Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Wunderbarer Hörgenuss
Das Klugscheißerchen,1 Audio-CD von Marc-Uwe Kling
Auch wenn das Hörbuch nur eine knappe halbe Stunde dauert, habe ich es als einen wunderbaren Hörgenuss empfunden. Der Autor, Marc-Uwe Kling, hat sein eigenes Werk abwechslungsreich und lustig eingesprochen. Sogar Kommentare zur Eingangsmusik gibt es.
Abendessen bei Familie Theufel. Wer kann hier am besten klugscheißern? Die Tochter, der Sohn oder vielleicht doch die Eltern? Eine gute Frage, denn Familie Theufel kann es da mit den besten aufnehmen.
Tina und Theo sind allerdings froh, nach dem Essen nach oben auf den Dachboden verschwinden zu können. Was sie natürlich nicht dürfen, aber so explizit haben die Eltern es auch wiederum nicht ausgedrückt. Jedenfalls begegnet ihnen dort auf dem Dachboden das kleine Klugscheißerchen, das seinem Namen alle Ehre macht.
Ein Buch voller Wortwitz und Besserwisserei und auf jeden Fall unterhaltsam.
Rezensionen von Claudia R:
Rätselspaß
Mein Wisch-und-weg-Buch: Im Wald von Kirsteen Robson
Klappentext / Inhalt:
Wisch-und-weg-Streifzug durch die Wälder.
Komm mit in den Wald! Zeige dem Wolf den Weg zu seinem Rudel, zähle die Kaninchen in ihrem Bau und entdecke die Eulenküken in den Bäumen. Viele Zähl-, Zuordnungs- und Schwungübungen sorgen für jede Menge Spaß. Und falls doch mal was danebengeht: einfach wegwischen und noch mal versuchen.
• Mit abwischbarem Stift
• Vielfältige Mal-, Zähl- und Rätselaufgaben
• Ab 4 Jahren
• Übt Umgang mit dem Stift
Cover:
Viele Tiere des Waldes sind auf dem Cover erkennbar und zugleich gibt es auch einen erste Vorgeschmack auf die Rätsel und Inhalte des Buches mit Labyrinthen, Unterschiede finden und vielen verschiedenen Rätseln. Das Cover macht darauf aufmerksam und ist optisch und farblich toll umgesetzt.
Meinung:
Ein tolles und unterhaltsames Heft mit vielen unterschiedlichen Aufgabenstellungen und Rätseln. Auf jeder der Seite gibt es viel zu entdecken. Die Thematik des Waldes ist hier sehr gut aufgegriffen worden und auch toll umgesetzt.
Die Seiten sind so perforiert, dass man mit dem beigefügten Stift, die Aufgaben lösen kann und dies im Anschluss wieder wegwischen kann, so dass man immer wieder neu die Seiten lösen kann. Dies ist sehr praktisch, falls man sich mal vermalt hat und auch um die Aufgaben immer wieder zu üben oder wenn man das Buch mal ausleiht oder jemand anderem gibt.
Jede Seite behandelt eine etwas andere Thematik, so findet man Tiere und Pflanzen am Teich, in den Bäumen, bei Dämmerung, am Fluss, unterirdische Gänge und vieles mehr. Jede der Doppelseiten ist wunderschön gezeichnet. Kurze Texte geben Aufgaben, die gelöst werden sollen, so muss man manchmal Unterschiede finden oder den richtigen Gang, der zum Ziel führt. Verschiedene Aufgabenstellungen bringen hier eine gute Abwechslung hinein. Zudem gibt es viele Linien, die verbunden werden sollen, so übt sich der Umgang mit dem Stift und zugleich wird die Feinmotorik und das Malen gelernt und weiter geschult.
Viele verschiedene Aufgaben warten hier auf die Kleinen ab 4 Jahren. Es eignet sich für Mädchen und Jungen gleichermaßen.
Die Bilder und Illustrationen sind sehr schön gewählt und es gibt hier viel verschiedenen Tiere und Pflanzen zu entdecken und zugleich kann man hier sehr viel rätseln und malen. Die Aufgaben sind gut und verständlich gestellt. Verschiedene Rätsel, Labyrinthe, Fehlersuchen und Punkt zu Punkt Zeichnungen warten nur darauf gelöst zu werden. Für spannende und vielfältige Unterhaltung ist hier gesorgt.
Fazit:
Verschiedene und vielfältige Rätsel und Punkt-zu-Punkt Zeichnungen warten darauf gelöst zu werden.
Rezensionen von Nele33:
Teit und Lehmann ermitteln
Taubenschlag von Dennis Jürgensen
Nachdem mich der erste Band um Lykke Teit und Rudi Lehmann absolut begeistert hat, musste ich den zweiten Band "Taubenschlag" natürlich auch lesen.
Diesmal ermittelt Lykke mit in Deutschland , da es ein neues länderübergreifendes Polizeiprojekt gibt und es dies möglich macht. Es werden alte Menschen ermordet, dekoriert mit einer toten Taube.
Sie werden anscheinend bevor sie erschossen werden gefoltert und die Morde ziehen sich durch Norddeutschland. Wer tut alten, einsamen Menschen dies an und wo liegt die Verbindung zwischen den Fällen? Schon bald stoßen Lykke und Rudi auf Hinweise die sie in die deutsche Vergangenheit eintauchen lassen.
Wie auch schon im ersten Band sind mir die beiden Ermittler sympathisch und die Mischung von Polizeiarbeit und Privatleben ist sehr ausgewogen. Die einzelnen Kapitel sind kurz und ein Spannungsbogen ist von Begin an gegeben, welcher zum Ende des Buches noch einmal Fahrt auf nimmt. Schade fand ich zum Ende hin, dass aus einem Tierpfleger ein Türpfleger wurde.
Taubenschlag kann als Einzelband gelesen werden, ich würde dennoch empfehlen Gezeitenmord zuerst zu lesen um die Charaktere und ihre Verhaltensweisen besser zu verstehen.
Rezensionen von Ruth:
Lohnenswerte Wiederentdeckung
Die November-Schwestern von Josephine Johnson
Mit gerade einmal 24 Jahren erhielt Josephine W.Johnson 1935 für ihr Debut "Die Novemberschwestern" den Pulitzerpreis und war damit die bis heute jüngste Preisträgerin. Nun erscheint der Roman in einer gelungenen Neuübersetzung und die Autorin erhält dadurch hoffentlich die Aufmerksamkeit der deutschen Leserschaft.
Die Weltwirtschaftskrise fordert auch von der Famile Haldmarne ihren Tribut. Der Vater verliert seine Arbeit und hofft nun als Farmer den Lebensunterhalt für die Familie verdienen zu können. Seine einzige Rettung ist eine heruntergekommene Farm, für die er zusätzlich eine Hypothek aufnehmen muss. Das bedeutet für alle harte Arbeit. Seine Frau Willa steht ihm treu zur Seite, die drei Töchter helfen mit. Die Älteste, Kerrin, würde gerne eigene Ideen einbringen, doch das lässt der Stolz des Vaters nicht zu.
Zur Unterstützung bei der täglichen Arbeit holt er sich einen jungen Mann. Doch eine extreme Dürre macht allen Bauern zu schaffen; die Ernte vertrocknet auf den Feldern, es gibt kein Futter für die Kühe. Sogar bisher ertragreiche Farmen haben zu kämpfen. Ein Milchstreik soll auf die gravierenden Probleme aufmerksam machen, doch am Ende stehen alle kurz vor dem Ruin, wenn sie nicht schon vorher gezwungen waren, ihr Land aufzugeben, wie der Schwarze Farmer in der Nachbarschaft.
Thematisch erinnert der Roman an John Steinecks "Früchte des Zorns". Auch Josephine W. Johnson zeigt auf eindringliche Weise, wie hart der Alltag der Farmer war. Der Gnade des Wetters und den Launen des Marktes ausgeliefert, müssen sie um ihre Existenz kämpfen. Staatliche Hilfen gibt es in prekären Situationen nicht, im Gegenteil. Gnadenlos werden auch dann die Steuern eingetrieben, wenn es eigentlich nichts mehr zu holen gibt.
Doch die sozialkritische Komponente ist nur eine Seite des Romans. Denn so wie die Sonne auf die Erde niederbrennt, so lodern die Gefühle der Protagonisten. Die Ankunft des jungen Mannes löst in jeder der drei Schwestern unterschiedliche Emotionen aus. Die 25jährige Kerrin, die von jeher von einer inneren Unruhe getrieben war, "begehrte ihn mehr als alles, wonach sie je die Hände ausgestreckt hatte."
Margaret, aus deren Perspektive wir von den Ereignissen jenes Jahres erfahren, liebt Grant mit der Vergeblichkeit einer, die um ihrer Gewöhnlichkeit und Unscheinbarkeit weiß. Doch Grants Liebe gilt stattdessen der jüngsten Schwester, der 20jährigen Merle, die seine Zuneigung ignoriert.
Während die Trockenheit andauert, die letzten Früchte verdorren - "Ein stilles, monotones Sterben" - kämpfen die Protagonisten einen aussichtslosen Kampf, gegen die äußeren Umstände und die Stürme im Innern. Alles läuft unausweichlich auf eine Katastrophe zu.
Die Handlung ist recht einfach, das Erzähltempo ruhig, obwohl Existenzielles passiert. Was den Roman aber so besonders macht, ist seine Sprache. Die Autorin schafft damit eine ganz besondere Atmosphäre, eine Mischung zwischen Ruhe und Spannung. In zahlreichen poetischen Bildern wird die Liebe zur Natur spürbar, auch die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur.
Beeindruckend auch, wie eine so junge Autorin diese vielschichtigen Charaktere entwickelt hat. Den wortkargen Vater, der unter seiner Aufgabe beinahe zerbricht und trotzdem keine Hilfe erträgt. Mutter Willa, die unscheinbar im Hintergrund, die Familie zusammenhält und mit einem unerschütterlichen Glauben alles akzeptiert und erträgt.
Grant, ruhig und besonnen geht er seiner Arbeit nach, bis er an der Ausweglosigkeit seiner Liebe resigniert.
Und dann die drei ungleichen Schwestern. Kerrin, geplagt von inneren Dämonen, dagegen die selbstbewusste und immer arbeitsame Merle. Dazwischen steht Margaret, die sich und die anderen genau beobachtet. Sie bezeichnet sich selbst als "so gewöhnlich" und leidet heimlich und still unter ihrer unerwiderten Liebe . " Wir konnten so viel fühlen, aber nur in kargen, simplen Worten miteinander reden." Das gilt für alle Beteiligten hier.
Am Ende bleibt nur der "Mut, irgendwie dem Morgen ins Gesicht zu sehen."
"Die Novemberschwestern" erzählt eine eindringliche Geschichte voller Tragik, in einer kraftvollen und schönen Sprache. Ein Roman, der lange nachwirkt und dem ich viele Leser wünsche. Gespannt wäre ich auch auf weitere Werke der Autorin.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Spannender Psychothriller
Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel
In "Der Trip", dem aktuellen Psychothriller von Arno Strobel, steht die forensische Psychologin Evelyn Jancke im Mittelpunkt. Sie leidet unter dem mysteriösen Verschwinden ihres Bruders Fabian, hat Albträume und stürzt sich in flüchtige Abenteuer. Evelyn hatte seit dem tödlichen Unfall ihres Vaters vor vielen Jahren ein sehr enges Verhältnis zu Fabian.
Er war immer für sie da und half ihr in Notlagen. Vor zwei Jahren befanden sich Fabian und seine Ehefrau Isabel mit ihrem Wohnmobil auf dem Weg nach Spanien. Seit Fabians letzter Nachricht aus Frankreich fehlt jede Spur des Paares, die polizeilichen Ermittlungen blieben ergebnislos.
Evelyn arbeitet mit Kriminalhauptkommissar Gerhard Tillmann zusammen, seit in Norddeutschland innerhalb von 9 Wochen fünf Menschen brutal auf Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen ermordet wurden. Die Polizei geht von einem Serienmörder aus, und es wird eine Sonderkommission gebildet. Als Evelyn glaubt, auf einem Phantombild des Täters ihren verschollenen Bruder zu erkennen, begibt sie sich gemeinsam mit Gerhard, dem sie nach dem Ende ihrer privaten Beziehung noch freundschaftlich verbunden ist, auf die Suche nach dem Mörder.
Mir hat der gut durchdachte Thriller sehr gut gefallen. Er ist in schönem Schreibstil geschrieben und liest sich schnell und flüssig. Der Einstieg ist herzzerreißend, und es wird so spannend, dass ich das Buch in fast einem Rutsch ausgelesen habe. Die Spannung steigert sich immer weiter, auch dadurch, dass wir auf einem zweiten Handlungsstrang, dessen kurze Abschnitte in Kursivschrift dargestellt werden, in das Leben und die Gedankenwelt des Täters blicken können. Es gab einige Wendungen, und das Ende hat mich sehr überrascht. Obwohl die Ermittlungsarbeit von Evelyn und Gerhard in meinen Augen nicht immer professionell verlief, habe ich sie auf ihrer Jagd nach dem Täter gern begleitet und mich gut unterhalten gefühlt.
Leseempfehlung für diesen spannenden Psychothriller!
Rezensionen von Claudia R:
Spionage Auftakt
Deep Sleep, Band 1 - Codename: White Knight von Chris Morton
Klappentext / Inhalt:
Sein Deckname: WHITE KNIGHT. Seine Ausbildung: TOPSECRET. Sein Ziel: die Operation DEEP SLEEP auffliegen lassen.
Der 17-jährige Ian Brown führt ein scheinbar normales Leben. Doch dann hält plötzlich eine Reihe von Attentaten die Welt in Atem. Im Fadenkreuz: Politiker, Spitzenmanager, Tech-Gurus.
Ehe Ian sichs versieht, überschlagen sich die Ereignisse. Denn die Anschläge werden von Jugendlichen verübt. Jugendliche, die im streng geheimen Black-Ops-Programm DEEP SLEEP ausgebildet wurden. Nun hat jemand diese Sleeper reaktiviert – und Ian ist einer von ihnen …
Cover:
Das Cover ist interessant gemacht. Die Skyline in den Titel eingefasst und ein Fadenkreuz drumherum. Die Schrift ist optisch und auch haitisch hervorgehoben, was einen tollen Eindruck hinterlässt. Das Cover ist spannend und toll umgesetzt und macht neugierig auf mehr.
Meinung:
Der Auftakt einer spannenden Triologie ist mit dem ersten Band von Deep Sleep Codename: White Knight sehr gut gelungen. Ian Brown führt ein scheinbar normales Leben bis eine Attentate für Furore sorgen und die sogenannten Schläfer des Deep Sleep Programm geweckt werden. So auch White Knight, allerdings wurde dieser vorher umgedreht, so dass er kein Attentat verüben soll, sondern dieses verhindern soll. Spannend, explosiv und emotional aufrührend nimmt einen dieses Buch schnell mit.
Inhaltlich möchte ich dazu jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist bildlich und beschreibend. Es lässt sich gut und fesselnd, sowie flüssig lesen und durch die hohe Spannung, wird auch das Tempo hoch gehalten und man kommt zügig und schnell voran.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Orts- und Zeitangaben dienen sehr gut der Orientierung und Zuordnung und sind daher sehr hilfreich. Die Gliederung und Gestaltung hat mir gut gefallen. Die wechselnderen Perspektiven bringen Spannung hinein und bewirken zugleich, dass man schnell ans Geschehen und die Handlungen gefesselt wird. Auch die Charaktere sind gut durchdacht. Durch die Gedankenfetzen und Ortswechsel bleibt es anfangs sehr nebulos und nach und nach findet man sich mehr und mehr hinein, was zugleich auch die Spannung erhöht. Wendungen, Überraschungen und Verwirrungen werden hier gut eingebaut.
Ein gelungener Auftakt, der die Neugier auf die weiteren Bände schürt und einiges offen lässt, so dass man gespannt auf den zweiten Band ist.
Fazit:
Spannender Auftakt einer Spionage Triologie, die neugierig auf mehr macht.
Rezensionen von Meli:
Für mich das bisher beste Buch der Reihe!
Happy Meat - Der Geschmack der Liebe von Marie Graßhoff
Cava hat sehr strenge Eltern, die ihr viel Druck machen und sehr hohe Erwartungen haben, da sie als Erstgeborene die magischen Kräfte ihrer Familie erhält und das Imperium eines Tages erben wird; sowohl den Lieferservice "Very Happy Meat" als auch die illegalen Geschäfte - die Familie ist unter anderem sehr erfolgreich darin, sich ungewünschter Probleme zu entledigen.
Bei einer Mission, die Cava eigenständig übernommen hat, ist einer ihrer Brüder gestorben und sie leidet noch sehr unter dem Verlust, an dem sie sich selbst die Schuld gibt, aber ihre Eltern haben keine Probleme damit, nach vorne zu schauen. Nach seinem Tod sorgen verschiedene Entdeckungen dafür, dass Cava beginnt, mehr zu hinterfragen und kommt dunklen Geheimnissen rund um Magie und Mord gefährlich nahe.
Trotz der strengen und grausamen Erziehung ihrer Eltern sorgt sich Cava um ihre jüngeren Brüder und wünscht sich ein friedliches Zusammenleben mit den anderen Göttererben sowie mit DIET, der Abteilung vom FBI, die für die magisch begabte Bevölkerung zuständig ist. Aber ihre Eltern, die sich immer überlegen fühlen, haben lieber die Kontrolle über die anderen und gehen dabei wortwörtlich über Leichen.
Ich fand Cavas Rolle im Getriebe des Familienunternehmens sehr interessant, weil sie als zukünftige Erbin schon eine gewisse Autorität hat, aber bei den Entscheidungen ihrer Eltern hat sie kaum ein Mitspracherecht und muss sich fügen. Die Beziehungen zwischen den Charakteren, besonders innerhalb dieser Familie, sind alle vielschichtig und besonders von Trauer, Angst und Gewalt geprägt. Das sorgt generell für eine bedrückende Atmosphäre, aber gleichzeitig liegt einem mehr an der Lösung dieser Probleme.
Etwas Magie gibt es auch, aber mehr durch die anderen Göttererben, da Cavas Fähigkeiten eher geheim bleiben.
Fazit
Insgesamt ist "Happy Meat" für mich das bisher beste Buch der Reihe. Ich mochte Cavas Perspektive, ihre Entwicklung trotz aller Schwierigkeiten, ihr spannendes Abenteuer und ihre Liebesgeschichte, mit der sie nicht gerechnet hatte. Ich freue mich schon auf "Magical Fries"!
Rezensionen von Lerchie:
Nix für mich
Ein Fluss so rot und schwarz von Anthony Ryan
Sechs Menschen auf einem Schiff ohne jede Erinnerung. Eigentlich waren es sieben, doch der siebte ist tot. Das Schiff nimmt Kurs auf ein postapokalyptisches London mit Schreien im dichten Neben. Es beginnt eine Mission auf Leben und Tod, der sich niemand entziehen kann.
Als Huxley erwacht kennt er nicht mal mehr seinen Namen.
Er erahnt ihn nur, weil Huxley auf seinen Unterarm steht. Ein fremdgesteuertes Schiff auf den Themse und es gibt noch fünf weiter wie er. Der sechste ist tot. Sie sind nicht zufällig hier. Ein Polizist, Soldat, Ärztin, Physikerin, Historiker und Polarforscherin. Über ein Satellitentelefon erhalten sie Anweisungen. Sie kommen immer wieder in zerstörte ausgestorbene Gebiete von London. Sie müssen Schiffswracks und Brückenruinen aus dem Weg räumen. Die Schreie in der Ferne werden immer lauter. Der Nebel ist dicht und es lauert ein Grauen. Sie bemerkten, dass ihre Reise ins Unbekannte ein schreckliches Geheimnis birgt.
Meine Meinung
Ich schicke gleich mal voraus, dass das nichts für mich war, aber gar nicht. Ich habe schon mehrere Bücher des Autors gelesen und die waren wirklich gut. Aber dieses? Das war meiner Meinung nach komplett daneben. Der reinste Horror. Unter dem Titel und auch nach Lesen des Klappentextes habe ich mir etwas anderes vorgestellt. Vor allem habe ich ein anderes Ende erwartet. Da bin ich mal wieder ordentlich reingefallen, was mir eigentlich oder zum Glück selten passiert. Menschen welchen eine bestimmte Erinnerung genommen wird und wenn sie sich doch an etwas davon erinnern passiert Schreckliches. Ein Schiff, automatisch gesteuert, keine Möglichkeit der Umkehr. Und am Ende auch noch ein offenes Ende. Denn ob wirklich das geschieht, das die, die sie auf diese Reise mit dem Schiff geschickt haben, erhoffen, das erfährt der Leser gar nicht. Das Buch ist einfach nur gruselig und voll von schrecklichen Kreaturen und Monstern. Also es war für mich nichts, ist aber vielleicht für solche Leser etwas, die nie genug Horror lesen können. Leider hatte ich mich auf den Namen des Autors verlassen, der mir einige schöne spannende Lesestunden versprach. Aber dem war letztendlich nicht so. Spannend vielleicht, aber zu gruselig und horrormäßig. Daher von mir nur zwei von fünf Sternen bzw. vier von zehn Punkten.
Rezensionen von Claudia R:
atmosphärisch ...
Schneekinder von Andreas Langer
Klappentext / Inhalt:
Getrennte Zwillingskinder auf gefährlichen Reisen durch Schnee und Eis – ein Fantasy-Abenteuerroman ab 11 Jahren von beeindruckender literarischer Qualität.
Die Zwillinge Elin und Kjell leben in Jorland, einem Land der Vulkane und Geysire, in dem die Winter lang und hart sind.
Es herrscht Krieg, und in ihrem Dorf wohnen nur noch Kinder und Alte. Auch Kjell wird mit anderen Jungen zum Arbeiten fortgeschickt. Doch dabei öffnet sich eine Felsspalte - und ein namenloser Schrecken erwacht.
Im Glauben, dass ihr Bruder das Unglück nicht überlebt hat, muss Elin mit den übrigen Dorfbewohnern fliehen. Auf dem bedrohlichen Weg durch Schnee und Eis wird sie ungewollt zur Anführerin. Aber nicht nur von außen, auch aus den eigenen Reihen droht Gefahr …
Atmosphärisch, feinsinnig, spannend – dieser Text geht unter die Haut.
Cover:
Verschneit, winterlich und grau wirkt das Cover aus den ersten Blick und gibt so die frostige Atmosphäre sehr gut wieder. Hinter grauem Nebel und Schnee ist eine reisende Gruppe mit einem Bison erkennbar. Optisch und farblich finde ich das Cover sehr gut umgesetzt.
Meinung:
Stark, emotional, mystisch, spannend und sehr atmosphärisch. Ein beeindruckendes Jugendbuch, dass es in sich hat. In Jorland muss man stark und mutig sein und der Krieg fordert so einige Opfer, aber dies ist nicht wirklich das schlimmste. Eine bewegende Reise beginnt, als die schwarzen Schwaden aufziehen.
Doch zu viel vom Inhalt möchte ich hier noch nicht verraten und halte mich daher mit inhaltlichen Details zum Buch zurück. En Blick hinein ist es allemal wert und schnell wird man davon gefangen genommen.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Man kommt schnell in die Handlungen und Charaktere hinein. Es ist spannend von Beginn an und diese Spannung zieht sich weitere durch. Auch die Emotionen und vor allem die Atmosphäre wird sehr gut herübergebracht. Frostige Kälte und Mut begleiten einen hier. Auch Themen wie Krieg, Tod, Angst, Hunger, aber auch Freundschaft, Zusammenhalt und Mut spielen hier eine Rolle. Ein hartes Leben wird hier verkörpert und herübergebracht, daher keine ganz einfache Kost und für de Altersstufe sicherlich auch etwas herausfordernd, aber dennoch nachvollziehbar und emotional ansprechend umgesetzt.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben einen gute Länge. Die Kapitelanfänge sind durch die kleine Illustration, zu Beginn, gut erkennbar. Die Kapitel werden einfach durchnummeriert, Überschriften gibt es nicht. Die Karte zu Beginn des Buches ist schön gezeichnet und hilfreich um die Route und auch die Zuordnungen besser nachzuvollziehen. Auch das Personenregister am Anfang ist eine gute Idee und hilfreich zugleich.
Eine emotionale und bewegende Geschichte, voller Spannung und Wendungen, die einen mitnehmen und man schnell ans Geschehen und die Geschichte gefesselt wird. Mir hat es gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.
Fazit:
Bewegend, mystisch, spannend und sehr atmosphärisch ist diese Geschichte angelegt. Ein beeindruckendes Jugendbuch, zugleich aber auch anspruchsvoll und fordernd.
Rezensionen von Meli:
Rachepläne, komplizierte Gefühle und ein Vampirkönig mit unerwarteten Qualitäten
When The King Falls von Marie Niehoff
Auch wenn sie mehr oder weniger getrennt voneinander leben, wird England schon seit Jahrhunderten von Vampiren regiert und die Menschen leiden unter ihrer Herrschaft. Florences Großmutter wurde von einem Vampir getötet und der Mörder wurde nie bestraft, stattdessen leidet ihre Familie schon seit Jahren wegen allem, was sie verloren haben.
Deswegen gehört ihre Familie auch zu der Rebellion, die den König töten will und Florence ist die Attentäterin, die zur Wintersonnenwende als Blutbraut ins Schloss eingeschleust werden soll.
Ihr Ziel ist es, den Vampirkönig zu verführen und ihn zu töten, wenn er zur Sommersonnenwende am schwächsten ist. Doch dann läuft alles ganz anders als geplant, denn sie hat Angst und lehnt alles vampirische ab, und dazu entspricht auch das Verhalten von König Benedict überhaupt nicht ihren Erwartungen: Er ist nett. Er hält Abstand zu den Blutbräuten, sorgt sich um ihr Wohl und respektiert auch ihre Wünsche und Entscheidungen. Florence merkt, dass es ihr immer schwerer fällt, den Vampirkönig zu hassen, je besser sie ihn kennenlernt, denn er scheint sich tatsächlich Mühe zu geben, ein guter König zu sein.
Etwas Spannung gibt es natürlich durch die Rachepläne und ein wenig Spionage, außerdem gibt es auch im Schloss unerwartete Gefahren. Aber hauptsächlich geht es um die Liebesgeschichte, die sich Zeit lässt und schön langsam entwickelt; man kann gut nachvollziehen, wie die Protagonisten sich immer näher kommen. Auch Nebencharaktere wie die Geschwister der Protagonisten oder Bedienstete im Schloss fand ich gut gelungen.
Ich fand es etwas schade, dass man nicht wirklich spüren kann, inwiefern Vampire wirklich ein Problem für die Gesellschaft sind, weil man nur von ein paar Problemen hört, sie aber nie erlebt. Da Florence im Schloss des Königs bleibt, sieht man kaum etwas davon, wie der menschliche Alltag unter der Herrschaft der Vampire aussieht, stattdessen sieht man eher den freundlichen König und wie er seine vampirischen Untertanen unter Kontrolle hält; zum Beispiel ist es den normalen Vampiren verboten, direkt von einem Menschen zu trinken, trotzdem müssen die Menschen ihr Blut spenden. Daher war Florences Motivation für mich nicht richtig greifbar, wobei bei ihr ja auch schnell Zweifel an ihrer Mission kommen. Aber ich hatte auch kaum den Eindruck, dass die drastischen Maßnahmen der Rebellion gerechtfertigt wären. Jedenfalls hätte ich gern mehr vom Leben der Menschen und Vampire gesehen!











