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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von April1985 :

Jonah Colley ermittelt ‐ ein toller Reihenauftakt

Die Verlorenen von Simon Beckett

Habt ihr Lieblingsermittler? Zu meinen gehören definitiv Kurt Wallander, Jane Rizzoli und last but not least David Hunter. Mit Jonah Colley hat Simon Beckett nunmehr einen neuen Detektive ins Rennen geschickt, der auch Chancen auf einen Platz in meinem Ranking bekommt. In Die Verlorenen hat der Special Agent mit der schrecklichen Vergangenheit schon mal keine schlechte Figur gemacht, auch wenn ich ihn manchmal etwas unbeholfen fand.

Ein Reihenauftakt, den ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde.

Was hab ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch aus der Feder von Simon Beckett gibt. Seine David‐Hunter‐Reihe habe ich geliebt und so war es nur logisch, dass ich auch Jonah Colley kennen lernen wollte. Das erste Kennenlernen ist geglückt, das Buch habe ich mehr oder weniger wie eine Süchtige verschlungen. Genial, spannend, brutal, wortgewand und detailliert und ein Protagonist, der in Erinnerung bleibt. Jonah Colley ist nämlich alles andere als 0‐8‐15. Er ist speziell, mit einem Hang von einem Fettnäpfchen ins nächste zu steigen und er hat eine Vergangenheit, die man sich als Elternteil in seinen schlimmsten Albträumen nicht ausmalen mag. Ich hab mit Jonah gelitten und mitgefiefert, er hat mir aber auch oft Kopfschmerzen und Augenrollen bereitet.

Der geschiedene Special Agent der Londoner Polizei wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als sein ehemaliger Freund Gavin ihn telefonisch um Hilfe bittet. Jonah folgt dem seltsamen Hilferuf und begibt sich zum Treffpunkt ‐ eine alte, verlassene Lagerhalle am Slaughter Quay. Was der Ermittler dort vorfindet, ist an Grausamkeiten kaum zu überbieten. Mehrere Leichen eingewickelt in Plastikfolie. Darunter auch Gavin. Es ist ein Blutbad und der Täter ist noch vor Ort. Jonah, der dem Mörder nur schwer verletzt entkommt, gerät allerdings daraufhin selber in den Fokus der Ermittlungen. Er wird verdächtigt, ein ums andere Mal verhört und sogar verhaftet. Zeit seine Unschuld zu beweisen. Dabei stellt er sich aber nicht gerade professionell an. Er tritt eine Lawine los, handelt oft unüberlegt und gerät immer mehr in ein gefährliches Spiel. Und auch seine Vergangenheit scheint ihn immer mehr einzuholen. Denn vor 10 Jahren ist Jonahs Sohn Theo spurlos verschwunden, dem Verdächtigen konnte nichts nachgewiesen werden. Und genau dieser Verdächtige scheint jetzt in Verbindung zu Gavin zu stehen.

Es ist ein herrlich spannendes Katz und Maus Spiel, auf das Simon Beckett seinen Protagonisten schickt. Man fragt sich die ganze Zeit wie Gegenwart und Vergangenheit miteinander in Verbindung stehen, verrennt sich in zahlreichen Sackgassen und sitzt am Ende sprachlos da und will mehr. Ja, so ist es zumindest mir gegangen.

Auch wenn ich Jonahs Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte und mir der Protagonist manchmal etwas unbeholfen vorgekommen ist, habe ich gerne gewonnen. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den nächsten Fall!

Fazit

Mitreißend, spannend, grausam, rasant, bild‐ und wortgewaltig! Simon Beckett ist zurück und hat mit Jonah Colley einen neuen Ermittler ins Rennen geschickt. Ich hab den kaputten Special Agent der Londoner Polizei trotz seiner Schwächen gern gewonnen, habe mit ihm mitgefiebert und mitgelitten.

Die Verlorenen ist ein vielversprechender Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht! Von mir gibt's eine absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von carola1475:

Unkonventionell und sehr unterhaltsam

Pirlo - Gegen alle Regeln von Ingo Bott

Strafverteidiger Dr. Anton Pirlo wird zum Sündenbock und verliert seine Anstellung in einer angesehenen großen Kanzlei. Nach einigen Tagen voller Selbstmitleid und Alkohol nimmt er einen neuen Fall an, der von den Indizien her aussichtslos erscheint. Damit nicht genug, nehmen auch noch seine Brüder Kontakt zu ihm auf, Clan-Mitglieder, von denen er sich sein ganzes Erwachsenenleben fern gehalten und derentwegen er sogar einen anderen Namen angenommen hat.

Selbstironisch, temporeich und spannend erzählt der Autor, selbst erfahrener und erfolgreicher Anwalt, die Geschichte des charismatischen Protagonisten und seiner neuen Co-Anwältin. Details aus dem Privatleben der beiden und die Schilderung der umfangreichen anwaltlichen Arbeit halten sich in diesem Justizkrimi angenehm die Waage. Sehr interessant waren für mich die realitätsnah beschriebene Arbeitsweise der Strafverteidiger in ihrer Wohnzimmerkanzlei, die verschiedenen Arten der Informationsbeschaffung und der Ablauf an den Verhandlungstagen bei Gericht.

Die Protagonisten sind glaubwürdig und authentisch beschrieben, auch die anderen Charaktere werden einfühlsam und lebensnah geschildert, nur die Tatverdächtige in Untersuchungshaft bleibt für mich auf Distanz, vielleicht ist das aber auch beabsichtigt, Herr Dr. Bott?
Auch das treffend eingefangene Düsseldorfer Lokalkolorit hat mich oft schmunzeln lassen. Genau so isset!

Das Cover zeigt ein zersplittertes Bild von Pirlo und zielt vielleicht auf seinen familiären Hintergrund ab. Es gefällt mir nicht, ist aber passend. Die optische Ähnlichkeit zum Autor halte ich für einen augenzwinkernden Marketing-Gag.
Ingo Bott hat einen unkonventionellen und doch gut lesbaren stimmigen Schreibstil, er verwendet oft kurze Sätze, die auch durch Kommata getrennt funktionieren würden, aber so das Tempo erhöhen. Den Lesefluss haben sie für mich nicht beeinträchtigt.
Jedes Kapitel beginnt mit einer Datums- und Ortsangabe, was sinnvoll ist, da der Roman nicht chronologisch erzählt wird. Darüber hinaus ist jedes Kapitel betitelt mit (mindestens) einem wichtigen, zusammenfassenden Schlagwort - unkonventionell und ein Wiedererkennungsmerkmal.

Dieser Justizkrimi der etwas anderen Art hat mich bestens unterhalten, er ist witzig, spritzig, spannend und ich freue mich auf den zweiten Fall für Pirlo.

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Rezensionen von April1985 :

Magisch, royal, romantisch

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal von Fast Valentina

Lest ihr lieber Reihen oder Einzelbände? Ich kann beiden etwas abgewinnen. Wenn es sich um einen gut ausgearbeiteten Einzelband mit Tiefgang handelt, würde ich diesen sogar favorisieren.
Kronenkampf ‐ Geschmiedetes Schicksal von Valentina Fast kam gerade zur richtigen Zeit. Ich hatte Lust wieder mal eine Geschichte abschließen zu können und nicht ewig auf die Fortsetzung warten zu müssen.

Dann hat mich natürlich auch das royale Setting, sowie das Weltensystem und die Magie dahinter fasziniert. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Im Gegenteil, das Buch hat mich gut unterhalten. Leider ist jedoch einiges an Tiefgang auf der Strecke geblieben und es wurden nicht alle meine Fragen beantwortet. Hier hat dann doch der Fluch des Einzelbandes zugeschlagen.

Aber fangen wir doch von vorne an. Ich bin wirklich super in die Geschichte gestartet. Valentina Fast hat einen wunderbar lockeren und leicht zu lesenden Schreibstil, der einem den Einstieg ins Buch sehr angenehm gestaltet. Wir befinden uns im Königreich Alandra, dass seit jeher von 2 Herrschern regiert wird ‐ einem Kupfernen und einem Eisernen. Wer den jeweiligen Thron besteigt wird alle 10 Jahre in einem magischen Turnier, dem Kronenkampf, entschieden. Denn nur die Stärksten sind dazu in der Lage, das Reich vor den gefährlichen Dragen zu beschützen. Das besondere dabei ist, dass sich die zwei Herrscherhäuser unter keinen Umständen verbinden dürfen, denn das würde großes Unheil über das Reich bringen. Klingt doch spannend, oder? Und es wird eigentlich auch ziemlich schnell Spannung aufgebaut, als klar wird, dass Fiana, eine der Gesellschafterinnen von Prinzessin Ariana ein Geheimnis hütet, das ihren Tod bedeuten könnte. Als kurz vor dem bevorstehenden Kronenkampf Kayden, der Bruder des Kupfernen Königs, Fianas Geheimnis offen legt, bleibt der jungen Frau keine andere Wahl als an dem Turnier teilnehmen.

Fiana, aus deren Ich‐Perspektive die Geschichte geschrieben ist, ist im Grunde eine recht sympathische Protagonistin, die ihr Herz am rechten Fleck trägt, auch wenn es ihr leider etwas an Tiefgang fehlt. Da ist zum Beispiel die Sache mit ihrem Geheimnis, hinter dass man als aufmerksamer Leser recht schnell kommt. Dazu kommt, dass Fiana in Magie nicht geübt ist, im Kronenkampf aber plötzlich mit ihrem Können glänzt. Und auch den romantischen Part habe ich ihr nicht ganz abgenommen. Alles in allem kann man sagen, dass sie sich viel zu schnell entwickelt hat. Als Leser wird man mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt, was sehr schade ist.

Viel Gespart wurde leider auch beim titelgebenden Kronenkampf. Ich hätte mir irgendwie mehr erwartet. Tatsächlich wurde dieser für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt und es wurde Fiana auch etwas zu leicht gemacht. Irgendwie war ich in dem Glauben, dass mich die magischen Duelle durchs komplette Buch begleiten würden. Tja, weit gefehlt. Der Kampf endet relativ bald, um anderen Ereignissen Raum zu geben. Es wird dann zugegebenermaßen ziemlich spannend und ich habe so einiges nicht vorhergesehen. Die Dinge überschlagen sich auch regelrecht. Hier hat Valentina Fast der Story ordentlich Zündstoff verpasst, dass ich das Buch wirklich kaum mehr als der Hand legen konnte.

Der mitreißende zweite Teil des Buches, die toll ausgearbeitete Welt und das faszinierende, auf magischen Metallen basierende Magiesystem, haben Kronenkampf für mich eindeutig gerettet. Wenn die Protagonistin noch mehr Ecken und Kanten bekommen hätte und greifbarer geworden wäre, wäre es ein nahezu perfekter Einzelband geworden.

Fazit
Lust auf eine beeindruckende, royale Welt mit einem außergewöhnlichen Magiesystem?
Mit Kronenkampf ‐ Geschmiedetes Schicksal wurde endlich wieder einmal ein Einzelband ins Rennen geschickt, auf dem das zutrifft. Ich habe das Buch dank Valentina Fasts wunderbar lockerem Schreibstil wahnsinnig gerne gelesen und konnte so letztlich auch über so einige Schwachstellen, was vorallem den Tiefgang und die Charakterentwicklung betrifft, hinwegsehen. Von mir gibt's daher 4 Herzchen und eine Leseempfehlung!

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Rezensionen von Nele33:

Komplexer Fall

Eis. Kalt. Tot. von Anne Nordby

Ein spannender und komplexer Auftakt zu einer neuen Thriller Reihe der nordischen Autorin Anne Nordby.

Mit einer kopflosen Leiche im Kopenhagener Hafenbecken startet der Fall für die Kommissarin Kerstin Vhinter und ihrem neuen Kollegen Jesper Bæk. Es soll nicht bei der einen kopflosen Leiche bleiben, der Fall wird immer bizzarer.

Tauchen doch an unterschiedlichsten Orten immer neue Tote, noch skurillere Leichen auf. Unterstützt wird das Ermittlerteam von der Super- Recognizerin Marit Rauch Iversen, einer ehemaligen Polizistin, die ihre aussergewöhnliche Gabe einsetzt um den Fall zu lösen.

Dies ist kein Thriller für Leser mit schwachen Nerven, sind doch einige Passagen sehr grausam und an die Nerven gehend. Die Protagonisten sind alle sehr charakterstark und lebendig gezeichnet, dies unterstreicht die vorhandene Spannung manchmal ins unerträgliche. Insgesamt ist das Team sehr sympatisch und überzeugend realistisch dargestellt. Die Beschreibung der einzelnen Schauplätzen entspricht größtenteils der Realität der Orte und Plätze. Die Erklärung der nordischen Mythen und Fabeln ist ein gut eingebauter Kontrast.
Der Nebenschauplatz des Klappentextes wird zufriedenstellend aufgelöst.

Die Thematik der Geschichte ist sehr komplex und führt bis ins ewige Eis von Grönland, der Heimat von Marit. Die Kälte und die Landschaft kriechen förmlich aus den Zeilen der Autorin. Mit den Ängsten der Protagonisten wird hervorragend gespielt. Die dunklen Machenschaften die hinter den Taten stecken sind durchaus sehr realistisch.

Für mich auf jeden Fall ein Thriller-Highlight des Jahres .

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Rezensionen von yellowdog:

Kochen und Literatur

Die Zeit der Kirschen von Nicolas Barreau

Die Zeit der Kirschen schließt an Das Lächeln der Frauern an und zeigt die Situation eines Paares nach dem genreüblichen Happy End. Aurelie und Andre sind immer noch glücklich und er möchte ihr sogar einen Heiratsantrag machen, kommt jedoch nicht dazu.
Andre hat wieder einen Romann geschrieben, mit dem er Erfolg hat und auf Lesereise geht.

Diese Literaturbetrieb-Szenen haben mich sehr interessiert, da ich auch schon oft auf Lesungen gegangen bin und ich finde sie gut gemacht.
Aurelie mit ihrem Restaurant hat auch viele Passagen. Die Themen Literatur und Kochen sind ausgewogen eingesetzt.

Die Eifersucht ist es dann, die das Liebespaar beinahe trennt.
Aurelie trifft einen anderen Koch, das gefällt Andre überhaupt nicht und er macht einige dumme Dinge. Das führt zu Situationskomik, wie man sie heutzutage nur soch selten liest. Es hat Elemente von Screwballkomödien. Das ist sehr gute Unterhaltung.

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Rezensionen von yellowdog:

Vermisst

Nordwestzorn (ungekürzt) von Svea Jensen

Nordwestzorn ist die Fortsetzung der Reihe um die Soko St. Peter-Ordin von Svea Jensen.
Der erste Teil Nordwesttod war ein geschickt gemachter Krimi mit interessanten Figuren und die Fortsetzung hält ungefähr das Niveau.
Wieder hat die Umgebung in Schleswig-Holstein ihren Reiz.
Die aus München stammende Kommissarin Anna Wagner ermittelt mit ihrem Team einen 20 jahre alten Vermisstenfall.

Damals war ein Junge verschwunden und der Fall wurde nie aufgeklärt. Es ist also ein sogenannter Cold Case-Fall.
Mit dabei ist Hendrik Norberg, dessen Privatleben als verwitweter, alleineziehndeer Vater wieder eine Rolle spielt.

Als Hörbuch funktioniert das Buch gut, denn die souveräne Sprecherin Julkia Nachtmann schafft es mit ruhiger, manchmal atemlos wirkender Stimme auch dann Spannung zu erzeugen, wenn es der Roman nicht wirklich tut. Es ist eher ein interressanter als ein spannender Krimi.

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Rezensionen von Meli:

Spannender Anfang, aber letztendlich so oberflächlich wie immer

Celestial City - Akademie der Engel von Leia Stone

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Luzifer hat Brielle in die Hölle entführt und möchte dort ihre dunkle Seite hervorlocken. Am Anfang des Buches hatte ich noch eine Menge Hoffnung für diesen Band der Reihe, weil ihr Aufenthalt in der Hölle sich dieses Mal nicht so schnell lösen ließ wie es bei Brielles Problemen sonst der Fall ist.

Wer die Vorgänger gut fand, dem wird sicher auch dieses Buch gefallen, aber wenn man wie ich eher hofft, dass es wieder ein bisschen bergauf geht, sollte auch nicht zu viel erwarten.

Die Unterwelt war eigentlich schon ganz interessant, auch wenn es da auf jeden Fall noch viel Potenzial gab, das hier nicht ausgeschöpft wurde, und ich hätte schon etwas mehr erwartet. Ich war aber milde gestimmt, weil es wie erhofft ein länger anhaltendes Problem war und man nicht wie in den Vorgängern und besonders im zweiten Band von einem leicht zu lösenden Problem zum nächsten schnellen Abenteuer hüpfte. Obwohl es hier um Engel, den Teufel, Dämonen und weltbewegende Konflikte geht, fühlt es sich bei Brielles Abenteuern selten so an und ich war froh, dass sie auch mal Rückschläge einstecken musste, weil es die Geschichte ein kleines bisschen realistischer gemacht hat.

Ab der Hälfte kam dann aber alles wieder, was ich an diesen Büchern nicht mag und das fand ich schon ziemlich schade. Während es an jeder Ecke viel verschwendetes Potenzial gab, gab es gleichzeitig eine Menge Kitsch und sehr viel Glück für Brielle. Eine Leserin in der Leserunde hat da absolut richtig festgestellt, dass Brielle "als Taktikerin eine Vollkatastrophe" ist, sie hat immer viel Glück, entwickelt zur richtigen Zeit neue Fähigkeiten und hat auch noch Freunde zur Stelle, die meistens nur auftauchen, um ihr mal eben zu helfen, ohne sonst besonders wichtig zu sein. Es ist ziemlich frustrierend.

Die Charaktere entwickeln sich auch nicht weiter. Zwar erleben sie eine Menge und überstehen viele gefährliche Situationen, aber sie werden sicher nicht vorsichtiger, lernen kaum aus ihren Fehlern und nichts hinterlässt Spuren, auch wenn es doch kurz so zu sein scheint. Aber in dieser Welt ist das sogar irgendwie logisch, schließlich meistern sie fast alles ohne zu große Komplikationen.

Letztendlich werde ich die Reihe wohl noch beenden, aber diesmal ohne die Hoffnung, dass es noch besser wird, auch wenn ich mich da natürlich sehr gerne vom Gegenteil überzeugen lassen würde ... Ich fand das Buch insgesamt besser als den zweiten Band, weil mir zumindest der Anfang gefiel und die zweite Hälfte war immerhin nicht viel schlechter. Der erste Band der Reihe hatte mir am besten gefallen, aber selbst den fand ich sehr oberflächlich und vorhersehbar und seitdem gab es in der Reihe auch kaum eine Steigerung, es dümpelt nur so vor sich her.

Fazit
Obwohl ich den Anfang von "Celestial City - Akademie der Engel: Jahr 3" vielversprechend fand, hat es mich ab der Hälfte des Buches wieder enttäuscht. Ich hatte Hoffnung, dass die Reihe in diesem Buch etwas besser wird, aber letztendlich war es wieder oberflächlich, simpel, unlogisch und höchstens ein kleines bisschen besser als der zweite Band der Reihe. Man darf nicht zu viel erwarten, aber Fans der Reihe werden sicher wieder Spaß daran haben.

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Rezensionen von carocarotte:

Ein Buch, das den Hype zu 100% verdient!

Crave von Tracy Wolff

Auf "Crave" von Tracy Wolff habe ich mich schon lange gefreut. Man sieht das Buch ja wirklich überall; Instagram, TikTok, YouTube, etc. - und überall wird es extrem gehyped. Nachdem ich das Buch jetzt auch endlich beendet habe, kann ich definitiv sagen; das Buch verdient diesen Hype zu 100%.

Der Schreibtstil ist sehr locker und leicht zu lesen. Der Einstieg in das Buch gelingt einem sehr gut und die Charaktere schließt man auch sehr schnell ins Herz. Zugegebenermaßen erinnert mich das Buch einwenig an Twilight, aber hierbei muss ich sagen, dass ich persönlich Crave tausend mal besser als Twilight finde.

Im Großen und Ganzen ist Crave also ein wirklich gelungenes, humorvolles und spannendes Buch, das man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, der gerne Fantasy und Romance liest.

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Rezensionen von Anna625:

Ein Trauma, das tiefer geht

Die Überlebenden von Alex Schulman

Der letzte Wille ihrer Mutter ist es, dass ihre Asche am Ufer des Sees verstreut wird, an dem die Familie vor Jahrzehnten viele Sommer verbracht hat. Und so machen sich die Brüder Nils, Benjamin und Pierre auf den Weg dorthin. Längst haben sie sich auseinandergelebt, und das, obwohl sie sich einst so nahe standen - sich nahestehen mussten, um sich gegenseitig Halt zu geben in einer Familie, die vom widersprüchlichen Verhältnis zwischen Kindern und Eltern geprägt ist.

Nie konnten sie sich sicher sein, ob ihre Eltern ihnen nun mit Liebe oder mit Ablehnung begegnen würden. Und so wird es nicht nur eine Reise zum Sommerhaus der Gegenwart, sondern vor allem die zurück in ihre Kindheit.

Erzählt wird der Roman aus der Sicht Benjamins, des mittleren Bruders. Schon in seiner Kindheit hat er immer eine eher beobachtende Rolle inne, hat stets seine Brüder, seinen Vater und seine Mutter im Blick und spürt daher, wann die Stimmung kippt, wann es besser ist, sich still und heimlich zurückzuziehen und so einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Denn gerade seine Mutter wirkt teils unberechenbar, ist sie doch im einen Moment sehr liebevoll ihren Kindern gegenüber und weist im nächsten den von ihren kleinen Söhnen gepflückten Blumenstrauß zurück. Was Benjamin als kleines Kind nicht so sehr bemerkt hat, tritt mit den Jahren immer deutlicher hervor: seine Familie ist anders als die anderen Familien, die Beziehung zwischen Eltern und Kindern von einer stetigen, unterschwelligen Spannung geprägt, die zur Vorsicht mahnt. Und so sind es die Brüder, die sich gegenseitig schützen und füreinander da sein müssen. Umso rätselhafter scheint die Szene, mit der der Roman beginnt: einer Prügelei zwischen Pierre und Nils, während sie eigentlich die Asche ihrer Mutter verstreuen wollen. Was also ist passiert? An dieser Frage orientiert sich die Handlung des Romans.

Büchern, die rückwärts erzählt werden, stehe ich grundsätzlich etwas skeptisch gegenüber. Oftmals bekommt man schnell das Gefühl , dass der Autor diese besondere Erzähltechnik vor allem deshalb gewählt hat, um aufzufallen, während der Mehrwert für die Geschichte selbst jedoch häufig ein geringer bleibt. Hier war das anders. Der Handlungsstrang ist zweigeteilt, Gegenwart und Vergangenheit, und während im Gegenwartsstrang jedes Kapitel dort endet, wo das vorherige begonnen hat - man also mit jedem Kapitel ein paar Stunden weiter in der Zeit zurückgeht -, läuft der Vergangenheitsstrang mehr oder weniger chronologisch vorwärts. Meist ist es so, dass ein Gegenwartskapitel mit einer bestimmten Beobachtung endet, die dann im darauffolgenden Vergangenheitskapitel aufgegriffen und erklärt wird. Das mag zunächst verwirrend klingen, ist aber tatsächlich sehr gut gemacht, denn man erhält die nötigen Informationen immer nur häppchenweise und genau im richtigen Maß. Man könnte sich nun dennoch die Frage sellen, welchen Sinn es hat, das Ende vor dem Anfang zu kennen und wo denn dann die Spannung beibt - doch ohne hier zu viel verraten zu wollen, kann ich sagen, dass die Spannung auf jeden Fall da ist und dass es sich wirklich lohnt, bis zum Ende (oder zum Anfang?) weiterzulesen. Denn in den letzten Kapiteln ändert sich ein ganz entscheidenes Detail der Geschichte, das vorher kaum ins Auge gefallen ist, und bei mir war das tatsächlich der entscheidende Punkt, der für mich den Unterschied zwischen 4 und 5 Sternen ausgemacht hat. Tatsächlich habe ich wenige Seiten zuvor noch gedacht "Es ist sehr gut, aber irgendwas fehlt mir" - nun, das Ende hat mich dann sprachlos zurückgelassen.

Neben der Erzähltechnik sticht vor allem auch der Schreibstil des Autors positiv heraus. Trotz eher nüchterner, distanzierter Worte gelingt es Schulmann, ein unglaublich genaues, emotionales Bild zwischenmenschlicher Beziehungen zu zeichnen. Die Figuren werden auf Distanz gehalten, und dennoch fühlt man sich gerade den Brüdern nahe in ihren Ängsten, ihrem Wunsch nach Anerkennung, ihrem Gefühl des Alleinseins. Obwohl Einiges bis zum Ende im Dunkeln bleibt, vermag man nach und nach das Ausmaß der Geschehnisse in ihrer Gesamtheit zu begreifen und den Schmerz, der für die Figuren damit einhergeht, nachzuempfinden. Am Ende des Romans wird Vieles klarer, und das, was vorher vielleicht keinen Sinn ergeben hat, kann man plötzlich verstehen.

Mich hat "Die Überlebenden" sehr gepackt, die authentischen Figuren, die nüchterne, präzise Sprache, die dennoch solch große Gefühle transportiert. Hier wird ein Trauma beschrieben, das nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, sondern sich erst nach und nach abzeichnet und nicht zuletzt durch die besondere Erzähltechnik großartig aufgearbeitet wird. Ein Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle!

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Rezensionen von Marie aus E.:

Schön zu lesen, mir hat aber etwas die Nähe zu den Figuren gefehlt

Wir für uns von Barbara Kunrath

Zwei Frauen im unterschiedlichen Alter, beide aber gerade nicht glücklich.
Da ist Josie, schwanger von einem Mann, der nur dienstags für sie Zeit hat und das Kind nicht möchte. Sie ist Anfang Vierzig und zu Beginn des Buches nur das Anhängsel ihres Liebhabers, ihr Leben befindet sich seit neun Jahren in einer Warteschleife, sie wartet auf den nächsten Dienstag.

Dann gibt es noch Katharina, mit siebzig deutlich älter und gerade Witwe geworden. Der Sohn samt Schwiegertochter machen sie nicht zur Oma und auch sonst ist die Welt gerade nicht sehr rosig für sie.

Das Buch startet mit einer zufälligen Begegnung der beiden Frauen, aus der sich eine Freundschaft entwickelt.

Ich mochte die Schreibart, es lässt sich schön leicht dahinlesen. Die Seiten sind regelrecht dahingeflogen (uah - was ist das für ein schlimmer Klischee-Satz, aber es war wirklich so).
Es sind ganz schön viele Themenfelder in das Leben von nur zwei Frauen samt ihrer Familie hineingepackt worden. Ich will nicht spoilern, deshalb hier keine Aufzählung. Mir ist das allerdings erst nach dem Lesen aufgefallen, es war für mich also kein negativer Punkt, der mir irgendwie sauer aufgestoßen wäre.

Nur auf einen Punkt gehe ich noch ein: Josie muss sich angesichts ihres Alters und der Schwangerschaft auch mit Trisomie auseinandersetzten, die Herangehensweise im Buch hat mit dazu gut gefallen. Sowohl im Hinblick auf die Erwartungen aus dem Umfeld einer Schwangeren bzgl. Test und ggf. Schwangerschaftsabbruch - ohne dass die eigene Einstellung dazu akzeptiert oder gewürdigt wird und auch den positiven Umgang als Familie mit einem Kind damit, ohne jetzt Probleme unter den Teppich zu kehren.

Viele Themenfelder ohne dass es Betroffenheitsliteratur wäre.

Das ist fein und doch auch ein wenig mein Problemchen mit dem Buch: die Personen darin sind mir alle fern geblieben, ich habe zu keiner der Frauen und ihrem Umfeld eine Nähe aufbauen können.
Braucht es auch nicht unbedingt, aber es fällt damit in die Kategorie : war schön zu lesen, wird aber vermutlich nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben.

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