Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Interessante Geschichte

Julius oder die Schönheit des Spiels von Tom Saller

Zum Inhalt:
Daviscup zwischen Deutschland und den USA. Nicht nur die Welt des Sports schaut gebannt zu, auch NS-Größen. Es steht gerade sehr viel mehr auf dem Spiel als der Gewinn des Turniers. Wird der Star Julius von Berg die richtige Entscheidung treffen? Er, der sehr behütet aufgewachsen ist und immer nur Tennis spielen wollte, steht vor der wichtigsten Wendung im Leben.

Meine Meinung:
Irgendwie hatte ich nicht die richtige Vorstellung von dem Buch und hatte etwas völlig anderes erwartet, aber mir hat das Buch dennoch gut gefallen. Die Geschichte von Julius und seiner Frau ist interessant. Auch die Verwicklungen, die durch den aufkommenden Nationalsozialismus geschehen, machen das Buch interessant. Ich fand Julius als Figur sehr interessant. Der Schreibstil war sehr gut und das Buch liest sich flott weg.
Fazit:
Interessante Geschichte

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29

Rezensionen von brauneye29:

Toller Ausflug nach Afrika

Löwenherzen von Gesa Neitzel

Zum Inhalt:
Gesa Neitzel nimmt uns mit auf eine fantastische Reise auf den afrikanischen Kontinent. Nachdem sie 2015 beschlossen hatte sich zur Rangerin ausbilden zu lassen, beginnt für sie ein neues Leben und die Liebe zum Ranger Frank. Sie nimmt uns mit auf ihre Reise durch den afrikanischen Kontinent, der viel zu bieten hat aber auch nicht ungefährlich ist.

Meine Meinung:
Das war ein richtig schönes Buch, denn die Autorin schafft es, ihre eigene Liebe und Faszination an den Leser zu vermitteln. Das Buch ist ausgesprochen lebhaft geschrieben und man fühlt sich fast als ob man bei der Reise dabei ist. Der Schreibstil sehr gut und das Buch liest sich entsprechend gut und flott weg. Was ich besonders toll fand, ist der große Bildteil. Dieser unterstreicht das Gelesene nochmal mehr. Ich kann das Buch nur wärmstens zu empfehlen.
Fazit:
Toller Ausflug nach Afrika

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29

Rezensionen von Furbaby_Mom:

Stark angefangen und leider ebenso stark nachgelassen

Like Gravity von Julie Johnson

Wie neugierig war ich auf diesen im Juli 2021 bei LYX erschienenen Roman von Julie Johnson gewesen! Seit der Verlagsvorschau hatte das Werk auf meiner Wunschliste gestanden und nach der Leseprobe, die mich sowohl inhaltlich als auch im Hinblick auf Emotionalität und Schreibstil komplett abgeholt hatte, war ich überzeugt davon, dass dieses Buch eines meiner Jahreshighlights werden würde.

Leider lag ich mit dieser Einschätzung komplett falsch. Warum ich von der Geschichte eher enttäuscht als begeistert war, werde ich gleich erläutern – vorab aber der Hinweis: hierbei kann es zu ein, zwei SPOILERN kommen. Für die spoilerfreie Kurzversion verweise ich auf mein Fazit am Ende der Rezension.

Zunächst möchte ich mit einem kleinen Lobgesang das wunderschöne Cover feiern. Vom LYX-Verlag bin ich diesbezüglich bereits enorm verwöhnt und dennoch ist diese Covergestaltung in meinen Augen eine der gelungensten, die ich je gesehen habe. Die hübsche Farbkombination, die glitzernden Elemente, der elegante, geschwungene Schriftzug – all das lässt das Cover enorm hochwertig und edel wirken.

Einst musste Brooke als kleines Mädchen den Mord an ihrer Mutter miterleben – ein traumatisches Erlebnis, das ihr auch als junge Collegestudentin noch Albträume beschert und das sie nie wirklich aufarbeiten konnte, weshalb sie (bis auf ihre beste Freundin Lexi) andere Menschen gekonnt auf Abstand hält. Was romantische Beziehungen angeht: daran glaubt die toughe und oftmals zynisch wirkende Brooklyn nicht; ihr reichen gelegentliche, unverbindliche One-Night-Stands. Ihr vermeintlich gut organisiertes Leben gerät allerdings ziemlich durcheinander, als sie dem lokalen Frauenschwarm Finn vor die Füße stolpert und dieser fortan zunehmend ihre Nähe zu suchen scheint. Und dann sind da auch noch eine Vielzahl unheimlicher Ereignisse, die darauf hindeuten, dass ein Stalker es auf Brooke abgesehen hat…

Während des Einstiegs in die Handlung erleben wir eine Rückblende zu jenem tragischen Ereignis, das Brooklyns Leben nachhaltig prägen wird. Die Beschreibung der Ermordung ihrer Mutter habe ich aufgrund der kindlichen Perspektive als besonders intensiv empfunden. Diese Intensität, das Gefühl, mittendrin in der Handlung zu sein, erlebte ich im Laufe des Romans anschließend nur noch zweimal. Ironischerweise waren es stets actionreiche, von Gewalt und angstvollen Emotionen geprägte Szenen, welche die Autorin meiner Meinung nach am besten umsetzen konnte. Allen anderen Elementen, vorrangig hinsichtlich der Entwicklung der zwischenmenschlichen Beziehungen, fehlte diese Tiefgründigkeit.

Zu Beginn waren mir sowohl die verschlossene Brooklyn als auch die extrovertierte Lexi sympathisch, aber bald zeigten sich bei beiden Mädchen Verhaltensweisen, die ich nicht gutheißen konnte. Insbesondere von Lexi war ich sehr enttäuscht – nachdem Brooke sich eine Verletzung zugezogen hat, hat ihre beste Freundin nichts Besseres zu tun, als sie – trotz der Einnahme von Schmerztabletten – zu einem alkoholgeschwängerten Club-Abend zu überreden und sie stehenzulassen, kaum das der erstbeste Typ Interesse an ihr zeigt. Ihre anschließende Erklärung, nicht nur für diesen Abend, sondern generell für ihren häufig gleichgültigen Umgang mit Brooke – nach dem Motto: 'ansonsten hätte ihre Freundschaft erst gar keine Chance gehabt' – überzeugte mich nicht.
Brooke selbst wird einerseits als übervorsichtig und als eine auf ihr Umfeld bedachte Person dargestellt und stört sich andererseits keineswegs an sämtlichen Sicherheitslücken in ihrem Leben, sei es ihre Wohnsituation oder unheimliche Anrufe und Verfolgungsmomente. Wie ignorant kann man sein, fragte ich mich nur – vor allem, da ein simpler Anruf, zu dem sie sich wohl nicht aufraffen konnte, sämtliche Zweifel aus der Welt geräumt hätte. Im Umgang mit Finn verhält sie sich ebenso widersprüchlich – macht ein großes Drama daraus, ihm aus dem Weg zu gehen, kaum dass sie feststellt, dass er nicht ausschließlich arrogant ist, und ist dann verletzt bzw. beleidigt, wenn er es ihr gleichtut, etc. - Kindergarten. Als sie sich dann in einer bestimmten Szene auch anderen Frauen, die ihr nichts getan haben, grundlos gehässig gegenüber verhält, war für mich sympathiemäßig der Ofen aus. Sowohl sie als auch Lexi sind ziemlich klischeehaft gezeichnet worden – zwei Starbucks-Liebhaberinnen, die sich gegenseitig "Kleine" und "Süße" nennen.

Über die anschließende Triggerwarnung musste ich trotz der durchaus ernsten Thematik beinahe schmunzeln – so wird erwähnt, dass man u.A. "übergriffiges […] Verhalten gegen Frauen" zu erwarten habe. – Dass auch eine der Hauptfiguren sich so verhält, darüber aufgrund seines guten Aussehens und allgemeinen Hottie-Status komplett hinweggesehen wird, scheint hingegen völlig okay zu sein. Ob Schönling oder nicht, solch ein Verhalten finde ich in jeder Situation fragwürdig und grenzwertig.

Was den Schreibstil betrifft, schwanke ich. Gewisse Situationen wurden herrlich ausdrucksstark hervorgehoben, aber die Nähe zu den Figuren und die allgemeine Glaubwürdigkeit gingen im Laufe der Handlung für mich komplett verloren. Außerdem erschienen mir manche Formulierungen und Dialoge absolut unrealistisch, Stichwort: Lumpenpuppe, Sittenstrolch und smaragdgrüne Augen.

Leider waren die Hinweise auf den restlichen Story-Verlauf bereits im ersten Drittel dermaßen deutlich und unübersehbar eingestreut, dass der Rest der Geschichte komplett vorhersehbar war – und zwar auf einem Level, bei dem ich mir dachte: Das kann unmöglich ihr Ernst sein, da MUSS noch ein Twist kommen. Besagte Überraschung trat allerdings nicht ein und so ließ mich die Lektüre ob der gänzlich lieblosen, fantasielosen Auflösung komplett ernüchtert zurück.

Fazit: Unheimlich starker Start einer Geschichte, die aufgrund der kreativen Story-Idee so viel Potential gehabt hätte, deren Umsetzung jedoch maximal mittelmäßig war. Leider plätscherte der Großteil der Handlung schon bald nach dem Einstieg nur noch vor sich hin; insgesamt sorgten lediglich 3 Actionszenen zwischenzeitlich kurz für Spannung. Die Charaktere, die mir anfangs sympathisch waren, wirkten aufgrund ihres nicht nachvollziehbaren Verhaltens und der zum Teil hölzernen, unauthentischen Dialoge zunehmend befremdlich auf mich, sodass ich kaum mehr mit ihnen mitfiebern konnte. Der größte Störfaktor für mich war die komplette Vorhersehbarkeit sämtlicher bedeutender Entwicklungen – das fand ich enorm unkreativ und langweilig gelöst. Dies war eine der wenigen Ausnahmen, bei denen ein LYX-Roman mich echt enttäuscht hat. Meine 2 ½, auf 3 aufgerundeten Sterne vergebe ich für das traumhaft schöne Cover, die Grundidee und die gut umgesetzten Actionszenen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Furbaby_Mom

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Frauen in der NS-Zeit

Kartoffelschaukochen, illegale Kämpferinnen und Krieg von Katharina Scharf

Autorin Katharina Scharf hat die Rolle der Salzburger Frauen vor und während des NS-Regimes untersucht und dabei Interessantes und Erstaunliches zu Tage gefördert. Im Vorwort ist Folgendes zu lesen: "Im Buch stehen Frauen im Mittelpunkt, die sich für den Nationalsozialismus in verschiedener Form engagierten".

Schon während des Ständestaates (1934-1938) gibt es zahlreiche Frauen, die mit der aufgedrängten Rolle als Frau und Mutter nicht (mehr) zufrieden sind. Sie glauben den Heilsversprechen der Nationalsozialisten. Und richtig, ab 1938 werden viele Frauen in Betrieben arbeiten, weil die Männer eingezogen werden, und noch mehr werden sich unentgeltlich karitativ engagieren. Doch haben die Frauen damit wirklich das große Los gezogen? Und wer sind diese Frauen, die in Strickrunden und Gemeinschaftsabenden indoktriniert werden? Manche schwärmen auch nach dem Krieg noch davon.

Akribisch recherchiert die Autorin in Akten, Briefen und Protokollen. Es stellt sich heraus, dass die übergeordneten Führungspositionen (natürlich!) von Männern eingenommen werden.

Gerade im ländlichen Bereich, wo jeder jeden kennt, ist der Druck sehr groß an den Veranstaltungen teilzunehmen. Nicht zum Gemeinschaftsabend zu gehen, zu wenige Socken für die Soldaten gestrickt zu haben, bedeutet oftmals Lebensgefahr, weil die Denunzianten bei Fuß stehen.

Eine Verbesserung des Lebens der Frauen hat sich nicht wirklich eingestellt. Im Gegenteil, sie haben Landwirtschaft, Familie und zusätzlich die Arbeit in der Rüstungsindustrie und die diversen „sozialen“ Gemeinschaften, zu bewältigen.

Fazit:

Dieses interessante Buch liefert nicht nur einen Einblick in das unterschiedliche Engagement vieler Frauen in der Stadt und im Land Salzburg für den Nationalsozialismus, sondern enthält auch eine umfangreiche Literaturliste, die zum Weiterlesen anregt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Bellis-Perennis:

"Loyalität statt Eignung"

Kurz von Pilz Peter

In dem 16 Kapitel und 256 Seiten umfassenden Werk arbeitet sich Peter Pilz, Ex-Politiker und Herausgeber des Online-Magazins ZackZack, an Bundeskanzler Sebastian Kurz und seiner Politik ab und durchleuchtet das sogenannte „System Kurz“.

Man muss Peter Pilz nicht mögen, um seiner gut nachvollziehbaren Schilderung des kurz'schen Krimis "Projekt Ballhausplatz" folgen zu können.

Trotzdem kann jeder Mensch mit einem Mindestmaß an moralischen Werten diesem Buch und dem Autor beipflichten, wenn es darum geht Sebastian Kurz, als jene Person zu entlarven, welche sich in einer Reihe von Victor Orban und Wladimir Putin einordnen lässt.

Kurz wirkt auf viele Menschen wie ein Heilsbringer, denn (und das ist seine Stärke) er hört zu und hat eine feine Antenne für Stimmungen. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass er ständig Umfragen in Auftrag gibt. Dabei schafft er es, den anderen Parteien das Wasser abzugraben, wenn er deren Ideen nur ein klein wenig verändert als die seinen ausgibt. Diese Stärke ist gleichzeitig seine Schwäche, denn eigene Ideen, hat er kaum anzubieten.

Sein wahrscheinlich größtes Talent ist, von seinen Schwächen abzulenken, indem er in die Rolle eines charismatischen Kompetenten schlüpft. Er vermittelt den Eindruck, in dieser oder jener Sache sattelfest zu sein. Einen Bundeskanzler darzustellen, vermag er wie kein Zweiter.

Interessant ist, dass auch seine nähere Umgebung sich hauptsächlich durch „unbedingte Loyalität“ (manchmal hat man den Eindruck von „Kadavergehorsam“) ihm gegenüber als durch Sachverstand und Wissen auszeichnet. Gut, ein Minister muss nicht unbedingt über jedes Detail seines Ressorts Bescheid wissen, dafür hat er seine Beamten. Aber, da wird ja auch kräftig umgefärbt.

Peter Pilz fasst in seinem Buch kurz und knackig zusammen, was seit Kurz' Machtübernahme passiert ist. Dafür wälzt er Tausende Seiten von Protokollen und Akten der diversen Untersuchungsausschüsse.

Wie gesagt, man muss Peter Pilz nicht mögen, aber diese Geschichte eines skrupellosen Aufsteigers, der an die Macht will und bereit ist, alles dafür zu tun, macht betroffen. Ob Geheimdienste, Polizei, Justiz, Medien, Parlament oder öffentliche Wirtschaft, sie alle sollen nach (s)einer Pfeife tanzen. Irgendwie erschreckend, oder?

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Wien, Wien nur du allein

Wien für Fortgeschrittene von Ilse König

Dieses Buch ist für Einheimische, Wien-Fans und solche Leser, die es noch werden wollen geschrieben worden.
Abseits der touristischen Trampelpfade begleiten wir die Autorin und ihren Fotografen auf elf verschiedenen Routen kreuz und quer durch Wien. Dabei werden Bezirksgrenzen vernachlässigt und Grenzen im Kopf überwunden.

Schon der Einstieg ist überraschend: Mit der Straßenbahnlinie D durchqueren wir die Stadt von einer Endstelle (Absberggasse) bis zur anderen (Nußdorf/Beethovenweg).

Wien quergelesen - Quer durch Wien mit der Linie D
Anfängerzonen von der Maschekseite
Aufschwung im Vierteltakt
Eine sagenhafte Mischung
Aus der Vielfalt schöpfen
Wien an die Donau
Eine Insel mitten in der Stadt
Französisches Flair, Geschichte und Kultur
Nachbarschaft, Business und schöne Künste
Mischkost in der Vorstadt
Rund um den Naschmarkt

Jedes Kapitel enthält neben Geschichte auch ein G’schichtl. Im Kapitel „Vokabularium und Begleitmusik“ werden Wiener Ausdrücke erklärt, sodass auch Nicht-Wiener gut mit diesem Buch zurechtkommen.

Leider sind nicht alle Bezirke vertreten. Doch es gibt Hoffnung auf eine Fortsetzung (wenn die Verkaufszahlen stimmen?). Denn in den fehlenden Bezirken gibt es auch zahlreiche spannende Dinge zu entdecken.

Fazit:

Mir hat dieser etwas andere Blickwinkel auf meine Heimatstadt Wien sehr gut gefallen. Ich kann dieses Buch allen Einheimischen, Wien-Fans und solchen Leser, die es noch werden wollen, unbedingt ans Herz legen. Daher gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Peter Burk:

50 Wege zur Besinnlichkeit, im schönen Tirol

Pilgern in Tirol von Susanne Elsner; Walter Elsner

Pilgerwege und die dazugehörigen Pilgerbücher sind in Mode. Erfrischende Abwechslung kommt in Form des Buches von Susanne und Walter Elsner (keine Unbekannten in der „Pilger-Fachliteratur“) die darin 50 Wallfahrtsziele und Besinnungswege in Nord- und Osttirol vorstellen. Zusammen mit ihren Kindern, die für viele der tollen Bilder verantwortlich zeigen, haben sie sich bekannte und weniger bekannte Ziele vorgenommen und für die Leser:innen erkundet.

Spiritualität ist bekanntlich ein Gefühl, dass jeder für sich selbst empfindet und so kommt dieses Buch gut ohne spirituelle Worte aus. Die Orte und Ziele auf den Wegen geben genug Kraft, um sich seine eigenen Gedanken zu machen.

Ausserfern, Oberland, Unterland und Osttirol – egal wo man sich in Tirol befindet, es gibt Ziele in Hülle und Fülle, Kapellen, Kirchen und Kreuze. Hat man sich einmal für einen Ausgangspunkt oder eine Tour entschieden, gibt das Buch Tipps zur Anreise (auch mit den Öffis!), Weglänge, Dauer, Einkehrmöglichkeiten und Höhenmeter und wartet mit genauen Wegbeschreibungen auf. Die werden immer wieder unterbrochen, sobald ein religiöser Andachtsort erreicht wird und dann erfährt man die Geschichten zur Entstehung und zu den religiösen Hintergründen dieser besonderen Orte.

Fazit: man muss kein gläubiger Mensch oder Pilger sein, um Spaß an einer der im Buch beschriebenen Touren zu haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Peter Burk

Rezensionen von Petra Sch.:

viele Morde im beschaulichen Urlaubsort Le Lavandou

Verhängnisvolles Lavandou von Remy Eyssen

Endlich Sommer in Le Lavandou. Nach den heftigen Regenfällen wird am Strand die Leiche eines 10jährigen Jungen angespült. Er trägt ein Kleid, ist geschminkt und in einen Plastiksack geschnürt.
Der Rechtsmediziner Leon Ritter findet weitere Kinderleichen im Sumpf, die schon jahrelang dort versteckt sind.

Als dann auch der Apotheker, der Schneider und ein Tatverdächtiger ermordet werden und der zukünftige Bischof verschwinden, führt eine Spur Leon Ritter und die stellvertretende Polizeichefin, Isabelle Morell, zu einem ehemaligen katholischen Internat, in dem aber niemand über die Vergangenheit sprechen will.


Meine Meinung:
Für mich war der siebente Teil von Leon Ritter mein erster. Es war jedoch kein Problem in die Reihe einzusteigen, denn alles Wichtige aus der Vergangenheit von Leon Ritter wird im Laufe der Geschichte erwähnt und die Fälle sind in sich abgeschlossen.
Der Schreibstil ist gefällig, man fiebert mit Leon und Isabelle mit und die wundervollen Beschreibungen der Provence lassen einen davonträumen.
Das Privatleben von Leon, Isabell und deren Tochter Lilou entwickelt sich weiter - wobei mir hier Lilou mit ihrer pubertären Art sehr auf die Nerven ging und dass Leon Isabells Tochter immer alles durchgehen ließ, obwohl diese als Teenager offensichtlich noch Grenzen braucht.
Leider waren es für meinen Geschmack auch insgesamt zu viele handelnde Personen sowie Handlungsstränge, was den Überblick etwas erschwert hat.
Der Fall selbst ist komplex, die Auflösung ist authentisch und man konnte alles gut nachvollziehen. Allerdings wird hier ein typisches Klischee der katholischen Kirche verwertet, was ich nicht ganz so gut fand. Außerdem bin ich als Mutter natürlich kein allzu großer Fan von Krimis, in denen Kinder die Opfer sind. Toll fand ich, dass Leon und Isabelle mit diesem Thema sehr respektvoll und einfühlsam umgingen.


Fazit:
Solider Krimi in einer schönen Umgebung, das Urlaubsfeeling hervorruft. Leider etwas viele handelnde Personen, dafür können der Fall und die Auflösung überzeugen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra Sch.

Rezensionen von Lesemama:

Sehr gelungene Geschichte, super erzählt

Erste Stunde: Tierisch laut!,2 Audio-CD von Silke Schellhammer

Zum Hörbuch:
Alva kann Tiere hören, aber nicht bellen, Mähen oder mitten, sondern sie kann sie verstehen, jedes Wort. Dadurch ist sie oft abgelenkt und wird ausgegrenzt.
Ihr Onkel Thomas, den alle für äußerst seltsam halten, ist Rektor in einer besonder Schule. Der School of Talents. In diese Schule darf Alva nun gehen.

Dort sind alle besonders

Meine Meinung:
Ich liebe Kinderbücher auch sehr gerne als Hörbücher. Vor allem wenn sie wie dieses ungekürzt sind.
Ein sehr angenehmer Sprecher, der die Kinder und die Tiere ganz wunderbar spricht.
Man hört einen Unterschied was und wen er gerade spricht. Die Geschichte ist einfach toll, sehr spannend, sehr abenteuerlich. Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt. Die Idee der Schule gefiel mir richtig gut. Eines der wenigen Bücher die ich sowohl gelesen als auch gehört habe und von der ich nicht genug bekommen kann. Ein wunderbarer Zeitvertreib, absolut empfehlenswert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama

Rezensionen von yellowdog:

verspielt

Dante, Homer und die Köchin. Eine Komödie von Wolf Wondratschek

Dante, Homer und die Köchin ist ein Buch, dass mit literarischen Mitteln spielt.
Homer lebte vermutlich 850 v. Chr., Dante Alighieri im 13.Jahrhundert. Was verbindet sie? Wolf Wondratschek hat da seine eigenen Ideen, z.B. dass die beiden großen Dichter der Weltliteratur noch leben, und zwar in Italien.

Das überrascht und verstört die Öffentlichkeit.
Nicht nur Dante und Homer, hier gute Kumpel, obwohl keine Zeitgenossen, treten hier auf. Ein brillantes Kapitel gehört James Joyce, erzählt von seiner Frau.

Ein ruhender Pol in der Geschichte um Homer und Dante ist die Köchin.
Sie ist Vermieterin und Köchin dieser beiden Männer und kümmert sich hingebungsvoll um sie.

Souverän erzählt Wolf Wondratschek seine fantasievolle, verspielte Geschichte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog