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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Frisch & humorvoll

Dich hab ich nicht kommen sehen von Nina Resinek

„Dich hab ich nicht kommen sehen“ ist das gelungene Debüt der Autorin Nina Resinek.

Die Anwältin Mari Thaler ist von Düsseldorf nach Berlin gezogen. Damit verändert sich ihr Leben mehr als geahnt. Durch ihre neue Wohnung lernt sie liebenswerte Menschen kennen und in ihrem neuen Job, steht sie vor Herausforderungen, mit denen sie nicht gerechnet hat.

Der Schreibstil der Autorin ist toll und hat mir unglaublich gut gefallen, da er einfach mal anders war als alles, was ich bisher gelesen habe. Mari ist eine liebenswerte Protagonistin, manchmal ein wenig verpeilt, nicht besonders selbstsicher aber dennoch sehr zielstrebig. Ihre inneren Monologe sind sehr erfrischend, lebendig und wirken amüsant und authentisch auch wenn ihre Gedanken dabei oft ein wenig chaotisch hin und her springen.

Die übrigen Charaktere werden ebenfalls gut beschrieben. Sie sind ein wenig schräg, da ist keiner langweilig oder normal, aber was ist schon normal (?). Mir gefiel diese Ansammlung an ungewöhnlichen Charakteren sehr gut. Da ist unter Anderem Leo, der Bruder ihrer Vermieterin, der Mari ständig über den Weg läuft, ein wenig schroff wirkt und sich gleichzeitig sehr süß um Mari kümmert. Auch der Hausverwalter Tom gefiel mir richtig gut und der kleine Toby mit seiner Vorliebe für Müllkuchen war auch einfach nur zum Liebhaben.

Mich hat das Buch wirklich richtig gut unterhalten und ich habe eine Menge gelacht. Auch Maris Entwicklung fand ich gut gelungen, aber trotzdem konnte ich leider nicht alles nachvollziehen. Vielleicht lag es daran, dass die gesamte Story aus Maris Sicht geschildert wird. An einigen Stellen hätte ich mir einfach mehr Informationen gewünscht, um das Verhalten und die Veränderungen der anderen Charaktere besser nachvollziehen zu können.

Insgesamt hat mich dieser Roman wirklich großartig unterhalten und ich würde sehr gerne weitere Bücher von Nina Resinek - in denen sie hoffentlich ihren einzigartigen Schreibstil beibehält - lesen.

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Rezensionen von S.:

Das Geheimnis des Saugroboters

Instagrammatik von Herr Schröder

Schröder unterrichtet Deutsch und Englisch am Gymnasium. Mit neuer Schulleiterin kommt frischer Wind ans HFG. Frau Anne Windkamp, 38 Jahre jung, Single, humorbefreit. In Schrödis Schule wird jetzt Digitalisierung und Online- Unterricht durchgesetzt. Aus dem Lehrerzimmer wird eine Begegnungslounge ohne Türen.

Statt Schlüsseln gibt es Chips. Für ihn nicht immer einfach. Schrödi selbst kann zwar einigermaßen mit dem Internet umgehen, ist aber so ein typischer Lehrer-Lehrer. Belehrend, klugscheißerisch, peinlich, mit Witzen, die er selbst am lustigsten findet, gern haarscharf am guten Geschmack vorbei. Positiv: Selbstironie kann er auch. Ob ihm das hilft, Klickmillionär zu werden? Wie die Schüler darüber denken, wird geschickt in diversen Chatverläufen offenbart.
Herr Schröder hat aber klammheimlich noch mehr zu bieten: höchst Kriminelles spielt sich an seiner Schule ab! So manches wirklich böses Geheimnis wird aufgedeckt. Welches? Wie? Wer? Selber lesen!
Humorvolles aus dem Ullstein Verlag, nicht nur für Lehrer unterhaltsam.

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Rezensionen von Hennie :

Wie das Leben so spielt...

Wir für uns von Barbara Kunrath

Mit diesem Buch schenkt uns Barbara Kunrath eine Geschichte, die das Leben schreibt.

Im fiktiven, kleinen Ort Solbach in Hessen, in der Nähe des Westerwaldes und der Großstadt Frankfurt am Main finden zwei Frauen durch einen wunderbaren Zufall zueinander. Sie sind verschiedener Generationen zugehörig.

Josie wird mit 41 Jahren plötzlich und ungewollt schwanger von ihrem jahrelangen Geliebten, der aber mit ihr kein Kind möchte. Seit neun Jahren unterhalten sie eine Dienstagsbeziehung. Kathi ist 70 Jahre alt und verlor plötzlich kurz vor der Goldenen Hochzeit ihren Mann. Es sind die tiefen, schmerzhaften Einschnitte ins Leben, die die Autorin recht anschaulich zu beschreiben versteht.

In fünf Teilen erfuhr ich in abwechselnden Kapiteln von Josie und Kathie, wie sie den Neubeginn nach den einschneidenden Veränderungen bewältigen. Immer wieder gibt es Rückblicke in die Vergangenheit. Unverarbeitete Konflikte in der Großeltern- und Elterngeneration der Protagonistinnen kommen zur Sprache, die sich nachhaltig auf ihr Leben auswirkten. Dazu erfolgen bei Kathi die Rückblicke auf eine lange Ehe und ihre Rolle als Mutter und die Berufstätigkeit im Dorfladen, bei Josie ist es hauptsächlich ihre lang andauernde Beziehung zum verheirateten Bengt, die sich vorwiegend im Bett abspielte.

„Wir für uns“ ist problembehaftet. Es kommen viele Themen zur Sprache, vielleicht etwas zu viele für nur einen Roman. Zumal diese dann zum Ende recht schnell gelöst und abgehandelt scheinen.
Angenehm fiel mir auf, dass keine moralische Wertung erfolgte. Das kann jeder mit seiner eigenen Lebenserfahrung abgleichen.
Den Sprachstil fand ich bereits wie bei „Töchter wie wir“, feinfühlig, ansprechend, nachvollziehbar und lebensecht.

Fazit:
Ich empfand den Roman als sympathisch geschriebene Geschichte über den Neubeginn des Lebens zweier Frauen unterschiedlicher Generationszugehörigkeit.

Meine Empfehlung mit vier von fünf Sternen!

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Rezensionen von tesssa:

Eine lohnenswerte Fortsetzung!

Bloom - Sie schlüpfen auch in deiner Stadt von Kenneth Oppel

Kaum haben die 3 Kids den Regen und die damit einhergehenden neuen Pflanzen „besiegt“, bzw. ein Mittel dagegen gefunden, regnet es erneut und die nächste Bedrohung kommt. Doch statt in Form von Samenkapsel, aus denen dass schwarze Gras wuchs, diesmal als Eier, aus denen Raupen bzw, Larven schlüpfen.

Doch ehe Petra, Anaya und Seth und deren Eltern bzw. verbündete Erwachsene diese genauer untersuchen können, werden sie gefangen genommen und in einen geheimen unterirdischen Bunker gebracht.

Wie im ersten Teil schon angedeutet, gibt es mehr Kinder ihrer Art und man mag das Buch kaum aus den Händen legen, so turbulent geht es zu.
Wem kann man trauen, wem nicht, wie verhält man sich am besten um zu überleben und denen zum überleben zu verhelfen, die man liebt?
Und was tut man, wenn man auf sich allein gestellt ist?

Wut, Liebe & Hass werden zum zentralen Thema in einer Art und Weise, die einen zum nachdenken anregt, wenn mal wieder gesagt wird „Es sind doch noch Kinder…“
Was, wenn es Erwachsene gewesen wären, wie wäre die ganze Geschichte dann verlaufen?
Und obwohl Anaya, Petra und Seth verschiedene Ansichten haben, sind sie sich am Ende doch wieder einig um der großen Frage auf den Grund zu gehen, was ist es, wozu sie „gemacht“ wurden, warum gibt es sie.

Ein Feuerwerk aus Spannung, Freundschaft und Verrat, in einer Welt, die von Kryptogenen annektiert wird.
Wer Band 1 gut fand, wird Band 2 lieben und mit dem Fingernägel kauen anfangen um die Wartezeit bis Band 3 zu überbrücken.

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Rezensionen von Sago:

Lies es, wenn du dich traust

Crave von Tracy Wolff

In Wirklichkeit heißt der Spruch auf dem Cover, liebe mich, wenn du dich traust. Es ist so unendlich schade, dass der Inhalt nicht hält, was die wunderschöne Aufmachung mit dem blutroten Buchschnitt verspricht. Das Buch ist ein wahres Schmuckstück. Schreibstil, Protagonisten und Handlung lassen leider in keiner Weise erkennen, dass die Autorin - laut Klappentext - einmal Englischprofessorin war.

Ich bin vor allem Urban Fantasy Fan, weswegen ich bei Romantasy sowieso immer Abstriche mache. Ersteres bietet in der Regel viel Handlung, während letzteres im weniger guten Fall lange auf der Stelle tritt und nur um den Tanz des künftigen Liebespaares zwischen Annäherung und Rückzug kreist. So geschieht es leider auch in diesem Roman. Dennoch hätte man aus dieser Idee eines Eliteschlosses in Alaska, besucht von Schülern unterschiedlicher übersinnlicher Arten, so viel mehr machen können. Selbst wenn hier - wieder einmal - das neue, nichtsahnende Mädchen, Grace, nach dem Tod ihrer Eltern mitten hinein gerät und zunächst gar nicht ahnt, dass weder ihre Mitschüler noch Onkel und Cousine Menschen sind.

Über eines habe ich mich wirklich geärgert: Die Autorin orientiert sich offen an den Ideen anderer oder wirft mit Klischess um sich. Das wird nicht besser, wenn man die Twilight-Bücher oder die Serie Legacies am Rande in die Handlung integriert oder Ich-Erzählerin Grace betonen lässt, dass sie doch keine Figur in einem Young Adult-Roman ist, es doch nicht sein könne, dass sie gleich in der ersten Nacht am neuen Ort von Mobbern aufs Korn genommen wird wie in jedem schlechten Film oder der Schulschwarm Jaxon von ihr kritisiert wird, seine Komplimente seien typische Klischees und überhaupt nicht originell. Denn so ist es leider tatsächlich.

Grace begegnet Jaxon, wunderschön und gefährlich. Aber kann sie ihm trauen? Unterrichtsszenen gibt es kaum, denn Grace ist fast nur noch verletzt. Wer steckt hinter all den Geschehnissen, die wohl doch keine Unfälle sind?

Leider gibt es auch sprachliche Tiefpunkte: Meine Favoriten: "dahinschmelz", wie in einem schlechten Chat, nur dass das leider im Erzählfluss auftaucht. Zudem habe ich noch nie so häufig die Wiedergabe belangloser Chat-Nachrichten erlebt. Und fünfmalige Wiederholungen von "Oh mein Gott" werden auch dadurch nicht besser, dass sie mal korrekt, dann in einem Wort oder mit einem Punkt nach jedem Wort geschrieben werden.

Grace, am Anfang noch nicht auf den Mund gefallen, mutiert sehr schnell zur emotionalen Reife einer Zehnjährigen, obwohl sie bereits 16 Jahre alt ist. Zudem entwickelt sie eine anachronistische, fast masochistische Ader, die einem heutigen Teenager-Mädchen nicht gut zu Gesicht steht. Wie sehr ich unter ihr als Erzählerin gelitten habe, ist mir vollends klar geworden, als zum Schluss ein paar Kapitel aus Jaxons Sicht auftauchen, die die Handlung an neuralgischen Punkten aufgreifen und einige Erklärungen verspätet nachliefern. Dies ist ein seltsamer, ungelenker Kunstgriff, den echte Erzählerinnen nicht nötig haben sollten.

Verblüffenderweise funktioniert das Buch trotz all dieser Widrigkeiten über weite Strecken ganz gut und ich möchte auch dennoch erfahren wie es weitergeht, was ich mir selbst nicht recht erklären kann. Allerdings hoffe ich wirklich, dass Jaxon die Geschichte weitererzählt.

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Rezensionen von KimVi:

Überzeugt auf ganzer Linie

Die Heimkehr der Störche von Theresia Graw

Nach der Vertreibung aus Ostpreußen und der überstandenen Flucht, wurden die Twardys  auf einem kleinen Hof in der Lüneburger Heide einquartiert. Das Leben ist beengt und man begegnet den Vertriebenen eher misstrauisch. Dora träumt davon, eines Tages als Tierärztin zu arbeiten. Doch die Universitäten im Westteil Deutschlands lehnen ihre Bewerbung ab.

An der Ost Berliner Universität wird Dora allerdings angenommen. Deshalb siedelt sie mit der kleinen Clara in den Ostteil von Berlin über. Sie hofft außerdem, dort ihre große Liebe Curt von Thorau  wiederzufinden. Denn eine Adresse in Berlin scheint eine vielversprechende Spur zu sein. Doch dann erfährt Dora, dass Curt seit Jahren im Gefängnis der DDR sitzt. Sie setzt alles daran, ihn zu sehen und beginnt um seine Freilassung zu kämpfen... 

"Die Heimkehr der Störche" ist die Fortsetzung von "So weit die Störche ziehen". Auch wenn man den zweiten Band sicher auch dann lesen kann, wenn man den ersten nicht kennt, ist es ratsam, bei dieser Saga die Reihenfolge einzuhalten. Denn dann kann man die Schicksalsschläge und die damit verbundene Weiterentwicklung der Charaktere einfach besser nachvollziehen. 

Der erneute Einstieg in die Handlung gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es wieder hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man alles vor Augen hat und dadurch ganz ins Geschehen eintauchen kann. Es ist eine Zeit des Auf- und Umbruchs. Man kann Doras Wünsche und Gefühle nachvollziehen. Dennoch beobachtet man mit gemischten Gefühlen, wie sie in den Ostteil Berlins zieht und sich dort eine Zukunft aufbauen will. Die Handlung ist durchgehend interessant und überzeugt durch eine glaubhafte historische Hintergrundkulisse. Man fiebert mit Dora mit und hofft, dass sich alles zum Guten wenden wird. Dadurch gerät man früh in den Sog der Ereignisse und fliegt förmlich durch das Buch. 

Eine eindringlich und mitreißend geschilderte Fortsetzung, die auf ganzer Linie überzeugt!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eine Legende des „weißen“ Sports

Julius oder die Schönheit des Spiels von Tom Saller

Sehr behütet wächst der junge Julius von Berg, der einer adeligen Familie entstammt, auf einer Burg im Rheinland auf. Schon früh beginnt er Tennis zu spielen und ihm ist bald klar, dass dies sein Leben und seine Laufbahn bestimmen wird. Schon bald spielt er sich von einem Sieg zum nächsten. In Berlin entdeckt er das Nachtleben in Bars und Clubs, was ihm bisher fremd war.

Nach und nach beeinträchtigen aber auch die Machenschaften des Nationalsozialismus sein Leben.


Ich selbst spiele nicht Tennis, jedoch interessiert mich der „weiße Sport“ schon immer sehr. Daher sind mir auch Namen wie Gottfried von Cramm und Donald Budge noch ein Begriff. Das unaufgeregte Cover von „Julius und die Schönheit des Spiels“ schafft einen guten Einstieg in die Thematik des Buches.

Tom Saller hat einen so unaufgeregten, bildhaften und einfühlsamem Schreib- und Erzählstil, mit dem er mich sofort in die Geschichte hinein zieht. Gekonnt wechsel er zwischen zwei Ich-Erzählern und mehreren zeitlichen Ebenen hin und her.
Die Spannung hält sich bis ca. zur Hälfte der Geschichte eher flach. Dann steigt sie stark an und bei den letzten Seiten hatte ich keine Chance das Buch weg zu legen. Ich habe Julius wegen seiner Zielstrebigkeit, seinem Respekt seinen Gegnern gegenüber, seiner Fairness und seiner Unbeugsamkeit bewundert, mit ihm gezittert, gebangt und gelitten.

Der Autor hat es geschafft, zwischen Fiktion und Tatsachen einen interessanten Roman über eine der größten deutschen Tennislegenden auf und neben dem Platz, den Tennisbaron Gottfried Alexander Maximilian Walter Kurt Freiherr von Cramm zu schreiben, indem auch die Nazivergangenheit und die Homosexualität im Sport (sogar heute noch ein Thema) eine Rolle spielen. Er beginnt und endet 1984.

Ein interessantes Buch mit tollen Tennisszenen, das nicht nur die Fans dieses Sports begeistern wird.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Herzensbuch!

Herzensbrecher am Horizont von Cornelia Engel

Manchmal gibt es Momente im Leben, in denen man merkt: So geht es nicht mehr weiter, eine Veränderung muss her. Viele Jahre lang hat Flugbegleiterin Wanda ihren Job hoch über den Wolken genossen, liebte es, exotische Ziele zu entdecken und überall auf der Welt zu Hause zu sein. Bis sie eines Tages feststellt, dass ihr Körper streikt: Panikattacken, Angst, Selbstzweifel.

Statt bunter Abwechslung sehnt sie sich mittlerweile nach Stabilität und Routine, nach einem Zuhause, das sich nicht alle paar Stunden ändert. Dank ihrem besten Freund Tom erfährt sie von einer freien Stelle auf dessen Heimatinsel Borkum und bricht kurzerhand auf zum Tierarzt Dr. Harksen, der noch nichts von seinem Glück ahnt – hatte doch seine extrovertierte und gänzlich unkonventionelle Mutter in die Stellenanzeige geschrieben, dass für den Job keine veterinärmedizinische Erfahrung nötig sei. Nun soll er also einer Stewardess den Tierklinik-Alltag näherbringen?! Tatsächlich erweist sich die bildhübsche, zierliche Wanda jedoch in jeglicher Hinsicht als absoluter Glücksgriff; rasch lernt sie, mit den Tieren und deren teilweise skurrilen Besitzern umzugehen, kämpft sich mit ihrer offenen, aufrichtigen Art in das Herz gewisser mürrischer Inselbewohner und verdreht dem schüchternen Morten gehörig den Kopf. Doch gerade als sie meint, endlich angekommen zu sein, erreicht sie ein Hilferuf vom Festland – und Morten enttäuscht sie obendrein mit seinem Verhalten bitterlich…

Für mich ist der zauberhafte Auftakt ihrer Verliebt-auf-Borkum-Reihe bereits der dritte Roman dieser sympathischen Autorin, die auch unter dem Pseudonym Isabel Morland erfolgreich ist. Tatsächlich habe ich die Buchreihe versehentlich rückwärts begonnen, da alle Bände sich auch wunderbar als Einzelwerke lesen lassen. Da Cornelia Engels sommerfrischer, lebensnaher und schlichtweg traumhaft angenehmer Schreibstil mich allerdings restlos begeistert hatte, stand für mich sofort fest, dass ich auch alle weiteren Bände der Reihe lesen muss! Herrlich bildreiche Beschreibungen vom stimmungsvollen Nordsee-Setting, durch und durch liebenswerte Figuren, die dem wahren Leben entsprungen sein könnten und facettenreich ausgearbeitet worden sind, spannende Entwicklungen und überraschende Plottwists, authentische Dialoge, tiefe Emotionen und zahlreiche tierische Protagonisten, die mein Herz zum Schmelzen gebracht haben…mehr kann man von einer Feel-Good-Story wirklich nicht verlangen!

Fazit: Ich liebe diese Geschichte und kann es nicht erwarten, nach Borkum zurückzukehren – nicht nur literarisch, denn dank der atmosphärischen, einladenden Beschreibungen ist die malerische Insel direkt auf meine Reisewunschliste gewandert!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Der Wienerwald - ein Wanderparadies

Eintauchen in den Wienerwald von Robert Bouchal; Johannes Sachslehner

Wer glaubt, dass der Wienerwald eine Ansammlung von Bäumen innerhalb der Stadt Wien ist, wird eines Besseren belehrt. Es handelt sich hier um eine mehr als 105.000 Hektar große Region, dessen höchste Erhebung der Schöpfl (893m) ca. 55km westlich von Wien ist. Rund 77% des Gebietes sind bewaldet.

Das Gebiet des Wienerwaldes, einst kaiserliches Jagdgebiet, bietet schon seit längerer Zeit die Möglichkeit, der lauten Großstadt Wien zu entfliehen und die Stille des Waldes zu genießen.

In diesem Buch lassen die Autoren Johannes Sachslehner und Robert Bouchal ihre Leser, nach einer allgemeinen Einführung, in fünf Kapiteln in die beeindruckende Natur eintauchen:

Wald und Baum
Felsen und Steine
Wasser, Brunnen und Bründl
Burgen und Festen
Gipfelblicke

Die Wanderziele sind teilweise mit dem Blickwinkel des „Lost Places“ ausgesucht, sind doch die Autoren Spezialisten für Fotografien solcher verlassener Plätze. So können wir auch in diesem Buch einen Blick auf solche Orte, wie verfallene Burgen oder den ehemaligen Eiskeller am Cobenzl erhaschen.

Stimmungsvolle Fotos sowie zahlreiche Informationen zu den Wanderungen vervollständigen dieses interessante Buch.

Fazit:

Wie immer haben die Autoren viel Zeit in die Recherche gesteckt. Die Wanderungen lassen sich anhand der Beschreibungen gut bewältigen. Ein Mangel ist allerdings das Fehlen eines Ausschnitts der entsprechenden Wanderkarte. Das kostet einen Stern, daher 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Den Osten Österreichs erwandern

Stille Wasser – weite Berge – goldener Wein von Eva Gruber

Eva Gruber präsentiert in diesem Buch - wie in einem Adventkalender - 24 sorgfältig ausgewählte Wanderungen im Osten Österreichs. Die Idee, diese Naturerlebnisse in die Themen

Stille Wasser
Weite Berge
Goldener Wein

zu gliedern gefällt mir sehr gut.

Zu jeder Wanderung gibt es einen Kartausschnitt, eine Wegbeschreibung mit Länge und Schwierigkeitsgrad sowie die Anzahl der Höhenmeter, die überwunden werden müssen.

Zusätzliche Informationen zur Anreise und Einkehrmöglichkeiten machen diese Wanderungen zu Naturerlebnissen, die zu allen Jahreszeiten möglich sind.

Eva Gruber ist durch ihre besonders stimmungsvollen Fotos bekannt, die auch dieses Buch komplettieren.

Fazit:

Das Buch lädt ein, den Osten Österreichs zu erwandern. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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