Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LEXI:
Ich werde alles geben, um zu siegen!
Das Band der Brüder von Ellin Carsta
Ich werde alles geben, um zu siegen!
Durch den geschickten Schachzug eines einflussreichen und skrupellosen NSDAP-Funktionärs ist Wilhelmine von Falkenbach gezwungen, ihren geliebten Hengst „His Highness“ in einem Wettkampf einzusetzen. Das Tier ist zugleich aber auch das wichtigste Zuchtpferd der Familie von Falkenbach und Paul-Friedrich fühlt, wie ihm nach und nach die Kontrolle über die Situation zu entgleiten droht.
Darüber hinaus hat sich das Familienoberhaupt noch nicht vollständig von seinem Zusammenbruch erholt, das Suchtmittel Pervitin übt immer noch eine große Anziehungskraft auf Paul-Friedrich aus.
Während Wilhelmine für den schicksalhaften Wettkampf trainiert und sich nebenbei im Widerstand engagiert, eckt ihre Mutter Dorothea wiederholt mit ihrer unsensiblen Art und ihrer Taktlosigkeit an. Gustav von Falkenbach ist aufgrund seiner Arbeit in der Klinik Eglfing-Haar dem körperlichen und seelischen Zusammenbruch nahe, was auch seine Ehe mit Clara beeinflusst. Während Heinrich, Ferdinand und Johannes Lehmann in der Fabrik unter scharfer Beobachtung der Nazis stehen, sucht Leopold nach einer Möglichkeit, bei seinem Einsatz an der Front in Deckung zu bleiben und den Krieg zu überleben. Paul Friedrich muss feststellen, dass die vermeintliche Sicherheit, in der er sich bislang wähnte, nicht mehr existiert. Und so setzt er wieder einmal alle Hebel in Bewegung, um die Familien zu schützen.
Der Zweite Weltkrieg und die grauenhaften Experimente an „unwertem Leben“ stellen einen bedrückenden historischen Hintergrund in dieser Geschichte dar, welche die Ereignisse des Jahres 1940 thematisiert. Auch innerhalb der Familien von Falkenbach und Lehmann kommt es zu Konflikten, schreckliche Ereignisse aus der Vergangenheit werden zudem ans Licht gebracht. Paul-Friedrich ist bemüht, den familiären Zusammenhalt aufrechtzuerhalten und die Kontrolle über die Situation zurückzugewinnen.
Nach nunmehr acht Bänden dieser Reihe sind mir die einzelnen Mitglieder der Familien ans Herz gewachsen. Der einnehmende Schreibstil der Autorin, die hohe Authentizität der handelnden Figuren, aber auch die Spannung, die das gesamte Buch hindurch aufrechterhalten wird, waren erneut ein Garant für ausgezeichnete Unterhaltung. Ellin Carsta versteht es gekonnt, ihre Leser durch berührende Passagen und mitreißende Szenen zu fesseln und geht im Nachwort detailliert auf historische Fakten und einzelne Figuren ihrer Geschichte ein.
FAZIT: Mit der aktuellen Neuerscheinung „Das Band der Brüder“ durfte ich spannende und emotionale Momente mit den Familien Lehmann und von Falkenbach erleben. Die Autorin begeistert mich stets aufs Neue mit ihren hervorragend ausgearbeiteten Charaktere, einem äußerst einnehmenden Schreibstil, einer fesselnden und unterhaltsamen Handlung, aber auch mit aufwühlenden Themen.
Begeisterte fünf Bewertungssterne und eine uneingeschränkte Empfehlung für dieses imposante Familienepos, dessen Fortsetzung ich bereits jetzt mit hoher Erwartungshaltung entgegensehe.
Rezensionen von sammy:
Eine Region zum Verlieben
111 Orte in Südböhmen, die man gesehen haben muss von Thomas Samhaber; Brigitte Temper-Samhaber
Ein etwas anderer Reiseführer, der zu eigenen Entdeckungen einlädt!
Das neueste Buch über Südböhmen ist wie die Region selbst: spannend, bunt und heiter. Zumindest haben wir das gemeinsam mit unseren Fotografen-Freunden Karin und Gerhard Schulz versucht so einzufangen.
Es war für uns eine große Freude im Auftrag des renommierten emons Verlages als Autorenduo Südböhmen erforschen und 111 besondere Plätze auswählen zu dürfen.
Darunter sollten auch unbekanntere Orte sein, abseits der bekannten Highlights wie Schloss Hluboka oder Krumau.
Und so stießen wir auf das Denkmal des Zuckerwürfels, dem Versteck im Baum, begegneten den Alchemisten, die Gold in Bier verwandelten, fanden den Teich der die Welt bedeutet und den Himmel berührt und schlüpften in die Rüstung von Tom Cruise, nachdem wir in 2 Stunden von London über Paris nach New York gewandert waren ohne Südböhmen zu verlassen...
Jedenfalls: Südböhmen ist ein unerschöpfliches Ausflugsparadies für alle, die Natur und Kunstschätze lieben, von Altem fasziniert sind und gerne Neues entdecken. Eine Region für Naturliebhaber und Menschenfreunde und besonders für alle, die wissen: ‚Simple pleasures are the best‘: böhmische Bramboráky und ein Eis oder kaltes Bier im Gastgarten an der Moldau. Seit die Region im Süden Tschechiens 1989 aus seinem Dornröschenschlaf geküsst wurde, zeigt sie sich bunt, heiter, einladend, immer wieder überraschend und mit schwejkischem Augenzwinkern!
P.S.: in dem handlichen Format passt es ganz genau unter jeden Christbaum!
und in der Buchhandlung Spazierer wartet schon dein/Ihr Exemplar
Rezensionen von Manfred Fürst:
Ein guter Thriller zwischendurch
DAS ENDE - Dein letzter Tag ist gekommen von Jan Beck
Mir scheint, Jan Beck ist im vierten Teil etwas die Luft ausgegangen zu sein. Was ich an einer Trilogie schätze, sind die drei Bände, diesen vierten halte ich für zu viel des Guten.
Wie auch immer.
Mit dieser literarischen Qualität wird er zwar nicht den Ingeborg-Bachmann-Preis gewinnen, geschweige dafür nominiert zu werden, was allerdings der ungeheuren Spannung, die der Plot bietet keinen Abbruch tut.
Ein Pageturner allemal, doch ich war froh, dass „DAS ENDE“ gekommen war. Einladung zu einem Krimifest wäre jedoch keine Überraschung.
Tödlichster Anschlag auf eine der reichsten Familie Hollands: Ein angekündigtes Attentat: Der Ehemann Ruben wurde ermordet, der Ehefrau wurde durch einen Messerstich das Rückenmark durchtrennt und der Embryo getötet. „Ich möchte anderen Manschen in ähnlicher Lage helfen, sich zu schützen. Mit allen was ich habe…wollen Sie mir dabei helfen?“ (S. 7) In diesem Prolog wird mit dem Ansinnen der Dame das Motto dieses Thrillers angedeutet.
Menschen sterben, bizarre Todesfälle und das Internet online dabei. Unser Duo von Europol, Super Recognizer Inga Björk und Topermittler Christian Brand, ermitteln in einem Spiel auf Zeit. Stopp, alles neu bei Europol. Europol-Direktorin Leona Willems ernennt überrascht die beiden Ermittler Björk und Brand mit der neu zu gründender Abteilung „Internationale Serienkriminalität“, mit Brand als Chef und dem überambitionierten PR- und Social-Media-Spezialist Luca Gasser.
Es wird düster, mysteriös, perfid und schockierend. Wer stellt die Killerszenen online?
Gewohnte wilde Jagd durch Europa, rapide Ortswechsel und in einem Besenkämmerchen…
Rezensionen von manu63:
Billies neues Leben
Nachtschwarz (Nachtschwarz-Sternenhell, Bd. 1) Aufregende Urban-Fantasy-Dilogie über die Magie der Sterne und eine große Liebe - Buchumschlag mit Perlmuttglanzeffekt + Character Card in der 1. Auflage! von Saskia Louis
Nachtschwarz ist der erste Band der Dilogie Nachtschwarz-Sternenhell geschrieben von der Autorin Saskia Louis.
Als die 17 Jährige Billie mit ihrem Vater nach Amber Lake umziehen muss, denkt sie das es so wie immer sein wird. Sie ist die Neue die sich erst mal einsam fühlt. Doch es kommt anders als gedacht und das liegt an ihren neuen Mitschülern und Mitschülerinnen und vor allen Dingen am geheimnisvollen Ash, der sie anzieht wie die Motte das Licht.
Die Autorin schafft ein interessantes Gesamtbild in dem sich die Charaktere entfalten können. Die Geschichte ist gut aufgebaut und Billes Perspektive gibt gute Einblicke in ihre Gedankenwelt. Nach und nach enthüllen sich neue Wendungen und ich kann gut nach voll ziehen was in Billie vorgeht.
Die Dialoge sind geprägt von Herzlichkeit und einer Prise Humor. Gerade der Schlagabtausch zwischen Ash und Billie hat mich mehr als einmal amüsiert. Der Spannungsbogen wird immer wieder gut aufgebaut, wobei es auch ruhiger Sequenzen gibt die einen guten Übergang zu neuen Wendungen ergeben.
Nun bin ich neugierig auf den zweiten Band und was noch alles rund um Billie passieren wird.
Rezensionen von Tara:
Stefan Zweig in Wort und Bild
Das Stefan Zweig Album von Oliver Matuschek
„Das Stefan Zweig Album“ ist ein umfassendes Werk über den Bestsellerautor der 1920er-Jahre Stefan Zweig des Politologen Oliver Matuschek.
Mit diesem Buch hat Oliver Matuschek wirklich ein umfassendes Werk über den Autor Stefan Zweig erschaffen. Seine bedeutsamsten Veröffentlichungen kennen die meisten von uns, aber mehr wissen wohl nur die wenigsten.
Hier gibt es nun Informationen über seine Familie und sein gesamtes Leben.
Zunächst interessiert sich der Stefan Zweig nur wenig für Politik, meldet sich aber zu Beginn des Ersten Weltkriegs freiwillig bei der Armee. Seine Kriegsbegeisterung ist aber nur äußerlich. Seine schriftlich verfassten Gedanken zeigen schon hier Verzweiflung.
Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde sein Leben in der Folgezeit zusehends schwieriger und er wurde auf die Liste der verbotenen Autoren gesetzt.
Stefan Zweig war ein sehr empathischer und sensibler Künstler, der sich gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Lotte das Leben nahm.
Sein Leben wird hier nicht allein durch Worte, sondern mit vielen Fotos, Manuskripten, Briefen und handschriftlichen Werken gelungen untermalt und dargestellt.
Auch wenn es hier primär um Stefan Zweig geht, so ist es nicht allein sein Leben, das sich in diesem Werk wiederfindet. Es ist ein Stück Zeitgeschichte mit vielen Facetten.
Wer sich für das Leben von Stefan Zweig, historische Briefe, Schriftstücke, Manuskripte und zeitgeschichtliche Ereignisse interessiert, wird begeistert sein. Die hier gesammelten Informationen sind eine kompakte Fassung eines intensiven Lebens und die optische Aufbereitung durch Originalbilder ist perfekt gelungen.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Mikrostudie von Lebensverhältnissen
Wovon wir leben von Birgit Birnbacher
Julia, sechsunddreißig Jahre, erzählt ihre Geschichte. Als Krankenschwester ist ihr bei der Behandlung einer Patientin ein Fehler unterlaufen. Nach der Verabreichung eines falschen Medikaments hat sie statt dem Not-, den Herzknopf gedrückt. Die Patientin hat’s überlebt, nicht so Julia, denn nun ist sie den Job als Krankenschwester los.
Zunächst im Krankenstand, wegen ihres Asthmas, das sich durch die Aufregung zusätzlich verstärkt.
„Alles kann man nicht auf die Organe schieben“, so die Lungenärztin (S. 8); Kündigung nach Ende des Krankenstandes. Einher gehend der Verlust der Personalwohnung, das Ende ihrer Affäre mit dem verheirateten Johannes und das Abhandenkommen ihrer einzigen Freundin Gerlinde. Es geht noch tiefer, denn der Exit heißt zurück in ihr Heimatdorf, zu Vater und Bruder, dorthin wo sie nie sein wollte. Die Mutter ist ab in den Süden, nach Sizilien geflüchtet. Bruder David lebte nach einer Hirnhautentzündung, die der Betriebsarzt falsch diagnostiziert hatte, als vegetierender Rest in einem Heim.
Vater holt sie vom Krankenhausparkplatz ab, Julia schnauft tief: „Ich bin knapp am Sauerstoff vorbei“ (S. 30).
Provinzielle Trostlosigkeit in strukturschwacher Gegend, in der die großen Arbeitgeber dichtgemacht haben. „Schwarzbach ist jahrzehntelang im Tageslist verblasst“ (S. 33). Das Dorf im Innergebirg, nur eine Stunde von der Stadt entfernt, aber durch ein ganzes Bergmassiv von der Sonne abgeschnitten.
Schmerzhaft genau und ziemlich traurig. Nur Oskar könnte für Julia einen Hoffnungsschimmer bedeuten. Nach einem Luxus-Herzinfarkt auf Reha. Da könnte was entstehen, aber es ist kompliziert, zwischenmenschlich, in der Familie, im Dorf – und überhaupt.
Nach knapp zweihundert Seiten ist das Lesen zu Ende und ich muss den Atem anhalten. Mit eigenwilligem Rhythmus und kristallklaren Sätzen, ohne Effekthascherei und Pathos beweist Birnbacher ihre Souveränität in dieser „Mikrostudie von Lebensverhältnissen“.
Birnbachers klare Sprache, benennt die Probleme dieser spießig-patriarchalen Welt deutlich mit Vermessung des österreichischen Wirtshauskosmos, nicht anklagend, sondern als aufmerksames, lesenswertes Protokoll, mit einem Schuss Hoffnung - zum Schluss.
Birgit Birnbacher ist nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2023.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Ein extra Buch und ein Anhänger
Frau Komachi empfiehlt ein Buch von Michiko Aoyama
Eine junge Frau, die vom Dorf in die Stadt zieht; ein junger Mann, der kurz vor dem Burnout stand und den Job gewechselt hat; eine Frau, die aufgrund ihrer Mutterschaft im Job zurück gestellt wird und zwei weitere Personen, die den Weg in den Gemeindesaal, in dem die Bibliothek untergebracht ist, finden.
Dort arbeitet neben Praktikantin Nozomi Morinaga die Bibliothekarin, Frau Komachi.
"Frau Komachi empfiehlt ein Buch" ist in etwa alles, was Frau Komachi in diesem Roman tut. Sie ist nicht die Hauptfigur, um die sich alles dreht. Es sind die Personen, die zu ihr in die Bibliothek kommen und ein oder mehrere Bücher ausleihen - und dazu von der fast immer nur hinter der trennenden Pinwand sitzenden Frau Komachi immer noch ungefragt ein zusätzliches Buch erhalten. In dem Sinne verbindet Frau Komachi die Geschichten. Auf den ersten Blick ist es somit mehr eine Kurzgeschichtensammlung als ein Roman mit einer geraden Handlung. Doch mit der Zeit gibt es Verbindungen zwischen den Figuren und auch über Frau Komachi erfährt man immer mehr.
Leider wird Frau Komachi sehr negativ aufgrund ihrem Äusseren dargestellt: immer wieder, nicht nur einmal - das ging mir total durch den Strich. Ich hab mir überlegt, deswegen einen Stern abzuziehen, lasse es aber bei 4 Sternen, denn bis auf diese sehr verletzende und absolut unnötige Darstellung hat mir dieser Roman gut gefallen.
Manchmal braucht man im Leben einen kleinen Anstupser, wenn man selbst unschlüssig oder noch nicht mutig genug ist, die eingeschlagene Richtung zu wechseln. Auch wenn dies in diesem Roman auf die ruhige, japanische Art gemacht wird, können wir uns hier in Europa etwas davon abschauen. Vielleicht haben wir keine Bibliothekarin in unserer Nähe wie Frau Komachi, aber vielleicht andere Personen, die ähnliches für uns tun und denen wir bisher nicht zugehört haben. Auch diese Personen kommen in "Frau Komachi" vor.
Im Frühling habe ich "Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" gelesen, auch ein Buch, das in Japan spielt und eine Buchhandlung laut Titel eine Rolle spielt, mir hat jenes nicht so gut gefallen, da ich wohl v.a. andere Erwartungen hatte und es dort nur etappenweise um die Buchhandlung geht. Hier hab ich auch etwas anderes erwartet, ein Roman mit Frau Komachi als Protagonist, aber mir gefiel die Story trotzdem viel besser als die andere, da das Verbindende das "richtige" Buch für die "richtige" Person ist. Wie Frau Komachi das macht, bleibt ihr Geheimnis. Man kann es Menschenkenntnis nennen, es ist aber keineswegs irgendwie übersinnlich - falls allfällige Leser*innen deswegen Bedenken haben, ob sie zu dem Roman greifen sollen oder nicht.
Fazit: Erst war ich skeptisch, dann hat mir "Frau Komachi" doch gut gefallen - bis auf ihre Darstellung gibt es uneingeschränkte 4 Sterne von mir.
Rezensionen von inya:
sehr faszinierend
Die Superkräfte der Vögel von Silke Hartmann
Dieses Buch und vor allem die darin enthaltenen Informationen über die verschiedenen Vögel hat mich nachhaltig fasziniert. Das Buch zeigt welche "Superkräfte" die Vögel haben und welche Besonderheiten sie einsetzen. Ich kannte vorher mich mit der Vogelwelt nicht so aus und deshalb hat mich das Cover und der Titel des Buches sofort angesprochen, da ich mich aber dafür interessiere.
Das Buch ist in verschiedene Inhalte aufgeteilt und hat auch ein super strukturiertes Inhaltsverzeichnis. Es geht natürlich um das Thema Fliegen, Singen, aber auch um die 5 Sinne und sehr interessant, um den 6. Sinn der Vögel. Zum Beispiel habe ich gelernt, dass der Zaunkönig so laut singen kann, dass er eine Dezibelstärke von bis zu 90 erreichen kann, so laut sind LKWs. Diese ganzen Dinge die die Tiere können, haben mich wirklich begeistert. Auch finde ich es ganz toll, dass viele farbige Abbildungen der Vögel enthalten sind.
Rezensionen von inya:
erstklassik
Lichtspiel von Daniel Kehlmann
Ich bin ein großer Daniel Kehlmann Fan, ich habe schon viele Bücher von ihm gelesen und hatte deshalb sehr hohe Ansprüche und Erwartungen an das Buch und ich kann mit Begeisterung sagen, dass sie alle erfüllt wurden!! Es handelt von einem Regisseur der große Erfolge zu Stummfilmzeiten in Deutschland hatte und Greta Garbo entdeckt hat.
Dieser flieht dann bei der Machtergreifung der Nazis nach Amerika mit seiner Familie und kann dort aber nicht an seine Erfolge anschließen. Durch verschiedene Umstände kommt er dann nach Deutschland und strandet dann dort durch den Kriegsausbruch. Diese Situation bringt ihn in eine komplett andere Lage und es wird so richtig spannend. Eine tolle und spannende Geschichte über die Filmszene in Zeiten des Krieges und wieder über eine reale Persönlichkeit. Ich kann dieses Buch allen Literaturfans empfehlen!!!!
Rezensionen von Nele33:
unbedingt lesen
Vatermal von Necati Öziri
"Vatermal" des Autoren Necati Öziri beschreibt ein Leben ohne Vater, mit einer Mutter die es nicht leicht hatte in einem Land in dem sie völlig auf sich gestellt war und mit Ardas Vater nicht glücklich wurde..
Mit nur 20 Jahren liegt Arda mit Organversagen auf der Intensivstation und hat mit seinem Leben abgeschlossen, doch er will noch etwas für seinen Vater hinterlassen, einen Vater, der die Familie vor seiner Geburt verlassen.
Dieser soll so die Möglichkeit bekommen seinen Sohn doch noch kennen zu lernen.
Selten erreichte mich ein Buch so tief wie die Lebensgeschichte von Arda, der im Buch Briefe an seinen nicht da gewesenen Vater scheibt. Doch schnell gerät dies eín Stück weit in den Hintergrund, wenn Arda am Krankenbett von seiner Mutter Ümran und Aylin besucht wird und jede ihm die eigenen Erinnerungen der Vergangenheit erzählt. Es wird ein Familienleben offenbart von einer Mutter, die zu viel getrunken hat, einer Schwester, die sich dann um sie kümmern musste.
Sehr beeindruckend und nachdenklich stimmend war für michder gespannte Bogen zu Ardas Großeltern, dies macht die Traurigkeit der zu uns gekommenen Menschen greifbar wie ich es selten in einem Buch erfahren habe.
Mittlerweile hat es "Vatermal" sehr verdient auf die Liste zum deutschen Buchpreis geschafft und ich spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus.











