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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von KimVi:

Düsterer Roman, bei dem sich die Spannung eher spät einstellt

Dunkelsommer von Stina Jackson

Mittlerweile ist es drei Jahre her, dass Lelle seine Tochter Lina an einer abgelegenen Bushaltestelle abgesetzt hat, damit sie von dort aus zu ihrem Ferienjob gelangen konnte. Doch Lina kam nie an. Sie ist und bleibt spurlos verschwunden. Doch Lelle gibt nicht auf. Er braucht Gewissheit. Deshalb fährt der verzweifelte Vater die Straße ab, an der Lina verschwand und sucht in den Wäldern jeden noch so abgelegenen Hof ab.

Zur gleichen Zeit zieht Meja mit ihrer Mutter in die Gegend. Mal wieder scheint Mejas Mutter die große Liebe bei einem Mann gefunden zu haben, den sie nur aus dem Internet kennt...

Der Einstieg in die Handlung wird von einer düsteren Atmosphäre geprägt, die unterschwellig zwischen den Zeilen schwebt. Man kann Jelles Verzweiflung, nicht zu wissen, was vor drei Jahren mit Lina geschah, mühelos nachvollziehen. Doch auch der Erzählstrang, in dem Meja im Zentrum der Ereignisse steht, wirkt düster und bedrohlich. Abwechselnd beobachtet man den Verlauf beider Stränge, die zunächst parallel verlaufen, sich aber schließlich annähern und verknüpfen. 

Obwohl der Einstieg eher gemächlich verläuft, kann man sich der düsteren Atmosphäre kaum entziehen. Gemeinsam mit Jelle versucht man zu ergründen, was mit Lina passiert ist. Jelles verzweifelte Suche nach Lina und Mejas Versuch, sich auf dem abgelegenen Hof des neuen Freundes ihrer Mutter einzuleben, werden interessant geschildert. Dennoch hat man zuweilen das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt und dass die erhoffte Spannung zu sehr auf Sparflamme kocht. Durchhalten lohnt sich allerdings, da es zum Ende hin richtig spannend wird. 

Ein düsterer Roman, bei dem sich die Spannung eher spät einstellt. 

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Rezensionen von Claudia R:

Kinder-Abenteuer Reihe

Auf fliegender Mission 4 - Malas geheime Insel von Lutz Kucher

Klappentext:

Auf fliegender Mission 4 – Malas geheime Insel
Der vierte Band der reich illustrierten Kinderbuchserie um Freundschaft, einen fliegenden Teppich, sprechende Tiere und etwas Magie mit jeder Menge spannendem Lesespaß!
Die Freunde sind unterwegs über den Atlantik, um Malas Insel zu finden und dann weiter in den Amazonas zu fliegen.

Blöderweise fällt mitten über dem Ozean Matteos Navigations-App aus. Als sie auf einem Schiff landen, um den Kapitän nach ihrem Kurs zu fragen, stellt sich dieses als Geisterschiff heraus. Nachdem die Laderaumtür ins Schloss fällt, sind sie nicht nur gefangen, sondern bemerken auch noch, dass das Schiff sinkt. In letzter Sekunde befreit sie ein blinder Passagier namens Carlotta.
Mit Hilfe von Professor Bernards magischen Geschenken setzen sie ihre Suche fort. Im Auge eines Wirbelsturms entdecken sie schließlich Malas geheimnisvolle Insel Nuvola und erleben dort ein weiteres Abenteuer auf ihrer Reise um die halbe Welt. Einer Reise, auf der sie sich zu Umweltaktivisten entwickeln, die sich mutig für Natur, Tiere und Menschen in Not einsetzen.

Cover:

Das Cover wirkt spannen, lustig und verspricht ein unterhaltsames Abenteuer. Man erkennt drei Kinder die mit einer Katze und einem Vogel unterwegs zu sein scheinen. Auf ihrem fliegenden Teppich ist eine Landkarte erkennbar und eins der Mädchen hat einen Kompass in der Hand. Das Cover ist zeichnerisch sehr schön gestaltet und farblich in blau Tönen gehalten.

Meinung:

Dies ist bereits der vierte Band dieser Kinder-Abenteuer-Reihe. Zu Beginn gibt es eine kurze Zusammenfassung "Was bisher geschah". Damit ist es theoretisch auch möglich quer in die Reihe einzusteigen. Ich empfehle jedoch die vorherigen Bände bereits gelesen zu haben, da es fürs Gesamtverständnis und die Entwicklung der Charaktere einfacher ist.

Auch in diesem Band begleiten wir wieder die Geschwister Matteo, Stella und Hannah mit ihrem fliegenden Teppich Kasimir und dem Tukan Kainu. Es erwartet sie ein weiteres spannendes und unterhaltsames Abenteuer und auch der Humor kommt hier nicht zu kurz.

Vom Inhalt möchte ich hier nicht allzu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte und auch nicht Spoilern will.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. Man kommt schnell in die Handlungen und Charaktere hinein und kann diesen auch sehr gut folgen. Ein spannendes Abenteuer erwartet hier Kleine und Große Leser und Zuhörer. Es ist unterhaltsam und spannend aufgebaut und es macht sehr viel Spaß zu lesen.

Auch die Entwicklung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Schnell gewinnt man die Charaktere lieb, da diese sehr sympathisch und authentisch rüber kommen.

Die Zeichnungen sind nicht in schwarz-weiß, sondern Blauschattierungen gehalten und sehr schön gestaltet. Sie geben das Gelesene wieder und lockern das Ganze sehr gut auf. Auch die Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss.

Ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer, das neugierig auf mehr macht. Es macht spaß den Geschwistern und ihren Freunden Gesellschaft bei ihren Reisen und Abenteuern zu leisten und sie dabei zu begleiten.

Fazit:

Spannende und unterhaltsame Kinder-Abenteuer-Reihe mit tollen Charakteren und einer wundervollen Story.

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Rezensionen von Hennie :

Der inkaorangene BMW

Ausweglos von Henri Faber

Das Thriller-Debüt von Henri Faber war für mich von Beginn an eine angenehme Überraschung. Der Thriller liest sich äußerst spannend. Die kurzen Kapitel taten ihr Übriges. Wie in Trance musste ich Seite um Seite lesen. Hier eine dringende Warnung an diejenigen, die eigentlich keine Zeit haben.

Nur mit „Ausweglos“ beginnen, wenn nichts Dringendes ansteht!

Wir erleben die Handlung aus der Ich-Perspektive von vier Protagonisten – Elias Blom, der Ermittler, das Ehepaar Noah und Linda Klingberg sowie der noch unbekannte Stalker bzw. Mörder wechseln sich ab. Interessante Konstellationen werden nach und nach preisgegeben. Dabei bleibt der Fall undurchsichtig.
Das Geschehen lt. Klappentext scheint klar und logisch zu sein, aber stimmt das so? Es beschleichen mich nach und nach Zweifel. Was weiß Noah? Welche Rolle spielt Linda? Wer sagt die Wahrheit? Wer lügt? Nach jedem Kapitel tun sich neue Fragen auf. Je mehr ich von den einzelnen Personen erfuhr, umso undurchsichtiger wurde es wiederum. Und was ist mit dem Täter, dem Ringfinger-Mörder? Der verhält sich merkwürdig. Warum fährt er so ein auffälliges Auto, diesen inkaorangefarbenen BMW?
Es geschehen Dinge, welche die Situationen in neuem Licht erscheinen lassen. Plötzlich und überraschend wendet sich wieder und wieder das Blatt. Nichts ist, wie es scheint. Verwirrung total!
Henri Faber läßt seine Charaktere so agieren, dass ich ein ums andere Mal dachte, ist hier eigentlich überhaupt jemand normal. Ganz üble Leute arbeiten bei der Mordkommission. Deren Umgangsformen sind grenzwertig. Da hatte Kommissar Blom noch zusätzliche Hürden zu überwinden.

Die unterschiedlichen Perspektiven sind intelligent verwoben, schafften für mich jedoch keinen Durchblick. Den Titel finde ich gut gewählt und das Cover wurde hervorragend gestaltet - optisch und haptisch.

„Ausweglos“ ist ein Thriller, der mich seit langem richtig neugierig auf die Auflösung machte. Meine Erwartungen waren groß und erfüllten sich in hohem Maße. Mit dem Ausgang der verrückten Geschichte war ich zufrieden.

Ich fand den Thriller herausragend – erst recht für ein Debüt. Den Autor Henri Faber werde ich mir merken. So müssen für mich Thriller „gestrickt“ sein. Ich werde nach neuer Lektüre von ihm Ausschau halten.

Ich empfehle „Ausweglos“ mit der Höchstbewertung!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Gstettner:

Analyse einer Familie

Der Kolibri von Sandro Veronesi

Beim zweiten Anlauf hatte ich das Buch zur Kur mitgenommen und ungestörte Lesestunden ließen mich dann immer tiefer in die Geschichte der Familie und des Protagonisten eintauchen. Sehr konzentrierte Handlungsteile, immer wieder unterbrochen von Rückblicken, die erst später Vorfälle in der Vergangenheit und deren Auswirkungen auf die Handlung erklären, verlangen Aufmerksamkeit.

Mit großer Anteilnahme habe ich die analytisch konzentrierten Darstellungen der Familiensituationen verfolgt und die seitenweise insistierenden Beschreibungen , z.B. die Angst, wenn man von einem Anruf in der Nacht aufschreckt und alle möglichen Unglücke Revue passieren lässt, haben mich an ähnliche Situationen erinnert. Das war mir dann auch etwas zu viel.
Alles in allem ein sehr lesenswerter Roman, dicht, intelligent und originell. Nur einige Figuren sind etwas zu schön, perfekt und zukunftsträchtig gestaltet, vielleicht als Gegengewicht zu all dem Unglück, das diese Familie verfolgte.

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Rezensionen von Petra:

Beklemmend

Heimatsterben von Sarah Höflich

Die Journalistin Hanna Ahrens kommt aus einer weitverzweigten Familie, die sich fremd geworden ist. Der einzige Anker ist Oma Tilda die im Sterben liegt. Sie bittet ihre Lieblingsenkelin die Familie zusammen zu halten. Obwohl sie in den USA lebt gibt sie sich große Mühe und kehrt nach Deutschland zurück.

In Deutschland sind Wahlen und die nationale Partei steht vor dem Wahlsieg. Hannahs Schwager ist der zukünftige Bundeskanzler.
Am Anfang steht die Frage wieviel Nationalismus verträgt eine Demokratie. Dann ist da die Tatsache das in einer Partei es verschiedene Meinungen zu brisanten Themen gibt. Wer gewinnt die Oberhand, die Gemäßigten oder die Radikalen. Wenn es die Hardliner sind, wie entwickelt sich das Land? Wo sind dann die Grenzen?
Am Beispiel einer Familie beantwortet die Autorin diese Fragen und macht sich Gedanken um die Folgen. Die einzelnen Mitglieder der Familie werden in kurzen prägnanten Sätzen beschrieben. Jede Persönlichkeit hat nachvollziehbare Gründe warum sie sich so verhält und nicht anders. Ihr Umfeld ist ein erweiterter Kreis mit ähnlichen Vorgaben. Der Ursprung liegt in der Geschichte. Flucht und dann der Wunsch nach Sicherheit sind die Grundlagen. Eine wertekonservative Denkweise der Aufbau. Das berauschende Gefühl von Macht und Anerkennung sorgt für den Rest.
Am Ende schreibt sie: "Es ist eine rein fiktionale Geschichte auch wenn mich während der Arbeit daran, die Realität manchmal zu überholen schien."
Genauso habe ich es empfunden. Bei jeder Figur hatte ich ein Gesicht vor Augen. Mal aus der realen Politik, mal aus dem Bekannten- oder Freundeskreis.
Es hat mir Angst gemacht, was ist wenn dieses Buch keine Fiktion sondern eine Blaupause der Zukunft ist.

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Rezensionen von froschman:

Verschreckende Grausamkeit

Der Blutkünstler von Chris Meyer

Tom Bachman, in den Vereinigten Staaten vom FBI zum Profiler ausgebildet, kommt nach einigen Jahren zurück nach Deutschland und wird gebeten, das BKA bei der Suche nach dem „Blutkünstler“ zu unterstützen. Er wird von einem Team unterstützt: Ira, ehemalige verdeckte Ermittlerin im Rotlichmilieu, die Pathologin Nina und Philipp, ein IT-Spezialist für Datenbanken.

Bachmann wird als Seelenleser bezeichnet, Nina als Totenleserin!
Dieser Mörder versteht sich als Künstler, er foltert Frauen grausam und langsam, damit sie lange leiden müssen und benutzt ihr Blut und ihren Körper dazu, um ein Kunstwerk zu erschaffen.
Chris Meyer hat einen Thriller mit einer sehr bildhaften Sprache geschrieben, sodass man sagen muss, man braucht einen starken Magen, um dieses Buch zu lesen. Für Zartbesaitete definitiv nicht geeignet! Die Spannung beginnt gleich bei den ersten Seiten und steigert sich bis zum Schluss.
Das Cover mit den roten Blutadern ist extrem gelungen, auch dieses ist künstlerisch gut gestaltet!

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Rezensionen von April1985 :

Die Stimmen der Toten

Tote schweigen nie von Turner A. K.

Meine Meinung

Wenn man ein Hörbuch den ganzen Tag laufen lässt und es einem auch eine schlaflose Nacht bereitet, dann weiß man, dass es toll war. Mir ist es so mit Tote schweigen nie von A.K. Turner ergangen. Ich fand den Reihenauftakt rund um die eigenwillige forensische Assistentin Cassie Raven und die unterkühlte DS Phyllida Flyte ziemlich brillant und damit meine ich nicht nur den Fall, sondern auch die beiden außergewöhnlichen Protagonistinnen, die man nicht so schnell vergisst.

In London arbeitet die junge Cassie Raven als Assistentin der Pathologie im Institut für Rechtsmedizin, wo sie nicht nur durch ihr äußeres Erscheinungsbild auffällt. Die tätowierte und gepiercte Gothic Queen ist überzeugt davon mit den Toten kommunizieren zu können. Die Verstorbenen sprechen zu Cassie und liefern ihr wertvolle Hinweise auf deren Dahinscheiden. Davon ist zumindest Cassie überzeugt. Aber was noch wichtiger ist, Cassie will Gerechtigkeit für ihre Schützlinge. Als eines Tages ihre ehemalige Professorin und Mentorin Mrs. Evans auf ihrem Tisch landet , ist Cassie fest davon überzeugt, dass diese Opfer eines Mordes wurde, auch wenn die Ermittlungen von einem Unfall sprechen. Kann Cassie ihrer Mentorin, der sie so viel zu verdanken hat helfen? Das müsst ihr natürlich selbst herausfinden....

Ich mochte Cassie unglaublich gerne. Sie ist schrill, auffallend und schräg. Cassie hat eine Vorliebe für Taxidermie, teilt sich ihr Zuhause mit einem Schädel und war in jungen Jahren dem Drogenkonsum nicht abgeneigt. Nachdem Cassies Eltern bei einem Verkehrsunfall verstorben sind, wurde Babica, ihre rebellische polnische Oma, zu Cassies wichtigstem Halt in ihrem Leben. Ich habe Babica genauso lieb gewonnen wie Cassie. Ich meine, welche Oma hebt schon ein totes Eichhörnchen im Gefrierschrank auf und hält das Geschenk so in Ehren. Aber zurück zu Cassie, welche einmal mehr beweist, dass man durch das Aussehen eines Menschen keine voreiligen Schlüsse ziehen sollte. Denn Cassie ist nahezu brillant. Sie ist verbissen und klug und hat eine enorme Auffassungs- und Kombinationsgabe , mir der sie selbst den erfahrenen Pathologen so manches Mal weiter hilft. Umso unglaublicher ist es auch, dass ausgerechnet durch eine Unachtsamkeit von Cassie ein Leichenraub passiert sein soll, welchen die unterkühlte und zugeknöpfte DS Phyllida Flyte auf den Plan ruft, um gegen Cassie zu ermitteln. Und doch ist es ausgerechnet Phyllida, die Cassie eindeutig nicht leiden kann, die ihr letztlich bei der Aufklärung des Falles der verstorbenen Mrs. Evans hilft. Achja, Cassies Schädel spielt dabei auch keine unwesentliche Rolle.

Wenn Cassie und Phyllida aufeinander treffen, prallen wirklich Welten aufeinander. Nicht nur einmal hätte ich Phyllida gerne so richtig durchgeschüttelt, weil sie Cassie gleich mal wegen ihrer Vergangenheit und ihrem Aussehen vorverurteilt. Im Laufe des Buches lernt man Phyllida allerdings näher kennen und merkt, dass auch sie keinen leichten Stand unter ihren Kollegen hat und sie sich als Frau in einer Männerwelt mehr behaupten muss als jeder andere. Und auch Phyllida hat einen Schicksalsschlag zu verkraften, der ihr Verhalten ein bisschen erklärt. Cassie und Phyllida sind beides Frauen, die man nicht zu schnell abstempeln sollte. Das müssen die beiden auch voneinander lernen und es war einfach schön zu lesen, wie sich aus der zunächst holprigen Zusammenarbeit eine Freundschaft entwickelt.

Die Darstellung der Protagonistinnen ist wirklich fast die größte Stärke an A.K. Turners Reihenauftakt. Die Autorin hat ein ungewöhnliches Ernittlerteam erschaffen, welches man nicht so schnell vergisst, das aber auch wahnsinnig authentisch wirkt. Ich kann es kaum erwarten die beiden wieder in Aktion zu erleben.

Großartig ist aber auch der Fall um die verstorbene Mentorin. Ich bin wirklich lange im Dunkeln getappt, habe mich ebenso von Vorurteilen blenden lassen und war am Ende von der Auflösung mehr als überrascht. Und auch die Arbeit von Cassie in der Leichenhalle war präzise und authentisch beschrieben, auch wenn diese wahrscheinlich nicht jedermanns Sache ist. Mich hat gerade dieser Teil aus Cassies Leben aber sehr fasziniert. Zudem hat sich gezeigt wie wichtig die Arbeit der Pathologen für die Aufklärung von Todesfällen ist.

Mir hat Tote schweigen nie wahnsinnig gut gefallen. Der Thriller ist erfrischend anders, hat einen mystischen Touch, ohne dabei lächerlich rüber zu kommen und ebnet perfekt den Weg für weitere Bücher der Reihe.

Außerdem hat Hörbuchsprecherin Sandra Voss einen großartigen Job gemacht und ich habe ihrer Stimme sehr gerne gelauscht. Ich finde es immer wieder verblüffend wie schnell 12 Stunden vorbei sein können. Aber hier hat einfach das Gesamtpaket gepasst. Daher gibt's eine absolute Lese‐ und Hörempfehlung!

Fazit:

Tote schweigen nie ist ein spannender, neuer Auftakt einer Forensik-Thriller-Reihe von A.K. Turner. Highlight sind auf jeden Fall die beiden un‐ bzw. außergewöhnlichen Protagonistinnen Cassie Raven und Phyllida Flyte. Ein starkes und kluges Duo, dass sich erst von den eigenen, gegenseitigen Vorurteilen befreien muss.
Die Handlung selbst ist fesselnd, bietet einige Überraschungen und lässt einem relativ lange im Dunklen tappen. So mag ich das.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf mehr Cassie & Phyllida! Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von Andrée Feyertag:

Ständig in Bewegung

Der Kolibri von Sandro Veronesi

Eine Geschichte eines Mannes über sich, seine Liebe und seine Familie. Er widersteht scheinbar allen Schmerzen, die ihm das Leben bereitet. Luftig leicht fast spielerisch erzählt. Durch die Abwechslung zwischen Zukunft und Vergangenheit wird man wie vom Wind subtil mitgetragen. Ein sommerlicher Unterhaltungsroman - sehr gut von Michael Killisch-Horn übersetzt.

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Rezensionen von skiaddict7:

Kennenlernen beim Vanlife

Der Kolibri von Sandro Veronesi

Der Klappentext und das Cover dieses Buches haben mich sehr angesprochen. Ich liebe Reise- und Abenteuerberichte, um zu Träumen, wenn ich nicht selbst gerade am Reisen bin. Als das Buch ankam war ich erst mal ein bisschen erstaunt, die Qualität war anders als erwartet. Ein Taschenbuch mit sehr heller Schrift, die Bilder in teils suboptimaler Qualität.

So gestaltete sich das Lesen manchmal etwas anstrengend.

Zum Buch: nach einer langen Beziehung merkt Sarah, dass sie mit dem Mann keine Zukunft sieht. In Österreich lernt sie Matthias kennen, ihren Airbnb-Host. Die beiden beginnen eine Beziehung und beschließen kurzerhand, einen Bus zu kaufen und mehrere Monate auf Reisen zu gehen. Immer eine gute Idee. Sarah nimmt uns mit von der ersten Idee der Reise, dem Kennenlernen mit Matthias, und schließlich auf die große Reise. Ich mag Sarahs Schreibstil, sie hat etwas sarkastisches und kann über sich selbst lachen. Leider beschreibt sie viel mehr den Alltag im Bus und wie die beiden das Vanlife erleben, auch die Missverständnisse zwischen Deutschen und Österreichern kommen immer wieder vor. Die besuchten Orte kommen oft zu kurz, da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht. Auch etwas bessere Bilder hätten mir gefallen. Trotzdem ein spannendes Buch, worauf hoffentlich noch weitere folgen werden.

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Rezensionen von Gavroche:

Vielleicht ab 3 Jahren

Little People, Big Dreams. Mini – Rosa Parks von Lisbeth Kaiser

Dies ist die Mini-Ausgabe einer Reihe, die bereits für Kinder konzipiert wurde und hier sollen schon Einjährige etwas über das Leben von Rosa Parks erfahren. Ein hehres Ziel, aber doch etwas zu hoch gegriffen. Denn die Welt, in der Rosa Parks lebte, ist einfach zu weit entfernt von der eigenen, die gerade erst entdeckt wird.

Bei aufgeweckten dreijährigen Mädchen und Jungs sieht es vielleicht schon anders aus. Doch meiner Meinung nach ist es unabdingbar, dass diejenigen, die das Buch vorlesen, mehr über die mutige Bürgerrechtlerin wissen, als in diesem Büchlein vorkommt, denn hier gibt es doch recht viel Erklärungsbedarf. Die kurzen Sätze helfen sicherlich, aber das reine Vorlesen reicht hier einfach nicht. Dennoch ist es ein tolles Projekt und die Zeichnungen erzählen wichtige Etappen aus dem Leben von Rosa Parks und hier kann ein erstes Interesse geweckt werden.

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