend verletzt und erwacht im Krankenhaus. Das eine Opfer, das noch mit ihm gesprochen hatte, war mittlerweile auch verstorben. Recht bald führt die Spur zurück zu den Geschehnissen rund um Theos Verschwinden - doch ist das wirklich die richtige Spur? Jonah muss sich seiner Vergangenheit stellen, einem miesepetrigen Polizisten Rede und Antwort stehen und sich einer neugierigen Journalistin widersetzen. Im Fokus steht eindeutig Jonah, seine Vergangenheit und seine Gegenwart, sein Handeln und Zweifeln. Beckett beschreibt detailreich und die Handlung ist nichts für schwache Nerven. Am Ende gibt es einige überraschende Erkenntnisse und so warte ich gespannt auf den nächsten Fall für Jonah. Johannes Steck hat eine eindrucksvolle Vorlesestimme und er kann sehr gut die verschiedenen Personen unterschiedlich sprechen lassen.

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Rezensionen von C. P.:

Potential einer grandiosen Idee verschenkt

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue von V. E. Schwab

Adeline war schon immer ein Freigeist, eine Träumerin, die ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten wollte statt in der Ehe mit einem Mann wie eine gepflückte Rose zu verwelken. Als sie 1714 als junge Frau zur Ehe gezwungen wird, fleht sie auf ihrer Flucht die Götter um Hilfe an. Einer meldet sich tatsächlich, bietet ihr ein freies Leben gegen ihre Seele.

Zwar glaubt Adeline, bei diesem Handel alles richtig bedacht zu haben, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail und ihre Formulierung lässt dem Gott der Finsternis genügend Spielraum, um Adeline in ein freies Leben nach seinen Vorstellungen zu schicken. Ein Leben, in welchem sich die Leute nicht mehr an sie erinnern, sobald sie Addie aus den Augen verlieren und sie keine direkte Möglichkeit hat, Spuren zu hinterlassen. Dafür hinterlässt das Leben allerdings auch keine Spuren an ihr.

„Und ganz gleich, wie verzweifelt du bist, bete niemals zu den Göttern, die nach Einbruch der Nacht antworten.“

Die Geschichte klingt zunächst reizvoll, bietet sie doch viel Potential, Addie auf ihrem unsichtbaren Leben durch die Jahrhunderte zu begleiten. Tatsächlich wurde diese Möglichkeit von der Autorin gar nicht wirklich ausgereizt. Berichte besonderer historischer Ereignisse, welche Addie miterlebt hat, findet man im Roman ebensowenig wie die Chance, die Welt zu erkunden, wie sie es sich als Kind oft erträumt hat. Stattdessen lebt sie die meiste Zeit in Paris mit ein paar nostalischen Abstechern in ihr Heimatdorf sowie später in New York. Keine Reisen nach Afrika oder Asien, kein Besuch von Woodstock oder eine Fahrt im Orient Express, keine spannenden Kombinationen mit historischen Berühmtheiten, nichts. Lediglich ein Sänger wurde mal am Rande erwähnt. Ziemlich enttäuschend.
Auch das Potential, durch den gelegentlichen Besuch vom Gott der Finsternis, den Addie Luc getauft hat, Abwechslung reinzubringen wurde verspielt, indem die beiden sich lediglich ein paar langweilige Wortgefechte liefern, er sie aus brenzlichen Situationen entführt und die Autorin dem ganzen noch eine unnötige Romanze andichtete.
Insgesamt blieb Addies Leben relativ langweilig, nach ihrer ersten Orientierungsphase kam keinerlei Neugier auf das Leben, vielmehr wurde beschrieben, wie sie sich als Betthäschen wiederholt Übernachtungsmöglichkeiten sicherte. Die Rolle als unbekannte Muse blieb auch eher unbedeutend.
Mit dem Einführen eines weiteren Hauptcharakters, Henry, erfährt man unnötigerweise seine halbe Lebens- und Leidensgeschichte, was das Ganze noch mehr in die Länge zieht. Henry kann sich überraschend an Addie erinnern, auch als sie einen Tag später erneut in seinen Buchladen kommt. Zusammen mit Luc bildet das Ganze eine sehr fragwürdige Ménage à Trois, die statt Spannung und Handlung nur noch mehr Gedankenwälzerei mit sich bringt. Da wurd es auch irgendwann langweilig, zum x-ten Mal zu erleben, wie Addie erneut Henrys Freunde kennenlernt und wie diese auf sie reagieren.
Eine recht langweilige Erzählung, bei der die Verbindung zu historischen Ereignissen oder Persönlichkeiten in keinster Weise ausgereizt wurde. Addie mutiert von einer lebenshungrigen jungen Frau zu einem langweiligen Betthäschen, dass keinerlei Ambitionen zeigt, die Welt zu erkunden und stattdessen beginnt mit dem Gott, der ihr das eingebrockt hat, rumzuflirten. Manche Gedanken, die Addie im Laufe des Romans anstellt, mögen zwar ganz interessant sein, handlungstechnisch orientiert sich das Ganze jedoch eher an der Baseline ohne wirkliche Höhepunkte oder Spannungselemente.

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Rezensionen von Lesemama:

Audrey Lees Weg nach Tokio

Goldmädchen von Jennifer Iacopelli

Zum Buch:
Audrey Lee ist Turnerin und auf dem Weg zu Olympia nach Tokio.
Aber dieser Weg hat es in sich. Nicht nur, das die Konkurrenz groß ist, war doch Audrey verletzt und musste lange pausieren. Auch Intern gibt es eine riesen Verunsicherung, der Cheftrainer des Olympiateams wird vom FBI verhaftet, er soll sich an einer Teamkameradin vergangen haben.

Nun stehen die Mädchen der Olympiamannschaft vor einem großen Problem. Wer soll sie Trainieren und auf Tokio vorbereiten?

Meine Meinung:
Ich mag Sportler-Teenager-Romane sehr gerne und muss gestehen, dass ich sehr blauäugig an die Geschichte ranbin. Ich hatte den Klappentext nicht wirklich durchgelesen, war nur von dem Cover und der knappen Beschreibung angezogen.
Nun, vielleicht war es ein Vorteil. Als Mutter zwei Teenager-Töchter hätte ich es sonst vielleicht nicht gelesen und mir wäre eine wirklich sehr berührende Story entgangen.
Unglaublich berührend und ehrlich erzählty total authentisch, vor allem der Konkurrenzkampf vor der Abreise, die Ablehnung der "angeblich" missbrauchten Teamkameradin. Der Druck, unter dem die Athletinnen standen, das alles kam sehr gut bei mir an. Ich konnte den Applaus in den Hallen hören, ich konnte auch die zarten Bande zwischen Audrey und Leo, dem Sohn der neuen Trainerin, spüren.
Ich habe das Buch als ungekürztes Hörbuch gehört und abwechselnd gelesen. Von der Sprecherin hätte ich mir ein wenig Abwechselung bei der wörtlichen Rede der einzelnen Personen gewünscht, ansonsten war es sehr angenehm zu hören.

Die Geschichte hat mich sehr berührt, ich finde das Thema sehr wichtig und es darf Genre öffentlich gemacht werden, denn ich kann mir vorstellen, das es so geschehen kann.
Wie gesagt, mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten, sehr spannend, sehr authentisch. Manchmal zu authentisch, die Turnübungen wurde meiner Meinung nach etwas zu ausführlich beschrieben. Ich hätte mir manchmal etwas mehr zwischenmenschliches gewünscht.
Aber dennoch eine absolut berührende und wunderbare Geschichte. Absolut empfehlenswert.

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Rezensionen von C. P.:

Abenteuer in einer futuristischen Geheim-Stadt

Catacombia, Band 1: Abstieg in die Tiefe. Ausgezeichnet mit dem Leipziger Lesekompass 2022! (Spannendes Fantasy-Abenteuer ab 10 Jahren) von R. L. Ferguson

Durch einen Schacht stürzt der 13-jährige Sam gemeinsam mit Straßenhund Einstein in eine verborgene Stadt tief unterhalb New Yorks: Catacombia. Alte Baustile und futuristische Gebäude inmitten von Wasserstraßen, Fahrzeuge, die sowohl in der Luft als auch im sowie unter Wasser unterwegs sind - Sam kommt zunächst aus dem Staunen nicht heraus und würde alles dafür tun, um in dieser magisch anmutenden Welt bleiben zu dürfen.

Doch der Schein trügt und Sam kommt einem großen Geheimnis auf die Spur. Und ehe er sich versieht, steckt er mitten drin in einem gefährlichen Abenteuer, welches für das Schicksal Catacombias entscheidend ist.
Auf dem Cover lässt sich wunderbar erkennen, wie Sam und Einstein Catacombia bestaunen, nachdem sie die über ihnen liegende Welt verlassen haben. Die Handlung geht recht zügig voran, in Catacombia angekommen wird er sogleich mit den anderen Kindern zur Akademie geschickt, deren futuristische Version der Schule, wo er in vielerlei Dingen einfach ins kalte Wasser geworfen wird. Nebenbei findet er heraus, was das seltsame Zeichen bedeutet, welches Auslöser für seinen Sturz nach Catacombia war. Zudem gibt es Kritiker des regierenden Rats, terroristische Anschläge und Sam kann zunächst nicht differenzieren, wer die Guten und wer die Bösen sind.
Erlebnistechnisch ist das Buch definitiv spannend, zumal die Technologien und Erfindungen in Catacombia aussergewöhnlich sind. Dass einige Bewohner sich den Oberweltlern dadurch überlegen fühlen bleibt nicht aus. Allzuviel erlebt man in Band eins zunächst noch nicht von Catacombia, dafür ist Sam an zuwenig Orten unterwegs und mehr damit beschäftigt, unterwegs staunend die Stadt zu betrachten und sich die fremde Technik anzueignen. Dafür erlebt man bereits einige besondere Fähigkeiten und Erfindungen dieser Welt und Sam ist dem Geheimnis auf der Spur, was die Quelle dieser Macht wirklich ist. Zudem erfährt er ein wenig über seine eigene Herkunft dabei. Auch wird er recht schnell zwischen die Fronten zwischen Rat und Ratsgegnern gezogen, so dass es für Sam bzw. die Leser nicht langweilig wird. Überhaupt ist Sam recht aufgeweckt und sympathisch und fällt mit seiner Vorliebe für Fast Food im übergesunden Catacombia auf charmante Art aus dem Rahmen.
Ein gelungener Einstieg in eine flotte Abenteuer-Trilogie, in der ein sympathischer Junge hinter das erschreckende Geheimnis einer perfekt wirkenden Geheimwelt kommt.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Inspirierender Fundus persönlicher Erkenntnisse

The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen von Matt Haig

Dieses Buch ist kein Ratgeber im eigentlichen Sinne: Die Sammlung von kurzen Texten erinnert an Mutmach-Kalender, die täglich mit nützlichen Quellen und Weisheiten inspirieren, aber keine Anweisungen geben, was man konkret tun soll.
Matt Haig hat persönliche Erkenntnisse aus schwierigen Zeiten aufgeschrieben: seine eigenen Rettungsinseln aus Literatur, Film und Musik, Philosophisches und Beispielhaftes.

Dabei werden u.a. Dankbarkeit, Achtsamkeit, Selbstwertgefühl und Selbstführsorge thematisiert - all das, was ihm geholfen hat. Man kann wahllos eine Seite aufgeschlagen; so ist jedem selbst überlassen, ob man sich Notizen dazu macht oder das Gelesene einfach auf sich wirken lässt. Aus der Lektüre ergeben sich auch anregende Gespräche. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich sich Metaphern deuten lassen und wie weitreichend der Interpretationsspielraum sein kann. Die kurzen Texte sind teilweise humorvoll, mal tröstlich, mal spirituell, aber immer auf den Punkt gebracht. Matt Haig regt gezielt zum Denken an und verzichtet darauf, sich in Erläuterungen oder Beispielen zu verlieren. Leider gibt es überhaupt keine Struktur, die helfen könnte, wenn man ganz bestimmten Input sucht. Da müsste man sich selbst mit Klebezetteln aushelfen. Hier punktet das eBook, weil über die Suchfunktion gezielt nach Stichpunkten gesucht und Notizen gemacht werden können.

Fazit:
Entweder als tägliche Anregung nutzbar oder zum Sammeln von Ideen, was einem selbst Hoffnung und Freude schenken könnte.
Ein zutiefst persönliches Buch von Matt Haig, der damit auch ein hoffnungsvolles Zeichen für Menschen mit Depressionen setzt. Geschenkverdächtige Empfehlung!

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Sommergeschichte, mit schwedischem Urlaubsflair

Ein Sommer mit Percy und Buffalo Bill von Ulf Stark

Inhalt:
In „Ein Sommer mit Percy und Buffalo Bill“ erzählt Ulf von seinen Sommerferien, als er mit seinen Eltern und seinem Bruder zu seinen Großeltern auf die Schären schippert. Ein sehnsuchtsvoller Ort voller Ruhe und Stille erwartet sie. Diese Ruhe ist vor allem dem Großvater heilig, weshalb er wenig begeistert über die Ankunft der kleinen „Lümmel“ ist.

Es gibt überhaupt vieles, was Großvaters Übellaunigkeit heraufbeschwört. Ulf hingegen beschäftigen ganz andere Dinge: er ist total in Pia verknallt und kann es kaum erwarten, sie wiederzusehen.

Meinung:
Im Fokus steht die Kinderfreundschaft zwischen Ulf und Percy, und wie sich sich gegenseitig bereichern, sowie die Beziehung zu Ulfs Großvater, auf den Percy und Buffalo Bill einen entscheidenden Einfluss ausübt. Es geht um Verbundenheit, Glaube, und darum Mut zu beweisen, um alle Facetten des Lebens genießen zu können.
Ulfs Bruder Jan und seine Eltern rücken in Ulfs Wahrnehmung eher in den Hintergrund. Und aus Kindersicht wirken die Erwachsenen allzu oft merkwürdig und verkorkst.
Percy hat mich als Charakter nachhaltig beeindruckt. Stets hoffnungsvoll ansteckend, unkonventionell, einfallsreich, anständig und gewitzt, scheint ihn nichts aus der Ruhe zu bringen. Ein geradezu weitsichtiger Zehnjähriger, bei dem sogar die Ecken und Kanten rund geschliffen scheinen, was aber der Story Auftrieb verleiht: In der ersten Auseinandersetzung mit dem Großvater war die zerreißende Spannung in der Luft förmlich spürbar. Kein Wunder, dass Ulf sich im Schatten seines allseits beliebten Freundes manchmal unzulänglich fühlt. Dieses Spannungsfeld sorgt für abwechslungsreiche Gefühlswelten.

Ulf Stark war ein ausgezeichneter Geschichtenerzähler für Kinder und schaffte mit diesem Buch eine vertraute, schwedische literarische Welt mit feinem Humor, die an Bücher von Astrid Lindgren erinnert. Mit genauer Beobachtungsgabe fängt er perfekt die leichte Unbeschwertheit eines Kindheitssommers ein - mit allem, was es braucht: Verliebtheit, sommerlichen Aktivitäten wie Schwimmen an der Mole, verrückte Dummheiten und tolle farbige Illustrationen, die Lust auf Meer und Urlaub machen (besonders das Bild, indem die Jungs unter freiem Himmel schlafen). Ganz nebenbei lernt man etwas über Käferarten, bedingungslose Freundschaft und die Liebe.
Neben dieser Neuauflage gibt es weitere Bücher, die die Freundschaft von Ulf und Percy behandeln. Zudem wurde dieser Roman sogar verfilmt.

Fazit:
Zum Abtauchen in die unbeschwerten Sommerferien bestens geeignet. Empfehlenswert für junge Leser ab 9 Jahren.

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Rezensionen von brauneye29:

Super Thriller

Die Verlorenen von Simon Beckett

Rezensionen von S.:

An der schönen blauen Donau

Das Buch des Totengräbers von Oliver Pötzsch

Ein schlechter Anfang. Leopold von Herzfeldt mischt sich unautorisiert und unerwünscht in eine Mordermittlung ein, arbeitet ganz anders als die erfahrenen Kollegen. Und dann noch sein hochdeutscher Dialekt! Damit macht er sich unbeliebt, bekommt nur unspektakuläre Fälle. Beispielsweise den eines Selbstmörders, dessen Leiche gestohlen werden sollte.

Der Totengräber Rothmayer, ein echtes Original, weiß mehr. Auch mit Totenweckern, Verwesungsprozessen, Wiedergängern und den Berühmtheiten auf dem Wiener Zentralfriedhof kennt er sich aus und beschreibt in seinem Werk »Almanach für Totengräber« eine Reihe interessanter Fakten.
Leo wird also gemobbt, quält sich mit einem Hochrad ab, dabei gibt es schon seit längerem Sicherheitsniederräder, er legt sich mit einflussreichen Leuten an, hat Geheimnisse. Und seine Ermittlungen werden aufs heftigste sabotiert. Wie soll er so die Pfahlmorde aufklären?
Oliver Pötzsch schreibt spannend, baut die Handlung stetig auf und steigert sie zu unglaublichen Geschehnissen. Spuren führen in höchste Kreise, das ruft gewaltigen Ärger hervor. Geschickt werden Verdachtsmomente gefunden, Spuren gelegt, Puzzleteile verknüpft und trotzdem kommt alles anders.
Viele interessante Vorstellungen über die Veränderungen der Toten sind am Anfang jedes Kapitels zu finden, gut beobachtet und begründet, Kurioses wie ein Traktat von dem Kauen und Schmatzen der Toten im Grab lassen staunen.
Eine packende Mörderjagd mit sympathischen und teils kauzigen Hauptfiguren im Wien des Jahres 1893, bestens zu lesen!
Historischer Kriminalroman aus dem Ullstein Verlag.

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